Wikipedia: Fünf Jahre später, dieselben Verleumder, dieselbe Hassrede

Zu sagen, bei Wikipedia sei in manchen Bereichen die Zeit stehen geblieben, ist eine Untertreibung. Teile der deutschen Wikipedia sind ein ganz besonderes Echochamber, in dem eine Reihe feministischer Aktivisten, deren Finanzen aus zwei Quellen gespeist werden können, entweder von Steuerzahlern über Hartz IV oder von Steuerzahlern über den Umweg so genannter politischer Stiftungen, ihr Unwesen treibt.

Das Unwesen besteht darin, das eigene ideologische Heil in die Wikipedia zu schreiben und die deutsche Wikipedia auf diese Weise zu einem Online-Lexikon zu machen, das nur für Sozialpsychologen und Psychiater von Interesse ist. Erstere, weil man am Beispiel von Wikipedia die verschiedenen Formen der Gruppenbildung unter Ausgrenzung von Menschen, die zu politischen Feinden aufgebauscht werden, beschreiben kann. Psychiater deshalb, weil die natürliche Schnittstelle zwischen dem, was Sozialpsychologen interessiert und dem, womit sich Psychiater beschäftigen, da liegt, wo die Gruppenbildung und Ausgrenzung anderer zur Manie wird, die allein den Betroffenen eine soziale Identität zu bilden erlaubt.

Stammleser von ScienceFiles, die schon lange dabei sind, werden sich noch erinnern, dass wir vor einiger Zeit, genauer vor ca. fünf Jahren, gegen die Unterwanderung von Teilen der deutschen Wikipedia durch politische Aktivisten, die seltsamerweise alle die gleiche politische Ausrichtung haben, links, feministisch und totalitär, Stellung bezogen haben, und zwar in einem offenen Brief an den Gründer von Wikipedia, Jimmy Wales, der auch für deren deutsche Abart verantwortlich ist, eine Verantwortung, die er bis heute ablehnt und in einer Reihe weiterer Beiträge, mit denen wir dokumentiert haben, wie links-feministische Aktivisten die Wikipedia dazu missbrauchen, Menschen, die ihnen ideologisch nicht passen, zu diffamieren und zu schädigen.

Letztlich sind diese armen anonymen Personen von den selben niederen Motiven getrieben, die auch Agentin.org hervorgebracht haben, was nicht verwunderlich ist, denn Andreas Kemper, aka Schwarze Feder zeichnet sowohl für Agentin.org als auch für den Niedergang von Teilen der deutschen Wikipedia verantwortlich, jenen Niedergang der Professoren sozialwissenschaftlicher Fächer dazu geführt hat, die Wikipedia, weil keine ernstzunehmende Quelle, aus wissenschaftlichen Arbeiten zu verbannen.

Nun fünf Jahre nachdem wir unsere Position gegenüber Wikipedia festgeklopft und unser Verdikt: „Als Quelle nicht brauchbar, weil Tummelplatz von Ideologen“ verkündet und begründet haben, fünf Jahre nachdem wir unsere Bekanntschaft mit den anonymen Denunzianten von Wikipedia gemacht haben, sind sie wieder da:

Fiona Baine, aka Fiona, aka Fin, aka Fiona B;
und JosFritz,

alte Bekannte von Schwarzer Feder (Wikipedia-Name von Andreas Kemper).

Und alles beginnt mit Agentin.org und Don Alphonso, der natürlich nicht – auch wenn das manche glauben, Don(ald) Alf Phonso heißt, sondern, fast schon enttäuschend: Rainer Meyer (stimmt: Klein ist auch nicht besser).

Unsere Stellungnahme zu Agentin.org findet sich hier.

Don Alphonso hat es auf sich genommen, Agentin.org in der FAZ zu zerlegen, und er tut dies auf Grundlage der kompletten Daten von Agentin.org, die er wohl aus dem Internet gezogen hat. Es dürfte nicht zu letzt ein Verdienst von Don Alphonso sein, dass Agentin.org von der Heinrich-Böll-Stiftung dicht gemacht wurde. In der Folge hat sich Andreas Kemper bemüht, den Eintrag von Agentin.org auf Wikipedia löschen zu lassen. Dort haben sich alle negativen Beiträge über den Internetpranger der Heinrich-Böll-Stiftung mit entsprechendem Link angesammelt und geben somit ein passendes Zeugnis vom Versuch, andere zu verleumden. Die HBler wollen übrigens nicht für Agentin.org verantwortlich sein, sie hätten nur das technische Equipment geliefert, formal betrachtet stehen sie also auf einer Stufe mit Unternehmen wie Degesch (also Degussa), die auch nur das Equipment (Zyklon B in diesem Fall) geliefert haben.

Im Zuge des missglückten Versuchs, den Eintrag zu Agentin.org auf Wikipedia löschen zu lassen ist auch Fiona B. wieder aufgetaucht, was den Kreis derer, die Fiona B. finanzieren, wieder ein wenig enger gemacht hat. Vermutlich aus Frust, weil die Löschung des Eintrags zu Agentin.org auf Wikipedia (bislang) nicht erfolgt ist, hat sich Fiona B. dem Eintrag von Don Alphonso, aka Rainer Meyer zugewendet und ist nun dort am wirken wüten. Offensichtlich verfügt Fiona B. nicht über die Fähigkeit, sich positiv zu definieren, denn das meiste, was die Kunstgestalt „Fiona B.“ von sich gibt, hat einen destruktiven Charakter und ist von einer unglaublichen Egomanie geprägt, in deren Zentrum immer die Projektion der Phantasien steht, die Fiona B. wohl täglich plagen: Vernichtungsphantasien, Phantasien darüber, die politischen Feinde zu zerstören, sie zu verleumden, per Verleumdungskampagne. Und wie gewöhnlich, wenn labile Persönlichkeiten wie Fiona B. auf Widerstand stoßen, kommt im nächsten Schritt die Übernahme der Opferrolle, schon weil das schlechte Gewissen, ob der eigenen niedrigen Motive plagt. Immer dann, wenn die Kunstfigur „Fiona B“ in den Opfermodus geht, taucht der Ritter JosFritz auf und richtet seine Wut in sprachlicher Form gegen diejenigen, die sich gegen Fiona B. gewehrt haben. Im vorliegenden ist das Rainer Meyer, der nicht dabei zusehen will, wie er auf Wikipedia ver- oder bearbeitet wird, also sein Eintrag dort. Und einmal mehr ersetzt die Beschimpfung bei JosFritz das fehlende Argument:

JosFritz im O-Ton: „Dieser Hassblogger [gemeint ist Don Alphonos] hat sich auf Dich eingeschossen, weil es viel einfacher ist, eine einzelne Mitarbeiterin zu isolieren und fertig zu machen. Meyer wird sehen, dass er hier mit seinen Mobbingmethoden nicht weit kommt und sein Artikel nicht schöner wird, nur weil er seine Hassrotte auf eine vermeintlich schutzlose Mitarbeiterin loslässt.“

Sind sie nicht edel, diese anonymen Kämpfer, die sich für „anonyme Mitarbeiterin von Wikipedia“ ins Zeug werfen und aus ihrer Anonymität heraus, reale Personen beschimpfen? Damit sind wir zurück bei der Sozialpsychologie und der Psychiatrie, denn jemand, der anonym Beschimpfungen postet und in der Lage ist, daraus einen Nutzen, einen Gewinn, eine Befriedigung zu ziehen, ist mit einem Geisteszustand ausgestattet, der bedenklich ist. Aus sozialpsychologischer Sicht muss man wohl vom gescheiterten Versuch, eine personale Identität aufzubauen, ausgehen, denn Menschen mit personaler Identität suchen Befriedigung nicht in Form von Onanie im abgeschlossenen Kämmerlein, sondern in Form sozialer Anerkennung. Die gibt es aber nur für nicht-anonyme Menschen. Aus psychiatrischer Sicht muss man wohl annehmen, dass noch mehr schiefgelaufen ist, denn die Diffamierung oder Beleidigung von Personen, die einem nicht persönlich bekannt sind, von denen man nur bestimmte Aussagen oder Handlungen kennt, ist kein normales menschliches Verhalten. Ein normales menschliches Verhalten besteht darin, Dinge, die keine direkten Kosten darstellen, zu ignorieren. Wenn sich JosFritz dennoch engagiert, so muss man davon ausgehen, dass er Dinge, die ihn nichts angehen, die keine direkten Kosten für ihn haben, nicht ignorieren kann, quasi manisch gezwungen ist, sich einzumischen. Das wiederum ist qua definitionem nicht normal.

Wikipedia zum Gender Pay Gap: Ahnungslosigkeit trifft Ignoranz

Was fürchten Sozialwissenschaftler? de.Wikipedia. Warum fürchten Sozialwissenschaftler de.Wikipedia? Weil dort zuweilen ein Unsinn steht, der an Halbwissen und an assoziativ imaginierten Kenntnissen kaum zu überbieten ist. Nicht zuletzt deshalb reagieren die meisten Sozialwissenschaftler, die das “Wissenschaftler” und nicht das “Sozial” betonen, sehr gereizt darauf, wenn ihre Studenten de.Wikipedia zitieren, und nicht zuletzt deshalb steht in den meisten Merkblättern unterschiedlichster Hochschulen zur Art und Weise, in der eine studentische Seminar-, Bachelor- oder Magisterarbeit erstellt werden soll, in Variation immer derselbe Satz: Wikipedia ist keine wissenschaftliche Quelle!

WischopediaUnd wer für die Berechtigung der Warnung vor Wikipedia eine Begründung braucht, ein Anschauungsbeispiel, der sollte sich ansehen, was die deutsche Ausgabe der Online-Enzyklopädie, die mit einer richtigen Enzyklopädie vor allem im Bereich der Sozialwissenschaften so viel zu tun hat, wie ein Kaufladen für Kinder mit der Auslage von Edeka, zum Thema Gender Pay Gap zu sagen weiß.

Das Gender Pay Gap oder besser: das Gender Wage Gap, dazu gleich mehr, ist bekanntlich der prozentuale Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenlohn aller männlichen und aller weiblichen Erwerbstätigen. Anders formuliert: Man wirft alle Bruttostundenlöhne der Männer in einen Topf, und zwar ohne Rücksicht auf die unterschiedliche Art und Weise, in der der jeweilige Bruttostundenlohn zu Stande kommt, tut dasselbe für die Bruttostundenlöhne der Frauen und dividiert die sich jeweils ergebende Summe durch die jeweilige Anzahl der Erwerbstätigen. Die resultierenden Werte kann man dann voneinander abziehen, um die nominale Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenlöhnen zu erhalten, und man kann die Differenz auf den durschnittlichen Bruttostundenlohn der Männer prozentuieren, um den bekannten Prozentwert, der durch die Medien als unbereinigtes Gender Pay Gap geistert, zu erhalten.

Die Ausagekraft des unbereinigten Gender Pay Gaps ist gleich null, denn man vergleicht Äpfel mit Birnen, Vollzeiterwerbstätige mit Halbtagserwerbstätigen, Hochgebildete mit Niedriggebildeten und so weiter. Wer entsprechend das unbereinigte Gender Pay Gap, also die öminösen 22% für Deutschland, zitiert, der hat sich schon als Dilettant, der keine Ahnung hat, disqualifiziert. Um überhaupt etwas über ein Gender Wage Gap aussagen zu können, muss man seine Theoriengeschichte kennen und berücksichtigen, und hier beginnt die Geschichte der Ahnungslosigkeit und der Ignoranz, die sich zu einem Unsinnsartikel zum Gender Pay Gap bei Wikipedia verschworen haben.

rubbish“Die in der Analyse des Gender Wage Gap vorrangig zur Anwendung kommenden Verfahren sind die Regressionsanalyse und die Oaxaca-Blinder Zerlegung.

Bei der multiplen linearen Regressionsanalyse wird die geschlechtliche Zugehörigkeit als eine Variable unter vielen in die Analyse einbezogen und so der Beitrag einzelner Faktorengruppen zur Erklärung der Lohndifferenz untersucht.

Bei der (nach Ronald Oaxaca und Alan Blinder benannten) Oaxaca-Blinder Komponenten-Zerlegung werden empirische Untersuchungen zur Frage, welcher Anteil des Gender Wage Gap auf Diskriminierung zurückzuführen ist, vorrangig mit Hilfe dieses Verfahrens durchgeführt. Dieses Modell beruht auf der Annahme, dass sich der Entgeltunterschied additiv aus zwei Komponenten zusammensetze, von denen eine ausschließlich auf Unterschieden in bestimmten „erklärenden“ Variablen wie etwa Qualifikation und Branche (dem sogenannten Ausstattungseffekt) beruhe, die zweite hingegen ausschließlich auf einer unterschiedlichen Behandlung von Beschäftigtengruppen mit ansonsten gleichen Eigenschaften (den sogenannten Gruppeneffekt).”

Um sich zum Gender Wage Gap sinnvoll äußern zu können, muss man zunächst einmal wissen, was das Gender Wage Gap eigentlich ist. Wir haben hier die Bezeichnung Gender Wage Gap benutzt, weil es eine gute Möglichkeit darstellt, die Scharlatane unter den Gapern von den Ernsthaften zu unterscheiden. Und wenn wir bei den Ernsthaften, den Wage-Gapern, bleiben, dann müssen wir feststellen, dass zunächst ein paar theoretische Annahmen notwendig sind, um überhaupt zum Gender Wage Gap zu kommen und die theoretischen Annahmen entstammen der Humankapitaltheorie von Gary S. Becker. Das ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Feministen und andere Sozialisten, die nicht müde werden, das in ihrem Fall: Gender Pay Gap zu beschwören, auf der Humankapitaltheorie aufsetzen, denn ohne Beckers Arbeiten hätten sie nie von einem Gap erfahren, was man im Nachhinein als unglückliche Fügung der Geschichte ansehen muss.

Wie dem auch sei, Becker ist Neoklassischer Ökonom, d.h. er geht davon aus, dass man Fakten zu Darstellungszwecken vollständig im ökonomischen Modell erklären kann. Nehmen wir den Fakt der Höhe des Lohnes von Person X, dann kann dieses Gehalt nach Ansicht von Becker vollständig durch das Humankapital und die Produktivität von X erklärt werden. Person X investiert in Humankapital und kann seiner Investition entsprechend Humankapital an einen Arbeitgeber verkaufen, der wiederum das Humankapital in Produktivität umrechnet und entsprechend entlohnt, wobei mehr Humankapital mit mehr Produktivität und entsprechend höhererm Lohn einhergeht.

Diese Idee hat Jakob Mincer (1974) zu seiner berühmten Mincergleichung inspiriert, in der versucht wird, Humankapital, das man nicht direkt messen kann, in messbare Bestandteile zu zerlegen. Wenn man davon ausgeht, dass zwischen Humankapital und Gehalt eine je desto Beziehung besteht, je höher das Humankapital, desto höher das Gehalt, dann legt diese Annahme eine lineare Beziehung zwischen Humankapital und Gehalt nahe, und die einfachste Form eine solche Beziehung darzustellen, ist die Regressionsgleichung:

Gender Wage Gap

Im Fall der Mincergleichung wird das (logarithmierte – logarithmiert, um Ausreißerwerte einzuebnen) Gehalt als Funktion formaler Bildung (x1) und Arbeitserfahrung (x2) angenommen. Die Betas (ß) geben an, wie stark sich formale Bildung oder Arbeitserfahrung auf den Lohn auswirkt und z gibt an, wie groß der Anteil des Gehalts ist, der nicht über Arbeitserfahrung und formale Bildung erklärt werden kann. Entsprechend kann man auf Grundlage der Mincer-Gleichung erwarten, dass ein älterer Arbeitnehmer für eine vergleichbare Tätigkeit besser entlohnt wird, als ein jüngerer Arbeitnehmer, eben weil er über mehr Arbeitserfahrung verfügt und für ihn die Wahrscheinlichkeit, dass er Fehler macht, geringer ist als für einen jüngeren Arbeitnehmer. Dieses Alters-Gap hat bislang keinen medialen Aufruhr verursacht, im Gegensatz zum Gender-Gap, denn hier sind andere Interessen im Spiel.

Man kann die Mincergleichung nach Geschlecht zerlegen (siehe Abbildung), wobei das S hier angibt, dass mehrere persönliche Charakteristika (also Arbeitserfahrung und formale Bildung) in die Berechnung eingegangen sind. Diese Gleichung ist die Grundlage der Dekomposition, die Oaxaca vorgeschlagen hat. Oaxacas Vorschlag zerlegt die Regressionsgleichung in einen erklärten Teil, der sich in der Abbildung außerhalb der eckigen Klammern findet und einen unerklärten Teil (innerhalb der eckigen Klammern). Wer sich ein wenig mit den Gleichungen befasst, sieht, dass der ganze Zauber der Dekomposition darin besteht, für alle Charakteristika die Effektstärken (ß) für die Berechnung der Gehälter von Männern von denen der Berechnung von Frauen zu subtrahieren. Zudem subtrahiert Oaxaca die Konstanten (a) voneinander, was interessant ist, da “a” den y-Achsenabschnitt angibt, an dem die Regressionsgerade die y-Achse schneidet. Den y-Achsenabschnitt kann man als eigenschaftsfreies Anfangsgehalt interpretieren, was zu dem Schluss führt, dass Oaxaca implizit anzunehmen scheint, dass ein unterschiedliches Anfangsgehalt bei Kontrolle der Charakteristika auf Diskriminierung zurückzuführen ist.

Wie man den Ausführungen entnehmen kann, basiert das Gender Wage Gap in seiner dekompostierten zerlegten Form auf einer linearen Regression und somit auf den idealen Annahmen, die bereits Becker in seinem Modell hat, d.h. dass es möglich ist, das Gehalt, das ein Mensch für seine Arbeit erhält, vollständig als Funktion seines Humankapitals, also seiner Bildung und seiner Arbeitserfahrung in Mincers Operationalisierung zu erklären. Die ideale Modellwelt und vor allem die Fähigkeit, sie empirisch zu finden, hängt nun davon ab, nach Möglichkeit alle relevanten Charakteristika zu erfassen, die Humankapital, d.h. Arbeitserfahrung und Bildung abbilden und Gehalt erklären. Und hier trennen sich die Pfade der Wisseschaftler:

linear regressionOaxaca (1973) nimmt an, dass Humankapital durch die folgenden Variablen abgebildet wird: Bildungsstand, Arbeitserfahrung, Beruf, Wirtschaftszweig, Gesundheitsprobleme, Teilzeitarbeit, Familienstand, Region, städtisches Wohngebiet. Blinder (1973), der unabhängig von Oaxaca zu einer ähnlichen Methode der Dekomposition gekommen ist, denkt, dass die folgenden Variablen zur Operationalisierung von Humankapital taugen: Alter, Region, Bildungsstand, Ausbildungsstand, Beruf, Gewerkschaftsmitgliedschaft, Gesundheit, lokaler Arbeitsmarkt, Mobilität, Verbleib auf dem derzeitigen Arbeitsplatz (Blinder, 1973). Die erheblichen Unterschiede in den Variablen, die man in die Analyse steckt, haben entsprechende Unterschiede in den Ergebnissen zur Folge.

Das ist misslich, denn die Validität der Idee von Oaxaca und von Blinder, die Unterschiede der linearen Erklärung des Gehalts von Frauen bzw. von Männern als Diskriminierung zu interpretieren, hängt natürlich massiv davon ab, wie vollständig die Variablen erfasst sind, die Humankapital und damit Produktivität und über Produktivität Gehalt erklären. Deshalb sind sich Ökonomen, die ernsthaft mit der Erklärung von Gehaltsunterschieden befasst sind, der Relativität der Erklärung bewusst und zudem zurückhaltend, ihr Ergebnis als Diskriminierung zu interpretieren. Dass die Höhe des Gender Wage Gaps von den Variablen, die im Modell berücksichtigt wurden, abhängig ist, hat Oaxaca selbst thematisiert:

„It is clear that the magnitude of the estimated effects of discrimination crucially depends upon the choice of control variables for the wage regression. A researcher’s choice of control variables implicitly reveals his … attitudes towards what constitutes discrimination in the labour market”(Oaxaca, 1973: 699).

Das ist eine sehr nette Umschreibung dafür, dass die von Oaxaca erdachte Methode für ideologischen Missbrauch sehr anfällig ist, denn die “attitude towards discrimination” kann den einen vermeintlichen Forscher davon abhalten, eine Variable zu berücksichtigen, die ein anderer Forscher berücksichtigt hat. Wie dem auch sei: Die Werte, die am Ende der Dekomposition stehen, können nicht als nominale Werte interpretiert werden und schon gar nicht eignen sie sich, um Mythen über das Ausmaß des Gender Wage Gaps zu spinnen – es sei denn, man will die Gender Wage Forschung als Gender Pay Mythos für seine Zwecke missbrauchen.

Das bringt uns zurück zum Beitrag auf Wikipedia.

Wie die oben zitierte Passage aus Wikipedia vor dem Hintergrund der zugegebener Maßen ausführlichen Darstellung zeigt, sind die Autoren des Wikipedia Artikels weitgehend mit Ignoranz und Ahnungslosigkeit geschlagen.

Sie sind der Meinung, die Oaxaca Komponenten Zerlegung müsse von einer multiplen Regression unterschieden werden, obwohl die Methode von Oaxaca gerade auf den Ergebnissen einer multiplen Regression aufbaut.

Sowohl die Methode von Blinder als auch die Methode von Oaxaca beruhen, wie das Zitat von Oaxaca deutlich macht, nicht auf der simplen Zerlegung in erklärten Gehaltsunterschied und Diskriminierung, sondern auf einer Vielzahl von Annahmen, von denen die Annahme, es sei möglich, die Variablen, die einen Einfluss auf Humankapital und Produktivität haben, im Modell alle zu berücksichtigen, mitnichten die einfachste ist.

Darüber hinaus werden nicht Entgeltunterschiede “erklärt”, es wird Entgelt erklärt und in der Dekomposition werden die Effektstärken der jeweiligen Erklärung für Männer und Frauen voneinander substrahiert.

Die Ahnungslosigkeit darüber, was bei der Analyse des Gender Wage Gaps eigentlich geschieht, schlägt sich in einer Vielzahl von Fehlern im Beitrag zum Gender Pay Gap nieder, von denen hier nur einige angsprochen werden sollen:

  • nonsense2de.Wikipedia: “Die Arbeitsmarktsegregation, d.h. Frauen und Männer arbeiten tendenziell in verschiedenen Wirtschaftssektoren oder Branchen, und die Unterbewertung der Arbeit von Frauen werden von der Europäischen Kommission als wichtige Gründe für den Gender Pay Gap angegeben. Untersuchungen zeigen, dass Berufe, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, im Durchschnitt schlechter bezahlt sind als von Männern dominierte Berufe.”
  • Tatsächlich: Die Berechnung des Gender Wage Gaps basiert auf dem theoretischen Gerüst der Humankapitaltheorie. Was hier auf Wikipedia wie eine Diskriminierung durch Strukturen, das Patriarchat oder einen sonstigen Bösewicht daherkommt, ist in der Humankapitaltheorie das Ergebnis individueller Entscheidungen: Weil die meisten Frauen damit rechnen, ihre berufliche Karriere an irgend einem Punkt zu unterbrechen, um der Pflege des Nachwuchses willen, investieren sie nicht im gleichen Ausmaß in ihre Karriere wie Männer. Sie wählen Berufe, für die allgemeines Humankapital, das leicht transferierbar ist, ausreicht und meiden Berufe, in denen spezielles Humankapital, das mit Arbeitserfahrung und Commitment erreicht wird, benötigt wird. Spezielles Humankapital ist für Unternehmen wertvoller als allgemeines Humankapital, da man einen BA für soziale Arbeit leicht mit einem anderen BA für soziale Arbeit ersetzen kann, es jedoch mit hohen Kosten verbunden ist, den Spezialisten im Unternehmen, der die Programmierung von CNC-Geräten beherrscht, zu ersetzen. Entsprechend wird spezielles Humankapital besser bezahlt als allgemeines Humankapital. Das ist nicht verwerflich und schon gar keine Diskriminierung, ergibt sich vielmehr daraus, dass spezifisches Humankapital einfach wertvoller ist. Spezifisches Humankapital findet sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Investitionsentscheidungen öfter bei Männern als bei Frauen.
  • de.Wikipedia: “Die unterschiedliche Bildungs- und Berufswahl von Frauen und Männern wird durch geschlechtsspezifische Stereotypen beeinflusst.”
  • In Deutsch: Frauen treffen Lebensentscheidungen, die manchen Autoren bei de.Wikipedia nicht passen. Mit Diskriminierung hat das überhaupt nichts zu tun, und die Stereotypisierung, so sie vorhanden ist, mag man beklagen, aber man wird akzeptieren müssen, dass manche Frauen, wie Catherine Hakim (2000) gezeigt hat, rund 20% der weiblichen Bevölkerung, es vorziehen, in Familie und nicht in Karriere zu investieren.
  • de.Wikipedia: “Der Einfluss des privaten Engagements für die Familie auf Leistung einerseits und auf berufliche Karriere und Einkommen andererseits ist Gegenstand zahlreicher Studien. Die Europäische Kommission führt als einen der wichtigsten Gründe für den Gender Wage Gap die ungleiche Verteilung der Aufgaben in der Familie und Pflege, die weitgehend von Frauen getragen werden, an. […] US-Forscher bezeichnen die durchschnittlichen, mit Kindern verbundenen Einkommensverluste als „Mutterschaftsstrafe“ („motherhood penalty“). Diese Einkommenverluste sind auch nach der statistischen Kontrolle anderer relevanter Faktoren wie z. B. Bildung, Erfahrung, Voll- oder Teilzeitarbeit und Ethnizität vorhanden”
  • Wenn die Europäische Kommission auf den Einfluss “des privaten Engagements” für Kinder hinweist und US Forscher auf einen Einkommensverlust von Müttern, wenn sie denn wieder arbeiten, hinweisen, dann muss festgestellt werden, dass niemand gezwungen wird, Kinder in die Welt zu setzen. Wenn eine Entscheidung zur Mutterschaft getroffen wird, dann geht damit ein Verlust von Humankapital einher (U.a. Wikipedia gebührt das Verdienst darauf hingewiesen zu haben und Frauen darin zu ermutigen, nicht in spezielles Humankapital zu investieren), denn die Zeit außerhalb des Arbeitsmarktes ist eine Zeit, in der man sein Humankapital nicht erhöhen kann, insbesondere nicht das spezifische Humankapital, das Gehaltsvorteile verschafft und in das Mütter ohnehin nicht investieren. D.h. die arbeistlose Zeit, in der sich Mütter um den Nachwuchs kümmern, ist eine Zeit, in der sie relativ zurückfallen, denn ihr ohnehin nur allgemeines Humankapital verliert weiter an Wert, da Männer, die in der Zeit, in der Frauen Mutter sind, arbeiten, ihren Abstand zu den Müttern mit Blick auf das Gehalt vergrößern. Auch das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern damit, dass man nicht alles gleichzeitig machen kann und entsprechend zu den Entscheidungen und den Konsequenzen, die damit einhergehen, stehen muss.

Nonsense on stiltsDer Beitrag zum Gender Pay Gap auf de.Wikipedia zeichnet sich also durch ein munteres Durcheinander aus, das mit einer Darstellung der Diskussion zum Gender Pay Gap nichts zu tun hat und nicht einmal dann, wenn man verquere Ansätze wie den Devaluations-Ansatz oder die feministische Geschlechtsrollentheorie berücksichtigt, die von nicht-Ökonomen ersonnen wurden, um eine ökonomische Variable zu erklären, dem Stand der Forschung enstprechen. Der Beitrag vermittelt vielmehr den Eindruck von nicht-Können, von Ahnungslosigkeit gepaart mit Ignoranz, ein Eindruck, der durch das zwanghafte zitierten von OECD, Europäischer Kommission und sonstiger offizieller Quellen, von denen man nicht gerade objektive und schon gar keine korrekten Darstellungen zu ideologischen Themen erwarten kann, noch verstärkt wird.

Das Bild des ideologischen Durcheinanders, das nicht nur der ökonomischen, sondern auch der soziologischen Forschung zum Thema Gender Wage Gap Gewalt antut, wird dadurch abgerundet, dass sich unter den Bearbeitern bezahlte Aktivisten wie Fiona B. (aka Fiona Baine, aka Fiona) finden, die ihre nicht vorhandenen Kenntnisse von Fakten (wir wissen ja seit einer in Mannheim preisgekrönten Publikation, dass Frauen genetisch an der Kenntnis von Fakten ge-, be- oder verhindert sind) durch ideologische Agitation auszugleichen versuchen. Was dabei herauskommt, ist ein Unsinn, der den Schluss nahe legt, dass das Projekt Wikipedia zumindest in Deutschland gescheitert ist.

Schließlich geht es um Aggregate, wenn von Männern und Frauen die Rede ist. Aggregate haben in der Regel die Angewohnheit sich innerhalb der Gruppen, die verglichen werden, stärker zu unterscheiden als zwischen den Gruppen. Mit anderen Worten: Der Gehalts-Gap zwischen einer Mausschubserin, die tagelang verzweifelt versucht, von einer Maske in die nächste zu kommen und der Putzfrau, die in der Zwischenzeit das Büro der Mausschubserin erkennbar reinigt, ist vermutilch höher als das Gap zwischen Männern und Frauen, nur thematisiert es niemand, weil Putzfrauen nicht einmal unter Staatsfeministen eine Lobby haben, die kennen nämlich nur sich und ihre eigenen Vorteile.

Literatur

Becker, Gary S. (1996). The Economics of Life. From Baseball to Affirmative Action, to Immigration. How Real-World Issues Affect our Everyday Life. New York: McGraw-Hill.

Becker, Gary S. (1976). The Economic Approach to Human Behavior. Chicago: University of Chicago Press.

Blinder, Alan S. (1973). Wage Discrimination: Reduced Form and Structural Estimates. Journal of Human Resources 8(4): 436-455.

Hakim, Catherine (2000). Work-Lifestyle Choices in the 21st Century. Oxford: Oxford University Press.

Mincer, Jacob (1974). Schooling, Experiences and Earnings. Cambridge: National Bureau of Economic Research.

Oaxaca, Ronald L. (1973). Male-female Wage Differentials in Urban Labour Markets. International Economic Review 14(3): 693-709.

Wie Sauerbier oder: wie Wikipedia als Propaganda Plattform gegen die Männerrechtsbewegung missbraucht wird

Die Heinrich-Böll Stiftung scheint ein Marketingproblem zu haben. Trotz vieler Anstrengungen, die aus Hinrich Rosenbrocks Magisterarbeit gezimmerte hauseigene Publikation “Die Antifeministische Männerrechtsbewegung” populär zu machen, hat sich bis auf wenige Mainstream-Medien kaum jemand bereit gefunden, über die “Studie” zu berichten, noch weniger haben sich bereit gefunden, positiv darüber zu berichten (die Ausnahme ist hier Spiegel-Online, aber das war vermutlich auch nicht anders zu erwarten). Aus Sicht des Marketing ist die Studie ein Ladenhüter oder in der Sprache der Boston Consulting Group ein “poor dog”, und zudem war die Studie nie etwas anderes als ein “poor dog”.

Um dem Ladenhüter Beine zu machen, hat man zwischenzeitlich eine Art Wanderzirkus zusammengestellt, in dem nicht nur Hinrich Rosenbrock auftreten darf, sondern auch Rolf Pohl, der allem Anschein seiner Homepage nach zu urteilen, Psychologe mit einem Hang zum Mystischen, nämlich zur Psychoanalyse ist und seit 2001 nach eigenen Angaben einen Lehrstuhl an der Universität Hannover “verwaltet”. Gastiert hat der Wanderzirkus indes erst einmal in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung in Hannover und geht man nach einem Beitrag in der Hildesheimer Zeitung, den Prof. Günter Buchholz zur Grundlage seines Beitrags auf Cuncti gemacht hat, dann war die Wanderzirkus-Kritik wiederum nicht im Sinne des Veranstalters. Statt die Angst vor der “rechtsextremen Männerbewegung”, die Rosenbrock und Pohl verbreiten wollen, in alle Welt zu tragen, hat Karl-Ludwig Baader in seinem Beitrag in der Hildesheimer Zeitung die Legitimation von Pohl und Rosenbrock, das zu verbreiten, was sie verbreiten, in Frage gestellt. Günter Buchholz hat dies zum Anlass genommen, sich der Frage zu widmen, ob die Heinrich-Böll Stiftung sich eigentlich der Volksverhetzung schuldig macht, eine Frage, die ich an dieser Stelle nicht weiterverfolgen will.

Vielmehr will ich hier eine kleine Analyse anstellen, die sich mit den in der marxistisch-leninistischen Welt so gebräuchlichen Hintertüren der Meinungsbeeinflussung beschäftigt. Mit Hintertüren der Beeinflussung meine ich den Versuch, Lesern in vermeintlich neutralen Medien eine Bewertung, zuweilen auch eine Diffamierung, unterzuschieben, um sie in die “richtig” Richtung zu beeinflussen (product placement nennt man das im Marketing).  Propaganda-Experten aller Generationen haben sich auf entweder die Kraft der Suggestion oder die der verdeckten Manipulation verlassen, deren Zweck darin besteht, eine bestimmte Bewertung, z.B. die Männerrechtsbewegung ist rechtsextrem, als normal, als gesellschaftlich geteilte Bewertung erscheinen zu lassen. Das Mittel der verdeckten Manipulation ist ein perfides, ein feiges Mittel, es stellt eine wissentliche Fehlinformation dar und bewegt sich außerhalb der Moral. Diese Bewertung, meine Bewertung, sei dem nun Folgenden vorangestellt.

Netzwerke bestehen aus miteinander verbundenen Akteuren. Analysen von Netzwerken haben entsprechend u.a. zum Ziel, Verbindungen unter den Akteuren aufzuzeigen. Netzwerkanalysen sind regelmäßig langweilig und schwierig zu lesen. Deshalb habe ich mich entschlossen, prosaische Qualitäten, die ich neu an mir entdeckt habe und von denen bislang nur ich weiß, in einer Art Theaterstück zu verarbeiten. Wie jedes Theaterstück, so beginnt auch mein Theaterstück, das eine Misere in drei Akten beschreibt, mit den Darstellern und wie immer gilt bei Theaterstücken, dass Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit statistisch wahrscheinlich, aber dennoch zufällig sind:

  • Hinrich Rosenbrock, Autor einer Magisterarbeit, die keinen wissenschaftlichen Kriterien standhält,
  • Andreas Kemper, Herausgeber eines Buches, zu dem Hinrich Rosenbrock einen Beitrag geleistet hat und Autor von Texten auf Wikipedia, dort unter dem Pseudonym “schwarze Feder”.
  • Fiona Baine/SanFranFarmer/Finn – ein oder mehrere Autoren, die/der auf Wikipedia schreiben und “schwarze Feder” kennen.
  • Heinrich-Böll-Stiftung, nutzt das Geld von anderen, um politische Propaganda zu betreiben. Hat die Magisterarbeit von Hinrich Rosenbrock bezahlt und mit großen, zwischenzeitlich deutlich reduzierten Hoffnungen verbunden.
  • Rolf Pohl, Psychoanalytiker, der die Schauspieler meines Theaterstücks betreut, wenn er nicht gerade mit sich selbst beschäftigt ist.

Erster Akt: The Merchandise

Fiona Baine/Finn/SanFranFarmer hat/haben von der Existenz der Magisterarbeit von Hinrich Rosenbrock erfahren. Vermutlich ist “schwarze Feder” an der Weitergabe der heiklen Informationen nicht ganz unschuldig. Heikel ist die Magisterarbeit von Rosenbrock deshalb, weil sie niemand lesen will. Der Inhalt ist langweilig. Wissenschaftlich interessant ist die Magisterarbeit bestenfalls, wenn man darüber lehren will, wie man eine Magisterarbeit nicht schreibt, kurz: die Magisterarbeit ist ein Ladenhüter, und dies sehr zum Missfallen der Heinrich-Böll-Stiftung, die ein eigenes Interesse daran hat, die Magisterarbeit zu verbreiten, wird darin doch Schreckliches behauptet: Die Männerrechtsbewegung ist rechtsextrem. Aber: Nicht einmal mehr eine solche Behauptung reisst noch jemanden vom Hocker. Entsprechend ist guter Rat teuer, aber nicht unbezahlbar, denn: Fiona Baine/Finn/SanFranFarmer wären unter Umständen bereit, ihre Kontakte zur unbedarften Wikipedia, die zwar nicht gerade als Aushängeschild der richtigen Information bekannt ist, aber immerhin einen entsprechenden Anspruch verfolgt und von manchen auch so wahrgenommen wird, zu nutzen, um die Magisterarbeit von Rosenbrock in der Wikipedia zu verbreiten. Ob und welche Anreize und Motivatoren die Heinrich-Böll Stiftung über Mittelsmänner oder wie auch immer verteilt hat, der Handel ist zu Stande gekommen und Fiona Baine/Fin/SanFranFarmer gehen ans Werk. Rosenbrock und das, was er behauptet, wird nunmehr lanciert.

Zweiter Akt: The Work

Das Problem mit meinem zweiten Akt besteht darin, dass subversive Tätigkeiten nicht öffentlich sind. Entsprechend ist es in meinem Theaterstück, wie bei der Wikipedia, bei der Personen, deren Qualifikation und sonstige Tätigkeit unbekannt sind, sich anonym als Autoren über andere auslassen  können: Die Urheber bleiben im Dunkeln. Man muss sich somit eine Bühne vorstellen, auf der nur ein großer Bildschirm zu sehen ist, auf dem dann nacheinander, die folgenden Punkte erscheinen:

  • Wikipedia-Stichwort: Männerrechtsbewegung: Hier stellt “der Soziologe Hinrich Rosenbrock … fest, dass Männerrechtler das Internet zur Mobilisierung nutzen und dabei besonders aggressiv vorgehen”, wirft ihnen eine “gefährliche Offenheit zum Rechtsextremismus” vor und verweist auf Links aus Foren der Männerrechtsbewegung auf Seiten, die Rosenbrock für rechtsextrem hält. Verantwortlich für den Text: Fiona Baine
  • Wikipedia-Stichwort: MANNdat: Hier ist der nunmehr “Sozialwissenschaftler” Hinrich Rosenbrock der Ansicht, MANNdat lügt über die Anzahl seiner Mitglieder und weist darauf hin, dass MANNdat in der Männerrechtsbewegung gut vernetzt ist, auch zu bedenklichen Vereinigungen, also solchen die Rosenbrock für bedenklich hält, gebe es Verbindungen. Verantwortlich für den Text: Fiona Baine
  • Wikipedia-Stichwort: Gerhard Amendt: Zu Gerhard Amendt weiß der jetzt zum “Sozialpsychologen und Sozialanthropologen” mutierte Hinrich Rosenbrock, zu sagen, dass er eine der Schlüsselfiguren der “deutschen antifeministischen Männerrechtsbewegung” ist: “Amendts Forschungen” sind nach Ansicht von Rosenbrock, durch methodische Fehler geprägt und “zeichneten sich durch ihren antifeministischen und teilweise essentialistischen und homophoben Gehalt aus”. Verantwortlich für den Text: Fiona Baine
  • Wikipedia-Stichwort: Arne Hoffmann: Für nun nur noch “Hinrich Rosenbrock” ist Arne Hoffmann ein “‘populistischer Medienmacher’, der zwar nicht als rechter Ideologe bezeichnet werden könne, seine Bündnispartner für die Männerrechtsbewegung jedoch vor allem nach dem von ihm gesehenen Nutzen für diese und weniger nach deren demokratischen und ethischen Grundlagen auswähle”. Verantwortlich für den Text: Fiona Baine

Nachdem das Publikum die geballten Vorwürfe und die schändlichen Organisationen und Personen, die entweder mit bedenklichen anderen Organisationen verbunden sind oder denen gleich jegliche menschliche Qualifikation abgesprochen wird, weil sie entweder homophob sind oder skrupelose Menschen, die mit dem Teufel paktieren, wenn sie sich einen Vorteil davon versprechen, zugemutet bekommen hat, geht es in die Pause, damit sich die Besucher für den dritten Akt stärken können.

Dritter Akt: The Arrival of the Aliens

Der dritte Akt beginnt damit, dass Rolf Pohl im Traum eine Vision hat, den er, nach reiflicher psychoanalytischer Deutung und nach einem Selbstgespräch von zwei Stunden nicht anders deuten kann als als “bedenklich”. Derart ins Grübeln verfallen sitzt er am Rande der Bühne, im Pavillon, und harrt der Dinge, die da kommen, und die Dinge, die da kommen, sind Alien, Wesen von einem anderen Planeten, Wesen vom Planeten Ratio in der ultrafernen Galaxie der Vernunft, die in einer Sprache sprechen, die weder Hinrich Rosenbrock noch Fiona Baine/Fin/SanFranFarmer verstehen, denn sie reden von Anstand, von Moral, davon, dass man fremden Menschen mit Empathie und nicht mit Hass begegnet, davon, dass, egal, was die Heinrich-Böll Stiftung sagt, nichts eine Rechtfertigung dafür sein kann, dass man seinen Hass über andere ausgießt und versucht, sie öffentlich zu diskreditieren und zu erniedrigen.

Aber, so die Alien vom Planeten Ratio in der ultrafernen Galaxie der Vernunft, wenn man schon andere diskreditieren will, dann solle man das mit Argumenten und begründet tun. So betrachtet seien alle Versuche, die Männerrechtsbewegung und ihre Vertreter zu diskreditieren, unnützt, ja dilettantisch, wirkten wie das verzweifelte Suchen nach Belegen für die eigenen Antipathien. Nirgends, so die Alien, sei ersichtlich, warum wer als Beleg gewählt wurde, nach welchen Kriterien überhaupt Belege gesammelt worden seien, noch sei ersichtlich, wem, außer den eigenen niedrigen Motiven die vielen Worte auf den Seiten von Wikipedia dienten. An dieser Stelle zeigen die Alien sich als Befreier, die gekommen sind, um das “löbliche Unterfangen” der Wikipedia vom Unrat, den die ideologisch Blinden verbreiten, zu befreien. Das Theaterstück hat ein happy end. Es endet damit, dass Fiona Baine/Finn/SanFranFarmer und Hinrich Rosenbrock jeweils auf eine einsame Insel verbannt werden, auf der sie es und in Ermangelung profilgebender ideologischer Feinde einfach nur mit sich selbst aushalten müssen. Was aus Rolf Pohl wird, wissen wir nicht, ihm ist nicht habhaft zu werden, da unbekannt ist, auf welcher Bewusstseinsebene er gerade wandelt. Die Heinrich-Böll Stiftung wird weiterhin Steuergelder in politische Propaganda transformieren und, ja, stimmt, Andreas Kemper ist gar nicht vorgekommen, aber einmal ehrlich, haben Sie ihn vermisst?

End Game

Das war der amüsante Teil des Missbrauchs von Wikipedia. Der weniger amüsante Teil in Form eines offenen Briefes an Jimmy Wales, den Gründer von Wikipedia, folgt demnächst.

Bildnachweis:
Pogo Blog
Images Wikia

Translate »
error: Content is protected !!