Hier wird nicht geblockt! Bundesregierung prüft Freiheitsberaubung von Internetnutzern

Auf dem freien Markt herrscht Angebot und Nachfrage. Wer etwas anbietet, was niemand nachfragt, der hat Pech und wird insolvent. Es sei denn, er hat einen Staat, der den Kauf der nicht gewollten Leistung obligatorisch macht und für seine Bürger zur Pflicht erhebt.

Konsumentscheidungen von Bürgern sollen angeblich dem freien Willen unterliegen. Jeder Bürger soll konsumieren können, was angeboten und er sich leisten kann. Nun ja, es sei denn, er will sich eine Pistole kaufen oder frisst zu viel oder raucht und belastet dadurch die gesetzliche Krankenversicherung, in die er gezwungen wurden, weil der Gesundheitsmarkt kein freier Markt, sondern ein Lobbymarkt ist, auf dem sich die am besten bedienen können, die die Gesetzgebung beeinflussen: Apotheker, Hersteller von Medikamenten …

Nachdem die freie Konsumentscheidung von Bürgern, in den letzten Jahren einige Einschränkungen hat hinnehmen müssen, weil man Bürgern eben nicht zu viel frei wählen lassen darf, kommt nun der freie Konsumverzicht ins Visier der Regulanten.

Ursache dafür ist Werbung. Sie wissen schon, dieser Pop-Up-Blödsinn, den man weg-klickt, sofern man keinen Ad-Blocker installiert hat. Der Ad-Blocker, er ist eine freiheitsgewährende Maßnahme. Nicht nur, dass man die Internetseiten, auf die man seinen Browser schickt, frei wählen kann, man kann auch frei wählen, ob man beworben werden möchte oder nicht.

Das wiederum ist den deutschen Verlagen ein Dorn im Auge, jenen Printmedien, die schon unter dem Vorwurf, Lügenpresse zu sein, leiden und von Monat zu Monat weniger Leser finden, sie bringen auch immer weniger Online-Werbung an den Leser, denn: Der Ad-Blocker verbreitet sich. Er ist offensichtlich das, worauf die Internet-Welt gewartet hat. Auf einem freien Markt würde man sagen, dass die Nachfrage nach dem Ad-Blocker gezeigt hat, dass die Nachfrage nach unerwünschter und aufdringlicher Werbung kaum vorhanden ist. Entsprechend ist das Geschäftsmodell derer, die meinen, harmlosen Seitenbesuchern einen aufdringlichen Pop-Up-Mist auf den Monitor schicken zu müssen, gescheitert.

Das heißt, auf einem freien Markt wäre das Geschäftsmodell gescheitert.

Aber Deutschland hat keinen freien Markt. Deutschland hat ein politisches Gefallenssystem. Wer am lautesten jammert, wer Politikern am meisten Nutzen bringen oder auch Schaden zufügen kann, der hat gute Karten, selbst gescheiterte Marktmodelle auf Kosten der Allgemeinheit aufrecht erhalten zu können. Dass deutsche Banken unter den Augen der Kartellbehörde und alle zusammen, Kontoführungsgebühren erheben, ist eines dieser gescheiterten Marktmodelle. Dass deutscher Strom immer teurer wird, obwohl die Strompreise z.B. an der Pariser Strombörse fallen, ist auf ein am freien Markt chancenloses Geschäftsmodelle, das mit dem Erneuerbare Energien Gesetz gestützt wird, zurückzuführen.

Und das nächste gescheiterte Geschäftsmodell, das über politische Gefallen von Politikern gerettet wird, die sich gerne in einem guten Licht in Medien dargestellt sehen, das ist das Werbemodell der Online-Zeitungen. Letztere jammern derzeit ganz furchtbar darüber, dass eine wesentliche Finanzierungssäule ihres Geschäftsmodells geraubt wurde, wie sie das formulieren, vom Ad-Blocker.

Also: Weil freie Nutzer des Internets sich keine fremde Werbung auf ihren eigenen Monitor schicken lassen wollen und entsprechende Versuche blocken, deshalb sehen Zeitungsverlage, allen voran Springer ihr Geschäftsmodell gefährdet.

RaeumungJa dann müssen Sie ihr Geschäftsmodell eben ändern, kann man als Vertreter einer freien Marktwirtschaft nur sagen. Aber genau das wollen oder können die Medienhäuser nicht. Statt sich Gedanken darüber zu machen, wie man Konsumenten dazu bewegen könnte, Werbung zu akzeptieren bzw. selbst nachzufragen, rufen die Medienhäuser nach ihren politischen Gefallensgebern, jenen, die als Politiker in den Veröffentlichungen der Medienhäuser in gutes oder schlechtes Licht gerückt werden können. Es könne nicht sein, dass Konsumenten die Macht haben, einfach selbst zu entscheiden, was sie auf ihrem Monitor, Smartphone oder Fernseher sehen wollen und was nicht.

Der Ad-Blocker muss verboten werden, so fordern es die Medienhäuser, die immer mehr zu Ewiggestrigen, die den Wandel in die Moderne verschlafen haben, werden. Und in der Bundesregierung haben die Medienhäuser einen willigen Vollstrecker der eigenen Forderung nach Freiheitsberaubung von Internetnutzern gefunden.

“Kartellrecht/Vielfaltsicherung
Ergänzend zum Zwischenbericht hat sich die Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz mit den Themen Mediaagenturen und Ad-Blocker befasst. Das Bestehen gesetzgeberischen Handlungsbedarfs bei Mediaagenturen soll weiter geprüft werden. Bezüglich der Thematik Ad-Blocker soll eine zeitnahe Prüfung durch Bund und Länder klären, ob im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen und damit verbundenen medienpolitischen Risiken gegebenenfalls eine gesetzliche Flankierung geboten ist.“

Bastiat_legalMan muss sich die Worte, mit denen der Versuch umschrieben wird, Internet-Netzern die Freiheit zu nehmen, Werbung zu blocken, auf der Zunge vergehen lassen: Der Ad-Blocker fällt also unter das Kartellrecht und steht im Widerspruch zur Vielfaltsicherung. Ein Verbot des Ad-Blockers wird als „gesetzliche Flankierung“ umschrieben und die Tatsache, dass mit diesem Verbot eine staatliche Regulierung in Kraft wäre, deren einziges Ziel darin besteht, den Umsatz von Medienhäusern zu erhöhen, wird als „wirtschaftliche Auswirkung“ bezeichnet, die zu „medienpolitischen Risiken“ führen könnte, wenn die gesetzliche Flankierung nicht erfolgt.

Mit anderen Worten, das Verbot des Ad-Blockers, das die Bund-Länder-Kommission dem Bundestag empfehlen wird auszusprechen, es wird damit begründet werden, dass der Ad-Blocker zu notleidenden Medienkonzernen führt, die ihre Angebote, also die Vielfalt, die darin besteht, denselben Bericht von dpa oder Reuters auf den Seiten von FAZ, Süddeutscher oder WELT zu bringen, nicht aufrecht erhalten können (medienpolitische Risiken), weshalb flankierende Maßnahmen notwendig sind (also ein Verbot des Ad-Blockers).

Dass die flankierende Maßnahme die Freiheit von Internetnutzern beseitigt, selbst zu entscheiden, ob sie Werbung sehen wollen oder nicht, ist ein Kollateralschaden, der angesichts der so wichtigen politischen Gefallen, die den regulativen Kniefall vor Medienhäusern verlangen, damit Politiker auch morgen noch mit dem Kukident-Lachen auf allen ersten und zweiten Seiten zu sehen sein können, belanglos ist.

Nun gibt es böse Zungen, die behaupten, dass das Geschäftsmodell der Online-Zeitungen auch ohne Ad-Blocker gescheitert ist. Die Pay-per-Click Zeitungen finden keine Nachfrage und die Zeitungen, die ihren Online-Content nur gegen Abo abgeben, keine Online-Leser. Es wäre somit an der Zeit, sich ein neues Konzept, eine neue Form von Journalismus zu überlegen, eine, die auch nachgefragt wird, kritischen Journalismus zum Beispiel, aber diese Möglichkeit ist offensichtlich ausgeschlossen.

 


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29 Responses to Hier wird nicht geblockt! Bundesregierung prüft Freiheitsberaubung von Internetnutzern

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Hier wird nicht geblockt! Bundesregierung prüft Freiheitsberaubung von Internetnutzern

  2. Schnüffelt die Polizei dann über Internet bei mir nach Ad-Blockern und dann kommt das SEK ad-hoc in meine Bude?

    Wie stellen die sich das eigentlich praktisch vor?

    Facebook ist eine Internetseite, eigentlich ein Anbieter, den man zum Zensieren bringen kann … aber das Internet ist es eben nicht …

    • rote_pille says:

      Wird so erfolgreich wie der Kampf gegen Film”piraterie”.

    • Eloman says:

      Ist doch alles “Neuland”! Scherz beiseite, das Problem ist wohl dass diese Materie betreffend zu viele Blinde über Farbe reden. habe da mal einen lustigen Erfahrungsbericht eines ITlers über Zensursulas berühmte STOPP-Seite gelesen. da saßen, die genannte Dame eingeschlossen, fast nur Blinde rum. Die wussten zwar gar nix, aber davon ne ganze Menge.

  3. rote_pille says:

    Soviel zu “wir brauchen ein Kartellrecht gegen große Konzerne”.

  4. Man könnte sich – umgekehrt – auch mal fragen, was Print-Medien überhaupt in der “virtuellen” Welt zu suchen haben…

    • Ich würde die Printmedien nicht Printmedien nennen wollen, wenn badacht wird welchen erheblichen Eigentums-Anteil an diesen Totholzmedien die Partei SPD hat.

      Das Ding „Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft“ der SPD war hier, auf dieser Seite, mehrfach Thema.

      Die Politik, vorallem die SPD, hat ein Eigeninteresse an diesem Thema.

    • Bill says:

      Hatte nicht Hadmut Danisch mal geklagt, dass er als Blogger Zugang zu einer Veranstaltung/Informationen auf Basis des Pressegesetzes haben möchte und war ihm das nicht abgeschlagen worden weil zu “Presse” die Papierform gehöre?
      So viel zu “Internetausdrucker”…

  5. Pingback: Hier wird nicht geblockt! Bundesregierung prüft Freiheitsberaubung von Internetnutzern | Manfred O.

  6. Joachim Ochmann says:

    Prinzipiell steigt die Sicherheit auf Kosten der Freiheit. Was wollen wir ? Das ist die Frage. Aber, was erlaubt die Merkel-Regierung mit ihrem Anhang, eben auch.

  7. Gernot Meyer says:

    Man fragt sich allerdings auch, was für Dumpfbacken(sorry) in den Marketingabteilungen der Werbekunden beschäftigt sein müssen…

  8. Sebastian says:

    Die Public Choice-Analyse des politischen Spiels (des Menschen) ist zumindest unterhaltsam.

  9. Livia says:

    Bevor ich mich über Werbung aufrege, die ich wegklicken kann, rege ich mich über die Zwangsgebühren der Haushaltsabgabe auf, obwohl ich von der Volksverblödungskiste namens Fääährnsähn nichts halte!!!

    Und die Printmedien sollten sich mal fragen, ob es nicht vielleicht die Inhalte sind, die sie bringen – egal ob gedruckt oder virtuell – die keinen (unter 70) mehr hinter dem Ofen vorlocken. Immer das gleiche regierungskonforme Gesülze muß nicht sein! Da hole ich mir lieber Kopp-info und Compact rein, bevor ich mir die Tagesschau oder die Blödzeitung antue.
    Wenn die Vergeber von Werbeaufträgen DAS erst einmal mitkriegen, gibts eh keine Werbeaufträge mehr! Dieses ad ist dann nur eine Ausrede und ein Vorwand, weshalb es nicht läuft.

  10. wunschname says:

    Danke, liebe Science Files-Macher, für diesen hoch informativen Beitrag. Den ich, gebe ich etwas verschämt zu, mit aktiviertem Ad-Blocker gelesen habe. Ich wünsche Euch, dass Ihr das richtige Geschäftsmodell findet so dass Eure hoch lobenswerte journalistische (wissenschaftliche?) Arbeit weiterhin lesbar bleibt.

  11. Kai says:

    Im grauen, fast endlosem Raum des Internet ist so ein Vorschlag schlichter Unfug.

    Entweder werden sich neue Anbieter für Werbeblocker finden, Seiten mit Nachrichten und aufdringlicher Werbung gemieden oder andere Maßnahmen entwickelt die mir jetzt nicht einfallen.

    Letztendlich ist dieses Vorgehen nur reine Verzweiflung und wird die unweigerliche Tatsache nicht ändern, das sich einige Medien selbstverschuldet am Markt nicht behaupten.

  12. dentix07 says:

    Tja, wenn Online keine Presse ist, sondern Presse nur auf Papier stattfindet, wie Hadmut Danisch vom Gericht bescheinigt wurde [http://www.danisch.de/blog/2016/01/31/presserechtsurteil-webseiten-sind-keine-presse/#more-12162] (wem’s zu lang ist, runterscrollen bis Überschrift “Preserecht”, bzw. noch weiter runter bis “Pressefreiheit: Wie geht’s jetzt weiter?”), dann können sie sich für ihre Onlineausgaben auch nicht auf “medienpolitische Risiken” bzw. Gefährdung der Pressevielfalt und damit Einschränkung der Informationsmöglichkeiten/Meinungsbildung berufen!
    Und sollte die Politik tatsächlich Ad-Blocker verbieten oder einschränken und damit gesetzlich Onlineangebote (und damit auch Blogger) zur Presse erklären, wird es schwierig mit dem Löschen/Verbieten/Blockieren solcher Seiten (außer tatsächlich und gerichtsfest strafbar), denn das wäre dann Einschränkung der Pressefreiheit und Zensur! Und das macht wahrscheinlich selbst ein Bundesverfassungsgericht mit einer Verfassungsrichterin Baer nicht mit!
    Weiß jemand wer die Anwälte der Pro-Ad-Blocker-Seite sind? Vielleicht können die mit Hadmuts Urteil ja was anfangen!?

  13. Peter says:

    Ich habe auch noch nicht verstanden, wir das funktionieren soll. Wird derjenige dann bestraft, der einen Adblocker verwendet? Oder der, der einen herstellt? Und wie will man dessen habhaft werden und wir welchem Recht dann das deutsche Recht auf diesen anwenden? Oder will man die Browser-Hersteller dazu zwingen, Adblocker Module zu verhindern? Ich buch’ das Ganze erstmal unter “Internet nicht verstanden” ab. Das scheint ein Vorhaben wie dieses Erfolgsprojekt “Netzsperre” zu sein.

  14. micromegas says:

    Ich liebe meinen addblocker! Schon seid 2010 etwa haben Medienkonzerne keinen Zugang mehr zu meinen Gehirn, was ich sehr angenehm finde. Ich besitze keinen Fernseher oder Radio und wenn ich den PC anmache, dann offnen sich nur Seiten, die ich auch anschauen will!

    Kein Tv, Kein Radio, Keine Werbung —> Willkommen in der Zukunft!

  15. Ludwig says:

    Hallo,
    zu
    “… denselben Bericht von dpa oder Reuters auf den Seiten von FAZ, Süddeutscher oder WELT zu bringen…”:

    Die Alexa-Toplist für Deutschland:
    http://www.alexa.com/topsites/countries;0/DE

    Platz 15: Bild.de
    Platz 16: Spiegel.de
    Platz 35: Focus.de
    Platz 56: Welt.de
    Platz 58: Zdf.de

    und von Platz 9 bis 14 sind:
    Web.de, T-Online.de, GMX.net, Yahoo.com und MSN.com
    Die bringen auch die ganzen DPA, AP und AFP-Agenturmeldungen.
    Und was ist mit den Nachrichten bei den Internetseiten der ARD und des Zdfs?

    Ausweichmöglichkeiten zum Lesen von deutschen Nachrichtenagenturmeldungen gibt es en masse.
    Werden dann auch NZZ.ch und Krone.at bei uns in Deutschland geblockt? 😉

  16. ichbin says:

    “Wer etwas anbietet, was niemand nachfragt, der hat Pech und wird insolvent.”

    Es sei denn dieser “jemand” weiß wie er Räuberische Erpressung zum “Gesetz” machen lassen kann wie etwa das Staatsfernsehen dass sich somit Zugang zu allen Wohnungen praktisch als Schmarotzender Miteigentümer verschafft hat.

  17. Pingback: Gute Gründe für ein SPD Verbot | ScienceFiles

  18. Gerd says:

    Zunächst dienen Addblocker der Sicherheit – genauso wie NoScript. Wer mir diese Sicherheit nehmen will, der ist entweder Egomane oder ein Verbrecher.

    Jenseits dessen sollte man bei den Firmen und Konzernen ansetzen, von denen die Werbung stammt. Wenn die nämlich ordentlich Post bekommen und wegen ihrer Werbung boykottiert werden, ziehen die sich schneller zurück als man “Oh!” sagen kann. Eine solche Boykottaktion könnte nach der Umkehrung eines neoliberalen Spruchs benannt werden:

    “Wer wirbt, stirbt!”

    Damit trifft man die Addblocker-Gegner direkt in die Klöten. 😀 “Ey hör mal, Kai, wir schalten bei dir keine Werbung mehr, weil wir uns nicht mit Suizid-Absichten tragen… Okay?”

  19. wildegans says:

    Dann kommt bald das Verbot, bei Fernsehwerbung um- oder auszuschalten?

    • ichbin says:

      @wildegans

      “Dann kommt bald das Verbot,…”

      Na du scheinst es ja gar nicht abwarten zu können. System Agent ? Oder doch Hilf und Wehrlos in eigener Sache ? Vielleicht beides ? Denkt Ironie könnte helfen ? Wobei auch immer ?
      Doch nicht so Wild wie selbst vermutet ? Eher Gans als Wild ?

      Ich frag ja nur weil es mir auf den Sender geht dass sich die Leute durch ihre Sprache immer selbst eins reinwürgen wollen und dabei gar nicht merken, wie Systemkonform sie ihre Sprache benutzen. Widerstand hat nichts mit Ironie zu tun. Ironie wird vom System ganz einfach aufgesaugt wie Kabarett und anderer Unsinn.

      Niemand hat bis jetzt Herrn ARD und deren Helfershelfer wegen Räuberische Erpressung verklagt. Alle feige feige feige !

      Was fehlt, ist ein Kollektives Zerschneiden der “Gesundheitskarte” a la…wie hieß der nochmal Ghandi ? Aber dazu müsste man erstmal ein Bewusstein dafür haben was Gerechtigkeit ist. Und daran hapert es ganz offensichtlich den meisten Deutschen weil sie sich alles gefallen lassen und anstattdessen ihr eigenen Kinder Mißhandeln. Egal…hauptsache man hat mal ein Ironisches Wörtchen abgelassen.

      Kollektives Schuleschwänzen und so wäre mal angesagt. Vertrauen am Nachbarn üben. Man hat uns per Mißtrauen auseinanderdividiert verdammter Mist nochmal ! Generalstreik ! Lass doch mal den Schraubenzieher fallen. Und jetzt alle im Chor:”Mir lasse mal den Schraubenzieher fahaallenn fahallen fahaaallen :)”

  20. Florian Geyer says:

    Im Roman “Menschenjagd” von “Richard Bachmann” (Stephen King) ist Der Besitz von Fernsehgeräten gesetzlich vorgeschrieben und es läuft 24/7/365 AgitProp der faschistischen Militärdiktatur, die die USA in diesem Science Fiction-Roman regiert.
    Das soll 2025 sein.
    Wie es aussieht schaffen “wir” das in der totalen Merkel -BRD schon früher.

    • Datensatz says:

      Kann man so sehen, durchaus mit nur wenig Ironie.
      – Bezahlzwang für Radio und Fernsehen ist vorhanden
      – alle Nachrichten-, Politik- und Talksendungen liegen fast oder ganz auf Regierungslinie
      – der große Anteil an Unterhaltungsprogrammen ist dazu kein Widerspruch, das hat schon unter Adolf funktioniert.

      Was noch fehlt, ist die Pflicht zum Besitzen und Benutzen zugehöriger Geräte, damit man die Propaganda auch empfängt. Womit wir wieder beim Thema Onlinewerbung sind, die man ja auch nach dem Willen der Verlage zwangsweise inhalieren soll.

      Als wenn es keine anderen Wege gäbe, Stichworte “Hosts-Datei” und “NoScript”. Wer sich auskennt, würde selbst bei einem Verbot der Bannerblocker fröhlich weiterblocken. Und im Netz gäbe es ganz schnell Hunderte von Anleitungen.

  21. Ralf Pöhling says:

    Sehr guter Artikel!
    Musterbeispiel für das alltägliche Aushebeln der Marktwirtschaft.
    Wer ein unerwünschtes oder unrentables Produkt unter Missbrauch des Rechtsweges am Markt platzieren oder halten will, kann wohl kaum als Teilnehmer des freien Wettbewerbes bezeichnet werden.
    Hier wird dem Konsumenten unter Zwang ein “Produkt” auf die Nase gedrückt, welches er nicht haben will.
    Aber was soll man anderes erwarten in einem Land, wo “unabhängiger” Rundfunk durch Zwangsabgaben finanziert wird.

  22. Heinz says:

    Wie ich nun leider sehen muss, war meine Vermutung Ende 2015 richtig:
    https://www.kulissenriss.eu/2015/11/04/springer-geht-voran-erste-kriminalisierung-von-adblock-nutzern/
    Irgendwann werden wir vermutlich die Seiten des Kanzleramts lesen müssen und wer es vergißt, begeht eine Ornungswidrigkeit 😉

  23. Pingback: EXIT – US – raus aus der Banksterwelt! Wake News Radio/TV | Mywakenews's Blog

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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