Seit ich vor einigen Jahren nach England ausgewandert bin, gehört das Staunen über das, was man als „Civic Society“ bezeichnen kann, zu meinem täglichen Begleiter. Kaum ein Tag vergeht, an dem mir kein Beispiel dafür begegnet, wie ein Einzelner den Kampf gegen die Institutionen aufgenommen, seine private Initiative gegründet, die Initiative nach kurzer Zeit schon mit einer Vielzahl auch finanzieller Unterstützer institutionalisiert und schließlich die von ihm adressierten Institutionen dazu gezwungen hat, sich mit ihm auseinander zu setzen, die öffentliche Kritik durch Zurückrudern, Änderung ihrer Politik oder schlicht einen Schulterschluss mit ihm zu mildern. Ich bin daher sehr stolz darauf, mit Mike Buchanan nicht nur den Autor von Büchern für einen Beitrag gewonnen zu haben, in denen mit klaren Argumenten, der Feminismus als der Unsinn entlarvt wird, der er ist. Ich bin vor allem stolz, weil Mike Buchanan einer dieser Einzelnen ist, die angetreten sind, das Establishment herauszufordern und, so wie ich Mike kennengelernt habe, der nicht ruhen wird, bis das Establishment zumindest wackelt. Es ist mir ein Bedürfnis, mich bei Mike nicht nur für den folgenden Text, sondern auch für seinen Einsatz zu bedanken.
Mike Buchanan hat 30 Jahre als Geschäftsführer und Unternehmensberater gearbeitet, bevor er sich entschlossen hat, diese Laufbahn zu beenden und fortan als Autor zu arbeiten. Seit 2010 hat Mike Buchanan neun Bücher veröffentlicht, drei davon beschäftigen sich mit den Konsequenzen des radikalen Feminismus:
David and Gioliath: David Cameron – heir to Harman? (2010)
The Glass Ceiling Delusion: the real reasons more women don’t reach senior positions (2011)
Feminism: the ugly truth.
Mike ist der Gründer der „Campaign for Merit in Business“, betreibt Fighting Feminism und hat einen eigenen Verlag.
Der Kampf gegen Feminismus ist ein praktischer, kein verbaler Kampf
von Mike Buchanan
„A society that puts equality – in the sense of equality of outcome – ahead of freedom will end up with neither equality nor freedom“, aus „Free to Choose“ von Milton Friedman, 1912-2006, American Ökonom und Statistiker
Vorgeschichte
Ich habe die unterschiedlichen Einstellungen und Verhaltensweisen von Männer und Frauen, die zu ungleichen Verteilungen in Aufsichtsräten führen, in meinem Buch „The Glass Ceiling Delusion: The Real Reasons More Women Don’t Reach Senior Positions“ zusammengestellt. Die vielen Ursachen der unterschiedlichen Repräsentation von Frauen und Männern in Aufsichtsräten, die ich in meinem Buch zusammengestellt habe, belegen die Aussage, dass die geringere Repräsentanz von Frauen nichts mit einer „gläsernen Decke“, jenem Mythos, nach dem Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen durch Männer benachteiligt werden, zu tun hat.
Überlegungen zum Kampf gegen Feminismus im Vereinigten Königreich
Mein Interesse am Feminismus wurde im Jahr 2009 geweckt. Damals verhinderte eine radikale Feministin, dass ich einen Vertrag als Unternehmensberater erhielt, und zwar deshalb, weil ich ein Mann bin. Vor diesem Erlebnis, habe ich im Feminismus eine linke Ideologie unter vielen gesehen, denen ich ablehnend gegenüber stehe. Leider ist die Kenntnis über die Schäden, die die dritte Welle des (gender/radikalen/militanten) Feminismus im Verlauf der letzten 30+ Jahre angerichtet hat, im Vereinigten Königreich (VK) nicht weit verbreitet, wenngleich die Zahl derer, die am Kampf gegen den radikalen Feminismus und/oder der Unterstützung von Jungen und Männern ein Interesse haben, wächst. Die folgenden Seiten im Internet gehören nach meiner Ansicht zu den besseren Seiten im VK:
- The Rights of Man; bietet allgemeine Informationen zu Themen, die einen Bezug zum Feminismus haben;
- Man Woman Myth; wie oben, angereichert um Video-Material;
- Mankind; eine Seite für männliche Opfer von häuslicher Gewalt;
- FNF; eine Seite, die Männern nach einer Trennung Zugang zu ihren Kindern verschafft;
- Brighton Man Plan; Unterstützung für Jungen und Männer in Brighton und Umgebung;
Im letzten Jahr hat mein Kollege, der Autor Swayne O’Pie ein aufschlussreiches Buch mit dem Titel „Why Britain Hates Men: Exposing Feminism“ veröffentlicht. Ab dem 28. Mai wird das Buch erstmalig auch international unter dem Titel „Exposing Feminism: The Thirty Year’s War Against Men“ erhältlich sein (Paperback: £15.95; eBook: £8.95). Ich empfehle dieses Buch nachdrücklich: Es ist eine detaillierte Analyse des Feminismus und des Schadens, den der Feminismus verursacht hat.
Der Kampf gegen den Feminismus trifft in der Britischen Öffentlichkeit bislang auf wenig Widerhall, was nach meiner Ansicht eine Reihe von Ursachen hat, darunter die folgenden:
- die mangelnde Verbreitung des Wissens darum, dass Feminismus die Wurzel vieler gesellschaftlicher Probleme ist. Ein Grund dafür ist die 30+ Jahre anhaltende Weigerung von Feministen, sich einer öffentlichen Debatte zu stellen.
- Die politische Klasse unterstützt fast ausnahmslos feministische Ansichten. Einzelne Politiker, sogar konservative Politiker, stehen selbst den extremsten Äußerungen von Feministen unkritisch gegenüber. So ist der derzeitige Britische Ministerpräsident, David Cameron, ein männlicher Feminist, obwohl er der Parteiführer der Conservative Party ist.
- Es ist nach wie vor schwierig, für Bücher antifeministischen Inhalts einen Verleger zu finden. Wenn der Autor eines entsprechenden Buches kein „verdienter“ Wissenschaftler ist, kann er seine Bücher nur im Selbstverlag auf den Markt bringen.
- Die Medien nehmen eine feindliche Haltung gegen jede Kritik am Feminismus ein. In den letzten 30+ Jahren wurde im britischen Fernsehen und Hörfunk nicht eine einzige Sendung ausgestrahlt, die sich kritisch mit dem Feminismus auseinandersetzt.
- Die meisten Männer begegnen Themen, die in den Bereich der Gender-Politik fallen, mit einem tief verwurzelten Desinteresse.
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Feministen – die sich ideologisch der Idee einer patriarchalischen Verschwörung von Männern zur systematischen Unterdrückung von Frauen verschreiben – viel von ihrem Erfolg ausgerechnet der Tatsache schulden, dass viele Männer Frauen Ehrerbietung entgegen bringen. Um die Ironie noch zu steigern: Es sind ausgerechnet die Männer, von denen man erwarten würde, dass sie den Feminimus bekämpfen – Männer mit konservativer Einstellung -, die sich am stärksten in Gesten der Ehrerbietung gegenüber Frauen ergehen.
Nach meiner Ansicht war der Kampf gegen den Feminismus nur dann erfolgreich, wenn einzelne (in der Mehrzahl Männer), sich in einen praktischen, am konkreten Gegenstand orientierten Kampf gegen die Auswirkungen des Feminismus gewehrt haben. Aber selbst hier sind die Erfolge spärlich. Ich denke hier vor allem an den Kampf, der geführt wurden, um Männern Zugang zu ihren Kindern auch nach einer Scheidung zu ermöglichen. Ich denke auch an den Kampf, der geführt wurde, um den Leiden von Männern, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, zur Anerkennung zu verhelfen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Feministen wird häusliche Gewalt ebenso häufig von Frauen wie von Männern ausgeübt. Dennoch gibt es im VK nur 2 Schutzeinrichtungen für männliche Opfer häuslicher Gewalt im Vergleich zu über 400 Einrichtungen für weibliche Opfer.
Wenn Anstrengungen, eine Ideologie des Maskulismus zu entwickeln und der Ideologie des Feminismus entgegen zu setzen, scheitern müssen, wie ich glaube, ist dann alles verloren? Können Männer von der Zukunft etwas anderes erwarten als immer mehr durch Feministen und ihre Helfer, von denen viele bekannte Männer sind, die nur zu bereitwillig die Sache der Feministen zu ihrer eigenen machen, benachteiligt zu werden? Ein Erfolg versprechender Weg im Kampf gegen den Feminismus könnte darin bestehen, gegen feministischen Einflüsse vorzugehen, die die folgenden Merkmale aufweisen:
- Die feministische Position ist schwach und gegen eine robuste, rationale Herausforderung nicht zu halten.
- Um die eigene Position zu verteidigen, müssten sich Feministen auf eine öffentliche Debatte einlassen, in der sie schnell ihre Glaubwürdigkeit verlören und in der schnell deutlich würde, wie krude feministische Manipulationsversuche doch sind.
- Die negativen Auswirkungen des feministischen Einflusses sind klar erkennbar, und die Gefahren, die sich daraus ergeben, dass der entsprechende feministische Einfluss nicht bekämpft wird, sind eindeutig benennbar.
- Der Kampf kann mit den vorhandenen Ressourcen geführt und gewonnen werden.
- Es kann mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass interessierte Kreise sich mit finanzieller Unterstützung am Kampf beteiligen werden.
Mike Buchanan
mikebuchanan@hotmail.co.uk
Bildnachweis:
Steve Sailers iSteve Blog
