Vorreiter in Sachen Totalitarismus: Baden-Württemberg ist queer

Gleich vorweg gilt es, einen Irrtum zu beseitigen, der sich bei Politikern aller Couleur findet und der sich über die letzten Jahrzehnte zu einem Vorurteil verfestigt hat, das nicht mehr toleriert werden kann: Es gibt nicht eine Demokratietheorie, aus der Politiker den Auftrag ableiten könnten, ihre Wähler zu erziehen bzw. ihren Wählern Vorgaben zu machen. Die entsprechenden Versuche der Volkserziehung stammten bislang ausnahmslos aus totalitärer Feder.

Schmidt DemokratietheorieIm Gegenteil: Die Politikwissenschaft kennt den Begriff der Responsivität. Damit ist gemeint, dass Politiker das, was in der Bevölkerung diskutiert wird, aufnehmen und vertreten. Insofern ist die Abhängigkeitsbeziehung eindeutig: Politiker sind von ihrer Bevölkerung abhängig, nicht umgekehrt, sie werden ja auch von der Bevölkerung bezahlt: Politiker als solche und Politiker in Regierungsverantwortung insbesondere sind Repräsentanten ihrer Wähler und haben entsprechend keinerlei Mandat, das es ihnen erlauben würde, auf ihre Wähler einzuwirken, in welcher Form auch immer.

Nun gibt es in Baden-Württemberg das Bestreben, das Ländle zu einem – wie es in vollmundigen Worten heißt – „Vorreiter für Offenheit und Vielfalt zu machen“. Offenheit und Vielfalt ist dabei eher eng und wenig vielfältig als Akteptanz von „lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen“ definiert, ganz so, als gäbe es nichts anderes auf der Welt als Sexualität – was für Frederic S. Perls wohl ein Zeichen einer fortgeschrittenen Neurose wäre.

Sartori_DemokratietheorieDoch zurück zum Vorreiter für Offenheit und Vielfalt. Offenheit und Vielfalt will natürlich geplant werden, und so ist beim Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren ein Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden Württemberg“ angesiedelt, dessen Ziel darin besteht, die Offenheit und Vielfalt, also die sexuellen Orientierungen, die man als Synonym von Offenheit und Vielfalt nimmt, herzustellen. Das soll ganz umfassend geschehen, wie man einem Flyer aus dem Ministerium entnehmen kann, also in jedem gesellschaftlichen Bereich, auf den die Landesregierung regelnden Zugriff hat, angefangen bei den Schulen, über die Arbeitswelt bis in die Bereiche von Justiz und Polizei.

Für die Bildung gibt es einen Bildungsplan 2015, in dem die Umsetzung der Themen „sexuelle Orientierung/Akzeptanz sexueller Vielfalt“ einem Positionspapier der Fraktion der Grünen entsprechend wie folgt erfolgen soll:

  • Sexuelle Orientierung und Akzeptanz sexueller Vielfalt müssen verpflichtend in Form von Lerninhalten / -modulen im Bildungsplan als Querschnittsthema in den unterschiedlichen Fächern und Klassenstufen sowie verpflichtend in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte verankert werden.
  • Schulbücher und Lernmaterialien sind in diesem Sinne zu überarbeiten.
  • Eine explizite Vorgabe in den fächerbezogenen Lehrplänen ist nötig, in welchen
    Fächern und Jahrgängen sexuelle Vielfalt behandelt werden muss (Empfehlung:
    Prioritätenverschiebung weg vom naturwissenschaftlichen hin zum Ethik-,
    Sozialkunde- oder Sprachenunterricht).
  • Die Richtlinien zur Sexualerziehung sind in diesem Sinne zu überarbeiten.

Es geht also im Bildungsplans 2015 nicht darum, Schülern (noch) mehr Aufklärung über Homosexualität im Unterricht angedeihen zu lassen, wie die Zeit nahelegt. Es geht auch nicht darum, wie der Focus mutmaßt, Homosexualität ausführlicher zu besprechen. Es geht darum, sexuelle Orientierungen zum fächerübergreifenden Querschnittsthema zu machen und in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte zu verankern, und es geht darum, die Lehrbücher so umzuschreiben, dass sie den sexuellen Phantasien weniger entsprechen.

Man kann sich also in Baden-Württemberg auf Mathematikaufgaben vorbereiten, die Zweitklässler zwei Transgender und vier Intersexuelle addieren sehen und auf Lesebücher, in denen die Queer-Mama und der Transgender Papa einkaufen gehen – oder so. Eigentlich lag es uns gerade nahe, das Ganze als Indoktrination zu bezeichnen, aber es ist mehr als Indoktrination, es erinnert in seiner übersteigerten Sexualisierung, die wo sie geht und steht nur Trans-, Inter-, Homo- oder XY-Sexualität sieht, eher an den auf  Edward Bulwer-Lytton zurückgehenden Vril-Kult der Nazis, jene Ausgeburt eines völlig kranken Geistes, die bis heute in Deutschland weitgehend verschwiegen wird – mit gutem Grund wie es scheint.

Um es noch einmal zu sagen: Baden-Württemberg will zum Vorreiter in Sachen Offenheit und Vielfalt werden, und Vielfalt und Offenheit kann von der derzeitigen Landesregierung und ihren Mitgliedern offensichtlich nur in Sexualität gedacht werden. Wie armselig ist das eigentlich.

Nun hat sich die Landesregierung irgendwie, keiner weiß wieso, verpflichtet gesehen, eine Bürgerbeteiligung am Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ durchzuführen. Also tingelt man übers Land und veranstaltet Workshops nach Impulsvorträgen wie: „Die Universität fordert und fördert Akzeptanz“ vom Rektor der Universität Mannheim, Ernst-Ludwig von Thadden, der sich offensichtlich für nichts zu schade ist und außerdem nicht mit zweistelligen Funktoren umgehen kann (denn man hätte sich schon gewünscht zu erfahren, für oder von was nun Akzeptanz gefordert bzw. gefördert werden soll, aber, was frag‘ ich, Akzeptanz ist immer gut, also lasset uns fordern und fördern! Was auch immer. Vielleicht plant die Universität Mannheim ja auch einen neuen Studiengang der Offenheit und Akzeptanz, in dem dann spätere Schreiber von Schulbüchern in bi-, inter-, trans-, und xy-Sexualität unterwiesen werden…).

Auch nicht schlecht ist der Impulsvortrag zum Thema „Erwartungen und Handlungsbedarf aus Sicht der Community“, macht er doch deutlich, worum es bei der Bürgerbeteiligung geht, nämlich nicht darum, die Bürger zu beteiligen, sondern darum, dass: „berechtigte Erwartungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen und transgender Menschen auch Gehör finden„.

Es ist nicht vorgesehen, dass sich auch Bürger beteiligen, die die entsprechenden Kriterien nicht erfüllen. Geplant sind Jubelveranstaltungen, in deren Verlauf die geplante Offenheit, die doch nicht mehr offenbart als eine geistige Armut, die nicht über den eigenen Schritt hinausreicht, nicht Bürgerbeteiligung, am Ende noch Bürgerbeteiligung in kritischer Absicht, zelebriert wird. Und gar völlig intolerabel sind Versuche, den Bildungsplan 2015 zu verhindern oder doch in normalen Bahnen, die auch von allen akzeptiert werden, zu verorten.

Stefan Fulst BleiUnd so kommt es, dass ein Stefan Fulst-Blei, der bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion sein will, eine Onlinepetition, deren Ziel darin besteht, nicht etwa Aufklärung über Homosexualität aus dem Lehrplan zu streichen, sondern darin z.B. die Überbetonung einzelner Gruppen und ihrer Interessen im Bildungsplan zu verhindern, z.B. darin, das Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung zu verankern, dass dieser Fulst-Blei die entsprechende Online-Petition und ihre mehr als 70.000 Unterzeichner wie folgt verunglimpft: „Die jetzige Onlinepetition birgt den Geist massiver Intoleranz und ist pädagogisch wie politisch unterste Schublade“.

zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens_1386755089Fulst-Blei ist offensichtlich niemand, der mehr als drei Sätze liest, denn die Online-Petition hat mehr als drei Sätze, und er ist mit Sicherheit niemand, der seine dahingeworfenen Sätze des Begründens für würdig hält. Er ist jemand, dem wir lieber heute als morgen das Recht, sich in der Öffentlichkeit zu äußern, entziehen würden, und zwar so lange, bis er den notwendigen Ernst, die notwendige Kompetenz und die notwendige Fairness nachgewiesen hat, um am öffentlichen Diskurs wieder teilnehmen zu können.

Darüber hinaus fehlt ihm offensichtlich das notwendige Maß an Offenheit und Toleranz, was insbesondere fatal ist, da es sich bei der Online-Petition um ein zutiefst demokratisches Mittel der Einflussnahme auf den politischen Prozess handelt. Insofern Fulst-Blei dieses Mittel und alle, die es unterstützen, diskreditiert, macht er mehr als deutlich, dass er nicht einmal das kleine Einmaleins der Demokratie beherrscht. Folglich wäre es angebracht, im Hinblick darauf, dass Baden-Württemberg doch zum Vorreiter in Sachen Offenheit und Vielfalt werden will, Fulst-Blei eine Nachschulung zu verpassen, damit sich Baden-Württemberg nicht als besonders offen für Diffamierung und Einfalt aller Art auszeichnet.

Offenheit und Toleranz sind eben ein zweischneidiges Schwert, denn man kann beides nicht nur anderen zur Pflicht machen, man muss beides auch gegenüber anderen walten lassen. Daher wäre es an der Zeit, dass die Baden-Württembergische Landesregierung offen und tolerant für große Teile ihrer Bevölkerung wird, die sich offensichtlich zum Ziel gesetzt haben zu verhindern, dass die Neurosen von wenigen, den Lehrplan der vielen bestimmen – denn einmal ehrlich, wie viele bi, tri, trans, inter und sonstig Sexuellen gibt es denn in Baden-Württemberg? Mehr als die rund 72.000, die bislang die Petition unterschrieben haben?

Es ist an der Zeit sich gegen diejenigen zu stellen, deren einziger Lebensinn darin zu bestehen scheint, sich Vorstellungen über die sexuellen Orientierungen anderer zu machen. Politiker werden nicht dafür bezahlt, dass sie ihre eigenen Deprivationen zu Politik machen, sondern dafür, dass sie den Auftrag ihrer Wähler umsetzen. Derzeit formulieren gerade mehr als 70.000 Menschen einen Auftrag an die Baden-Württembergische Landesregierung. Es wird spannend sein zu sehen, wie offen und tolerant die Mitglieder der Landesregierung gegenüber diesem Wählerauftrag sind.

Um es noch einmal für diejenigen zusammenzufassen, die immer schnell mit Emotionen bei der Hand sind: Die sexuelle Orientierung ist kein Schulfach, sondern Privatsache. In Schulen geht es darum, die Grundlagen dafür zu legen, dass sich Menschen Wissen und Kompetenzen selbst aneignen können. Sexuelle Orientierungen sind weder Wissen noch Kompetenzen und haben entsprechend nichts in Schulen zu suchen.

P.S.

Gegen den Lehrer, der die Online-Petition gestartet hat, ist nach Angaben des Focus Strafanzeige erstattet und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gestellt worden. Es ist also bereits soweit, dass man damit rechnen muss, für die Wahrnehmung demokratischer Rechte mit einer Strafanzeige oder einer Dienstaufsichtsbeschwerde überzogen zu werden. Tiefer kann ein demokratisches Gemeinwesen eigentlich nicht mehr sinken, und es wäre angebracht, Gabriel Stängle, der die Petition erstellt hat, zur Seite zu springen und sich mit ihm solidarisch zu erklären, denn wenn erst die Angst vor der Wahrnehmung demokratischer Rechte umgeht, dann ist es ganz vorbei, mit dem demokratischen Versuch, der einst Bonner Republik genannt wurde. Und noch ein Tipp zur Soforthilfe: Keinen Beruf ergreifen, der auch nur entfernt an staatliche Institutionen angebunden ist.

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28 Responses to Vorreiter in Sachen Totalitarismus: Baden-Württemberg ist queer

  1. emeth1 sagt:

    Den letzten Satz muß man wohl leider unterstreichen. Man muß es sich künftig anscheinend sehr gut überlegen, ob man wirklich noch Beamter werden will, wenn einem demokratische Mitwirkungsrechte am Gemeinwesen lieb und teuer sind.

    Zum Thema Strafanzeige: Auf einem Internet-Blog wird berichtet, daß die Strafanzeige bereits Anfang Dezember gestellt wurde und von der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen wurde, da die Petition vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt sei. Welche Meldung stimmt denn nun? Tatsache ist, daß Focus, Welt und Spiegel den Eindruck erwecken, als liege eine aktuelle Strafanzeige vor.

    • Meier, Hans (Kempten) sagt:

      Das ist unser Presse-Deutsch: Strafanzeige kann erst mal jeder stellen. Wie begründet sie ist, wieviel Aussicht auf Erfolg sie hat, ist eine andere Frage.

      Man bekommt keine Informationen mehr, sondern nur noch Informationssplitter, die geeignet sind eine bestimmte Stimmung zu verbreiten – egal, was nun Tatsache ist, was nicht.

      • freier Geist sagt:

        Mag sein, dass jeder eine Strafanzeige stellen kann und dass sie keinen juristischen Erfolg hat. Psychologisch wirkt eine Strafanzeige bei den meisten ehrlichen Staatsbürgern jedoch wie eine Wasserstoffbombe. Damit können Demokratiegegner jeden, der seine demokratischen Grundrechte wahrnimmt formalistisch legal in schreckliche Angst versetzen und ihm einen Maulkorb in die Psyche einbrennen. Ganz ähnllich funktioniert Folter in vielen totalitären Verbrecherregimen.
        Dazu, unabhängig ob eine Strafanzeige Erfolg hat oder nicht, wer eine Strafanzeige aufgemobbt bekommt, wird wohl einen Anwalt konsultieren. Welcher Anwalt arbeitet da kostenlos?
        Psychischer Schock, vielleicht tiefe seelische Narben und dann noch sinnlose Anwaltskosten – ist eine Strafanzeige wirklich so harmlos?

  2. karstenmende sagt:

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Petition strafrechtliche Folgen für den Initiator haben. Bei einigen Kommentatoren befürchte ich jedoch, dass sie den „Diskriminierungs-Paragraphen“ zum Opfer fallen könnten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass so viele Leute diese Petition anonym unterzeichnet haben. Die Angst, seine Meinung frei zu äußern, ist groß. Das ist sehr augenfällig und ein sehr deutliches Signal des Totalitarismus. Um so erfreulicher ist es, dass es trotzdem so viele Andere wagen, dieser Petition die Stimme ihres Namens zu verleihen. Auch wenn beide Stimmen gleich gezählt werden und auch beide wichtig sind, hat eine namentliche Unterzeichnung ein anderes symbolisches Gewicht, als eine anonyme.
    Übrigens habe ich den Eindruck, dass die „PR-Aktion“ des Mainstreams der Petition einen (ungewollten) Schub gegeben hat. Es ist also durchaus noch ein deutliches Demokratieverständnis in der Bevölkerung vorhanden, aller medialer Diffamierungs-Kampagnen zum Trotz.

    Unter dem Eindruck dieses unerwarteten Widerstandes ist es kein Wunder, dass die „Toleranzler“ plötzlich einen neuen (vermeintlichen) Trumpf aus dem Hut zaubern (Hitzlsperger), der dazu benutzt werden soll, den Protest zu ersticken. Das ist jämmerlich und unwürdig, und damit die exakte Beschreibung unserer politischen und medialen „Elite“. Man kann nur hoffen, dass auch dieser Schuß nach hinten los geht. Ich hoffe, dass die Bevölkerung die wahren Absichten erkennt, welche diese ideologischen „Sport“-Funktionäre des DFB im Auge haben, die diesen Burschen wahrscheinlich zu seinem „Outing“ genötigt haben. Der Zeitpunkt dieses „Coming-Outs“ ist jedenfalls äußerst denkwürdig und sicherlich kein Zufall.

  3. A.S. sagt:

    Ich finde die Sexfixierung besonders der Grünen sehr bedenklich. Politiker die in die Unterwäsche der Bürger hineinregieren wollen sind mir grundsätzlich suspekt. Alle totalitären Systeme hatten eine solche Sexfixierung.
    Und was soll das an den Schulen? Schulen sind nicht nur Bildungs- und Erziehungsinstanzen, sondern totale und repressive Zwangsinstitutionen. Die Schüler müssen sich dem Unterricht aussetzen, wer das verweigert bekommt Besuch von der Polizei. Und die Schule verteilt als Monopolanbieter Lebenschancen bzw. Berechtigungsscheine (=Abschlüsse) um bestimmte Berufe erlernen zu dürfen.
    Unter diesen Umständen halte ich den Rechtfertigungsdruck für die Inhalte des Schulunterrichts für extrem hoch. Solange die Gefahr besteht dass abweichende Meinungen bestraft werden haben Weltbilder gleich welcher Art da nichts verloren. Die Lehrer diskutieren ja nicht einfach mit den Schülern, sondern bewerten auch die Schülerbeiträge. Und wer sich mal mit Schülern unterhält weiß dass Schüler oft Angst haben ihre persönliche, abweichende Meinung zu äußern. Selbst wenn die Angst nicht gerechtfertigt wäre findet eine Meinungsunterdrückung statt.
    Außerdem kann es auch sein, dass die Erwachsenengeneration ein Problem mit der sexuellen Orientierung anderer hat, nicht die Schüler. Es ist ja auch so eine Tendenz die eigenen Probleme an anderen abzuarbeiten, da bieten sich die wehrlosen und unmündigen Schülern an. Das erinnert mich an unseren Informatikunterricht in der Schule. Das war die Zeit, in der die Schulpolitik die Computer entdeckt hat und plötzlich musste den Schülern EDV beigebracht werden. Das die Lehrer die einzigen waren die in diesem Unterricht was gelernt haben (von den Schülern) hat auch keinen interessiert. So was ähnliches vermute ich auch hier. Da werden die eigenen Probleme auf Dritte projiziert.

  4. Holger Oeft sagt:

    Das Positionspapier der Grünen ist ja der Hammer. Sie behaupten glattweg das 5% bis 10% der Kinder und Jugendlichen eine „gleichgeschlechtliche Lebensweise“ entwickeln.

    Die Prozentsätze beziehen sich doch höchstwahrscheinlich auf die Kinseyerhebung von 1948. Die Kinseystichprobe ist doch aber schon seit Jahren durch die Battelle-Studie von 1993 mit ca 1,1% um einiges genauer bestimmbar. Das sich die grünen ihre genehmen Quellen herauspicken ist ja bekannt, aber solch einen Unsinn in ein politisches, öffentlich finanziertes Positionspapier zu schreiben ist doch hochgradig unseriös und verleumderisch.

  5. A. P. sagt:

    Sehr guter Artikel, der hinter die Kulissen schaut!

  6. Nach 25 Jahren Lehrersein an Hamburger Gymnasien und Gesamtschulen kann ich vieles, was im Artikel gesagt wird, bestätigen. Was ich aber unbedingt ergänzend anmerken möchte, ist meine über die Jahre gewachsene Erkenntnis, sogar gegen meine ürsprüngliche Überzeugung, daß diese Form von institutioneller Indoktrination – entgegen dem gesetzlichen Auftrag der allgemeinbildenden Schulen – mit Bedacht und zielgerichtet stattfindet.

    Diese Entwicklung geht in ihrer Tendenz schon weit zurück. Jetzt wird sie, im Zeitalter der political Correctness, mit politischer und medialer Macht in großen Schritten fortgesetzt. Wenn die Allgemeinheit sich selbst eingestehen würde, wie weit gedankliche Kontrolle in vielen Sparten des öffentlichen und privaten Lebens bereits fortgeschritten ist, wäre dies zumindest der erste Schritt zur Selbsterkenntnis. Bei alledem habe ich mich noch nicht einmal zum augenblicklichen Thema geäußert, sondern nur die wirkenden Rahmenbedingungen angesprochen, denen wir alle in unserem persönlichen und beruflichen Umfeld unterliegen.

    Zeitungen, Radio und Fernsehen gehen immer direkter dazu über, Kampagnenjournalismus zu betreiben. Das augenblickliche Outing samt seinem präzisen Timing ist nur eins von vielen Beispielen hierfür. Entgegen dem öffentlichen Auftrag der von uns zwangsbezahlten Medien, Sachverhalte hintergründig und kritisch zu beleuchten und damit zur politischen und ethischen Bildung sowie der Aufklärung zu dienen, lassen sie sich willig einspannen für gößere politische Agenden, deren Hintergründe und Motivationen selbst aber völlig im Dunkeln bleiben.

    Wenn in Baden-Württemberg Bürger sich an einer Unterschriftenaktion beteiligen zur Zurückdrängung einer dieser vielen politischen Kampagnen von oben, dann werden sie jetzt in den Medien (siehe gestern die Sendung von Maischberger) beschimpft und denunziert. Unmerklich aber beständig wurde über die Jahre auf diesen für die Demokratie fatalen Jetzt-Zustand hingearbeitet und viel zu viele haben es noch gar nicht bemerkt, daß ein Großteil ihrer vermeintlich eigenen Gedanken, ethisch und moralischen Wertvorstellungen ihnen von anderen systematisch eingetrichtert worden sind.

    Ich begrüße deshalb von ganzem Herzen die Initiative, denn sie bringt unsere Einflüsterer und deren willige Helfer zunehmend in Erklärungsnot. Irgendwann müssen sie nämlich Representaten dieser Bürger zu einem Gespräch einladen, das sie bis jetzt noch unter ihresgleichen bestreiten können, ohne sich mit den profunden Argumenten der Bürger auseinandersetzen zu müssen.

    Früher wurde ziviler Ungerhorsam zwar nicht unbedingt geliebt, aber zumindest in öffentlichen Ansprachen wurde er hochgehalten. Heute ist er für die Mächtigen nur noch subversiv und rückwärtsgewandt, bald werden sie wohl sagen „undemokratisch“. Welche Wünsche über eine Zukunftsgesellschaft mögen die Damen und Herren wohl wirklich haben, die uns dies aus ihren Medien heraus täglich spiegeln?

    P.S.: Meine Fächer waren Mathe/Physuk u. Informatik. Ich bin verheiratet und habe 3 erwachsene Kinder, bin seit 40 Jahren als Blues Musiker aktiv und werde mit meinen 61 Jahren immer subversiver. Danke für diesen erfrischenden Kontrapunkt an den Autor.

    Detlef Reimers (mein richtiger Name)

  7. Oliver sagt:

    Als Unterzeichner der Petition fühle ich mich Aufgrund der Aussage von Herr Fulst Blei „Die jetzige Onlinepetition birgt den Geist massiver Intoleranz und ist pädagogisch wie politisch unterste Schublade“ diskriminiert. Zum Glück gibt es das Antidiskriminierungsforum.eu. Das Portal bietet die Möglichkeit sich darüber zu beschweren wenn man das Gefühl hat diskriminiert zu werden.

  8. Gregor sagt:

    Ich glaube, wir werden wieder von Hochstaplern regiert.

  9. Simone sagt:

    Sehr geehrter Herr Reimers,

    vielen Dank für Ihren Kommentar und ich stimme Ihnen völlig zu.
    Nachdem ich tagelang überlegt habe, die Petition zu unterschreiben , so war es letztlich Ihr Beitrag, der mich dazu gebracht hat. Überlegt habe ich, weil einige wenige Punkte in der Petition mir auch etwas bedenklich vorkommen – aber insgesamt hat sie Recht.
    Erschreckend finde ich, dass der Verfasser und alle die, die zustimmen, mal wieder in die rechte und intolerante Ecke gedrängt werden.
    Natürlich sollen Schüler Werte und Toleranz vermittelt bekommen; sie sollen Achtung vor dem Leben und dem Eigentum anderer lernen. Aber der Grundstein dazu sollte bereits im Elternhaus gelegt werden.

    Hier wird Toleranz jedoch ausschließlich auf die sexuelle Ausrichtung reduziert – über Schimpfworte wie „Schwuchtel“ wird sich aufgeregt, wo ist der Aufschrei bei z. B. „Spast“?

    Ich bin in den 60er Jahren mit einem älteren Männerpaar in direkter Nachbarschaft aufgewachsen – das war für mich ganz normal. Sie waren auch bei uns zu Besuch. Meine Mutter hat mich damals kindgerecht entsprechend aufgeklärt. Sie hat mir beigebracht, alle Menschen zu achten.
    Und so halte ich es bis heute. Ob ich jemanden mag und achte oder nicht, hat mit seiner sexuellen Ausrichtung überhaupt nichts zu tun. Sie geht mich auch einfach nichts an, zumindest so lange wie kein Straftatbestand berührt wird.

    In meinen Augen wird unter dem Deckmantel der Toleranz und Akzeptanz eine Sexualisierung der Gesellschaft vorangetrieben und dies verfolgt ein ganz bestimmtes politisches Ziel.
    Leider merken die Homosexuellen u. a. gar nicht – zumindest die, die sich so ereifern -, vor welchen Karren sie sich spannen lassen.

    Außerdem kann der Schuss sehr wohl nach hinten los gehen – und das zeigen einige Diskussionsbeiträge in verschiedenen Foren. Wenn den Menschen ständig das Thema aufgezwungen wird, entwickeln sie irgendwann eine Abneigung dagegen. Vielleicht ist das so gewollt?
    Und wie einfach wird es dann für die Politik, wenn sich viele Homosexuelle namentlich als Lebenspartnerschaften eingetragen haben.

    Demokratie ist die Vorstufe der Diktatur – und in diese Richtung bewegen wir uns mit ganz großen Schritten.

    Schönes Wochenende

    • karstenmende sagt:

      Hallo Simone,

      Mir ist in Ihrem Kommentar ein Zusammenhang aufgefallen, der es erfordert näher betrachtet zu werden. Wenn ich den Satz zitieren darf:

      „In meinen Augen wird unter dem Deckmantel der Toleranz und Akzeptanz eine Sexualisierung der Gesellschaft vorangetrieben und dies verfolgt ein ganz bestimmtes politisches Ziel.“

      Die pseudomoralischen Zwangs-Toleranz von nicht-heterosexuellen Beziehungen ziehlt in meinen Augen eher auf eine Ent-Sexualisierung der Gesellschaft ab. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen ist eine Reduzierung der Bevölkerungszahl. Das ist eine globale Strategie und wird, unter anderem, von der „Bill & Melinda Gates-Stiftung“ mitgetragen. Es geht in dieser ganzen Kampagne letztlich darum, die Auswirkungen der primären Begleiterscheinungen von Sexualität (Nachwuchs) zu unterbinden. Und das das tut man am besten, wenn man die sekundären Begleiterscheinungen der Sexualität (Orgasmen) überbetont. Ich gehe so weit zu behaupten, dass die intimen Beschäftigungen der hier zur Disposition stehenden Randgruppen nicht mehr als Sexualität klassifiziert werden sollten. Wenn intime Betätigung nur noch der Lustbefriedigung dienen und der eigentliche Zweck von Sexualität gar keine Rolle mehr spielt (was man bei gleichgeschlechtlichen Paaren ja getrost behaupten darf), spreche ich nicht mehr über Sexualität. Das Erleben eines extatischen Gefühls allein erfüllt diese Bedingung einfach nicht, denn dieses kann ebenso durch Drogenkonsum oder andere Erlebnisse hervorgerufen werden. Das mag sehr reaktionär klingen, entspringt aber nicht irgend einem christlich geprägten Verständnis, sondern einer rationalen Auseinandersetzung mit diesem Thema.

  10. Michael Schulze sagt:

    Was ich bei all dem nicht verstehe, was genau wären denn „Ideologie freie“ Inhalte für die Schule. Wie unterscheiden sich diese von ideologischen? Ist es keine Ideologie, wenn im Deutschbuch meiner Tochter lesen an Hand einer „klassischen“ Familie gelehrt wird und zum Beispiel Alleinerziehende in der von der Schule präsentierten Welt gar nicht vorkommen?

    • Holger Oeft sagt:

      Ich würde vorschlagen, Fächer die im kantianischen Sinne analytische bzw synthetische Aussagen enthalten und mittels formaler Logik bewiesen/diskutiert werden können. Schüler sollten fähig werden, ihre Vernunft, Ethik sowie ihr handwerkliches- körperliches- und geistiges Geschick eigenständig zu entwickeln.

      Dazu gehören meiner Meinung nach Mathematik, Lesen, Schreiben, Logik, Werken, Sport, Kunst, Musik, musikalische Instrumente lernen, Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik, (Fremd)Sprachen – ich würde mir persönlich allerdings noch Ökonomie (Gesetz des abnehmenden Grenznutzen, freiwilliges Tauschverhalten, Ricardos Gesetz der Vereinigung, Tragik der Allmende, Geld und Tauschmittel) als Fach an Schulen wünschen.

      Das Fächer wie Logik und Ökonomie fast verschwunden sind finde ich beispielhaft für den Sachverstand unseres Schulsystems.

    • karstenmende sagt:

      Ideologiefrei zu unterrichten, bedeutet lediglich, dass der Schulstoff sich an Hand von Fakten auszurichten hat und nicht an pseudomoralischen, zeitgeistlichen Vorstellung einer bestimmten politischen Klientel. Das Thema „Alleinerziehende“ (hauptsächlich Mütter) ist jedenfalls präsent genug, um ebenfalls als überthematisiert zu gelten. Auch hier fragt sich jedoch, WIE? Es werden nur die Auswirkungen bejammert, aber um die Notwendigkeit, die Ursachen für diese zunehmende Erscheinung zu ergünden, wird ein großer Bogen geschlagen. Und das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, weil das einzige politisch korrekte Erkärungsmuster, nämlich die männliche Gewalt gegen Frauen, nur einen geringen Anteil am Gesamtspektrum der Gründe hierzu ausmacht. Ausserdem könnte bei der Ursachenforschung ja herauskommen, dass die Mütter selbst einen zumindest gleichwertigen Anteil daran haben, dass die Familie zerstört wurde. Und das passt nunmal nicht ins derzeitige ideologische Weltbild.

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  13. ErlöseUnsBitteVonDenen sagt:

    Hoffentlich bricht dieses dekadente sozialistische Falschgeldsystem bald für Jahrzehnte zusammen. Damit all die gegenderten padöphilen Ökofaschisten aus Ihren (durch echte Leistungsträger) finanzierten Staatsjobs, auf den Acker zum Kartoffelnlesen gejagt werden.
    Man kann mittlerweile ja gar nicht mehr soviel essen wie man kotzen möchte!

    Und bevor wieder die Nazikeule geschwungen wird:
    Das Gegenteil von links ist nicht rechts sondern frei !

  14. Rudolf sagt:

    Am politischen Gender- und Gleichheitswah sieht man, daß „Rassenforschung“ wieder ganz vorne ist. Warum wohl? Weil die treibenden Kräfte damals und heute dieselben sind.

    Es ist sicher kein Zufall, daß sowohl die „Rassenbiologie“ als auch der Genderwahnsinn von Rockefeller finanziert wurde/wird. Die Kaiser Wilhelm Institute – später in Humangenetische Institute umbenannt wurden von den britischen Rockefellerinstituten finanziert. Von einem solchen Institut wurde Mengele (von Verschuer) nach Auschwitz gesendet. Die britische Eugenische Gesellschaft wurde vor dem NS gegründet. Hitler war ein Fan von diesen Leuten. Der ganze pesudowisssenschaftliche Mist kam von London und wurde von dort aus nach Deutschland exportiert.

    Besonders bedenklich finde ich, daß heute nach dem Willen der rockefellerinsituton WHO alle psychiatrischen Patienten IN ALLEN DETAILS nach dem ICF klassifiziert werdensollen. Alles natürlich in elektronischen Akten. Mißbrauch ist vorprogrammiert.

    Besonders, wenn man berücksichtigt, daß heute wieder mehr als 1000 wehrlose Patienten pro Jahr durch Ärzte getötet werden. Man nennt es heute „freiwillige Organspende nach dem Tod“. Aber natürlich ist es weder freiwillig, noch sind sie tot. Von freiwilligkeit kann man erst sprechen, wenn man weiß, was geschieht. Die Öffentlichkeit wird jedoch massiv und vorsätzlich getäuscht, indem die Opfer als Tote bezeichnet werden. Sie leben natürlich und werden nur deswegen für tot erklärt, damit die Täter straffrei ausgehen.

    • Wir wären Ihnen noch für Belege dankbar, die das Involvment der Rockefeller-Institute und der britischen Eugenischen Gesellschaft belegen. Übrigens ist Herr Rockefeller kein Brite, sondern US-Amerikaner, d.h., er war es, wenn er auch eine große Schar von Nachkommen hat. Mit der Britischen Eugenischen Gesellschaft meinen Sie vermutlich das heutige Galton Institut, aber das hat mit dem, was Sie unter Eugenik verstehen, nun wirklich gar nichts zu tun: Ich empfehle daher selbst liebgewonnene Verschwörungstheorien von Zeit zu Zeit auf Übereinstimmung mit der Realität zu testen und gegebenfalls zu verwerfen.

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