Wikipedia: Hexenjagd-Selbstverstärkungsschleife zieht Bösartige an

In seinem Buch “Why People Believe Weird Things” beschreibt Michael Shermer das Modell der „Witch Craze Feedback Loop“. Die Hexenjagd-Selbstverstärkungsschleife stellt die öffentliche Inszenierung dar, die letztlich dazu führt, dass Unschuldige auf Grund von Gerüchten und Mutmaßungen auf dem Scheiterhaufen landen.

Die wichtigsten Elemente dieses Modells sind in unserer Zusammenstellung (und Erweiterung):

  • Gerüchte / Verleumdungen / Mutmaßungen und
  • die Bereitschaft Gerüchte zu streuen, Verleumdungen zu platzieren und Mutmaßungen als Wahrheit darzustellen.
  • Um dies zu tun, sind ein hohes Ausmaß an Bösartigkeit (oder sozialer oder geistiger Gestörtheit), Missgunst und Neid notwendig.
  • Zudem muss derjenige, der Gerüchte streut, verleumdet oder mutmaßt, die Wahrscheinlichkeit, demjenigen, den er zum Objekt seiner Bösartigkeit gemacht hat, schaden zu können, höher einschätzen als die Gefahr persönlicher Konsequenzen.
  • Die Gefahr persönlicher Konsequenzen wird gesenkt, wenn der Bösartige unter dem Schutze der Anonymität oder in einem geschlossenen System agiert, in dem Gerüchten, Verleumdungen oder Mutmaßungen ein hoher Stellenwert zugewiesen wird und niemand auf die Idee kommt, Gerüchte zu prüfen, Verleumdungen nicht zuzulassen oder sich Mutmaßungen zu verbeten.
  • Schließlich muss sich aus dem so geschlossenen System eine Befriedigung gewinnen lassen, etwa dadurch, dass der Verleumdete öffentlich verbrannt wird oder, in moderner Zeit der wahrscheinlichere Ausgang: seine Reputation, seine Karriere, sein Ansehen beschädigt oder zerstört wird.

2012 haben Arne Hoffmann und Michael Klein einen Offenen Brief an Jimmy Wales geschrieben, weil Wales für die Wikipedia eine gewisse Verantwortung trägt und weil die deutsche Wikipedia in Teilen zu einer solchen Hexenjagd-Selbstverstärkungsschleife geworden ist, einer geschlossenen Gesellschaft, bei der anonyme Mitarbeiter viel Zeit einsetzen, Zeit, die ihnen jemand finanzieren muss, um Dritte zu verleumden, Gerüchte über Dritte in die Welt zu setzen, und zwar mit dem Ziel, die entsprechenden Dritten in ihrem öffentlichen Ansehen zu beschädigen oder zu zerstören (Bewusste oder systematische Zersetzung hat man das in der Sprache des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR genannt).

Wenn jemandem ein anderes Ziel, das man mit Verleumdung erreichen will, einfällt: Kommentar genügt.

Wir haben damals in unserem offenen Brief die Struktur dargestellt, die dazu führt, dass es im Rahmen der deutschen Wikipedia möglich ist, Personen, die von der ideologischen Einstellung abweichen, die der anonyme Wikipedianer hat, zu diffamieren und in ihrem Ruf zu schädigen, nämlich:

  • Das Fehlen jeglicher Form von Kriterien, die das Auffinden von Information und das Schreiben von Artikeln strukturieren.
  • Die daraus resultierende Selektivität vieler, wenn nicht der meisten Artikel in Wikipedia.
  • Die feindliche Übernahme der Wikipedia durch Ideologen.
  • Die negativen Anreize für bzw. das Abschrecken von fähigen, potentielle/n Autoren, die zur Wikipedia beitragen wollten, darauf aber aufgrund der ideologischen Infizierung der Wikipedia verzichten, sowie die Verschwendung von Humanressourcen und die Lähmung von Ressourcen in so genannten Editier-Schlachten.

Die deutsche Wikipedia so ist strukturiert, dass ideologische Akteure jederzeit durch eine konzertierte Aktion ihre Sicht der Welt durchsetzen können. Dem Opportunismus und der bezahlten Parteiarbeit sind Tür und Tor geöffnet. Alles, was notwendig ist, ist ein Netzwerk missgünstiger, neidischer und bösartiger Ideologen.

Die entsprechenden Punkte sind im offenen Brief ausgearbeitet. Wer sie nachlesen will, der kann das hier tun.

Schon damals hat sich eine gewisse Systematik mit Blick auf diejenigen, die eine erhöhte Gefahr laufen, durch anonyme Mitarbeiter der Wikipedia diffamiert zu werden, gezeigt: Wer vom linken Credo abweicht, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, dann, wenn er öffentliche Wirkung erreicht, in der deutschen Wikipedia diffamiert zu werden.

Das linke Credo umfasst dabei die Heilslehren

  • des Genderismus / Feminismus;
  • des Antikapitalismus / Sozialismus / Kommunismus;
  • des Anti-Rassismus;
  • des Anti-Sexismus;
  • der Gleichwertigkeit
  • und der Ergebnisgleichheit.

Wer es wagt, diese Pfeiler des von Linken für wahr gehaltenen Weltbildes in einer Weise zu schütteln, die öffentliche Aufmerksamkeit erregt, der kann sicher sein, einen entsprechenden diffamierenden Eintrag in der deutschen Wikipedia zu erhalten.

Deshalb hat es uns nicht gewundert, dass auch Don Alphonso, aka Reiner Meyer einen solchen Eintrag in der Wikipedia hat, in dem versucht wird, seine Reputation zu beschädigen, seinen Ruf und am besten noch seine Karriere zu vernichten (Da er ein Man of independent means ist, ist das eher in den Sand gesetzte Zeit).

Don Alphonso schreibt heute in einem langen Beitrag in der WELT über seinen Eintrag und darüber, dass ausgerechnet die Frage, ob ihn Frank Schirrmacher für die FAZ angeheuert hat oder nicht, eine leicht zu entscheidende Frage, zum Ansatzpunkt der Diffamierung für entsprechend Motivierte der deutschen Wikipedia geworden ist. Er beschreibt, dass diejenigen, die wir schon 2012 als soziales Problem der Wikipedia identifiziert haben, die Fiona B, aka Fiona Baine, aka Fiona, die Schwarze Feder, aka Andreas Kemper und der Feliks auch heute noch das soziale Problem der Wikipedia darstellen. Nur sind sie mittlerweile 6 Jahre länger bei Wikipedia und entsprechend besser „entrenched“ wie man im Englischen sagt.

Was am Beitrag von Don Alphonso neu ist, ist, dass es zwischenzeitlich gelungen ist, die Identität eines derer, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Reiner Meyer und andere zu diffamieren, zu lüften. Der Don dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er realisiert hat, dass derjenige, der ihn in der Wikipedia aus der Anonymität heraus bekämpft, ein ehemaliger Schulkamerad ist, ein Uboot aus alter Schulzeit, das noch 30 Jahre später so von Neid, Missgunst und Boshaftigkeit zerfressen zu sein scheint, dass er Reiner Meyer am Zeug flicken will.

Der ehemalige Schulkamera, der es zwischenzeitlich zum „Aktivist mit PDS/Die-Linke-Bindung“ gebracht hat und sich an „einem kritisch berichtenden Journalisten abarbeite[t]“, wie Don Alphonso in seinem Beitrag schreibt, bestätigt unsere Hypothese, dass die viele Zeit, die Wikipedia-Denunzianten in ihr Werk stecken, von irgend jemandem entgolten werden muss. Don Alphonso umschreibt das etwas vorsichtiger als wir:

Quelle: Twitter

„… Wikipedia erlaubt ihnen, anonym zu arbeiten, solange sie sich an die Regeln halten. Feliks weiß, was er tut, und er weiß, mit wem er es tut. Der Kampf gegen private Feinde ist gegen die Regeln, aber dazu müsste man erst einmal wissen, wer da kämpft. Im normalen menschlichen Umgang müssen beide Seiten gehört werden, aber bei Wikipedia kann sich ein Aktivist mit PDS-/Die-Linke-Bindung an einem kritisch berichtenden Journalisten abarbeiten, der über ein Mitglied seines Umfelds geschrieben hat. Feliks hat meine E-Mail-Adresse, wir stehen auf dem gleichen Abiturverteiler. Er könnte direkt fragen. Er nutzt lieber anonym den Machtraum Wikipedia“.

Dass Wikipedia letztlich Leuten, die man aus der Ferne als Psychopathen diagnostizieren muss, den Raum bietet, ihre Bösartigkeit auszuleben, ist zum einen Ergebnis der Struktur von Wikipedia, zum anderen erschreckend.

Nicht nur, weil man als jemand, der vom Mainstream abweicht, scheinbar damit rechnen muss, dass ehemalige Schulkameraden, die es auch nach mehreren Jahrzehnten zu nicht mehr als einer linken Einstellung und einer Anbindung an eine entsprechende Partei gebracht haben, einem mit ihrem Groll, ihrem Neid, ihrer Missgunst, ihrer Bösartigkeit verfolgen, sondern auch deshalb, weil der empirische Fall „Feliks“ den Hexenjagd-Selbstverstärkungsprozess beschreibt, der oben dargestellt wurde.

Aus der Anonymität werden Gerüchte gestreut, wird Verleumdung betrieben. Eine ideologisch geschlossene Gruppe von Wikipedianern übernimmt diese Gerüchte ungeprüft, erklärt sie zur Wahrheit und veröffentlicht sie auf Wikipedia. Eine Richtigstellung scheitert zum einen an den Wikipedia-Strukturen, die es einer geschlossenen Gruppe von Gläubigen ermöglichen, Edit-Wars für sich zu entscheiden. Zum anderen scheitert die Richtigstellung daran, dass keiner der nunmehr Gruppen-Verleumder ein Interesse daran hat, als ebensolcher entlarvt zu werden.

Wer ins Fadenkreuz der ideologischen Kämpfer der Wikipedia gerät, hat kaum eine Chance, seine Verleumdung zu verhindern oder gar zu beseitigen, denn die Wikimedia-Foundation kassiert zwar die Spenden, lehnt aber jede Verantwortung für die falschen Inhalte, für die FakeNews, die auf Wikipedia verbreitet werden, ab. Und die Verleumder, sie sind durch ihre Anonymität geschützt.

Sie waren es bislang.

Der Fall „Feliks“ zeigt jedoch, dass diese Anonymität keine Selbstverständlichkeit mehr ist, was ausreichen sollte, um zumindest Unsicherheit im Lager derer, die sich beim Verleumden bisher so sicher gefühlt haben, zu verbreiten.

Wir haben 2012 argumentiert, dass man Anonymität in Positionen, wie sie die Wikipedia bereitstellt, nur gewähren kann, wenn sichergestellt ist, dass verantwortliche, erwachsene und faire Personen, die damit verbundenen Möglichkeiten wahrnehmen. Wenn dagegen boshafte Ideologen, die keinerlei Abstand zu Dingen haben und keinerlei Vorstellung von Fairness, Strukturen wie die von Wikipedia bereitgestellten, kapern, wenn offenkundig von Dritten finanzierte Denunzianten, die Wikipedia missbrauchen können, um ihr jeweiliges Mütchen zu kühlen, dann ist der Niedergang nicht zu verhindern.

Wir haben vorhergesagt, dass die Wikipedia das Instrument zur Verleumdung derer, die vom linken Meinungsdiktat abweichen, bleiben wird, so lange Boshaftigkeit in Anonymität ausgelebt werden kann. Der Fall Feliks bestätigt diese Vorhersage. Aber er zeigt auch, dass Anonymität gelüftet werden und die Schmierer im Geheimen zur Verantwortung im hellen Tageslicht gezogen werden können.

Das ist ein Anfang. Vielleicht ist es Anfang genug, um die deutsche Wikipedia von der fünften Kolonne des Kommunismus zu einem Online-Lexikon zu transformieren.


Wer sich für das Material interessiert und nachlesen will, was wir an Belegen für die ideologische UNterwanderung der Wikipedia im Jahr 2012 zusammengetragen haben, der kann dies unter den folgenden Links tun:

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