Professor wider Fähigkeit: Ist Susanne Baer ein Hoax?

Danisch_FrauenquoteHadmut Danisch hat recherchiert – gründlich recherchiert. Und aus seiner Recherchearbeit von Jahren hat er einen langen Post zusammengestellt, den wir jedem zu lesen empfehlen, der sich einen Eindruck darüber machen will, was im Deutschland des Jahres 2015 normal ist.

Zunächst das, was wir zwischenzeitlich als Normalität akzeptieren mussten:

Normal ist, dass es Verfassungsrichter gibt, die weniger Ahnung von Recht und Rechtsprechung haben als der gewöhnliche Kleinkriminelle, der die meisten Rechtsfragen die mit z.B. §242 StGB zusammenhängen, kennt und studiert hat.

Normal ist, dass an einer deutschen Universität ein Stelleninhaber zu Straftaten aufruft und es dort niemanden stört.

Normal ist, dass Ausschreibungen von Universitäten gegen geltendes Recht verstoßen. Auch das stört niemanden.

Normal ist, dass Gleichstellungsbeauftragte, zentrale Gleichstellungsbeauftragte, die über keinerlei angebbare Qualifikation verfügen, sich berufen fühlen, Sprachrichtlinien für Studenten und Dozenten zu erlassen und in der Tat denken, jemand würde sich daran halten.

Normal ist, dass ganze Studienbereiche, wie abermals Hadmut Danisch recherchiert hat, auf Lug und Betrug basieren.

Und seine neuesten Erkenntnisse zur Normalität in Deutschland, die haben es in sich.

Wir alle erinnern uns noch daran, dass Politiker, die die Gedanken anderer als die ihren ausgegeben haben, als die Diebe enttarnt wurden, die sie nun einmal sind, weshalb eine von ihnen zum Botschafter beim Vatikan ernannt wurde. Irgendwie macht das Sinn.

Der Kern des Plagiierens besteht darin, sich einen Titel zu erschleichen.

DanischDas ist Peanuts, wenn sich die Recherchen, die Hadmut angestellt hat, bestätigen. Denn warum beim Erschleichen von Titeln Halt machen, wenn man sich ganze Positionen verschaffen oder erkaufen kann?

Vorweg, um unsere Leser in den richtigen Frame of Mind zu versetzen, was jetzt kommt, das liest sich wie die Schaffung mafiöser Strukturen. Es liest sich so, weil es die Schaffung mafiöser Strukturen beschreibt, wie sie an der ehemaligen Kaderschmiede des Marxismus-Leninismus der DDR und heutigen Kaderschmiede für Genderista, der Humboldt-Universität in Berlin, wohl an der Tagesordnung zu sein scheint (und zumindest vom Präsidenten der HU-Berlin, Jan-Hendrik Olbertz, wissen wir genau, dass es ihm bislang nichts ausmacht, an seiner Universität einen Studiengang, der auf vermutlich Schiebung basiert, und ein Profx, das zu Straftaten aufruft, zu beherbergen – entsprechend ist deviantes Verhalten an der HU-Berlin anscheinend normal).

Die neuen Recherchen von Hadmut beziehen sich auf Susanne Baer, jenes Aushängeschild des Genderismus, das von SPD und Grünen an eine Zimmertür in Karlsruhe beim dortigen Verfassungsgericht gehängt wurde. Und sie sind neuerlicher Sprengstoff, diese Recherchen. Sie sind so sehr Sprengstoff, dass wir, würden die folgenden Aussagen über uns gemacht, uns beeilen würden, sie mit Fakten zu entkräften. Dass sich bislang niemand beeilt, die Aussagen zu entkräften, ist entsprechend selbstredend.

Los geht’s zum professoralen Werdegang und Wirken von Susanne Baer, wie er/es aus den Recherchen von Hadmut Danisch hervorgeht:

  • Baer wurde auf keine ordentliche und reguläre Professur berufen. Ihre Stelle wurde irgendwie “feministisch erkämpft” und wurde/wird irgendwie finanziert. Wer die Stelle finanziert, ist unklar.
  • Die Professur von Baer, so Hadmut Danisch, ist eine “Tarnidentität”, denn es gebe keine wissenschaftliche Tätigkeit, keine Forschung, keine Ergebnisse, nichts, was man von einem Wissenschaftler erwartet.
  • Weiter schreibt Hadmut: “Ich habe auch keine einzige durchgehende, semestrige Vorlesung Baers finden könne . Es gibt kein Skript, keine Folien, keine Literaturverzeichnisse. In den Prüfungs- und Studienplänen stehen nur ein paar inhaltslose Worthülsen … Zwar wurden allerhand Bachelor, Master und Promotionen vergeben, aber wofür, ist nicht ersichtlich. Die HU weigert sich, die Namen und Titel herauszugeben, mit denen man die Arbeiten inhaltlich prüfen kann”.
    • Das ist schon erheblicher Zündstoff, denn alle wissenschaftlichen Arbeiten sind öffentlich.  Das gerade ist der Witz an Wissenschaft: Sie ist eine kumulative Form des Erkenntnisgewinns. Deshalb ist Öffentlichkeit aller Daten und Arbeiten grundlegend. Werden Arbeiten und Daten versteckt, dann kann es sich qua definitionem nicht um wissenschaftliche Arbeiten handeln, was die Frage aufwirft, wofür die Titel dann vergeben wurden.
    • baerWir haben uns die Publikationsliste und das Curriculum Vitae von Baer angesehen und teilen Hadmuds Einschätzung, dass es keinen einzigen Text gibt, in dem eine rechtswissenschaftliche Erörterung zu finden ist. Alle Texte, die zu finden sind, beschäftigen sich mit Themen der Gender Studies, von der Gleichstellung, also der Ergebnisgleichheit, bis zu Gender Mainstreaming. Es findet sich nichts, was als Ausweis einer Qualifikation zum Amt des Verfassungsrichters angesehen werden könnte.
  • Heftig wird es, wenn man den Grund dafür, dass Baer zwar eine wissenschaftliche Position inne hat, aber keinerlei bemerkbare wissenschaftliche Tätigkeit entfaltet, betrachtet. Wieder Hadmut im O-Ton: “Wie sich aus den Akten des Familienministeriums ergibt, war Baer praktisch fast nur für das Familienministerium tätig. Sie wurde fast nur von dort mit fast 3 Millionen Euro durchfinanziert, und hat dafür ungefähr 1.700 Beratungsdienstleistungen pro Jahr – entspricht ungefähr einer Beratungsleistung pro Dienststunde – durchgeführt. Das hat nicht nur nichts mit der Tätigkeit einer Professorin zu tun, sondern liegt verfassungsrechtlich weit außerhalb der Wissenschaftssphäre. Was genau sie dabei gemacht hat, wird streng geheim gehalten. Soviel ist bekannt, dass sie im Auftrag des Ministeriums andere Ministerien, Minister, Behörden usw. feministisch „beriet“. Wie sie dabei selbst in ihren Berichten an das Ministerium erwähnte, nutzte sie dabei ihre Professur, um als wissenschaftlich und neutral zu erscheinen.”
    • Einmal davon abgesehen, dass es unglaublich ist, dass Steuerzahlern vorenthalten wird, wofür ihr Steuergeld ausgegeben wurde, ist es fast noch unglaublicher, dass ein angeblicher Professor fast ausschließlich von einem Ministerium finanziert wird und als dessen Missionar durch die Lande zieht. Nicht nur, macht das den angeblichen Professor zum U-Boot von Politikern an einer Universität, es zeichnet ihn deutlich als Polit-Aktivisten aus, dessen Aufgabe darin besteht, Agitation und Propaganda, Agitprop, wie es in der DDR hieß, zu betreiben und damit das Gegenteil von Wissenschaft.

Die akribischen und systematischen Nachforschungen von Hadmut Danisch, die wir hier dargestellt haben, sollten jeden, der noch etwas mit Wissenschaft am Hut hat, in Alarmbereitschaft versetzen und dazu veranlassen, auf die Klärung der Fragen zu drängen, die im Raum stehen, denn dass Universitäten von Agitateuren und Propagandeusen unterwandert werden, ist nicht hinnehmbar.

Folglich sollten Wissenschaftler, die ihre Wissenschaftlichkeit aus entsprechenden Prinzipien und nicht daraus ableiten, dass sie an einer Hochschule eine Position inne haben, die folgenden Fragen an die Humboldt-Universität und den bislang in Stummheit sich übenden Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz, schicken und ihre Beantwortung einfordern:

  1. bearWer hat Susanne Baer auf eine Professur an der HU-Berlin berufen?
  2. Welche Leistungen haben Susanne Baer dazu qualifiziert, die entsprechende Stelle zu besetzen?
  3. Wer hat die Professur von Susanne Baer finanziert?
  4. Wer hat bei Susanne Baer mit welchen Arbeiten einen Abschluss erreicht?
  5. Welche Promovenden wurden von Susanne Baer betreut und von der HU-Berlin mit einem Titel ausgestattet?
  6. Wie ist es mit der Position eines Professoren vereinbar, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche (oder in anderer Reihenfolge) finanziert zu werden?
  7. Wie verhält sich diese Finanzierung zum Grundsatz der Freiheit von Forschung und Lehre?
  8. Wie ist es möglich, dass ein Professor der HU-Berlin 1.700 Beratungsdienstleistungen pro Jahr mit dem Bundesministerium für Jugendliche, Famile, Frauen und Senioren abrechnet?
  9. Wie ist die entsprechende Dienstleistungstätigkeit mit der Arbeit eines Professoren zu vereinbaren?
  10. Welche wissenschaftlichen Leistungen hat Susanne Baer während ihrer Zeit an der Humboldt-Universität erbracht?

Wie gesagt, jeder Wissenschaftler, der stolz auf seine Profession ist und der der Ansicht ist, dass Wissenschaft nichts mit Agitation und Propaganda und nichts mit Lug, Betrug und Schiebung zu tun hat, sollte auf die Beantwortung dieser Fragen drängen – ach ja, und natürlich jeder Wissenschaftler, der noch Rückgrat hat.

Wie spricht man, ohne Sprache zu benutzen? Eine Expertise der Antidiskriminierungsstelle

Nachdem wir gestern eine eMail an unseren Bekannten, Dr. Alexander Sopp bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) geschrieben haben, haben wir die Gelegenheit genutzt, um uns auf der Seite der ADS etwas umzusehen, und zwar unter “Themen und Forschung”.

ADSDie ADS hat also nicht nur Themen, sie hat auch Forschung, vermutlich zu Themen. Unter dem, was die ADS so als Forschung feilbietet, findet sich eine als Expertise bezeichnete Publikation mit dem Titel “Mehrdimensionale Diskriminierung – Begriffe, Theorien und juristische Analyse“.

Die drei Autorinnen des Beitrags, Susanne Baer, Melanie Bittner und Anna Lena Göttsche bringen es tatsächlich fertig, rund 70 Seiten über eine Trivialität zu schreiben, die in der wirklichen sozialwissenschaftlichen Forschung in der Regel in wenigen Sätzen abgehandelt wird oder als Kreuztabelle dargestellt wird.

crosstableDie Trivialität kann man umgangssprachlich wie folgt fassen: als Junge zur Schule zu gehen, ist derzeit schlecht, als Junge aus der Arbeiterschicht zur Schule zu gehen, erhöht die Diskriminierungsmöglichkeiten der Lehrer und sonstigen um das vermeintliche Wohl des Arbeiterjungen Besorgten, und wenn man als Junge aus einer Arbeiterfamilie, die einen Migrationshintergrund hat, zur Schule geht, dann ist man der Arsch.

Wie gesagt, rund 70 Seiten brauchen Baer, Bittner und Göttsche, um diesen Sachverhalt zu beschreiben und dass sie so lange brauchen, liegt vor allem daran, dass sie mit Problemen der Sprache kämpfen, die sich daraus ergeben, dass sie so reflexiv sind, dass sie vor lauter Reflexivität nicht zum Denken kommen.

Ein Beispiel für die zirkuläre selbstreferentielle Reflexivität der drei Autorinnen findet sich z.B. unter Punkt 2.2.2 der vermeintlichen Expertise und ist mit “Interdependenzen” überschrieben.

Interdependenzen sind eine andere Bezeichnung dessen, was im Titel der angeblichen Expertise noch “mehrdimensional” genannt wurde. Interdependenzen sind etwas, das zwischenzeitlich zur Intersektionalität geworden war und nun zur Interdependenz erklärt wird, die Tatsache nämlich, dass man nicht nur Mann, sondern auch Fussballspieler oder katholischer Priester sein kann. Wer hätte es gedacht?

Diese Komplexität der Welt, die die Autorinnen gerade erst entdeckt zu haben scheinen, stellt sie jedoch vor Probleme, denn: wenn man “Schwuler” zu einem Schwulen sagt, dann schafft man damit die Kategorie “Schwuler” und damit das Potential zur Diskriminierung von Schwulen.

mutedDas ist ein schwerwiegendes sprachliches Problem für angebliche Gutmenschen, die sich gegen Diskriminierung aussprechen wollen, es aber nicht können, denn wenn sie sagen: Frauen sind benachteiligt, dann schaffen sie eine Kategorisierung, nämlich Frauen und ermöglichen damit erst deren Diskriminierung. Wie man sieht, findet für Baer, Bittner und Göttsche Diskriminierung einen rein sprachlichen Niederschlag oder sie sind der Überzeugung, dass das (Sprach-)Bewusstsein das Sein prägt, d.h. dass das Wort Fleisch geworden ist.

Und offensichtlich sind die interdependenten Ablehner der Kategorisierung einer Intersektionalität, die als “Straßenkreuzung” oder “Achse” gedacht wird, überzeugte Anhänger dessen, was man als spelling into existence, die Schaffung von Materie durch das Wort beschreiben könnte.

Gratapux, können wir da nur sagen und warten, was sich nun in der Wirklichkeit einstellt.

Wie aber löst man dieses grundlegende Problem, dass Sprache nun einmal aus Worten besteht und dass immer dann, wenn man diese Worte benutzt, man etwas sagt?

Gar nicht so einfach, denn die Aufgabe geht hart an die Grenze des menschlichen Verstandes und steht in Gefahr, die Schwelle zum Wahnsinn zu überschreiten.

Die Lösung besteht dann entsprechend darin, sich um den Verstand zu schwätzen:

Kostproben aus der angeblichen Expertise für die die Antidiskriminierungsstelle viel Geld ausgegeben hat:

“Mit dem Begriff Interdependenzen werden folglich nicht mehr wechselseitige Interaktionen zwischen Kategorien gefasst, vielmehr werden soziale Kategorien selbst als interdependent konzeptualisiert. In der Konsequenz bedeutet dieser Vorschlag, dass auch die Kategorien Klasse, Ethnizität oder Sexualität als interdependente Kategorien gedacht werden müssen. (20)“

Interdependenz bezeichnet eine wechselseitige Abhängigkeit. Übersetzt man den zitierten Unsinn ins Deutsche, dann steht hier: soziale Kategorien sind mit sich selbst oder von sich selbst abhängig, was in der Konsequenz bedeutet, dass soziale Kategorien als von sich selbst abhängig gedacht werden müssen. Diesen Unsinn verdanken wir Walgenbach und anderen.

Wenn es um Unsinn geht, dann darf das Hornscheidt nicht fehlen:

speech therapy„Die Annahme von Kategorien ist in Theoretisierungen zu Interdependenzen und Intersektionalität die unhinterfragte Grundlage der Untersuchung ihrer Komplexität und Bedingtheit. Daher soll in diesem Beitrag ergänzend und in Kritik an bisherigen Ansätzen die Ebene der Kategorie genauer betrachtet werden. (20)“

Die Übersetzung dieses Unsinns: Weil Kategorien die Grundlage ihrer eigenen Untersuchung sind, wobei Kategorien komplex und von irgend etwas bedingt sind, deshalb wird in diesem Beitrag die Kategorie (und nicht etwa die Kategorien) betrachtet.

Noch Fragen?
Irgend welche Ärzte unter den Lesern?

Einer geht noch:

gibberish new“Aus einer perspektivisch-pragmatischen linguistischen Sicht […] sind Kategorien durch sprachliche Benennungspraktiken getragene und hergestellte Kategorisierungen, die so stark konventionalisiert sind, dass sie den Anschein der Vorgängigkeit und Natürlichkeit besitzen können – aus der prozesshaften Kategorisierung wird so im Sprachgebrauch und im Denken eine zumindest temporär feststehende und der sprachlichen Benennung vorgängige Kategorie.“ Fn: Hornscheidt (2007), 67. (20)”.

Kategorien sind als Kategorien in der Sprache so heimisch, dass sie von allen, die die Sprache sprechen, genutzt werden, ganz so, als wären diese Kategorien, also z.B. Tier, Gebäude, Zirkus, Irrenanstalt usw., fester Bestandteil der Sprache.

Apropos Irrenanstalt: Die Antidiskriminierungsstelle hat für diese vermeintliche Expertise eine Menge Geld bezahlt. Wieviel Geld für diesen Unsinn tatsächlich bezahlt wurde, ist nicht klar, aber bestimmt gibt die Antidiskriminierungsstelle Interessierten gerne Auskunft über die Höhe und den Zweck ihrer Verschwendung von Steuergeldern.

Wer eine entsprechende Anfrage startet, möge uns bitte das Ergebnis mitteilen!

Eine Quotenfrau als Verfassungsrichter: Die Früchte des Staatsfeminismus

Die SZ am Wochenende enthält ein Interview, das Ronen Steinke mit Susanne Baer, der, wie es heißt: ersten bekennenden “homosexuellen Richterin am Bundesverfassungsgericht” geführt hat. Aus dieser Beschreibung muss man dann wohl schließen, dass Gabriele Britz, Gertrude Lübbe-Wolf, Monika Herrmanns und Sibylle Kessal-Wulf keine bekennenden lesbischen Verfassungsrichter sind. Es ist immer wieder spannend, was man in Zeitungsinterviews alles erfährt. Noch spannender ist jedoch, was man nicht erfährt und besonders spannend sind die Schlüsse, die man aus den Auslassungen ziehen muss.

Doch zunächst zu dem, was man erfährt, aber eigentlich nicht wissen will:
bear

“Es gibt immer wieder Situationen”, so plaudert die Verfassungsrichterin Baer, “in denen Menschen schon wegen meiner sexuellen Orientierung überhaupt kein Gespräch führen wollen. Sich wegdrehen, bei Empfängen sogar den Tisch wechseln, also einfach unhöflich werden. Nicht immer laut, aber doch deutlich”.

Seit ich das gelesen habe, zermartere ich mir das Hirn, wie man sich diese Erfahrungen im täglichen Leben vorzustellen hat. So: “Darf ich Sie mit Verfassungsrichterin Baer bekannt machen.” “Nein!” oder so: “Ja, gerne” “Guten Tag Frau Baer, nett Sie kennen zu lernen”. “Ja, Frau X, ich freue mich auch, Sie kennen zu lernen, aber Sie können ruhig Susanne zu mir sagen, und außerdem bin ich lesbisch.”.

Welche Situationen ich auch immer durchspiele, mir fällt kein Zusammenhang ein, in dem die sexuelle Orientierung von Frau Baer in der Öffentlichkeit und in einem normalen Gespräch Gegestand werden kann. Und wie man aus der Tatsache, dass sich jemand “wegdreht” schließt, dass derjenige sich weggedreht hat, weil er die sexuelle Orientierung von Frau Baer nicht mag, ist mir auch nicht nachvollziehbar. Um nicht zu sagen, ich halte es für hochneurotisch, wenn eine solche Reaktion als Ablehnung der Lesbe Baer interpretiert wird, hochneurotisch, weil es noch eine Myriade anderer möglicher Gründe gibt: Vielleicht hat der Wegdreher einen Text von Baer gelesen, vielleicht passt ihm ihre Nase nicht, vielleicht hat er keine Lust, mit Quotenfrauen zu reden und und und vielleicht ist im einfach nur ganz plötzlich schlecht geworden.

Quotenfrau, ja, Susanne Baer ist eine Quotenfrau, eine Art von Quotenfrau, wie sie sagt:

“Meine Professur wurde von den Gender Studies erkämpft und der juristischen Fakultät als neu geschaffene Zusatzstelle gegeben. Insofern bin ich auf gewisse Art auch eine Quotenfrau.”

PerlsWürde man sich selbt auf diese Weise beschreiben? Würde man die implizite Frage, ob die Jura-Professur mit 38 Jahren nicht sehr schnell erreicht worden ist, so beantworten? Das habe ich mich gefragt und beide Fragen mit “nein” beantwortet. Warum? Nun, eine Professur wird ja nicht einfach so erkämpft oder einfach so vergeben, sie wird ja für Leistungen, Kenntnisse, Fähigkeiten verliehen, an Bewerber vergeben, die sich in einem wissenschaftlichen Feld als den Konkurrenten überlegen darzustellen vermocht haben. Entsprechend würde man erwarten, dass derjenige, der es besonders schnell auf eine Professur geschafft hat, beschreibt, welche besonderen Qualifiaktionen ihm dazu verholfen haben.

Von Qualifikationen sagt Susanne Baer nichts. Ihre Stelle wurde für sie von den Gender Studies erkämpft, so als hätten Gender Studies eine inhärente Weihe, die sie an die eigenen Jünger weiterzugeben im Stande sind. Natürlich hat in einem solchen Szenario, in dem die Heilslehre ihre Jünger beruft, wissenschaftliche Leistung und wissenschaftliche Kompetenz keinen Platz. Es geht darum, einen ideologischen Kämpfer, einen besonders überzeugten Vertreter der eigenen Ideologie als Brückenkopf im Kampf gegen Wissenschaft zu installieren. Susanne Baer ist die Speerspitze dessen, was deutsche Universitäten im Gefolge des Professorinnenprogramms zu erwarten haben.

Und so wie Leistung im Hinblick auf die eigene Professur keine Größe ist, die Susanne Baer einfällt, so fehlt im Hinblick auf ihre Tätigkeit am Bundesverfassungsgericht eine Größe, die man eigentlich als unbedingt vorhanden, als das erste, was einem einfällt, erwartet hätte. Ich will die Arbeitsbeschreibung des Bundesverfassungsgerichts voranstellen:

“Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat das Gericht dazu beigetragen, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Ansehen und Wirkung zu verschaffen. Das gilt vor allem für die Durchsetzung der Grundrechte.”

Bundesverfassungsrichter sind somit Schriftgelehrte, deren Aufgabe darin besteht, das Grundgesetz zu interpretieren. Wie interpretiert man eine “heilige” Schrift. Nun, von einem Wissenschaftler würde man erwarten, dass er Methode in die Interpretation bringt und das, was im Grundgesetz steht, in den oberen Teil eines Syllogismus schreibt, d.h. dass er in der Lage ist, Bedingungen, und zwar intersubjektiv nachprüfbare Bedingungen, Kriterien, dafür anzugeben, wann den Artikeln des Grundgesetzes Rechnung getragen ist und wann nicht.

Die im Grundgesetz geforderte Gerechtigkeit ist dann erreicht, so könnte man z.B. ein das Denken und Handeln leitendes Prinzip verbalisieren, wenn für den selben Einsatz ungeachtet der Person des Einsetzenden dieselbe Auszahlung erhalten wird.

baerIn Susanne Baers Auffassung davon, was sie als Verfassungsrichter zu tun hat, kommt nichts davon vor. Nicht nur findet sich im gesamten Interview keinerlei Verweis darauf, dass das Grundgesetz A und O der verfassungsrichterlichen Tätigkeit ist, schlimmer noch, die eigene Tätigkeit wird in einer Weise als al gusto Tätigkeit beschrieben, die einem die Haare zu Berge steigen lässt.

Juristisches Können, so sagt sie, sei nur vordergründig wichtig, wichtiger sei eine bestimmte Form von Weltoffenheit, die im Verstehen der Vielgestaltigkeit des Lebens bestehen soll. Man müsse dem Risiko begegnen, eigene Vorurteile und Vorstellungen von Normalität verzerrend an Rechtsfälle heranzutragen, sagt sie, die noch wenige Sätze zuvor der Überzeugung war, dass es nicht möglich ist, “alles Persönliche aus Ihrem Denken als Richterin” herauszuhalten, denn “jede von uns hat tief eingegrabene Denkmuster”. Und irgendwie sollen diese eingegrabenen Denkmuster dann Lebenserfahrung widerspiegeln, denn “Lebenserfahrung tut gut, möglichst bunte Lebenserfahrung noch besser”. Ja, und wem dieses Panoptikum der Willkür noch nicht reicht, das man auf den Nenner bringen kann, wenn Frau Baer lange genug über einen Fall nachdenkt, dann ist sie zur richtigen Entscheidung gekommen, wem das noch nicht reicht, dem kann geholfen werden:

“In Karlruhe entscheiden immer mindestens drei Richterinnen und Richter in einer Kammer, in den großen Fällen acht im Senat. Da kann ich zwar nachher bedauern, wenn ich mich nicht durchgesetzt habe. Solange ich mich aber ernsthaft, gewissenhaft – eben auch selbstkritisch – bemüht habe, dem Fall und damit den betroffenen Menschen gerecht zu werden, muss ich nichts bereuen.”

In Karlsruhe, am Verfassungsgericht, herrscht die blanke Willkür. Nebenan beim Bundesgerichtshof hat man es schon immer gewusst und entsprechend auf die juristischen Laien von Partei-Gnaden heruntergeblickt, aber so deutlich hat das bislang noch niemand auf den Punkt gebracht, nicht einmal die Kritiker!

Logik JuristenDa sitzen also drei oder acht Richter in ihrem jeweiligen Zimmer und versuchen, jeder auf seine Weise, dem Fall und den betroffenen Menschen gerecht zu werden, sagen zu sich: “jetzt mal ernsthaft” und “sei gewissenhaft”, legen die Stirn in tiefe Falten und dann kommen sie zu einem Ergebnis ihres Denkprozesses, möglichst noch vor Dienstschluss oder vor dem Mittagessen, je nachdem. Dieses Ergebnis tragen sie dann in die Senats- oder Kammer-Sitzung, und dort tritt die Frucht eigener “Gewissenhaftigkeit”, “Ernsthaftigkeit” und “Selbst-Gerechtigkeitsbemühung” auf die entsprechenden Ergebnisse anderer Richter und, nun ja, irgend ein Ergebnis wird dann Urteil, welches, man weiß es nicht, vermutlich wird gewürfelt, vielleicht gibt es auch einen Turnus: gestern war ich, heute bist Du an der Reihe oder so, was es in jedem Fall nicht gibt, sind nachvollziehbare Kriterien, denn man muss ja schon den betroffenen Menschen gerecht werden und ernsthaft sein, da bleibt keine Zeit, um Kriterien anzulegen, die nicht die eigenen sind.

Jetzt wird auch klar, warum es für Baer so wichtig ist, sich als lesbische Verfassungsrichterin darzustellen, denn die Perspektive der Lesbe Baer, ihr lesbischer Blick auf “die Fälle”, ihr lesbischer Versuch, den Fällen und betroffenen Menschen gerecht zu werden, sich zu bemühen oder ernsthaft zu sein, ist das einzige, was die Ergebnisse ihrer Bemühungen trägt. Scheinbar kann man die Ergebnisse nicht argumentieren, nicht anhand von Kriterien darstellen, nicht als Ergebnis von Schlußfolgerung, die beim Grundgesetz beginnt, sondern eben nur als lesbisch.

Einem anderen Aspekt dieses Interviews widmet sich Arne Hoffmann.

Ein Fall für die Psychiatrie? Verfassungrichterin sieht überall Geschlecht

Die wahnhaften Störungen (paranoiden Störungen) zählen zu den faszinierendsten und erschreckendsten Erscheinungsformen der Psychopathologie. Es gibt bei einer paranoiden Störung nur ein typisches Symptom: einen anhaltenden Wahn. Ein Wahn ist eine Überzeugung, an der starr festgehalten wird. Trotz gegenteiliger Information über ihren Inhalt und Mangel an sozialer Unterstützung für ihre Realitätsangemessenheit hat sie sich festgesetzt” (Zimbardo, 1995, S.626)”

Stellen Sie sich vor, sie laufen durch die Welt und sehen überall nur Geschlecht, nein, nicht Geschlecht, Gender (Gender ist nämlich konstruiert und Geschlecht ist nicht konstruiuert, oder so). Sie werden morgen von einem Wecker geweckt. Typisch männlich hegemonialer Wecker (der Wecker!), der keinen Widerspruch duldet und klingelt, bis man ihm den Garaus macht. Angenehme Emotionalität vermittelt dagegen die Zahnbürste, ein Gefühl von Reinheit und Sauberkeit, ebenso wie die Wäsche, bei der nur der Kragen stört, kein Wunder, den der Kragen ist ja auch männlich. Das Frühstück zeigt weitere gerndertypische Verhaltensweisen, der Kaffee ist natürlich wieder zu heiß, der tägliche Anschlag auf ihren Gaumen. Die Butter ist streichzart, die Käsescheibe ein Beispiel domestizierter Männlichkeit, und der Orangensaft ist wie immer zu sauer. Und dann treten Sie hinaus in die vergenderte Außenwelt, die Welt voller Fremder, Anderer, Andersgeschlechtlicher, die Welt in der Geschlecht, nein Gender, die grundlegende Kategorie ist, die Brille, durch die wir die Welt betrachten, wie Verfassungsrichterin Susanne Baer vermutlich aus eigener Erfahrung zu berichten weiß.

Danisch_FrauenquoteWenn Sie bislang gedacht haben, ich scherze und schreibe hier eine Glosse: Weit gefehlt! Alles hier ist toternst, so ernst, dass es in den Gewerkschafts-Blättern für deutsche und internationale Politik abgedruckt wurde und so ernst, dass Susanne Baer, deren Weg zur Verfassungsrichterin von Hardmut Danisch so detailgetreu nachgezeichnet wurde, die Verfassung ändern will. Denn, falls sie es noch nicht gewusst haben, die Verfassung ist männlich.
Um die Tragweite dieser Enthüllung bessser verdauen zu können, hier das weibliche Mitglied des Bundesverfassungsgerichts, die Richterin Susanne Baer, im Original:

Ansonsten bezieht sich das Grundgesetz … weithin nur auf Männer, denn es ist expiizit männlich formuliert: ‘Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt.’ … ‘Jeder hat das Recht, seine Meinung (…)’ … ‘jedermann hat das Recht’ zur Petition. Sprachlich eindeutig auf Männer bezogene Formulierungen finden sich auch im staatsorganisationsrechtlichen Teil der Verfassung: die Einwohner (Art. 29), die Staatsbürger (Art. 33), die Vertreter des ganzen Volkes (Art. 38)…”

Ist das manisch? Da sage noch einer, Verfassungsrichter, nein, Verfassungsrichterinnen müssen Deutsch können. Ich fange am besten mit dem Indefinitpronomen (unbestimmte Fürworte) an: Jeder. Jeder bezieht sich auf eine Gesamtmenge und hebt einzelne Bestandteile hervor (was “jeder” von “alle” unterscheidet). Für Frau Baer ist “jeder” nun kein Indefinitpronomen, sondern männlich, nicht etwa baergrammatikalischen Geschlechts männlich, nein, biologischen Geschlechts männlich, denn nach Ansicht von Frau Baer meint “jeder” nur Männer. Wenn ich also schreibe: Jeder Verfassungsrichter, der nicht in der Lage ist, zwischen einem grammatikalischen und einem biologischen Geschlecht zu unterscheiden, ist zu entlassen, dann fühlt sich Frau Baer nicht angesprochen, denn nach ihrer Vorstellung ist sie kein Verfassungsrichter, sondern eine Verfassungsrichterin. Um sie los zu werden, müsste man also jeder Verfassungsrichterin, die kein Deutsch kann, den Stuhl vor die Tür stellen. Nein, jetzt hat sich doch das ‘jeder’ glatt im Dativ eingeschlichen. Im Dativ werden wir Susanne Baer also nicht los, da hilft nur der Akkusativ. Mehr als Akkusativ werden wir in der Welt von Baer auch nicht haben, jedenfalls dann nicht, wenn wir ihrer Geschlechtsmanie gerecht werden wollen (Genitiv geht auch noch, wie ich sehe)., In jedem Fall ist die Deklination von Indefinitpronomen, die das Pronomen ein männliches grammatikalisches Geschlecht annehmen sieht, verboten: Wer Baer loswerden will, braucht Akkusativ.

Nun zu den Einwohnern, den Staatsbürger, bei denen die Verfassunsrichterin Baer den weiblichen Anhang vermisst. Deshalb weiß Baer, die Einwohner sind so männlich wie die Ameisen, die Kartoffeln, die Besserverdiener oder die Katholiken. Bei den betreffenden Kollektivbegriffen ist es wie bei den Indefinitpronomen, sie bezeichnen eine Menge, die Menge der Einwohner, der Katholiken, der Kartoffeln. Über die Zugehörigkeit zur entsprechenden Menge entscheidet das Kriterium “Kartoffel”, “Einwohner von X” oder “Religionszugehörigkeit: katholisch”, aber nicht das Geschlecht, auch wenn sich Frau Baer in ihrer Gendermanie das gar so sehr wünscht.

Angesichts dieser Verballhornung der deutschen Sprache, die uns weit hinter die Gebrüder Grimm zurückwirft, kann man eigentlich nur hoffen, dass irgend jemand (noch so ein Indefintivpronomen, dieses Mal im Nominativ und für Frau Baer vermutlich nicht weiblich genug) die Texte von Frau Baer Korrektur liest, jedenfalls dann, wenn irgend jemand verhindern will, dass sich das Bundesverfassungsgericht lächerlich macht; so lächerlich wie Frau Baer, die in ihrem Beitrag zu den “Blättern für nationale und internationale Politik” die folgenden Sätze veröffentlicht:

‘Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt.’ Nicht nur sprachlich bezieht sich dieser Satz auf Männer. Auch faktisch war und ist die freie Entfaltung der Persönlichkeit vergeschlechtlicht. Das zweite Rechtssubjekt, der Bürger als Grundrechtsträger, als Mann, hatte historisch völlig andere Entfaltungsmöglichkeiten als die Frau…”

Es ist dies eine doch massive Verallgemeinerung, was etwas überraschend ist, da Baer in ihrem Text (zu Beginn des Textes und nach einigen Seiten des Fabulierens ist das offensichtlich vergessen) vor einer “stereotype[n] Reduktion auf das Geschlecht” auf “die Frauen” gewarnt hat (Männer darf man offensichtlich stereotypisieren). Davon weiß Frau Baer ein paar Seiten weiter und gemäß dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von vor zwei Seiten, nichts mehr. Und erst einmal in Fahrt beglückt sie ihre Leser gleich mit weiteren Einsichten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

language_is_key“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Da steht der Mensch im Mittelpunkt, endlich und gegen die Schrecken nationalsozialistischer Herrschaft mit ihrem völkischen Rassismus [So jetzt haben wir das Dritte Reich endlich auch unter. Das ist immer gut, wenn man Punkte für sich machen will, die affektiv und nicht inhaltlich sind… Bei manchen klappt’s.]. Das ist ein entscheidender Schritt in der großen Geschichte der Moderne, des Rechtsstaats, des Konstitutionalismus mit der Bindung an die Grundrechte. Doch muss auch dieses Fundament kritisch reflektiert werden. Historische Untersuchungen zeigen sehr deutlich, dass ‘Würde’ ein durchaus geschlechtsspezifisches Konzept ist: die Würde des Mannes, die schnell zur errungenen Ehre wird, ist dann ganz verschieden von der Würde der Frau, die schnell zu Tugend, Sittsamkeit und Scham muitiert.”

Wir lernen, dass manche Abstrakta empirisch unterschiedlich gefüllt werden können. Wir lernen, dass diese Unterschiede Frau Baer nicht passen, weil sie offensichtlich mit Sittsamkeit und Tugend und mit Scham ein Problem hat und mit Ehre vermutlich auch. Vor allem aber hat sie ein Problem mit Individualität und damit, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Dinge in ihrem Leben wichtig und richtig und würdevoll finden. Frau Baer träumt offensichtlich von einer gleichgeschalteten Welt, vom umfassenden Sozialismus, in dem es keine Unterschiede mehr gibt, in der sich die Intersektionalität, wie das in Genderkreisen heißt, aufgelöst hat, in der sich also keine sozialen Unterschiede mehr finden.

Ich finde diese Idee in genau einem Punkt ansprechend, verspricht sie doch eine Möglichkeit, Genderisten wie Frau Baer loszuwerden. Nun, da wir wissen, dass das Amt des Verfassungsrichters für weibliche Richter nicht mit Würde, sondern mit Scham und Tugend verbunden ist, und Frau Baer davon nichts hält, wäre es doch sinnvoll, das entsprechende Amt ganz ohne Scham abzuschaffen – oder? Das wäre auch ein Beitrag, um die sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft, wie sie durch Intersektionalität entstehen, also dadurch, dass Frau Baer für ihren Unsinn fürstlich entlohnt wird, während Karl X täglich bei der Müllabfuhr Schwerstarbeit verrichtet und nur einen Bruchteil dessen verdient, was Frau Baer für die Bereitstellung von Unsinn als Mitglied des Bundesverfassungsgerichts erhält, zu beseitigen.

bearOder setzen wir Richterinnen wie Frau Baer auf Wasser und Brot bis sie gelernt haben, die deutsche Sprache zu bedienen. Aber das wird wohl nicht gehen, und deshalb wird Frau Baer auch weiter versuchen, uns einen Baeren aufzubinden, und weiterhin werden wir lesen müssen, dass Frau Baer auf den ersten Seiten ihrer Beiträge z.B. gegen die Versorgerehe ins Feld zieht, um gegen Ende ihrer Beiträge zu enthüllen, dass sie eigentlich nichts gegen das Arrangement einzuwenden hat, das Frauen zu Hause bleiben und Kinder aufziehen sieht, während Männer das Geld verdienen. Das einzige, was Frau Baer daran stört ist, dass die “Care”-Arbeit der Frauen, die zuhause bleiben [wozu sie übrigens niemand gezwungen hat] nicht bezahlt wird: “Erziehungsarbeit, Pflegearbeit, Beziehungsarbeit, Hausarbeit, also das gesamte Spektrum der Reproduktionsarbeit”. Wie gut Frau Baer sich vermutlich bei dieser Forderung fühlt und wie schlecht sie sich fühlen würde, würde man von ihr verlangen, dass sie ihrer Haushaltshilfe ein Gehalt zahlt, das nicht in unmittelbarer Nähe zum Mindestlohn rangiert, also z.B. 30 Euro pro Stunde, ist jedermanns “guess”. Ich meine dennoch, wenn man die Beseitigung der Intersektionalität der Gesellschaft, der sozialen Ungleichheit auf seine Fahnen geschrieben hat, dann sollte eine angemessene Bezahlung der eigenen Haushaltshilfe doch möglich sein, oder?

Aber natürlich wird Frau Baer nichts von ihrem Gehalt abzwacken, um die sozialen Unterschiede in Deutschland, von denen sie so gut lebt, zu beseitigen. Darum geht es ihr auch nicht. Sie will nichts in der Empirie ändern, sondern ihre fixen Ideen durchsetzen und damit wäre ich wieder bei der Definition angekommen, die diesen post eingeleitet hat. Und so bleibt nur zu fragen, was Genderisten als nächstes entwürdigen wollen. Lehrer will kein anständiger Mensch mehr werden, Politiker wollte ein anständiger Mensch sowieso nur widerstrebend werden und Verfassungsrichter will nun auch niemand mehr werden, der noch alle fünf Sinne beisammen hat. Insofern – um einmal Dr. habil. Heike Diefenbach zu zitieren – hat Frau Baer nicht nur Frauen, sondern uns allen einen Baerendienst erwiesen.

P.S.

Ich danke Arne Hoffmann dafür, mich auf den Unsinn von Verfassungsrichterin Baer aufmerksam gemacht zu haben. Arne hat das Thema in seinem Blog auch schon behandelt.

Frau Baer und der von Ihr verbreitete Unsinn hat auch Hadmut Danisch zu einem post inspiriert: Über die Lächerlichkeit des Bundesverfassungsgerichts

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