(Fach)Hochschulreife: weiblich und wertlos

Beim Statistischen Bundesamt wird darüber gejubelt, dass mehr als jeder dritte Schüler 2013 die Schule mit dem Abitur beendet hat.

Ist das wirklich ein Grund zur Freude?

Als Theodore Schulz im Jahre 1961 seinen Artikel “Investment in Human Capital” veröffentlicht hat, in dem er im Ländervergleich zeigt, dass mit der Anzahl der formal höher Gebildeten in einem Land das Bruttosozialprodukt steigt, da konnte er nicht wissen, dass es 50 Jahre später u.a. bei der OECD Spezialisten geben würde, die tatsächlich denken, man könne das Bruttosozialprodukt nahezu endlos steigern, wenn man den Anteil der formal höher Gebildeten in einem Land von 20% Abiturienten auf 40% oder gar 60% steigern würde.

Dass man etwas derartiges denken könnte, war Schultz, der noch eine Ausbildung in Ökonometrie und Statistik hinter sich gebracht hat, wohl schlicht nicht vorstellbar.

So kann man sich irren.

Heute ist es unter Politikern chick, für andere das Bildungsniveau zu fordern, das man selbst nicht erreicht hat: 40% mit Hochschulreife sollen es sein: Je mehr desto besser, so tönt es.

Und das Resultat dieser Bildungs-Hysterie kann man an den Daten des Statistischen Bundesamts ablesen.

Nachteile Jungen II

Die Abbildung zeigt ein Bildungssystem mit zwei Klassen: Bis einschließlich Rheinland-Pfalz finden sich Länder, denen man zumindest ansatzweise attestieren kann, dass die Bildungshysterie bei ihnen nicht sonderlich ausgeprägt ist, dass die Idee, nach der bestimmte formale Abschlüsse nicht für jeden erreichbar sind und sein können, noch vorhanden ist.

Nicht so in Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Bremen und Brandenburg. Hier werden formale Bildungsabschlüsse offensichtlich verschenkt. 62,2% der weiblichen Abgänger verlassen in Hamburg die Schule mit einem Abitur, 50,5% sind es in Nordrhein-Westfalen, 43,6% in Berlin, 42,9% in Hessen, 41,8% in Bremen und 41,2% in Brandenburg. Eine wahre Abitur-Epidemie, die interessanter Weise damit einhergeht, dass die Hochschulreife deutlich häufiger weiblichen als männlichen Absolventen attestiert wird. Da sich trotz aller politischen Unterschiede zwischen den Ländern die Vorteile von Mädchen bei der Hochschulreife durch alle Länder ziehen, kann man die entsprechenden Vorteile nur institutionell erklären, als Ergebnis einer entsprechenden Politik.

Als Ergebnis einer Politik, die Schulabschlüsse zu entwerten sucht, denn anders kann man die Tatsache, dass in Hamburg nahezu zwei Drittel der weiblichen Absolventen eine Hochschulreife erreichen, nicht mehr bezeichnen.

Warum wird mit dieser Politik die Hochschulreife entwertet?

Weil individuelle Eigenschaften, die z.B. für schulische Leistung relevant sind, also z.B. Intelligenz, Motivation, Leistungsbereitschaft normalverteilt sind.

Wir haben das in der folgenden Abbildung einmal für Intelligenz dargestellt:

Normalverteilung AbiturVon links nach rechts steigt die Intelligenz an. Der blaue Bereich unter der Kurve gibt den Anteil der Bevölkerung auf dem jeweiligen Niveau an. Der Mittelpunkt (Z-Score von 0) teilt entsprechend die Normalverteilung in zwei gleichgroße Hälften, die linke Hälfte umfasst diejenigen, die unter dem Median der Intelligenz liegen (der bei 50% liegt), die rechte Hälfte umfasst diejenigen, die über dem Median der Intelligenz liegen.

Die Idee höherer formaler Bildung zielt darauf, höhere formale Bildungstitel mit z.B. höherer Intelligenz in Einklang zu bringen. Gehen wir einmal davon aus, dass ein Bildungssystem nicht sozial siebt, wie das deutsche Bildungssystem, das den meisten Kindern aus der Arbeiterschicht den Zugang zu höherer Bildung verwehrt, dann sollte eine Hochschulreife an die sagen wir 30% vergeben werden, die sich auf der mit “Cumulative Percent” bezeichneten Linie ab 70 nach rechts befinden.

Wie man sieht, gibt es Indizien, dass dies in Bayern der Fall ist. Wie man auch sieht, ist es in Hamburg und Nordrhein-Westfalen nicht der Fall. In Hamburg erreichen 62% der weiblichen Absolventen und 54% der männlichen Absolventen eine Hochschulreife, was nur dadurch erreicht werden kann, dass auch Schüler, die links des Median der Intelligenzverteilung zu finden sind, die also nicht zu den 50% der Intelligentesten einer Gesellschaft gehören, mit einer Hochschulreife ausgestattet werden.

Mit anderen Worten, in jedem Fall in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen und mit ziemlicher Sicherheit in Berlin, Hessen, Bremen und Brandenburg wird eine Hochschulreife an weibliche Absolventen (und in deutlich geringerem Ausmaß an männliche Absolventen) verschenkt, denen man aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten keine Hochschulreife attestiert kann.

Stellt man nun noch die soziale Selektion innerhalb des Bildungssystems in Rechnung, die dafür sorgt, dass Kinder aus der Mittelschicht, die die kognitiven Fähigkeiten zur Hochschulreife nicht haben, auf Gymnasien mit derselbe ausgestattet werden, während Kinder aus der Arbeiterschicht, die die entsprechenden kognitiven Fähigkeiten, die entsprechende Intelligenz mitbringen, es nicht auf Gymnasien schaffen, dann kann man sich ungefähr vorstellen, warum Hochschullehrer in den letzten Jahren beständig beklagen, dass das Niveau der Studenten immer weiter absinkt.

Zudem zeigt die oberste der beiden Abbildungen ein Zwei-Klassen-Bildungssystem, das nicht mit dem Glaubensbekenntnis der Kultusminister vereinbar ist, nachdem gleiche Bildungschancen in den Ländern vorhandens ein sollen. Dieses Glaubensbekenntnis wird schon durch die soziale Selektion im Bildungssystem zum Spott von Ignoranten oder Zynikern, es kommt durch die in der oberen Abbildung dargestellten Verhältnisse einer bildungspolitischen Bankrotterklärung gleich, denn während in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Berlin, Unmengen von Schülern mit einer Studienberechtigung ausgestattet werden, wird in Sachsen-Anhalt, Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg die entsprechende Studierfähigkeit im Vergleich zu Hamburg nur einem Bruchteil der Absolventen attestiert.

Da in Deutschland wie in kaum einem anderen Land der formale Bildungsabschluss über die Lebenschancen entscheidet, kann man sich ungefähr vorstellen, welche Folgen diese Zwei-Klassen-Bildung hat, bei der Abiturienten aus Hamburg, die kognitiv manchen Real- oder Hauptschülern in Bayern oder Baden-Württemberg nicht das Wasser reichen können, kraft ihrer höheren formalen Bildung Zugang zu anderen gesellschaftlichen Positionen haben als die Real- oder Hauptschüler aus Bayern bzw. Baden-Württemberg.

Man kann sich das Ergebnis dieser Vielfalt kognitiver Fähigkeiten unter dem Dach derselben formalen Bildung ungefähr vorstellen, wenn man Politiker betrachtet.

Schultz, Theodore, W. (1961). Investment in Human Capital. The American Economic Review LI (1): 1-17.

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32 Responses to (Fach)Hochschulreife: weiblich und wertlos

  1. Horst says:

    “Eine wahre Abitur-Epidemie, die interessanter Weise damit einhergeht, dass die Hochschulreife deutlich häufiger weiblichen als männlichen Absolventen attestiert wird.”

    Wenn das Abitur so einfach geworden ist, dass sogar minderbegabte Mädchen es schaffen, dann sollte es doch für Jungs ein Kinderspiel sein?

    Ich meine, Mädchen besser als Jungen? Das ist eigentlich gar nicht möglich. Mädchen sind per se weniger, egal was man betrachtet, weniger klug, weniger groß, weniger stark, weniger begabt, sie essen sogar weniger!!

    • Falls das ironisch oder wie auch immer gemeint ist, kann ich den Witz dahinter nicht erkennen. Wenn Sie ein Argument haben, lassen Sie sich nicht davon abhalten, es zu äußern und ihre Meinung zu begründen. Wenn Sie nur kommentieren, um sich zu erleichtern, dann gehen Sie in Zukunft bitte bei sich aufs Klo.

    • MasterMind says:

      Das Abitur schaffen nicht die intelligentesten sondern die Anpassungsfähigsten. Und da sind Mädchen den Jungs haushoch überlegen(Das war kein Kompliment). Jungen brauchen Führung und Druck. Beides ist aufgrund Links-Grüner Märchen-Erziehung nicht mehr vorhanden. Jungen brauchen Lehrer die Sie menschlich fordern. Momentan gibt es fast nur noch Lehrerinnen, und die wirken abstoßend auf den normalen Jungen(Jugendlichen).

      Frauen haben meiner Meinung nach in jeglichen verantwortungsvollen Positionen(wie etwa Lehrer) nichts zu suchen. Im Kindergarten/Grundschule sowie auf der Hochschule sieht das anders aus, aber in der Phase der Schulzeit, in der die Pubertät startet und endet, brauchen Jungen eigentlich männliche Respektpersonen und männliches Lernklima.

      Ein Beispiel für männliches Lernklima(vielleicht hat hier jemand eine bessere Bezeichnung) ist z.B. die Bundeswehr. Die Art des Lernens ist eine gänzlich andere und jeder Mann(Jugendliche) lernt viel effektiver(selbst erlebt).

      Mit der Emanzipation und dem Einzug der weiblichen Lehrerschaft in die Schulen wurde dieses Klima nach und nach ausgedünnt oder gänzlich zerstört. Und deshalb klappt bei Jungen nicht mehr viel.

      Kurzum: Die Herrschaft der Weiberei hat Einzug gehalten und es wird immer schlimmer.

      • Alex says:

        Lernen bei der Bundeswehr?

        Mit nen Gewehr rumballern können kleine Kinder in Afrika, das ist nun wirklich nicht über mäßig beeindruckend.

        Erinnert mich an Witz über Mathematik bei der Reichswehr: hier wird nicht bewiesen sondern befolgt.

        • A.S. says:

          Soso, die Bundeswehr besteht also nur aus rumballern mit einem Gewehr. Schönes kleines Weltbild……

        • MasterMind says:

          Offensichtlich waren Sie nie bei der BW. Abgesehen davon hab ich in keiner Silbe erwähnt ob dass, was man da lernt hilfreich und oder herausfordernd ist oder nicht. Das was man lernt, lernt man aber schnell, zielgerichtet und nachhaltig.

      • Stimmt, Anpassung, Nachplappern, sorgt zwar für gute Noten, fördert aber nicht das Verständnis der Hintergründe, das man später braucht. Das erklärt den Unterschied zwischen erster und zweiter Riege in der Schule und bedingt den Unterschied zwischen Mädchen und Jungen in Schule und Praxis. Also Daumen hoch.

        Das Beispiel mit der Bundeswehr scheint mir daneben zu sein. Ich kenne sie nicht. Aber der Sinn jedes Militärs, bezogen auf Kanonenfutter ist, sich dieses zurechtzuschleifen. Anpassung ist wieder gefragt. Das Denken ist höheren Dienstgraden vorbehalten. 25 Jahre braucht man dazu schon — mindestens.

        Carsten

        http://thumulla.com/home/wer_verleiht_eigentlich_die_orden_.html

        • MasterMind says:

          Der Drill und der Druck bei der BW bewirken Lernerfolge. Wie Sie oder jmd. anderes persönlich zur BW stehen ist überhaupt kein Thema. Früher waren Schulen mehr wie eine BW Kaserne vom Klima her. Das sorgte dafür, dass wir früher die besten Ingenieure und Entwickler auf diesem Planeten hervorgebracht haben. Das war aber zu hart für unsere “Frauen sind mindestens genau so gut wie Männer”-Fraktion. Daher musste das aufgeweicht werden und wird immer weiter aufgeweicht.

          Das Niveau in diesem Land sinkt anti proportional zum Grad der Kuschelpädagogik in den Schulen.

      • @Mastermind

        = Minimind?

        Ich stimme Ihnen ja teilweise in bestimmten Hinsichten zu, aber wenn ich so etwas lese wie

        “Frauen haben meiner Meinung nach in jeglichen verantwortungsvollen Positionen(wie etwa Lehrer) nichts zu suchen “,

        dann komme ich nicht umhin festzustellen, dass Sie mich und viele andere durchaus kompetente und fähige Frauen beleidigt haben und dass Sie statt eines “Masterminds” ein “Minimind” haben müssen.

        Das bedaure ich sehr. Ich hoffe, es ist Ihnen klar, dass es dieses blog, das Sie anscheinend mögen und gerne lesen, ohne meine Qualifikationen und meine Arbeit in der Form, in der es existiert, nicht geben würde. Aber vielleicht meinen Sie ja, dass das Betreiben dieses blogs keine verantwortungsvolle Sache sei, genauso wie alles, was ich in Sachen Wissenschaft in meinem Leben geleistet habe.

        Würde ich dermaßen mangelhaft denken wie Sie, würde ich aus Ihrem Kommentar schließen:

        “Männer haben sich in öffentlich zugänglichen Medien mangels Urteilsvermögen meiner Meinung nach nicht zu äußern”.

        Erfreulicherweise gibt es aber Männer mit Urteilsvermögen. Ich kenne ein paar davon. Und mein eigenes Urteilsvermögen würde sehr in Frage stehen, wenn ich diese Männer durch verallgemeinernde Sätze beleidigen und diskreditieren wollte.

        • meier, hans (kempten) says:

          Sehr richtig! Schade, dass solche Klarstellungen überhaupt nötig sind.

          ABER: Es spricht für SF und Ihre Souveränität, dass Sie derartige Unsäglichkeiten nicht zensieren, sondern beantworten. Und zwar mit Argumenten.

    • Florian Geyer says:

      Und sie sind in der Regel- und auch außerhalb der Regel!- meist weniger blutige Dummschwätzer als so mancher Vollhorst.

    • Wenn das Abitur so einfach geworden ist, dass sogar minderbegabte Mädchen es schaffen, dann sollte es doch für Jungs ein Kinderspiel sein?
      Ich meine, Mädchen besser als Jungen? Das ist eigentlich gar nicht möglich.

      Na klar, alles ist möglich, man muß nur gezielt messen.

      Ich schlage vor, beide in Uniform zu stecken, Namen und Haarschnitt zu anonymisieren, die Mädchen mit einem Scheinpenis auszurüsten, damit sie unbehelligt durch den Nacktscanner kommen, und dann nochmal einen Statistiker loszuhetzen.
      Dann bekommen wir auch ordentliche Meßwerte — ach so, das Nachplappern hätten wir noch als Problem. Eigentlich sollen ja die gefunden werden, die die Hintergründe verstanden haben. Wie finden wir nun auch den, der etwas verstanden hat, aber das Maul hält?
      Eigentlich sucht die Gesellschaft doch die, die um jedes Ei ein Riesengeschrei machen?
      Also ist das Schulsystem in Ordnung?

      Egal, wenn man von einem Lehrer die Aussage hört “Intelligenzlerkinder werden nicht gefördert” dann kann man eine Ideologie am Werkeln vermuten. Daß sich die Gleichheitsideologie mit männlich und weiblich wie mit Norden und Süden oder mit Arbeiter und Intelligenzler in den Fuß schießt, das ist nur konsequent. Eine Gleichmacherei, die Ungleichheit erzeugt, wer hätte das gedacht?! Es geht der BRD eben wie der DDR.

      Also kann doch (nicht) sein, was nicht sein darf?

      Carsten

      http://www.toonpool.com/user/4845/files/geistiges_eigentum_817315.jpg

      • Volker K. says:

        Der Unterschied DDR-BRD-Abitur liegt in wesentlich höherer Selektion und größerer
        Wertschätzung von naturwissenschaftlichen Fächern in der DDR (dafür war die Sprach-
        vermittlung nicht das Gelbe vom Ei).
        Von 28 Schülern meines Jahrganges (1962) ist EINER direkt nach der 8.Klasse aufs Gymnasium gegangen.
        Von den restlichen 27 haben danach noch 3 eine Berufsausbildung mit Abitur ergriffen.
        Diejenigen, welche an meiner Berufsschule nach einem Jahr nicht besser als 3,5 im
        Schnitt hatten (von einer 4 in Mathematik/Physik ganz zu schweigen), wurden in die normale
        Berufsausbildung umgeleitet (in meiner Klasse 3 Schüler).
        Die EX-Rate während des Studiums lag bei 25%, bei dem Vorgängerjahrgang bei 46%.
        Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden nicht gemacht, wobei die Mädchen in
        der Regel einfach fleißiger waren.
        Nur wenn eine Studentin schwanger wurde, so erhielt diese einen extra Studienplan und konnte auch ein Jahr aussetzen.
        Die Voraussetzungen waren so angelegt, daß das Studium nach 5 Jahren bewältigt werden
        mußte und konnte (Geld war für niemanden das Problem).
        Der Lehrkörper war allgemein geachtet und achtete im Gegenzug die Schülerschaft.
        Eine breite Lehrerschaft, die wie es heute üblich ist, mit Verachtung über ihre “Unterschichten-Schüler” spricht, ist kontraproduktiv und wäre nicht geduldet worden.

        Voraussetzung für die Vermittlung des Wissens im Unterricht ist Ruhe und Disziplin.
        So berichteten mir “alte” Lehrer, daß für Schulstoff, welcher zu DDR-Zeiten an einem Tag
        behandelt werden konnte, jetzt teilweise bist zu einer Woche veranschlagt werden muß.
        Eine Bekannte, welche sich mit ihrem 10-Klassen-POS-Zeugnis in der Schweiz bewarb,
        bekam vom Personaler zu hören: “Das ist ja wie Abitur”.

        Aus einer großen Quantität (mit möglichst hohem Level) entsteht eine neue Qualität.

        Das Ziel dieser Gesellschaft sind nicht gebildete Menschen, sondern verblödete Kosumenten! Und deshalb werden wir gegen die Russen & Asiaten verlieren.

        Und, wie ein Herr so schön bemerkte: “Wir haben eine negative Elitenauslese”.

    • @Horst

      Es mag sein, dass Sie bei jeder Gelegenheit meinen, Ihre Gesinnung kundtun zu müssen und “Feinde” derselben zu wittern, aber das interessiert hier auf dem blog niemanden (und sonstwo vermutlich auch nicht).

      Deshalb ersparen Sie uns bitte Ihre – entschuldigen Sie – sehr plumpen Gesinnungsäußerungen, oder erklären Sie uns, was das, was Sie hier geäußert haben, mit dem zu tun hat, was unsere Datenanalyse erbracht hat!

      Ich sehe nämlichkeinen Zusammenhang zu unserer Datenanalyse: Diese Daten beziehen sich auf Fakten, Ihre Äußerungen auf irgendwelche Phantasien, die irgendwie irgendetwas mit Ihrer psychologischen Befindlichkeit zu tun haben. Wo sehen SIE die Verbindung?

  2. Pingback: [Kritische Wissenschaft] (Fach)Hochschulreife: weiblich und wertlos | netzlesen.de

  3. Chris says:

    Leider ist die Abiturinflation erst der Anfang des Irrsinns. Ich habe in NRW mein Abitur erhalten und im Anschluss Elektrotechnik studiert. Die Professoren beklagten sich von Anfang an über das mangelnde Niveau. Am Ende vom Lied haben von 120 Studenten nur 12 das Studium erfolgreich abschließen können. Aber auch hier weiß die Politik Rat. Unterhält man sich mit Professoren erfährt man, dass monetäre Untertsützung für Laboreinrichtungen und Ähnliches zurückgefahren, dafür eine Prämie für erfolgreiche Absolventen gezahlt wird. Zwischenzeitlich wurde sogar eine Maximal Erlaubte Durchfallquote angedacht um mehr Ingenieure, die das Papier auf denen ihr Titel steht nicht wert sind auf den Markt zu werfen…
    Wann diese Menschen mit der Realität konfrontiert werden sollen bleibt dabei leider unbeantwortet.

  4. A.S. says:

    Es hat wohl seinen Grund, dass immer mehr Firmen (und auch Universitäten) den Schulabschlüssen nicht mehr trauen und Eignungstests einführen.
    Die Abschlussentwertung folgt letztlich der Logik, nach der eine höhere Anzahl von Finanzbeamten immer mehr Steuern eintreibt. Das reichste Land wäre dann das, in dem 100% der Bevölkerung beim Finanzamt arbeiten. Leider ist das kein Witz, linke Politik folgt immer genau diesem Ansatz.

  5. Florian Geyer says:

    Was Reb Schulz auch nicht wußte ist, daß es in der BRDDR 2015 eine Flut von Geschwätzwissenschaftlern geben wird, die zwar ein Diplom in Phraseologie vom Josef Stalin Institut für Geseier haben, aber in der Praxis nicht einmal als Txifahrer_In tauglich sind, weil sie nur links abbiegen können.

    Solche Nullen sind keine Wohlstandschaffenden, sie sind unproduktive Wohlstandsverzehrer. Wenn man berücksichtigt, was die Ausbildung der Flachzangen gekostet hat sind sie sogar noch schädlicher für eine Volkswirtschaft als ein Asylant aus der Sahara, der nie auch nur eine Schule gesehen hat.

    • Volker K. says:

      Ich habe mal einen kennengelernt, der hat zu Ostzeiten Altertumswissenschaft studiert.
      Der repräsentierte an der UNI seinen eigenen Studienjahrgang. Insgesamt soll es wohl
      im Osten 3 oder 4 Leute in dem Jahrgang gegeben haben, welche solch ein Exoten-
      studium bewältigen durften. Mit der Grenzöffnung standen die plötzlich ca. 1000
      Mitbewerbern vom gleichen Fachgebiet um eine Stelle gegenüber :-).

      • Florian Geyer says:

        Einerseits ist das richtig, andererseits hat die Maueröffnung eine Masse an “Absolventen” von “Parteihochschulen” und “Diplom-Militärwissenschaftler” auf uns losgelassen, die in ihrer absoluten Nutzlosigkeit die Orchideen-Fächler aus dem “Westen” noch toppen.
        Der Markt für Mauerschützen und Folterspezialisten ist seit der Demontage der Sperranlagen und der Auflösung der Konzentrationslager Bautzen und Hohenschönhausen jetzt eher niedrig! ;-))
        Vielleicht arbeitet man in Berlin deshalb mit Hochdruck am Umbau der BRDDR zur DDR 2.0?

  6. warum Hochschullehrer in den letzten Jahren beständig beklagen, dass das Niveau der Studenten immer weiter absinkt

    Nun, das konnte auch daran liegen, daß das Niveau der Hochschullehrer immer weiter ansteigt.

    Carsten

    Niveau
    http://putzlowitsch.de/wp-content/uploads/2007/09/niveau-creme.png

  7. Messi says:

    Ich habe schon öfters gelesen, dass intelligenz zu 50-80% erblich sei, und dass intelligenz deutlich mit berufserfolg (und damit schichtzugehörigkeit?) korreliere. Falls das stimmt, wie kann man erkennen,ob und wie stark die unterrepräsentation von unterschichtskindern in gymnasien sozialer diskriminierung geschuldet ist und nicht der ererbten intelligenz?
    Zum thema lehrerinnen an der oberstufe: ich schlage vor, dass lehrer für die sekundarstufe 1 (kinder bis ca. 15 jährig) in allen fächern ausgebildet werden, und als klassenlehrer mindestens 80 oder 90% angestellt sein müssen. Dafür sollen sie auf kosten von fach- und teilzeitlehrkräften besser bezahlt werden. Damit wäre viel gewonnen: aus work-life-balancierten lehrkräften würden wieder angesehene schulMEISTER, durch mehr prestige und lohn und durch höheres anforderungsprofil zöge es mehr männer und weniger frauen in den beruf. Das käme allen kindern zugute, besonders den heute diskriminierten jungen. Leute, die nur englisch und deutsch beherrschen, aber schon vor binomischen formeln kapitulieren müssen, sind keine bildungsvorbilder für die schüler und haben somit höchstens als knapp bezahlte hilfskräfte an schulen etwas zu suchen.
    Dazu noch die alte forderung von carl popper: Baut goldene tore für schlechte lehrer, durch die sie den beruf verlassen können. In der verwaltung (für sowas brauchen wir verwaltungen…) werden sie hoffentlich weniger schaden anrichten.

  8. A.S. says:

    Zur Inflation der Abschlüsse noch kleiner Nachtrag: Es gibt in meiner bayerischen Heimatstadt eine Anwaltskanzlei, die sich darauf spezialisiert hat, bayerische Abiturienten am NC vorbei ins Medizinstudium zu klagen. Und das mit angeblich 100% Erfolg. Begründet wird die Klage mit den extremen Unterschieden im Prüfungs- und Schulniveau der Bundesländer, so dass ein schlechtes bayerisches Abitur mehr wert sei als ein 1,0 Abi aus z.B. Bremen.

    • @A.S.

      Ungeachtet der fragwürdigen Praxis, die Sie hier beschreiben, muss ich der Behauptung

      “… dass ein schlechtes bayerisches Abitur mehr wert sei als ein 1,0 Abi aus z.B. Bremen”

      zustimmen, und zwar nicht, weil mir das so plausibel vorkommt, sondern weil just dies im Rahmen der PISA-E-Studie, die Leistungsniveaus von Schülern in verschiedenen Schulformen in verschiedenen Bundesländern getestet hat, beobachtet wurde.

  9. Waltkaye says:

    Neben den formalen Abschlüssen ist das Alter auch zentral, für eben die Älteren. Da sind Formalia nicht mehr relevant, man wird rausgeschossen, weil zu teuer…

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