Was in Deutschland regiert, ist intellektuell nicht zumutbar. Am Beispiel: Gründe gegen den “Freedom Day”

Die ARD hat einen Feldtag.

Man darf sich wieder als Mundstück politischer Gestalten verdingen, solcher, die denken, die Position, in die sie von wem auch immer gehievt wurden, habe ihnen die Intelligenz verliehen, wegen deren Fehlen sie es nicht aus eigener Kraft geschafft haben. Gestalten, die nun kraft Position vollmundig einen Unfug nach dem nächsten verbreiten. Die jede Vernunft mit Füßen treten und jedes logische Gesetz, das einzig dazu beitragen kann, dass Verständigung diesseits der Grenze zum Wahnsinn möglich ist, brechen. Viele brechen logische Gesetze, weil sei einfach zu dumm sind, um korrekt denken zu können. Andere brechen logische Gesetze, weil sie einem ideologischen Denken folgen, dessen Ziel darin besteht, die Realität so krummzubiegen, dass sie zur Ideologischen Traumwelt, in der sie unterwegs sind, passt.

Ideologisches Denken zeichnet sich dadurch aus, dass von einem Ziel aus, das man erreichen will, gedacht wird. Ideologisches Denken ist hermetisch, insofern es nicht falsifizierbar ist. Kein Wunder also, dass es unter Ideologen und anderen intellektuell Herausgeforderten hoch im Kurs steht.

Wir haben einen Beitrag vom heutigen Tag, den die ARD veröffentlicht hat, zur Grundlage genommen, um die Problematik dieser (irreversiblen ?)Denkstörung darzustellen.

ARD: “Die Forderung von Kassenärztechef Andreas Gassen nach einem sogenannten “Freedom Day”, an dem alle Corona-Einschränkungen Ende Oktober aufgehoben werden, wird von Medizinern und Politikern scharf kritisiert. Kanzleramtschef Helge Braun lehnt die Forderung von Gassen ab.”

Braun: “Kann noch eine weitere Welle geben”

Braun sagte der Nachrichtenagentur Reuters: “Von einem ‘Freedom day’ im Herbst (…) halte ich derzeit nicht viel. Denn es kann gut sein, dass es noch eine weitere Welle geben wird.” Gut vier Millionen Menschen hätten sich bis heute infiziert, aber 20 Millionen noch keinen Impfschutz. “Das zeigt, wie groß eine neue Welle im schlechtesten Fall werden kann”, so Braun. “Wir sollten erst eine Aufhebung der Beschränkungen versprechen, wenn der Prozentsatz der Durchgeimpften insbesondere in den höheren Altersgruppen deutlich gestiegen ist – wir also eine Gemeinschaftsimmunität erreichen”, fügte Braun hinzu.

Die Braunsche Welt und seine Ideologie, die Impfung als Allheilversprechen umfasst, ist nur aufrecht zu erhalten, weil er die folgenden Informationen aus der Realität vollständig ignoriert.

  • Impfung schützt nicht vor Infektion.
  • Wenn unter 80 Millionen UNGEIMFPTEN Menschen nur 4 Millionen infiziert waren, dann kann man daraus bestenfalls extrapolieren, dass sich von 20 Millionen weiterhin UNGEIMPFTEN eine Million infizieren kann.
  • Es kann gut sein, dass es noch eine weitere Welle geben wird, es kann ebenso gut sein, dass es KEINE weitere Welle geben wird. Da sich Braun ausschließlich dafür interessiert, dass es eine weitere Welle geben könnte, kann man seine impliziten Prämissen aufzeigen, denn nur, wer nach einem Grund sucht, an freiheitsberaubenden Maßnahmen festzuhalten, wird so argumentieren. Wem wirklich daran liegt, seine Bevölkerung nicht einzusperren und zu drangsalieren, der würde hier sagen: Wir heben jetzt alle Maßnahmen auf und warten, wie es sich entwickelt. Es kann zwar eine neue Welle geben, aber derzeit GIBT es keine. Deshalb gibt es auch keinen Grund, irgendwelche Maßnahmen gegen ein kaum vorhandenes Virus aufrechtzuerhalten.

Die Zielvorstellung, die Braun durchzusetzen versucht, sieht vor, alle Deutschen zur Impfung zu zwingen und erst dann, die Freiheitsrechte, die geraubt wurden, teilweise zurückzugeben [täuschen Sie sich nicht, selbst diejenigen, die durch Impfung ihre Untertänigkeit unter Beweis gestellt haben, werden nicht alle Freiheitsrechte, die ihnen geraubt wurden, zurückbekommen], wenn sich alle oder fast alle oder so viele, wie Herr Braun für richtig hält, haben impfen lassen. Ideologisches Denken ist das, was in totalitären Systemen zu finden ist, dort vorherrscht.

Nächstes Beispiel:

“Niedersachsens Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker sagte der “NOZ”, es widerspreche der ärztlichen Sorgfaltspflicht, “quasi Wetten auf zukünftige Krankheitsverläufe abzuschließen”.”

Niemand weiß, wie sich SARS-CoV-2 entwickeln wird. Die Anzeichen sprechen derzeit eher dafür, dass das Virus harmloser geworden ist, als es eh schon war. Die medikamentösen Behandlungsmethoden haben sich erheblich verbessert. Wenn Wenker sich also dagegen ausspricht, “quasi Wetten auf zukünftige Krankheitsverläufe abzuschließen”, dann stellt sich die Frage, warum sie es tut, denn nichts anderes ist es, wenn man sein Geld darauf wettet, dass ganz viele ganz furchtbar an COVID-19 erkranken werden. Einmal mehr zeigt sich ideologisches Denken par excellence. Es geht Wenker nicht darum, die Argumente die Andreas Gassen vorgebracht hat, zu würdigen und zu diskutieren, es geht ihr, die sich Präsidentin nennt und somit ein weiteres Beispiel für eine Position abgibt, die durch ihren Inhaber, sorry, ihre Inhaberin lächerlich gemacht wird, darum, Gassen zu diskreditieren. Auch der Diskreditierungsversuch kann nur über die implizite Prämisse erklärt werden, dass auf Teufel komm’ raus, der bisherige Blödsinn von COVID-19-Maßnahmen fortgesetzt werden muss, entweder, weil durchgesetzt werden soll, dass sich so viele Deutsche wir nur möglich impfen lassen oder weil man sich als Trittbrettfahrer auf dem Sykophanten-Zug der Regierung profilieren will. Letzteres ist hier wohl das Wahrscheinlichste.

Weiter geht’s

“Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) stellt sich gegen Gassen. Sie halte die Forderung mit Blick auf den Herbst und Winter “noch für zu leichtsinnig”, betonte Behrens gegenüber der “NOZ”.”

Zu leichtsinnig kann man den Vorschlag von Gassen nur dann halten, wenn man einen Grund sucht, nicht vorhandener Fallzahlen zum Trotz Restriktion und Gängelung aufrecht zu erhalten. Noch einmal: Ein Polit-Darsteller, dem es nicht darum geht, sich im Gefühl seiner selbst-attribuierten Bedeutung zu sonnen und seine neu gefundene Pseudo-Wichtigkeit (die Pet Shop Boys singen hier von 15 minutes of fame) zu feiern, der sucht nicht nach Gründen, Gängelung aufrecht zu erhalten, er wird vielmehr sagen: Okay, derzeit gibt es kein SARS-CoV-2, das der Rede wert wäre, lassen wir Gängelung und Restriktionen sein und schauen, was draus wird.

Und natürlich darf die deutsche Antwort auf Spencer Perceval Jr*: Karl Lauterbach nicht fehlen:

Freedom Day Result

“SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte den Ansatz, “einfach mal auszutesten, was unser Gesundheitssystem aushält, wie viele Patienten auch intensiv behandelt werden können.” Auch sei die Hoffnung “unrealistisch”, durch die Ankündigung eines “Freedom Days” die Menschen zum Impfen motivieren zu wollen.”

Dasselbe ideologische Denken, dass sich nur damit erklären lässt, das auf jeden Fall verhindert werden muss, dass Bürger volle Freiheit in ihrem eigenen Leben leben können. Die Prämisse von Lauterbach, vor der seine Aussagen Sinn machen, lautet: Bürger müssen auch weiterhin gegängelt und ihrer Freiheit beraubt werden. Hätte er diese Prämisse nicht, er könnte, wie es für einen wohlmeinenden Politiker normal wäre, die Position beziehen, dass es keinen Grund gibt, Bürger zu gängeln und einzuschränken, dass niemand weiß, wie der Herbst und der Winter werden wird, und dass es deshalb keinen Grund gibt, aktuell für etwas, das niemand kennt, leiden zu lassen.

Dass Polit-Darsteller und ihre Hilfstruppen alles daransetzen, um jede Ausrede zusammenzuklauben, die es aus ihrer Sicht legitimiert, Bürgern ihre Freiheit zu rauben, sagt eigentlich alles, über diese intellektuell indiskutable Klasse und ihr ideologisches Denken. Ideologisches Denken ist in den meisten Fällen eine Denkstörung, Ergebnis einer antrainierten oder angeborenen geistigen Verfassung, die man nur schwerlich mit den Standards logischen und normalen Denkens in Einklang bringen kann.

Nichts desto trotz sind das Leute, die in Deutschland in gesellschaftliche Positionen gelangt sind.

* Spencer Perceval Jr. war ein britischer Abgeordneter im Unterhaus, zudem einer der 12 Apostel der Catholic Apostolic Church und hat in seiner Doppelfunktion die Apokalypse wegen moralischer Verlotterung vorhergesagt (das war 1926).



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