Ulrich Kutschera zum Gender-Rassismus aus Kassel

Im Folgenden veröffentlichen wir die angekündigte Antwort von Ulrich Kutschera auf das „Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras„, das auch auf den Seiten der Richard Dawkins Foundation nachgelesen werden kann.

Das reaktionär-konservative Gender-Weltbild der Unkritischen

U.KutscheraAm 29. Februar 2016, kurz nach dem Erscheinen des Fachbuchs „Ulrich Kutschera, Das Gender-Paradoxon – Mann und Frau als evolvierte Menschentypen, Berlin 2016“ veröffentlichte ein „Kritische Uni Kassel“ (KUK) Autorenkollektiv (m/w) ein Pamphlet zu meinen Interviews 2015. Auf Wunsch verschiedener Fachkollegen folgt hier eine kurze Antwort zu den Vorwürfen gegen meine Person.

1. Berufungsverfahren: Das KUK-Team glaubt, Ulrich Kutschera. sei ein Angestellter bzw. Beschäftigter an der Uni Kassel. Ich wurde 1992 vom damaligen hessischen Wissenschaftsministerium nach einem strengen Auswahlverfahren auf eine C4-Professur (Lehrstuhl) berufen, meine Ernennungsurkunde wurde vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel unterzeichnet. In meiner Berufungsvereinbarung sind allerdings Angestellten-Positionen aufgelistet, die ich mit exzellenten Mitarbeitern besetzten konnte (Sekretariat, technische Angestellte usw.).

2. Quellenangaben: Meine in den kontroversen Interviews getroffenen Aussagen sind im „Gender-Paradoxon“ im Detail begründet – sämtliche Schlussfolgerungen werden mit soliden Quellen belegt.

3. Unpolitische Biologie: Da ich als religionsfreier Nichtwähler, Kriegsdienstverweigerer und Biograph des Freidenkers A.R. Wallace (Design-Fehler in der Natur) ausgewiesen bin, sind politische Unterstellungen genauso gegenstandslos wie die Behauptung, ich sei Mitglied der US-Flat Earth-Society.

4. Glaubensfreie Biowissenschaften: Die KUK- Gender-Ideologen ( m/w) bezeichnen biologische Fakten als „vermeindliche Tatsachen“ bzw. „Glaubensbekenntnisse“. Mit Charles Darwins „Origin of Species“ (1859) wurde jedoch die Trennung von Glaubensinhalten vom biologischen Faktenwissen vollzogen. Das Credo der Gender- Ideologen und der deutschen Kreationisten, „Evolution ist auch nur ein Glaubensbekenntnis“ (Evolutionsbiologie 4. Auflage, 2015) belegt, dass diese gläubigen Menschen keine Ahnung davon haben, wie moderne biowissenschaftliche Forschung funktioniert (physiologisch-biochemische bzw. molekulargenetische Methoden, Theorienbildung, Peer-Review, Publikation von Research Papers usw.).

5. Das Wort „Gender“ entstammt der Evolutionsbiologie – es wird aber von naturwissenschaftlichen Laien, meist radikalfeministisch gepolt, als ein politischer Kampfbegriff missbraucht. Wie die Sozialwissenschaftlerin Jemima Repo 2016 dargelegt hat, und im „Gender-Paradoxon“ ausführlich begründet ist, geht diese „Frau-gleich-Mann-Ideologie“ auf die Irrlehren des pädophilen Kindesmisshandlers John Money zurück.

6. Der Begriff „Rassismus“ ist im „Gender-Paradoxon“ exakt definiert – diese politische Ideologie wurde von A. R. Wallace widerlegt – eine Definition des Wortes „Sexismus“ ist mir unbekannt, diese „Befruchtungs-Ideologie“ wird im „Gender-Paradoxon“ nicht thematisiert.

Zusammenfassend komme ich zur Schlussfolgerung, dass die KUK-Gender-Ideologen (m/w) die im „Gender-Paradoxon“ dargelegten biologischen Sachverhalte nicht verstanden haben und an der Sache vorbei argumentieren. Da man nur etwas in Frage stellen kann, was man auch verstanden hat, ist dieses unkritische Pamphlet ein Armutszeugnis für den naturwissenschaftlichen Bildungsstand in Deutschland. Meine pseudowissenschaftlich-kreationistisch argumentierenden Kritiker unterstellen mir ihr reaktionär- konservatives, Vor-Darwin’sches Weltbild, was ich mit Nachdruck zurückweise – Wissen heißt, den Glauben überwunden zu haben.

U. Kutschera, PhD
Visiting Scientist, Stanford, California 94305, USA

Über Michael Klein
... concerned with and about science

6 Responses to Ulrich Kutschera zum Gender-Rassismus aus Kassel

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  2. mark maier sagt:

    Mir scheint, die Schachfiguren sind in Stellung gebracht – an 200 Lehrstühlen lässt sich viel Unheil anrichten. Dass der Angriff früher oder später gegen die Naturwissenschaften, vor allem gegen die Evolutionstheorie gehen musste, war schon früh ersichtlich. Mich persönlich stört sehr, dass es in Deutschland mittlerweile weniger Lehrstühle für Logik und Wissenschaftstheorie gibt als zur Genderei, das soll etwas heißen.

  3. Dieter Seifert sagt:

    Mal einige Frage an die Fachleute hier:
    Gibt es den Gender- Schwachsinn auch an privaten Universitäten?
    Kann man gegen diese Steuergeldverschwendung nicht juristisch vorgehen?
    Besteht die Möglichkeit, diesen Pseudo-Studenten ( KuK ) wegen erwiesener Erkenntnisresistenz, das Studium zu verweigern ?

  4. Heike Diefenbach sagt:

    Eines bleibt der Antwort von Herrn Kutschera auf jeden Fall noch anzufügen:

    Der Vorwurf im “Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras“, nach dem den auf Gender-Lehrstühlen Beschäftigten Wissenschaftlichkeit abgesprochen werde, ist schon deshalb haltlos, weil man der dort betriebenen Beschäftigung mit „Gender“ erst einmal aufgrund der üblichen Kriterien, die Wissenschaft erfüllen muss, um welche zu sein (und nichts anderes) Wissenschaftlichkeit ZUsprechen können müsste, um sie ihr wieder ABsprechen zu können.

    Weil Genderisten bislang zwar stetig darauf bestehen, einfach irgendwie Wissenschaft zu betreiben, bloß, weil Zeitgeist und Kultusministerium sie an der Uni angesiedelt haben, aber jeden Nachweis dafür, dass Sie tatsächlich Wissenschaft betreiben, missen lassen, ja, sogar immer wieder und unmissverständlich ihre Ablehnung von Rationalismus und der Wissenschaftstradition die ihres Erachtens eine Tradition europäischer, weißer Männer ist (meine Güte, wie falsch sie liegen!) kund getan haben und weiterhin tun, ist die Vorstellung, Genderisten würden eine Wissenschaftlichkeit aufweisen, die Bösewichte ihnen ABsprechen wollten, absurd.

    Viel mehr warten wir alle immer noch darauf, dass sich Genderisten klar und deutlich zu den Grundsätzen von Wissenschaft und wissenschaftlichem Arbeiten bekennen und ihre alberne „Dialektik“, nach der Wissenschaft auch das ist, was KEINE Wissenschaft ist, also Ideologie, aufgeben.

    Und zu den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens gehört übrigens, sich dem Wettbewerb der Ideen auszusetzen, statt Leute, die andere Thesen vertreten, einfach nicht hören zu wollen oder mundtot machen zu wollen.

    Also, was soll der Unsinn?: Wissenschaflter interessiert es nicht die Bohne, ob Herrn Kutscheras Thesen „rassistisch“, „sexistisch“, einfach irgendwie böse, anti-marxistisch, blau, leise, groß, spät, schierig oder sonst irgendetwas, was sich in einem Adjektiv benennen lässt, sind – nur EIN Adjektiv ist für Wissenschaftler von Interesse, das Adjektiv „zutreffend“ im typisch wissenschaftlichen Sinn, d.h.:

    Sind seine Thesen logisch widerspruchsfrei begründbar und mit der Realität übereinstimmend?

    NUR dies interessiert Wissenschaftler.

    Und weil das so ist, bietet die Liste der Unterzeichner des
    “Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras“
    eine wertvolle Information darüber, wer für den Wissenschaftsbetrieb zumindest verzichtbar ist, wohl aber eher dem Wissenschaftsbetrieb Schaden zufügt, indem sie Begriff und Idee der Wissenschaft pervertieren.

  5. Gerd sagt:

    Wer die Evolution als „Glaubensbekenntnis“ bezeichnet disqualifiziert sich selbst. Das ist unterstes YouTube-Niveau. Obwohl – den Leuten dort kann man noch wegen maximaler Verunsicherung Absolution erteilen. Manche Zeitgenossen halten den Theoriebegriff zudem für ein Synonym zur Behauptung. Da liegt einiges im Argen! Wenn nun ausgerechnet Universitäten im (pseudo-) wissenschaftlichen Diskurs solche Irrtümer befeuern, dann darf man getrost von Verrat sprechen.

    Ich brauchte das Abitur, um studieren zu können. Schon im Vorfeld der Universität mußte ich also wissen, was eine Theorie ist. Es bleibt somit schleierhaft wie Gender_inner*rinnen (richtig?) dort überall durchrutschen konnten. Wie geht das?

  6. Jürg Rückert sagt:

    Mathe-Abi für im Jahr 2023
    Aufgabe: Zwei Gender wollen ein Elter werden. Sie beantragen eine Neutra. Errechne die Gesamtzahl im Neutromatriamat. Tip: 2+1=?
    Anmerkung: Bei Neubürgern darf aus Gründen der positiven Diskriminierung auch muttersprachlich eingesagt werden.

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