Doppeleinhorn: BMFSFJ zahlt 60.000 Euro für blanken Unfug

Aus einem Schreiben des Bundesministeriums für FSFJ (das uns vorliegt):

„Der Antragsteller Projektträger betreibt zusammen mit seinen Partnern Präventions- und Vernetzungsarbeit im Bereich der Medienkompetenz und der Medienbildung, um Aufklärung im Bereich Falschmeldungen, Desinformationskampagnen sowie Propaganda zu betreiben. Das Projekt verfolgt mit einem satirischen Charakter das Ziel, in sozialen Medien durch effektive Maßnahmen jeder Form von religiös oder politisch motivierten Angriffen auf die Gesellschaft entgegenzutreten. Ziel ist es, einen möglichst breiten Teil der Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und Strategien aufzuzeigen, wie extremistisches und fundamentalistisches Gedankengut als solches entlarvt werden kann, um den Wertrahmen, der Grundlage unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist, zu verschieben“

Für diese hehren Ziele, Strategien gegen extremistisches und fundamentalistisches Gedankengut zu entwickeln, einen möglichst breiten Teil der Bevölkerung anzusprechen und politisch motivierten Angriffen auf die Gesellschaft entgegenzutreten, hat das BMFSFJ 60.000 Euro an das Landes-Demokratiezentrum des Saarlandes überwiesen, das wiederum die 60.000 Euro an den „Projektnehmer Doppeleinhorn“ durchgereicht hat.

Herausgekommen ist das da:

Und das:

Und das:

Und das:

Und das:

Man beachte besonders die Strategien, die es ermöglichen, breite Teile der Bevölkerung anzusprechen, und wenn man damit fertig ist, dann beachte man noch wie diese Strategie politisch motivierte Angriffe auf die Gesellschaft verhindert.

Falls ein ScienceFiles-Leser eine infantile und dämliche Idee hat, mit der man SPD-geführte Ministerien begeistern kann, so sehr, dass sie eben einmal 60.000 Euro, die Eigentum der Steuerzahler sind, dafür aus dem Fenster werfen, der kann sich ja an das BMFSFJ wenden. Die bezahlen jeden Scheiß (Gemurmel in der Redaktion)ScheißBlödsinn, so lange im Antrag eines oder alle der folgenden Stichworte enthalten sind:

  • Gegen Hass
  • Gegen Hatespeech
  • Aufklärung
  • Gegen Rechtsextremismus
  • Gegen Rassismus
  • Gegen Antisemitismus
  • Gegen Homophobie
  • Gegen Desinformationskampagnen
  • Gegen FakeNews
  • Prävention
  • Präventionsarbeit
  • Vernetzungsarbeit
  • Netzwerkbildung
  • Präventionsnetzwerk
  • Präventionsnetzwerkbildung
  • Präventionsnetzwerkssitzung zur Präventionsnetzwerksbildung, die zur Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus, FakeNews, Hatespeech usw. (nicht zu dick auftragen), beitragen könnten (oder auch nicht).

Falls Sie denken, der Blödsinn, den Sie sich ausgedacht haben, hat wenig Aussicht auf Förderung, ergänzen Sie noch:

  • in satirischer Weise
  • breite Teile der Bevölkerung werden angesprochen;
  • satirische Meta-Netzwerkbildung von Präventionsnetzwerken
    Usw.

Die Förderung ist Ihnen gewiss. Das weiß das Doppeleinhorn.

Wäre es nicht an der Zeit, Minister z.B. für FSFJ wegen Veruntreuung von Steuergeldern anzuzeigen?
Oder ist die Versorgung in Ministeriumsnetzwerken vom Vorwurf der Begünstigung ausgeschlossen?

ARD, NGOs und Flüchtlinge im Mittelmeer: Faktenfinden für Einäugige

Damit wir alle wissen, was wir für richtig halten sollen, gibt es u.a. den ARD Faktenfinder, in dem sich ARD Journalisten, deren Qualifikation dafür nicht bekannt ist, bemühen, das, was sie für die Wahrheit halten, anderen zu verkaufen.

Das neueste Beispiel ist der Versuch, Vorwürfe gegen NGOs zu entkräften. NGOs, welche genau, das scheinen die Faktenfinder der ARD nicht zu wissen, sind im Mittelmeer unterwegs, um dort Flüchtlinge zu retten. Das ist die ARD Version. Die Version von Kritikern lautet: NGOs sind im Mittelmeer unterwegs, um Flüchtlinge nach Europa zu schleusen.

Das Problem der Pseudo-Faktenfinder bei der ARD ist, dass sie nicht offen sind. Sie wollen gar keine Fakten finden, sondern das, was sie für richtig halten, bestätigen. Ein weiteres Problem der Pseudo-Faktenfinder ist, dass man dieses Bemühen so deutlich spürt. Sie sind halt keine Faktenfinder, sondern Journalisten, die weder eine Befähigung zum Faktenfinden noch eine entsprechende wissenschaftliche Grundausbildung haben.

Hätten sie Letztere, sie wüssten, dass man, wenn man versucht, z.B. die Frage zu klären, ob NGOs im Mittelmeer als Retter oder als Schlepper unterwegs sind, beide Seiten zu Wort kommen lassen muss. Man muss die Belege der einen wie der anderen Seite sichten, gewichten und für eine Entscheidung nutzen.

Die Faktenüberseher bei der ARD tun das nicht.

Lesen Sie den Beitrag „Keine Beweise für Vorwürfe gegen NGO“ von oben bis unten und sie werden ausschließlich Aussagen finden, die belegen sollen, dass NGOs nicht als Schlepper unterwegs sind, sondern als Retter. Das fängt bei der Sprache an: „Freiwillige Helfer“, die „beinahe täglich … Migranten in Seenot“ retten. „Rettungseinsätze“, die an der Grenze der lybischen Hoheitsgewässer ausgeführt werden, von der „Hälfte der Migranten“, die mittlerweile von NGOs „gerettet“ wird, ist die Rede, davon, dass immer mehr Flüchtlinge auf dem Weg zum Mittelmeer sind, viele davon aus Nigeria ist die Rede, davon, dass es keine Beweise dafür gebe, dass NGOs mit Schleppern gemeinsame Sache machen“. Die Faktenfinder treffen ausschließlich Aussagen, die die vorab gesetzte Wahrheit, dass NGOs natürlich Flüchtlinge retten und nicht schleusen, bestätigt. Sie dilettieren in einem Bereich, in dem es fundierte Analysen bräuchte, um die sowieso schon aufgeheizte Stimmung zu kühlen.

Tatsächlich bleiben die Pseudo-Faktenfinder jeden Beleg dafür schuldig, dass NGOs keine Schlepper sind. Das nämlich ist das Problem, wenn man ausschließlich Belege für die eigene Meinung sucht. Es schließt nicht aus, dass es Fakten gibt, die die eigene Meinung als falsch ausweisen, sie widerlegen.

Am nächsten kommen die Pseudo-Faktenfinder der Frage, um die es eigentlich geht, wenn sie schreiben „Festzuhalten ist, dass es eine gewisse Interessenkonvergenz gibt. Die Schleuserbanden haben kein Interesse an vielen Toten auf dem Mittelmeer, … Gleichzeitig wollen die NGO mit ihren Einsätzen möglich viele Menschenleben retten“.

Wenn man die affektive Verpackung aus dem Hause des naiven Gutmenschen einmal beiseite lässt, dann kann man feststellen, dass Schleuser und NGOs genau dieselben Interessen haben, nämlich die, möglichst viele Flüchtlinge auf den Europäischen Kontinent zu bringen. Für die Schleuser hat eine hohe Erfolgsquote eine hohe Nachfrage durch Flüchtlinge zur Folge. Für die NGOs haben viele gerettete Flüchtlinge nicht nur viele Sterne im Himmel der Gutmenschen zur Folge, sie haben vermutlich auch einen finanziellen Nutzen, der z.B. über Spenden für diejenigen, die die armen Flüchtlinge im Mittelmeer retten, geschaffen wird. Die Seerettung und die entsprechenden Berichte in den Medien sind das beste Marketing, das sich die NGOs wünschen können. Die Spendenkassen klingeln.

Tatsächlich ist die unbequeme Wahrheit, die Wahrheit, die niemand gerne hört, schon gar nicht diejenigen, die ihre moralische Überlegenheit dadurch zeigen wollen, dass sie „für Flüchtlinge“ sind, ganz einfach und z.B. in der Kriminologie seit Jahrzehnten bekannt:

Je höher das Risiko einer Flucht über das Mittelmeer, desto geringer die Nachfrage nach dem Angebot „Flucht“.
Wenn Schleuser also immer mehr Menschen in immer schlechtere Boate setzen, wie die Pseudo-Faktenfinder mit einem Druck auf die Tränendrüse feststellen, dann schaden sie damit ihrem eigenen Geschäft. Derart opportunistisches Verhalten kann man sich nur dann leisten, wenn ein „one-shot-game“ gespielt wird. Wenn der Anbieter von Fluchtleistungen sich nach dem Sinken seines Schiffes zur Ruhe setzen kann.

Die Schlepper betreiben jedoch ein dauerhaftes Geschäft. Sie wollen auch morgen noch Kasse machen. Also muss man aus der Tatsache, dass sie Seelenverkäufer zur See schicken, schließen, dass sie sich zu 95% sicher sind, dass die Flüchtlinge auf den Seelenverkäufern gerettet werden. Die 5% Unsicherheit sind Kollateralschäden in Form von Ertrunkenen, die notwendig sind, um einerseits die hohen Schlepperkosten aufrecht zu erhalten, andererseits die Anwesenheit der NGOs im Mittelmeer zu rechtfertigen, denn wenn keine Flüchtline ertrinken, benötigt man keine NGOs.

Zudem geht von Ertrunkenen eine Wirkung auf das Spendenaufkommen aus, denn die entsprechenden Berichte, gepaart mit dem Hinweis, dass NGOs Flüchtlinge retten, lassen die Kassen klingeln.

Man kann also feststellen, dass sowohl Schleuser als auch NGOs ein Interesse daran haben, dass viele Flüchtlinge die Fluchtleistungen nachfragen und dass einige davon ertrinken.

Die hohe Nachfrage nach Fluchtleistungen wiederum hängt davon ab, dass das Risiko kalkulierbar bleibt. Hier spielen die NGOs eine wichtige Rolle, denn mit ihrer Anwesenheit machen sie die Flucht der meisten Flüchtlinge zu einer Überfahrt, die maximal 24 Seemeilen vor der Lybischen Küste beginnt und weitere gut 300 Seemeilen mit dem Anlegen in Italien endet.

Das folgende Video zeigt den Transit der NGO-Schiffe (den Shuttle-Betrieb), die Flüchtlinge für rund 80% der Entfernung zwischen Lybien und Italien befördern.

Die Flüchtlingsorganisationen, die für den Transit verantwortlich sind, sind die folgenden:
MOAS, Jugend Rettet, Stichting Bootvluchting, Médecins Sans Frontières, Save the Children, Proactiva Open Arms, Sea-Watch.org, Sea-Eye and Life Boat.

Wenn die ARD-Pseudo-Faktenfinder wirkliche Faktenfinder werden wollen, dann müssen sie in Zukunft nicht nur versuchen, die Aussagen zu sammeln, die für die Meinung sprechen, die sie als Wahrheit verkaufen wollen, sondern auch Aussagen, die das Gegenteil zeigen, die Zweifel daran wecken, dass es NGOs wirklich nur darum geht, Flüchtlinge zu retten.

Und wenn ARD-Psudo-Faktenfinder wirkliche Faktenfinder werden wollen, dann müssen sie sich den unangenehmen Zusammenhängen, wie sie sich aus der Möglichkeit opportunistischen Verhaltens ergeben, stellen und diese unangenehmen Zusammenhänge sie lauten schlicht und ergreifend: Ob es Absprachen zwischen Schlepperbanden und NGOs gibt, ist vollkommen uninteressant. Aufgrund der Interessenkollusion von NGOs und Schleppern ist klar, das beider Interesse am besten gedient ist, wenn viele Flüchtlinge kommen und wenige davon ertrinken. Das hat die optimale Nachfrage nach Fluchtleistungen zur Folge, lässt die Kassen von Schlepperorganisationen und die Spendenkassen von NGOs klingeln. Entsprechend muss man außerdem feststellen, dass es ohne NGOs, die Flüchtlinge retten, ein Abebben der Flüchtlingswelle gegeben hätte oder ein Aufrüsten der Schlepperflotte. Ersteres, weil Flüchtlinge ja gerade fliehen, um ihr Leben zu retten, nicht um es mit hoher Sicherheit auf der Flucht zu verlieren. Letzteres, weil Schlepper, wenn sie ihr Fluchtgeschäft ohne NGOs aufrecht erhalten wollten, zwangsläufig für einen sichereren Transit über das Mittelmeer sorgen müssten. Das müssen sie nicht, weil es NGOs gibt. Weil es NGOs mit Ihren Schiffen im Mittelmeer gibt, verdienen Schlepper weit mehr als sie ohne NGOs verdienen würden. Weil es NGOs mit ihren Schiffen im Mittelmeer gibt steigt die Zahl der Flüchtlinge, die versuchen, auf diesem Weg nach Europa zu gelangen, kontinuierlich an.

Wer sich selbst ein Bild davon machen will, welcher Verkehr vor der Küste Lybiens ist, der kann dies mit Marine Traffic tun.

Nanny-Republik: Die Sozial-Industrie wächst und wächst und wächst

Eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamts ist Ausgangspunkt einer kleinen Recherche. Genauer die Aussage, dass „knapp ein Drittel des Zuwachses gegenüber 2015 auf zusätzliches Personal für soziale Leistungen bei den Kommunen (+ 6 700 oder + 31,0%), worunter beispielsweise Hilfen für Asylbewerber fallen“ zurückzuführen ist.

No nanny stateEs geht in der Pressmeldung um den Personalbestand des öffentlichen Dienstes, wie ihn sich Bund, Länder und Gemeinden leisten. Letzterer ist wieder angewachsen, nachdem er jahrelang zurückgegangen war. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit: Der Personalbestand des öffentlichen Dienstes hat sich strukturell verändert. Das kann man am Bereich „soziale Leistungen“ der Kommunen sehr deutlich machen.

Soziale Leistungen tauchen in den entsprechenden Statistiken gewöhnlich unter dem Posten „Soziales und Jugend“ (früher: Soziale Sicherung) auf, denn die Sozialhelfer richten ihr Augenmerk insbesondere auf die Behandlung des Nachwuchses, wie alle, die schon einmal Besuch von Jugendamt hatten, sicher wissen. Die Ankunft einer großen Zahl von Flüchtlingen hat nun dazu geführt, dass die Anzahl der Sozialhelfer geradezu explodiert ist.

Vergleich man die Jahre 2005 und 2016 miteinander, dann ist in diesem Zeitraum die Anzahl der öffentlich Beschäftigten um 393.165 Beschäftigte gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 8,5% im Vergleich der beiden Jahre. Nun kann man öffentliche Statistiken ja nicht lesen, ohne eine Aufschlüsselung nach Geschlecht unter die Nase gerieben zu bekommen. Also haben wir uns diese Aufschlüsselung ebenfalls zugemutet: Im Vergleich der Jahre 2005 und 2016 ist die Anzahl der weiblichen Bediensteten um 15.392 oder 0,6% zurückgegangen. Dabei wird der öffentliche Dienst zunehmend zum Refugium weiblicher Bediensteter: Ihr Anteil ist von 51,9% im Jahr 2005 auf 56,5% im Jahr 2016 gewachsen.

Mit dem Anteil weiblicher Bediensteter ist die Zahl der Sozialhelfer explodiert, wohlgemerkt in einem Zeitraum, in dem die Gesamtzahl der öffentlich Bediensteten gesunken ist.

Die Zahlen für Kommunen als diejenigen, die die Flut an weiblichen Sozialhelfern zu verantworten haben, sind erschreckend:
2005 genügten 254.203 öffentliche Bedienstete um die soziale Sicherung bzw. die soziale Hilfe für Jugendliche, Familien und Migranten zu gewährleisten. Schon damals waren 83,9% der Sozialhelfer weiblich (213.272). Im Jahr 2016 ist die Zahl der kommunalen Sozialhelfer auf 388.280 angeschwollen, ein Wachstum von 52,7% in einem Zeitraum, in dem die Gesamtzahl der öffentlich Bediensteten um 8,5% gesunken ist. Der Anteil weiblicher Sozialhelfer betrug im Jahr 2016 85,6%.

Es gibt somit ein wachsendes Heer weiblicher Sozialhelfer, die ihre Nase in die Angelegenheiten anderer Menschen stecken und diesen bei Erziehung, Lebensführung, Schulproblemen, Alkoholproblemen, Lebenskrisen, Straffälligkeit und zunehmend bei der Eingliederung oder Integration helfen, ob diese Menschen das nun wollen oder nicht. Dieser Trend zum Nanny-Staat ist erschreckend.

Und er ist teuer. Seltsamer Weise sind es die Kommunen, die kontinuierlich über finanzielle Engpässe klagen, die ihr Heer an Sozialhelfern aufgestockt haben. Rechnet man allein auf Grundlage eines durchschnittlichen Brutto-Monatsverdiensts, also ohne Berücksichtigung der Dienststufen und des Anstellungsverhältnisses, dann ergeben sich 2016 im Vergleich zu 2005 monatliche Mehrkosten von 380.778.680 Euro für die Kommunen. Auf ein Jahr hochgerechnet, kostet die Armee der Sozialhelfer 2016 4.569.344.160 Euro mehr als noch im Jahre 2005. Diese Zahl sollte man sich merken, für den Zeitpunkt, an dem Kommunen wieder einmal über ihre Finanzlage klagen.

Sozialhelfer Kosten

Die Infantilisierung der Gesellschaft lohnt sich somit in großen Umfang für diejenigen, die Fächer studieren und Berufe erlernen, deren Kern darin besteht, die eigene Nase in die Angelegenheiten anderer Menschen zu stecken, natürlich nur, um diesen zu helfen.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

49%-Beteiligung – Der Staat als stiller Nutznießer von Arbeitnehmern

Steuern dienen dazu, das Gemeinwesen zu finanzieren. Zum Gemeinwesen gehört die Amadeu-Antonio-Stiftung, das Jugendamt, die Füllung der Hartz-IV-Kassen, die Finanzierung der Versuche von augenscheinlich Unfruchtbaren, sich den eingebildeten Kinderwunsch zu erfüllen, die Überweisung von rund 24,3 Milliarden Euro jährlich an die EU in Brüssel, die Finanzierung von Programmen, die der Erziehung der falsch-ideologischen Bundesbürger dienen, damit sie „Demokratie“ auch richtig „leben!“, die Bestechung von Hochschulen mit dreistelligen Millionenbeträgen, damit sie weibliche Bewerber bevorzugen, die Bevorzugung von Familien mit rund 300 Milliarden Euro im Jahr, die Gewährung einer Fortpflanzungsprämie für die Dauer von 27 Jahren pro Fortpflanzungserfolg, die Finanzierung der Asylindustrie, die Umverteilung von Geldern aus den Taschen der Arbeitnehmer in die Taschen der politischen Stiftungen, die die Parteien zu just diesem Zweck gegründet haben, die Finanzierung des Aufbaus von Netzwerken, die dem Zweck dienen, ein Netzwerk aufgebaut zu haben und vieles mehr, was Politiker als sinnvolle Methode der Umverteilung von Arbeitenden zu von ihnen Auszuhaltenden erachten.

Damit diese Ausgaben auch finanziert werden können, nehmen sich die politischen Umverteiler die Freiheit, 52,4% des Einkommens des Durchschnittsdeutschen zu konfiszieren, über allerlei Steuern und Abgaben.

Was vom Euro bleibt

Diese Konfiszierung von Einkommen ist jedoch bereits ein nachgeordnetes Phänomen, denn der Staat findet sich bereits als stiller Teilhaber am Ertrag der Erwerbsarbeit derer, die einer Arbeit nachgehen. 49% dessen, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber an Mehrwert in Form eines Bruttoeinkommens schaffen, wird vom stillen staatlichen Teilhaber enteignet, um es den oben beispielhaft aufgeführten Verwendungen zuzuführen.

Die staatliche Beteiligung an der Arbeitsleistung, die ein Nettogehalt von 1.828,65 Euro für einen Arbeitnehmer übriglässt, beläuft sich auf 1.758,60 Euro (49%). Damit ein Arbeitnehmer das genannte Nettoeinkommen erzielen kann, muss ein Arbeitgeber 3.587,25 Euro aufwenden. Während der Arbeitgeber für seinen Aufwand Arbeitsleistungen im Umfang von 1.828,65 Euro netto erhält, erhält ein Arbeitnehmer Anrechte auf eine Rentenzahlung, die es ihm nicht ermöglicht, seinen Lebensstandard zu halten, die Gewissheit, bei Arbeitslosigkeit das selbe Schicksal zu erleiden, das ihm bei Renteneintritt droht und die Sicherheit, im Krankheitsfall Versicherungsleistungen aus der gesetzlichen Krankenkasse zu beziehen, die am untersten Standard ausgerichtet sind. Er kann sich damit trösten, solidarisch gewesen zu sein, andere mitversichert zu haben, die keinen Beitrag in die Krankenversicherung leisten, Ausgaben aus der Rentenversicherung ermöglicht zu haben, die an Personen vergeben werden, die keine entsprechenden Beitragszahlungen geleistet haben und – last but not least – Stiftungen wie die Heinrich-Böll-Stiftung oder die Amadeu-Antonio-Stiftung finanziert zu haben.

Wenn das keine Solidarität ist?

Dass ein derartiges Schröpfen von Erwerbstätigen nicht mit dem Konzept von Gerechtigkeit, also dem Anspruch auf eine Auszahlung, die dem eigenen Einsatz in Relation zum Einsatz anderer entspricht, vereinbar ist, ist offenkundig. Dass Solidarität hier nichts anderes ist als das Ausnutzen derjenigen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, die Mehrwert produziert, ebenso.

 

Deutungshoheit: Zur Nützlichkeit angeblicher Nichtregierungs-Organisationen

Hadmut Danisch hat gerade einen interessanten Post über seine Mitgliedschaft bei und seinen Austritt von Transparency International veröffentlicht. Darin erzählt er in aller Kürze, was man gerne länger lesen würde, dass er schnell den Eindruck hatte, Transparency International sei eine auf Nepotismus gebaute Organisation („personelle Verstrickungen“ bei Hadmut), deren Zweck darin bestehe, Korruptions-Schwätzer in Lohn und Brot zu bringen, also Leute, die nicht über Korruption forschen und nicht Netzwerke der Korruption offenlegen wollen, sondern Leute, die über Korruption erzählen wollen.

Er habe, so schließt Hadmut seinen Beitrag, manchmal den Eindruck, ein wesentlicher Zweck von Transparency International sei, der öffentlichen Wahrnehmung vorzugeben, was man als Korruption aufzufassen habe und was nicht.

Corruption EU wiseWir haben diesen Post „Deutungshoheit“ genannt, weil es genau um diese Deutungshoheit geht, wenn Transparency International 176 Länder nach dem Ausmaß der Korruption in den entsprechenden Ländern in eine Rangliste bringt, bei der unweigerlich die westlichen Staaten mit ihren weitgehend standardisierten Governance-Strukturen am besten abschneiden, zumal wesentliche Formen von Korruption, z.B. politische Korruption oder Hochschulkorruption, auf die Hadmut verweist, gar nicht von Transparency International berücksichtigt werden.

Was gezeichnet wird, ist ein Bild, wie es den Herrschenden in westlichen Staaten gefällt, eines, das sie vom Verdacht der Korruption reinwäscht, Korruption ins Reich der Drittweltländer verweist, dort, wo die Idi Amine und Robert Mugabes Gelder in ihre Taschen kanalisieren. In westlichen Ländern ist dies natürlich ganz anders. Hier gibt es keine Korruption in nennenswertem Ausmaß. Hier werden Steuergelder zweckmäßig eingesetzt und zu keinem Zeitpunkt dazu, die eigene Klientel oder gar die eigenen Kumpel zu versorgen, auch wenn es beim Bundespräsidenten derzeit genau diesen Anschein hat, auch wenn Millionenbeträge aus Steuermitteln genutzt werden, um Netzwerke politischer Günstlinge zu unterhalten.

Transparency International spielt eine integrale Rolle wenn es darum geht, die Öffentlichkeit in westlichen Staaten über das tatsächliche Ausmaß von (politischer) Korruption zu täuschen.

Und damit Transparency International diese Rolle auch richtig und effizient zu spielen in der Lage ist, wird die Nichtregierungs-Organisation von den Regierungen und Administrationen finanziert, von denen sie angeblich unabhängig ist. Ein Leser von ScienceFiles hat dankenswerter Weise die Herkunft der Haushaltsmittel, die Transparency International jährlich verbraucht, recherchiert.

Hier sein Ergebnis:

Spannend wirds hier:
https://www.transparency.org/whoweare/accountability/who_supports_us/2/
Government agencies
Anti-Corruption Commission of Bhutan
Department of Foreign Affairs and Trade Australia
Department for International Development (DFID)
Transparency International receives strategic funding from DFID through a Programme Partnership Arrangement. This PPA runs from 1 April 2011 until 31 December 2016 and the PPA logical framework can be downloaded here. Other related documents can be accessed via the following links:
PPA Annual Review covering 2011-2012
PPA Annual Review covering 2012-2013
PPA Annual Review covering 2013-2014
PPA Annual Review covering 2014-2015
Mid-term Independent Progress Review of the PPA, undertaken in summer 2012
Transparency International also receives DFID PPA funding for its Defence and Security Programme, implemented by its UK National Chapter. The logframe for this PPA can be downloaded here.
Annual reports on our previous PPA (2008-2011) can be downloaded here, here and here. You may also download our annual reports for 2013 (and annexes), 2012 (and annexes), 2011, 2010 and 2009 on the ‚Anti-corruption: Delivering change‘ programme, funded by DFID.
Federal Foreign Office (AA), Germany
Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), Germany
Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU), Germany
Foreign and Commonwealth Office (FCO), UK
German agency for international development cooperation (GIZ)
Irish Aid
Government of the Islamic Republic of Mauritania
Malaysian Anti-Corruption Commission
Ministry of Foreign Affairs, Estonia
Ministry for Foreign Affairs, Finland
Ministry of Foreign Affairs, The Netherlands
New Zealand Ministry of Foreign Affairs and Trade
Norwegian Agency for Development Cooperation (Norad)
Royal Danish Ministry of Foreign Affairs (Danida)
St. Maarten
Swedish International Development Cooperation Agency (Sida)
Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC)
US Department of State (SDC)
Multilateral institutions
European Commission
United Nations Development Programme (UNDP)
Financial Mechanism Office (FMO)
Inter-American Development Bank (IDB)
United Nations Office for Project Services (UNOPS)
United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC)
Foundations
National Endowment for Democracy (NED)
Open Society Institute (OSI) Foundation
Open Society Initiative for West Africa (OSIWA)
Omidyar Network Fund, Inc.
The Tony Elumelu Foundation
Seattle International Foundation
Sigrid Rausing Trust
Stichting Adessium
The William and Florah Hewlett Foundation
Wellspring Advisors, LLC
Corporate sector
Ernst & Young
Shell International B.V
Siemens AG (Siemen’s Integrity Fund)
PriceWaterhouseCoopers
Warburg Pincus, LLC
Other organisations and institutions
Center for International Policy
Christian Michelsen Institute (CMI)

Die Täuschung der Öffentlichkeit besteht also darin, vorzugaukeln, der Korruptionsindex von Transparency International werde von einer Organisation erstellt, die unabhängig von den finanziellen Zuwendungen derer sei, die sie über ihren Korruptions-Index zu kontrollieren vorgibt.

error: Content is protected !!
Profile photo of Michael Klein
Holler Box
Skip to toolbar