Auszeichnung für ScienceFiles: Wir sind Wissenschaftswächter

Wie gerade bekannt geworden ist, hat die Heinrich-Böll-Stiftung die beiden blogs "ScienceFiles (Kritische Wissenschaft - critical science)" und Allesevolution für ihre Verdienste im Kampf gegen Ideologie und für Wissenschaftlichkeit mit dem Ehrentitel "Wissenschaftswächter" ausgezeichnet.

HBS_logo_de_390x53Anscheinend bezweckt die Heinrich-Böll-Stiftung damit, das negative Image, das sie in der Vergangenheit aufgebaut hat und in dem der von Steuerzahlern finanzierte politische Verein als ideologische Kaderschmiede vornehmlich für Genderinhalte gebrandmarkt ist, loszuwerden und sich in Zukunft mit wissenschaftlichen und relevanten Themen zu befassen. Ob damit ein völliges Ende der Finanzierung sogenannter Gender-Projekte einhergeht, ist derzeit noch unklar. Offensichtlich ist jedoch, dass es Bestrebungen gibt, die imageschädigende Branche und vor allem das Gunda-Werner-Institut loszuwerden.

Vor diesem Hintergrund ist die Auszeichnung der beiden blogs “ScienceFiles” und “Allesevolution” zu sehen, die regelmäßig kritisch mit den Produkten, die vor allem aus dem Gunda-Werner Institut an arglose Verbraucher verteilt wurden, ins Gericht gegangen und deren völlige Unvereinbarkeit mit den Regeln, Methoden und Standards wissenschaftlichen Arbeitens wieder und wieder aufgezeigt haben.

Mit der Ehrung von ScienceFiles und Allesevolution will die Heinrich-Böll Stiftung nun offensichtlich ein Zeichen setzen, und zwar dafür, dass der politische Verein in Zukunft von der Finanzierung ideologischer und vor allem von Genderthemen absieht.

Hier die Betreiber von ScienceFiles im O-ton mit ihrer Reaktion zur Auszeichnung ihres blogs durch die Heinrich-Böll-Stiftung:

Michael Klein: “Wir haben mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Auszeichnung ausgerechnet von der Heinrich-Böll-Stiftung”,

Heike Diefenbach: “Natürlich freut uns die Anerkennug unserer Arbeit und die Einsicht in der Heinrich-Böll-Stiftung, dass man letztlich gegen die besseren Argumente und die wissenschaftliche Methode, die wir bei ScienceFiles haben und anwenden, mit welcher Ideologie auch immer, nichts ausrichten kann. Ich frage mich nur, wieso ausgerechnet die Heinrich-Böll-Stiftung urplötzlich erkannt haben will, dass wissenschaftliche Standards und Lauterkeit weiter tragen als Ideologie. Dessen ungeachtet freuen wir uns natürlich über diese Anerkennung unserer Arbeit”.

Michael Klein: “Vor allem wird es interessant sein zu sehen, was nun bei der Heinrich-Böll-Stiftung passiert. Denn eines ist klar, uns als Wissenschaftswächter auszuzeichnen, kommt einer Palastrevolte gleich. Das kann all denen, die ihren Lebensunterhalt durch das ewig selbe Gender-Lamento bestreiten, nicht gefallen. Am Ende müssen sie sich noch nach einer sinnvollen Tätigkeit umsehen. Wir haben zwar von Gerüchten erfahren, dass der Bundesrechnungshof den politischen Vereinen der Parteien genauer auf die Finger sehen will und dafür sorgen will, dass sie das Geld der Steuerzahler nicht zur Finanzierung von so genannten “no-impact” Projekten verschleudern, also von Projekten, die einzig dazu dienen, die Projektnehmer zu finanzieren, und sonst keinen Nutzen erbringen, aber das sind, wie gesagt, Gerüchte, und wir wissen nicht, ob etwas dran ist”.

Heike Diefenbach: “Allerdings würde, wären die Gerüchte richtig, die Auszeichnung von SicenceFiles schon Sinn machen. Als Michael Klein und ich im Jahre 2002 unseren Beitrag “Bringing Boys Back In” veröffentlicht haben, hat dies nicht nur die Jungendebatte angestoßen, sondern auch dazu geführt, dass das damalige Haus und Hof Forschungsinstitut des Bundesministeriums für Familie usw., das Deutsche Jugendinstitut in München, erheblichen Ärger mit den Verantwortlichen im Ministerium bekommen hat, weil die Verantwortlichen gemeint haben, sie seien von ihrem Forschungsinstitut im Regen stehen gelassen worden. Und sie haben überlegt, wozu sie ein Institut wie das DJI finanzieren, wenn sie dennoch aus wissenschaftlichen Publikationen und dann aus so ziemlich allen Tageszeitungen in Deutschland erfahren müssen, dass es erhebliche Nachteile von Jungen im Bildungssystem gibt. Als Folge hat das DJI Konsequenzen zu tragen gehabt. Ich kenne die Struktur hinter den politischen Vereinen der Parteien nicht, schon weil sie nicht transparent und öffentlich ist, aber ich vermute, dass es selbst in Parteien Personen gibt, denen es nicht recht ist, wieder und wieder zu sehen, dass der ihnen zugerechnete politische Verein Steuergelder für Unsinn, der nicht einmal über die rudimentärsten Ansprüche an wissenschaftliche Arbeiten hinauskommt, verschleudert – nicht wegen der Steuergelder, aber wegen der schlechten Publicity, die folgt, wenn wir auf ScienceFiles, die vermeintlichen wissenschaftlichen Beiträge oder Expertisen als Unsinn entlarven.”

Michael Klein: “Wir haben unsere Auszeichnung als Wissenschaftswächter im Vorgriff auf die Urkunde von der Heinrich-Böll-Stiftung, die wir sicher noch bekommen, schon einmal zum Anlass genommen, um ein Logo zu erstellen, das uns als Wissensschaftswächter auszeichnet.

Wissenschaftswächter2

Um den Spekulationen hier ein Ende zu setzen: Das ist kein Witz, wir haben unsere Ernennung zum Wissenschaftswächter schriftlich.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

17 Responses to Auszeichnung für ScienceFiles: Wir sind Wissenschaftswächter

  1. Holger Oeft sagt:

    Herzlichen Glückwünsch!!!
    Die Urkunde bekommt doch hoffentlich auch einen angemessenen Wächterplatz zugeteilt.

  2. Susanne sagt:

    Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es verdient und ich ich freue mich für Sie!

  3. Peter sagt:

    Glückwunsch und weiter so!

  4. …soll man lachen oder weinen? Vor allem: Ist es Satire oder Wirklichkeit? Insbesondere das HB-Männchen sieht doch verdächtig nach kabaretistischer Einlage aus. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Herzliche Grüße von einem begeisterten Leser des Blogs, F.Baur

  5. qed sagt:

    Klasse Schachzug! Jetzt kochen sie da noch mehr vor Wut!

  6. April Mai June sagt:

    Ist schon wieder erster April?

  7. qed sagt:

    Ich habe natürlich nicht versäumt, die Böller zu ihrem Entschluß zu beglückwünschen….D:

  8. Preise zeichnen auch den Preisenden aus, und oft fußt deren Auszeichnung auf einer Anmaßung.

  9. Eckhard Kuhla sagt:

    „Wer wird denn gleich in die Luft gehen…….greife lieber zum (HB – Männchen) H.Böll seine Stiftung“…..Meine Frau und ich haben schallend gelacht!!! Eine geniale Idee. Endlich kommt mal Esprit in „unsere“ Bewegung! Esprit, Ironie, Satire und (britischer) Humor sind unsere stärksten Waffen, mit anderen Worten: sich in Frage stellen können….

    Ähnlich wie Ihr zu Ihrem „Vogel-Hochzeits Verbot“ Artikel haben wir seltsame Anfragen zu unserem damaligen Beitrag bekommen: http://agensev.de/meldungen/erstes-todesopfer-durch-frauenquote/

    Mit immer wieder frohen Grüßen

    Eckhard Kuhla

    c/o AGENS

  10. Matthias sagt:

    Google verweist nur auf sciencefiles, also:

    http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2012/09/28/quelle-ich/

    • siehe den Nachtrag

      • Matthias sagt:

        Okay, hatte den Link unter dem Bild übersehen. Ich wußte schon vorher von dieser Publikation, hatte und werde wohl nicht die Lust bekommen es zusammenhängend zu lesen. Ich habe mir aber mal einige der Textpassagen in den sciencefiles erwähnt wird angesehen. Auch wenn die Bezeichnung als Wissenschaftlichkeitswächter in meinen Augen etwas Positives ist, denke ich das die HB-Weibchen und Männchen eher Versuchen euch zuzuordnen und nicht zu ehren. Naja, Auslegungssache.

        Das fand ich noch zum Lachen, Fußnote auf Seite 44:
        “Die etwas ungewöhnliche Schreibweise Dr. habil. Heike Diefenbach wurde von der Homepage Sciencefiles.org übernommen. Dort wird sie mit Bezug auf Dr. habil Heike Diefenbach fast durchgängig verwendet. Vermutlich soll dadurch die Wissenschaftlichkeit der Homepage betont werden.”

        Ja, vielleicht sollte man sich hier mal ein Beispiel an den Genderisten nehmen. Deren Schreibweise ist nämlich für jeden verständlich und versucht nicht angestrengt wissenschaftlich zu klingen. Ein Beispiel:
        “Das erste Panel des Symposiums stellt „Dimensionen des Theoretischen“ und damit die konkrete Verbindung von Raum und Geschlecht als Analysekategorien in den Mittelpunkt. Es sollen unterschiedliche fachliche und interdisziplinäre Zugänge vorgestellt werden, die wechselseitige Dynamiken erfassen und sichtbar machen, auch unter Berücksichtigung anderer Differenzkategorien wie z.B. Ethnizität oder Klasse”

  11. Andreas H. sagt:

    Herzlichen Glückwunsch an Sie beide! Diese Auszeichnung mussten Sie sich hart erkämpfen, die HBS light legt strenge wissenschaftliche Maßstäbe bei der Evaluierung zur Erlangung dieses Zertifikats an! Fleischi hat gerade zu dieser Broschüre einen Artikel auf SPON geschrieben, da auch ein Freund von ihm unter den Wächtern zu sein scheint. Damit dürfte sciencefiles noch bekannter werden!

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-kolumne-vorsicht-gender-gegner-a-910563.html

  12. Haltet den Dieb?

    “Die beiden sind den Wissenschaftswächter_innen zuzurechnen”
    Haha, die Katze läßt das Mausen nicht!

    Für strenge Satirifizierung
    Carsten

    “Jeden Morgen begibt sich der Herr Volksvertreter in das Hohe Haus, und wenn schon nicht ganz hinein, so doch wenigstens bis in den Vorraum, in dem die Anwesenheitslisten aufliegen. Im angreifenden Dienste für das Volk trägt er dort seinen Namen ein und nimmt als wohlverdienten Lohn eine kleine Entschädigung für diese fortgesetzten zermürbenden Anstrengungen entgegen.”
    Adolf Hitler, Mein Kampf
    “EU-Parlament: Offenbar massiver Tagegeld-Betrug”

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/eu-parlament-offenbar-massiver-tagegeld-betrug-1.2279768

  13. Schöner Artikel.

    Herzlichen Glückwunsch uns Wissenschaftlichkeitswächtern, so von einem Preisträger zum anderen!

    Ich hoffe die setzen die Urkunde um, würde sich doch gut machen so etwas!

  14. g.a.wagner sagt:

    Man muss skeptisch sein, ob dies wirklich ernst gemeint ist. Oder Wahlkampf? Man will doch, dass Männer weiterhin ihr Grab schaufeln, indem sie Parteien wählen, von denen Sie sich versprechen, dass ihre sozialen Mindeststandards erhalten bleiben, um dann festzustellen, dass diese Parteien nicht im geringsten daran denken dies zu tun. Stattdessen bekommen dann gerade diese Wähler den Genderrucksack aufgesetzt. Ich jedenfalls habe viele Gespräche mit Männern aber auch Frauen geführt, die aus diesem Grund der kommenden Wahl fernbleiben, obwohl sie bisher ihr Leben lang rot oder rot oder grün gewählt haben. Darunter übrigens auch reichlich Frauen, die beklagen, dass ihre Söhne klar in Schule benachteiligt würden. Das sind Frauen, die in ihren Berufen und vielen Tätigkeiten bewunderswert taff agieren, und dies auch sehr klar analysieren können.
    Eine dieser Frauen (Wissenschaftlerin) hat mir vor rund einem halben Jahr erzählt, sie wäre erst auf dieses Thema aufmerksam geworden, als ihr Sohn sie gefragt habe, warum er denn nicht zur Inforeise der SPD-EU-Abgeordeten nach Brüssel mitdürfe. Sie hätte ihm dann sagen müssen, dass dieses Angeobt nur für Girls sei. Seit diesem Zeitpunkt wäre sie aber an diesem Thema und jeden Tag mehr angeekelt von der wissenschaftlichen Hohlheit und der Kriegsstimmung der genderfeministischen Doktrin.
    In einem dieser Gespräche hat mir kürzlich ein rund 50-jähriger SPD-Mann erklärt, er habe es satt, dass er nach einer schwierigen Scheidung mit Kindesentzug ins Ausland und nach einem Verfahren, in dem dann auch noch zum Ende erfolglos die Mißbrauchskarte gezogen wurde, als Frau gemerkt hat, dass das Sorgerecht an ihn gehen könnte, jetzt feststellen müsse, dass die technische Fakultät seines Sohnes mit einem Lehrstuhl für feministische Technik beglückt worden sei. Er gehe als SPD-Mann nicht zur Wahl, damit seine eigene Partei diesen genderfeministischen Fehlweg endlich überdenke. Er wolle auch nicht mehr Steuern für Bildung bezahlen, weil er es ablehne solche Lehrstühle als ‘Zuwachs an Bildung’ verstehen zu müssen.
    Ich glaube, es sind nicht wenige, die diese Entscheidung so treffen, es müssten noch viel mehr sein! Das Verhalten der Heinrich Böll Stiftung legt den Gedanken nahe, dass man sich sehr klar darüber ist, dass es fernhält von den Fleischtöpfen der Macht, wenn Gender eben nicht gewählt wird!
    Ansonsten: Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch!

  15. torwine sagt:

    Danke.
    Es tut gut, zu sehen, dass Rationalität Gehör finden kann.
    Ich wünsche euch viel Glück und günstige Fügungen in einer Welt voller Irrationalitäten und emotionaler Korruption.
    Torwine

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