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Macht Sinn aus dem Gender-Curriculum: Wettbewerb für ScienceFiles-Leser

Prof. Dr. Günter Buchholz gebührt das Verdienst, uns den ruhigen Ausklang des Sonntags mit einem „wichtigen Hinweis“ verunmöglicht zu haben. Entsprechend richtet sich dieses Post besonders an ihn, aber nicht nur an ihn.

Günter Buchholz hat wieder einmal etwas aufgetan, dieses Mal hat er die Gender-Curricula gefunden.

Das klingt nicht nur wie eine Drohung, es ist eine Drohung, nämlich die Drohung, auch noch das letzte Fach an deutschen Universitäten durch eine Vergenderung lächerlich zu machen. Wer es nicht glaubt, der möge sich selbst überzeugen über die Gender-Curricula z.B. für die Fächer Architektur (Frauen bauen anders) Chemie (Basen verhalten sich anders), Physik (weibliche Schwerkraft zieht keine Männer an) oder Übersetzen (Frauen hören anderst und reden ganz anders) usw. antun.

Wir haben uns das Curriculum für „Betriebswirtschaftslehre“ angetan und nehmen dieses Curriculum zum Anlass, einen Wettbewerb auszuschreiben. Als ersten Preis gibt es eine ScienceFile-Tasse, so viel vorweg. Nun zum Curriculum (Das muss jetzt gelesen werden, denn der folgende Unsinn ist Teil des Wettbewerbs):

Ausgehend von den unterschiedlichen feministischen Epistemologien (Geschlecht als Variable, Feministische Standpunkttheorie, Feministischer Postmodernismus/Poststrukturalismus und Feministischer Postkolonialismus) wird den Konstruktionsbedingungen und Reproduktionsprozessen von Geschlechtern und Geschlechterverhältnissen in der Betriebswirtschaftslehre nachgegangen.

Konkret bedeutet dies, anhand der Dekonstruktion die binäre Geschlechterlogik der Betriebswirtschaftslehre aufzuzeigen und damit Marginalisierungen und Zentrierungen sowie Einschluss und Ausschluss von bestimmten Geschlechterkonstruktionen sichtbar zu machen. Dies bedeutet gleichzeitig auch, den Diskursraum zu öffnen, und die Möglichkeit, Geschlechterrepräsentationen jenseits binärer Geschlechterlogiken in den betriebswirtschaftlichen Diskurs einzubringen.

Einerseits läuft eine solche dekonstruktive Vorgangsweise in allen betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen nach dem gleichen Muster ab, gleichzeitig gibt es doch disziplinäre Unterschiede, denen auch eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. [Unsere Hervorhebungen]

Wie dem Zitat zu entnehmen ist, ist es grundsätzlich in jeder betriebswissenschaftlichen Teildisziplin möglich, die „binäre Geschlechterlogik“ und damit „Marginalisierungen und Zentrierungen sowie Einschluss und Ausschluss von bestimmten Geschlechterkonstruktionen sichtbar zu machen“.

Wir nehmen dies zum Anlass, um einen Wettbewerb auszuschreiben, der darin besteht, ein post von nicht mehr als 1000 Worten zu schreiben, das sich mit einem der folgenden Teilbereiche der Betriebswirtschaft auseinandersetzt, und entsprechend dekonstruktiv und unter Darstellung von „Marginalisierungen und Zentrierungen“ den „Einschluss und Ausschluss von bestimmten Geschlechterkonstruktionen“  sichtbar macht. Wir werden den oder die besten posts veröffentilchen und sind schon auf den Beitrag von Prof. Buchholz gespannt, für den natürlich, als Hauptverantwortlichen für diesen Post, eine Teilnahmepflicht besteht.

Hier nun die Themen:

Viel Spass!

Die Arbeiten bitte per eMail an ScienceFiles. Einsendeschluss für die Arbeiten ist der 31. Januar!

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