Geistig Behinderte an Gymnasien: Bremen macht es möglich

Gutmenschen machen zuweilen den Eindruck von Elefanten, die Porzellanläden in vermeintlich bester Absicht betreten, und erst verlassen, wenn ihre Gutheit den Laden zu einem Scherbenhaufen reduziert hat.

Die Bremer Bildungspolitik, ein Ergebnis politischer Inzucht seit 1948, hat bereits dazu geführt, dass egal, welchen Leistungstest man in Deutschland zu Rate zieht, Bremer Schüler immer am Ende zu finden sind. Nun wollen die Bremer den Sarg, in dem sie die Bildung kommender Generationen begraben wollen, endgültig zunageln: mit Inklusion.

Inklusion, obwohl ein sehr altes Thema in der Bildungsforschung, ist das neueste Steckenpferd der guten Menschen. Sie wollen behinderten Menschen helfen, nicht behindert zu sein und ihnen die volle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verordnen, obwohl sie behindert sind. In Bremen geht dies soweit, dass sogenannte W+E Klassen eingerichtet werden, wobei W+E für Wahrnehmung und Entwicklung steht und als Etikett Kindern angeheftet wird, die körperlich und/oder geistig behindert sind.

Dass eine körperliche Behinderung kein Grund sein kann, seiner Leistung entsprechend beschult zu werden, ist selbstverständlich. Bei geistigen Behinderungen ist dies jedoch anders. Sie schließen vom Zugang zu bestimmten Bildungsinstitutionen aus. Dass sich Bremer Politiker geistig behinderte Abiturienten vorstellen können, sagt mehr über sie und das Niveau, auf dem sich ihre Diskussionen bewegen als über sonst etwas aus.

Doch der Reihe nach.

Der Weser-Kurier berichtet davon, dass man in Bremen begonnen hat, flächendeckend die politische Idiotie, die in Bremen „Entwicklungsplan Inklusion“ geworden ist, in die Tat umzusetzen. Nachdem den Gymnasien Vegesack und Links der Weser bereits die Inklusion als Heilmittel für gesellschaftliche Ungleichheit verordnet wurde, hat es für die Schulsaison 2018/2019 nun das Gymnasium Horn getroffen. Ab dem Sommer sollen dort fünf u.a. geistig behinderte Kinder unterrichtet werden.

Warum auch nicht. Es stellt denjenigen gegenüber, die auf Hauptschulen und Realschulen gelandet sind, weil ihre Leistung als für ein Gymnasium nicht ausreichend angesehen wurde, in Bremen keine Ungerechtigkeit dar und auch keine Benachteiligung, wenn man nun geistig Behinderte an Bremer Gymnasien beschult.

Warum? Weil es sich politische, sorry, aber man kann sie wirklich nicht mehr anders bezeichnen: Spinner in den Kopf gesetzt haben, ihre eigene Gutheit als Elefant in den Bremer Porzellanladen der Bildung zu tragen und dort so viel Zerstörung anzurichten, wie nur möglich.

Die politische Idiotie, die in der Vorstellung mündet, man könne Gymnasiasten und geistig Behinderte gleichzeitig und an einem Gymnasium unterrichten, schlägt sich im Bremer „Entwicklungsplan Inklusion“ in so markigen wie weltfremden Formulierungen wie der folgenden nieder:

„Da inklusive Schulen alle Kinder gemeinsam unterrichten, müssen sie Mittel und Wege finden, beim Unterrichten auf individuelle Unterschiede einzugehen. Davon profitieren alle Kinder. Zweitens gibt es eine soziale Begründung: Inklusive Schulen können Einstellungen zu Vielfalt verändern, wenn alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Sie bilden damit die Basis für eine gerechte und diskriminierungsfreie Gesellschaft“

Ob Werder Bremen aus Gründen der Inklusion angewiesen werden soll, zwei Spieler zu verpflichten, denen Beine amputiert wurden, denn auch diese Spieler haben einen Anspruch auf Inklusion in eine Profimannschaft, ist bislang noch unklar. Klar ist nur, dass Idiotien wie die aus Bremen in der Regel keine Grenzen kennen.

Damit wir alle wissen, worüber wir reden.
Die US-Amerikanische Association on Intellectual and Developmental Disabilities (AAiDD), definiert geistige Behinderung als “a disability characterized by significant limitations in both intellectual functioning and in adaptive behavior, which covers many everyday social and practical skills”.

Wer als geistig behindert eingestuft wird, ist somit erheblich in seinem Intellekt behindert, d.h. er hat nach gängigen Kriterien einen IQ von weniger als 70 und er hat erhebliche Anpassungsprobleme, die dazu führen, dass

  • der Behinderte nicht richtig lesen oder sprechen kann, Probleme mit Zeit, deren Wahrnehmung und Selbststeuerung hat;
  • der Behinderte erhebliche Probleme mit eigenverantwortlichem Handeln hat, die zuweilen bis in den Bereich der Boshaftigkeit reichen;
  • der Behinderte Regeln nicht folgen kann, gesellschaftliche Standards von Reinlichkeit oder Gesetzestreue nicht befolgt, dass seine Fähigkeit, Probleme des täglichen Lebens (Busfahren) zu bewältigen eingeschränkt ist,
  • der Behinderte Handlungen des täglichen Lebens vom Toilettengang bis zum Essen nicht eigenständig ausführen kann.

Die Beschreibung, die wir bei der AAiDD gefunden haben, beschreibt die Menschen, die nach dem politischen Willen des SPD-Senators für Bildung in Bremen, Claudia Bogedan, gemeinsam mit Gymnasiasten in Bremen am Gymnasium Horn beschult werden sollen.

Gegen die Verpflichtung, diese politische Idiotie, die einzig der eigenen Inszenierung dient und keinerlei Rücksicht weder auf die Bedürfnisse von behinderten Kindern noch auf die von gesunden Kindern, die ein Abitur erreichen wollen, nimmt, ist die Leiterin des Gymnasiums Horn, Christel Kelm, vor das Bremer Verwaltungsgericht gezogen. Man muss Achtung vor allen haben, die in Bremen versuchen, denen, die Politiker spielen, Einhalt zu gebieten. Im Bremer Schulgesetz, so argumentiert Kelm sei festgeschrieben, dass gymnasialer Unterricht auf das Abitur auszurichten sei – auf das Abitur, das geistig Behinderte nun einmal nicht erreichen können, außerhalb von Bremen jedenfalls nicht. Aber auch in Bremen, so Kelm, könnten „Kinder mit schweren geistigen Behinderungen“ das „im Schulgesetz verankerte Anforderungsniveau … schlicht nicht erreichen“.

Hut ab vor diesem Schimmer von Menschenverstand in Bremen, ein Schimmer, über dem jedoch bereits der Schatten des Wahnsinns schwebt, denn im Ministerium, das sich zum Ziel gesetzt hat, Bremer Schulen zur internationalen Lachnummer weiterzuentwickeln, ist man zuversichtlich, dass das Verwaltungsgericht, vor dem sich Kelm gegen die politischen Elefanten zur Wehr setzen will, die Verordnung, dass an Gymnasien nunmehr auch geistig behinderte Kinder unterrichtet werden sollen, als „zulässigen innerdienstlichen Organisationsakt“ genehmigen werde.

Man sieht: Geistige Gesundheit geht an „innerdienstlichen Organisationsakten“ zugrunde.


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Systematische Zerstörung: Flüchtlinge bekommen in Bremen den Hauptschulabschluss geschenkt

Wenn es darum geht, Bildung, den Wert von Bildung und die Bedeutung von Bildungszertifikaten systematisch zu zerstören, dann ist niemand so erfolgreich wie das Bundesland Bremen.

Bremer Schüler schneiden in bundesweiten Leistungstests immer am schlechtesten ab. Bremer Abiturienten haben in vielen Fällen gerade einmal das Niveau bayerischer Hauptschulabsolventen, und Bremer Universitäten … aber lassen wir das.

Wenden wir uns lieber dem neuesten Fall der mutwilligen Zerstörung von Bildung zu, den es aus Bremen zu berichten gibt. Dort bekommen Flüchtlinge in einem einzigartigen Versuch, die Realität zum Verschwinden zu bringen, Hauptschulabschlüsse geschenkt.

Stellen Sie sich vor, Sie haben rund 800 Schüler, von denen im besten Fall 20% den Hauptschulabschluss aufgrund ihrer nachgewiesenen schulischen Fähigkeiten erreichen können. Wie stellen Sie es an, dass nicht 20%, sondern 80% den Hauptschulabschluss erreichen, die Größenverhältnisse also umgekehrt werden?

So geht’s:

Zunächst kappen Sie alle Verbindungen zu einem externen Maßstab. Dass man Mindestanforderungen in deutscher Sprache, Mathematik usw. nachweisen muss, um einen Hauptschulabschluss zu erreichen, das vergessen wir einfach. Der externe Maßstab, nachdem die Beherrschung einer Sprache in Wort und Schrift und die Beherrschung von Mathematik in z.B. der Fähigkeit, den Satz des Pythagoras anzuwenden, besteht, den streichen wir.

Statt dessen benutzen wir, bei der Beurteilung der Leistungen unserer 800 Schüler einen internen Maßstab. Wir gehen vom Besten unter den Schlecht aus. Er erhält seine gemessen an den anderen Schlechten „beste Leistung“ mit der besten Note vergütet und setzt damit den neuen Standard. Nun nehmen wir den schlechtesten der Schlechten und setzen den anderen Extrempunkt unserer Verteilung. Zwischen beiden Extrempunkten schaffen wir dann eine Art „Normalverteilung der Noten“, die ihren Scheitelpunkt zwischen den Noten 2  und 3 hat und nach links wie nach rechts abfällt. Auf diese Weise haben wir es geschafft, dass nunmehr rund 80% aufgrund ihrer Noten einen Hauptschulabschluss erreichen. Das einzige Problem, das wir immer noch haben, besteht darin, dass diejenigen, die nun einen Hauptschulabschluss haben, in der Regel weder Deutsch noch Mathematik beherrschen.

Aber das ist im Bremer Modell, das wir gerade beschrieben haben, kein Problem, denn in Bremen gibt es linke Gutmenschen, die ihre Menschenfeindlichkeit und ihren Zynismus an Flüchtlingen auslassen.

Denn:

  • Die konstruktivistische Perspektive auf Bildungszertifikate bringt die ersten Eregbnisse.

    Die Anforderungen, die an die Schüler gestellt werden, sind selbst nach Einschätzung der Lehrer ein Witz. Nicht einmal das „B1-Level“ in Deutsch werde von den meisten erreicht. Wer sich ein Bild davon machen will, welche Anforderungen auf dem B1-Level der Kenntnisse des Deutschen gestellt werden, der kann das hier tun.

  • Die Schüler, die in Bremen von der Bildungsbehörde mit einem Hauptschulabschluss versorgt werden, haben zwar einen Hauptschulabschluss, aber sie haben keine der Kenntnisse, die man von einem Hauptschulabschluss-Inhaber erwartet.
    1. Als Konsequenz wird nicht nur der Hauptschulabschluss für alle entwertet, denn wenn es in Bremen für eine Bevölkerungsgruppe möglich ist, einen Hauptschulabschluss geschenkt zu bekommen, dann kann man nicht ausschließen, dass dies nicht auch für andere Bevölkerungsgruppen der Fall ist, schon weil zusätzliche Schenkungen eine Frage der Gleichbehandlung sind.
    2. Als weitere Konsequenz, werden diejenigen, die durch ihre Leistung einen Hauptschulabschluss erreicht haben, deren Kenntnisstand somit dem entspricht, den man vom Inhaber eines Hauptschulabschlusses erwartet, diskriminiert und ihre Leistung abgewertet. Sie werden zum Opfer politischen Favoritismuses.
    3. Schließlich haben auch diejenigen, denen der Hauptschulabschluss geschenkt wurde, nichts davon. Sie können nach wie vor nur rudimentär schreiben, lesen und sprechen und auch in anderen Fächern erfüllen sie nicht die Erwartungen. Deshalb wird ein rationaler Akteur gar nicht erst versuchen, Flüchtlinge aus Bremen, die einen Hauptschulabschluss vorweisen können, einzustellen, denn die Wahrscheinlichkeit, durch den vermeintlichen Abschluss getäuscht zu werden, ist zu hoch.
  • Nur die Bremer Bildungsbehörde, die seit 1945 von der SPD geführt wird, scheint mit dem Ergebnis zufrieden. Man kann eine Statistik vorweisen, die zeigt, dass Flüchtlinge in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben. Die Kosten, die dadurch entstehen, dass der vermeintliche Hauptschulabschluss eine Farce ist, tragen andere. Sozialismus und Menschenverachtung in Reinkultur.

Und so sind am Ende alle geschädigt, nur die SPD-Politiker in ihrer Traumwelt, sie fühlen sich gut. Sie denken, sie hätten Flüchtlingen etwas Gutes getan, ihnen einen Hauptschulabschluss verschafft.

Aber:

Sie haben allen Bremer Flüchtlingen geschadet, denn niemand wird einen Hauptschulabschluss aus Bremen, den ein Flüchtling erworben hat, für bare Münze nehmen.

Sie haben allen anderen, die in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben, geschadet, denn ihr Abschluss (selbst wenn er ihren Fähigkeiten entspricht) wird durch das Wissen, dass in Bremen Hauptschulabschlüsse verschenkt werden, noch weiter entwertet.

Sie haben die Motivation derer, die über Leistung einen Hauptschulabschluss erreichen wollten (Flüchtlinge und nicht-Flüchtlinge), zerstört. Warum soll man Leistung erbringen, wenn man einen Hauptschulabschluss geschenkt bekommt?

Und sie haben dem deutschen Bildungssystem massiven Schaden zugefügt. Zur Erinnerung: Mit Bildungszertifikaten verbinden sich zwei Annahmen: (1) Bildungszertifikate geben an, dass die Inhaber bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben. (2) Gleiche Bildungszertifikate an unterschiedlichen Orten erworben, sollen dennoch vergleichbar sein.

Beide Annahmen haben die Bremer Bildungspolitiker zerstört. Weder kann man davon ausgehen, dass Bremer Schüler mit einem Hauptschulabschluss die Kenntnisse vorweisen, die man mit einem Hauptschulabschluss verbindet. Noch kann man Abschlüsse aus Bremen mit denen auf gleicher Ebene aus anderen Bundesländern vergleichen. Damit ist die ganze Idee von Bildungsabschlüssen im Eimer, und die Bremer sollten den von ihnen begonnenen Weg konsequent zu Ende gehen: Bildungszertifikate und das staatliche Bildungssystem komplett abschaffen, auf jede Form von Bildungsstandard verzichten, Idioten mit Genies gleichstellen und Lehrstühle mit Politikern besetzen: Gleichheit in Dummheit, das Bremer Programm sollte zuende gebracht werden. Damit nachfolgende Generationen wieder singen können: „Auferstanden aus Ruinen …“ (mit dann privaten Bildungsinstitutionen).


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75% können nicht schreiben: Berliner Grundschüler werden in Dummheit gleichgestellt

Der Tagesspiegel berichtet heute von den Ergebnissen einer Schulleistungsstudie, die unter Berliner Grundschülern im Jahre 2017 durchgeführt wurde und die bislang nur dem Tagesspiegel vorliegen. Demnach erreiche „knapp die Hälfte“ der rund 24.000 Berliner Grundschüler in dritten Klassen „nicht einmal die Mindestanforderungen“, die die Kultusministerkonferenz an Rechtschreibung stellt, 25% schafften nur den Mindeststandard, d.h. 50% der Berliner Grundschüler sind als funktionale Analphabeten anzusehen, 25 weitere Prozent als rudimentär des schriftlichen Ausdrucks Fähige. Lediglich ein Viertel der Berliner Grundschüler erreicht demnach in Berliner Grundschulen, weshalb alle Schüler eigentlich Berliner Grundschulen besuchen: Sie erlernen eine grundlegende Kulturtechnik: zu schreiben.

Aber mit Sicherheit sind alle Berliner Grundschüler hervorragend in politischer Ideologie ausgebildet, intime Kenner abstruser Sexpraktiken, vertraut mit dem Binnen-I und darüber hinaus in der Lage, Rassismus und Rechtsextremismus zu bekämpfen, wenn auch nicht im schriftlichen Ausdruck.

Wenn man nun denkt, die Tatsache, dass staatliche Bildung hier komplett versagt, sei der eigentliche Skandal, dann irrt man. Doch verbleiben wir noch einen Moment beim staatlichen Bildungsauftrag. Die Begründung für Schulpflicht besteht darin, eine einheitliche Vermittlung von Bildung zu gewährleisten. Entfällt die Vermittlung von Bildung durch öffentliche Schulen, dann entfällt normalerweise auch die Schulpflicht.

So heißt es im Paragraphen 3 des Berliner Schulgesetzes:

“(1) Die Schule soll Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen vermitteln, die … Schüler in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen selbständig zu treffen und selbständig weiterzulernen, um berufliche und persönliche Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, das eigene Leben aktiv zu gestalten, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen und die Zukunft der Gesellschaft mitzuformen.

Sofern man der Ansicht ist, dass die Beherrschung der deutschen Schriftsprache eine notwendige Voraussetzung dafür ist, „Entscheidungen selbständig zu treffen und selbständig weiterzulernen“, muss man feststellen, dass Berliner Grundschulen hier gegen das Berliner Schulgesetz verstoßen, denn die Vermittlung der notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten findet nicht statt.

Dies mag daran liegen, dass im weiteren Verlauf des Paragraphen 3 des Berliner Schulgesetzes eine Vielzahl von unsinnigem, weil ideologischem Müll zusammengestellt wird, der keinerlei Bedeutung für die Entwicklung von Kompetenzen und Fertigkeiten von Schülern hat, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden, aber dennoch die Zeit, die z.B. für die Vermittlung von Rechtschreibung zur Verfügung steht, reduziert, offensichtlich in einem Ausmaß in Berlin reduziert, das es nicht mehr erlaubt, Grundschülern Rechtschreibung zu vermitteln.

Das Berliner Bildungsideal?

“(3) Schulische Bildung und Erziehung sollen die … Schüler insbesondere befähigen,
1. die Beziehungen zu anderen Menschen in Respekt, Gleichberechtigung und gewaltfreier Verständigung zu gestalten sowie allen Menschen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen,
2. die Gleichstellung von Mann und Frau auch über die Anerkennung der Leistungen der Frauen in Geschichte, Wissenschaft, Wirtschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft zu erfahren,
3. die eigene Kultur sowie andere Kulturen kennen zu lernen und zu verstehen, Menschen anderer Herkunft, Religion und Weltanschauung vorurteilsfrei zu begegnen, zum friedlichen Zusammenleben der Kulturen durch die Entwicklung von interkultureller Kompetenz beizutragen und für das Lebensrecht und die Würde aller Menschen einzutreten,
4. ihre Aufgaben als … Bürger in einem gemeinsamen Europa wahrzunehmen,
5. die Auswirkungen des eigenen und gesellschaftlichen Handelns auf die natürlichen lokalen und globalen Lebensgrundlagen zu erkennen, für ihren Schutz Mitverantwortung zu übernehmen und sie für die folgenden Generationen zu erhalten,
6. ein Verständnis für Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie die notwendigen Anpassungen an dessen Folgen zu entwickeln, Maßnahmen zum Klimaschutz zu erfahren und die eigenständige und verantwortungsbewusste Umsetzung solcher Maßnahmen im Alltag zu erlernen,
7. die Folgen technischer, rechtlicher, politischer und ökonomischer Entwicklungen abzuschätzen sowie die wachsenden Anforderungen des gesellschaftlichen Wandels und der internationalen Dimension aller Lebensbezüge zu bewältigen,
8. ihre körperliche, soziale und geistige Entwicklung durch kontinuierliches Sporttreiben und eine gesunde Lebensführung positiv zu gestalten sowie Fairness, Toleranz, Teamgeist und Leistungsbereitschaft zu entwickeln,
9. ihr zukünftiges privates, berufliches und öffentliches Leben in Verantwortung für die eigene Gesundheit und die ihrer Mitmenschen auszugestalten, Freude am Leben und am Lernen zu entwickeln sowie die Freizeit sinnvoll zu nutzen.”

Der eigentliche Skandal besteht nun nicht darin, dass 75% der Berliner Grundschüler halbe oder ganze funktionale Analphabeten sind, auch nicht darin, dass die Berliner Schüler mit einer Unmenge von Müll zugeworfen werden, wie man angesichts der Ergebnisse annehmen muss, mit dem Ziel, sie eben daran zu hindern, Rechtschreibung und damit die Grundlagen des Bildungsmiteinanders zu erlernen, sondern darin, dass die Ergebnisse vom Berliner Senat, von der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft verheimlicht werden sollten. Dass sie bekannt wurden, ist der Initiative von Joschka Langenbrink, einem SPD-Abgeordneten aus Neukölln zu verdanken und einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Gäbe es Langenbrink nicht, die Ergebnisse wären verschwiegen und verheimlicht worden.

Dass die Ergebnisse verheimlicht werden sollten, sagt viel, über das demokratische Verständnis aus, das den Berliner Senat prägt, und es sagt viel darüber aus, welchen Stellenwert dort das Wohl Berliner Bürger genießt. Offensichtlich keinen. Außerhalb des Berliner Senats ist bekannt, dass man Missstände nur abstellen kann, wenn man sie bekannt macht. Außerhalb des Berliner Senats ist bekannt, dass man Fortschritt nur dadurch erreichen kann, dass man aus Fehlern lernt. Im Berliner Senat ist das anders. Dort wird verheimlich, nicht gelernt. Dort wird geschwiegen, nicht gehandelt. Dort werden Bürger darüber im Unklaren gelassen, dass die Ausbildung in Berliner Grundschulen für die erhebliche Steuergelder aufgebracht werden, keinerlei Qualitätsmaßstab genügt. Es steht zu erwarten, dass die Leistungen der Berliner Grundschüler nicht schlechter ausfallen würden, würden sie von ihren Eltern in Rechtschreibung unterrichtet.

Was also eigentlich verschwiegen werden soll, ist die Tatsache, dass Berliner Bürger für eine Leistung (die Vermittlung von Grundkenntnissen in deutscher Rechtschreibung an Berliner Grundschulen) bezahlen, die nicht erbracht wird, weil die Schulen in Berlin zu schlecht sind, als dass sie Schüler produzieren würden, die der Rechtschreibung fähig sind. Und natürlich sind es nicht die Schulen, die Rechtschreibung vermitteln, es sind die Lehrer, Grundschullehrer. In Berlin sind 87,5% der Grundschullehrer weiblich. Entsprechend ist die Schulkatastrophe, die Unfähigkeit von Berliner Grundschullehrern den Berliner Grundschulkindern deutsche Rechtschreibung zu vermitteln, eine weibliche Katastrophe. Und es ist eine Katastrophe, die ausländische und deutsche Schüler in fast gleicher Weise betrifft, wie die Ergebnisse zeigen. In Berlin ist man auf dem Weg zu absoluter Gleichstellung, Gleichstellung in Armut und vor allem Gleichstellung in Unbildung, in Dummheit.

Vermutlich sollen diese Konsequenzen sozialistischer Politik verheimlicht werden.

Die Ergebnisse für Rechtschreibung sind nur ein Teil der Ergebnisse. Man darf mit Spannung darauf warten, ob die miserablen Ergebnisse in Rechtschreibung durch die Ergebnisse in Mathematik noch unterboten werden.

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Das miese Geschäft mit dem Mitleid – Diesmal Täuschung aus dem BMZ

#ichwillfair [Die deutsche Sprache ist nicht jedermanns Sache], #WeltohneHunger, so tweeted das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit unter einer Abbildung, auf der angeblich gezeigt wird, wer an einer Tafel Schokolade verdient. Die armen Kakaobauern, die sich des Mitleids des BMZ, wenn schon sonst nichts, sicher sein können, sie verdienen nur 6 Cent am Preis einer Tafel Schokolade. Noch schlechter schneiden staatliche Behörden ab, die nur 4 Cent am Preis einer Tafel Schokolade verdienen. Spitzenverdiener sind der Handel und die Hersteller von Schokolade.

Das ist, wie das BMZ meint, nicht fair.

Wir meinen, es ist nicht fair, nicht in Ordnung, wenn das BMZ hier Grafiken verbreitet, die ein Bild vermitteln, das der Realität nicht entspricht und den Anteil deutscher staatlicher Raffgier an den 89 Cent vollständig zu unterschlagen.

Wir haben deshalb ein paar Posten zusammengestellt, die das BMZ mutwillig unterschlägt, um die Meldung, die bösen Kapitalisten sind daran schuld, dass Kakaobauern hungern müssen, verbreiten zu können.

Fangen wir mit Schokolade an. Schokolade besteht aus mehr als Kakao.

In der Regel enthält Schokolade:

  • Kakaobutter,
  • Kakao
  • Nüsse, Erdnüsse,
  • Trockenmilch
  • Vanille
  • Honig,
  • Zucker,
  • Mandeln,
  • (Rosinen)

Diese Zutaten müssen beschafft werden. Das kostet Geld. Und die Zutaten vereinigen sich nicht selbständig zu Schokolade. Jemand muss sie mischen und die Schokolade herstellen, dafür fallen direkte Arbeitskosten an;

Um die Schokolade herzustellen, braucht man nicht nur Arbeitskräfte, man braucht

  • Maschinen,
  • eine Halle drumrum,
  • Energie,
  • Es fallen zusätzliche Personalkosten für die Überwachung der Produktion und den Unterhalt der Maschinen an.
  • Die Maschinen verlieren zudem mit jeder Betriebsstunde an Wert …

Wenn man Schokolade hergestellt hat, benötigt man Verpackungsmaterialien, Maschinen, die die Verpackung um die Schokolade wickeln und in Kartons, die man beschafft hat, setzen, man benötigt Lagerarbeiter und entsprechenden Lagerplatz, Maschinen zum Transport der Schokolade, eine interne Logistik. Auch dafür fallen Kosten an.

Dann werden Verwaltungsmitarbeiter benötigt, die sich um die Löhne der Arbeiter kümmern, den Nachschub an Zutaten und Verbrauchsmaterialien usw. organisieren, die Abrechnungen erstellen, nicht zuletzt die, die das Finanzamt haben will und vieles mehr. Damit sie das tun können, benötigen sie einen Schreibtisch, einen Computer, Möglichkeiten der Telekommunikation und vieles mehr, was beschafft und gewartet und wenn es kaputt ist, ersetzt werden muss. Nicht zu vergessen, die Mitarbeiter der Verwaltung wollen auch bezahlt werden. So wie die Mitarbeiter von Logistik und Marketing, die sich um den Absatz von Schokolade kümmern, um Regalplätze in Supermärkten kämpfen, Werbung schalten und dafür sorgen, dass die Schokolade aus der Fabrik in Läden gelangt. Dazu benötigt man Fahrzeuge, die wiederum Benzin verbrauchen usw. Schließlich müssen all die Gebäude, in denen Material gelagert, Schokolade hergestellt, Schokolade gelagert, Mitarbeiter Verwaltungsarbeiten unternehmen usw. finanziert und unterhalten werden.

Das sind eine ganze Menge Kosten, die entstehen, um eine Tafel Schokolade zu produzieren und in den Laden zu bringen. Und an jedem dieser Posten verdient der Staat. Für Anschaffungen fällt Umsatzsteuer an. Für die Mitarbeiter sind Lohnsteuer und Sozialabgaben zu entrichten. Dazu kommen Gewerbesteuer, Grundsteuer, Feuerschutzsteuer, Köperschaftssteuer, Stromsteuer …

Hätte das BMZ all diese Kostenarten berücksichtigt, dann wäre es nichts geworden, mit der schäbigen Mitleidsgrafik, die die armen Kakaobauern gegen die reichen Unternehmen ausspielt, die sich angeblich am Verkauf von Schokolade eine goldene Nase verdienen. Berücksichtigt man die Hand, die der Staat über seine verschiedenen Steuern in der Tasche all derer hat, die hier als diejenigen dargestellt sich, die an Schokolade verdienen, dann ergibt sich ein anderes Bild, dann verdient der Staat an einer Tafel Schokolade mindestens 16 Cent, hinzu kommen die 4 Cent für staatliche Behörden im Anbauland. Damit wären wir bei ca. 20 Cent staatliches Verdienst an einer Tafel Schokolade. Dem Schokoladenhersteller bleibt in der Regel ein Nettogewinn von zwischen 6 und 10 Cent pro Tafel.

Wenn dem BMZ so viel an den Kakaobauern liegt, warum wirbt man dann nicht dafür, das horrende steuerliche Verdienst an Schokolade zu verringern und die Differenz den Kakakobauern zu Gute kommen zu lassen.

Es wird niemanden wundern zu erfahren, dass sich derart falsche und verzerrte Darstellungen, die allesamt den Staat als denjenigen, der ohne etwas zu Produktion, Herstellung und Vertrieb beizutragen, am meisten daran verdient, vergessen, in Unterrichtsmaterialien findet. Offensichtlich denken die Verantwortlichen, die Indoktrination klappe nicht in gleichem Maße, wenn man Schülern reinen Wein einschenkt.

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Pädagogik der Sandweste: Die Hilflosigkeit unfähiger Lehrer

Die britische Zeitung „Daily Mail“ scheint kurz davor zu sein, eine Rubrik „German Oddities“ einzurichten. Jedenfalls hat die Zeitung große Probleme, ihren Lesern die Wahrheit eines Berichts über rund 200 deutsche Schulen glaubhaft zu machen, in denen Schüler neuerdings in Sandwesten gezwängt werden, die zwischen 1,5 und 4 Kilogramm schwer sind, und die sie daran hindern sollen, im Unterricht herum zu zappeln oder im Unterrichtsraum herumzulaufen. Was die Leser der Daily Mail kaum für möglich halten, wird beim Deutschlandfunk als „Modellversuch“ diskutiert, an dem 13 Hamburger Schulen teilnehmen. Sie testen den Einsatz von „kiloschweren Sandwesten“, um Schülern mehr Ruhe und Konzentration zu ermöglichen. Der Einsatz richtet sich vornehmlich gegen Schüler, die an einem Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) leiden sollen, dauere nie länger als 30 Minuten und werde nicht gegen den Willen des Kindes zum Einsatz gebracht. Beim Bayrischen Rundfunk sind die Nuancen desselben Gegenstands andere. Nun wird die Sandweste maximal 20 bis 30 Minuten verordnet und kein Kind „wird gezwungen, sie länger zu tragen“.

Wie dem auch sei, die Sandwesten sind den einen eine große Hilfe, von der sie sogar behaupten, ADHS-Kinder würden sie „lieben“, gäben sie ihnen doch die Gelegenheit, endlich sitzen zu bleiben, während die anderen der Ansicht sind, Sandwesten seien eine Form schulischer Folter, die der Zwangsjacke entspreche, wie sie in der Psychiatrie zum Einsatz komme.

Wir betrachten den Einsatz von Sandwesten als Eingeständnis der Hilflosigkeit und somit als Beleg für pädagogisches Scheitern und vor allem als eine katastrophale Meldung an Schüler, die doch eigentlich zu eigenständigen Menschen erzogen werden sollen.

Zunächst zur an deutschen Schulen grassierenden pädagogischen Hilflosigkeit, die man nicht besser zum Ausdruck bringen kann als mit einer Sandweste.

Howard Becker, einer der Pioniere der Soziologie der Pädagogik hat darauf hingewiesen, dass Lehrer gegenüber ihren Schülern vor allem mit zwei Problemen konfrontiert sind: (1) die Erfüllung der übertragenen Aufgabe und (2) die Herstellung von Disziplin, die gewöhnlich darüber erfolgt, dass man als Lehrer die eigene Autorität im Klassenzimmer etabliert, sofern man eine Autorität zum Etablieren hat.

Beide Probleme hängen natürlich miteinander zusammen. Ein Lehrer, dem es nicht gelingt, mit seiner Autorität Disziplin herzustellen, der wird auch keinen Erfolg damit haben, seine Aufgabe, die in der Vermittlung von Wissen besteht, erfolgreich zu leisten. Folglich kann man argumentieren, dass für den Erfolg eines Lehrers, die Durchsetzung seiner Autorität und die Herstellung von Disziplin am wichtigsten sind. Dazu schreibt Becker:

„Teacher and pupil confront each other in the school with an original conflict of desires, and however much that conflict may be reduced in amount, or however much it may be hidden, it still remains. We must recognize that conflict, either actual or potential, is ever present in the teacher-pupil relationship, the teacher attempting to maintain her control against the children’s efforts to break it”.

Für Becker ist Unterricht somit durch einen Interessenkonflikt zwischen Schüler und Lehrer darüber gekennzeichnet, wie ein Unterricht abzulaufen hat. In der folgenden Interaktion zwischen Lehrer und Schülern werden dann Regeln ausgehandelt, wobei es die Aufgabe eines Lehrers ist, Bedingungen zu schaffen, die seiner ersten Aufgabe, nämlich der Vermittlung von Wissen, förderlich sind. Wir alle kennen aus unserer Schulzeit Lehrer, die damit keinerlei Problem hatten, bei denen die Disziplin keine Frage und der Unterricht interessant oder doch zumindest geordnet war, und wir alle kennen Lehrer, die für ihren Beruf eher ungeeignet sind, deren Unterricht in Monotonie erstickt und von Langeweile geprägt ist und deren Person Schülern keinerlei Anlass gibt, Respekt zu zollen oder gar Autorität zuzuschreiben. Lehrer der letzteren Art scheinen in Schulen häufiger zu werden als Lehrer der ersteren Art.

Das Problem der Autorität, das alle Lehrer lösen müssen, um Disziplin herzustellen, wird für schlechte Lehrer zu einem wirklichen Problem. Wo gute Lehrer mit ihrer Person und ihrem Unterricht überzeugen, müssen die schlechten Lehrer auf Hilfsmittel zurückgreifen. Früher war das z.B. der Rohrstock, mit dem die Autorität des Schulmeisters eingebläut wurde. Heute ist der Rohrstock verboten und die zumeist weiblichen Lehrer müssen auf andere Formen zurückgreifen, in der Regel auf psychische Formen Druck auf Schüler auszuüben und wenn diese auch nichts nutzen, dann muss der Rohrstock eben in einer anderen Variante neu eingeführt werden, als Sandweste zum Beispiel, die Schülern, die allzu offen zeigen, dass der Lehrer keine Autorität hat und in keiner Weise in der Lage ist, Disziplin in seinem Klassenzimmer zu gewährleisten, angelegt wird, mit der sie bestraft werden.

Das Perfide an dieser Rückkehr zum Rohrstock ist nun, dass das neue Mittel der Züchtigung nicht als Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit des Lehrers, Autorität zu etablieren und Disziplin durchzusetzen, gesehen wird, sondern dem Schüler angelastet wird. Der Schüler, der im Hinblick auf ADHS in der Mehrzahl ein männlicher Schüler ist, sei ein Opfer einer Krankheit und müsse daher behandelt werden. Dass sich mit dieser Krankheit nicht nur eine sehr problematische Form der Diagnose verbindet, sondern eine noch problematischere Form der Behandlung wird verschwiegen.

Nicht nur, werden Schüler zum Problem stilisiert und nicht Lehrer, die unfähig sind, Disziplin durchzusetzen, als das eigentliche Problem erkannt, die Schüler, denen eine Sandweste verordnet wird, werden durch Aussagen wie: die Sandwesten würden den Kindern zu einem „besseren Körpergefühl“ verhelfen (das tun Fußfesseln mit Sicherheit auch) und die soweit gehen zu behaupten, die Kinder würden es lieben, die Westen zu tragen, auch noch verhöhnt und ihrer Individualität beraubt. Ihnen und ihren Mitschülern wird die Lektion erteilt, dass sie unfähig sind, ihr eigenes Verhalten zu beeinflussen, zu steuern. Ihnen und ihren Mitschülern wird vorgeführt, dass äußerlicher Zwang gerechtfertigt ist, weil ein individueller Schüler nicht in der Lage ist, von sich aus sein Verhalten zu ändern und anzupassen. Den Schülern mit Sandweste wird entsprechend attestiert, dass sie zu keiner Kontrolle ihrer Handlunge fähig sind und der Anleitung durch Außenstehende, dem Zwang durch deren Maßnahmen, deren Nudging, bedürfen.

So erzieht man keine eigenständigen Persönlichkeiten, so erzieht man Sklaven und Deviante, die darauf vertrauen, von anderen angeleitet und in ihrem Handeln begrenzt zu werden, weil sie selbst, wie sie seit ihrer Schulzeit wissen, denn da wurde ihnen der entsprechende Freibrief erteilt, nicht zur Kontrolle ihres Handelns fähig sind.

Und alles weil es in Deutschland nicht möglich ist, die einfache und offenkundige Tatsache auszusprechen, dass manche Lehrer für ihren Beruf ungeeignet sind. Lieber lässt man Generationen von Schülern unter schlechten Lehrern leiden, als dass man der Wahrheit ins Gesicht blickt. Selbstverständlich gibt es auch Situationen, die Lehrer schlicht überfordern, wenn sie z.B. wegen politischer Korrektheit mit inklusiven Klassen konfrontiert sind, auf deren Leitung sie nicht vorbereitet wurden und mit deren Leitung sie schlicht überfordert sind. In solchen Situationen werden Lehrer zwangsläufig zu schlechten Lehrern, so wie ein ansich guter Dompteur von Löwen, ein Problem damit hat, Schlangen dazu zu bewegen, durch einen Reif zu springen.

Aber alternative Fakten zum Unwort erklären.

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