Ulrich Kutschera zum Gender-Rassismus aus Kassel

Im Folgenden veröffentlichen wir die angekündigte Antwort von Ulrich Kutschera auf das “Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras“, das auch auf den Seiten der Richard Dawkins Foundation nachgelesen werden kann.

Das reaktionär-konservative Gender-Weltbild der Unkritischen

U.KutscheraAm 29. Februar 2016, kurz nach dem Erscheinen des Fachbuchs „Ulrich Kutschera, Das Gender-Paradoxon – Mann und Frau als evolvierte Menschentypen, Berlin 2016“ veröffentlichte ein „Kritische Uni Kassel“ (KUK) Autorenkollektiv (m/w) ein Pamphlet zu meinen Interviews 2015. Auf Wunsch verschiedener Fachkollegen folgt hier eine kurze Antwort zu den Vorwürfen gegen meine Person.

1. Berufungsverfahren: Das KUK-Team glaubt, Ulrich Kutschera. sei ein Angestellter bzw. Beschäftigter an der Uni Kassel. Ich wurde 1992 vom damaligen hessischen Wissenschaftsministerium nach einem strengen Auswahlverfahren auf eine C4-Professur (Lehrstuhl) berufen, meine Ernennungsurkunde wurde vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel unterzeichnet. In meiner Berufungsvereinbarung sind allerdings Angestellten-Positionen aufgelistet, die ich mit exzellenten Mitarbeitern besetzten konnte (Sekretariat, technische Angestellte usw.).

2. Quellenangaben: Meine in den kontroversen Interviews getroffenen Aussagen sind im „Gender-Paradoxon“ im Detail begründet – sämtliche Schlussfolgerungen werden mit soliden Quellen belegt.

3. Unpolitische Biologie: Da ich als religionsfreier Nichtwähler, Kriegsdienstverweigerer und Biograph des Freidenkers A.R. Wallace (Design-Fehler in der Natur) ausgewiesen bin, sind politische Unterstellungen genauso gegenstandslos wie die Behauptung, ich sei Mitglied der US-Flat Earth-Society.

4. Glaubensfreie Biowissenschaften: Die KUK- Gender-Ideologen ( m/w) bezeichnen biologische Fakten als „vermeindliche Tatsachen“ bzw. „Glaubensbekenntnisse“. Mit Charles Darwins „Origin of Species“ (1859) wurde jedoch die Trennung von Glaubensinhalten vom biologischen Faktenwissen vollzogen. Das Credo der Gender- Ideologen und der deutschen Kreationisten, „Evolution ist auch nur ein Glaubensbekenntnis“ (Evolutionsbiologie 4. Auflage, 2015) belegt, dass diese gläubigen Menschen keine Ahnung davon haben, wie moderne biowissenschaftliche Forschung funktioniert (physiologisch-biochemische bzw. molekulargenetische Methoden, Theorienbildung, Peer-Review, Publikation von Research Papers usw.).

5. Das Wort „Gender“ entstammt der Evolutionsbiologie – es wird aber von naturwissenschaftlichen Laien, meist radikalfeministisch gepolt, als ein politischer Kampfbegriff missbraucht. Wie die Sozialwissenschaftlerin Jemima Repo 2016 dargelegt hat, und im „Gender-Paradoxon“ ausführlich begründet ist, geht diese „Frau-gleich-Mann-Ideologie“ auf die Irrlehren des pädophilen Kindesmisshandlers John Money zurück.

6. Der Begriff „Rassismus“ ist im „Gender-Paradoxon“ exakt definiert – diese politische Ideologie wurde von A. R. Wallace widerlegt – eine Definition des Wortes „Sexismus“ ist mir unbekannt, diese „Befruchtungs-Ideologie“ wird im „Gender-Paradoxon“ nicht thematisiert.

Zusammenfassend komme ich zur Schlussfolgerung, dass die KUK-Gender-Ideologen (m/w) die im „Gender-Paradoxon“ dargelegten biologischen Sachverhalte nicht verstanden haben und an der Sache vorbei argumentieren. Da man nur etwas in Frage stellen kann, was man auch verstanden hat, ist dieses unkritische Pamphlet ein Armutszeugnis für den naturwissenschaftlichen Bildungsstand in Deutschland. Meine pseudowissenschaftlich-kreationistisch argumentierenden Kritiker unterstellen mir ihr reaktionär- konservatives, Vor-Darwin’sches Weltbild, was ich mit Nachdruck zurückweise – Wissen heißt, den Glauben überwunden zu haben.

U. Kutschera, PhD
Visiting Scientist, Stanford, California 94305, USA

Kreuzigt ihn! Akademischer Gender-Mob aus Kassel?

Die Kritische Uni Kassel, ist eine Initiative von Studenten, jedenfalls behauptet das die Kritische Uni Kassel in ihrem Blog, die ihr Ziel in folgendem Motto zusammengefasst haben: „Ich will mich tatsächlich bilden, anstatt nur Wissen zu tanken.“

Den Studenten der Kritischen Uni Kassel geht es also darum, nicht nur zu verstehen, sondern auch zu begreifen. Das ist – wenn wir es einmal bewusst positiv verstehen (denn man könnte es auch so verstehen, dass es den Studenten um eine Form der Gehirnwäsche und Rekrutierung von Getreuen geht) – ein ermutigender Vorsatz, hinter dem die Praxis der Kritischen Universität Kassel leider weit zurückbleibt. Besonders deutlich wird dies im Umgang mit Andersdenkenden, wie z.B. dem “Bio Bösewicht” Ulrich Kutschera, der an der Universität Kassel einen Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie innehat.

13297-0 Genderparadoxon KutscheraDas Problem mit Ulrich Kutschera, das die angeblich kritischen Studenten der Kritischen Universität Kassel haben, ist nun folgendes: Ulrich Kutschera ist zu kritisch. Und er ist den falschen Dingen gegenüber kritisch – jedenfalls aus Sicht der Kritischen Studenten aus Kassel, so dass sie sich gezwungen sehen, eine Kausalität zu beschreiben:

“Wer Geschlechterforschung als Ideologie verleumdet, will seine Zuhörer*innen und Leser *innen von der Überflüssigkeit wissenschaftlicher Kontroversen überzeugen.”

Das schreiben die Kritischen Studenten in einem “Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras“, das vor einigen Tagen veröffentlicht wurde. Darin heißt es weiter:

Kutschera (1)”diskreditiere” die Geschlechterforschung “massiv”, er beleidige Wissenschaftlerinnen (dieses Mal ohne *), diffamiere “Gender Studies” als “Krebsgeschwür”, bezeichne (2) auf der “rechten Propaganda-Plattform Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.” Gender “als geistige Vergewaltigung des Menschen”, tue dies auf der (3) Grundlage eines “positivistisch und naturalistisch verkürzten Wissenschaftsverständnisses” und (4) betreibe damit eine verbale Ausgrenzung, die “allzu häufig in physischer Gewalt” münde.

Das schreiben die angebliche kritischen Studenten und merken dabei nicht, dass sie schon durch die Verwendung des Erkennungszeichens der Gender-Ideologen nämlich “Zuhörer*innen” dem Kritiker des Krebsgeschwürs, das sich u.a. in wuchernden Buchstabenkombinationen niederschlägt, Recht geben. Sie sind Ideologen!

Weitere Nachhilfe:
Logik f dummiesZu (1): Wenn man eine Position kritisieren will, d.h. wenn man zeigen will, dass man ein kritischer Student ist, der sich mit einer Position auseinandergesetzt hat und die entsprechende Position widerlegen kann, dann reicht es nicht, im Zustand verbaler Erregung mit den entsprechenden Adjektiven um sich zu werfen. Vermutlich haben schon die Vertreter der katholischen Kirche im Mittelalter behauptet, dass Galilei das Geozentrische Weltbild und alle seine Anhänger beleidigt (massiv), diffamiert, diskreditiert hat, weil er behauptet hat, dass die Erde nicht im Zentrum des Weltalls steht. Derartige verbale Zuweisungen sind ein Markenzeichen religiöser Eiferer, die über keine Argumente verfügen und vor allem über keine Belege dafür, dass die Kritik unangemessen ist. Kurz: Wer zeigen will, dass Gender Studies kein Krebsgeschwür sind, das sich in der Wissenschaft ausgebreitet hat und der Wissenschaft langsam aber sicher den Garaus macht, der muss belegen, warum dies nicht so ist, z.B. indem er herausragende Forschungsergebnisse präsentiert, Forschungsergebnisse, mit denen die Gender Studies einen Beitrag zu gesellschaftlichem Wachstum erbracht haben. Er kann dies auch durch den Beleg einer Theoriebildung tun, einer Theoriebildung, die Grundlage einer Vielzahl innovativer Perspektiven und messbarer Verbesserungen ist.

Leider weigern sich Vertreter der Gender Studies bis zum heutigen Tag auch die einfachsten Fragen zu ihrer Theoriebildung, zu ihren Erkenntnissen, ihrer Methode oder ihrem Nutzen für die Gesellschaft zu beantworten, so dass man davon ausgehen muss, die Gender Studies sind keine Wissenschaft. Wenn sie keine Wissenschaft sind, sich aber an der Finanzierung laben, die für Wissenschaft vorgesehen ist, dann kann man sie nur als Krebsgeschwür ansehen.

zu (2) ganz kurz:
Wer anderen vorwirft, sie würden Dritte diffamieren und dadurch versucht, eine überlegene moralische Position für sich zu reklamieren, der sollte diese Position nicht dadurch vernichten, das er seinerseits Dritte diffamiert, z.B. als “rechte Propaganda-Plattform”.

zu (3):
So mancher Leser wird sich gefragt haben, was es mit der Aussage “positivistisch und naturalistisch verkürztes Wissenschaftsverständnis” auf sich hat. Die Antwort ist einfach: Naturalistisch meint in diesen Kreisen, Aussagen über die Realität und positivistisch, dass die Aussagen über die Realität geprüft werden müssen. Kritische Studenten aus Kassel sind der Meinung, die Ansicht, die Wissenschaft bestehe nicht aus Aussagen über die Realität, die an der Realität geprüft werden müssen. Wer das dennoch denkt, der hat ein “verkürztes Wissenschaftsverständnis”. Ein ungekürztes Wissenschaftsverständnis, wie es den angeblich kritischen Studenten vorschwebt, hat entsprechend Aussagen über Phantasiegebilde (Gender Pay Gap) zum Gegenstand, rein ideologische Aussagen, die Überbleibsel von Drogenträumen und lässt diese Aussagen, von denen sich derjenige, der sie getroffen hat, einbildet, sie seien wahr, ungeprüft stehen. Wissenschaft ist entsprechend Religion, und vor diesem Hintergrund wird es dann verständlich, dass die kritischen Verfasser des Statements gegen Ulrich Kutschera keinerlei Argumente und empirische Fakten gegen ihn ins Feld führen können. Wie soll man jemandem begegnen, der darauf hinweist, dass Gender Studies eine fundamental-religiöse Form der Selbstbefriedigung sind, wenn Gender Studies eine fundamental-religiöse Form der Selbstbefriedigung sind?

zu (4):
“Und das Woworship with usrt ist Fleisch geworden”, oder so ähnlich heißt es in der Bibel. Das Motiv der Sprache, die dem Verhalten kausal ist, es ist schon alt. Wir sagen nur: “Es werde Licht.” Dieser Glaube an die Handlungsrelevanz von Sprache, er übt seltsamer Weise einen großen Reiz auf Personen aus, die nicht wissen, wie es ist, wenn man mit den Händen arbeitet. Wie auch immer, der Glaube ist ein Glaube und im vorliegenden Fall wird er dazu eingesetzt, Ulrich Kutschera zu diffamieren und ihn nicht nur als “Brandredner” zu bezeichnen, sondern ihm gleich zu unterstellen, dass er dem Anzünden von Flüchtlingsunterkünften das Wort redet.

Das ist schäbig, um nicht zu sagen, mies, es ist so mies, dass man sich fragt, was derartig boshafte Menschen, wie all diejenigen, die nichts dabei finden, einem Professor der Biologie, dessen furchtbare Verfehlung darin besteht, die Gender Studies zu kritisieren und damit eine Ideologie als solche zu bezeichnen, zu diffamieren und verbal ans Kreuz zu schlagen, mit sich selbst den ganzen Tag auskommen? Es muss schwierig sein, wenn man täglich den Hass in sich spürt, den Hass, der sich z.B. im Statement gegen Ulrich Kutschera niederschlägt und täglich der Welt vorgaukeln will, man sei ein Guter.

Nun, die Unterzeichner des Statements gegen Ulrich Kutschera sind allesamt keine Guten und Wissenschaftler sind sie schon gar nicht, denn sie kommen nicht einmal auf die Idee, sich mit Ulrich Kutschera inhaltlich auseinanderzusetzen. Das ist auch kein Wunder, den Kutschera hat ihr Heiligtum kritisiert und wie alle religiösen Krieger, die Blasphemie wittern, so gehen auch die Möchtegern-kritischen Studenten auf den Kreuzzug, derzeit noch verbal, aber wenn man ihrer eigenen Logik glauben darf, die eine Verbindung zwischen Sprache und Handeln herstellt und behauptet, verbale Ausgrenzung würde in Gewalt münden, dann muss man, nun, da die verbale Ausgrenzung von Ulrich Kutschera erfolgt ist, wohl nicht lange auf die Gewalt warten.

Ulrich Kutschera hat uns gebeten, seine Stellungnahme zum “Statement … ” zu veröffentlichen. Wir tun dies in einem separaten Post.

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Anti-Genderismus: Ein Gespenst geht um in Europa

Kritische Uni KasselEin Gespenst geht um in Europa, nein, nicht in Europa, in Deutschland, genauer in Kassel, an der “Kritischen Uni Kassel”. Aber: An der Kritischen Uni Kassel wird reagiert, gegen das Gespenst Stellung bezogen, und zwar mit einer Solidaritätsbekundung, die “angefeindeten” Wissenschaftlern, nein falsch: “angefeindeten Wissenschaftler*innen” gilt: Ehrlichen und wackeren, aufrechten und innovativen, guten und fähigen Wissenschaftlern (wir haben die Adjektive, die die Kritischen aus Kassel sich nicht auszusprechend trauen, ausgesprochen), deren Arbeit

“… in der Reihe eines kritischen Verständnisses von Wissenschaft [steht]. Sie nehmen kritische Distanz zu der Alltagsgewissheit einer vermeintlichen Normalität des heterosexuellen Begehrens und geschlechtlicher Zuschreibungen ein…”.

Was hier so wortreich in Kauderwelsch gepackt wird, der den Feigen als Schutz vor ihren eigenen Absichten dient, die sie sich auszusprechen nicht trauen, ist Folgendes:

Pirincci

Akif Pirincci hat es hier für seine Verhältnisse vornehm und seriös auf den Punkt gebracht, worin die “kritische Distanz zur Normalität des heterosexuellen Begehrens” besteht, darin, Analverkehr in Schulen zu lehren – unter anderem. Das nämlich fordert Elisabeth Tuider, die Kasseler Professorin, deren Namen niemand mehr in den Mund nehmen mag, mit der sich kein noch so großer Solidaritätsbekunder in zu enger namentlicher Nähe sehen lassen will. Entsprechend bleibt sie ungenannt, auch in jener Solidaritätsadresse, mit der eine vorgeblich “Kritische Uni Kassel” dafür wirbt, doch solidarisch zu sein. Solidarisch womit ist nicht ganz klar, solidarisch wogegen, dagegen schon: Gegen den Anti-Genderismus.

Caspar the friendly ghostDer Anti-Genderismus, für alle, die es nocht nicht wissen, ist eine “Bewegung”, eine “Anti-Genderismus-Bewegung”, die offensichtlich die Genderisten das Fürchten lehrt. Die Anti-Genderismus-Bewegung ist jenes Gespenst, von dem Eingangs die Rede war, jenes Gespenst, das in den Geistern der ins Bockshorn Gejagten die mannigfaltigsten Alp-Formen annimmt, die alle eines gemeinsam haben: Sie fragen nach der Berechtigung des Genderismus, der, wie man der Solidaritätsadresse aus dem kritischen Teil der Universität Kassel entnehmen kann, mit dem Feminismus deckungsgleich ist.

Dieser Anti-Genderismus macht nach Ansicht der angeblich kritischen Kasseler Stimmung, und zwar mit “Vehemenz”. Er “tituliert” und “verbrämt”, er “diffamiert” und “hetzt”, er findet vornehmlich in “sozialen (!sic) Medien” statt, und “schmäht” in “schockierendem Ausmaß”. Das alles schreiben die Kasseler Kritischen auf einem Blog, mithin einem sozialen Medium, und sie schreiben es, um den Anti-Genderismus, das Gespenst, das sie nicht loswerden, zu schmähen, zu diffamieren, dagegen zu hetzen.

Ja, soweit sind wir mittlerweile gekommen, soweit, dass angebliche Wissenschaftler, nein angehende Wissenschaftler, die sich schon jetzt als kritische Wissenschaftler ausgeben, eine Solidaritätsadresse voller derogativer Formulierungen packen, für die nicht ein einziger Beleg erbracht wird – in ganz und gar unkritischer Tradition.

Die Behauptungen stehen losgelöst im Raum und warten auf den Leichtgläubigen, der sie glaubt und solidarisch ist. Ebenso losgelöst stehen die unzähligen “*” und Hochkommata im Raum, von denen man nicht so wirklich weiß, was sie sollen. Scheinbar sind sie eine Art Geheimsprache, die sich nur dem Sektenmitglied erschließt. Von Wissenschaftlern, auch von angehenden Wissenschaftlern, selbst von solchen, die über dieses Ausgangsstadium wahrscheinlich nie hinauskommen, hätte man erwartet, dass sie ihre Solidarität begründen, dass sie erklären und nicht mit der Inbrunst der eigenen Überzeugung, die natürlich wahr, wahrer als wahr und in jedem Fall unhinterfragbar ist, schwadronieren. Dass ausgerechnet “selbsternannte” kritische Wissenschaftler eine derartige Solidaritätsbekundung verfasst haben, transformiert die Angelegenheit von lächerlich zu traurig.

worship with usWas das Solidaritäsgebettel jedoch völlig diskreditiert, ist der Duktus der Aufgeregtheit, der sich nur einzustellen vermag, wenn das Heiligtum eines Kults gefährdet ist, wenn es jemanden gibt, der die zugewiesene Heiligkeit des Fetisches in Frage stellt, jemand, der ein Sakrileg, eine Häresie begeht, etwas noch nicht Dagewesenes, etwas, das die eigene Existenz, die Existenz derjenigen, die seit Jahren und ohne dass sie sich rechtfertigen müssen, an deutschen Universitäten auf Kosten von Steuerzahlen ein sattes Dasein führen und sich die Zeit mit dem Sinnieren über Analverkehr und die Einrichtung eines Bordells vertreiben, in Frage stellt. In der Anthropologie nennt man das eine Tabu-Verletzung und dass angebliche kritische Wissenschaftler sich von einer Tabu-Verletzung gefährdet fühlen, dass sie besorgt darauf reagieren, wo sie doch selbst für Tabu-Verletzungen z.B. im Hinblick auf den Analverkehr 14jähriger stehen, ist doch sehr seltsam, nein: kindisch.

Und jetzt gibt es plötzlich Widerstand.
Jetzt gibt es plötzlich Wissenschaftler, die fragen nach der wissenschaftlichen Fundierung des Genderismus und damit nach seiner Berechtigung, an einer Universität betrieben zu werden.

Unerhört und entsprechend von Genderisten boykottiert.

Jetzt gibt es plötzlich Wissenschaftler, die untersuchen, was Genderisten nur behaupten, und dabei kommen sie zu Ergebnissen, die dem bisherigen Nutznießen, das Genderisten so gut betreiben, im Wege stehen.

Sie zeigen z.B., dass es kein Gender Pay Gap gibt, so wenig wie es eine Gläserne Decke gibt. Sie zeigen, dass Genderismus erhebliche Folgen für das gesellschaftliche Miteinander hat, das gesellschaftliche Klima vergiftet und eine Vielzahl von Opfern zurücklässt.

Auf ein derartiges wissenschaftliches Hinterfragen der Grundlagen des Genderismus reagieren die angeblich so kritischen Genderisten aufgeregt. Wie ein Hühnerhaufen laufen sie durcheinander. Fast, dass man seinen Spass daran hätte, wären es nicht Lehrstuhlbesetzer und sonstige Insassen von Hochschulen, die hier zetern und Behauptungen aufstellen und unterschreiben, die jeden wirklichen Wissenschaftler vor Scham im Boden versinken lassen:

“Beispielsweise werden die empirisch auffindbaren Einkommensunterschiede zwischen Frauen* und Männern* geleugnet, die Benachteiligungen von Frauen* abgestritten und im Gegenteil in Benachteiligungen von Männern* gewendet, die Gleichstellung als Männerhass interpretiert, Verunreinigungen der Sozialwissenschaften im deutschsprachigen Raum konstatiert und vielfältige Lebensweisen und Sexualitäten offen diskriminiert. Das Ausmaß und die Vehemenz der diskriminierenden, homofeindlichen und rassistischen Äußerungen sind nicht nur erschreckend, sondern ein offener Angriff auf die Menschenwürde.”

AnonymityNiemand leugnet Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, jedenfalls niemand, der mit zwei Beinen in der Realität steht. Die Behauptung ist somit falsch. Die Benachteiligung von Frauen wird dagegen in der Tat und wissenschaftlich begründet bestritten, ja als Lüge zwecks rent seeking entlarvt. Benachteiligung ist eine aktive Zurücksetzung von Frauen gegenüber Männern. Bislang ist es den Genderisten noch nicht gelungen, ein systematische Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts zu belegen. Die Behauptung mag Genderisten zweckdienlich sein, aber sie ist nicht fundiert. Und so geht es weiter in einem Klagelied, das man seinerseits nur beklagen kann. Denn offensichtlich verfügen die Autoren dieses Solidaritätsaufrufs, die sich bezeichnender Weise hinter dem Namen “Cäs Per” verstecken, über keinerlei Belege, die ihre Aufgeregtheit und ihre Behauptungen zu stützen im Stande sind. Ein Gespenst geht eben um in Europa, und vor allem in Kassel.

Vermeintlich Kritische Wissenschaftler verstecken sich also hinter einem Pseudonym, das eher an Kasper als an Wissenschaftler erinnert, und diese anonymen Personen, rufen anonym zu einer Solidaritätsbekundung für nicht näher genannte, also anonyme Personen auf, die von genauso anonymen, weil ungenannt bleibenden Personen, angeblich diffamiert werden, wobei der Wortlaut der Diffamierung auch anonym ist. Kann man Wahnsinn eigentlich steigern? Wenn ja, wie? Z.B. dadurch, dass man diesen anonymen Firlefanz mit Namen unterschreibt und damit zu erkennen gibt, dass man prinzipiell mit etwas solidarisch ist, auch wenn man nicht weiß, was es ist?

Bleibt die Vehemenz. Sicher nimmt jemand, der bislang ein unbesorgtes und von Ressourcenknappheit ungetrübtes Leben geführt hat, eine gewisse Vehemenz wahr, wenn ihm abverlangt wird, er solle sein Dasein nunmehr begründen und zeigen, was dieses Dasein für die Gesellschaft an Positivem und Produktivem bringt. Ob es zur Abwehr dieser Aufforderung ausreicht, zu behaupten, man sei “diskriminierenden, homofeindlichen und rassistischen Äußerungen” ausgesetzt [wo, so fragen wir, ist der Sexismus, wo die Berücksichtigung von Trans- und Intersexuellen, man darf doch wohl von Anhängern des Gender-Glaubens erwarten, dass sie ihr Glaubensbekenntnis fehlerfrei aufsagen können], bleibt abzuwarten. In jedem Fall kann festgestellt werden, dass der Katechismus des Genderismus immerhin auf Homosexuelle (als bessere Männer und Frauen?) erweitert wurde.

Besonders gut hat uns dieser Teil gefallen:

“So werden nicht nur Wissenschaftler*innen aus den Bereichen der kritischen Geschlechter- und Sexualwissenschaften diffamiert und bedroht, sondern auch Kampagnen über das Netz gestartet, die mit bemerkenswerten Verdrehungen von empirischen Forschungsergebnissen den Gender Studies an Universitäten ein Ende setzen wollen.”

– wird hier doch deutlich, worum es eigentlich geht, nicht um diese Frau Tuider, die niemand außer uns beim Namen zu nennen bereit ist. Nein, die Genderisten haben Angst. Sie haben Angst als die Blender erkannt zu werden, die sie nun einmal sind, als Behaupter ohne Begründung, als Forscher ohne Gegenstand, als Ausleber der eigenen Grillen, die manch andere als Perversion bezeichnen.

Um so wichtiger ist unsere Petition, die der öffentlichen Finanzierung von Genderismus an Schulen und Hochschulen ein Ende setzen will, um so wichtiger ist die Frankfurter Erklärung, die sich gegen Gleichstellung und Rent seeking durch Quoten richtet, fast ist man geneigt zu sagen, nie waren beide wichtiger als heute, heute, da die Genderisten vor Angst durch den Hühnerhof flattern und sich fragen, ob sie morgen noch einen Wirt finden, der sie finanziert.

Join the Anti-Genderism-Movement

Join the Anti-Genderism-Movement

Unsere Petition (nicht Kampagne) ist im Gegensatz zur Solidaritätsadresse begründet und hier zu finden, für alle, die den Unterschied zwischen Wissenschaft und Genderismus erkennen können. Außerdem stehen wir mit unserem Namen zu unserer Kritik, ganz im Gegensatz zu den angeblich so kritischen und doch anonymen Wissenschaftlern aus Kassel.

Bleibt abschließend anzufügen, dass wir nicht wissen, was dieser gesamte Firlefanz nun eigentlich soll. Wenn die angeblichen kritischen Wissenschaftler aus Kassel der Ansicht sind, Genderismus werde angefeindet, was wäre einfacher als Argumente dafür zu bringen, dass Genderismus als Wissenschaft eine Begründung hat und Erkenntnisse bringt, die nützlich sind? Nicht nur wir, sondern alle Mitglieder der heute gegründeten Anti-Genderismus-Bewegung sind außer Stande, den Nutzen, der von Genderismus ausgeht, auch nur ansatzweise zu erkennen. Was steht der entsprechenden Erhellung von uns Ungläubigen nur im Wege? Die Fragen, die an Genderisten gestellt werden und deren Beantwortung jeden Zweifel daran, dass Genderismus eine Wissenschaft ist und Sinnvolles produziert, beenden würde, liegen auf dem Tisch – bislang unbeantwortet. Deshalb hier noch einmal die Fragen, die Genderisten bislang nicht zu beantworten willens oder im Stande sind:

Brauchen wir Professuren für Genderforschung an deutschen Hochschulen?

Fragen zur wissenschaftlichen Fundierung von Genderismus.

Grundsätzliche Fragen zur Wissenschaftlichkeit von Genderismus.

Wenn es bereits eine verwerfliche Praxis darstellt, Fragen zu stellen, wenn Kritik als Verunglimpfung und Diffamierung dargestellt wird, dann hat sich die Wissenschaft in Deutschland und vor allem die kritische Wissenschaft bereits in die Fänge der Gender-Gläubigen begeben und der Idee von Wissenschaft abgeschworen, sie mit opportunistischem Gender-Glauben ersetzt. Und wie es mit der Menschenwürde vereinbar ist, zu versuchen, Kritiker mundtot zu machen, sie zu diffamieren und zu ächten, ist eine Frage, die die Kritischen Kasseler zusätzlich zu den oben zusammengestellten Fragen sicher gerne beantworten, schließlich wollen sie kritisch sein.

P.S.

Es wäre interessant zu erfahren, wie der Rektor der richtigen Universität Kassel zu der Aktion der kritischen Universität Kassel, die auf seinen Verantwortungsbereich zurückfällt,  steht, vor allem wie er die Anonymität von Aufrufen, die im Namen der “Kritischen Universität Kassel”, die man leicht mit der richtigen Universität Kassel verwechseln kann, sieht. Vielleicht fragt ihn jemand und berichtet uns die Antwort.

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