Nur noch Vorsprung durch Betrug? Verliert Deutschland den Anschluss?

Der Volkswagen-Konzern ist nicht in der Lage, die Werte bei Diesel-Abgasen zu erreichen, die in den USA vorgeschrieben sind. Also wird bei Volkswagen manipuliert, um vorzuspiegeln, man habe die entsprechenden Standards erreicht.

VWUmsonst, wie sich herausstellt, denn die Manipulation ist zwischenzeitlich aufgeflogen, der Markt in den USA für Dieselfahrzeuge von Volkswagen in absehbarer Zukunft schlicht zerstört, die Aktie des Unternehmens im freien Fall an der Börse und der Werbespruch, “Vorsprung durch Technik” mittlerweile zur Lachnummer geworden, ist Volkswagen doch nicht einmal in der Lage, Abgaswerte einzuhalten, die von anderen Autobauern eingehalten werden können.

Es gibt einige Risse in der Fassade des Standorts Deutschland, des Exportweltmeisters, dessen Autobauer den Weltmarkt noch vor den Japanern beherrschen oder besser: beherrschten und dessen Erfindungen und Innovationen die treibende Kraft hinter der Ökonomie des Landes sind (oder sein sollen).

Verliert Deutschland den Anschluss?

Am 17. September wurde in London der diesjährige “Global Innovation Index 2015” (GII) veröffentlicht. Der Index ist ein Gemeinschaftswerk der Cornell University, von INSEAD, World Intellectual Property und AT Kearney und erscheint jährlich. Untersucht werden 7 Bereiche, die für die Innovationen, die die Wirtschaft eines Landes treiben, wichtig sind: (1) die Institutionen eines Landes, (u.a. das Ausmaß der staatlichen Eingriffe in den Markt), (2) das vorhandene Humankapital des Landes (u.a.: Anzahl der Tertiär-Gebildeten, Ausgaben für Bildung, für Forschung und Technik usw.), (3) die Infrastruktur für Innovationen (u.a. Verbreitung von neuen Technologien), (4) die Effizienz des Marktes (u.a. Investorenschutz), (5) die Effizienz der Wirtschaft (u.a. das Humankapital von Arbeitern), (6) der “Output” aus Forschung und Technik bzw. aus der Anwendung von Wissen (z.B. die Anmeldung von Patenten, der Anteil neuer Technologien an den Exporten oder die von Wissenschaftlern veröffentlichten Fachbeiträge), und (7) die Neuheit der Produkte (u.a. gemessen in Trademarks).

Insgesamt gehen eine Vielzahl von Indikatoren in die Erstellung des Rankings des Global Innovation Index (GII) ein, und die Top-10 der Nationen, gemessen an ihrer Innovationskraft, sind die folgenden:

  1. Schweiz
  2. Vereinigtes Königreich
  3. Schweden
  4. Niederlande
  5. Vereinigte Staaten von Amerika
  6. Finnland
  7. Singapur
  8. Irland
  9. Luxemburg
  10. Dänemark

Sie lesen richtig. Unter den Top-10 findet sich kein Deutschland. Deutschland findet sich auf Platz 12 und betrachtet man die 7 Einzelindikatoren, die oben dargestellt wurden, dann schneidet Deutschland besonders schlecht in den folgenden Bereichen ab:GII_2015

  • Institutionen: zu intensive Eingriffe/Regulation in den/des Markt/es behindern die Innovationsfähigkeit Deutschlands (Platz 20 von 114);
  • Infrastruktur: u.a.: die Schaffung und Bereitstellung von Kapital ist in Deutschland besonders schlecht (Platz 112);
  • Markteffizienz: u.a.: der Investorenschutz ist unterentwickelt (Platz 49);
  • Effizienz der Wirtschaft: u.a.: Deutschland ist für ausländische Investoren nicht interessant (Platz 115);

Die vier Mangelbereiche weisen alle in die selbe Richtung, nämlich in eine Gängelung von Akteuren auf Märkten durch die Regierung und nachgeordnete Regulationsbehörden und als Ergebnis die Schaffung von Bedingungen, die einerseits für Investoren nicht attraktiv sind, es andererseits verhindern, dass Kapitalbildung in nennenswertem Ausmaß betrieben werden kann, Kapitalbildung, die wiederum für Investitionen in Forschung und Technik von besonderer Wichtigkeit ist.

Angesichts der Feindlichkeit, die aus Deutschland internationalen Freihandelsabkommen entgegenschlägt, angesichts der Feindlichkeit und der Verbote, mit der/denen Forschung in Bereichen von Biotechnologie oder Nuklearenergie begegnet wird, angesichts der vielfältigen Eingriffe deutscher Regierungen in die Unternehmensfreiheit und den Markt, bis zur Vorschrift, wie hoch der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder zu sein hat, ist es kaum verwunderlich, dass Deutschland langsam den Anschluss an die Weltspitze verliert, wenn es um Innovationen geht.

Betrachtet man die Anzahl der wissenschaftlichen Beiträge in Fachzeitschriften, die aus Deutschland kommen, dann fällt Deutschland noch weiter zurück, auf Platz 31 unter 141 Nationen. Im Vergleich zum GII von 2010 ist dies eine Verschlechterung um 14 Plätze, im Vergleich zum GII von 2012 eine Verschlechterung um 12 Plätze. Ob hier die staatlichen Interventionen in Hochschulen, die Programme zur Entprofessionalisierung der Hochschulen bereits abgebildet sind, ist eine spnanende derzeit nicht einmal beforschte Frage. In jedem Fall ist sicher, dass Programme, die darauf zielen, Geschlecht und nicht Leistung zur Grundlage der Stellenvergabe zu machen, zum einen dazu geeignet sind, bestenfalls mittelmäßige Bewerber auf Positionen zu befördern, zum anderen dazu geeignet sind, Bewerber mit hohem Humankapital von einer Bewerbung in Deutschland abzuschrecken und den Weg ins Ausland antreten zu lassen.

Insofern wäre das neue Motto “Vorsprung durch Betrug” wegweisend, da es das Ergebnis eines Brain Drains zusammenfasst, einer Abwanderung von Fachkräften, die es deutschen Unternehmen unmöglich macht, international mitzuhalten. Volkswagen wäre entsprechend ein Indikator dafür, dass es bereits 5 nach 12 ist und kaum mehr Zeit bleibt, um deutsche Hochschulen wieder nach Meritokratie zu organisieren und u.a. mit absurden staatlichen Eingriffen in die Geschlechtskomposition von Unternehmen aufzuhören.

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34 Responses to Nur noch Vorsprung durch Betrug? Verliert Deutschland den Anschluss?

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Nur noch Vorsprung durch Betrug? Verliert Deutschland den Anschluss?

  2. MURAT O. says:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

  3. Troll h.c. says:

    > ist Volkswagen doch nicht einmal in der Lage, Abgaswerte einzuhalten, die von anderen Autobauern eingehalten werden können

    Ist das nicht eine sehr gewagte Behauptung und die Alternative “die anderen Autobauer bescheißen besser und lassen sich nicht erwischen” könnte genauso zutreffen?

    Zum Rest gehe ich d’accord.

    • Ist es nicht gewagt es für wahrscheinlicher zu halten, dass andere auch “cheaten”? Unser Jeep unterschreitet die EU-Abgasnorm um einiges und das nicht erst seit diesem Jahr. Wie auch immer, dann müsste man halt annehmen, dass die anderen Autobauer so überlegen sind, in ihrer Technik, dass sie auch besser cheaten können als VW, was die Frage aufwirft, warum sie, wenn sie so überlegen sind, es überhaupt nötig haben sollten, zu cheaten … fast schon eine reductio ad absurdum.

      • Troll h.c. says:

        Jooo…. mir wurde mal erklärt, dass es relativ einfach ist, die Abgaswerte zu reduzieren, wenn man mehr Sprit durchhaut. Das klingt jetzt abstrus, aber ich vertraue dem Ingenieur, der es gesagt hat. Bei einem Benziner geht das in die Richtung, dass ein heißer Kat sehr viel besser funktioniert als ein kalter; das kennen Sie vielleicht noch von der AU mit der 20 Jahre alten Karre, die Messwerte jenseits von Gut und böse hatte, aber nach 5 Minuten auf 5000 U/min, was der freundliche TÜV-Mann wusste, kam da gar nichts mehr raus. Ich kann nur vermuten, dass es bei Dieseln ein ähnliches Phänomen gibt und die Software dann halt “heizt”.

        Meine Theorie war daher, dass die Autobauer sich lange darauf konzentriert haben, Autos zu bauen, die wenig verbrauchen (da ist VW ja gut dabei), was aber eben für die Abgaswerte schlecht ist. Dann kommen die Abgasnormen, und man hat am Regularium vorbeientwickelt. Und jetzt steht man da, während die US-Autobauer mit ihren ineffizienten Karren die Normen einhalten können.

        Dass Ihr Jeep das kann, liegt daran, dass er (als Diesel) den gleichen 3l-Mercedes-Motor hat wie meine E-Klasse. Braucht aber halt zwei, drei Liter mehr Sprit als ein vergleichbarer VW. Ich gehe aber davon aus, dass “braucht kaum Sprit” jetzt das zentrale Kaufargument für eines unserer Autos war.

        Wenn man dann dazu vergleicht, wer sonst noch ordentliche PKW-Dieselmotoren (also, mit Leistung) baut, fallen mir nur BMW und Volvo ein. Volvo braucht genauso viel wie der Mercedes, und BMW löst das Problem mit zwei Turboladern und enormen Drücken, was halt in der Herstellung teuer ist. Wenn man also drüber nachdenkt, haben die anderen es wirklich nicht nötig, zu schummeln.

        • Wie dem auch sei, Betrug ist Betrug. 🙁

        • hirni says:

          hmmm:
          1.) etwas mehr Ahnung von Physik/Chemie/Maschinenbau wuerde nicht schaden.
          (BTW: niedrigere Druecke sind die Loesung – siehe Mazda’s Diesel)

          2.) den Test-Bericht lesen – wie es ermittelt/gemessen wurde:
          http://www.eenews.net/assets/2015/09/21/document_cw_02.pdf

          …erklaert auch die Kategorisierung (LDV/LDT) – und warum diesel-SUVs es einfacher machen koennen – als PKWs….

          3.) Verstehen – dass die 2.0Liter VWs in die Klasse LDV fallen, waehrend der X5 in die Klasse LDT-4 faellt – und damit schon mal ‘einfach so’ mehr Dreck ausstossen darf.

          Aber ja – Autos sind Zusatz-Religion in Deutschland – da darf immer noch feste geglaubt werden. – und man sollte bloss nix vorab lesen, um es zu verstehen.

          4.) im PDF ist sogar ein noch subtilerer SW-Betrug von Volvo/Renault erklaert – und dieser Betrug war der eigentliche Ausloeser …. warum man dies jetzt so getestet hat… – d.h.:

          a.) SW-seitiger Betrug bei Diesel-Motoren hat einen “Track record”
          b.) VW sind nicht die ersten/einzigen – aber die ersten, die man erwischt hat.
          c.) …und werden sicher nicht die einzigen bleiben — in der LDV-Klasse !

  4. Achim says:

    Also ich denke mal solche Genderisten wie Prof. Corinna Barth von der TU Braunschweig (Wofür steht eigentlich das T bei TU) werden VW schon wieder
    aus dem Tal der Tränen herausführen, mit diesen genialen Themen(gehalten bei einer Ringvorlesung).

    Finde den Fehler:

    Automobil und Geschlecht: Nur ein Stereotyp oder doch ein wirklicher Zusammenhang?

    Aus Liebe zum Auto? Warum autonome Fahrzeuge Männlichkeit(en) in der Automobilkultur herausfordern

    Exhaust fumes and Risk_Taking ! A Gender Perspective.

    Do Men Love Machines more than Women? Passionate Men and Rational Women or are there any Gender Differences?

    Genderdrive: Das Auto im Film

    Men on the Move: Control, Vulnerability and Risk-Taking

    Das Projekt Gender ING: Gender Studies erweitern die Lehre im Karosseriebau

    Was „bringt“ die Perspektive auf Geschlechterverhältnisse den Nachhaltigkeitswissenschaften?

    Hier die Auflösung:
    https://blogs.tu-braunschweig.de/presseinformationen/?p=8818

  5. Habnix says:

    Also im Grunde ist jeder Konzern und jder Reichtum durch Betrug entstanden und kann sich nur durch Betrug halten.Man muss nur tief genug rum schnüffeln und man wird fündig.

    Das was den Armen fehlt,das hat der Reiche zu viel.Reichtum kennt keine Moral.Wenn Reichtum echte Moral kennen würde, gäbe es kein Materiallen Reichtum.

  6. Martin1 says:

    Nun bitte nicht TTIP schönreden!

    Aber klar, die Probleme Deutschlands sind hausgemacht: Political correcnrss über alles, Inklusion, Absenkung von Prüfungsniveaus, MINT gilt nicht mehr als erstrebenswert, sondern DSDS, GBTM etc.

    • Bitte TTIP nicht schlechtreden.

      • Bitte TTIP weder so noch so reden. Bei TTIP handelt es sich um Geheimverhandlungen. Kaum einer weiß genau um was es dort geht. Sollte ich mich irren, bitte ich um Aufklärung.

        Wo es sich allerdings um Geheimverhandlungen handelt frage ich mich, was haben TTIP Verhandler zu verstecken? Was sollen wir nicht wissen dürfen?

        • Ich stimme Ihnen völlig zu: Es ist nachgerade eine Unverschämtheit, derartige Verhandlungen geheim zu führen.
          Das ist der eine Punkt.
          Der andere Punkt ist: Niemand weiß so richtig, was in TTIP steht, deshalb kann man es weder gut noch schlecht reden. Was ich ja auch nicht getan habe.
          Es ist jedoch alarmierend, mit welcher Verve aus der linken Ecke des politischen Spektrums gegen ein Freihandelsabkommen agitiert wird, von dem die Agiteure genau so viel wissen, wie wir, nämlich nichts. Aber sie haben natürlich ganz viele fiese Phantasien, die sie gerne anderen unterstellen. Entsprechend idiotisch ist es abermals, dass die Verhandlungen geheim geführt werden. Allerdings, wenn man die irrationale Art der Diskussion über etwas, was man nicht kennt, das Verbreiten von Phantasien und die vielen Teufel berücksichtigt, die von Teufelsanbetern an die Wand gemalt werden, dann könnte man fast so etwas wie Verständnis dafür entwickeln, dass die Verhandlungen geheim geführt werden – wer will schon seine europäische Verhandlungsposition dadurch untergraben, dass er sich mit US-Vertretern auseinanderseitsen muss, die jederzeit auf einen Bunch of mainly German Nuts zurückgreifen können, um ihre Verhandlungsposition zu stärken?

  7. argus says:

    ich kann mir nicht vorstellen, dass vw die abgasnormen in den vs. nicht erreicht. die hersteller von dieseleinspritzpumpen, katalysatoren, partikelfiltern beliefern nicht nur vw, sondern auch die meisten anderen autohersteller. mit anderen worten: das einspritz – und katalysatoren-system ist egal bei welcher automarke identisch, wieso sollte da vw mit schlechteren abgaswerten abschneiden ? vielleicht ist es die strafe, weil sich frau merkel mehr der russischen föderation zuwendet ? vielleicht will das amerikanische regime deutschland an diesem empfindlichen punkt bestrafen ?

    • Vielleicht irren Sie sich auch und die Software, die in aller Munde ist und mit der die Abgaswerte manipuliert werden, ist tatsächlich in VWs enthalten und nicht nur erfunden…

    • Franz Schuldt says:

      In Rußland hat dieser Tage VW gerade ein Motorenwerk eröffnet wie auf Sputnik zu lesen war.
      Ein Schelm wer böses dabei denkt.
      Zu obiger Übersicht. Muß immer die Frage gestellt werden wer hat die Bewertung in wessen Auftrag erstellt.
      TTIP läßt übrigens grüßen. Die aus der VSA geführte Vasallenpolitik wird dann auf einen neuen Höhepunkt geführt.
      Die Erneuerung der Atomwaffen der VSA kommt ja auch zum rechten Moment.
      Damit wird wird die BRiD zum Haußtangriffsgebiet bei einer Auseinandersetzung mit Rußland.
      Das Gebiet um Ramstein das Steuerzentrum aller Kriege des US Imperiums wird zuerst vernichtet.
      Die Menschen sollten schon jetzt andere Gefilde aufsuchen.
      Und natürlich kann man von der von der US geführten und organisierten Flüchtlingswelle ablenken, wenn die Hauptkommentarzeit sich jetzt voller Ekel VW zuwendet.

  8. HubbaBubba123 says:

    Die Mängel stecken tiefer, viel tiefer. Das von den Unis nichts kommt hat mit den Fémofaschisten ausnahmsweise mal nichts zu tun. An den technischen Fakultäten sind und waren Sie kaum sichtbar.

    Dort bringt der schon immer vorhandene Feudalismus der überwiegend männlichen Professoren jeden Forschergeist zum erliegen. Es macht für einen Studenten wenig Sinn wenn er sich seiner kreativen Kräfte beraubt sieht die der Prof. dann in Papers und eine Firma überführt (die er mit Fördermitteln gründet) und den Schöpfer zum Hungerlohn einstellt. Da geht dieser in die USA, wo auch nicht alles Gold ist was glänzt, aber gute Köpfe gefördert statt geplündert werden. Sie bekommen diese Angebote auch sehr schnell. Die Scouts sind überall.

    Deutschland außerhalb dieser Anstalten professoral-feudaler Selbstbedienung ist eine ähnliche Innovationswüste. Extrem ungünstige Bedingungen für jeden Starter.

    Wer eine Firma gründet die letztlich mal Produkte herstellen soll sieht sich in D einer Struktur des Wahnsinns gegenüber. IHK, WEE VerpVer. (für jedes popelige europäische Land einzeln), BG, GEZ, BattG, ElektrG (eine -wie sollte es anders sein- bayerische “Stiftung” mit dem Gipfel des Wahns der sog. “Containerverlosung” ) sind nur die Spitze des Eisbergs und alle derart ausgestaltet das es für Newcomer möglichst aufwendig wird diese Regelungen einzuhalten.

    Der Staat nicht minder. Jeder Firma wird über die Vorauszahlungen von Vor- , Gewerbe-, Körperschafts und sonstigen Steuern und für ALG-, KV-, und Rentenversicherung die Liquidität abgezogen so dass für Entwicklung nichts mehr bleibt.

    Die Fördermittel sind in die Hand der Femomafia gewandert. Was vormals in Männerrunden nach 10 Minuten klar war und abgenickt wurde wird jetzt im Tal der AhnungslosInnen von Labertanten mit Paris Hilton Mimik “bedacht”. Auch noch mit allen möglichen Frauenförderungen kontaminiert. die man aber unmöglich absehen kann weil es ja nicht um Geschlechtergerechtigkeit geht sondern um Innovation.

    Jeder der heute in Deutschland mit Innovation kommt sollte sich das gut überlegen. Ich mach das schon seit über 25 Jahren, hab aber alles auf Minimum runter gefahren und lebe gut von 2-3 Stunden Arbeit am Tag. Als High Performer ein guter Weg.

    Noch dazu: Meine Freunde haben geschuftet wie die blöden, Firmen aufgebaut und nur ihre Frauen und den Staat reich gemacht. Sie stehen jetzt dem aufkommenden Feudalismus gegenüber , müssen ihre Buden – ich schreib das ungern weil ich Asyl für eine positive zivile Einrichtung halte- vor Einbruch und Diebstahl schützen und sagen zu mir etwas neidisch “Du hast alles richtig gemacht”.

  9. Pingback: Volkswagen: Anstand bescheißt nicht › Henning Uhle

  10. Dr. Matthias Fischbach says:

    Aufgrund der Einstufung von Dieselabgasen als Karzinogen in die Gruppe 1 (WHO, Juni 2012), ist die Anwendung dieser Technologie sowieso irgendwie illegal, aber nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche kriechen die Leute davor natürlich auf den knien.

  11. anvo1059 says:

    Deutschland hat längst den Anschluss verloren. Dafür hat die Politik mit ihrer Bildung – und Arbeitsmarktpolitik erfolgreich gesorgt.
    Ehrlichkeit hat man schon lange aus der Agenda gestrichen. (siehe u.A. diverse Dr. Titel)
    Im Übrigen dürften die Tricksereien nicht wirklich überraschen. Beriets seit etwa 3 Jahren geraten deutsche Autobauer immer wieder in die Kritik, weil si z.B. Verbrauchszahlen schönen. Ausländische Firmen ; auch US Amerikanische; machen das nicht anders.
    Was soll also plötzlich die ganze Aufregeung ?

  12. Tom says:

    Machen doch alle – warum wird das ausgerechnet jetzt berichtet?

    Schon aufgefallen? Die Tagesschau berichtet neuerdings die ersten vollen 5 Minuten darüber.

    Sieht nach Ablenkung vom “Flüchtlings”-Problem aus.

  13. Roland S. says:

    Als Schweizer freut es mich natürlich, dass wir die Nr 1. sind. Biotechnologie oder Nuklearenergie sind hier allerdings auch nicht gerade beliebt, daran kann es nicht liegen. Was ich allerdings aus eigener Erfahrung bestätigen kann, ist die einfache Eröffnung einer Firma. Alles geht sehr unbürokratisch vor sind und man lässt einen ziemlich in Ruhe.

  14. Observer says:

    Ich stimme den Kommentaren von Troll h.c. um 11:23
    sowie von HubbaBubba 123 weitestgehend zu.
    Der eine geht auf das spezifische Thema mit korrektem Ansatz ein,
    der andere beschreibt sehr zutreffend die allgemeinen “Schwachpunkte”
    deutscher Induxtriepolitik.

  15. fdominicus says:

    Das “Verwunderliche” daran.
    Wenn VW betrügt wird es Betrug genannt.
    Wenn es Politiker und Zentralbanker machen wird daraus Politik.

    Zum Ranking schrieb ich:
    Die Marktwirtschaft ist ein balanciertes Gebild aus Kooperation und Wettbewerb. Nur dank beidem stehen wir das wo wir heute sind. Wenn wir den Wettbewerb weiter so behindern, wird das Wissen verschwinden und damit auch die finanzielle Grundlage auch für die Wertevernichter aus der Politik. Die Reaktion von diesen ist heute schon bekannt, es wird zu mehr Repressalien kommen, das geht aber nicht auf Dauer. Irgendwann gibt es eine Gegenreaktion die kann sehr blutig werden.

    Wir verspeisen Gerade in gewaltigen Schritten unsere Vorräte und die sind immer endlich…

  16. fdominicus says:

    Hier noch meine Vorschläge an die VW-ler

    hier eine Reihe von kleinen Tips. Sie haben so um die 570 000 – 600 000 Mitarbeiter. Ich schlage vor, Sie gründen damit eine Partei. Ich denke das dürfte die größte dt. Partei werden.

    Dann lassen Sie sich wählen, Sie brauchen nur rund 43% aller abgegebenen Stimmen um die absolute Mehrheit zu erhalten.

    Dazu kommen Annehmlichkeiten wir Transferzahlungen für Parteien, dafür müssen Sie gar nichts produzieren!. Ich meine wäre es nicht toll sich ein wenig Geld von BMW, Mercedes, etc in die eigene Tasche umzuleiten. Dazu die einzigartige Möglichkeit Gesetze zu beschliessen die nur selektiv gelten. Also das EK-(Un)Recht könnte man sicher im Sinne von VW umbauen. Außerdem lässt sich doch sicher ein Patent finden, mit dem man bei den Anderen Autobauern noch mal die Taschen offen halten kann.

    Sie sind auch weniger den Wirrungen Ihrer Kunden ausgsetzt, die von Ihnen Unterdrücktne und Betrogenen treibt nur ein Wunsch – zu Ihnen zu gehören.

    Weitere unabweisliche Vorteile: Sie verfügen über das Zahlungsmittelmonopol – ja ich weiß – Sie meinen das liegt doch bei der EZB, aber wer bestimmt die Gesetze der EZB und wer hat die Gesetze für den ESM festgelegt? Sehen Sie, Sie brauchen sich viel weniger Gedanken um Kunden zu machen und Banalitäten wie Versprechen die gemacht aber nicht gehalten werden, werden Ihnen nicht mehr negativ angerechntet. Sie nennen es alternativlos – Sie bekommen die Idee !?

    Ende mit Betrug, das was Sie dann machen ist Politik. So sind Sie einfach NUR Betrüger. Andernfalls werden Sie delebets – und ich versichere Ihnen, damit gehören Sie zur deutschen “Elite”.

    Konnte einfach nicht wiederstehen 😉

  17. hgb says:

    Kann nachgelesen werden bei z.B. Sarazzin, Spengler.

  18. cource says:

    bei so viel wettbewerbsverzerrung da hätte die ehem. DDR auch mithalten können, einfach geld drucken und die staatsbetriebe bis zum geht nicht mehr subventionieren so kann man ein unwirtschaftliches system auch aufrecht erhalten–frau merkel macht mit ihrer politik der DDR alle ehre

  19. m. sastre says:

    Die Vermutung, daß Deutschland Intellektuell und damit auch in Fragen von Forschung und Entwicklung aus der Substanz lebt, drängt sich mir auch schon seit einigen Jahren auf (Sciencefiles hat hier einen gewichtigen Anteil) und neben den üblichen Tricksereien würde ich gerne noch das Lohndumping und den Ausverkauf genuin Deutscher Konzerne und Unternehmen durch Auslandsinvestitionen infolge der durch die Regierung Schröder veränderten Gesetzeslage anführen.
    Das Lohndumping hat den Wettbewerb, genauso wie der Einkauf von Vorleistungen im Ausland, auf eine zunehmend durch Lohnstückkosten geprägte Ebene verlagert. Der zurückgehende Anteil an Innovation und Qualität wurde durch wettbewerbsfähigere Preise ausgeglichen.
    Der Einkauf von Unternehmensanteilen durch ausländische Investoren hat nicht zu sinnvollen Investitionen oder Unternehmensneugründungen geführt, sondern dazu, daß Unternehmenskulturen verwässert und der kurzfristige Gewinn dem langfristigen Investment vorgezogen wurde.
    Die ideologische Bevormundung auf allen Ebenen und die zunehmende Simulation von Wissenschaftlichkeit an Unis und Fachhochschulen sind hier bereits ausgiebig benannt worden. Die Umwidmung aller Gender-Professuren in echte Forschungs- und Lehreinrichtungen wäre zwar grundsätzlich sinnvoll, würde aber an der Problematik so schnell nichts ändern, da dies an dem Problem “Masse statt Klasse” kurzfristig nichts ändern würde.
    Unverständlich hingegen ist mir jedoch die mangelnde Distanz zu Freihandelsabkommen, da es hier ja erfahrungsgemäß nicht um Freihandel, sondern um Konzernmacht geht. Die Geheimhaltung um TTIP und die daraus resultierende mangelnde Kenntnis von Details können eigentlich schon bei Einsatz des gesunden Menschenverstandes kaum Gutes erahnen lassen und erzeugen, zumindest bei mir, erheblichen Argwohn. Die bisher bekannt gewordenen Elemente von TTIP und der Inhalt des nun ausverhandelten Abkommens mit Kanada bestätigen so ziemlich alle Befürchtungen.
    Ein Studie, bei der die Autoren zwar ihr Ergebnis präsentieren, sich jedoch weigern in irgendeiner Form Aussagen zu ihrer Methodik zu geben, fände doch wohl in ihren Augen auch keine Gnade, Herr Klein, oder?
    Diese Thematik hier anzusprechen, finde ich auch deshalb gelungen, weil hierdurch der Brückenschlag zwischen Gesellschaftskritik und Kritik am Wissenschaftsbetrieb mit den realwirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung verbunden wird. Qualitätsmangel in den von vielen als “Laberfächer” wahrgenommenen Sozialwissenschaften werden ja häufig als Randproblem wahrgenommen. Das es sich um ein fächerübergreifendes Phänomen handelt, quasi eine Art progressiver Wissenschaftsinsuffizienz, wird nun immer deutlicher.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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