Die gruppenbezogenen Menschenfeinde der ARD

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassimus ist eine Unterkategorie davon, kann man als Extrakt der Vielzahl unterschiedlicher Definitionen, die es derzeit gibt, wie folgt definieren:

  • Menschen werden aufgrund willkürlicher Merkmale wie Sprache, Rasse oder Alter in Gruppen eingeteilt.
  • Die Gruppeneinteilung wird dazu benutzt, den jeweiligen Gruppen aufgrund der die Gruppen definierenden Merkmale unterschiedliche Wertigkeiten zuzuschreiben.

Das ist die kürzeste Definition von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die wir kennen. Und für all diejenigen, die sie gerade abschreiben um sie z.B. in ihren studentischen Arbeiten zu verwenden, es ist unsere, die Definition von ScienceFiles. Also bitte die Definition mit einer Quellenangabe kenntlich machen. Es kommt sowieso wieder bei uns an, über Plagscan, das regelmäßig bei uns fündig wird. Zuletzt von der HU-Berlin aus benutzt (ausgerechnet).

Doch zurück zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.
Stellen wir uns vor, Homosexuellen wird generell der Zugang zu öffentlichen Schwimmbädern verweigert oder Frauen werden nicht mehr zu öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. Fußballspielen zugelassen, die Ismen, die in den aufgebrachten Medien, die in der ARD dafür verwendet würden, man kann sie sich lebhaft vorstellen.

Stellen wir uns vor, die Tatsache, dass in Ludwigshafen gerade ein kleiner Teil der BASF in die Luft geflogen ist und entsprechender Rauch verbreitet wurde, wird zum Anlass genommen, um darauf hinzuweisen, dass die Nähe zur BASF die Hauspreise in Ludwigshafen senkt. Nicht auszudenken, das aufgeregte Gegacker, das auf die Kapitalisten- und Bonzenfreunde, die so etwas anmerken, einprasseln würde.

Und jetzt stellen wir uns nichts vor, jetzt lesen wir einen Text von der Tagesschauseite vom heutigen Tag:

ard-kinder-menschenfeinde“Sie sind den Emissionen ausgesetzt, die die Erwachsenen produzieren: Rund 300 Millionen Kinder weltweit müssen extrem verschmutzte Luft einatmen. Das UN-Kinderhilfswerk warnt: Die verschmutze Luft sei mit verantwortlich für den Tod von jährlich 600.000 Kindern.“

Ist man bei der ARD der Ansicht, dass es Luft gibt, die von Kindern eingeatmet wird, und Luft, die von Erwachsenen eingeatmet wird? Wohl kaum, so dumm sind nicht einmal Redakteure der ARD, obwohl man manchmal am Wahrheitsgehalt dieser gerade gemachten Aussage zweifeln kann.

Entsprechend bleibt nur die folgende Interpretation:

Wenn Kinder verschmutzte Luft einatmen, dann ist dies schlimmer als wenn Erwachsene verschmutzte Luft einatmen. Warum ist das schlimmer? Weil allen Kindern die verschmutzte Luft, die von (allen) Erwachsenen produziert wurde, zum Einatmen vorgesetzt wird, während alle Erwachsene sich zu Mitschuldigen an der verschmutzten Luft, die einige von Ihnen herstellen, gemacht haben.

Die Dummheit ist nicht auszuhalten.
Nicht nur, dass jedes logische Gesetz bei der ARD außer Kraft gesetzt wird, wenn es mit dem verantwortlichen Redakteur durchgeht (z.B. der Unterschied zwischen einige und alle im Bezug auf Erwachsene), nein, wenn die Dämme der marginale Vernunft, die in öffentlich-rechtlichen Medien noch zu finden ist, einmal gebrochen sind, dann schwappt hervor, was so mancher Redakteur dort denkt, vom reinen, vom unbefleckten Kindlein, dessen Leben soviel mehr wert ist als das Leben eines Erwachsenen.

Lassen wir Erwachsene also extrem verschmutzte Luft einatmen. Sie sind ja dafür verantwortlich (alle). Aber Kindlein, Kindlein die daran sterben, welche Grausamkeit, 600.000 pro Jahr sterben an extrem verschmutzter Luft wie das „Kinderhilfswerk der UN“ festgestellt haben will, auf Basis welcher Daten auch immer. Die Datenquelle interessiert niemanden bei der ARD, es reicht, den Titel des Berichts „Saubere Luft für Kinder“ zu berichten. Sicher ist richtig, so muss der Redakteur glauben, was die UNICEF schreibt, denn bei der UNICEF arbeiten nur gute Kinderfreunde, denen offensichtlich Erwachsene vollkommen egal sind, so wie sie dem Redakteur bei der ARD, den man entsprechend in die Gruppe der Kinder einordnen muss, egal sind (wir nehmen mit allen Philosophen an, dass Selbsterhalt die Triebkraft menschlichen Lebens ist, deshalb die Einordnung in die Gruppe der Kinder).

Dass die guten Kinderfreunde bei der UNICEF ein Auskommen, ein recht hoch dotiertes Auskommen damit verdienen, in regelmäßigen Abständen Berichte zu veröffentlichen, in denen das Leid von Kindern so dargestellt wird, als lebten diese Kinder in einer Welt für sich, in der Erwachsene nur als Umweltverschmutzung und –schmutzer vorkommen, dass diese Berichte, den Interessen der UNICEF-Angestellten und dem Zweck der UNICEF dienen, auf Kosten der Allgemeinheit ihr vermeintlich gutes Werk zu tun, das kommt bei der ARD niemandem in den Sinn.

Dort werden die wenigen Neuronen, die sich in den Gehirnen der entsprechenden Redakteure noch mit der Verbreitung kognitiver Inhalte beschäftigen, weggeschwemmt von einer affektiven Welle purer Menschenfeindlichkeit, denn (1) werden alle Kinder als Opfer von allen Erwachsenen fein säuberlich getrennt, (2) wird den Kindern ein höherer Wert beigemessen, denn dass Sie „extrem verschmutzte Luft“ einatmen, ist berichtens- und beklagenswert, dass Erwachsene unter der gleichen Luftverschmutzung leiden, ist keiner Erwähnung wert, da alle Erwachsene in den Augen der Redakteure nicht so viel wert sind, wie alle Kinder.

Das ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Reinkultur, in öffentlich-rechtlichen Sendern, mit GEZ-Gebühren finanziert.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

7 Responses to Die gruppenbezogenen Menschenfeinde der ARD

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Die gruppenbezogenen Menschenfeinde der ARD

  2. rote_pille says:

    Die ARD hat immer noch Zuschauer?

  3. Gereon says:

    Ich befürchte, das hat einen tieferen Sinn, hier Kinder als Opfergruppe zu etablieren.

    Genauso, wie man über den Opferstatus der Gruppe ‘Frau’ Männer diskriminiert, soll wohl hier ein Regelwerk geschaffen werden, das Kinder als Opfergruppe wahrnimmt und vorgeblich schützt, um sie so dem Zugriff der Eltern und der Familie zu entziehen, und dem Staat die Rechte an den Kindern zuschanzt, etwas, woran der Staat schon seit längerem gezielt arbeitet.

    Das ist ein ganz übles Ding, was da aufgezogen wird.

    Das sich der Staat als Eigentümer seiner Bürger sieht, scheint ja schon länger durch so manche unsinnige und unselige Regelung durch, aber das hat eine neue Dimension.

  4. Damar Habib says:

    Es ist schlimm wie die Kinder dort die Erwachsenen zwingen für sie zu arbeiten, um sie zu ernähren und durchzufüttern ! selbst wenn dies bedeutet, schlechte Luft zu produzieren und sogar selbst einatmen zu müssen !!
    Drecksbalgen!
    XD

  5. R.J. says:

    Dass der Tenor bei der ARD wie üblich ausfällt, ist klar, man kann angesichts der dort tätigen Journaillisten nichts anderes erwarten, es geht wieder nur um (a) eine Schlagzeile und (b) eine wohlfeile Schuldzuweisung. Bitte 50 Euro an eine „NGO“ überweisen, ansonsten drei Ökounser unter einem Windrad beten und auf dem Hausaltar ein Räucherstäbchen aus dem Dritte-Welt-Laden anzünden (Vorsicht: Massen ultrafeiner Partikel). In der Sache möchte ich Folgendes anmerken:

    Von Silva et al. (2013) wurde unter Zugrundelegung verschiedener Szenarien abgeschätzt, dass in der Größenordnung von 1,4 Mio. Menschen pro Jahr an den Folgen der Partikellast und in der Größenordnung von 400.000 Menschen pro Jahr an den Folgen von Ozon versterben (vor allem in China, Indien usw. als Ländern bekannt sehr hoher Luftverschmutzung). Partikel und Ozon sind heute die wichtigsten („effektivsten“) Formen der Luftverschmutzung. Wesentlich ist hierbei, dass es sich primär um ältere, vorerkrankte Personen handelt, deren Lebensdauer statistisch gesehen verkürzt wird (vorgezogene Sterblichkeit) bzw. insgesamt das Auftreten von (vor allem kardiovaskulären) Erkrankungen in einem Zusammenwirken vieler Faktoren begünstigt wird. Dass es sich nicht nur um eine Korrelation, sondern um eine Kausalität handelt, belegen inzwischen viele tierexperimentelle und physiologische Daten. Andere Autoren (z.B. Giannadaki et al. 2016) führen in ihren Abschätzungen bis über 3 Mio. Todesfälle jährlich alleine auf kleine Partikel (PM2.5) zurück.

    Wissenschaftliche Studien geben ferner Hinweise darauf, dass die Einatmung verschmutzter Luft (Partikel und Reizgase) im Kindesalter das Auftreten von Störungen, vor allem Gefäßstörungen und Diabetes, im Erwachsenenalter begünstigen kann, auch wenn dann die Exposition behoben ist. Die Zusammenhänge sind schwach, führen aber in großen Populationen dann doch zu großen Zahlen potenziell Beeinträchtigter. Bei Luftverschmutzung muss man im Übrigen nicht nur an Außenluft, sondern auch an die offenen Feuer in Innenräumen in Haushalten der Dritten Welt denken, die mit sehr hohen Schadstofflasten verbunden sind und unter denen auch die Hausfrauen leiden.

    Selbst dann jedoch erscheint mir die Behauptung von 600.000 Todesfällen alleine bei Kindern aufgrund von Luftverschmutzung sehr hoch und unglaubwürdig. Gerne wüsste man die wissenschaftliche Basis dieser Abschätzung, die Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse und Angaben, welche der häufigen tödlichen Erkrankungen im Kindesalter gemeint sind; Lungenentzündung beispielsweise hat eine primär bakterielle Ursache, Durchfallerkrankungen dürften schwerlich mit der Luftverschmutzung zusammenhängen usw. Das UN-Kinderhilfswerk ist in meinen Augen eine vornehmlich politische Organisation und keine solide Quelle.

  6. Guudsdar says:

    Etwas weiter daran langgehangelt muss man festhalten, dass all die Erwachsenen nicht nur all die extreme Luftverschmutzung, sondern auch all die leidenderen (sic!) Kinder produziert haben. Da für die Luftverschmutzung impliziert wird, dass diese bewusst und absichtlich herbeigeführt wird, da es ja zu verhindern wäre (und wohl auch dem Programm des UN-Kinderhilfswerk entspricht), muss dies wohl auch für die produzierten Kinder angenommen werden. Welch teuflischer Plan sich dahinter verbirgt!

  7. ordo ab chao says:

    “Hoheit über die Kinderbetten erlangen”, DER Wahlspruch der Salonmarxisten. Mit solch perfider Andienerei wollen sich die Gesellschaftsklempner das Vertrauen der Kinder sichern, um sie dann widerstandslos mit ihrer “Frankfurter Schule” indoktrinieren und umformen (neue, denkbefreite homos braucht das Land) zu können…
    Halt völlig skrupellos, diese Linksfaschisten.

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar