Genderismus am Ende: Keine Nachfrage nach Genderkram

Gender in der Pop-Musik. Ein wichtiges Thema – oder? Wetten, daran haben Sie noch nicht gedacht? Wetten, Sie haben sich noch nicht vergegenwärtigt, dass Pop-Musik ein von männlichen Patriarchen aus der weißen US-amerikanischen Mittelschicht beherrschtes Unterfangen ist, das Frauen und Mädchen benachteiligt, einen Eindruck, den man nicht unbedingt teilt, wenn man z.B. in Kaufhäusern aus Lautsprechern regelmäßig mit unerträglichem Geschrei aus weiblichen Kehlen belästigt wird, die versuchen, möglichst kindisch zu klingen …

FDP KLeine Anfrage NRWAber sei’s drum, die Nordrhein-Westfälische Landesregierung ist angetreten, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass die Popmusik voller weißer männlicher Protagonisten ist, die verhindern, dass hoffnungsvolle Sternchen, die zwar nicht singen können, aber aus Gründen der Gleichstellung ihre schrillen Laute in die Welt emissieren.

Ob das so ist, weiß zwar niemand, außer der Landesregierung in NRW, die weil sie die “Wünsche, Bedürfnisse und Förderbedarfe junger Menschen”, gemeint sind junge Mädchen, nun einmal kennt, nicht nur das Mobile Mädchenzentrum Gelsenkirchen mit jährlich 61.650 Euro an Steuergeldern unterhält, sondern auch den unglaublich wichtigen Fachtag “Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema” mit 37.953,30 Euro finanziert. 4.726,50 Euro Eigenmittel habe das Mobile Mädchenzentrum Gelsenkirchen zum Fachtag beigesteuert, Eigenmittel, die vermutlich aus der Finanzierung des Mädchenzentrums durch die Landesregierung stammen…

Dass diese Verschwendung von Steuergeldern an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist Susanne Schneider von der FDP zu verdanken, die sich in einer kleinen Anfrage danach erkundigt hat, ob die “Landesregierung keine drängenderen Probleme [hat], als jungen Mädchen Karrierechancen in einer vermeintlich männlich dominierten Musikbranche zu ermöglichen”.

Maedchenzentrum GelsenkirchenDie Frage zielt auf den Fachtag “Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema” und verkennt den Zweck solcher Fachtage vollständig. Es geht nicht darum, “jungen Mädchen Karrierechancen” zu eröffnen. Wer hätte je davon gehört, dass jungen Mädchen durch Gendertagungen Karrierechancen außerhalb des Gravy Trains (dt: Nutznießer-Netzwerk) der Genderstudien eröffnet worden wären? Wer hätte je einen Beleg dafür vorgelegt, dass Genderveranstaltungen auch nur einen Euro Nutzen erbracht hätten? Wenn ein Leser Erkenntnisse hat, die auf einen entsprechenden bezifferbaren und nachweisbaren Nutzen von Gendertagungen zu was auch immer, hinweisen, er möge sich bei uns melden.

Nein, Fachtage, wie der vom Mobilen Mädchenzentrum in Gelsenkirchen geplante, dienen nicht dazu, den Teilnehmern am Fachtag, Chancen zu eröffnen. Sie dienen dazu, die beim Mobilen Mädchenzentrum Beschäftigten zu finanzieren, einen Beleg für die eigene Tätigkeit zu haben, den man an das finanzierende Land NRW schicken kann, Marke: “Seht mal, so viele Mädchen haben an unserem Fachtag teilgenommen” und sie dienen dazu, die Teilnehmer zu indoktrinieren und ihnen das hohe Lied von der Benachteiligung aller Mädchen und Frauen zu klagen.

Insofern irrt die Landesregierung NRW, wenn sie schreibt:

“Bei dem Projekt „Mädchen in der Popmusik – (k)ein Genderthema“ handelt es sich in erster Linie um ein solches geschlechtsspezifisches Angebot und nicht vornehmlich um ein Angebot kultureller Jugendbildung. Es ermöglicht Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik”

Wie man bei der Landesregierung zu einer derart schrägen Einschätzung gelangen konnte, ist uns schleierhaft. Bereits ein Blick auf die drei Vorträge, die der Fachtag, der – man höre und staune – Gesamtkosten in Höhe von 44.680 Euro verursacht, zu bieten hat, zeigt, dass es um alles, nur nicht darum geht, “Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik” zu bieten. Wer der leichtgläubigen Landesregierung diesen Bären aufgebunden hat, um an Steuergelder zu gelangen, ist vielleicht eine Frage für eine weitere “Kleine Anfrage”.

Drei Vorträge umfasst der 44.680 Euro teure Fachtag: (Was man für 44.680 Euro an sinnvoller Forschung fördern könnte…)

Dr. Monika Schopp zeigt uns, dass die “Wahl von Musikinstrumenten auch heute alles andere als ‘geschlechtsneutral’ ist”. Vermutlich am Beispiel von Pauke und Tuba wird Dr. Monika Schopp erklären, dass die Musikwelt voller Geschlechtssterotype ist. Was sonst könnte gemein sein, wenn Schopp “Kontexte und Faktoren” aufspüren will, “die zur geschlechtlichen Konnotation von Instrumenten … führen”?

Prof Dr. Marcus S. Kleiner weiß: “Pop ist Männersache” und weil dem so ist, diskutiert er “den Zusammenhang von Gender Trouble und patriarchalen Popsystemen”. Die patriarchalen Popsysteme, das sind die, die “amerikanische Mittelstandsmänner etabliert” haben. Mittelstand, nicht Mittelschicht!

Wer sich heutzutage alles Professor nennen darf – unglaublich.

Schließlich spricht Prof. Dr. Johannes Ismaiel-Wendt zu “Fragen der Heterogenität in der deutschen akademischen und wissenschaftlichen Musikausbildung”.

Ein spannender Vortrag, schon wegen der Differenzierung von akademisch und wissenschaftlich:

“Stell Dir vor, jedes Kind hat ein Instrument. Stell Dir vor, Gender oder Herkunft spielen keine Rolle für die Instrumentenwahl. Pop oder Klassik ‑ stell Dir vor, es gibt keine unterschiedliche Wertung mehr….”

Ein Knaller, dieser Vortrag: Stell Dir vor, wir haben alle den selben Musikgeschmack. Stell Dir vor, AC/DC ist verpflichtender Lehrstoff akademischer Musikausbildung und Jazz, diese schräge Lautsammlung, wird nur noch zur Tyrannisierung der Gefangenen in Guantanamo zugelassen. Stell Dir vor, es ist Fachtag “Gender in der Pop-Musik” und keiner geht hin!

Und tatsächlich – es gibt gute Nachrichten:

Die Veranstalter konnten keine Besucher finden, die vom Angebot hinterm Ofen hervor gelockt werden. Offensichtlich ist den meisten Mädchen die Boygroup lieber als ein Fachtag, der einzig dem Zweck dient, Steuergelder zu verbrennen und zu indoktrinieren.

GenderFachtag

Genderismus ist out, so kann man wohl feststellen. Der Versuch der Genderisten, die genderistische Heultour zur gesellschaftlichen Bewegung zu machen, ist gescheitert. Junge Menschen haben offensichtlich keinerlei Interesse daran, von Agenten ihrer Regierung im Hinblick auf ihre “Wünsche, Bedürfnisse und Förderbedarfe” ausgehorcht und missbraucht zu werden und vor allem haben sie kein Interesse an dem, was ihnen Genderisten vorsagen wollen.

Und so endet das Jahr 2015 zumindest diesbezüglich mit einem dicken Strahl der Hoffnung.

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