Die Glyphosat-Files: Ein Wissenschaftskrimi um Gier, Lügen und Reiz-Reaktions-Deppen

Unsere Geschichte beginnt im März 2015, genau am 20. März 2015. An diesem Tag veröffentlicht die IARC, die International Agency for Research in Cancer, ein Teil des Weltunternehmens UN, eine Monographie mit dem Titel: „Some Organophosphate Insecticides and Herbicides“ (Monograph 112). Darin wird Glyphosat in die Gruppe 2A eingeordnet, als Substanz, die möglicherweise bei Menschen Krebs hervorrufen kann. Neben Glyphosat wurden noch Malathion und Diazinon als möglicherweise für Menschen krebserregend eingestuft. Aber von Malathion und Diazinon wurde seither nichts mehr gehört. Keine NGO schickt Aktivisten auf die Straße um gegen die Verwendung von Malathion oder Diazinon, beides Insektizide, die z.B. eingesetzt werden, um Moskitos oder Flöhe zu bekämpfen und entsprechend eine viel höhere toxische Wirkung auf Menschen haben können als Glyphosat, das auf Äcker ausgebracht wird, zu demonstrieren. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Malathion und Diazinon nicht von Monsanto hergestellt werden, wie dies für Glyphosat der Fall ist.

Schon Charles Dickens kannte die Art von Anwalt, die sich so lange für die Sache des Mandanten einsetzt, bis die Sache des Mandanten in den Besitz des Anwalts übergegangen ist.

Und hier beginnt der Wissenschaftskrimi, den wir u.a. auf Basis von Veröffentlichungen im Blog „Risk-Monger“, auf den uns ein Leser hingewiesen hat und den wir jedem Leser wärmstens empfehlen können, rekonstruiert haben.

Hauptdarsteller: Christopher Portier.

Christopher Portier ist der Aktivist, DER Aktivist gegen Glyphosat. Er ist als Lobbyist in die Hauptstädte Europas gereist, hat Parlamente, darunter den Bundestag besucht, die EU-Kommission bearbeitet, er hält Vorträge und nicht zuletzt ist Christopher Portier der einzige, der als externer Experte an der Erstellung von Monograph 112 durch die IARC beteiligt war. Er ist maßgeblich für die Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend verantwortlich.

Portier ist jedoch, wie umfangreiche Recherchen von David Zaruk, der u.a. als Professor an den Brüsseler Universitäten Saint Louis und KUL lehrt, belegen, nicht nur ein „externer Experte“, der sich mit der Toxikologie von u.a. Organophospaten auskennt.

Tatsächlich kennt sich Portier nicht sonderlich damit aus. Er ist Statistiker und hat keine Geschichte als Erforscher der Toxikologie von Pestiziden. Das hat Portier selbst zugegeben. In seiner außergerichtlichen Anhörung als Zeuge in eigener Sache am 5 September 2017 in New York. Dort hat Portier eingeräumt,

  • nie mit Glyphosat gearbeitet zu haben;
  • nie einige der Belege für die angeblich krebserregende Wirkung von Glyphosat selbst geprüft zu haben;
  • Er ist, wie David Zaruk schreibt, Statistiker, der in der Vergangenheit zu einer Vielzahl von Themen gearbeitet hat, darunter Mobiltelefone.

Der externe Experte, auf den die Einstufung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC zurückgeht, ist demnach gar kein Experte. Was ist er dann?

Portier ist ein Aktivist.

Er hat jahrzehntelang für die US-amerikanische NGO „Environmental Defense Fund“ gearbeitet. Der Environmental Defense Fund agitiert seit den 1960er Jahren gegen die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Er steht auf der Gehaltsliste der US-Amerikanischen Anwaltskanzleien Lundy, Lundy, Soleau & South, sowie Weitz und Luxenberg. Mit ersteren hat Portier einen Vertrag als „Consultant“. Pro Stunde erhält er 450 US-Dollar für seinen wissenschaftlichen Rat. Nach Recherchen von Zaruk, die auf Aussagen von Portier in seiner Anhörung beruhen, hat Portier bislang 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen abgerechnet. In den 160.000 US-Dollar sind unter anderem 8.550 US-Dollar enthalten, die Portier Lundy, Lundy, Soleau & South für die Lektüre eines technischen Dokuments von 2-3 Seiten in Rechnung gestellt hat. 19 Stunden für 2-3 Seiten! Die Zusammenarbeit mit der Anwaltskanzlei ist für Portier sehr lukrativ und sie beginnt vor der Veröffentlichung des Monographs der IARC, in dem Glyphosat als krebserregend eingestuft wird.

Diese Einstufung, an der Portier wesentlich beteiligt ist, ist für die Anwaltskanzlei bares Geld wert, denn Lundy, Lundy, Soleau & South gehören zu den Kanzleien, die ihr Geld damit verdienen, Unternehmen zu verklagen. Sie sammeln arme Opfer ein, denen sie versprechend, dass ihnen keine Kosten entstehen und erstreiten in deren Namen hohe Entschädigungszahlungen vor US-Amerikanischen Gerichten. Lundy, Lundy, Soleau & South klagen u.a. gegen Monsanto, wie Zurak aufgezeigt hat, weil Glyphosat angeblich krebserregend ist. Und wo wäre die Erfolgsaussicht dieser Klagen ohne die Einordung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC.

Wir haben bislang somit eine US-Amerikanische Anwaltskanzlei, die ihr Geld u.a. damit verdient, Unternehmen wie Monsanto zu verklagen, weil deren Produkte möglicherweise den Krebs ihrer Mandanten, die sie zuvor oft genug mit dem Versprechen, dass sie die Klage nichts kostet und sie eine hohe Entschädigung erhalten, von der sich die Anwaltskanzlei dann zuweilen die Hälfte selbst gönnt, eingesammelt hat (Zaruk belegt dies am Beispiel einer Konferenz, die von Naomi Oreskes organisiert wurde, um nach dem Ende der Möglichkeit, Tabakhersteller erfolgreich vor US-Gerichten zu verklagen, herauszufinden, „how to ‚tobacconise‘ other industries“).

Dieselbe Anwaltskanzlei, die ihr Geld u.a. mit Schadensersatzklagen gegen Monsanto verdient, weil Glyphosat angeblich oder möglicherweise zu Krebs bei Mandanten der Kanzlei geführt hat, bezahlt Christopher Portier insgesamt 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen. Das Vertragsverhältnis zwischen beiden beginnt bevor Portier sich als „Key to the Glyphosate Ban“ erweist und die Einstufung von Glypohosat als krebserregend durch die IARC erreicht.

Ein wahrer Wissenschaftsthriller.
Fassen wir bis hierhin zusammen.

  • Eine Agentur der UN, IARC, ein kleiner Laden in Lyon, der wohl die üblichen Strukturen nepotistischer Inzucht aufweist, macht Christopfer Portier zum einzigen externen Experten im Hinblick auf die Einschätzung möglicherweise krebserregender Folgen durch die Verwendung von u.a. Glyphosat.
  • Portier war Lobbyist für die US-NGO „Environmental Defense Fund“, die seit Jahrzehnten gegen den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft Kampagnen durchführt.
  • Portier wird von einer US-Amerikanischen Anwaltskanzlei als Berater bezahlt. Insgesamt erhält er 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen, die z.B. darin bestehen, 19 Stunden zwei Seiten Text zu lesen.
  • Dieselbe Anwaltskanzlei vertritt Personen, die gegen Monsanto wegen der krebserregenden Wirkung von Glyphosat klagen.
  • Die Erfolgsaussichten der entsprechenden Klage sind durch die Einstufung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC erheblich gestiegen.
  • Die Einschätzung von Glyphosat als krebserregend steht im Widerspruch zu allen wissenschaftlichen Fakten, im Widerspruch zur Einschätzung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) und der EFSA (European Food Safety Authority). Die Einschätzung der beiden Agenturen beruht auf den Ergebnissen einer Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen.
  • Die Einschätzung der IARC basiert letztlich auf dem Verdikt eines externen Experten, der noch nie zu Glyphosat geforscht hat und der sich einen Namen damit gemacht hat, die wissenschaftliche Forschung als von der Industrie finanzierte Forschung zu denunzieren, derselbe Forscher, der von einer Anwaltskanzlei bezahlt wird, für die die Einstufung von Glyphosat als krebserregend bares Geld wert ist.

Das Skript könnte von der Mafia stammen.

Zentral für das Skript sind emotionale Kampagnen, denn Aktivisten, vor allem Umweltaktivisten leben von Emotion, es ist deren Substitut für Erkenntnis. Und Emotion ist, was ihnen geliefert wird. Aber, die NGO lebt nicht von der Emotion allein. Entsprechend sind NGOs ständig auf der Suche nach lukrativer Gutheit, die die Spendenkasse füllt, durch wen auch immer. Für die Sache lukrativer Gutheit werden die eigenen Aktivisten ins Feld geschickt, um eine öffentliche Meinung so zu manipulieren, dass sich kaum mehr jemand traut, öffentlich eine von der Sache lukrativer Gutheit abweichende Meinung zu vertreten. Eine Situation, die es wiederum Anwaltskanzleien erlaubt, ihre Klagen vor US-Gerichten, in denen sich 12 Juroren ein Urteil bilden müssen, ohne großen Widerstand und ohne die Gefahr, auf Fakten zu treffen, durchzubringen und die große „Corporate Bonanza“ einzufahren.

Die Mobilisierung des Aktivistenmobs in Europa, das letzte, was noch zu erklären ist, wird von Zurak als „Carpetbagger“ Ansatz zum Lobbying bezeichnet. Im Englischen bezeichnet man einen Politiker, der in einem Wahlkreis kandidiert, zu dem er keine lokale Verbindung hat, als Carpetbagger. Man übersetzt den Carpetbagger wohl am besten als Profiteur lokaler Besonderheiten. Die lokalen Besonderheiten, die US-Aktiviten, die genveränderte Organismen oder Pestizide in der Landwirtschaft bekämpfen, in Europa ausnutzen wollen, werden von Zurak mit dem Begriff des „more fertile precautionista lobbying terrain“ umschrieben. In Deutsch: In Brüssel und in Europa insgesamt, ist mehr Potential für Hysterie. Hier kann man leichter einen öffentlichen Wutausbruch der Gutmenschen provozieren bzw. zu Wege bringen und die Aktivisten, denen man die Emotion geliefert hat, zu unwissentlichen Wasserträgern der eigenen Interessen machen, sie in ihrer Neigung, sich zum Reiz-Reaktions-Deppen der Interessen anderer instrumentalisieren lassen, abholen und ausnutzen. Und überhaupt: Wir leben in einer globalisierten Welt. Europäische, selbst deutsche Idiotien finden ihren Weg auch nach Nordamerika und helfen dort, Konzerne zu erpressen und auszupressen.

Eine Meute von Anwälten lebt in den USA davon (oder schmarotz daran). Europäische NGO-Aktivisten und sonstige Gute, sie machen es möglich.

Und Aktivisten wie Christopher Portier zerstören die Wissenschaft, ihre Reputation und ihren Leumund. Aber in Zeiten der Gender Studies ist das fast schon normal.

Wir empfehlen allen Lesern den Post von David Zaruk. Manchem, der Kognition vor Emotion stellt, wird dabei ein Licht aufgehen, vielleicht sogar ein Kronleuchter.

Der Krimi wird zur Serie und geht weiter: Glyphosat: Alles Lug, Trug und Manipulation

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

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12 Responses to Die Glyphosat-Files: Ein Wissenschaftskrimi um Gier, Lügen und Reiz-Reaktions-Deppen

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  2. xamterre says:

    Früher hieß es; Wer nichts wird, wird Wirt!
    Heute müsste es heißen: Wer nichts ist, ist Aktivist!

  3. STimOv says:

    Naja, das andere Substanzen hier nicht so viel diskutiert werden, könnte wohl daran liegen, dass wir hier doch recht wenige Moskitos haben und Flöhe sind hier wohl auch ein eher geringeres Problem. Da verwendet man solche Mittel womöglich seltener, wenn sie hier überhaupt zugelassen sind. Aber essen müssen wir alle…
    Portier und die Geschichte mit den Anwälten… naja, die finde ich eigentlich weniger spektakulär. Das eine Kanzlei versucht sich den besten Experten zu holen, den sie kriegen kann ist klar. Man hatte wohl auch früher schonmal miteinander zu tun und ist in Kontakt geblieben. Und das eine Kanzlei möglichst Experten beauftragen möchte, die zu gunsten der eigenen Mandanten aussagen ist auch nix besonderes. Wenn man sich kannte ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn man über Portiers Arbeit spricht. Wenn er dann nach Fertigstellung des Berichtes des IARC Berater wird, ist daran auch nicht ungewöhnliches. Da sind die Karrieren unserer Politiker und Mitarbeiter der Zulassungsbehörden viel interessanter. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was man in US-Gerichtsakten in Aussagen von Monsanto-Mitarbeitern und firmeninternen Dokumenten lesen kann. Die stehen online, kann also jedermann nachlesen. Wenn Sie unbedingt über wissenschaftliche Skandale berichten wollen, dort werden Sie fündig…

    Und noch etwas zu Portier. Er ist Statistiker, wertet also Zahlen aus. Z.B. können das wohl auch Studienergebnisse sein oder? Die Monographie hat er auch nicht allein geschrieben, sondern mit ich glaube sogar 17 anderen. Und die sind sicherlich keine Statistiker und haben auch sicher einen anderen Background – deshalb spricht ja auch keiner über sie.

    • In Deutschland gibt es also keine Schnaken? Habe ich anders in Erinnerung. Und in den Rheinauen wird wohl auch kein Fenethcarb, kein BTI oder kein anderes Malathion haltiges Insektizid mehr verspritzt?

      Warum kommentieren Sie hier über Dinge, von denen Sie keine Ahnung haben?

      Und so wie Sie nicht wissen, wovon sie schreiben, so geht das auch dem Statistiker Portier, der von Glyphosat nichts weiß. Hätte er die Studien, die es gibt, statistisch ausgewertet, wie Sie schreiben, was er nach eigener Angabe nicht getan hat, dann wäre er im Übrigen zum gegenteiligen Ergebnis gekommen, zu dem fast alle Wissenschaftler kommen, nur er nicht: Glyphosat ist NICHT krebserregend.

      Aber es ist gut zu wissen, dass Sie keine Probleme mit Korruption haben. Dann akzeptieren Sie sicher auch Studienergebnisse, die von Unternehmen bestellt werden, die von Parteien bezahlt werden oder von NGOs oder?

      Im übrigen können Sie hier gerne berichten, was sie den “öffentlich zugänglichen Akten” an “Skandal” intern von Monsanto entnehmen und es BELEGEN. Aber welche Themen wir interessant finden und welche Themen wir aufgreifen, das überlassen Sie gefälligst uns oder sind sie etwa intolerant gegenüber Themen, die Ihnen nicht gefallen bzw. nicht ideologisch in den Kram passen …?

      Ausgerechnet die Alpenprawda behauptet, dass es nach wie vor Schnakenbekämpfung in Deutschland gibt. Aber Sie wissen das ja besser …
      http://www.sueddeutsche.de/wissen/muecken-am-rhein-plage-gegen-plage-1.2402743

    • @ StimOv: Klasse, wie Sie mit vielen Sätzen es schaffen, Belanglosigkeiten zu Papier zu bringen! Und das Ganze noch ohne jeglichen Beleg. Da würde ich es auch nicht wagen, mit Klarnamen zu kommentieren.
      @ Michael Klein: Vielen Dank für die ausgezeichnete Recherchearbeit.

      Interessant zum Thema IARC:

      „Klar ist, die IARC verfolgt einen gefahrenbezogenen Ansatz, d.h. Stoffe werden nach ihrem THEORETISCHEN Gefährdungspotenzial eingestuft. Über das reale Risiko, das mit der Anwendung eines Stoffes verbunden ist, und ab welcher Intensität der Exposition eine gesundheitliche Gefährdung besteht, wird keine Aussage getroffen.
      Die wissenschaftliche Abschätzung eines tatsächlichen Risikos bei der Anwendung und Aufnahme eines Stoffes obliegt in Deutschland dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die fachliche Unabhängigkeit des BfR ist gesetzlich verankert und garantiert, dass Entscheidungen auf Grundlage von wissenschaftlichen Fakten und frei von politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Einflussnahme getroffen werden.

      Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kommt bei der turnusmäßigen Neubewertung von Glyphosat zu dem Schluss, dass bei sachgerechter Anwendung KEINE Gefahr für die menschliche Gesundheit besteht. Dabei wurden neben der Einschätzung des IARC rund 1000 Studien und Veröffentlichungen in die Bewertung einbezogen.“
      Zitiert aus The European, Keine Gefahr durch Glyphosat? , 28.11.17

  4. Karl-Heinz says:

    Mehr zur IARC-Beurteilung:
    Wie Kate Kelland von der Nachrichtenagentur Reuters berichtet hat, hätte der ursprüngliche Entwurf der IARC-Monographie über Glyphosat nicht die schließlich erfolgte Bewertung als “wahrscheinlich krebserregend” erlaubt. Dies wurde erst dadurch möglich, indem bei der finalen Bearbeitung in mindesten zehn Fällen negativen Aussagen bezüglich des Krebsrisikos (“nicht krebserregend”) in neutrale oder sogar positive Aussagen abgeändert wurden:
    https://www.reuters.com/investigates/special-report/who-iarc-glyphosate/
    Außerdem hatte der Vorsitzende der IARC-Arbeitsgruppe zu Glyphosat, Aaron Blair, Kenntnis von den damals noch nicht veröffentlichten Ergebnissen der Agricultural Health Study (AHS), einer Serie von wissenschaftlichen Untersuchungen in den USA, die regelmäßig durchgeführt werden und sich mit Gefährdungen durch Pflanzenschutzmittel u. a. befassen. Im Rahmen der AHS wurde anhand der Daten von mehr als 54.000 Menschen, die im Zeitraum von 1993 bis 2005 mit Glyphosat gearbeitet hatten, untersucht, ob Glyphosat Krebs auslösen kann. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine krebserregende Wirkung des Herbizid-Wirkstoffs auf die Anwender nicht erkennbar sei und wurde vor Kurzem im “Journal of the National Cancer Institute”, dem offiziellen Veröffentlichungsorgan der staatlichen Krebsagentur der USA veröffentlicht:
    https://academic.oup.com/jnci/advance-article/doi/10.1093/jnci/djx233/4590280 .
    Blair räumte in einer Aussage vor Gericht ein, dass sich die IARC-Einstufung von Glyphosat „wahrscheinlich geändert hätten“, wenn die Ergebnisse der AHS-Studie berücksichtigt worden wären. Da sie jedoch noch nicht publiziert waren, schieden sie aus formalen Gründen aus und fanden keinen Eingang in die Beratungen:
    https://www.reuters.com/investigates/special-report/glyphosate-cancer-data/
    Hinzuzufügen wäre noch, dass die IARC in vier Jahrzehnten rund tausend Substanzen und Tätigkeiten auf eine mögliche krebserregende Wirkung untersucht hat. Nur in einem Fall gaben die von der IARC beauftragten Forscher Entwarnung.
    http://monographs.iarc.fr/ENG/Classification/index.php
    Glyphosat wurde als “wahrscheinlich krebserregend” beurteilt und fällt damit ein diesselbe Klasse (Kategorie 2A) wie die Ausübung des Friseurberufs. In der höchsten Klasse sind neben Alkohol und Tabak auch die Tätigleit als Anstreicher und Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu finden.
    Die IARC betreibt keine eigene Forschung, sondern lediglich Literaturstudien und lädt Wissenschaftler zu deren Bewertung ein. Das führt oft dazu, dass die beteiligten Forscher dann ihre eigenen Arbeiten, sowie die möglicherweise widersprechenden Veröffentlichungen von nicht einbezogenen Kollegen, diskutieren und bewerten. So arbeitete die IARC von 2012 bis 2015 an 18 Monographien, an denen insgesamt 314 Wissenschaftler beteiligt waren, wobei mindestens 61 Teilnehmer damit befasst gewesen sein sollen, ihre eigenen Arbeiten zu bewerten:
    https://www.reuters.com/investigates/special-report/health-who-iarc/

  5. Wenn man wissen will, warum etwas passiert: Follow the money!

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  8. Glyphosat ist aus 3 Gründen bedenklich: 1. Es bindet Metallionen extrem gut, was seine ganze Wirkung ausmacht. Es entzieht den Pflanzen u.a. das Mangan, welches sie zur Proteinsynthese benötigen, weshalb sie absterben. Wird ein Feld vor der Aussaat mit Glyphosat behandelt, dann werden praktisch alle Mineralien ausgewaschen und der Mineralstoffgehalt unserer Lebensmittel sinkt extrem ab. Dies hat man ja auch schon wissenschaftlich dokumentiert. 2. Im Menschen akkumuliert Glyphosat in allen Organen. Es blockiert die Bildung der CYP-Enzyme, welche eine entscheidende Rolle bei der Entgiftung des Körpers spielen. Die Folge hiervon ist, dass sich alle sonstigen Gifte im Körper ansammeln und dann Krebs verursachen können. Glyphosat selber ist aber nicht krebserregend. 3. Tötet es alle Bakterien ab. Sowohl im Boden, als auch im Darm, und dies schon in extrem geringen Dosen.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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