Die neue, promovierte Ministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, will nach einem Bericht der Rheinischen Post „Prüfregeln für Doktorarbeiten“. Und das sagt die neue, promovierte Ministerin:
„Ich werde im Wissenschaftsrat vorschlagen, dass dort Standards für die Überprüfung von Doktorarbeiten entwickelt werden“, sagte Wanka. Dabei lägen Themen wie Gutachter, Dauer der Verfahren oder Verjährung auf dem Tisch“.
Es ist nicht leicht, derzeit Akademiker an einer Universität zu sein. Jetzt bekommen institutionalisierte Akademiker schon von einer Ministerin attestiert, dass sie Doktortitel vergeben ohne dabei irgend eine Form von Standard anzulegen. Schon erstaunlich, dass die Ministerin das denkt. Sie hat doch einen Titel. Hat Sie den ohne Standards erhalten, einfach so? Richtig, es gibt unterschiedliche Standards. Wer z.B. in Sozialwissenschaften billig einen Titel erhalten will, der studiert in Berlin, wer einen Titel haben will, bei dem die akademischen Kollegen nicht Schwierigkeiten haben, ein Grinsen zu unterdrücken, der studiert (noch) in Heidelberg, München, Mannheim oder Köln. Das ist in der Profession bekannt. Problematisch werden die unterschiedlichen Standards wissenschaftlichen Arbeitens erst, wenn der Titel ausserhalb der Universität eingesetzt werden soll.
Aber mal ernsthaft, wer denkt schon, dass ein promovierter Politiker irgend einen akademischen Anspruch haben könnte? Wer denkt, dass ein Titel den ein Politiker oder ein Manager oder wer auch immer außerhalb der Wissenschaft hält, etwas anderes ist als ein schmückender Namenszusatz, dessen Zweck darin besteht, den Aufstieg durch die Gehaltsklassen zu befördern? – ein reines Sprachspiel im Sinne von Wittgenstein, eine kulturelle Konvention ohne Wert, wie sich schnell von jedem feststellen lässt, der die Ergüsse der ex-scientia Doktoren liest. Und entsprechend muss man auch nichts standardisieren, denn die unterschiedlichen Standards sind bekannt und werden auch in Rechnung gestellt.
Das wirft die Frage auf, warum die Ministerin so erpicht darauf ist, den Wissenschaftsrat vor ihren Karren zu spannen, warum Sie so unbedingt die Vergabe von Doktortiteln unter Kontrolle bringen will. Bei der Suche nach einer Anwort ist mir der Begriff „Verjährung“ aufgefallen, der in der Causa Schavan eine so große Rolle gespielt hat und der so gar nicht dazu passen will, dass alles Doktorale mit rigiden Standards durchzogen werden soll. Soll am Ende eine Verjährung für Doktortitel-Träger, die durch Betrug an ihren Titel gelangt sind, eingeführt werden, damit sich der Fall Schavan nicht wiederholen kann? honi soit qui mal y pense…
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