Schlagwort: Politainment

Po-lie-tics, Woko Haram, Prop-Agenda – Was beschreibt die derzeitige politische Travestie am besten?

Gestellte Fotos. Erlogene Erzählungen. Politiker als Film-Darsteller. Politik als schlechter Spielfilm. Andreas Dörner hat in den 1990er Jahren ein aus den USA importierts Konzept beschrieben: Politainment, eine Mischung aus Politik und Entertainment, wobei Dörner dachte, dass sich Polit-Darsteller der Instrumente des Entertainment bedienen, um ihre politischen Inhalte zu transportieren. Tatsächlich sehen wir derzeit Polit-Darsteller als

Wählen oder Nichtwählen, das ist hier die Frage

Wahlrecht. Das Recht zur Wahl. Zur Auswahl des politischen Führungspersonals, naja, der Repräsentanten. In einer Demokratie das zentrale Vehikel zur temporären Legitimation von Herrschaft. Indes, schon 1912 hat Robert Michels sein ehernes Gesetz der Oligarchie aufgestellt. Repräsentation, alles schön und gut, aber: kaum gewählt sind den angeblichen Repräsentanten die eigenen Interessen und die sie finanzierender

“Terror” im Bundestag: Die Angst der Abgeordneten vor den Bürgern

Das Sanktuarium ist zerstört. Das Innere Heiligtum des Abgeordneten-Kults, das bislang einen safe space, darin Schutz vor “dem Bürger” geboten hat, es ist entweiht. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die so gerne ÜBER Bürger reden, sie wurden bedrängt, gefilmt, aufgefordert, MIT Bürgern zu reden. Im Bundestag. Im Inneren Heiligtum. Im Sanktuarium. Von BÜRGERN. Von NORMALEN

Politainment: Pappnasen-Bingo – Achtung: Wir loben die Tagesschau!

Es ist schon einige Jahre her, dass Andreas Dörner mit seinem Buch „Politainment“ eine Welle aus den USA aufgenommen hat, die mit letzter Kraft an den Nordseestrand geschwappt ist. Hinter Politainment steckt die Idee, dass man dem dummen Volk die wichtige Politik als Politik-Entertainment darbieten müsse, als leichtverdauliche Kost, so dass die Bürger in ihrem

Politainment: Jamaica Live im Ersten, Zweiten und auf allen Dritten Programmen

Das gibt es eigentlich nur am Fasching: Prunksitzung vorne, Prunksitzung hinten, Mainz bleibt Mainz im ZDF, Kölle Alaf in der ARD, Prunksitzungen aus Hintertupfingen und Wanne Eickel in den Dritten und auf Arte ein Beitrag über die Kunst hinter der Karnevalsmaske. Eigentlich. Tatsächlich gibt es das Ganze auch heute: in bewährter Monotonie, nicht zu überbietender

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