Griechenland ist an linker Vetternwirtschaft, nicht an Austerität gescheitert

Während Linke in Deutschland und anderswo einen Opferkult um die Griechen bauen und Syriza, Tsipras und Varoufakis zu neuen Schutzheiligen linker Ideale ernennen, gibt es eine wachsende Zahl von Kommentatoren, die – wie wir auch – die Renaissance der Griechischen Tragödie, quasi als adaptierte und verkürzte Fassung der “Sieben gegen Theben” von Aischylos, nicht mehr mitansehen können – die den Operkult, der um die en masse von der Austerität dahingerafften Griechen betrieben wird, nicht mehr ertragen können und deshalb das Theater, das sich um Griechenland abspielt, einer grundlegenden empirischen Kritik, einer Theaterkritik unterziehen.

Griechische TragoedieKristian Niemietz, Mitarbeiter im Londoner Institute for Economic Affairs, ist einer, dem es reicht, und einer, der sich wundert. Jedes Mal, wenn er in einen Buchladen geht und die Büchertische vor sich sieht, die sich unter der Last linker Wirtschaftspolitik-Experten von Thomas Piketty bis George Monbiot biegen, wundert er sich darüber, dass Linke nach wie vor behaupten, ihre Ideen seien unorthodox, gehörten nicht dem Mainstream an, seien gegen die neoliberale Hegemonie gerichtet.

Die neoliberale Hegemonie!

Wenn das, was wir heute an Ideen zur Wirtschaftspolitik diskutieren, so Niemietz, wenn das, was heute an Wirtschaftspolitik umgesetzt wird, neoliberale Hegemonie darstellt, dann werde ihm Angst und Bange, wenn er sich eine linke Hegemonie vorstelle.

Wo er Recht hat, da hat er Recht: Niemand schafft es wie Linke, Wirtschaftspolitik zu betreiben und alle negativen Folgen davon dem angeblich herrschenden Neoliberalismus oder ganz generell dem Kapitalismus in die Schuhe zu schieben. Griechenland ist ein herausragendes Beispiel dafür.

Kein Land kann mit Griechenland mithalten, wenn es um die Eingriffe in den Markt geht. Kaum ein anderes Land wird derart beherrscht von ökonomischer Stagnation und der staatlichen Unterbindung auch noch des letzten ökonomischen Impulses durch staatliche Gängelung wie Griechenland.

Seit 1981, so Niemitz, sei die linke Hegemonie in Griechenland ungebrochen. Mit dem Wahlsieg von PASOK habe das begonnen, was man unter linken Regierungen immer beobachten könne: Klientelpolitik, denn: Linke Regierungen kaufen sich ihre Wähler, und linke griechische Regierungen sind hier keine Ausnahme. PASOK hat den Wählerkauf fest etabliert. Andere Parteien haben das Erfolgsrezept kopiert, so Niemietz. Als Ergebnis ist die Staatsverschulung von unter 20% des Bruttosozialprodukts zu Beginn der 1970er Jahre auf mehr als 100% des Bruttosozialprodukts zu Beginn der 1990er Jahre angestiegen.

Wie alle linken Regierungen, so haben sich auch die linken Regierungen von Griechenland mit ihrem Geschäftsmodell über kurz oder lang in einen Finanzierungsengpass manövriert. Klientelpolitik, also mehr oder weniger offener Wählerkauf, ist teuer und wird mit jeder Gruppe, die hinzukommt, teurer, nicht nur, weil die neue Gruppe finanziert werden will, sondern weil die alte Klientel nach Hinzukommen der neuen Günstlinge mehr verlangt als sie bislang erhalten hat.

Dass Griechenland chronisch knapp bei Kasse war, ist kein Geheimnis, dass die entsprechende Knappheit dadurch gelöst wurde, dass die Griechische Zentralbank Geld gedruckt hat und die Regierung an Kapitalmärkten als Schuldenbuckel bekannt war, ist auch kein Geheimnis. Dass die Mitgliedschaft in der Eurozone die griechische Regierung in die Lage versetzt hat, Kapital in einer Größenordnung und zu günstigen Konditionen zu leihen, wie nie zuvor, ist noch viel weniger ein Geheimnis.

Dass man nicht ewig leihen kann, dass Kreditgeber zuweilen ihr Geld zurückverlangen, das hat die griechische Regierung zwischenzeitlich erfahren, dass dies selbst für IWF und EZB gilt, muss in Griechenland wohl erst verdaut werden.

Und Griechenland ist in keiner Weise gerüstet, um die Schulden zurückzuzahlen. Das ist das offensichtlichste Nicht-Geheimnis: “The Greek economy had become a rent-seeking economy, in which economic activity is not about creating wealth, but about extracting wealth from others through the political process. If you are afraid of dog-eat-dog capitalism, you haven’t seen dog-eat-dog socialism yet”.

So beschreibt Niemietz den griechischen Sozialismus als – wie man sagen könnte: Schnorrer-Ökonomie, in der es nicht darum geht, Mehrwert zu produzieren, sondern darum, sich im Vergleich zu anderen und auf deren Kosten besser zu stellen. In der Ökonomie werden derartige sich selbstauffressende Gesellschaften, seit Gordon Tullock den Begriff geprägt hat, als “rent-seeking society” bezeichnet, als Gesellschaft, die über kurz oder lang da ankommen muss, wo die griechische Gesellschaft nun angekommen ist: im Staatsbankrott.

Varoufakis modern economicsEin vollkommen logisches Ende, denn man kann nicht dauerhaft mehr ausgeben als man einnimmt. Die Jahre unterschiedlicher linker Regierungstätigkeit, die “50 shades of red”, wie sie Kristian Niemietz nennt, sie spiegeln sich deutlich in den wirtschaftlichen Daten das Landes wider: Egal, ob der “Ease of Doing Business-Index” der Weltbank, der “Economic Freedom Index” der Heritage Foundation oder der World-Competitiveness Index des World Economic Forum zur Grundlage der Betrachtung gemacht wird: Immer findet sich Griechenland am Ende des Feldes der Industriestaaten und – wie im World-Competitveness Index (Platz 81 von 144) umringt von Ländern wie Algerien, Uruguay, Moldawien und dem Iran.

Griechenland ist in der Tat ein Land, dem ein linkes Denkmal gesetzt werden muss. Jahrzehntelange linke Regierungen haben das Land zu einer Schnorrer-Ökonomie degradiert, in dem sich die politische Klasse Stimmen kauft, so lange, bis kein Geld zum Stimmenkauf mehr da ist.

Insofern kann man sich Kristian Niemietz nur anschließen, wenn er den GREXIT als die für Griechenland auf lange Sicht beste Lösung ansieht: deutlich fallende Preise und Löhne, ein kompletter Ausschluss des Landes aus dem Kapitalmarkt, sie würden dazu führen, dass die politische Klasse von ihrer Gewohnheit der Wählerbestechung ablassen muss: “Greece’s political class would run out of excuses, and that can only be a good thing”.

Und die Griechische Tragödie, sie hätte doch ein Ende.

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38 Responses to Griechenland ist an linker Vetternwirtschaft, nicht an Austerität gescheitert

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  2. Florian Geyer says:

    Gierchenland ist an “Demokratie” gescheitert, so wie es die BRDDR auch tun wird.
    In dieser Staatsform ist Korruption systemimmanent.

    • rote_pille says:

      Wir bräuchten in der Verfassung dringend die Regelung, dass die gesamte politische Klasse hingerichtet wird, sobald die Staatsverschuldung über die Grenze von 10% des BIP ansteigt. Nur so könnte die Demokratie auf Dauer funktionieren.

      • Erwin says:

        Hinrichtung ist vielleicht nicht die ganz richtige Art, aber zweifellos würde vieles besser funktionieren, wenn die Konsequenzen von Entscheidungen auch Konsequenzen für die Entscheider hätten. Es wäre doch ganz interessant zu sehen, welcher Abgeordnete bei uns zum Bsp. für den ESM gestimmt hätte, wenn er gleichzeitig griechische Staatsanleihen hätte kaufen und halten müssen.
        Es ist ein sehr fragwürdiger Mechanismus der es einer Regierung, egal ob rechts oder links, gestattet untragbare Schulden anzuhäufen – haften müssen dann aber die Nachfolger bzw. der Steuerzahler. Die Internationalen Kreditgeber bekommen dadurch zugriff auf die Filetstücke einer Volkswirtschaft zum Dumpingpreis.
        Im Falle Griechenlands geht das Spiel noch weiter: Durch die EU- bzw. Euromechanismen und unsere (dummen??) bzw, verantwortungslosen in jedem Falle haftungsfreien Politiker stehen plötzlich auch unsere deutschen Assets im Risiko.

    • Rüdiger says:

      Als Freund der italienischen Oper kann ich Ihre Einschätzung verstehen.
      Halte sie aber für leichtsinnig.
      Seien Sie versichert, daß auch eine Einparteiendiktatur ein Land vollständig ruinieren kann.
      Nicht nur wirtschaftlich.
      Das ist meine jahrelange Erfahrung.
      Entscheidend sind eher Volkscharakter oder Mentalität.

    • Marcus Junge says:

      Die BRD war schon gescheitert, bevor die DDR angefügt wurde. Angenommen der Ostblock würde immer noch bestehen und auch in Zukunft nicht sich auflösen, die Mauer wäre höher als je zuvor, dann wäre die BRD trotzdem über beide Ohren verschuldet, total überfremdet, wie der Rest von Westeuropa und hätte seine linke Regierung /Medien / Antideutschen
      . Dabei will ich ausdrücklich anmerken, 1990 ff. hat nicht die SED (oder welchen Namen sich die 4x umbenannte Partei gerade auch gab / gibt) den Kurs der BRD vorgegeben, es waren die BRD-Linken, die als rote und grüne Verbrecher wirkten und wirken. Die SED ist dann nur auf deren fahrenden Zug aufgesprungen und hat inzwischen bei vielen Dingen keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der SED zu Zeiten der DDR (Militär, Ausländer, Asozialität, Geld ans Ausland umverteilen, Antideutschtum). Das wollen nur viele der Altmitglieder nicht bemerken, wie bei den anderen Systemparteien.

  3. Lernender says:

    Ich verstehe den Mumpitz sowieso nicht mehr.
    Ich bin damit groß geworden dass eine Währung in etwa die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes gegenüber eines anderem Landes widerspiegelt.

    Mit dem Stolz der griechischen Bevölkerung gegenüber den Repressalien, müsste doch die Bevölkerung alle nach der neuen Drachme schreien? Unabhängigkeit und Souveränität ist doch wichtig. Jeder zweite Deutsche sehnt sich nach den D-Mark Zeiten zurück, über das die deutsche Bevölkerung irgendwie nicht entscheiden darf.
    Der ständige Aufwertungsdruck der Mark hat einen Anpassungsdruck der Industrie erfordert immer und immer wieder besser zu sein als andere auf der Welt.

    Liegt vielleicht doch in der Mentalität..

  4. arno wahl says:

    Griechenland ist korrupt-kaputt, seit Jahrzehnten wussten das ALLE, auser der Rauten
    frau, den beiden Intelligenzbestien WAIGEL und EICHEL und restlich dieser impotenten E.U.

    • Marcus Junge says:

      Na na, mal nicht die fette Wurst aus Oggersheim, den Genschman, die Schröderung, den Kettenraucher und R2D2 vergessen, die haben alle ganz massiv am Euro mitgewirkt, entgegen aller Warnungen das er nicht funktionieren kann. Warnungen von der Bundesbank und den eigenen Ministerien, ausgesprochen noch bevor der Vertrag von Maastricht unterschrieben wurde (und auch danach).

  5. Andreas Damm says:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich stimme Ihrem Artikel in der Grundaussage zu, möchte aber doch bemerken, daß ich das Wort “linker” streichen möchte und es nur beim Scheitern an “Vetternwirtschaft” belassen möchte.

    Zur Begründung:
    Seit Ende der Militär-Diktatur 1974 bis zum heutigen Datum teilt sich die zeitliche Beteiligung der verschiedenen politischen Richtungen an der Regierung wie folgt auf:
    Konservative: 39,9 %
    Sozialisten: 50,4 %
    Koalitionen zwischen Konservativen und Sozialisten/Linken: 9,2 %
    Parteilose Übergangs-Regierungen: 0,5 %

    Daran kann man sehen, daß die Linken/Sozis zwar, wie auch von Ihnen dargestellt, den größten Anteil an diesem System halten, aber die Konservativen haben kräftig mitgemischt und sind kein bißchen besser als die Linken.

    In Griechenland gibt es eine kleine Oberschicht, die sich das Land praktisch unter den Nagel gerissen hat.
    Die werden die linken Politiker und die der anderen Parteien gut geschmiert haben, damit es solche Zustände wie diese gibt:

    – völlig ungeklärte Landbesitzverhältnisse – weil keine Katasterämter
    – kein funktionierendes Steuer-Einzugssystem in Einheit mit systematischem Steuerbetrug
    – Ausnahmen für Handelsfirmen, welche sich nicht einmal Deutschland leisten kann, z.B. Offshore-Firmen zur Steuer-Ersparnis
    – alltägliche Korruption im Leben des normalen “kleinen Mannes” bis in die obersten Schichten
    – grundsätzlich schlechte Zahlungsmoral
    – und so weiter

    Das alles zusammengenommen ist einfach “menschlich” bis “griechisch” und hat mit “links” und “rechts” nichts mehr zu tun.

    Mit bestem Gruß,

    Andreas Damm

    • Welehamm says:

      Da hänge ich mich schnell dran. Diese Pauschalisierung bin ich von einem Herrn Klein nicht gewohnt. Die Abmeierei von Tsipras und Varoufakis ist niveaulos. Diese beiden Herren in Sippenhaft mit den Vorgängerregierungen zu nehmen ist degoutant. Die beiden Herren waren nicht die Verursacher der Krise. Sie haben weder die Reeder steuerfrei gestellt, noch die Eurokriterien gefälscht (das waren die Verbrecher von Goldman Sachs), sondern müssen die Suppe auslöffeln, die ihnen andere eingebrockt haben.
      Sie haben sich bis jetzt tapfer geschlagen und schier Unmenschliches geleistet hinsichtlich des unvorstellbaren physischen Arbeitseinsatzes. Es waren nicht Sieben gegen Theben, sondern zwei gegen die arrogante Eurobürokratie. Merke: Die Zwei wurden von den Griechen und nicht von Juncker und Schulz gewählt! Ich wäre froh, meine Spitzenpolitiker hätten mal so viel Mumm gegen die US-Hegemonie (NSA, TTIP, Ukraineputsch) gezeigt.
      Und noch was zur Ach so freien Marktwirtschaft. Vorzugsweise französische, deutsche und englische Banken haben die Bonds der Griechen gehalten. Weder Deutschland, noch die EU hatte da ihre Hände im Spiel. Erst als sich die fabulösen Ackermänner und andere Bankster verzockt haben, wurde nach dem Staat geschrien. Mich ärgert, dass ich für die neoliberale Zockerbande mit meinen Steuern haften muss.
      Aber im Kapitalismus wird gerne die Wirkung mit der Ursache verwechselt.

      • lolli148 says:

        Aehm… die “Verbrecher” von Goldman Sachs haben gemacht, wofür sie bezahlt wurden. Von linken Politikern. Und Sie haften mit Ihren Steuern auch nicht für die “neoliberale Zockerbande”, sondern für die linken Regierungen, die sich von den Banken abhängig gemacht haben. Wenn man als Regierung so doof ist, das Geldsystem den Banken zu überlassen, freuen sich die Banken natürlich; es ist aber nicht Aufgabe der Banken, was gutes für den Staat oder die Gesellschaft zu machen.

        Varoufakis macht übrigens nichts anderes als die “too big to fail”-Banken: Schönes Währungssystem habt ihr da. Wäre doch zu schade, wenn dem was passieren würde…

        Das geht so lange gut, bis jemandem einfällt, dass irgendwo im Keller noch eine Guillotine steht.

      • Marcel Elsener says:

        @Welehamm
        Interessant, wie Sie die Regierung Tsipras verteidigen. Dabei wollte die ja nicht etwa eine Abkehr von der bisherigen staatlichen Misswirtschaft in Griechenland sondern deren Weiterführung. SYRIZA unterscheidet sich von Nea Dimokratia und PASOK lediglich dadurch, dass sogar die kümmerlichen Reförmchen der Vorgänger zurückgenommen werden sollen. Also eine Rückkehr in die Zeit des kreditfinanzierten Konsums von vor 2010. So gesehen knüpft SYRIZA sehr wohl an die politische Praxis ihrer Vorgängerregierungen an, bevor diese vor der Macht des Faktischen (den irrwitzig hohen Staatsschulden) kapitulieren mussten; eine ideologische Kontinuität ist also gegeben.

        (Neo-)Liberale Politik wäre gewesen, wenn man die böse ‘neoliberale Zockerbande’ einfach hätte in der Luft hängen lassen. Jedoch hätten sich die Etatisten damit ins eigene Knie geschossen, denn nicht nur Griechenland ist bei den Banken hoch verschuldet sondern auch sämtliche anderen Staaten. Bei einem Kollaps diverser Banken, wären sofort deren kurzfristige Geldforderungen gegenüber den anderen Wohlfahrtsstaaten fällig geworden, um in die Konkursmassen einzufliessen. Kaum einer dieser famosen Staaten, die allesamt ihre Wohlfahrt genau wie Griechenland auf Pump finanzierten, hätte diese gewaltigen Kreditrückzahlungen bewältigen können. Meist schaffen sie es noch nicht einmal den gegenwärtigen Schuldenstand einzufrieren sondern türmen ihre Schulden Jahr für Jahr noch mehr auf. Obendrein wären mit den konkursiten Banken eine ganze Reihe von Kreditgebern, welche den Staaten gefälligst auch inskünftig Kredite gewähren sollen, ausgefallen.

        DAS ist der wahre Grund für die Bankenrettungen und nicht der politische Lobbyismus irgendwelcher böser Bankmanager; ein Lobbyismus war gar nicht nötig, denn die Politiker wussten ganz genau, was die Folgen eines Bankenkollapses gewesen wäre. Unmittelbar danach wären nämlich auch die überdimensionierten Wohlfahrtssysteme und damit auch die Macht der Wohlfahrtsstaatler zusammengebrochen. Also alles ein Werk der Etatisten, die damit ihren eigenen Arsch zu retten versuchen; mit Liberalismus hat diese hemmungslose staatliche Verschuldungsorgie zur Finanzierung von Wohfahrtsversprechen hingegen genau gar nichts zu tun.

        Fazit: Etatisten versuchen mit etatistischen Instrumenten die Staaten vor den Folgen ihres eigenen Etatismus zu retten und schieben die Schuld für das Etatismusversagen den (Neo-)Liberalen in die Schuhe. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über soviel Dreistigkeit lachen. Leider glaubt die demokratische Mehrheit diesen Schwachsinn von der bösen (neo-)liberalen Verschwörung und rennt noch tiefer ins etatistische Verderben. Und das, werter Welehamm, ist die wirkliche Tragödie…

    • qed says:

      Da ist was dran: Die Unterscheidung in “Rinks” und “Lechts” ist obsolet geworden und nur noch zu propagandistischen Zwecken zu gebrauchen. Vielmehr zeigt sich zumindest europaweit der Trend der Politbürokratisierung und Verschmelzung der ehemals großen Volksparteien zum Machterhalt für eine elitäre Clique, wunderbar zu bestaunen in der BRDDR und dem EU-Parlament, selbst die Melonenpartei (außen grün, innen tiefrot) versucht noch, in dieser Melange unterzukommen- grüne Atlantikbrückler und Bilderberger wie Özdemir tun sich regelmäßig als Kriegstreiber hervor und singen das Hohe Lied des Finanzkapitals Goldman-Sachs’scher Prägung.
      Totalitäre Parteienochlokratie mit Günstlingswirtschaft ist wohl die treffendste Bezeichnung unserer politischen Gegenwart.

      • Welehamm says:

        Bitte mir mal erklären, wieso die Melonenpartei innen tiefrot ist? Man nehme mal Rebecca Harms, Werner Schulz, Marieluise Beck u.ä., die sofort für einen “Russlandfeldzug” bereit wären, unterstützt vom Albrightreferenten Fischer und der Böll-Stiftung, die außenpolitisch mit der Konrad-Adenauerstiftung keine Unterscheidungsmerkmale hat. Außen grün, innen tiefschwarz. Dafür gilt meine Wette: Die nächste Bundesregierung ist schwarz-grün!

        • Marcel Elsener says:

          @Welehamm
          Eine interessante Definition, die Sie da postulieren: links ist man, wenn man einen Russlandfeldzug nicht unterstützt und rechts ist man, wenn man einen Russlandfeldzug unterstützt. Politische Inhalte scheinen keinerlei Rolle mehr zu spielen; weitaus wichtiger ist hingegen, wer gegen wen kämpfen will. Na denn…

          Waren dann seinerzeit die Roten Khmer in Kambodscha links oder doch eher die (Nord-)Vietnamesen? Die haben ja schliesslich auch erbittert gegeneinander gekämpft. Man hat es nicht leicht, wenn man solche hanebüchenen Definitionen von links und rechts in die Welt setzt.

          Ansonsten stimme ich qed durchaus zu. Links und rechts (bzw. rinks und lechts, wie er es nicht ganz zu Unrecht nennt) sind in der politischen Landschaft gar nicht (mehr) so leicht zu unterscheiden. Schön zu sehen an der Metamorphose der CDU der letzten 30 Jahre; sie unterscheidet sich nur noch marginal von der SPD, grundsätzliche Differenzen gibt es nicht mehr – gerade auch in Bezug auf die permanenten Griechenlandrettungen.

          Ich persönlich differenziere bei politischen Bewegungen nach dem Grad des ihnen innewohnenden Etatismus; totalitär-staatsgläubig und anarchisch-staatskritisch sind die beiden Pole, und dazwischen gibt es noch das ganze Spektrum. In dieser Einteilung können dann auch die Konservativen, die Sozialisten und die Nationalisten untereinander die Hände reichen, soweit sie ähnlich etatistisch eingestellt sind. Scheinbare ideologische Gegensätze lösen sich auf wunderbare Weise in Luft auf, was in der Realität ja auch so bestätigt wird.

          • qed says:

            Das ist des Pudels Kern, Herr Elsener! Die Grenzlinien verlaufen heute völlig anders, nämlich zwischen den Etatisten/Nepotisten jeglicher Couleur und den Libertären, wobei es ziemlich Wurscht ist, ob letztere konservativ oder von mir aus auch “links” angehaucht sind. Deshalb haben die Ersteren aus der Problemzone EUSSR kein Problem, die linken Etatisten in Griechenland bis zum Gehtnichtmehr mit Frischgeld zu versorgen. Und wer mal das Wirtschaftsprogramm des “rechten” Front National gelesen hat, schaut unwillkürlich nach, ob nicht ‘Kommunistisches Manifest’ außen drauf steht. Da nun aber immer noch nationale Eifersüchteleien existent sind, bleibt zu hoffen, daß Griechenland zum Spaltpilz wird- mit klammheimlicher Freude hört man das Gemaule der Franco- und Mussolini- Nachkommen, man habe ihnen gefälligst auch das Geld so hinterher zu schmeißen wie den griechischen Osmanen.

            Auri sacra fames!

            • A.S. says:

              “wer mal das Wirtschaftsprogramm des “rechten” Front National gelesen hat, schaut unwillkürlich nach, ob nicht ‘Kommunistisches Manifest’ außen drauf steht.”
              Nationalistische Bewegungen waren noch nie wirklich von linken Bewegungen zu unterscheiden. Kapitalismusfeindlichkeit, Omnipotenzphantasien, unerschütterlicher Glaube an die segensreiche Wirkung von Plänen und Hass auf Andersdenkende und Abweichler lässt beide Bewegungen sehr ähnlich werden.

        • qed says:

          Vielleicht ist Ihnen bekannt, daß der harte Kern der sog. Grünen überwiegend aus linken Spontis sowie den Hardlinern aus KB und KBW bestand, nachdem Träumer wie Gruhl etc. hinausgeekelt waren. Trittin, Fischer, Kretschmann z.B. Und daß die Grundzüge ihrer Politik immer noch ein Abklatsch der Thesen der Frankfurter Schule sind: Der weiße, heterosexuelle Mann als Wurzel alles Bösen, die unterdrückte Frau und der Schwarze als Speerspitze der Weltrevolution- lies nach bei Marcuse und Adorno. Und daß verdächtig viele aus dem Dunstkreis der (CIA-) Universität von Michigan stammen wie die Beer, vormals die Ikone Kelly und jetzt zieht es den Türken von der CIA-Gründung Atlantikbrücke öfters dahin.
          Und vielleicht haben Sie schon davon gehört, daß eben jene CIA kräftig mitmischte beim Erblühen und später dem Export des Genderistofeminismus, der- wie mittlerweile offensichtlich- ganze Gesellschaftsordnungen zerstören kann.
          Übrigens ist es kein Zufall, daß Horkheimer, Adorno, Marcuse et al. nach der Emigration aus Deutschland als Neomarxisten (!) sofort Einfluß in der universitären Szene Amerikas hatten und noch weniger ist es ein Zufall, daß sie nach Kriegsende ein gemachtes Nest sowie Narrenfreiheit in Frankfurt vorfanden.

          Beschäftigen Sie sich mit dem Begriff “Subversion”, betrachten sie den Niedergang europäischer Gesellschaften im grünroten Kulturmarxismus und überlegen Sie, wo darin ein Nutzen für den transatlantischen Hegemon liegt und schon lösen sich alle Widersprüche in Wohlgefallen auf.

    • Marcus Junge says:

      Konservative: 39,9 %
      Sozialisten: 50,4 %

      Wenn die “Konservativen” so konservativ sind wie die (frühere) CDU, dann ist da nichts konservatives zu finden. Global-sozialistische Parteien sind weder “rechts”, “konservativ”, “liberal” oder “national”, egal wie deren Name lautet oder welche Wahlwerbung sie machen, es sind schlicht eine neue Form von internationalen Sozialisten. Daher kann die Beurteilung “alles linke Regierungen” durchaus richtig sein.

      • Andreas Damm says:

        Ich bin bei meiner Berechnung der zeitlichen Anteile an der Regierung davon ausgegangen, daß die “Nea Democratia” in Griechenland als “konservativ” gilt.
        Ansonsten stimme ich bei, daß die “konservative” CDU garantiert nicht mehr das ist, als was wir sie vielleicht noch aus unserer Jugend erinnern… Ich betrachte die CDU mittlerweile als getarnte Außenstelle der SED. IM Erika ist unsere Kanzlerin…

  6. Lernender says:

    Nachtrag

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/tourismus-in-griechenland-wir-sind-der-kollateralschaden-a-1041766.html

    “SPIEGEL ONLINE: Es gibt Leute, die sagen, die griechische Tourismusbranche könnte davon profitieren, wenn das Land zur Drachme zurückkehren würde – weil der Urlaub wegen einer vergleichsweise weichen Drachme dann vermutlich preiswerter würde. Was halten Sie davon?

    Andreadis: Das muss ein Witz sein! Der Tourismus spiegelt das Leben in unserem Land wider. Können Sie sich vorstellen, dass Menschen aus aller Welt zu uns kommen, um verarmte und verzweifelte Griechen zu sehen? Wir sind kein Dritte-Welt-Land mit Touristengettos. Wir sind unter den Top 15 der weltweiten Touristenziele, es geht uns um hohe Qualitätsstandards. Mit Einführung des Euro ist es uns gelungen, die Einnahmen aus dem Tourismus schneller zu steigern als etwa Spanien, Frankreich und Italien. Eine Rückkehr zur Drachme wäre verheerend.”

    Kapiert irgendjemand diese Logik? Ich nicht..

    • Ist doch klar: Qualität gibt es nur für Euro, für Drachmen strengt sich kein Grieche an. Das jedenfalls sagt “Andreadis”.

      • Lernender says:

        Dann – ausgehend davon dass sich die Wirtschaftskraft eines Landes im Außenwert der Währung wiederspiegelt – traut kein Grieche einem anderen Grieche was zu.

        Alle Griechen trauen schon zweimal nicht einer griechischen Regierung – kriegen für sich selbst nix gebacken, schreien aber alle nach Solidarität Dritter..

        Wo ist denn da der Witz ?

      • Zwischen Euro und Drachme wird es einen Kurs geben. Dann strengt sich der Grieche wieder an.
        Logik? Pfründe wahren, andere zahlen lassen…
        Das gute Geld wird eingelagert und das schlechte an den Markt gegeben. Irgend ein Wissenschaftler hat sich diese Binsenweisheit sogar patentieren lassen.

        Carsten

        Häkeln gegen Atomkraft

  7. meier, hans (kempten) says:

    Austeritätspolitik? Inwiefern ist Griechenland gegenüber denn überhaupt Austeritätspolitik betrieben worden?

    FÜR MICH ist Insolvenzverschleppung KEINE Austeritätspolitik.

    FÜR MICH ist das Gewähren von Darlehen ausschließlich zur Bedienung oder gar Ablösung von Darlehen Dritter KEINE Austeritätspolitik.

    FÜR MICH ist die Übernahme auf dem Kapitalmarkt generierter Schulden (“Kredite”) durch die öffentliche Hand KEINE Austeritätspolitik.

    Die hierzulande betriebene “Rettung” gewisser Banken, die sich auf die griechische Vetternwirtschaft eingelassen haben, durch eine angeblich austeritätsorientierte “Rettungspolitik” erinnert mich fatal an die Vetternwirtschaft, die Griechenland zu Grunde richtet.

    Die Kosten trägt der Rest der Gesellschaft, der Steuerzahler. NEIN: Austeritätspolitik ist das nicht.

    • Marcus Junge says:

      Wie Professor Sinn letzte Woche nachrechnete, hat Gierland über 300Mrd € bekommen, aber nicht mal 1/3 davon ging an “die Banken”, über 2/3 wurden für Konsum und griechische Kapitalflucht verbrannt. Weshalb ich auch die ganzen Dummschwatza-löcher nicht mehr hören kann, die ständig die “Bankenrettung” auf Kosten von Gierland ankeifen, z.B. IM Notar gestern wieder.

  8. Michel Houellebecq says:

    “Als Ergebnis ist die Staatsverschulung von unter 20% des Bruttosozialprodukts zu Beginn der 1970er Jahre auf mehr als 100% des Bruttosozialprodukts zu Beginn der 1990er Jahre angestiegen.”

    Das ist jetzt aber interessant, schliesslich war Griechenland bis 1974 eine Diktatur! Zudem wird in dieser Betrachtung ein ganz wesentlicher Faktor nicht beachtet, der weltwirtschaftlich den wohl grössten Impact seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehabt hat: Das Ende von Bretton Woods 1971 unter US-Präsident Richard Nixon. Es gibt kaum einen historischen Chart, v. a. im Rohstoffbereich, aber auch bei den Devisen, den BIP-Statistiken und der Inflation, der dieses einschneidende Ereignis nicht deutlich widerspiegeln würde.

    Und dann darf man nicht vergessen, dass sich Griechenland mit einer manipulierten, volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung in die Eurozone gemogelt hat. Das ist die Ursache (fast) allen Übels.

    • qed says:

      Das Ende von Bretton Woods war in der Tat eine Zäsur: Von nun an galt das Primat des beliebig vermehrbaren Fiat- Geldes. Und Griechenland hat sich mit Kenntnis aller reinbeschissen, nur ist das nicht die Ursache allen Übels, sondern der Teuro als Fiatgeld an sich: Frokreisch, die Spaniels und die Mafiosi aus Rom haben nicht minder dreist beschissen, nur halt vor allem unter Umlenkung des EU- Geldregens aus den Futtereimern für Landwirtschaft, Infrastruktur und Industriesubventionen. Nitschewo, was macht das schon: Druckt Draghula halt ein bisserl mehr, wie gehabt.

      Die Griechen standen Jahrhunderte unter der Fuchtel der Osmanen, da färben Sitten und Gebräuche wie die der Bakschisch-Kultur eben ab (Wobei ich die Osmanen nicht beleidigen möchte: Immerhin gewährten sie im 18. Jhdt den verfolgten Alt-Orthodoxen Rußlands (!) Zuflucht im Donaudelta, ein genialer Schachzug, der leider nichts genützt hat gegen die Reiterschwadronen Katharinas).
      Wie dem auch sei: Eine gewisse Renitenz ist dem griechischen Volk erhalten geblieben und das Bescheißen des Homunkulus Staat Volkssport- schließlich besteht dieser aus einem Selbstbedienungsladen von ca. 80 Familienclans, Syriza hin oder her, Oligarchie reinster Prägung. Das macht sie sympathisch.

  9. Sven H. Schillings says:

    Einer der Hauptgründe der griechischen Misere ist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft. Vor Einführung des Euro war Griechenland in der Lage, durch regelmäßige Abwertungen seine Produkte billiger zu machen und damit exportfähig zu bleiben- außerdem blieb es dadurch ein preiswertes Urlaubsland, wie heute die Türkei. Mit dem Euro gab es das Instrument der Abwertung nicht mehr, was bei sinkender Produktivität teurere Produkte zur Folge hatte. Heute muss GR sogar landwirtschaftliche Produkte importieren! Hinzu kommen die Mentalitätsprobleme wie Korruption und Vetternwirtschaft. Allein in den letzten 6 Monaten haben griechische Bürger ca. 90 Mrd. Euro abgehoben bzw. ins Ausland gebracht. Als Ausgleich wurden durch die EZB sog. ELA-Kredite in eben dieser Höhe in das griechische Bankensystem gebucht- Kredite, die die europäischen Steuerzahler nie wieder sehen werden. Und das nur, weil die griechische Regierung bewusst tatenlos zusah und eben keine Kapitalverkehrskontrollen durchführte. Auch dies ein Beispiel von Vetternwirtschaft, zu Lasten von uns übrigen Europäern. Der Grexit ist die einzige vernünftige Lösung- die Chance des Neuanfangs für Griechenland, vor allem aber für den Euro-Raum die Chance, das bisher verspielte Vertrauen in die Rechtstreue der Euroländer zurückzugewinnen. Dazu müsste man sich zukünftig aber an die bestehenden Verträge ( z. B. No-Bailout-Klausel in Art. 125 AEU-Vertrag ) halten! Daran glaube ich aber nicht, angesichts der Ökonomischen Beratungsresistenz der meisten Politiker.

  10. rote_pille says:

    Wenn man den Bankrott 2010 durchgeführt hätte, so wie es sich im “Neoliberalismus” gehört, dann wären auch die Kapitalmärkte abgestraft worden. Verdientermaßen, warum finanzieren sie auch den Sozialismus dort. Aber da bei uns auch Großkorruption herrscht, wird jetzt der Steuerzahler zahlen.

  11. GeorgK says:

    @Andreas Damm: Vermutlich sind Konservative in Griechenland nicht besser als Linke, denn in Griechenland gehen Sozialismus und Feudalismus Hand in Hand. Allein die jahrzehnte lange Herrschaft zweier Familienclans, Papandreu und Karamanlis, weist darauf hin, dass das Zeitalter des Feudalismus dort nie wirklich überwunden wurde. Klientelwirtschaft ist beiden gemeinsam. Was es dort offenbar überhaupt nicht gibt, sind marktwirtschaftlich orientierte Kräfte.

    • Andreas Damm says:

      Stimme ich vollends zu!

      Wenn wir unseren Blick nur auf Europa lenken, dann fallen mir beim Stichwort “Korruption und Vetternwirtschaft” folgende Länder in der genannten Reihenfolgen ein:
      1.) Griechenland und Italien (teilen sich den ersten Platz)
      2.) Portugal
      3.) Spanien
      4.) Frankreich
      5.) Deutschland und Österreich
      6.) Großbrtannien
      dann kommt lange Zeit gar nichts und dann kommen die Nordländer.
      Die ganzen ehemaligen ostblock-Länder und alles was mal Yugoslavien war, lassen wir mal außen vor…

  12. anonymous says:

    @Wehlehamm: “Erst als sich die fabulösen Ackermänner und andere Bankster verzockt haben, wurde nach dem Staat geschrien. Mich ärgert, dass ich für die neoliberale Zockerbande mit meinen Steuern haften muss”

    Verkannt wird bei dieser Aussage, auch in allen Talkrunden etc., dass alle Staatspapiere aller EU-Staaten per EU-Definition als risikolos einzustufen waren. Ja es war Banken sogar verboten, dafür Rücklagen zu bilden. Sicher wurden diese auch von der Politik bedrängt, solche Papiere zu erwerben, um z.B. Griechenland die Ausgabe solcher Papiere zu ermöglichen. So ist es auch zu verstehen, dass viele EU-Kredite an Griechenland lediglich der Ablöse der Staatspapiere vor allem bei französischen Banken dienten! Denn: Ein EU-Land konnte/durfte schließlich per Definition nicht pleite gehen.

    Auch hier sind die wahren Ursachen also nicht “neoliberale Bankster”, die sich aus dem Staub machen, sondern politische Lebenslügen des Euro und der EUrokratie in Brüssel.
    Die Aussage bleibt aber richtig, dass man “mit seinen Steuern haften muss” 🙁

    –> der Euro gehört abgeschafft, oder ein striktes ‘no-bailout’ wie in der Schweiz zwischen den Kantonen gültig durchgesetzt. Undenkbar bei den Politmarionetten in Brüssel und anderswo.

  13. Jürg Rückert says:

    Venezuela ist ein Paradebeispiel dieser linken Klientelpolitik. Trotz üppiger Erdölgewinne ist das Land nun ruiniert.
    Vor Jahren regierte ein linker Oberlehrer Tansania. Er sprach so schön von sozialer Entwicklung, dass er zeitweise den Löwenanteil der Hilfsgelder für Afrika einheimste. Er verbot z.B. den Verkauf von Orchideen aus Plantagen nach Europa, weil dies irgendwie seinen stolzen Werten widersprach.
    Die Linke ruiniert jedes Land! Da sie aber über ein Meinungsmonopol verfügt, täuscht sie erfolgreich weiter.
    Mark Twain: Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.
    Wer sich weigert die rettende Medizin einzunehmen, dafür aber auf Kosten anderer unter Appell an seine mitleiderregenden Leiden immer neue Kuraufenthalte ergaunert, wird der Krankheit eben erliegen – je früher, desto besser!
    Unter Zwingworten wie “Solidarität” und “Armut” treibt man weitere Herden ins Elend. So wie Hitler den Wert “Vaterland” missbrauchte, so missbrauchen uns Papst und Politik mit den o.g. genannten Werten. Diese erleiden eine Inflation, werden leere Worthülsen auch gerade für jene, denen Zuflucht oder Unterstützung gewährt werden müssten und hinterlassen nur noch Brechreiz.

    • Jürg Rückert says:

      Nachtrag: Tansania blieb sehr arm trotz aller Gelder.

    • Andreas Damm says:

      Der Lehrer hieß Julius Nyerere und war völlig verblendet.

      Anfang der 70er Jahre lebten in vielen Städten Tansanias noch viele indisch-stämmige Menschen, die fast alle, weil sie fleißig waren und mit Unternehmer-Geist beseelt waren, das Handwerksleben und den Kleinhandel beherrschten.
      Diese Leute hat Nyerere 1973 aus dem Land ausgewiesen und damit der heimischen Kleinwirtschaft großen Schaden zugefügt. Echt sozialistisch!

      Darüber hinaus war Tansania voll von Chinesen, welche sich schon damals die tansanische Erz-Industrie unter den Nagel gerissen hatten und z.B. auch für den Bau der Erz-Bahn, welche vom damaligen Rhodesien bis nach Dar es Salam führt, verantwortlich waren.

      Das zeigt mal wieder, daß die Chinesen die einzigen Linken sind, die nachhaltig denken können und über mehrere Generationen hinaus planen

  14. Jürg Rückert says:

    Er hieß Didius Julianus und wollte Kaiser werden (193 n. Chr.).
    Der Alte war verblichen, ein Nachfolger fehlte. Da hatte die Prätorianergarde eine tolle Idee: Sie wollte das römische Weltreich versteigern! Wer ihnen am meisten böte, der sollte Kaiser werden.
    Wenn ich Kaiser bin, dachte Julian, bezahle ich alle Schulden. So steigerte er sich munter bis zum Kaiser.
    Der Senat erbrach sich. Das Volk spuckte nach diesem Kaiser. Nach kurzer Frist machte sich ein Feldherr mit seiner Truppe auf den Marsch nach Rom. Julian ließ noch neue Schlösser an seinem Palast anbringen. Es half ihm nichts.

    Daran musste ich schon öfters denken. Alle 4 Jahre wird die Republik an den Meistbietenden versteigert. Man nennt dies Demokratie. Da die linken Luschen immer am meisten bieten, stellen sie nun auch immer die Regierung!
    Doch bald müssen sie Schlösser am Kanzleramt anbringen …

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