Antifa-Stalker mit Polizeischutz – Abgesang auf die Demokratie

Wir machen ein Gedankenexperiment:

Antifa Bustour

Noch eine Bustour

Was würde wohl passieren, wenn vermummte Angehörige der rechten Szene einen Reisebus chartern würden, um damit eine politische Landpartie durchzuführen. Erste Station der Landpartie ist die private Wohnung von Christina Dinar in Berlin. Dinar ist bei der Amadeu-Antonio-Stiftung für No-Nazi-Net zuständig, bei dem regelmäßig Nachrichten über die Rechte Szene veröffentlicht werden. Hetze, wie die Mitglieder der rechten Szene befinden. Dass Christina Dinar aus Sicht der vermummten rechten Szener Hetze über sie verbreitet, geben die Mitglieder im Reisebus lautstark, per Megaphon und vermummt vor der Wohnung der Mitarbeiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung zum Besten. Damit es auch jeder mitbekommt. Weiter geht es zum Pfarramt von Lothar König, dem Jenaer Prediger der Antifa, der bei Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei gerne geistlichen Beistand leistet und dafür auch schon einmal eine Geldauflage bezahlt, um ein Verfahren wegen Landfriedensbruch abzuwenden. Vor seinem Pfarrhaus in Jena machen die rechten Szener Station, um „Antifa-Pfarrer-Raus“ zu skandieren und ansonsten den vemeintlichen Biedermann als Brandstifter und Verantwortlichen für öffentlichen Aufruf bloß zu stellen. Schließlich geht es zur Wohnung von Florian Sailer, der sich regelmäßig im AfD-Watchblog auslässt. Vor seiner Wohnung wollen die Mitglieder der rechten Szene die Nachbarn darüber aufklären, wer da wohnt, und sie wollen, dass sich die Nachbarn selbst ein Bild davon machen, welches Sammelsurium aus antideutschen, beleidigenden, feministischen, linken und logisch falschen Absurditäten Sailer regelmäßig von sich gibt.

Was würde wohl passieren?

Würde ein Journalist seine Zeit opfern, um bei der Landpartei dabei zu sein und anschließend darüber zu berichten?

Würde die Polizei zwei Streifenwagen bereitstellen, die den Bus begleiten, und ansonsten vor Ort weitere Polizeibeamte postieren, damit auch nichts passiert?

Die Antworten auf die Fragen kann sich jeder selbst geben, während wir von einer Landpartie berichten, an der Michael Schuh, Journalist bei der Neuen Westfälischen teilgenommen hat. Die Landpartie, die Antifaschistische Landpartie hat einen Reisebus voller vermummter Gestalten zu den Wohnorten von Udo Hemmelbarn, Hans-Michael Wotzyk. Brigitte Hell, Dennis Fette und Julian Fritsch geführt.

Mit Megaphon und vermummt, haben die antifaschistischen Gestalten dann Akteure enttarnt. Nicht sich, nein, Akteure, die sie für rechte Hetzer halten. Deren rechter Hetze wollen sie, vermummt, aber dennoch offensiv, anonym, aber dennoch entgegen treten, und die rechten Hetzer wollen die vermummten anonymen Gestalten im Reisebus beim Namen nennen. Und das tun sie dann auch, begleitet vom Journalisten der Neuen Westfälischen, zweier Polizeiautos voller Beamter, im gecharterten Reisebus und vor Ort von weiteren Beamten gesichert. So stehen sie vor privaten Wohnungen und nennen die Rechten, die ihnen nicht passen, beim Namen, gehüllt in schwarze Hoodies und mit Sonnenbrille auf Unerkenntlichkeit getrimmt, wie sie nun einmal sind: Ein paar Dutzend mutige Vermummte, die sich heldenmutig einem bis zwei rechten Monstern, die namentlich genannt werden, entgegenstemmen, sie in ihrer Lebensumgebung unmöglich machen wollen, „Nazis raus“ skandieren – unter Polizeischutz.

Unter Polizeischutz bezichtigen sie die von ihnen erwählten Opfer allerlei böser Dinge, des Rassismus, der Verschwörung, des Antisemitismus, der Gewaltphantasien, und der Journalist der Neuen Westfälischen, er notiert munter, damit er auch nichts verpasst vom vermummten Spektakel – Kriegsberichterstattung für Feiglinge, so könnte man dieses neue Genre der Berichterstattung nennen, denn Krieg gegen Andersdenkende wird von Feiglingen geführt, die andere persönlich angreifen und selbst im Schutze der Anonymität verbleiben, wie der Meuchelmörder.

Antifa2

Besondere Attraktion während Antifa-Landpartie

Und die Polizei schaut dabei zu, so dass die antifaschistische Landpartie letztlich von Steuerzahlern finanziert wird, denn: zum einen bezahlen Steuerzahler die Polizisten, zum anderen finanzieren sie mit recht großer Wahrscheinlichkeit auch die Landpartie, denn Antifaschisten zeichnen sich durch eine generelle Einkunftslosigkeit aus. Sie leben in den meisten Fällen von Transferleistungen, also vom Geld, das andere erarbeitet haben (vermutlich schlimme Rassisten und AfD-Mitgleider). Entsprechend haben sie auch kein Geld, um einen Bus zu chartern. Das wird eine steuerzahlerfinanzierte Stiftung übernommen haben, oder das Land Thüringen, das in der Finanzierung von antifaschistischen Busreisen eine gewisse Erfahrung vorzuweisen hat.

Bleibt abschließend darauf hinzuweisen, dass Demokratien dann funktionieren, wenn der Zugang zum politischen Diskurs für alle, die daran teilnehmen wollen, in gleicher Weise möglich sein muss. Wenn also die arbeitslosen Antifaschisten von Steuerzahlern finanziert auf eine von der Polizei gesicherte Landpartie gehen, um andere vom politischen Diskurs auszuschließen, dann graben sie damit der Demokratie das Wasser ab.

Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass Stalking strafbar ist. Stalking ist definiert als:

“…unwanted or obsessive attention by an individual or group towards another person. Stalking behaviors are related to harassment and intimidation and may include following the victim in person or monitoring them. The term stalking is used, with some differing definitions, in psychiatry and psychology and also in some legal jurisdictions as a term for a criminal offense.

Dass Stalking in Deutschland einerseits einen Straftatbestand erfüllt, andererseits unter Polizeischutz und auf Kosten der Steuerzahler erfolgen kann, ist eines dieser Dinge, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll und bei denen einem einmal mehr der Begriff der Bananenrepublik 2.0 einfällt.

Nachtrag:

Passend dazu:

Maas stalker

 


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18 Responses to Antifa-Stalker mit Polizeischutz – Abgesang auf die Demokratie

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  2. Shitlord says:

    Ich denke ja eher, dass die Polizei da mitläuft, damit die Antifanten nichts anzünden oder kaputtmachen, aber das macht es jetzt auch nicht wirklich besser.

    • calexmigo says:

      Die Polizei hat da nicht mit zulaufen, sondern muss es unterbinden.

      • St. Elmo says:

        Wenn die Demonstration genehmigt ist, dann kann sie da eigentlich nichts unterbinden solange die Leute friedlich bleiben.

        • Marcus Junge says:

          Wie war das in dem Nest in Sachsen-Anhalt, Tröglitz? Schon alles vergessen? Letztes Jahr im März war es, als die “NPD” (Leute aus dem Dorf) eine “Demo”, vor dem Haus des Bürgermeisters enden lassen wollte. Ging ja gar nicht! Rücktritt des massiv bedrohten Bürgermeisters, Medienterror der Lügenpresse über Wochen gegen Tröglitz.

          Falls es Ihnen immer noch nicht einfällt, Google hilft. Suchen nach: sachsen anhalt npd demo vor haus vom Bürgermeister Bei mir kommen als erste 3 Quellen Speichel, Alpen Prawda und Unterwelt, sollte wohl reichen.

    • qed says:

      Verehrter Herr Shitlord, könnte es sein, daß Sie- sagen wir mal um die Nettikette zu wahren- etwas “naiv” sind?
      Wie uns der Enddarmbewohner des SPD-eigenen Schmierenblattes “NW” wissen läßt, sind unsere ‘Aktivistinnen und Aktivisten’ (das ist der offiziell gebräuchliche Neusprech für Schlägerbanden und Terroristen von der Rotfront) bei solchen Gelegenheiten vermummt, da es schon “Gewalt” gegen sie gegeben hätte und daß solche wohl dräute, vermeint unser Propagandist deutlich machen zu müssen mit seinem Hinweis auf den “beängstigend kräftigen Hund”, den ein Betrachter dieses Idylls helldeutsch-demokrattischer Gepflogenheiten mit sich führte: Macht durchaus Sinn, wenn in solchen Fällen ein stattliches Heer Bewaffneter zu Diensten ist.
      Verhielte es sich so, daß die uniformierte Armada vielmehr zum SCHUTZE der Erniedigten und Beleidigten, der Gestalkten und Denunzierten aufgelaufen ist, dann sind die kostümierten Wackeren doch sicherlich auch der Pflicht nachgekommen, die Personalien der vermummten Marodeure aufzunehmen und Anzeige zu erstatten wegen Stalking und Landfriedensbruch, übler Nachrede und Erregung öffentlichen Ärgernisses; auch sog. “genehmigte Demonstrationen” müssen aufgelöst werden, wenn Rechtsbrüche und Straftaten begangen werden. Nichts dergleichen berichtet unser Westentaschen-Julius und ist ganz offensichtlich auch nicht geschehen.

      Schauens, ich bin schon etwas älter und war noch im Genuss einer Schulbildung, die aus rohen Fakten der Geschichte mittels logischem Schluß ein Bild zu zeichnen vermittelte, was so alles abging. So weiß ich zum Beispiel, daß jene berüchtigten SA-ler (ja, genau die mit den Kauft-nicht-bei-Juden-Schildern) vom verehrten Herrn kommissarischen preußischen Ministerpräsidenten Göring in den Status einer Hilfspolizei erhoben worden waren und somit immunisiert gegen Eingriffe der regulären Polizei beim Rauben, Morden und Plündern. Nach der schönen “Nacht der langen Messer” wurden jene “Aktivisten” nach und nach in den regulären Polizeidienst übernommen oder bewährten sich in “Sondereinheiten” wie denen, die in den KZs für ‘Recht und Ordnung’ sorgten.

      Wie Sie vielleicht wissen, hat jüngst einer der ministeriellen Nachfahren unseres sozialistischen Goldfasans Göring den Ruf nach einer “Hilfspolizei” erschallen lassen. Wir können sicher sein, daß deren Installation nach der Implementierung der Maas’schen Gesinnungspolizei als Nächstes auf der Agenda steht. Ausgebildete Bataillone stehen schon in jeder Großstadt wie z.B. Berlin, Rigaer Str. 94 und wie man sieht, auch schon auf dem platten Lande bereit…

  3. Ruben says:

    Man ersetze die ‘Rechten’ mal mit Juden – und wir haben das schönste Kristallnachtszenario

  4. rote_pille says:

    Noch ein Grund, Waffengesetze abzulehnen.

  5. calexmigo says:

    Das ist Staatsterrorismus, ohne wenn und aber. Staatlich finanziert, staatlich geschützt (Polizeischutz) und somit auch staatlich toleriert und gezielt gewollt! In einem Rechtsstaat würden jetzt Ermittlungen laufen: Wer ist Auftraggeber?, wer Finanzier? und vor einem unabhängigen Gericht verhandelt. Wer jetzt noch glaubt Deutschland sei ein Rechtsstaat oder eine Demokratie, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

  6. Na dann sollte man doch auch mal zeigen, worum es geht, und nicht einen Link rausrücken, der nur einen Satz hergibt. Damit die Leser auch wissen, worum es geht:
    http://google.de/search?q=Protest:+Demonstranten+chartern+einen+Reisebus+und+steuern+die+Wohnsitze+von+Rechtspopulisten+und+Nazis

    Toll, offen vermummt — und die Polizei macht mit. Strafanzeigen versickern im Sand. Der neue Faschismus sagt ja auch ‘Ich bin der neue Faschismus’.

    Und wie ist es mit der öffentlichen Namensnennung der Vermummten und der Beamten?
    Und wann stellen sich diese im geistigen Notstand befindlichen mal einer Diskussion ohne Megaphon?
    Hat der, der schreit, immer recht?

    Hier sieht man das Problem der Demokratie — es wird gemacht, was der lauteste Plärrer vorgibt. Das ist alles, was Demokratie bedeutet. Wer sich jetzt noch auf Wahlen herausreden will, der sei nur an die letzten Fälschungen und Wahlwiederholungsversuche erinnert. Wie ein Spieler ‘Wir machen, wer jetzt gewonnen hat, der hat immer gewonnen’.

    Carsten

    http://thumulla.com/home/demokratie.html

  7. Ottavan says:

    Dieser sog. “demokratischen Republik” ist nicht mehr zu helfen, solange sie durch eine (nach meiner Meinung) durch und durch faschistische “ReGIERung” unterjocht wird.

  8. Gereon says:

    … ein links-repressiver Staat wandelt sich mit grossen Schritten nach links-diktatorisch. Wir brauchen eine Befreung. Wir hatten jetzt das Ermächtigungsgesetz (Merkels Rechtsbrüche) , die Rassenschutzgesetze (Sexualstrafrecht gegen alle Männer), die Zensurgesetze (Maas&Antoniostiftung) und was jetzt stattfindet steht in guter Tradition der Reichskristallnacht. Danach kam damals der Krieg. Und ich mach ne Wette, das war nicht das Ende der Analogien

    • Ja, Befreung wäre gut — hat doch der Freud wieder zugeschlagen.

      Warten hat keine Sinn. Man wird nicht durch Fremde befreit. Man kann sich nur selbst befreien. Aber die Angst…

      Carsten

      “Angst widersteht jeder Kritik der reinen Vernunft.”
      Niklas Luhmann

  9. St. Elmo says:

    Ich würde mich totlachen, wenn die ersten die durch den neuen Stalkingparagraph, wenn er wie geplant Gesetz wird, linksradikale wären die irgendwelche “Watchblogs” u.ä. betreiben.

    Wer Stasi oder Gestapo Methoden benutzt um gegen andere Meinung vorzugehen sollte mal überlegen wessen Geistes Kind er ist.

    • Marcus Junge says:

      Ach bitte, das ist dann wie bei der “Volksverhetzung”, eigentlich verbotener Gummiparagraph und eigentlich verbotenes politisches Strafrecht, welcher nur für Deutsche gilt, da diese nur “verhetzen” können. Kinderspiel Ausnahmen für die StaatsAntifa zu schaffen beim Stalking.

      • Wer Gesetze macht, der fängt sich das Entscheidungsproblem ein. Viele Programmierer begreifen das nicht. Bei einem Problem wird dann gesoftcodet, wenn so, dann so — und fertig ist die Entscheidung. Im Endeffekt hat man einen Urwald voll Entscheidungen. Es müssen auch klare Kriterien her, anhand derer zu entscheiden ist. Diese Programmierer begreifen nicht, daß viele Entscheidungen im Programm verlorene Schlachten sind. Eine vermiedene Entscheidung ist gut, eine Entscheidung ist ein potentieller Krankheitsherd.(etwas überspitzt, der Dramatik geschuldet)

        Mit den Gesetzen ist es ebenso. Mehr Gesetze machen nicht mehr Gerechtigkeit sondern weniger. Die Gerechtigkeit wird letztlich nur herbeigelogen. Ebenso ist es mit dem Gesetz zur Volksverhetzung. Es ist dazu da, um Volksverhetzung zu schützen, nicht um sie zu bekämpfen. Es kommt darauf an, wer das Schwert führt.

        Carsten

        “Die Grünen sind die neuen Spießer.”
        Bettina Röhl

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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