Soziologie hat nichts mit Gender Studies, Whiteness Studies oder sonstigem Unsinn zu tun

Hadmut Danisch, den wir sehr schätzen, hat leider die Angewohnheit, den Begriff “Soziologie” für alles zu benutzen, was an Unsinn aus den sozialwissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen an die Öffentlichkeit dringt.

Weder Gender Studies, Whiteness-Studies oder Feminism haben auch nur entfernt etwas mit Soziologie zu tun. Deshalb ärgert es uns, dass Hadmut willig den Etikettenschwindel mitmacht, der von Gender Studierten und anderen Nichtwissenschaftlern betrieben wird, um dem eigenen Unsinn unter Missbrauch der Bezeichung “Soziologie” wissenschaftliche Anerkennung zu verleihen. Einen Soziologen aus den USA hat der Etikettenschwindel so sehr geärgert, dass er den Twitter-Account “RealPeerReview” ins Leben gerufen hat. RealPeerReview hat es sich zur Aufgabe gemacht, die größter Schwätzer, die es in wissenschaftliche Zeitschriften geschafft haben, also den größten publizierten Unsinn zusammenzustellen.

Wie nicht anders zu erwarten hat die Sammlung von Unsinn, der nichtsahnenden und naiven Konsumenten als Soziologie und als Wissenschaft verkauft werden soll, einen Schwerpunkt im Bereich des Feminismus, des Anti-Rassismus, der Gender und der Whiteness Studies. Und wie ebenfalls nicht anders zu erwarten, kamen aus diesen Lagern handfeste Drohungen an und Angriffe auf die Seite des RealPeerReviewers, so dass er sich entschieden hat, seinen Account auf Twitter zu löschen.

Es ist nicht überraschend, dass sich diejenigen, deren Unsinn durch RealPeerReview öffentlich identifiziert wurde, Drohungen und andere Formen von verbaler Gewalt als Mittel der Wahl auserkoren haben, wären sie mit normaler Intelligenz begabte, zu wissenschaftlicher Argumentation fähige Wesen, sie wären nicht in Gender Studies, Whiteness Studies oder bei anderem Blödsinn, der vorgeben will, Wissenschaft zu sein, gelandet.

Hadmut kommentiert diese Episode aus dem Jahre 2016 wie folgt:

“In den USA gab es einen anonymen Twitter-Account, unter dem jemand – offenbar selbst Soziologe – reihenweise auf soziologische akademische Arbeiten lächerlichsten Niveaus hinwies. Ist wohl international so, dass Soziologie den Täuschern und Schwätzern anheim gefallen ist und eigentlich nur noch so eine marxistische Titelmühle ist. Der Account wurde nun entfernt, nachdem aufgebrachte Soziologen drohten, ihn zu enttarnen und seine Karriere damit zu beenden.”

Wie deutlich wird, ist Hadmut mindestens ein Soziologe bekannt, der den Unsinn unter dem Dach von Gender Studies, Feminism usw. kritisiert. Der nächste Schritt bestünde nun darin, uns in der Argumentation zu folgen, dass Soziologie nichts mit diesem Unsinn zu tun hat. Es handelt sich dabei um Gender Studies, um Feminism, um Geder oder Whiteness Studies und ähnlichen intellektuellen Müll, den der Konstruktivismus an Hochschulen ausgeschüttet hat, nicht um Soziologie!

Der Gegenstand der Soziologie ist ein anderer. Soziologen sind keine Weltverbesserer, keine Missionare, sie sind nicht damit beschäftigt, Personen zu bekämpfen, die ihrem Weltbild nicht entsprechen, sie sind keine politischen Aktivisten und keine Schwätzer, sondern Wissenschaftler, die an der ERKLÄRUNG sozialer Fakten und sozialer Prozesse interessiert sind. Dazu wurde ein Kanon wissenschaftlicher Methoden entwickelt und eine Vielzahl soziologischer Theorien von der Konflikttheorie über die Austauschtheorie bis zur Rational-Choice-Theorie geschaffen und mehrfach geprüft. Bis heute gibt es viele Soziologen, die dem alten Ziel von Max Weber, soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich erklären“ zu wollen, verpflichtet sind. Jeder, der im Zusammenhang mit Idiotien, die aus dem Feminismus entsprungen sind, von Soziologie spricht, zertrampelt damit das Feld, das Soziologen bestellt haben.

Dass es immer mehr Soziologen, Politikwissenschaftler, Sozialwissenschaftler gibt, denen das Gender-Treiben und das Ausmaß an konstruktivistischem Wahnsinn, das an Hochschulen herrscht, zu groß geworden ist, darüber berichten wir in letzter Zeit recht häufig auf ScienceFiles. Man könnte fast schon von einem TakeBackScience-Movement sprechen.

Die Geschichte von RealPeerReview, die Hadmut erzählt und die mit der Löschung des Twitter-Accounts von RealPeerReview geendet ist, ist dafür abermals ein Beleg, denn: Die Geschichte geht weiter. Eine Reihe von Wissenschaftler hat sich zusammengeschlossen und @NewRealPeerReview gegründet, ein Twitter-Account mit mittlerweile 42.300 Followern, der das gute Werk von RealPeerReview, das übrigens hier gesammelt wurde, fortsetzt. Insofern haben diejenigen, die versucht haben, RealPeerReview zum Schweigen zu bringen, das Gegenteil erreicht: Aus einem Betreiber sind fünf geworden und aus ein paar tausend Followern ein regelrechtes Movement.

Soziologen aller Länder vereinigen sich, um die konstruktivistischen Auswüchse zu beseitigen.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

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2 Responses to Soziologie hat nichts mit Gender Studies, Whiteness Studies oder sonstigem Unsinn zu tun

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Soziologie hat nichts mit Gender Studies, Whiteness Studies oder sonstigem Unsinn zu tun

  2. Gereon says:

    Ja, dem Schlusssatz schließe ich mich an.
    Holt Euch die Wissenschaft zurück und vertedigt sie gegen Justiz und Genderunsinn.

    Wenns mehr sciencefiles gäbe und weniger Femigenderismus wäre Hadmut leicht zu versöhnen.
    Euch erwähnt er gelegentlich lobend.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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