Für ARD-Faktenfinder sind Diffamierungsversuche offenbar Fakten

Die ARD tut etwas.

Sie geht gegen FakeNews vor.

Die Faktenfinder sollen Fakten finden und damit FakeNews entlarven.

Nicht bei der ARD.

Nein, bei anderen, bei den Nachdenkseiten zum Beispiel.

nds_logo_neuLinke Medien machen mobil gegen linke Medien, so könnte man formulieren und sich zurücklehnen, wäre es nicht so, dass der ARD-Faktenfinder Patrick Gensing, der eine gewisse Geschichte hat, wenn es darum geht, Problembürger, worunter wohl auch Albrecht Müller, der Betreiber der Nachdenkseiten für ihn fällt, zu bekämpfen, in seinem Versuch, mit der Zurückhaltung eines Schlagbohrers subtile Hinweise darauf zu verbreiten, dass alternative Medien generell schlecht sind und täte er dies nicht auf eine so unterirdisch dumme Art und Weise.

Nämlich so:

(1) Die NachDenkSeiten bezeichnen sich selbst als „Die kritische Website“. Es handelt sich dabei um ein Projekt, das 2003 von dem ehemaligen SPD-Politiker Albrecht Müller gegründet wurde. (2) Mitherausgeber Wolfgang Lieb, ebenfalls Ex-SPD-Politiker, zog sich 2015 von dem Projekt zurück. Er kritisierte in einer Erklärung die Methoden der Kritik und die Art der Auseinandersetzung auf der Seite. (3) Die „Frankfurter Rundschau“ zählte die NachDenkSeiten zu einer neuen Gegenöffentlichkeit, die gegen eine vermeintliche Gleichschaltung der deutschen Medien anschreibe und dabei (4) keine Berührungsängste mit rechten Personen und Positionen und Verschwörungstheorien habe.

Soll das subtile Diffamierung sein? Es wirkt eher, wie der müde Versuch eines in schlechter Management-Literatur (Wie man seinen Gegner fertig macht Oder: Sich auch ohne jedes Argument durchsetzen) Belesenen, seinen Lesern Unvermögen als herausragende Leistung zu verkaufen.

Wir haben den Diffamierungs-Versuch von Gensing aus Sicht von Manipulation und Logik analysiert und die wichtigsten Absätze nummeriert.

(1) und (2): Holzhammermanipulationsversuche:

DilbertClichesSpitze Finger zeichnen den Diffamator aus der Mittelschicht aus. Der ehemalige SPD-Politiker, Albrecht Müller, der das übrigens immer noch ist, SPD-Politiker, er betreibe seit 2003 eine Seite, die sich selbst als „kritische Website“ bezeichne. Man selbst, also Gensing, käme natürlich nie auf die Idee, diese Seite als „kritische Website“ zu bezeichnen, schon weil Personen wie Gensing keine Ahnung haben, was Kritik eigentlich ist. Als öffentlich-rechtlicher Jasager hat Gensing schon bei Eintritt in den Claqueur-Dienst das Kritik-Zölibat, das allein zum öffentlich-rechtlichen Journalismus qualifiziert, abgelegt.

Nachdem Gensing seinen Lesern also nahegelegt hat, die Seite, die sich als „kritische Website“ bezeichnet, nicht als „kritische Website“ zu sehen, legt er noch nach, dass Mitherausgeber Wolfgang Lieb sich 2015 zurückgezogen habe: Mit Kritik an der Art der Auseinandersetzung auf der Seite habe er das getan (das ist offensichtlich alles, was es für die Zeit von 2003 bis 2015 über die Nachdenkseiten zu sagen gibt – in der Sozialforschung spricht man hier von einem Selektionsbias, ein Euphemismus für krude Manipulation).

Aus dem, was Gensing hier zusammenklaubt, kann man schließen, dass die kritische Website, erst als Lieb sich mit Kritik zurückgezogen hat, nicht mehr kritisch war und dem Teufel verfallen ist (zu dem wir unten noch kommen und der natürlich rechts wohnt). Man kann daraus auch schließen, dass die kritische Website schon immer „Methoden der Kritik und der Auseinandersetzung“ verwendet hat, die Lieb kritisierbar gesehen hat. Man muss daraus schließen, dass die Seite Kritik benutzt und entsprechend „kritisch“ ist.

Das ist gewöhnlich das Problem von insinuativer Manipulation: Man muss sie anwenden können. Wer dilettiert wie Gensing, der widerspricht sich innerhalb von nur weniger Zeilen, und bestätigt der „kritischen Website“, von der er seinen Lesern suggerieren wollte, dass sie keine „kritische Website“ ist, ein kritische Website zu sein, auf der sogar die Herausgeber miteinander streiten. Demokratie live, wie man sagen könnte.

(3) und (4): logische Fehler/Fehlschlüsse

Logik f dummiesArgumentum ad auctoritatem: Ausgerechnet die Frankfurter Rundschau, von der nun wirklich nicht bekannt ist, dass sie ein Monolith der Wahrheit sei, wird als Autorität von Gensing angeführt, um die Nachdenkseite als Seite zu charakterisieren, die Affinität zur politischen Rechten hat. Das hat schon etwas von einem argumentum ad ridiculum, denn aus Sicht der Frankfurter Rundschau haben vermutlich 90% der Bundesbürger eine Affinität nach Rechts, einfach deshalb, weil von Linksaußen so ziemlich alles rechts ist. In jedem Fall zeigt sich schon eine gewisse Verzweiflung, wenn man den eigenen Versuch der Diffamierung auf die Autorität der Frankfurter Rundschau stützen muss. Es ist, als hätte Osama Bin Laden Carlos als sein Alibi dafür anführen wollen, dass er mit Terrorismus nichts am Hut hat oder als wollte Patrick Gensing Konrad Kujau dafür ins Feld führen, dass Berichte in den Medien immer richtig und wahr sind.

Schließlich findet sich das, was wir zwischenzeitlich als den Fehlschluss durch Assoziation bezeichnen. Er ist eine Variante des genetischen Fehlschlusses und unterstellt eine Art Bazillus, das sich über Kontakt verbreitet. Wer demnach „keine Berührungsängste mit rechten Personen und Positionen“ hat, der ist infiziert, so will uns Gensing mitteilen, der offensichtlich Berührungsängste hat, was misslich ist.

Warum? Nun, Demokratien basieren auf dem Wettstreit von Ideen. Um diesen Wettstreit abhalten zu können, muss man neue Ideen, andere Ideen, selbst radikale Ideen und solche, die aus dem anderen politischen Lager kommen, zulassen. Denn Demokratie ist als Gegenteil zu intellektueller Inzucht konzipiert, wie sie heute in öffentlich-rechtlichen Medien und in weiten Teilen der politische Kaste praktiziert zu werden scheint. Der frische Wind in Demokratien kommt von den neuen Ideen und deshalb kann man dann, wenn man Demokrat sein will, weder Ideen ausschließen noch Berührungsängste mit ihnen haben. Also hat sich Gensing hier zum Opfer seiner Reductio ad absurdum gemacht: Er ist es, der Berührungsängste hat. Er ist es, der sich in seinem Echozimmer einschließt und sich die Ohren verstopft, um nichts hören zu müssen, was er nicht hören mag. Und damit macht er sich zu einem totalitären Geist, der alles niederschreiben will, was nicht seiner ideologischen Vorstellung entspricht. Er ist eben kein Demokrat. Er ist ein ARD-Faktenfinder, der nur dort nach vermeintlichen Fakten sucht, wo er mit Sicherheit keine Fakten findet, die seiner Ideologie widersprechen.

Auf uns machen die Faktenfinder der ARD den Eindruck als hätten sich hier Analphabeten zusammengetan, um den Duden neu zu schreiben.

Das sagen die Nachdenker auf ihren Seiten zu den Diffamierungsversuchen der ARD.

Für Geld tun sie alles: Vermeintliche Wissenschaftler verunglimpfen lokale Tageszeitung

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, das „suggerieren“ will, es sei ein wissenschaftliches Institut, sollte sich in Duisburger Institut für Scharlatanerie und Schmutzbewerfung umbenennen.


DISS Rundblick UNNA2Zu diesem Ergebnis sind wir gekommen, nachdem wir den „Sagbarkeitsraum“, wie ihn Regina Wamper und Christine Habermann auf den rund 20 Seiten einer „diskursanalytisch geleiteten Analyse ausgewählter Artikel“ aus dem Rundblick Unna konstituieren, unsererseits diskursanalytisch geleitet analysiert haben. Dabei sind wir wie Wamper und Habermann von „durch Zeit und Raum“ fließenden Diskursen ausgegangen, die „sich in unterschiedliche Diskursstränge aufschlüsseln“, die wiederum „Diskursfragmente“ zu einem „bestimmten einheitlichen Thema“ umfassen, wobei sich Diskursstränge auch verschränken können, und zwar mit dem Ziel, die „Atome des Diskurses“ zu identifizieren und zu einem umfassenden und abschließenden Urteil zu kommen. Das Urteil lautet: Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung sollte sich in Duisburger Institut für Scharlatanerie und Schmutzbewerfung umbenennen. Denn mit Sprachforschung, Sozialforschung geschweige denn mit Wissenschaft hat das, was als „diskursanalytisch geleitete Analyse“ aus dem DISS (Duisburger Schmutz von Scharlatanen) kommt, nichts zu tun.

Der Rundblick Unna, ein monatliches E-Paper, das auch in Haushalten verteilt wird, auf Facebook und Twitter präsent ist, dieser Rundblick, der täglich 10 bis 20 Beiträge veröffentlicht, die (fast) alle einen lokalen Bezug aufweisen und von denen viele „auf Grundlage von Polizeimeldungen verfasst“ sind, er ist Stein des Anstoßes in Unna und Umgebung. Angestoßen, am Rundblick, haben sich wohl Besorgte der Evangelischen Gewaltakademie in Schwert, die wiederum von anderen Besorgten ergänzt wurden, so dass die Kosten der nicht einmal 20 Seiten umfassenden „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ gedeckt waren (nach normaler Rechnung um die 20.000 Euro). Die Sorgen der Besorgten richteten sich auf die Art und Weise der Berichterstattung im Unnaer Rundblick. Besonders 10 Artikel aus dem Unnaer Rundblick, also wohlwollend ein Tageswerk, haben die Sorge der Besorgten erregt, weshalb sie just diese 10 Beiträge an das DISS weitergeleitet haben, um dort eine „diskursanalytisch geleitete Analyse“ mit gewissem Ergebnis zu bestellen.

DISS Rundblick UNNADas Erstaunliche an der Geschichte: Die Besorgten haben tatsächlich mit Regina Wampe und Christina Habermann zwei Mitarbeiter des DISS gefunden, die bereit waren, allen Schein von Wissenschaftlichkeit, den das DISS sonst mit großer Sorgfalt inszeniert, fallen zu lassen und sich zum Handlanger einer Kampagne, einer Ver-Leumdungs-Kampagne gegen den Unnaer Rundblick zu machen.

Und damit ist die wissenschaftliche Betrachtung der „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ aus dem DISS bereits am Ende, denn die „diskursanalytisch geleitete Analyse“ mag diskursanalytisch geleitet sein aber sie ist eines mit Sicherheit nicht: Wissenschaft.


Wer hätte je von einem Wissenschaftler gehört, der genau das erforscht, was ihm von einem Auftraggeber vorgegeben wird und dabei zu dem just dem Ergebnis kommt, das gewünscht war? Von einem solchen Wissenschaftler kann schon deshalb niemand gehört haben, weil Wissenschaft sich durch eine Methode auszeichnet, die die Auswahl der Daten, auf deren Grundlage Wissenschaft betrieben wird, umfasst. Seit sich die Wissenschaft von der Kirche losgesagt hat, umfasst der Erkenntnisgegenstand von Wissenschaft mehr als die bibelgetreue Analyse dessen, was von Kirchenoberen als statthafter Gegenstand der Betätigung angesehen wird. Wampe und Habermann vom DISS in Duisburg wollen offensichtlich zurück, in diese Vor-Aufklärung als noch genau festgelegt war, was richtig, gut und was vor allem falsch ist.

Das vollständige Fehlen einer wissenschaftlichen Methode in ihrer „diskursanalystisch geleiteten Analyse ausgewählter Artikel“ spricht ebenso für diesen Wunsch wie die Tatsache, dass Wampe und Habermann’s Analyse ausschließlich darin besteht, Abweichungen der Berichterstattung des Unnaer Rundblicks von einem als richtig und gut vorgegebenen Wertkanon zu identifizieren.

Die Liste der Abweichungen von dem, was Wampe und Habermann für richtig und gut halten, die Anklageschrift, sie umfasst u.a. die folgenden Punkte: die „Zusammenarbeit mit Behörden wird [im Unnaer Rundblick] positiv hervorgehoben“, von „einer AfD-Veranstaltung“ wird berichtet, von einem „mutigen Traditionsunternehmer“ geschrieben, Gruppenbezeichnungen werden aus „dem Polizeijargon übernommen“, die AfD wird nicht als extremistisch bezeichnet, sondern als „‘normale Partei‘, ‚normaler Bürger‘, die „Boulevardzeitung BILD als Quelle“ benutzt, die etablierte Presse als „tendenziös“ bezeichnet, die Nennung der „Herkunft von Verdächtigen“ befürwortet, unterstellt, dass es sich bei „Rentnern … nicht um Nazis handeln“ könne und last but not least werden „Proteste von Antifaschist_innen gegen eine AfD-Veranstaltung …als laut und respektlos“ bewertet und „Antifaschist_innen“ als Quelle einer „Orgie von Fäkalausdrücken“ benannt.

Wer als wissenschaftlicher Gutachter gewillt gewesen wäre, über die totale Abwesenheit einer erkennbaren Methode und die Verballhornung bzw. den Missbrauch von Michel Foucault hinwegzusehen, der wird spätestens dann, wenn er nach wenigen Zeilen einsehen muss, dass die komplette „diskursanalytisch geleitete Analyse“ aus nichts anderem besteht als daraus, die eigene Bewertung sozialer Tatbestände als richtig zu setzen und die Bewertung, die andere, in diesem Fall der Unnaer Rundblick vornehmen, als falsch hinzustellen, zu dem Schluss kommen, dass er es mit Scharlatanen zu tun hat, die Wissenschaft gaukeln und methodisches Vorgehen vortäuschen, um ihre eigene Ideologie, im vorliegenden Fall die Ideologie von „Antifaschist_innen“ an den Mann zu bringen und ein Unternehmen, das es seit 2013 gibt und das wohl erfolgreich ist, zu schädigen.

DISS-header-sansEs ist eine der Besonderheiten guter Menschen, die sich dem linken politischen Spektrum zuordnen, dass sie sich dafür bezahlen lassen, Dritte zu verunglimpfen, sich dazu das Feigenblatt einer angeblichen wissenschaftlichen Expertise anheften und keinerlei Problem damit haben, sich als verbaler Attentäter zu verdingen. Wer im Besitz der Wahrheit ist, der fürchtet eben kein jüngstes Gericht.

Nur. Wer sich im Besitz der Wahrheit wähnt, wie dies Wampe und Habermann in einer Form selbstgerechter Ignoranz tun, die durch das vollständige Fehlen jeglichen Anzeichens an eine wissenschaftliche Ausbildung bzw. Vorgehensweise ausgezeichnet ist, der ist kein Wissenschaftler, sondern ein Ideologe und Gotteskrieger. Ein Gotteskrieger, der die schädigen und bestrafen will, die seine Heilsbotschaft nicht glauben, jene Heilsbotschaft der durchgängig gesetzesgläubigen Flüchtlinge, bei denen es sich eigentlich um die besseren Menschen handelt (eine Wiederkehr des Motivs des edlen Wilden aus dem Orientalismus), jene, der akkurat und rechtschaffenden und frei von jedem Versuch der Manipulation berichtenden etablierten Medien, jene, der Meinungsfreiheit unter Ausschluss der Meinungen, die von AfD oder NPD geäußert werden und jene, der klaren Bestimmung, nach der rechts im politischen Spektrum die Bösen und links die Guten sitzen.

Die „diskursanalytisch geleitete Analyse ausgewählter Artikel“, die Wamper und Habermann auf Basis von 10 ihnen vorgegebenen Beiträgen vorgenommen haben, hat so viel mit Wissenschaft zu tun, wie Hitlers Buch „Mein Kampf“. Die nicht einmal 20 Seiten dienen ausschließlich dazu, Dritte zu schädigen und zwar unter Vortäuschen eines wissenschaftlichen Vorgehens, das es erlauben soll, generelle Aussagen aus dem zu Grunde liegenden Material zu extrahieren, generelle Aussagen, die es erlauben, den Rundblick Unna als rechtspopulistisches Blatt und Scharnier zwischen bürgerlicher Mitte und rechtem Rand zu stigmatisieren.

junk_scienceDieses schäbige Vergehen an einem wie die Antifaschist_innen aus dem DISS feststellen, „Blättchen“, das „keineswegs marginal ist“ unter Missbrauch des Etiketts der Wissenschaft dient dazu, den Auftraggebern dieser „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ Munition an die Hand zu geben, um den Rundblick Unna zu torpedieren und den Autoren dazu, ihre Heils-Ideologie zu verbreiten. Deshalb unsere Eingangs gegebene Empfehlung zur Umbennung des DISS, denn, um die „diskursanalytisch geleitete Analyse“ zu zitieren: Mit der Analyse von rund 20 Seiten aus dem DISS „kann nicht das gesamte Sagbarkeitsfeld“ des DISS „festgestellt werden … Allerdings können Tendenzen festgestellt werden“. Und im vorliegenden Fall sind die Tendenzen eindeutig: Das DISS bildet eine Scharnierfunktion zwischen dilettierenden Wissenschaftsdarstellern und Ideologen.

Noch einmal zur Erinnerung: Wissenschaft beginnt mit einer Forschungsfrage (Warum wird im DISS solcher Junk erstellt?). Auf Grundlage der Forschungsfrage wird im nächsten Schritt versucht, eine theoretischen Einordnung vorzunehmen, die Frage also theoretisch zu fassen (Das DISS finanziert sich über Drittmittel, Spenden und Förderbeiträge und ist entsprechend auf jeden Groschen angewiesen (Rational-Choice-Modellierung)). Sodann werden Hypothesen formuliert, die empirisch getestet werden sollen (Im DISS gilt die Maxime, für Geld produzieren wir Junk.). Dann werden Daten gesammelt, die dabei nützlich sein können, die Hypothese entweder zu bestätigen oder zu widerlegen. Auf Basis des Ergebnisses der empirischen Analyse der gesammelten Daten wird dann die Forschungsfrage beantwortet, im vorliegenden Fall: Im DISS wird Junk erstellt, weil dort Ideologen beschäftigt sind, die ihre Ideologie feilbieten.

Mehr zum Thema bei Un-Politisch:

http://www.un-politisch.de/2017/03/17/unna-kein-platz-fuer-presse-und-meinungsfreiheit-leser-und-journalisten-ausgespaeht/

und beim Rundblick Unna

http://rundblick-unna.de/buntes-tolerantes-unna-presse-und-leser-fuer-diffamierende-studie-ausgespaeht/

Diffamierungsspirale II: Wie Linke FakeNews produzieren und zum Diffamieren benutzen

Vor einiger Zeit haben wir die „Theorie der Diffamierungs-Spirale“ aufgestellt, die sich wie folgt zusammenfassen lässt.

  • black hole spiralEine falsche Behauptung wird in die Welt gesetzt.
  • Die falsche Behauptung wird von Mainstream-Medien aufgenommen und verbreitet. Die Mainstream-Medien haben sich mit viel Begeisterung auf die falsche Behauptung gestürzt, Stängele wollte mit seiner Petition Homosexualität aus dem Lehrplan von Schulen verbannen.
  • Die falsche Behauptung zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus einer Bewertung besteht und sich gegen eine Person oder Personen richtet, die z.B. gegen den politischen Mainstream Stellung bezogen hat oder haben. Unser Beispiel, an dem entlang wir die Theorie der Diffamierungsspirale entwickelt haben, war die Petition von Gabriel Stängle, die sich gegen den Bildungsplan 2015 der Baden-Württembergischen Landesregierung gerichtet hat. Die falsche Behauptung, die anschließend durch die Medien ging, lautete: Die Petition fordere, Homosexualität solle aus dem Lehrplan gestrichen werden – eine nachweislich falsche Behauptung, die von der damaligen Landesregierung in Baden-Württemberg in die Welt gesetzt wurde.
  • Auf Basis der falschen Behauptung, die von Mainstream-Medien verbreitet wird, formiert sich Widerstand. Der Widerstand richtet sich gegen die Chimäre, die Mainstream-Medien verbreiten. Die nächste Schleife der Diffamierungs-Spirale ist erreicht. Aktivisten und sonstige Berufsaufgeregte machen gegen die falsche Behauptung mobil und drehen die Spirale durch Begriffe wie Homophobie und Homosexuellen-Hass eine Umdrehung weiter.
  • In der nächsten Schleife der Diffamierungs-Spirale können Mainstream-Medien nun wahre Berichte über z.B. eine Gegenpetition, die verlangt, dass Homosexualität im Lehrplan enthalten bleibt und die sich gegen die ursprüngliche Petition von Stängle richtet, verbreiten und damit die falsche Behauptung, die Grundlage aller nachfolgenden Aktivitäten ist, zementieren.

Mit jeder Schleife der Diffamierungs-Spirale wird eine weitere Aufregungsstufe genommen. Zwischen dem, was in der ursprünglichen Petition von Stängle steht und dem, was in Massenmedien, Gegenpetitionen, aktuellen Stunden und zu anderen Anlässen über diese Petition verbreitet wird, gibt es nicht einmal mehr eine Schnittmenge. Die Fronten zwischen denen, die mit der Petition ein ihnen wichtiges Anliegen kundgetan haben und denen, die auf Grundlage einer falschen Behauptung ein Feindbild errichtet haben und es nun geradezu liebevoll ausschmücken, sind verhärtet, es gibt keine Möglichkeit der Verständigung.

Das ist der Zweck von Diffamierungs-Spiralen: Verständigung zwischen Bürgern, die von sich denken, sie seien unterschiedlicher Ansicht, zu verunmöglichen. So, wie wir die Systematik der Diffamierungs-Spirale hier beschrieben haben, könnte man denken, die Technik stamme direkt aus dem Werkzeugkasten sozialistischer Diffamierungs-Spezialisten, wie sie in der Stasi (Stichwort: Zersetzung) am Werk gewesen sind (Wohin sind die entsprechenden Stasi-Experten eigentlich alle verschwunden?).

Und tatsächlich zeigt das, was Prof. Dr. Werner Patzelt wiederfahren ist, dass Linke sich sehr gerne der Technik der Diffamierungs-Spirale bedienen. Patzelt hat auf seinem eigenen Blog gerade seine Erfahrungen damit zusammengefasst, dass er die Pegida-Bewegung wissenschaftlich aufgearbeitet hat. Weil Patzelt an Erkenntnis und nicht an Ideologie interessiert ist, fehlen bei ihm die für Linke und Meinungsterroristen so wichtigen Stichworte, wie „Nazis“, „Rechtsextreme“, „Pack“. Patzelt untersucht, was Pegida ist, wie Pegida entstehen konnte und welchem Zweck, Pegida dient. Er tut dies, wie es Wissenschaftler tun, beschreibend und erklärend, nicht bewertend.

Das war zu viel für einige Mitarbeiter und Studierende der Technischen Universität Dresden, von denen man sich fragen muss, was sie an einer Universität wollen. Wissenschaft wollen sie offensichtlich nicht betreiben. Ihr Bestreben war vielmehr darauf gerichtet, eine Diffamierungs-Spirale gegen Werner Patzelt zu starten:

  • Jamula IndoktrinationDie Diffamierungs-Spirale beginnt damit, dass die Mitarbeiter und Studenten der TU-Dresden, sich „tatsachenverdrehend-denunziatorisch“, wie Werner Patzelt schreibt, über Patzelt äußern. Dass man ihn vom Beobachter und Analytiker der Pegida zum Unterstützer und Anhänger der Pegida gemacht hat, erklärt sich Patzelt mit einerseits Ahnungslosigkeit, andererseits Böswilligkeit auf Seiten der entsprechenden Mitarbeiter und Studenten.
  • Die falsche Behauptung, Patzelt sei Unterstützer und Anhänger der Pegida wirkt auf mache Journalisten, wie Licht auf Mücken. Sie schwärmen, denn das journalistische Geschäft läuft besser mit denunziatorischen als mit deskriptiven Inhalten, wie sie glauben. Also verbreiten einige Zeitungen die böswillig falsche Behauptung der Mitarbeiter und Studenten aus Dresden.
  • Auf Grundlage dieser falschen Medienberichte inszenieren Studenten außerhalb von Dresden Widerstand gegen Werner Patzelt, wenn Patzelt z.B. an der HTWK in Leipzig einen Vortrag halten soll oder an die Universität Mainz eingeladen ist, um dort einen Vortrag zu halten.
  • Dieser Widerstand der Studenten, die böswilligen Falschaussagen nur zu willig auf den Leim gehen, vermutlich weil nicht wenige von ihnen die Böswilligkeit teilen, die die Triebkraft hinter den falschen Behauptungen ist, die Mitarbeiter und Studenten der TU-Dresden aufgestellt haben, wird wiederum Gegenstand von Berichten in den Mainstream-Medien. Das falsche Bild vom Pegida-Unterstützer Patzelt hat sich mittlerweile gesetzt und dazu geführt, dass im Hinblick auf Werner Patzelt zwei Lager von Feinden und Freunden entstanden sind, zwischen denen keine Verständigung mehr möglich ist.

Hier endet zunächst die Diffamierungs-Spirale, und für Wissenschaftler stellt sich hier die Frage, wie es dazu kommen kann, dass falsche Behauptungen aufgestellt werden, von Medien verbreitet werden und dazu genutzt werden, Personen des öffentlichen Lebens zu diffamieren. Das Stasi-Konzept der Zersetzung stellt eine Möglichkeit der Erklärung dar. Die Böswilligkeit, mit der falsche Behauptungen wissentlich in die Welt gesetzt werden, kann so erklärt werden, denn Ziel des Konzeptes der Zersetzung ist die „systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben“. So steht es nachzulesen in Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) des Ministeriums für Staatssicherheit.

Diese Erklärung geht von zielgerichtetem Verhalten, von absichtlicher Verleumdung und Diskreditierung derjenigen Menschen aus, die es wagen, von der Ideologie abzuweichen, die die Diffamierer als Wahrheit durchsetzen wollen. Dass diese Erklärung zutrifft, dafür spricht, dass Werner Patzelt sich von Anfang an sehr ausführlich mit den falschen Behauptungen, die über ihn in die Welt gesetzt wurden, auseinandergesetzt und jede falsche Behauptung widerlegt hat. Zudem hat er die falschen Behaupter regelmäßig zu Stellungnahmen aufgefordert und hat ebenso regelmäßig Schweigen geerntet.

Ein anständiger Mensch, der einsehen muss, dass er eine falsche Behauptung über z.B. Werner Patzelt in die Welt gesetzt hat, einfach deshalb, weil ihm klipp und klar nachgewiesen wird, dass seine Behauptung falsch ist, ein anständiger Mensch entschuldigt sich und stellte seine falsche Behauptung richtig. Schon das Schweigen derjenigen, die die falschen Behauptungen in die Welt gesetzt haben, zeigt: Bei ihnen handelt es sich nicht um anständige Menschen. Das spricht dafür, dass sie Patzelt böswillig und absichtlich diffamieren und verleumden wollten.

Nun gibt es noch eine zweite Erklärung, eine, auf die wir regelmäßig zurückkommen und die Patzelt mit dem Begriff „Ahnungslosigkeit“ beschreibt: Dummheit, die einem Realitätsverlust geschuldet ist.

Wir haben den Umstand, dass Dumme am öffentlichen Diskurs in Deutschland teilnehmen können, darauf zurückgeführt, dass es eine Reihe geschlossener Systeme gibt, wie Luhmann das genannt hat. Geschlossene Systeme (oder Echo-Chambers), Mainstream-Medien, politische Netzwerke, linke Studenten und Mitarbeiter an der TU-Dresden, sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Mitglieder des Systems nur die Inhalte als korrekte Inhalte ansehen, die sie sich gegenseitig wieder und wieder als korrekte Inhalte bestätigt haben. Die gegenseitige Bestätigung und Beglaubigung der Richtigkeit der eigenen Position erfolgt dabei nicht über kognitive Mechanismen, die eine Prüfung dessen, was man glaubt, an dem was ist, zum Gegenstand hat. Die Mitglieder der geschlossenen Systeme tauschen vielmehr Affekte miteinander. Sie bestätigen sich gegenseitig, gute Menschen und würdige Angehörige der eigenen Gruppe zu sein, indem sie einen gemeinsamen Feind bekämpfen. Sie zetern über Rechte, wüten gegen Nazis, schimpfen über Anti-Feministen und stilisieren jeden zum Feind, der nicht ist, wie sie selbst. Die Mitglieder derartiger selbstreferentieller Gruppen müssen über kurz oder lang verdummen, weil sie zum einen nicht lernen können, denn lernen kann man nur aus Fehlern und im Austausch mit der Realität und beides kommt in der Welt der Abgeschlossenen nicht vor. Zum anderen verdummen die Mitglieder derartiger Gruppen, weil man durch den ausschließlichen Austausch von Affekten notwendig verdummen muss. Wer das nicht glaubt, der soll einmal den Test machen, wie lange er es durchhält, seinen Selbstwert und seine Identität einzig daraus zu beziehen, dass er über eine Gruppe (imaginierter) Feinde und von morgens bis abends herzieht. Weil die Mitglieder selbstreferentieller Gruppen als Folge ihrer Weigerung, sich mit Fakten in der wirklichen Welt auseinanderzusetzen, verdummen, deshalb sind sie nicht fähig einzusehen, wenn sie sich im Irrtum befinden, und sie sind nicht dazu in der Lage, Argumente entweder zu formulieren oder zur Kenntnis zu nehmen. Folglich müssen sie jeden Kontakt mit Widerspruch und Kritik vermeiden, was uns zurückführt zu der Kommunikationsverweigerung, die Patzelt regelmäßig begegnet ist, wenn er versucht hat, mit denen, die falsche Behauptungen über ihn in die Welt setzen, Kontakt aufzunehmen.

Welche der beiden Erklärungen richtig ist, ob sich beide Ergänzungen ergänzen, das sind empirische Fragen, die man im Rahmen eines entsprechenden Forschungsprojektes beantworten müsste.

fakenewsEs ist problemlos möglich, FakeNews als Begriff in die Diffamierungs-Spirale einzubauen, denn FakeNews, die nachweislich falschen Behauptungen über Stängeles Petition oder Patzelts Präferenzen, die es in die Mainstream-Medien geschafft haben, sind der Ausgangspunkt der Diffamierungs-Spirale, was zeigt, FakeNews sind nicht neu und wurden auch nicht von der Stasi erfunden, nur sehr wirkungsvoll eingesetzt. Das legt den Schluss nahe, dass FakeNews kein Problem sind, das sich ausschließlich auf der rechten Seite des ideologischen Spektrums findet, sondern ein Problem, das sich in gleichem Ausmaß, wie Patzelt meint auf der linken Seite des politischen Spektrums findet. Wir sind hier anderer Meinung, wir denken, dass FakeNews ihren Ausgangspunkt auf der linken Seite des politischen Spektrums haben, schon weil Linke affiner für böswillige Unterstellungen sind, wenn es darum geht, den politischen Gegner zu diskreditieren. Dennoch wollen wir Werner Patzelt das Schlusswort überlassen:

“(1) Fake News lassen sich wirkungsvoll als Kampfmittel einsetzen – was ja lange schon bekannt ist.

(2) Die einschlägigen Fake News über mich gingen von Mitarbeitern und Studierenden am Dresdner Institut für Politikwissenschaft aus. Dass diese Fake News weiterhin – und zwar ganz kontrafaktisch – wie korrekte Aussagen behandelt und kolportiert werden, geniert diese Leute nicht. Ich behandle das als ein verachtenswertes Verhalten.

(3) Es wurde in diesem Fallbeispiel nachgewiesen, dass mit Fake News zu arbeiten bzw. naiv mit ihnen umzugehen keine Eselei nur von Rechten ist. Vielmehr waren auch Linke – sowie Wissenschaftler – schon lange vor ihren heute bekundeten Sorgen über die Folgen von Fake News ihrerseits im „postfaktischen Zeitalter“ angekommen. Meine Meinung: Es wäre gut, wenn die Blüte des Post- oder Alternativfaktischen allmählich zu Ende ginge – und zwar ebenso wie inzwischen jene Zeit des „radikalen Konstruktivismus“ zu Ende gegangen ist, zu dessen absehbar missratenem Nachfolger die heutige „Post- und Alternativfaktik“ geworden ist.

Schaum vor dem Mund: Der stellvertretende Vorsitzende der SPD redet sich um Kopf und Kragen

Die alte Dame SPD ist zwischenzeitlich zur geifernden Göre geworden. Politische Auseinandersetzung findet fast nur noch in Schimpfworten statt. An die Stelle von Respekt und Achtung sind versuchte Häme, Diskreditierung und Diffamierung getreten. Das ist kein Wunder, denn fehlende kognitive Fähigkeiten müssen ja irgendwie ersetzt werden.

Ralf Stegner scheint sie durch affektives Tweeten zu ersetzen, eine neue Form der PseudoKommunikation und ein Beispiel für Hasskommentare in sozialen Netzwerken, bei dem es darum geht, jede Möglichkeit darauf zu beseitigen, einen normalen, anständigen und konstruktiven Diskurs zu führen. Statt dessen soll wohl der Boden für Feindlichkeit und Aversion bereitet werden.

Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sie ist auch verräterisch, denn in der Regel können auf Basis aktueller Äußerungen die Prämissen aufgezeigt werden, die dahinter stehen. Wendet man die Technik logischer Kommunikationsanalyse auf Ralf Stegner an, der doch angeblich vorzeigbarer Politiker sein will, der in öffentlicher Position den Nutzen des deutschen Volkes mehren will, dann kommt dabei Folgendes zum Vorschein:

  • Trump: Rechtspopulist
  • Trump: Hassprediger
  • suggestiv: Mehrheit US-Wähler von Vogelgrippe und Gefügelpest befallen.
  • Wahl Trumps ist politischer Wahnsinn, Wähler entsprechend wahnsinnige
  • Wähler sind abgehängt und frustriert
  • Trump: Lügner
  • Trump: Steuervermeider
  • Trump: Milliardär

Die Klassifikation (oder Denunziation) von Donald Trump wie sie Ralf Stegner vornimmt:

  • Rechtspopulist
  • Hassprediger
  • Lügner
  • Steuervemeider
  • Milliardär

Was folgt daraus für Ralf Stegner und die Prämissen, auf denen diese Beschimpfungen basieren: Fangen wir mit der letzten an: Milliardär ist offensichtlich ein Schimpfwort für Stegner, dem wohl Menschen suspekt sind, die aufgrund von Arbeit viel Geld verdienen. Das wird auch durch den Begriff „Steuervermeider“ deutlich, denn Stegner hat offensichtlich die Prämisse, es gäbe ein Recht des Staates auf Steuern in beliebiger Höhe, und Bürger hätten diese Steuern, aus denen dann die Stegners Deutschlands finanziert werden, freudig und bereitwillig zu entrichten und nicht zu versuchen, so viel wie nur möglich des Geldes, das sie erarbeitet haben, für sich zu behalten. Zur Erinnerung: Steuervermeidung ist Bürgerpflicht und nicht, wie Stegner insinuiert, etwas Verwerfliches. Verwerflich ist, vom Geld anderer zu leben und mit Steuergesetzgebung so viel wie nur möglich herauszupressen.

Die Behauptung, Trump sei ein Lügner, kann Stegner sicher belegen, schon um nicht selbst zum Lügner oder gar Verleumder zu werden. Hassprediger ist ein Begriff, der in der Regel auf Muslime angewendet wird, die zum Kampf gegen den Westen aufrufen. Dass ihn Stegner auf Donald Trump anwendet, ist wohl das Ergebnis einer tiefen affektiven Aufgewühltheit, die ihm das Denken erschwert. Rechtspopulist darf in diesem Zusammenhang nicht fehlen, denn das geschlossene Weltbild eines Ralf Stegner sieht reiche Rechtspopulisten Steuern vermeiden und mit ihrer Hasspredigt denjenigen, die auf Steuerzahlers kosten leben, die Wähler abspenstig machen. Eine schreckliche Vorstellung für Stegner. Am Ende droht noch Arbeit und Selbstunterhalt?

Die Wähler von Trump sind entsprechend für Stegner politisch Wahnsinnige, die abgehängt und frustriert sind, wie er meint. Das ist nun alles andere als richtig, denn die Exit-Poll-Befragungen zeigen: Die Wähler von Trump finden sich mehrheitlich unter den Besserverdienenden. Abgehängt und frustriert können sie entsprechend in dem Sinne, den Stegner suggerieren will, nicht sein und wären sie es je gewesen, sie wären es nicht mehr, denn sie haben sich mit ihrer Wahl durchgesetzt und entsprechend müssen Politiker, die von Steuergeldern abhängig sind, wie Ralf Stegner das ist, vorsichtig sein, dass nicht sie zu Abgehängten, zu Aussätzigen werden, wie Stegner das mit Blick auf die Wähler von Trump und die Nutzung der Begriffe Vogelgrippe und Geflügelpest insinuieren will.

In jedem Fall kommt in der Twitter-Tirade des Stegner eine Sicht auf Demokratie zum Ausdruck, wie man sie eher im Dunstkreis von Lenin erwarten würde, in dem Halbgebildete sich verbal zur Avantgarde der Arbeiterschaft selbst-hypnotisieren wollen als im Deutschland des 21. Jahrhunderts.

Klassifiziert sich Stegner eigentlich zum Hassprediger?


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“Glaubensbrünstige Eiferer”: In Dresden kocht es unter den Flüchtlingshelfern

Atticus ist ein gerade gegründeter Verein, dessen Mitglieder sich „hier in Kürze vorstellen“ werden. Und ebenfalls in Kürze wird die Eintragung in das Vereinsregister vollzogen werden. Bis die Weihen von Finanzamt und Registergericht eingetroffen sind, machen die 10 Gründungsmitglieder von Atticus auf andere Weise auf sich aufmerksam: Sie suchen sich ein Feindbild.

Werner patzeltGefunden haben Sie Werner J. Patzelt, einen der wenigen Sozialwissenschaftler, der den Mut hat, Fehlentwicklungen anzusprechen und offenzulegen. So hat er etwa darauf hingewiesen, dass die Ausgrenzung Andersdenkender, die heute mit Blick auf die Gesprächsverweigerung bzw. das Kommunikationsembargo, das gegenüber der AfD von denen betrieben wird, die sich für bessere, für Obermenschen halten, 1:1 der Ausgrenzung entspricht, die im Dritten Reich betrieben wurde.

Recht hat er, der Herr Patzelt, und Feinde hat er sich damit gemacht, bei den 10-Freuden von Atticus, die in die Fussstapfen eines US-amerikanischen Anwalts treten wollen, der eine Romanfigur ist: Atticus Finch, ein Anwalt, der 1935 einen Schwarzen in einem Gerichtssaal im Süden der USA vertritt. Vermutlich ist es bezeichnend für die heutige Zeit, dass gute Menschen in die Fußstapfen von Romanhelden und nicht in die Fußstapfen real existierender Menschen treten wollen. Wie auch immer, die Fußstapfen sind zu groß, für die neuen Atticuse.

Die Anklageschrift:

„In der vergangenen Freitagsausgabe (16.09.) der Sächsischen Zeitung stellte Herr Prof. Dr. Patzelt von der TU Dresden in der Kolumne „Besorgte Bürger“ bedenkliche Vergleiche der Weltkriegsjahre ab 1914 und 1939 und unserer heutigen Zeit an. Damals wie heute würden Andersdenkende ausgegrenzt. Darin sieht Herr Patzelt eine Parallele zwischen den Gegnern des Nationalsozialismus und den heutigen Rechtspopulisten und betont im Umgang mit beiden gar eine Art „kulturelle Kontinuität“.

Das Plädoyer des Vertreters der Anklage:

„’Das ist grober Unfug und eines Professors für Politikwissenschaft nicht würdig. Diejenigen, die sich gegen das Hitler-Regime gestellt haben wurden brutal ermordet. Dagegen ist die Meinungsfreiheit heute ein verfassungsmäßiges Grundrecht, das durch heutige Asylkritiker bis hin zu Rechtspopulisten auch gern in Anspruch genommen wird‘, so Eric Hattke, Vorsitzender des Vereins Atticus“.

Die Würdigung der Anklagebegründung durch das ScienceFiles-Gericht:

Die Anklage trägt vor, dass ein Vergleich der Ausgrenzung, wie sie heute stattfindet, mit der, die im Dritten Reich stattgefunden hat, nicht statthaft ist. Das Argument der Anklage kann wie folgt zusammengefasst werden:

Was wollt Ihr eigentlich, Ihr Andersdenkenden, im Gegensatz zum Hitler-Regime, werdet ihr heute nicht umgebracht. Heute habt Ihr Meinungsfreiheit, dürft sagen was Ihr wollt, wenn Euch auch die Möglichkeiten, öffentlich-rechtlicher Kommunikation abgeschnitten werden und versucht wird, Eure Aussagen zu kriminalisieren, als HateSpeech zu diskreditieren und Eure Äußerungen zum Monolog zu verdammen, denn mit Euch redet niemand.

not-guiltyAus logischer Sicht geht dieses Argument am Punkt vorbei, denn die beanstandete Aussage des Angeklagten Patzelt richtet sich nicht auf die Konsequenzen, die daraus entstehen, dass eine Ausgrenzung erfolgt, sondern darauf, dass eine Ausgrenzung erfolgt. Der Vertreter der Anklage Hattke stellt nun die Ausgrenzung überhaupt nicht in Frage, verweist statt dessen darauf, dass die Folgen der Ausgrenzung heute (noch) nicht dieselben seien, die ein Ausgegrenzter im Dritten Reich zu tragen hatte.

Insofern geht die Argumentation der Anklage an der Sache vorbei und muss zurückgewiesen werden.

Im Übrigen ist die Atticus-Kampagne in einer Weise selbstreferentiell, die belegt, was eigentlich bestritten werden soll: Dass Andersdenkende heute mit allen Mitteln ausgegrenzt werden. Dies wird daran deutlich, dass es Atticus zu keinem Zeitpunkt darum geht, das Gespräch mit Werner Patzelt zu suchen, sondern darum, ihn zu diskreditieren.

Die Diskreditierung des Kollegen Patzelt ist das einzige Motiv, das Siegbert Rehberg, der seit Jahren an der TU-Dresden als Soziologielehrer festsitzt, dazu bewegt haben kann, seinem Kollegen Patzelt von der selben Universität, eine „polemische Verzerrungsabsicht“ zu unterstellen und ansonsten festzustellen, dass der „vergleichende Politikwissenschaftler“ um „schiefe Vergleiche nicht verlegen zu sein scheint“. Diese Unterstellung ist nun ihrerseits schwer von polemischer Absicht freizusprechen, weshalb Herr Rehberg als befangen in seiner eigenen Polemik abgelehnt werden muss. Der Versuch, den Charakter von Werner Patzelt durch Verweis auf die Äußerungen des Soziologieprofessors Rehberg zu schwärzen, ist somit misslungen.

Gleiches gilt für den Versuch, Patzelt durch den Berliner Professor für Beleidigung, nein, den emeritierten Professor Hajo Funke, diskreditieren zu wollen. Insofern sich der Charakterzeuge Funke wie folgt auslässt, untergräbt er jede Form von wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit und macht es dem ScienceFiles-Gericht unmöglich, in als lauteren Wissenschaftler, der etwas Relevantes zu sagen hat, ernst zu nehmen:

Hajo Funke: „Das ist die Sprache eines ethnozentrisch verrohten demagogischen Gemüts. Er denunziert Geflüchtete und die zu Hunderttausenden gegenwärtig Helfenden …“.

Es kann nach Ansicht des ScienceFiles-Gerichts offen bleiben, ob diese Aussage von Hajo Funke in der Sprache eines links-ideologisch verrohten demagogischen Gemüts abgefasst wurde, deren Ziel darin besteht, einen Wissenschaftler zu denunzieren, der weit mehr öffentliche Relevanz und Aufmerksamkeit genießt als das bei Herrn Funke der Fall ist.

Dem ScienceFiles-Gericht ist bewusst, dass der Stein des Anstoßes in einer Äußerung von Patzelt zu finden ist, die pointiert darstellt, dass die Helfer von Flüchtlingen bar jeder Erwägung für die Folgen ihrer Aktionen sich in die Flüchtlingshilfe stürzen, wie in einen Gottesdienst. Indes teilt das Gericht nicht die Aufregung, nach der die Relevanz der Aussage in dem Zusatz „wie in einen Gottesdienst“ bestehe, der ein Zitat ist, das von Joseph Goebbels stammt. Vielmehr ist das ScienceFiles-Gericht der Ansicht, dass die Aussagen von Patzelt, nach denen bei vielen Flüchtlingshelfern, die eigene Transformation zum guten Menschen und der Gebrauch von Flüchtlingen zu diesem Zwecke ebenso wie seine Aussage, dass die entsprechende Selbst-Erhöhung ohne Rücksicht auf Verluste, d.h. ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, die z.B. die so gerne bemühten nächsten Generationen durch die starke Einwanderung nach Deutschland zu tragen haben werden, erfolgt, beides empirische Aussagen sind, die entsprechend leicht an der Empirie geprüft werden können.

Unintended-Consequences.2Es wäre somit eine Aufgabe der Anklage gewesen, die Belege dafür zu bringen, dass Flüchtlingshelfer in altruistischer und sich selbstaufgebender Weise und nur um Flüchtlingen zu helfen, tätig sind, keine sonstigen Motive verfolgen, wie z.B. soziale Wertschätzung und sozialen Status zu gewinnen und dass sie eine minutiöse Aufstellung darüber vorlegen können, wie die Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, in die Lage versetzt werden können, ein eigenständiges und nicht von Steuerzahlern subventioniertes Leben zu führen.

Dies hat die Anklage nicht getan, so dass das ScienceFiles-Gericht den Schluss daraus ziehen muss, dass es der Anklage nicht darum ging, ein Unrecht zu ahnden, sondern darum, ein Unrecht zu begehen, in dem die Person von Werner Patzelt denunziert und ausgegrenzt werden soll. Teile der Soziologie, das weiß der Kollege Rehberg sicher, beschäftigen sich mit den unbeabsichtigten Folgen intentionaler Handlungen. Die unbeabsichtigte Folge der intentionalen Handlung „Patzelt diskreditieren“, die Atticus und Rehberg einen erheblichen Glaubwürdigkeitsverlust beschert hat (Funke hat nach Ansicht des ScienceFiles-Gericht keien Glaubwürdigkeit, die er verlieren könnte), besteht darin, dass die Aktion gegen Patzelt genau das belegt hat, was Patzelt formuliert: Die Ausgrenzung Andersdenkender, in diesem Fall von Werner Patzelt ist in Deutschland in vollem Gange. Organisationen wie Atticus sind dafür verantwortlich.

In der Zwischenzeit hat Werner Patzelt auch auf den Atticus-Anwurf reagiert.


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Assoziative Intentionseinheit: ZDF und Judenpogrome

Ein kurzer Ausflug in die Mainzer Geschichte.
Wir schreiben das Jahr 1096.

Der-ersteJudenpogrom„Gottfried von Bouillon erklärt, dass er das Blut Christi am Blute der Juden rächen und keinen von ihnen übrig lassen wolle.

Der Vorsteher der Gemeinde Mainz, R. Kalonymos, sendet darauf Boten an Kaiser Heinrich und dieser erlässt Schreiben an die Fürsten, Bischöfe und Grafen in seinem Reich und an Herzog Gottfried mit der Aufforderung, die Juden zu schützen.

Gottfried schwört darauf, dass es ihm nie in den Sinn gekommen sei, ihnen etwas Böses zuzufügen. Dafür schenkt man ihm in Köln 500 Silberstücke und eben soviel in Mainz, und er verspricht, den Juden eine Stütze sein zu wollen. (…) Die Kreuzfahrer treffen in Deutschland ein und erhalten auf ihr Verlangen von den Juden Geld, um sich Lebensmittel zu kaufen. Es schließen sich ihnen jetzt auch die Deutschen an, die von überallher, hoch und niedrig, ihnen zuströmen, und nun lassen sie überall durchs Land verkünden, dass jedem, der einen Juden tötet, alle Sünden vergeben seien.

Ein Graf namens Dithmar beteuert, er werde nicht eher aus dem Reiche weggehen, als bis er wenigsten einen Juden getötet habe. Die Gemeinde Mainz setzt auf diese Nachricht ein Fasten an. In jeder Stadt, in welche die Kreuzfahrer kommen, schart sich das Gesindel gegen die Juden zusammen. In Mainz ziehen die Kreuzfahrer heran, pflanzen ihr Banner vor den Häusern der Juden auf und wo sich einer von diesen sehen lässt, laufen sie ihm nach und durchbohren ihn mit den Speeren, so dass die Juden sich nicht über ihre Türschwelle wagen können.(…)“
Quelle

Eines der ersten Judenpogrome auf deutschem Boden fand 1096 in Mainz statt – im Rahmen des Kreuzzuges, den Papst Urban der II ausgerufen hatte, um das Heilige Land und Jerusalem von den Muselmanen zu befreien. Diese hatten freilich Jerusalem nicht erst 1095 eingenommen, sondern bereits 637 nach Christus, durch Abu Ubaidah ibn al-Jarrah und damit die 462 Jahre muslimischer Herrschaft in Jerusalem, die der Umayyden, der Abbasiden, der Fatimiden und der Seldschuken, die 1099 durch die Eroberung Jerusalems durch das Heer der Kreuzfahrer kurzzeitig beendet wurde, eingeleitet.

Eigentlich wollten die Kreuzzügler 1096 also nach Palästina reisen. Ein Detour war jedoch ganz nach dem Geschmack einer Reihe französischer und deutscher Kreuzfahrer. Sie haben die günstige Gelegenheit genutzt, um Juden u.a. im heutigen Deutschland, in Köln, Trier, Worms und Mainz um ihre Hab und Gut und um ihr Leben zu erleichtern. In Mainz wurde die jüdische Gemeinde 1096 fast vollständig ausgelöscht, zwischen 600 bis 1000 Tote, je nach Quelle, waren zu beklagen. Mainz ist somit eine Stadt mit einer Geschichte wenn es um Pogrome geht.

Warum wir das erzählen?

Nun, weil in Mainz das ZDF seinen Sitz hat.

Sie sehen den Zusammenhang nicht?

Trumps Ex-Butler will Obamas Tod“, so liest man auf der Seite der Heute-Redaktion und wundert sich zunächst, ob es auch schon einen Beitrag darüber gibt, dass ein Leibwächter von Trump einmal eine Waffe geladen und entladen hat. Im Bemühen, den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner zu diskreditieren, ist Mainzer Journalisten ja offensichtlich nichts dumm und niedrig genug. Warum nicht auch die Nachricht über den Leibwächter? Oder der Kampfpinscher von Trump, der einst versucht hat, den Postboten zu beißen? Oder darüber, dass an einer Veranstaltung von Donald Trump einmal ein Mann teilgenommen hat, der anschließend Selbstmord begangen hat. Trump als Ursache des Selbstmords aufbauen. Wäre das nichts fürs ZDF? Und wenn der Phantasie schon freie journalistische Bahn gelassen wird, warum nicht eine Geschichte darüber erfinden, dass Trump einst im selben Raum mit einem Massenmörder war, bei der UNO als Idi Amin eine Rede gehalten hat. Wie wäre es, liebes ZDF, im Bemühen darum, Donald Trump zu diffamieren, sollte doch mit ein wenig Phantasie etwas zu machen sein.

Und das Prinzip der assoziativen Intentionseinheit, dass lässt sich doch in alle Richtungen denken und viel besser einsetzen, als „Trumps Ex-Butler will Obamas Tod“. Wir meinen, ein 84jähriger, der vermutlich senil ist und Obama als „feindlichen Agenten“ und „wegen Verrats“ hängen will und das auch nur in seiner geschlossenen Facebook-Community, ein uralter Mann, der seit 2009 nicht mehr von Trump beschäftigt wird, ist zwar schon ein guter Versuch, mit Schmutz zu werfen, aber noch nicht das Gelbe vom Ei. Idi Amin oder der in den Selbstmord getriebene Zuhörer von Trump, das ist schon besser. Immerhin hat das ZDF einen Ruf zu verlieren.

Welchen Ruf?

Na, Mainz war die Stadt des ersten Judenpogroms. Damals haben Christen ihnen unbekannte Juden ermordet, weil ihnen die Gesinnung der Juden nicht gefallen hat. Was das mit dem ZDF zu tun hat.

Bitte das Prinzip der Assoziativen Intentionseinheit anwenden.

Damals, 1069, wurden in Mainz Andersgläubige physisch um die Ecke gebracht, heute.de, wird versucht, einen Andersgläubigen verbal und des-informativ um die Ecke zu bringen. Der Fortschritt besteht also darin, dass sich Heute Journalisten nicht mehr trauen, Trump „mit den Speeren“ zu durchbohren.

Was heute.de macht, soll übrigens Journalismus sein.

 

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Neue Denunziantenkultur: Amadeu-Antonio-Stiftung erstellt wohl „Abschussliste“

Seit wenigen Tagen gibt es das „Neue-Rechte“ Wiki. Das Wiki ist ein Projekt der Amadeu-Antonio-Stiftung, die u.a. von Steuerzahlern über das Ministerium zur Finanzierung allen Unfugs (BMFSFJ) finanziert wird.

Das Projekt wird „von einer Gruppe junger Menschen zwischen 16 und 25“ Jahren erarbeitet und „soll vor allem Menschen einen Überblick geben, die zum Bereich ‚Neue Rechte‘ arbeiten.“

Zentral für dieses Wiki ist also der Begriff der Neuen Rechten. Dumm nur, dass die Betreiber bei der Amadeu-Antonio-Stiftung auch nicht die Spur einer Idee davon haben, was die Neue Rechte eigentlich ist. So fabulieren sie  u.a. Folgendes:

Neue Rechte WikiDer Begriff »Neue Rechte« wird erstmalig ab dem Ende der 1960er Jahre von Rechtsextremen genutzt. Sie beschrieben damit vordergründig intellektuelle und parteipolitische Gruppierungen. Mit der Wiedervereinigung erhielt die »Neue Rechte« verstärkt Zulauf. In den 90ern entwickelte sich eine schlagkräftige Neonazi-Szene, aus der heraus rassistische Morde, Angriffe auf Asylbewerberheime und Progrome begangen und organisiert wurden“.

Die Unkenntnis bei der Amadeau-Antonio-Stiftung ist so groß, dass man dort nicht einmal weiß, dass es Progrome nicht gibt, dafür aber Pogrome. Wenn man andere beschimpfen und denunzieren will, kommt es auf Richtigkeit offensichtlich nicht an. Das gilt nicht nur für die Sprache. Die Mängel sind erheblicher:

Die in linken Kreisen übliche, holzschnittartige Beschreibung des eigenen Feindbilds, also all derer, die als ideologisch fremd wahrgenommen werden, sie findet sich hier in Reinkultur. Das Phänomen der Neuen Rechten, es wird eben einmal mit Rechtsextremismus gleichgesetzt, sodann wird die Neue Rechte zur „Neonazi-Szene“ erklärt und suggeriert, dass alle, die im folgenden Wiki als „Neue Rechte“ bezeichnet werden, für Angriffe auf Asylbewerberheime, Morde und Pogrome verantwortlich sind.

Was in den wenigen Zeilen, die hier zitiert sind, deutlich wird, ist nicht nur die ideologische Xenophobie der Amadeu-Antonianer und ihre vollkommene Unkenntnis über das Phänomen der Neuen Rechten, über das sie doch angeblich aufklären wollen, sondern der Zweck des vorliegenden Wikis: Die Denunziation von Menschen, deren Assoziation mit Pogrom und Mord und Angriffen auf Asylbewerberheime, die Kriminalisierung politischer Gegner – eine Strategie, mit der Josef Stalin sehr erfolgreich Gulags gefüllt hat und eine Strategie, mit der das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR jahrzehntelang sehr erfolgreich war, wenn es darum ging, Opposition zu unterdrücken und Oppositionelle zu inhaftieren.

Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung weiß das sicher aus eigener Anschauung, denn sie hat als inoffizieller Mitarbeiter (IM Victoria) für die Stasi gearbeitet und Informationen über Bekannte geliefert, von denen so mancher in den Gefängnissen der ehemaligen DDR gelandet und geendet ist.

Dass das Neue-Rechte-Wiki der Amadeu-Antonio-Stiftung allein der Denunziation von Menschen dient, die aus Sicht der Amadeu-Antonianer nicht die richtige Gesinnung mitbringen, zeigt sich schon daran, dass es keinerlei Kriterien gibt, nach denen ein Eintrag in die Wiki erfolgt. Warum zum Beispiel

„Akif Pirinçci, Alexander Gauland, André F. Lichtschlag, André Poggenburg, Andreas Lichert, Armin Mohler, Beatrix von Storch, Bernhard Grabert, Birgit Kelle, Björn Höcke, Carlo Clemens, Caspar von Schrenck-Notzing, Christine Dietrich, Conny Axel Meier, Dieter Stein, Dirk Jährling, Ellen Kositza, Erik Lehnert, Ernst Nolte, Felix Krautkrämer, Felix Menzel, Gabriele Kuby, Götz Kubitschek, Günter Scholdt, Hans-Thomas Tillschneider, Jean Raspail, Johannes Schüller, Julius Evola,
Jürgen Elsässer, Karl Albrecht Schachtschneider u.a.“

als Neue Rechte geführt werden und damit ganz bewusst und absichtlich in die Nähe von Mördern und Attentätern gerückt werden, niemand weiß es. Vermutlich hat einem der jungen Menschen von 16 bis 25 Jahren, die sich von der Amadeu-Antonio-Stiftung missbrauchen lassen, nicht gefallen, was Karl Albrecht Schachtschneider über die EU zu sagen weiß, vielleicht mögen sie die Katzenkrimis von Akif Pirinçci nicht oder das Blog von Jürgen Elsässer. Vielleicht ist ihnen beim Lesen von Eigentümlich Frei etwas aufgestoßen oder sie mögen Ernst Nolte nicht. Wie dem auch sei, die Gründe dafür, dass eine der genannten Personen in das Neue Rechte Wiki aufgenommen wurde und suggeriert wird, die entsprechende Person befürworte Morde und Attentate, wenn sie nicht gar daran beteiligt ist, sie werden nicht genannt.

Wie, so fragt man sich, sollen dann „Menschen … die zum Bereich ‚Neue Rechte‘ arbeiten“, mit diesem Denunziations-Wiki arbeiten? Was soll ihnen dieses Wiki an Informationen bereitstellen? Die Antwort auf diese Fragen kann man erschließen, wenn man das dilettantisch programmierte Wiki etwas genauer betrachtet.

Die einzigen Informationen, die das Wiki zur Verfügung stellt, sind Informationen der folgenden Art:

Zu Jürgen Elsässer gibt es die folgenden Informationen: „Ken Jebsen distanziert sich von [Jürgen Elsässer]. [Jürgen Elsässer] leitet Compact
unterstützt Ein Prozent und besuchte [das] Institut für Staatspolitik“.

Zu Karl Albrecht Schachtschneider gibt des die Information: „klagt für Ein Prozent“

Und Ein Prozent wird von „Götz Kubitschek … Hans-Thomas Tillschneider … Jürgen Elsässer“ unterstützt. Und „Karl Albrecht Schachtschneider klagt für
Philip Steinleitet.“

Nolte 20 JahrhundertDas also sind die Informationen, die im Neue Rechte Wiki zusammengetragen werden. Es sind Informationen, mit denen man als Wissenschaftler überhaupt nichts anfangen kann und als „Mensch, der zum Bereich ‚Neue Rechte‘ arbeitet“, nur dann, wenn man einerseits an Personen interessiert ist und andererseits nach Objekten sucht, gegen die man seine politische Arbeit richten kann. Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung mit ihrem Denunziations-Wiki eine Abschussliste zusammenstellt, die diejenigen, die immer auf der Suche nach Objekten sind, gegen die sie in ihrem Fall ihren linken Hass richten können, mit Zielen und Zielobjekten versorgt.

Was das Neue-Denunziations-Wiki der Amadeu-Antonio-Stiftung in einer Demokratie zu suchen hat;  Wie es sein kann, dass das Bundesministerium für FSFJ eine Stiftung unterstützt, deren Ziel offensichtlich darin besteht, Menschen wie Karl Albrecht Schachtschneider oder Ernst Nolte zu diffamieren und in die Nähe von Mördern und Attentätern zu rücken, ist eine Frage, die hoffentlich viele Leser an die Verantwortlichen in dem entsprechenden Ministerium richten – vielleicht ergänzt um die Frage, wie man sich fühlt, wenn man in die Fußstapfen von Erich Mielke getreten ist und nun an seiner Stelle Anetta Kahane finanziert.

Allen die sich dafür interessieren, was die Neue Rechte tatsächlich ist, sei der Name Alain de Benoist an Herz gelegt. Alain de Benoist wird gemeinhin für die Gründung einer ideologischen Bewegung verantwortlich gemacht, die als “Nouvelle Droite” in Frankreich bekannt wurde und im Verlauf der 1980er Jahre auch nach Deutschland übergeschwappt und hier zur Neuen Rechten eingedeutscht wurde.

Die Nouvelle Droite von de Benoist ist eine Bewegung, die konservativen Werten verpflichtet ist, sich gegen Globalisierung und den Neo-Liberalismus wendet, der immer als Feindbild herhalten muss, wenn Rechte oder Linke eines brauchen, und  freie Märkte am liebsten abschaffen würde. Die Neue Rechte hat soviel mit Rechtsextremismus zu tun wie die Amadeu-Antonio-Stiftung mit Demokratie – nämlich nichts.

Politikwissenschaftliche Konzepte wie „Neue Rechte“ oder Rechtsextremismus wurden eingeführt, um ein ideologisches Feld, mit dem sich Politikwissenschaftler beschäftigen, zu ordnen, sie wurden nicht eingeführt, damit ideologische Legastheniker sich ihrer bemächtigen, sie durcheinander werfen und für ihre ideologischen Zwecke missbrauchen, die in der Denunziation von allem und jedem, was nicht ist wie sie selbst, also im Ausleben ihrer ideologischen Xenophobie und Egomanie bestehen.

Allen, die in der Neue-Rechte wiki von den Verantwortlichen der Amadeu-Antonio-Stiftung in die Nähe von Mördern und Attentätern gerückt werden, können wir nur empfehlen, juristisch gegen die Amadeu-Antonio-Stiftung vorzugehen – vielleicht in Form einer Sammelklage. Am besten wird es sein, die Klagemöglichkeiten in den USA zu prüfen, um auf diese Weise einen Schadensersatz in einer Höhe erklagen zu können, der die Amadeu-Antonio-Stiftung ein für alle Mal insolvent werden lässt.
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Gegen rechts Pöbeln und Diffamieren: Wissenschaft wird in Deutschland neu definiert

Es gab in Deutschland einmal einen Werturteilsstreit.

Ja, wirklich!

Es gab einmal eine Zeit, die 1960er Jahre, um genau zu sein, da haben sich selbst in Deutschland Wissenschaftler und Philosophen, allen voran Karl Acham, Hans Albert und Ernst Topitsch, Gedanken darüber gemacht, ob Wissenschaft normativ sein kann, d.h. ob in einem Erkenntnisprozess Werturteile enthalten sein dürfen.

Darf man also als Forscher seine Befragten als „bescheuert“ oder als „Problembürger“ bewerten? Ist es in einer wissenschaftlichen Arbeit statthaft, angeblichen Rechtspopulismus zu untersuchen oder Bürger als pöbelndes Pack zu bezeichnen?

Die Antwort, die der rationale Teil der deutschen Sozialwissenschaften gegeben hat, ist eindeutig: Werturteile haben in der Wissenschaft nichts zu suchen. Wer sie treffen will, der kann dies jederzeit außerhalb der Wissenschaft tun.

Das war die Baseline.

Und dann kam u.a. Jürgen Habermas und das, was eine kritische Frankfurter Schule sein soll, eine Schule, die Bewertung zum Ausgangspunkt von Forschung macht. Nicht mehr soziale Fakten werden untersucht, sondern normative Behauptungen aufgestellt, von denen die angeblichen Forscher zumeist der Ansicht sind, dass sie richtig seien.

Entsprechend findet man an deutschen Universitäten Kapitalismuskritiker, deren Ziel darin besteht, nicht den Kapitalismus, seine Institutionen und Wirkungsweisen zu analysieren, sondern ihn zu diskreditieren.

Entsprechend konnten sich Gender Studies mit ihrem Codex der Erlösung im Weiblichen durchsetzen, deren Ziel nicht darin besteht, Erkenntnis zu gewinnen, sondern darin, die Gesellschaft nach ihrer Einbildung zu verändern.

Und entsprechend wird an deutschen Hochschulen hemmungslos gegen Bürger gewertet, deren Verfehlung darin besteht, sich nicht an den Kanon des politisch Korrekten zu halten.

Die entsprechenden Bürger werden als rechtsxetreme Deppen, als Problembürger und als Wutbürger diffamiert, Forschung, die es zu diesen Menschen und ihren Motivationen gibt, wird ignoriert und die eigene Bewertung als soziales Faktum verkauft.

Es sind dunkle Zeiten für die Wissenschaft, denn die Spirale wissenschaftlicher Ausfälle, sie zeigt eindeutig nach unten. Der Brain Drain an deutschen Hochschulen und das Auffüllen des geistigen Vakuums mit Kadern, die in Pöbeln und Diskreditieren geschult sind, es ist im vollen Gange.

Beispiel gefällig?

Hier kommt es:

UDE diffamierung pegida„Es geht ein Rechtsruck durch das Land: zigtausend Pegida-Anhänger pöbeln auf deutschen Straßen. Die AfD, die „Alternative für Deutschland“, fördert den Trend zu offen geäußerten rechtspopulistischen Parolen. Wer wählt eine solche Partei? Wo hat sie sich bei der letzten Bundestagswahl vor allem durchgesetzt?“

So beginnt eine Pressemeldung der Universität Duisburg-Essen, die von sich behauptet, sie sei „Offen im Denken“. Die Pressemeldung belegt eher das Gegenteil, denn offen kann nur sein, wer nicht schon zu Beginn seiner Forschung die Bewertung der Ergebnisse parat hat, wer also nicht vor Datenerhebung schon weiß, dass die AfD die Partei des pöbelnden Pöbels ist und der Pöbel pöbelnd durch Dresden zieht.

Gibt es eigentlich niemanden unter den „zigtausend“ Pegida Teilnehmern, der sich hier verleumdet sieht und Strafanzeige gegen Beate Kostka, MA., Ressort Presse – Stabstelle des Rektorats erstattet, wegen Verleumdung? Immerhin beginnt die Pressemeldung mit einer Allaussage, die keinen Zweifel daran lässt, dass alle Pegida-Anhänger pöbeln.

Die Pressemeldung ist einer „ausgezeichneten politikwissenschaftlichen Arbeit“ gewidmet, die im Wesentlichen aus einem Datensatz besteht, in dem wohl auf Wahlkreisebene Daten zusammengespielt wurden: Wahlergebnis der AfD, Anteil der Arbeitnehmer, Anteil von Personen mit Hauptschulabschluss und mit tertiärer Bildung (vermutlich aus dem Mikrozensus zugespielt). Und dann hat der Autor ein wenig statistisch gespielt und vermutlich ökologische Regressionen berechnet, mit dem folgenden Ergebnis:

„Entscheidend für den Wahlerfolg [der AfD] ist, wie hoch der Ausländer- und Hauptschulabsolventenanteil in dem jeweiligen Wahlkreis ist. Leben dort viele Migranten und Personen mit niedrigen Bildungsabschlüssen, werden hier öfter als anderswo rechtspopulistische Parteien gewählt.“

Das Problem mit derartigen ökologischen Analysen besteht darin, dass man nicht weiß, was man nun tatsächlich gemessen hat. Ausländer haben in der Regel kein Wahlrecht, sie können also nicht für das Abschneiden der AfD verantwortlich sein. Und die Personen mit niedrigen Bildungsabschlüssen waren/sind traditionell das Wählerpotential der SPD, so dass man sich fragt, was bei dieser „ausgezeichneten Abschlussarbeit“ überhaupt gemessen wurde, schon weil Pegida und AfD da stark sind, wo es nicht viele Migranten und Ausländer gibt, wie z.B. in Dresden…

junk_scienceDie Begriffe Migranten und Ausländer, das hat sich an der Universität Dusiburg-Essen, die doch so offen im Denken sein will, noch nicht herumgesprochen, beschreiben einen unterschiedlichen Status. Ein Migrant kann Deutscher sein, ein Ausländer nicht. Aber das sind Kleinigkeiten, die vor dem großen Ganzen der Diffamierungsabsicht, die Triebkraft solcher Forschung zu sein scheint, verschwinden.

Abgesehen davon stehen die vermeintlichen Erkenntnisse im diametralen Gegensatz zu den vermeintlichen Erkenntnissen, die Borwin Bandelow herausgefunden haben will. Sie erinnern sich, Bandelow ist derjenige, der behauptet, Xenophobie komme nur in Gehirnen ohne Hochschulabschluss vor, könne aber dennoch durch Kontakt mit Ausländern behandelt und behoben werden. Wenn es um Rechtspopulismus geht, was immer das auch sein mag (ein wissenschaftlicher Begriff ist es jedenfalls nicht), dann sind der Phantasie und der Diffamierungswilligkeit bei Angehörigen von Universitäten, die sich linkspopulistisch betätigen, offensichtich keine Grenzen gesetzt.

Kurz: auf Basis von Aggregatdatenanalysen, also Daten, die für einen Wahlkreis vorliegen, kann man nicht allzu viel über Wähler aussagen. Aber das stört Personen, die Wissenschaftler sein wollen, heutzutage nicht mehr:

„Tobias Frank: ‚Offensichtlich fällt das Diffamieren und Diskreditieren Asylsuchender und das Schüren von Verlustängsten in diesen Wahlkreisen auf besonders fruchtbaren Boden. Außerdem profitiert die AfD von dünn besiedelten Gebieten mit älterer Bevölkerung.’“

Also: Wo es viele Migranten und viele „Personen mit niedrigen Bildungsabschlüssen“ gibt, sind die Personen voller Verlustängste, freuen sich, dass die AfD Asylsuchende diskreditiert und diffamiert und wählen die AfD deshalb und nur deshalb.

Wie leicht derartige Worte – diffamieren und diskreditieren – vermeintlichen Nachwuchswissenschaftlern doch über die Lippen kommen. Fast so, als wäre es ihnen in ihrer Forschung von Anfang an um nichts anderes gegangen, als eine Plattform zu finden, auf der sie dann diffamieren und diskreditieren können, denn nichts anderes tun Nachwuchswissenschaftler wie Tobias Frank: Er hat keinerlei Beleg dafür, dass die AfD von Menschen gewählt wird, die auf das Diffamieren und Diskreditieren Asylsuchender reagieren, er hat nicht einmal einen Beleg dafür, dass die AfD im Wahlkreis Südpfalz oder im Wahlkreis Elbe Elster II Asylsuchende diskreditiert und diffamiert.

Er will es offensichtlich so, denn seine Bewertung, dass die AfD deshalb gewählt wird, weil sie Asylsuchende diffamiert und diskreditiert, ebenso wie seine Behauptung, dass die AfD von Personen gewählt wird, die es gut finden, dass die AfD angeblich Asylsuchende diffamiert und diskreditiert, basiert auf keinerlei Daten. Beide Aussagen sind Ausgeburten der Phantasie von Tobias Frank, so dass wir nur feststellen können: Früh übt sich, wer als Populist und Ideologe Karriere in politischen Vereinen der Parteien (außer der AfD versteht sich) machen will.

Die Abschlussarbeit von Tobias Frank, deren Zweck wohl vornehmlich darin bestanden hat, die AfD und die Pegida, also die Teilnehmer an der Pegida zu diffamieren und zu diskreditieren, wurde am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen geschrieben und ausgezeichnet. In Ermangelung wissenschaftlicher Inhalte wurde die Arbeit wohl für ihren linkspopulistischen Gehalt ausgezeichnet.

Wie dem auch sei, die Arbeit wird demnächst im Tectum Verlag veröffentlicht und von uns rezensiert werden!

AfD-Watch ist der Lächerlichkeit preiszugeben, die dem Blog gebührt

Gestern haben wir darüber berichtet, dass ein Blog, das sich AfD-Watch nennt und dessen „Team“ aus Angst vor Konsequenzen anonym bleiben will, diese Anonymität nutzt, um namentlich genannte Individuen zu diffamieren, anzuprangern und zu Aktionen gegen diese Individuen aufzurufen. Bereits diese Einleitung reicht eigentlich, um zu wissen, dass es sich bei AfD-Watch um undemokratische, im günstigsten Fall Rufmörder, im ungünstigsten Fall Anstifter zu weiteren Straftaten handelt.

Nun hat Roland K. die Anklage gegen AfD-Watch mit dem Hinweis auf mangelnde Sorgfalt bei der Recherche und Verletzung des öffentlichen sittlichen Empfindens erweitert.

Die Verteidigung, ein Nobbie, also offensichtlich ein Nachwuchsanwalt, der noch keinen richtigen Namen hat und sich deshalb mit einer Verniedlichung oder Infantilisierung von Norbert zufrieden geben muss, umfasst drei Punkte:

  • Nur weil Karsten Mende sagt, er sei ein anderer Karsten Mende als der Karsten Mende im Text auf AfD-Watch, muss nicht stimmen, was Karsten Mende sagt.
  • Blogger Karsten Mende müsse belegen, dass er nicht Kriminalkommissar Karsten Mende sei.
  • AfD-Watch habe im Treu und Glauben gehandelt und seinem Gastautor geglaubt. Deshalb könne er nicht dem Blogger Karsten Mende glauben, da sich die Aussagen von Gastautor und Blogger Karsten Mende diametral verhielten, er also entscheiden müsse, wem er glaube.

Afd-watch2

Die Erweiterung der Anklage gegen AfD-Watch durch Roland K. ist begründet und zulässig. AfD-Watch ist wegen Verstoßes gegen die demokratische Grundordnung, die guten Sitten, die Sorgfaltspflicht und gegen die Logik zu verurteilen.

Begründung:

1.) Die demokratische Grundordnung
2.) Die Logik
3.) Die guten Sitten und die Sorgfaltspflicht

1.) Demokratische Grundordnung

Es kommt nicht von ungefähr, dass in demokratischen Systemen ein Angeklagter so lange nicht verurteilt wird, wie seine Schuld nicht erwiesen ist. Anders formuliert: Damit ein Angeklagter verurteilt werden kann, muss seine Schuld bewiesen werden. Nun hat sich in den letzten Jahren eine antidemokratische Fraktion herausgebildet, vornehmlich handelt es sich dabei um Linke und Genderisten wie Ilse Lenz, die die Unschuldsvermutung streichen wollen und die Last des Unschuldsbeweises dem auferlegen wollen, der beschuldigt wird.

Enstprechend müsste in diesem antidemokratischen oder besser: faschistischen Weltbild ein Angeklagter seine Unschuld beweisen und nicht der Kläger die Schuld.

Dies öffnet der Willkür Tür und Tor und beseitigt den Rechtsstaat und danach die Demokratie. Muss der Angeklagte seine Unschuld beweisen, ist die Anklage mit keinerlei Kosten verbunden. Willkür und Boshaftigkeit sind keine Grenzen gesetzt, wie am Beispiel von AfD-Watch deutlich wird. Man kann über andere behaupten, was man behaupten will, wohlwissend, dass es keine Last des Beleges der eigenen Behauptungen gibt, vielmehr muss das Opfer willkürlicher Behauptungen beweisen, dass die Behauptungen falsch sind.

Wenn wir also behaupten, dass Ilse Lenz vom russichen Geheimdienst finanziert wird und AfD-Watch ein Ableger der grünen Gunda-Werner-Stiftung ist, dann ist es, nach dieser Logik nicht an uns, die Behauptungen zu beweisen, sondern an den Zielen der Behauptungen, sie zu widerlegen.

Wer denkt, die Umkehr der Beweislast habe auch nur im Entferntesten noch etwas mit Demokratie zu tun, der ist wegen einer nicht mehr tolerierbaren geistigen Schwäche aus dem öffentlichen Leben zu entfernen und sofern er sich nicht freiwillig entfernt, wäre er dazu zu verurteilen.

Logik

In der Logik geht es um Urteile. Es geht darum zu beurteilen, ob ein Satz wahr ist bzw. ob Schlussfolgerungen, die aus einem Satz abgeleitet werden, wahr sind.

Die Verteidigung durch Nobbie führt an:

Satz 1: Man glaube Autor X nicht, wenn er behauptet Karsten Mende, der Blogger, sei nicht Karsten Mende, der Polizeibeamte.

Satz 2: Man glaube Autor Y, wenn er behauptet, Karsten Mende, der Blogger, sei Karsten Mende, der Polizeibeamte.

Offensichtlich sind beide Sätze gleichwertig, und es gibt keine Möglichkeit, logisch zu begründen, warum man zum Beispiel Satz 1 Satz 2 vorzieht. Normalerweise wird das Problem damit gelöst, dass man aus beiden Sätzen sich gegenseitig ausschließende singuläre Sätze ableitet und empirisch prüft, welcher der beiden konkurrierenden singulären Sätze zutrifft.

Diese Lösung ist der Nobbie-Verteidigung offensichtlich nicht bekannt.

Als Ergebnis der Unkenntnis ergibt sich ein logischer Widerspruch, der sich nicht auflösen läßt, denn aus Satz 1 folgt nicht Satz 2. Beide Sätze sind weiterhin gleichwertig, weshalb es einen Widerspruch darstellt, der mit gesundem Menschenverstand, ganz zu schweigen von der Logik, nicht zu vereinbaren ist. Man kann nicht ohne Grund eines glauben und das gleichgelagerte andere nicht glauben. Derartiger Unsinn ist nur aus den Hallen des Vatikan bekannt und selbst dort versucht man zumindet die Heiligsprechung von Normalsterblichen, die ihre Normalität bereits dadurch belegt haben, dass sie gestorben sind, zu rechtfertigen.

AfD-Watch bleibt entsprechend auch hinter dem Vatikan zurück.

Sitte und Sorgfalt

Menschliche Gesellschaften basieren auf Kooperation. Kooperation setzt einen guten Willen voraus. Entsprechend hat es sich unter zivilisierten Menschen eingebürgert, dass man anderen zunächst mit gutem Willen und nicht mit Boshaftigkeit begegnet. Geht es um die Veröffentlichung von Behauptungen über lebende Personen, dann folgt aus dieser Konvention die Pflicht zur Sorgfalt, d.h. Behauptungen müssen belegt werden und geprüft werden, um auszuschließen, dass Falsches behauptet wird.

AfD-Watch lässt keinerlei Sorgfalt erkennen. Wissentlich und absichtlich wird behauptet, zwei unterschiedliche Individuen seien nur ein Individuum. Wissentlich und absichtlich wird das geschaffene Einheitsindividuum diffamiert. Wissentlich und absichtlich wird dazu aufgerufen, bei dem Einheitsindividuum „zu klingeln“, was nur bedeuten kann, hier wird zu einer Straftat (Beleidigung, Bedrohung …) aufgerufen.

Insofern kann von einer vorsätzlichen, zumindest grob fahrlässigen Begehungsweise ausgegangen werden.

AfD-Watch ist in allen Punkten der Anklage zu verurteilen:

  • AfD-Watch ist als antidemokratische Organisation anzusehen.
  • AfD-Watch stellt entsprechend eine Gefahr für Demokratie, Freiheit, Recht und Ordnung dar.
  • AfD-Watch ist mit den rudimentärsten Grundsätzen der Logik nicht vertraut und erweist sich auch in sofern als nicht öffentlichkeitsfähig.
  • AfD-Watch hat vorsätzlich und zielgerichtet die Regeln der Sorgfalt und der Sitte gebrochen, falsche Behauptungen über gleich zwei Individuen verbreitet und diese diffamiert.

Da es sich eingebürgert zu haben scheint, dass jeder, der der Ansicht ist, er habe etwas zu sagen, seinen Mund aufmacht, ist es notwendig, darauf hinzuweisen, dass nicht jeder Unsinn, der einem in den Kopf kommt, eine Meinung darstellt und entsprechend von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Meinungsfreiheit umfasst begründete Aussagen, bei deren Formulierung die Grundsätze von Fairness und Sorgfalt berücksichtigt wurden. Dies ist deshalb so, weil mit der Freiheit der Meinung auch u.a. die Pflicht einhergeht, Meinungsfreiheit nicht zu Diffamierung und Beleidigung Dritter zu missbrauchen. Nicht jeder, der den Mund aufmachen kann, ist in der Lage, mit Meinungsfreiheit umzugehen.

Insofern sich AfD-Watch als unwillig gezeigt hat, Aussagen zu begründen oder seiner Sorgfaltspflicht bei Veröffentlichungen nachzukommen, ist es eine Frage des Anstands und der Moral, dass sich AfD-Watch selbst aus der Öffentlichkeit entfernt.

Da AfD-Watch bereits gezeigt hat, dass es nicht bereit ist, Kriterien von Anstand und Moral, von Sorgfalt und Fairness einzuhalten, ist AfD-Watch einer kontinuierlichen Überwachung zu unterziehen und fortwährend der Lächerlichkeit, die der anonymen Sub-IQ-Gruppe gebührt, preiszugeben.

Nachtrag: Getroffene Hunde bellen.

Wollepelz hat uns gerade darauf hingewiesen, dass es einen neuen Text mit dem Titel „Dumm, dümmer, Michael Klein“ auf AfD-Watch gibt. Und in der Tat, dem ist so. Mehr können wir zu diesem Text nicht sagen, denn wer ihn liest (mehr als die ersten Absätze haben wir indes nicht geschafft), der kann sich nur betroffen abwenden. Vielleicht findet sich ja ein Psychiater, der den AfD-Watchern in dieser schweren Zeit, in der sie mit Argumenten konfrontiert werden und in der so deutlich wird, dass sie zwar austeilen, aber nicht einstecken können, dass sie mit anderen Worten infantile kleine Bälger sind, beisteht. Wir haben bis auf Weiteres zu AfD-Watch gesagt, was es zu sagen gibt und wenden und nun wieder den wichtigen Dingen im Leben zu.

Nachtrag II:

Man soll ja immer aufgeschlossen für neue Methoden sein. Wer sich dafür interessiert, wer namentlich mit AfD-Watch in Verbindung steht (oder stehen will), der kann sich zu diesem Beitrag die Likes und die Kommentatoren ansehen.

Der Teufel und das Weihwasser …

Vertreterinnen der Gender Studies illustrieren vor breitem Publikum (einmal mehr) ihre Unwissenschaftlichkeit

Dr. habil. Heike Diefenbach zerlegt einmal mehr Vertreter der Gender Studies 

Sabine Hark und Paula Villa haben im Tagesspiegel einen neuen Angriff gegen alle Personen getätigt, die sich fragen, worin die Wissenschaftlichkeit von Gender Studies oder auch nur deren Nutzen bestehen soll. Die Autorinnen des Textes „Das dubiose Gender“, von dem wir auf ScienceFiles bereits berichtet haben, zeigen mit ihrem Text auf eindringliche Weise, was sie vermutlich gerade zurückweisen wollten: wie dubios nicht „gender“, sondern die Gender Studies sind, jedenfalls dann, wenn sie als Kandidat für ein wissenschaftliches Fach gelten wollen.

Und dies zeigt sich in vielen Hinsichten in ihrem Text. Ich werde im Folgenden nur auf einige von ihnen eingehen können, von denen ich meine, dass sie die Unwissenschaftlichkeit der Gender Studies bzw. ihrer Vertreter (hoffentlich aber nicht ALLER Ihrer Vertreter!) besonders deutlich erkennen lassen, die wir aber in unserem ersten Text über das outing von Sabine Hark und Paula Villa als wissenschaftlich unbedarft nicht hinreichend würdigen konnten.

Hier also vier Punkte, anhand der die wissenschaftliche Unbedarfheit der Autorinnen besonders deutlich wird:

Punkt 1: Die Diffamierung von Kritik statt die Auseinandersetzung mit den Kritikpunkten, oder: der Fehlschluss ad hominem – zum x-sten Mal!

Logik SalmonDer erste Teil des Textes, der beiden genannten Autorinnen, beide Lehrstuhlbesetzerinnen an deutschen Universitäten, besteht allein aus Beschimpfungen und Unterstellungen gegenüber denen, die sie als Kritiker der Gender Studies wahrnehmen. Da ist die Rede von „Anwürfen“, von „Antifeministen“, von „misogyne[n], sexistische[n] und auch [! es gibt nur „und“ oder „auch“, aber nicht „und auch“!] Positionen“ und davon, dass die Gender Studies „diskreditiert“ würden. Die Kritik der Kritiker wird als solche keines Wortes gewürdigt; sie wird einfach in Bausch und Bogen verworfen, weil sie von Leuten kommt, die die Autorinnen in der Weise verunglimpfen, in der sie es tun, und die Verunglimpfung von Personen oder Auffassungen für sie anscheinend dasselbe ist wie eine vernünftige Gegenargumentation.

Wie jeder mehr oder weniger regelmäßige Leser von Sciencefiles weiß, ist das der alte Hut vom Fehlschluss ad hominem und daher eben das: ein nicht ernstzunehmender Fehlschluss, denn (um es wieder einmal zu erklären):

selbst dann, wenn eine Kritik geäußert würde, weil derjenige, der sie äußert, misogyn, sexistisch, antifeministisch oder sonst irgendetwas unflätiges wäre, würde das über die Kritik als solche überhaupt nichts aussagen. Auch, wenn es Vertreterinnen von Gender Studies schwerfällt, es zu verstehen oder zu akzeptieren: auch jemand, der misogyn oder sexistisch … [Beliebiges einsetzen!] ist, kann eine berechtigte Kritik äußern oder eine sachlich berechtigte Frage stellen!

Und die Kritik bzw. die Frage stehen weiter im Raum – mit oder ohne Diffamierung derer, die die Kritik äußern oder die Frage stellen.

Entweder Frau Hark und Frau Villa sind in ihrer Bildungsbiographie noch nicht soweit vorgedrungen, dass sie logische Schlussfolgerungen von Fehlschlüssen zu unterscheiden gelernt hätten [aber was haben Sie dann als Dozierende an einer Hochschule verloren?], oder sie greifen auf diesen plumpen Täuschungsversuch zurück, weil sie damit die Tatsache verdecken wollen, dass sie nicht im Stande sind, der Kritik inhaltlich zu begegnen, also keine Gegenargumente vorbringen können, keine Argumente auf ihrer Seite haben.

In jedem Fall gehen Wissenschaftler genauso mit Kritik NICHT um, denn für Wissenschaftler ist Kritik etwas Produktives und für den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt Notwendiges.

Punkt 2: Und noch ein Fehlschluss: der Schluss von sich auf andere, und die Verwechslung von Entdeckungs- und Begründungszusammenhang

Beckermann LogikMöglicherweise sind sich Hark und Villa selbst nicht ganz sicher, ob der plumpe Trick mit dem ad hominem funktioniert. Also setzen sie noch eins drauf: Kritiker sind misogyn, sexistisch etc, aber die Autorinnen unterstellen ihnen gleichzeitig – doppelt gemoppelt hält bekanntermaßen besser, oder!? – „Statusangst“. Da die Autorinnen schwerlich als ausgewiesene Psychologinnen gelten können und m.W. keinerlei entsprechende empirische Forschung betrieben haben, muss man sich fragen, wie sie auf die Idee kommen, ihren Kritikern „Statusangst“ zu unterstellen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es ein solches Konstrukt in der Psychologie überhaupt gibt, und so scheint es naheliegend als Quelle der Idee von der „Statusangst“ die Gefühlslage der Autorinnen zu vermuten.

Wenn das zutrifft, so muss die Angst der Autorinnen vor dem sozialen Abstieg oder dem Verlust des „warm glow“ der Wissenschaftlichkeit als der Entdeckungszusammenhang der „Statusangst“ gelten. Aber wie jeder Wissenschaftler weiß sind Entdeckungszusammenhang und Begründungszusammenhang unabhängig voneinander! D.h. wenn die Autorinnen aufgrund ihrer eigenen Ängste auf die Idee kommen, es könne so etwas wie „Statusangst“ geben, das eine Person andere Auffassungen irrational und ungeprüft ablehnen lässt, dann kann das Anlass sein zu prüfen, ob es sich vielleicht nicht nur bei ihnen selbst, sondern auch bei den Kritikern so verhält, aber es ersetzt nicht die entsprechende Prüfung!

Einfach zu behaupten, andere Leute hätten „Statusangst“ und jeden Beleg hierfür oder auch nur eine Plausibilisierung dieser Unterstellung anzubieten (wie ich das gerade mit Bezug auf die Autorinnen getan habe), ist vollkommen unwissenschaftlich. Kein Wissenschaftler würde statt mit Belegen mit schlichten Unterstellungen argumentieren wollen, und vor allem wissen Wissenschaftler gewöhnlich, worin sie kompetent sind und worin nicht. Oder anders gesagt: es scheint, dass Hark und Villa sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie zumindest in Sachen Psychologie keine Kompetenzen haben, sonst würden sie sich wohl kaum zu einer psychologischen Hobby-Analyse ihrer Kritiker versteigen.

Punkt 3: Fehschlüsse, Fehlschlüsse und noch mehr Fehlschlüsse: diesmal der Fehlschluss ad auctoritatem zur Verschiebung von Verantwortung und zur Vermeidung von Begründungen

Logik f dummiesWenn man sich den Text von Hark und Villa zumutet, dann fällt einem auf, dass er eine positive Argumentation durch die Berufung auf andere Leute, die auch schon gesagt haben, was man selbst gerne sagt, ersetzt. Schon der allererste Absatz des Textes enthält einen solchen Versuch, statt einer Begründung ein argumentum ad auctoritatem zu bringen: wir erfahren, dass im Jahr 1902 eine Schriftstellerin, Intellektuelle und Aktivistin aus Berlin ihre Kritiker beschimpft hat und ihnen „Furcht vor dem weiblichen Geschlecht“ unterstellt hat, die deren Position als „dümmliche Verteidigung von Machtansprüchen“ entlarve.

Wie unter Punkt 2 erklärt wird natürlich nichts dadurch als „dümmliches“ Irgendetwas „entlarvt“, also ein Begründungszusammenhang aufgeklärt, dass jemandem irgendeine Furcht unterstellt wird, also – bestenfalls – auf den Entdeckungszusammenhang rekurriert wird. Das bemerken Frau Hark und Frau Villa aber gar nicht. Sie übernehmen es unkritisch und – noch schlimmer – sie meinen anscheinend, dass die Tatsache, dass jemand, den sie mögen, einmal ähnliche Beschimpfungen und Unterstellungen geäußert habe wie sie, gleichzeitig dieser Person und ihnen selbst Recht gäbe – in was genau auch immer.

Es handelt sich hier um den Fehlschluss ad auctoritatem, bei dem die Autorinnen meinen, das, was sie selbst nicht begründen, sondern nur unterstellen können, dadurch begründen zu können, dass sie auf jemanden verweisen, der auch schon nur unterstellt, aber nicht begründet hat. Das ist eine besonders dumme Form des Fehlschlusses ad auctoritatem. Der „einfache“ ad auctoritatem soll eine Art Kurzformel für eine Begründung sein: man verweist auf jemanden, den man als eine Autorität ansieht und lastet sozusagen ihm die Begründung für den eigenen Standpunkt an, bleibt die Begründung aber selbst schuldig (obwohl sie doch angebbar sein muss, wenn man angeblich von jemandem weiß, der so überzeugende Gründe vorgebracht hat; man müsste sich doch dann an diese Gründe erinnern können).

Der sagen wir: degenerative Fehlschluss ad auctoritatem, den Frau Hark und Frau Villa begehen, bezieht sich aber gar nicht auf eine Begründung, die man selbst nicht geben kann, weshalb man an die Autorität weitervermittelt, sondern bloß auf Beschimpfungen und Unterstellungen, die jemand anders auch schon geäußert hat, sozusagen eine Autorität in Ausfälligkeiten.

Zumindest in dieser verschärften Form unterläuft der Fehlschluss ad auctoritatem sicherlich keinem Wissenschaftler.

Das soll nicht heißen, dass die Autorinnen nicht auch den einfachen Fehlschluss ad auctoritatem pflegen. So verweisen Sie, um eine Einschätzung von jemandem, den sie zu den eigenen Reihen zählen, zu begründen, auf einen Naturwissenschaftler, der das auch sage (oder Ähnliches), was in den Augen der Autorinnen anscheinend bedeuten muss, dass das auch richtig so sein müsse.

Dummerweise wirft das die folgende Frage auf: wenn es Naturwissenschaftler und Philosophen gibt, die all das gesagt haben, was die Vertreter von Gender Studies (gewöhnlich in weit unklarerer Sprache) zu sagen haben, wozu sollte dann das Fach „Gender Studies“ noch notwendig oder nützlich sein?

Das ist der Fallstrick des Fehlschlusses ad auctoritatem: er verweist immer zurück auf die Überflüssigkeit der eigenen Person – man verkündet ja bloß das. was man für Erkenntnisse anderer Leute hält. Das ist die klassische Tätigkeit des Wasserträgers oder wie man heute so schön sagt: des Multiplikatoren, wissenschaftliches Arbeiten hat aber etwas mit Eigenleistung zu tun!

Punkt 4: Erkenntnistheorie und inhaltliche Einsichten: Verirrungen und Verwirrungen zwecks „name dropping“!?

Frau Hark und Frau Villa benutzen in ihrem Text das Wort „erkenntnistheoretisch“, was ein Wort ist, das normalerweise in wissenschaftlichen Zusammenhängen vorkommt und von ihnen vermutlich adaptiert wurde, um Wissenschaftlichkeit zu suggerieren. Im Zuge der Diffamierung ihrer Kritiker finden die Autorinnen sogar die eigene Einsicht, „[w]as Natur ist und welche Rolle sie für die menschliche Identität und Gesellschaft spielt“, – zu Recht – „völlig trivial“, allerdings nicht einfach so, also inhaltlich besehen, sondern „erkenntnistheoretisch völlig trivial“. Eine inhaltliche „Einsicht“ ist also nicht „trivial“, weil offenkundig, sondern „erkenntnistheoretisch“ trivial – aha!

Ernst ErkenntnistheorieWas mag das bedeuten? Frau Villa, an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft Ihrer Universität, vertritt man eine Auffassung von „Erkenntnistheorie“, die – fast, die Ausnahme sind anscheinend Frau Hark und Frau Villa – uneingeschränkt geteilt werden dürfte. Sie lautet:

„Die Erkenntnistheorie verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen die Natur, der Ursprung und der Umfang menschlicher Erkenntnis aufgeklärt werden, zum anderen soll die Möglichkeit von Erkenntnis erklärt und verteidigt werden.“

Als „erkenntnistheoretisch“ ist also zu bezeichnen, was sich auf die Möglichkeit der menschlichen Erkenntnis bzw. die Erkenntnisfähigkeit und den Vorgang der Erkenntnisgewinnung (oder -konstruktion, für die, die’s lieber mögen) bezieht. Eine erkenntnistheoretische Einsicht könnte daher z.B. sein, dass Menschen die Realität niemals direkt wahrnehmen können, sondern sie nur eben durch ihren Wahrnehmungsapparat gefiltert wahrnehmen oder erschließen können.

Die Autorinnen schreiben:

„Was Natur ist und welche Rolle sie für die menschliche Identität und Gesellschaft spielt, ist eben historisch wandelbar. Diese erkenntnistheoretisch völlig triviale Einsicht stellt allerdings für viele … eine schwer zu schluckende Kröte dar“.

Verstehen Sie das? Ich nicht.

Wenn jemand der Meinung ist, dass die Rolle, die Natur für die menschliche Identität spielt, wandelbar ist, dann ist das erstens keine Einsicht, sondern eine These, zweitens ist die „Einsicht“ anscheinend doch nicht trivial, denn sie ist doch nach Aussage der Autorinnen eine „schwer zu schluckende Kröte“, und drittens ist sie keine erkenntnistheoretische „Einsicht“; die „Einsicht“ hat mit Erkenntnistheorie überhaupt nichts zu tun. Eine „Einsicht“ wie die folgende hätte vielleicht etwas mit Erkenntnistheorie zu tun: „Was Natur ist und welche Rolle sie für die menschliche Erkenntnisfähigkeit spielt, ist nicht historisch wandelbar, aber empirisch prüfbar“, aber das ist es eben: hier ginge es um die Möglichkeit und Praxis menschlicher Erkenntnis(findung). Just darum geht es den Autorinnen aber offenkundig nicht.

Das Adjektiv „erkenntnistheoretisch“ wird hier also völlig falsch und ohne erkennbaren Anlass benutzt. Es ist anscheinend ein eher hilfloser Versuch, sich wissenschaftlichen Vokabulars zu bedienen, um zu suggerieren, man hätte irgendeine Ahnung von Wissenschaft, man könnte wissenschaftliche Begründungen formulieren, wenn man nur wollte. Gerade die falsche Verwendung von unverstandenen Konzepten macht aber deutlich, dass es sich um Wissenschaftslaien handelt.

Fazit

Um die Autorinnen – frei – zu zitieren: Selbst dann, wenn Gender Studies in irgendeiner bislang unentdeckten Hinsicht tatsächlich wissenschaftlich sein sollten, würden die „Kultur“, das „Volk“, die „Familie“ oder welche Dinge auch immer den Autorinnen heilig sind, nicht und sicherlich auch nicht die Wissenschaft untergehen, wenn Gender Studies komplett aus dem Universitätsbetrieb ausgeschlossen und vielleicht in die Volkshochschulen transferiert würden.

Nur wer Statusangst hat, lehrt lieber an einer Universität als einer Volkhochschule, oder!?!