Pazifismus muss man sich leisten können

Ist Pazifismus eine moralische Pflicht?

Evangelische Hochschule BerlinÜber diese Frage soll am 24. Juni 2015 im Audimax der Evangelischen Hochschule Berlin diskutiert werden. Es gehe darum, so Prof. Dr. Anusheh Rafi, Rektor der Hochschule, nachzudenken, ob Gewaltlosigkeit bei so “schwerwiegende[n] Verbrechen”, wie dem von “Hitler-Deutschland ausgehendenTerror und Völkermord” eine angemessene Reaktion ist.

“Sollen Christen auf Gewaltlosigkeit beharren und sich jeder militärischen Aktion enthalten”, so fragt Rafi, “ist Pazifismus eine moralische Pflicht” oder ist Pazifismus eine “verwerfliche Untätigkeit im Angesicht des Leids von Gewaltopfern”, so fragt er weiter.

Die Antworten sollen am 24. Juni in Berlin gegeben werden.

Wer nicht so lange warten will, für den haben wir eine Antwort parat, und zwar unter der Überschrift:

Pazifismus muss man sich leisten können.

Natürlich ist es nobel, pazifistisch zu sein, und moralisch ist es auch. Schon der kategorische Imperativ von Kant trägt den Aufruf zum Pazifismus in sich, immer vorausgesetzt, man ist kein Masochist und sehnt sich danach, Gewaltopfer zu werden.

Was der kategorische Imperativ im Gegensatz zu Anusheh Rafi von der Evangelischen Hochschule in Berlin auch beinhaltet, ist ein klares Bekenntnis zum Individualismus und somit die klare Zuweisung von Verantwortung. Deshalb ist es nicht sinnvoll vom Terror zu sprechen, der von Hitler-Deutschland ausgegangen ist, denn Hitler-Deutschland gibt und gab es nicht. Es gibt Millionen von Deutschen, die sich in den Dienst eines Regimes gestellt haben, die für dieses Regime in den Krieg gezogen sind, für dieses Regime gemordet haben. Jeder für sich und in einer höchst eigenen Entscheidung.

Was wäre wohl aus Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Heinricht Himmler geworden, wenn sie nicht auf die bereitwillige Mithilfe derer, die so gerne in Massen aufgehen, hätten bauen können, auf den bejahenden Jubel von Tausenden auf die Frage: “Wollt Ihr den totalen Krieg?”

religion politics warInsofern scheint uns, die Veranstaltung in Berlin in die falsche Richtung zu gehen, denn es hat z.B. pazifistischen Polen nicht viel geholfen, dass sie gegenüber den Soldaten der deutschen Wehrmacht pazifistisch eingestellt waren. Kugeln differenzieren nicht zwischen Pazifisten und nicht-Pazifisten und diejenigen, die die Kugeln auf den Weg bringen, führen vor den entsprechenden Schüssen in der Regel keine Befragung durch.

Wenn man mit einem aggressiven Gegner konfrontiert ist, dann stellt sich nicht die Frage, ob man pazifistisch sein will, es stellt sich die Frage, ob man sich gleich einem Selbstmörder erschießen lässt oder den Kampf mit dem Aggressor aufnimmt.

Man hat, mit anderen Worten, keine Wahl.

So hat das Dietrich Bonhoeffer gesehen, der sich dem Kreis derjenigen angeschlossen hat, die mit dem Attentat auf Hitler, das am 20. Juli 1944 von Claus Schenk Graf von Stauffenberg ausgeführt wurde, die Nazis von der Macht in Deutschland verdrängen wollten. Aber es gibt auch Mahatma Gandhi, der gewaltlos gegen die Britische Besatzung in Indien demonstriert haben soll. Beide repräsentieren für Rafi gegensätzliche Positionen, zwischen denen sich Christen nach seiner Ansicht wohl entscheiden müssen.

Gewaltfreier Protest wird spätestens dann zu einem Problem, wenn wie im Jallianwala Bagh Massaker gewaltlose Demonstranten von (in diesem Fall britischen) Soldaten erschossen werden. Ist das Opfern eigener Anhänger nicht auch eine Form von Gewalt bzw. sind Massaker wie das von Jallianwala Bagh nicht ein Beleg dafür, dass man sich Gewaltlosigkeit und Pazifismus leisten können muss, und – mehr noch – dass diejenigen, die eine Entscheidung zwischen Pazifismus und Gewalt verlangen, behütete und weltfremde Menschen sind, die man besser wegschließt, weil sie in der Realität nur so lange überleben können, so lange die Sonne des Friedens und der Freude auf sie hernieder scheint?

Unsere Antwort auf diese Frage lautet: Ja.

Wie immer, wenn Menschen vor kategorische Wahlen zwischen angeblich Gut und Böse gestellt werden, so so ist auch im Fall von Pazifismus und Gewalt der Wunsch Vater des Gedankens und vielleicht auch die Idee, dass man überzeugte Pazifisten leichter regieren kann als Individuen, die ihr Verhalten davon abhängig machen, wie man ihnen begegnet.

Und das ist der Kern unseres Arguments gegen den bedingungslosen Pazifismus.

Bedingungsloser Pazifismus ist etwas für Kinder, die in einer behüteten Welt aufwachsen und noch nicht bemerkt haben, dass andere nicht nur nett sind. Bedingungsloser Pazifismus ist bei Kindern und Jugendlichen vielleicht verständlich, bei Erwachsenen ist er eine Entwicklungsstörung, die letztlich damit einhergeht, dass der Ursprung von Gewalt, wie dies oben in den Aussagen von Anusheh Rafi deutlich wird, nicht bei anderen Individuen, sondern bei amorphen Systemen oder bei Hitler-Deutschland gesehen wird.

George Orwell on pacifismHitler-Deutschland war aber weder pazifistisch noch war es gewalttätig, denn Hitler-Deutschland ist kein Akteur, der handeln kann. Die Bezeichnung ist ein Kürzel, das all diejenigen umschließt, die sich für die amorphe Masse “Deutschland” engagiert haben, die sich zu treuen Vasallen eines Systems, degradiert haben und ihre Entscheidung in Antizipation dessen, was die Vertreter dieses Systems wohl von ihnen erwarten, getroffen haben.

Wer das nicht glaubt, der kann versuchen, mit Deutschland zu interagieren. Es wird ihm nicht gelingen. Er wird immer, wenn er einen Austausch mit anderen Menschen hat, mit anderen Menschen, mit Deutschen, Dicken, Dünnen, Dummen oder Intelligenten interagieren, nie mit Deutschland.

Entsprechend stellt sich die Frage des Pazifismus als Frage der Interaktion, als Frage, wie man seinem Gegenüber in einer Interaktion gegenübertritt. Soll man ihn sofort anfeinden? Eine Haltung, die man in den Kommentarspalten von Blogs häufig antrifft, oder soll man ihm etwas zu gute halten und ihm eine Kooperation anbieten?

Da menschliche Gesellschaften durch Kooperation überlebt haben, ist die Antwort einfach: zuerst bietet man Kooperation an. Wird das Angebot angennommen, ist es gut, wird es nicht angenommen, dann kann man immer noch draufhauen, wenn es notwendig werden sollte. Wichtig beim Angebot der Kooperation ist, dass das Angebot eine Wahrscheinlichkeit hat, angenommen zu werden. Es macht keinen Sinn, einer schwarzen Mamba Kooperation anzubieten und als Zeichen der Kooperation die Hand zu reichen. Besser man geht der Schlange aus dem Weg, sofern es möglich ist.

Für Pazifismus folgt daraus, dass man anderen friedlich gegenübertreten soll, solange es keine Anzeichen gibt, dass diese anderen diese Geste ausnutzen oder nicht goutieren. Wird das Angebot eines friedlichen Austausches angenommen, ist es gut, wenn nicht, muss man seine pazifistische Haltung aufgeben und sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen.

Das ist eine menschliche Grundhaltung, ein Bestandteil der coniditio humana, denn die rechte Backe halten nur Heilige hin, wenn ihnen gerade auf die linke Backe gehauen wurde und Heilige sind deshalb heilig, weil sie für ihren Pazifismus getötet wurden.

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37 Responses to Pazifismus muss man sich leisten können

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  2. A.S. says:

    Pazifismus funktioniert, wenn das Gegenüber ein halbwegs intaktes Gewissen hat. Gandhi hatte Erfolg, weil die Briten ein Anstandsempfinden hatten. Fehlt das, dann ist Pazifismus so erfolgreich wie gegen den Nationalsozialismus.
    Pointiert formuliert bringt Pazifismus nur dann etwas, wenn man eigentlich keinen Feind hat.
    Oder wenn man die eigene Sicherheit abgeben kann. Die europäischen Friedensbewegten können nur deshalb in Freiheit demonstrieren, weil Europa sich im Bedarfsfall auf die amerikanische Armee verlassen konnte und immer noch kann. Wenn sich die Pazifisten tatsächlich durchsetzen würden, kann man sich aussuchen ob man unter der Herrschaft der Schwabbelqualle Kim Jong Dumm, dem IS oder China landet.

    In einer pazifistischen Welt der Schwachen regiert nicht die Liebe, sondern der Halbstarke.

    • jakob sparrov says:

      Selbst im so friedvollen Buddhismus ist es PFLICHT das eigene Leben um jeden Preis zu verteidigen, sollte es auch das Leben des Aggressors kosten! Denn das eigene Leben ist auch Leben!

    • ja, zugespitzt könnte man sagen:

      Pazifismus funktioniert genau dann, wenn sich die Frage nach einer Entscheidung für oder gegen Pazifismus gar nicht stellt bzw. keine hinreichend reale Bedrohung vorhanden ist.

      Zugegeben – das ignoriert die im realen Leben vorhandenen Graubereiche bzw. Entscheidungen in einzelnen Bereichen – jenseits einer umfassenden Strategie, aber es trifft doch im Prinzip den Punkt!?

    • Gerti says:

      zum Glück beschützen uns die Amerikaner. Sonst wären in Europa schon lange 80 Millionen Chinesen/ Nordkoreaner mit dem Kontrabass. Und dieser Putin, wann zeigen ihm die Amerikaner endlich seine Grenzen auf?! Wahrscheinlich hat Putin sogar ISIS gegründet.

      In einer pazifistischen Welt regiert nicht die Liebe, sondern der größte Mob.
      Dort, wo die Menschen Angst vor der eigenen Regierung haben, herrscht Tyrannei.
      Dort, wo die Regierung Angst vor seinen Bürgern hat, herrscht Freiheit.

      Pazifismus ist einfach nur dumm. Waffenverbote nützen nicht der Sicherheit, sondern denen, die sowieso Waffen haben. Ich würde gerne ein paar Juden nach ihrer Meinung fragen, die nach Hitlers Waffengesetzen brav ihre Schusswaffe abgeliefert haben. Ziemlich leichte Beute für Hitler-Deutschlands opportunistische Schergen.

      • Florian Geyer says:

        Der dauerhafte Konsum von Alkaloiden führt zu Wahnvorstellungen!
        Geben Sie mit diesen Pilzen acht!
        Und die Kröten lassen Sie besser ganz weg!

        • Gerti says:

          dauerhafter Konsum von Informationen aus politischen Sendeanstalten führt zu nachhaltigen Wahrnehmungsstörungen!
          Bei gestörter Wahrnehmung kann man nach der Affolter-Methode durch gezieltes „Führen“ an Händen und Körper zur Verbesserung der gespürten Informationssuche beitragen.

          • Florian Geyer says:

            Ich hatte eigentlich auf “HITLERS (der durfte ja wieder nicht fehlen, es geht nicht ohne den vor 70 Jahren verkokelten Bogeyman, was?) Waffengesetzte” angespielt.
            Die waren nämlch die gleichen, die die Weimarer Republik eingeführt hat!
            Es GAB unter der NSDAP kein Privatwaffenverbot!
            Auch wenn der Schwachsinn noch so oft wiederholt wird!

    • A.S. says:

      Ui. Mehr negative als positive Bewertungen und keiner traut sich das zu begründen?
      Vmtl. weil ich in dem Kommentar nicht in den “die Amis sind böse” Chor einstimme, der in einigen anderen Kommentaren zu erkennen ist.
      Sehr mutig.

    • Auch Gandhi hatte das Glück, daß das Empire schon kräftig bröckelte und daß die damaligen “Massenmedien” durchaus die breite Öffentlichkeit erreichten. Es gibt mehr als genügend Beispiele, wo die Briten jeglichen Widerstand einfach zusammengeschossen haben, vor allem wenn es gegen “Wilde” ging.

      • Florian Geyer says:

        General Dyers kleines Massaker von Amritsar zum Beispiel.
        Zusammengeschossen haben die Protestierer allerdings zwei Kompanien Kolonialtruppen, eine davon Sikhs, wie die Demonstranten auch.

  3. Murksel says:

    Dies ist die Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus?

    Wenn ein Land Krieg führt, werden die Individuen nicht gefragt ob sie an die Front wollen. Sie müssen! Oder sie müssen desertieren. Und das ist wohl nicht ganz so einfach.
    Also man hat dann überhaupt keine Möglichkeit Pazifist zu bleiben. Es sei denn man setzt sich rechtzeitig! ab.

    Auch soll es in Kriegen vorgekommen sein, dass Soldaten an die Front gezwungen worden sind. Und alle die sich geweigert haben zu marschieren sind einfach (auch in den Rücken geschossen) erschossen worden.
    Deserteure werden ja nach Kriegsrecht sowieso meistens erschossen.

    Da ist dann noch die Frage gegen wenn soll ich die Waffe erheben? Und/oder wer entscheidet gegen wen ich die Waffe erheben soll?

    Wenn also die Regierung für mich entscheidet gegen wenn ich die Waffe zu richten habe, und mich dazu zwingt dies zu tun, warum bin dann ich dafür verantwortlich?

    Gerade im gegenwärtigen Zeitgeschehen ist dies eine brisante Situation
    Da die wichtigen Regierungsentscheidungen bezüglich Krieg und Frieden im Falle der BRD und der EU offensichtlich in Washington getroffen werden, nicht aber in Brüssel oder anderen EU-europäischen Regierungen.

    Nur theoretisch einmal:
    Wenn diese “Entscheider” (USA) nun versuchen andere Völker (EU-Europa) in einen Krieg gegen ein Volk(Russland) zu zwingen, weil die Plutokratie, die Großkonzerne der “Entscheider” die Rohstoffe dieses einen Volkes an sich bringen, plündern will, soll man sich dann von den Entscheidern an die Waffen zwingen lassen?

    Gegen wenn soll man die Waffen richten?

    Vielleicht eher gegen den der mich in diesen Krieg zwingen will, den Entscheider, den Aggressor?

    Interessant ist in diesem Zusammenhang eine weltweite Umfrage zu dem Thema:
    Welches Land ist Ihres Erachtens derzeit die größte Gefahr für den Weltfrieden?

    http://www.russland.ru/umfrage-die-groesste-gefahr-fuer-den-weltfrieden/?print=pdf

    • Wenn also die Regierung für mich entscheidet gegen wenn ich die Waffe zu richten habe, und mich dazu zwingt dies zu tun, warum bin dann ich dafür verantwortlich?

      Weil Sie ein freies und mit einem eigenen Willen ausgestattetes Lebewesen sind – oder etwa nicht?

      • Murksel says:

        Weil Sie ein freies und mit einem eigenen Willen ausgestattetes Lebewesen sind – oder etwa nicht?

        Dies schon.
        Aber welche Möglichkeiten oder Alternativen habe ich denn?
        Wenn ich mich dem Zwang nicht beuge, komme ich im besten Fall ins Gefängnis, im schlechtesten Fall werde ich erschossen.

        Also muss ich mich im schlimmsten Fall töten lassen um meinen eigenen Willen durchzusetzen, um nicht verantwortlich sein zu müssen?

        Diese Entscheidung ist in der Theorie sicherlich ganz easy.
        Aber in der Praxis wohl eher nicht.

        • Nun, man kann sich wehren.
          Niemand ist gezwungen, darauf zu warten, dass er abgeholt wird oder?
          Das Problem besteht eher darin, dass viele wie Sie der Ansicht sind, sie könnten nichts tun und müssten sich der grauen Macht eines amorphen Staates beugen.

      • Lara says:

        Dazu sage ich: “Individualismus muß man sich leisten können.”

        Denn wenn man nur noch die Wahl hat, als Deserteuer am Baum zu hängen oder eben in den Krieg zu ziehen, dann ist es mit dem Individualismus vorbei – so oder so.

        Die Parallelen zwischen Individualismus und Pazifismus sind überhaupt bestechend – beides klappt nur wenn die Sonne scheint.

        • Wer war es nur, der im Dritten Reich Widerstand geleistet hat?
          Abgesehen davon: Was wählen Sie: Sich als Handlanger eines verbrecherischen Systems zu verdingen, mit einer 70% Chance dabei erschossen zu werden oder Widerstand zu leisten, mit einer entsprechenden Chance, erschossen zu werden?
          Aber das haben Sie eigentlich schon beantwortet.

    • A.S. says:

      „Wenn ein Land Krieg führt, werden die Individuen nicht gefragt ob sie an die Front wollen. Sie müssen! Oder sie müssen desertieren.“

      Dagegen hilft nur privater Waffenbesitz der das staatliche Gewaltmonopol brechen kann. Das ist gerade das Dilemma. Wenn ein Herrscher seine Bürger nach belieben als Kampfsklaven in den Krieg schicken kann macht das auch von Zeit zu Zeit jemand.

  4. Pazifismus ohne Macht ist die Art und Weise wie der Schwache ,
    hofft vom überlegenden Feind verschont zu werden.
    Machtvoller Pazifismus ist den Gegner zu besiegen um ihn seiner Führung zu unterwerfen,
    zu gunsten des Besiegten, Schwachen, Unterlegenen und daher Schlechteren.

  5. Welehamm says:

    Mal ein Gedankenexperiment: Keiner nimmt ein Gewehr in die Hand und niemand beteiligt sich an kriegerischen Aktionen, wäre damit nicht schon viel gewonnen? Wäre doch eine schöne Vorstellung, wenn im September 1939 alle Soldaten gesagt hätten: Lieber Adolf, Du kannst uns mal.

    • Keine Frage. Leider gibt es aber unter Menschen ziemlich viel Opportunisten, wie sich z.B. an der Verbreitung der Genderlehre zeigt, deshalb muss man ein Gewehr in die Hand nehmen, um diejenigen, die – im übertragenen Sinne – für Adolf in den Krieg ziehen wollen, daran zu hindern.

    • Es ist ja nicht so, daß die Bürger, das einfache Volk, einen Krieg wollen. Es sind immer deren Führer, die die Leute desinformieren und aufstacheln. Noch einfacher ist es, die Zustimmung der Leute zu bekommen, wenn man nicht sie selbst in den Kampf schickt, sondern jemand Anderes, der als Stellvertreter kämpft und fällt.

      Die erste Front ist die Propagandaschlacht im eigenen Land.

  6. Die “pazifistischen Polen” — ich lach’ mich schlapp!
    http://www.vorkriegsgeschichte.de/content/view/28/44/

    So lange man seine Überlegungen auf Basis der Geschichtslügen anstellt, kann man über Pazifismus lange schwadronieren…

    • Kopfschuss911: Wie wäre es, Sie lesen den Text bevor Sie sich über etwas aufregen, was da gar nicht steht. Ich empfehle zudem die Lektüre deutscher Grammatik, vor allem: Konjunktiv-, also Möglichkeitsformen.

    • Überlegungen werden nicht auf der Basis von “Geschichslügen” oder -wahrheiten angestellt, sondern bestenfalls durch sie beispielhaft illustriert. Inwieweit das eine dem Zweck angemessene Illustration ist, kann man diskutieren, aber die Angemessenheit eines illustrativen Beispiels würde nichts über die Korrektheit oder Unkorrektheit der Überlegungen aussagen.

      Insofern hat der Kopfschuss sein Ziel verfehlt.

  7. Florian Geyer says:

    Da mußte das Gutmenschentum mal wieder den verkohlten Adolf aus der Munitionskiste holen und den von “Hitler-Deutschland ausgehendenTerror und Völkermord” beschwören, von dem seit dem 9 Mai 45 ÜBERHAUPT NICHTS mehr ausgeht, um von den eigenen massenhaften Alltagsverbrechen abzulenken, die SEIT 45 und VOR 39 ausschließlich von demokratischen Gutmenschen begangen werden und wurden.

    “Es gehe darum, so Prof. Dr. Anusheh Rafi, Rektor der Hochschule, nachzudenken, ob Gewaltlosigkeit bei so “schwerwiegende[n] Verbrechen”, wie dem von “Hitler-Deutschland ausgehendenTerror und Völkermord” eine angemessene Reaktion ist.”?

    Nein, es geht darum, sich Gedanken darum zu machen, ob Gewaltlosigkeit eine angemessene Reaktion auf die HEUTIGEN Verbrechen der menschelnden “Demokraten” und ihrer Kriegshetze gegen Russland, ihre völkerrechtswidrigen Angriffskriege gegen Serbien, Afghanistan, Syrien, Libyen, den Irak und Somalia sind!

    Aber um sich diese Frage zu stellen ist der Herr Professor etwas zu…äh…feige?
    Oder wird er einfach nur dafür bezahlt, mit seinem Gerede genau von diesen Verbrechen abzulenken und sie zu relativieren?

  8. Rüdiger says:

    Zitat:
    “Sollen Christen auf Gewaltlosigkeit beharren und sich jeder militärischen Aktion enthalten”, so fragt Rafi, “ist Pazifismus eine moralische Pflicht” oder ist Pazifismus eine “verwerfliche Untätigkeit im Angesicht des Leids von Gewaltopfern”, so fragt er weiter.

    Nachtigall, ick hör dir trapsen.
    Das Ganze dürfte auf “R2P” (google!) hinauslaufen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzverantwortung

  9. Gekommen Gegangen says:

    Ich betrachte Konflikte auch nicht mehr mit der ideologischen Brille. Für mich sind sie logische ökonomischer Sachzwänge. Töten um zu überleben eben, reiner Selbstzweck. Davon leben ganze Industriezweige mit tausenden Arbeitsplätzen.

  10. Roland K. says:

    Dialog aus einem Clint Eastwood Western (Erbarmungslos): “Du hast einen Unbewaffneten erschossen!” – “Da hätte er sich eben bewaffnen sollen!”

  11. Weil immer wieder Gandhi als Beleg für kruden Total-Pazifismus angeführt wird:

    https://lawgunsandfreedom.wordpress.com/2013/01/28/ghandi-sollte-man-lesen/

    Da ich – im Gegensatz zu den meisten Pazifisten – tatsächlich ein paar Sachen von Gandhi gelesen habe, habe ich mir in dem Text ein paar Seitenhiebe erlaubt. Gandhi war nämlich kein Apologet des Totalpazifismus. Er hatte sogar recht vernünftige Ansichten über die Grenzen seiner eigenen Philosophie.

    Ich persönlich halte es eher wie Robert A. Heinlein:

    “Pacifism is a shifty doctrine under which a man accept the benefits of the social group without being willing to pay – and claims a halo for his dishonesty.” ― Robert A. Heinlein

  12. rote_pille says:

    Der Artikel wäre eine gute Überleitung zur Diskussion für ein liberaleres Waffenrecht.

    • Florian Geyer says:

      Wie wäre es mit dem Waffenrecht, das unter der NSDAP in Deutschland geolten hat?
      Im Kern das von der SPD in Weimar eingeführten Rechts für jeden nicht vorbestraften Deutschen, sich legal eine Waffe zu kaufen!

      Das wird es natürlich nicht geben!
      Denn der österreichische Gefreite konnte im offenen Wagen durch Berlin fahren, Merkel käme keinen Kilometer weit.

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