Die gruppenbezogenen Menschenfeinde der ARD

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassimus ist eine Unterkategorie davon, kann man als Extrakt der Vielzahl unterschiedlicher Definitionen, die es derzeit gibt, wie folgt definieren:

  • Menschen werden aufgrund willkürlicher Merkmale wie Sprache, Rasse oder Alter in Gruppen eingeteilt.
  • Die Gruppeneinteilung wird dazu benutzt, den jeweiligen Gruppen aufgrund der die Gruppen definierenden Merkmale unterschiedliche Wertigkeiten zuzuschreiben.

Das ist die kürzeste Definition von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die wir kennen. Und für all diejenigen, die sie gerade abschreiben um sie z.B. in ihren studentischen Arbeiten zu verwenden, es ist unsere, die Definition von ScienceFiles. Also bitte die Definition mit einer Quellenangabe kenntlich machen. Es kommt sowieso wieder bei uns an, über Plagscan, das regelmäßig bei uns fündig wird. Zuletzt von der HU-Berlin aus benutzt (ausgerechnet).

Doch zurück zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.
Stellen wir uns vor, Homosexuellen wird generell der Zugang zu öffentlichen Schwimmbädern verweigert oder Frauen werden nicht mehr zu öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. Fußballspielen zugelassen, die Ismen, die in den aufgebrachten Medien, die in der ARD dafür verwendet würden, man kann sie sich lebhaft vorstellen.

Stellen wir uns vor, die Tatsache, dass in Ludwigshafen gerade ein kleiner Teil der BASF in die Luft geflogen ist und entsprechender Rauch verbreitet wurde, wird zum Anlass genommen, um darauf hinzuweisen, dass die Nähe zur BASF die Hauspreise in Ludwigshafen senkt. Nicht auszudenken, das aufgeregte Gegacker, das auf die Kapitalisten- und Bonzenfreunde, die so etwas anmerken, einprasseln würde.

Und jetzt stellen wir uns nichts vor, jetzt lesen wir einen Text von der Tagesschauseite vom heutigen Tag:

ard-kinder-menschenfeinde“Sie sind den Emissionen ausgesetzt, die die Erwachsenen produzieren: Rund 300 Millionen Kinder weltweit müssen extrem verschmutzte Luft einatmen. Das UN-Kinderhilfswerk warnt: Die verschmutze Luft sei mit verantwortlich für den Tod von jährlich 600.000 Kindern.“

Ist man bei der ARD der Ansicht, dass es Luft gibt, die von Kindern eingeatmet wird, und Luft, die von Erwachsenen eingeatmet wird? Wohl kaum, so dumm sind nicht einmal Redakteure der ARD, obwohl man manchmal am Wahrheitsgehalt dieser gerade gemachten Aussage zweifeln kann.

Entsprechend bleibt nur die folgende Interpretation:

Wenn Kinder verschmutzte Luft einatmen, dann ist dies schlimmer als wenn Erwachsene verschmutzte Luft einatmen. Warum ist das schlimmer? Weil allen Kindern die verschmutzte Luft, die von (allen) Erwachsenen produziert wurde, zum Einatmen vorgesetzt wird, während alle Erwachsene sich zu Mitschuldigen an der verschmutzten Luft, die einige von Ihnen herstellen, gemacht haben.

Die Dummheit ist nicht auszuhalten.
Nicht nur, dass jedes logische Gesetz bei der ARD außer Kraft gesetzt wird, wenn es mit dem verantwortlichen Redakteur durchgeht (z.B. der Unterschied zwischen einige und alle im Bezug auf Erwachsene), nein, wenn die Dämme der marginale Vernunft, die in öffentlich-rechtlichen Medien noch zu finden ist, einmal gebrochen sind, dann schwappt hervor, was so mancher Redakteur dort denkt, vom reinen, vom unbefleckten Kindlein, dessen Leben soviel mehr wert ist als das Leben eines Erwachsenen.

Lassen wir Erwachsene also extrem verschmutzte Luft einatmen. Sie sind ja dafür verantwortlich (alle). Aber Kindlein, Kindlein die daran sterben, welche Grausamkeit, 600.000 pro Jahr sterben an extrem verschmutzter Luft wie das „Kinderhilfswerk der UN“ festgestellt haben will, auf Basis welcher Daten auch immer. Die Datenquelle interessiert niemanden bei der ARD, es reicht, den Titel des Berichts „Saubere Luft für Kinder“ zu berichten. Sicher ist richtig, so muss der Redakteur glauben, was die UNICEF schreibt, denn bei der UNICEF arbeiten nur gute Kinderfreunde, denen offensichtlich Erwachsene vollkommen egal sind, so wie sie dem Redakteur bei der ARD, den man entsprechend in die Gruppe der Kinder einordnen muss, egal sind (wir nehmen mit allen Philosophen an, dass Selbsterhalt die Triebkraft menschlichen Lebens ist, deshalb die Einordnung in die Gruppe der Kinder).

Dass die guten Kinderfreunde bei der UNICEF ein Auskommen, ein recht hoch dotiertes Auskommen damit verdienen, in regelmäßigen Abständen Berichte zu veröffentlichen, in denen das Leid von Kindern so dargestellt wird, als lebten diese Kinder in einer Welt für sich, in der Erwachsene nur als Umweltverschmutzung und –schmutzer vorkommen, dass diese Berichte, den Interessen der UNICEF-Angestellten und dem Zweck der UNICEF dienen, auf Kosten der Allgemeinheit ihr vermeintlich gutes Werk zu tun, das kommt bei der ARD niemandem in den Sinn.

Dort werden die wenigen Neuronen, die sich in den Gehirnen der entsprechenden Redakteure noch mit der Verbreitung kognitiver Inhalte beschäftigen, weggeschwemmt von einer affektiven Welle purer Menschenfeindlichkeit, denn (1) werden alle Kinder als Opfer von allen Erwachsenen fein säuberlich getrennt, (2) wird den Kindern ein höherer Wert beigemessen, denn dass Sie „extrem verschmutzte Luft“ einatmen, ist berichtens- und beklagenswert, dass Erwachsene unter der gleichen Luftverschmutzung leiden, ist keiner Erwähnung wert, da alle Erwachsene in den Augen der Redakteure nicht so viel wert sind, wie alle Kinder.

Das ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Reinkultur, in öffentlich-rechtlichen Sendern, mit GEZ-Gebühren finanziert.

Überall Fremdenfeindlichkeit – von Béziers bis Berlin

Fremdenfeindlichkeit ist eine Begriffsmode, die sich langsam aber sicher nicht nur in den Medien durchsetzt, und zwar zur Bezeichnung aller Erscheinungen, die man als negative Form der Betrachtung von Migranten oder als Kritik an der Migrationspolitik von Regierungen ansehen könnte. Vor allem in Deutschland werden normative Begriffe, wie die Fremdenfeindlichkeit genutzt, um Stimmung für die Regierungspolitik zu machen und alle, die die Regierungspolitik im Hinblick auf Migranten nicht mittragen, zu ächten, zu bösen Menschen, zu Rechtsextremisten oder zu sonst etwas zu erklären, was deutlich macht, dass die entsprechenden Menschen den Boden der Regierungskonformität verlassen haben.

Die vollkommene Ächtung jeder Kritik an z.B. der großen Zahl von Migranten, die in Deutschland aufgenommen wurden und werden, kommt einem Redeverbot gleich, das in dieser Form vor allem aus faschistischen Systemen bekannt ist, in denen versucht wird, bestimmte Sprachregelungen durchzusetzen und bestimmte Informationen nicht mehr zuzulassen. Insofern ist die Weigerung die Migrationspolitik der Bundesregierung zu diskutieren, ein Zeichen dafür, dass demokratische Grundprinzipien in Deutschland nicht mehr gelten, dass der öffentliche Diskurs vielmehr von bestimmten Themen, die der Sprachregelung, die durchgesetzt werden soll, nicht entsprechend, gereinigt werden sollen.

Fremdenfeindlichkeit hat sich als Begriff in diesem Zusammenhang bewährt, um Kritiker der Politik der „Willkommenskultur“, zu diskreditieren und aus dem öffentlichen Diskurs zu drängen. Fremdenfeindlichkeit ist ein normatives Konzept, das die Bewertung gleich in sich trägt, denn wer „feindlich“ eingestellt ist, der kann in der Plastikwelt moderner Vielfalt nicht gut sein, muss vielmehr verderbt sein. Der gute Bürger ist nicht feindlich, schon gar nicht gegenüber Fremden. Er ist ein sanftmütiger, friedliebender Altruist, der die zweite Hälfte seines St. Martinsmantel teilt, nachdem ihm die erste Hälfte bereits von seinem Staat (als Steuer) abgenommen wurde. Der gute Bürger hält den Mund und nickt an der richtigen Stelle.

Der gute Bürger kritisiert nicht. Er kritisiert vor allem keine Einwanderungspolitik, Migrationspolitik, Frauenpolitik, Schwulen- und Lesbenpolitik, Sozialpolitik, sonst gilt er als Fremdenfeind, Rassist, Anti-Genderist, als homophob und egoistisch.

Eigentlich ein lustiges Spiel, dieser Versuch einer schwachen Republik, Kritiker mit Begriffen einzuschüchtern. Ganz so lustig ist das Spiel jedoch nicht, denn die Begriffe genügen, um soziale Leben zu zerstören, durch anonyme Anzeige, Anschwärzen beim Arbeitgeber, durch vorauseilende Diffamierung besonders treuer Staatsvasallen …, die auf Begriffe reagieren, die sie in der Regel nicht verstehen und schon gar nicht hinterfragt haben.

menard-beziersNehmen wir z.B. Ellis Fröder, die gerade einen wüsten Beitrag über Robert Ménard, den Bürgermeister von Béziers für die ARD verfasst hat, in dem sie Robert Ménard nicht freundlich gegenübersteht, den Bürgermeister vielmehr als Fremdenfeind und Opportunisten, ja fast feindlich darstellt. Da Robert Ménard und Ellis Fröder sich nicht persönlich kennen werden, ist Robert Ménard für Ellis Fröder ein Fremder, ihre Darstellung von Ménard ein Beispiel der Fremdenfeindlichkeit.

Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit, analytisch genutzt, wie wir das gerade getan haben, verliert somit jeden Wert. So betrachtet ist jeder ein Fremdenfeind, denn jeder von uns kann Personen benennen, die er nicht kennt, die ihm fremd sind und die er nicht leiden kann, denen er feindlich gegenübersteht. Wir können das. Sie können das. Probieren sie es: Fremdenhass hat etwas Kathartisches. Wir stehen z.B. allen überzeugten Sozialisten feindlich gegenüber. Sozialisten sind uns fremd, wollen Dinge durchsetzen, die unsere Freiheit beeinträchtigen und entsprechend von uns nicht friedlich, sondern feindlich goutiert werden, fremdenfeindlich.

winnetouWie gesagt, analytisch hat der Begriff der Fremdenfeindlichkeit keinerlei Wert. Man muss ihn normativ aufladen, indem man zunächst seinen ersten Teil positiv belegt, denn: fremd ist gut! Fremd ist nicht schlecht. Mit dem Begriff des Fremden gehen nur gute Assoziationen einher, keine schlechten. Der Begriff des „Fremden“, wie er von denen benutzt wird, die ihre Einwanderungspolitik jeder Kritik und Diskussion entziehen wollen, ist Ausdruck des Motivs des Edlen Wilden, das sich durch den Orientalismus des 19. Jahrhunderts ebenso zieht, wie durch die Winnetou Bücher von Karl May. Der Fremde kann nur edel und gut sein. Auf diesem Niveau sind offensichtlich eine ganze Menge Deutscher stehen geblieben.

Folgerichtig kann man eigentlich gar nicht fremdenfeindlich sein. Wer würde dem edlen Wilden niedere Motive unterstellen? Winnetou ist ein guter Indianer, ein edler Wilder, der jede Sekunde Blutsbruderschaft von Old Shatterhand wert war. Und genau auf diesem Stadium der verklärten Bewunderung des edlen Wilden finden sich eine Reihe wissenschaftlicher Definitionen des Begriffs „Fremdenfeindlichkeit“. So schreibt Bornewasser:

“Fremdenfeindlichkeit wird im vorliegenden Bericht als eine motivierte Bereitschaft verstanden, sich gegenüber Personen, die nicht dem eigenen Volk oder der eigenen Nation angehören und die vorübergehend oder auf Dauer im eigenen Land leben, abwertend, abweisend und diskriminierend zu verhalten“ (Bornewasser 1999: 292).

Bornewasser räumt selbst ein, dass seine Definition „weich und weit“ ist. Er hätte auch sagen können, dass sie nutzlos ist. Nutzlos ist sie schon deshalb, weil sie dann, wenn man die Definition ernst nehmen würde, als fremdenfeindlich qualifiziert werden müsste, denn sie ist denjenigen, die sich abwertend, abweisend und diskriminierend gegenüber Personen verhalten, die „vorübergehend oder auf Dauer“ in ihrem Land leben, abwertend, abweisend und diskriminierend, und da Bornewasser diejenigen, die er abwertet, diskriminiert und denen er gegenüber sich abweisend verhält, nicht kennt, sie ihm fremd sind, ist seine Definition fremdenfeindlich und er auch.

Diesem Problem der Selbsreferentialität der Definition von Fremdenfeindlichkeit, kann man auch nicht dadurch entgehen, dass man, wie Schröder das tut, die „Raumzeitwelt“ einführt:

“Zusammenfassend ist der Fremde also ein ‚Eindringling‘ in eine ihm fremde Raumzeitwelt, die ihm entgegengebrachte Abwehrhaltung soll an dieser Stelle als Fremdenfeindlichkeit bezeichnet werden.“

Polizisten, die Häuser von fremden Besetzern räumen, die wiederrechtlich besetzt wurden, qualifizieren sich damit ebenso zu Fremdenfeinden wie Eigentümer, die einen ihnen fremden Einbrecher aus ihrem Haus vertrieben sehen wollen. Die Definition ist offenkundiger Unsinn und zudem partiell tautologisch, denn der Begriff des Fremden trägt die Wertung „Eindringling“ schon in sich, denn würde der Fremde nicht als Eindringling wahrgenommen, er würde vermutlich auch nicht als Fremder erkannt.

Die dargestellte Unfähigkeit, den Begriff „Fremdenfeindlichkeit“ sinnvoll zu definieren, hat damit zu tun, dass der Begriff nur dann Sinn macht, wenn man ihn auf Basis einer ganz bestimmten normativen Grundhaltung benutzt, einer Grundhaltung, die alles als nicht-Fremd ansieht, was positiv bewertet ist und alles als fremd, was nicht positiv bewertet ist. Entsprechend werden Fremde zu Nicht-Fremden, wenn sie positiv bewertet werden und Nicht-Fremde werden zu Fremden, wenn sie negativ bewertet werden. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Zuwanderungs-Enthusiasten sehen in Migranten die edlen Wilden und stehen den Fremden, die da kommen, positiv gegenüber. Gleichzeitig verfremden sie diejenigen, die den Migranten negativ gegenüberstehen, selbst dann, wenn sie sie kennen, und stehen ihnen in Konsequenz feindlich, fremdenfeindlich gegenüber.

Normative Begriffe taugen eben nicht dazu, außerhalb der Welt der eigenen Normen anderen oktroyiert zu werden. Man kann versuchen, sich über Normen zu verständigen, aber man kann sie anderen nicht aufzwingen – nicht in Demokratien.

Das ist der Grund, warum Wissenschaftler, die ernst genommen werden wollen, entweder den Begriff der Fremdenfeindlichkeit nicht benutzen oder ihn so definieren, wie Hans-Gerd Jaschke: Als „die öffentlich demonstrierte aggressive Abwehr des Fremden …“ (62). Aber selbst Jaschke kommt nicht um den normativen Kern von Fremdenfeindlichkeit herum, die den Fremden, der notwendig, vom eigenen abgesetzt und als anders wahrgenommen und bewertet werden muss, voraussetzt.

So definiert und an die Bedingung „aggressiver Abwehr“ geknüpft, eine Bedingung, die noch vage genug ist, zumal die Ansichten darüber, was Aggression ist und was nicht, auseinandergehen, ist die Plakataktion von Robert Ménard keine fremdenfeindliche Aktion, fremdenfeindlich ist jedoch der Beitrag von Ellis Fröder, in dem ohne Not eine Diskreditierung von Ménard vorgenommen wird, einmal durch den Fehlschluss der falschen Assoziation: Weil Ménard auch mit den Stimmen des Front Nationale gewählt wurde, muss er ein Böser sein, einmal durch den Fehlschluss der Trivialisierung, denn: „gerade einmal 40 Flüchtlinge“ soll Béziers aufnehmen, wie Frau Fröder weiß, woran man sieht, wie kleinlich und fremdenfeindlich Robert Ménard doch ist. Wo ist nur das „Wehret den Anfängen“ als analytischer Rat geblieben? Und wieso wird in Deutschland wegen gerade einmal 40 Neonazis, die in einem Nest in Nordbayern auftauchen, der nationale Notstand ausgerufen?

Es ist eben alles eine Frage der Bewertung. Und eine Gesellschaft, die nur noch bewerten und keine Diskussion mehr über Fakten und Konsequenzen führen kann, verkommt notwendig zur totalen Institution, weil sie als freie Gesellschaft nicht funktionieren kann.

Bornewasser, Manfred (1999). Fremdenfeindlichkeit und Polizei. In: Dünkel, Frieder & Geng, Bernd (Hrsg.). Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Bestandsaufnahme und Interventionsstrategien. Mönchengladbach: Forum Verlag Bad Godesberg, S.289-310.

Jaschke, Hans-Gerd (2001). Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Begriffe, Positionen, Praxisfelder. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Schröder, Sebastian (2003). Fremdsein und Fremdenfeindlichkeit. Marburg: Tectum.


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Schneller als jedes Gericht: ARD spricht Antifa-Dresden frei

Das Bekennerschreiben der Antifa Dresden, das auf Indymedia veröffentlicht wurde, das derzeit von der Sächsischen Polizei geprüft wird und das zudem in genau der Weise verfasst ist, wie man sie von linken Radikalen gewohnt ist, es ist ein Fake, da ist sich die ARD ganz sicher.

Genau so schnell, wie öffentliche Medien dabei sind, noch nicht ermittelte Täter in den Reihen von Rechten zu wissen, genau so schnell gelangen die selben öffentlichen Medien zu dem Wissen, dass das Bekennerschreiben der Antifa Dresden nicht von der Antifa Dresden stammt.

Die Indizienkette der ARD ist erschütternd:

  1. linksunten_bekennerschreibenDas Bekennerschreiben verlinke auf die Webseite des Antifa-Bündnisses in Dresden, auf der gegen die Einheitsfeier mobilisiert werde.
  2. Das Anschlagziel Moschee spreche nicht für linksradikale Täter.
  3. Im Bekennerschreiben finde sich kein Täterwissen.
  4. „Vor allem haben sich die angeblich linken Urheber bereits gestern via Twitter von dem ‚Bekennerschreiben‘ distanziert.“

Bei der ARD sind offensichtlich redaktionelle Koryphäen am Werk, die mit allem, was Logik und Kunst des Schließens ist, auf Kriegsfuß stehen.

  1. Das Bekennerschreiben verlinkt nicht nur auf die Seite der Antifa Dresden, es gibt auch als Verfasser die Antifa Dresden an. Beides, dass ein Link gesetzt wird und ein Verfasser angegeben wird, ist für Veröffentlichungen auf Linksunten eher die Regel als die Ausnahme und somit keinerlei Indiz, das für oder gegen etwas spricht. Aus der Tatsache, dass ein Link gesetzt wurde, kann man schlicht nichts schließen, wenn man nicht unbedingt etwas schließen will.
  2. Dass das Anschlagsziel „Moschee“ nicht für linksradikale Täter spricht, ist eine Aussage, die man nur aus einem geschlossenen ideologischen Weltbild heraus treffen kann und selbst von dort aus nur dann, wenn man das Anschlagsziel ICC ausblendet. Letzteres kann man nur ausblenden, wenn man es ausblenden will, um z.B. die Antifa Dresden von jedem Verdacht reinzuwaschen. Im übrigen liegt hier der Fehlschluss vor, den wir bereits gestern thematisiert haben.
  3. Dass etwas nach Ansicht der Journalisten der ARD fehlt, kann nur dann als Argument vorgebracht werden, wenn man belegt, dass das, was im Bekennerschreiben aus Dresden angeblich fehlt als Regel in anderen Bekennerschreiben enthalten ist. Ist es nicht als Regel enthalten, ist die Aussage, dass es fehlt, sinnlos.
  4. Nach der Lex ARD muss ab sofort jeder Angeklagte, der vor Gericht erscheint und den Tatvorwurf, der ihm gemacht wird, bestreitet, freigesprochen werden. Gerichtsverhandlungen können wir uns also sparen.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die ARD auf einen Vorfall reagiert, der doch belanglos sein sollte, wenn es sich so verhält, wie die ARD glauben machen will, dass nämlich die Antifa Dresden ein ganz unschuldiges Opfer von Spaßvögeln geworden ist, die die gute Antifa in ein schlechtes Licht rücken wollen. Offensichtlich gibt es ein massives Bedürfnis in den öffentlich-rechtlichen Redaktionsräumen, das eigene Weltbild, nachdem nur Rechte Anschläge auf Moscheen verüben (und aus welchen Gründen auch immer auf das ICC) das sehr groß ist, wohl in etwa so groß, wie die personellen Verquickungen zwischen ARD-Journalisten und Antifa.

 

Das Kleingedruckte bei Wahlumfragen: Nur die SPD über 20% oder doch nicht?

Die ARD wartet mit der neuesten Wahlumfrage für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus auf. Titel: „Nur die SPD kommt über 20 Prozent“. Die Zahlen, die im Verlauf des Beitrags präsentiert werden, scheinen die Schlagzeile zu bestätigen:

  • SPD: 21%
    CDU: 19%
    Grüne: 16%
    Linke: 15%
    AfD: 15%

Das Kleingedruckte, das neuerdings bei öffentlich-rechtlichen Beiträgen, die Wahlumfragen zum Gegenstand haben, mit gedruckt wird, weckt jedoch Zweifel an der Schlagzeile und nicht nur an der Schlagzeile. Im Kleingedruckten steht:

stupendous yappi1„Fallzahl: 1002 Befragte
Erhebungszeitraum: 06. bis 07. September 2016
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund 3 Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa 1 Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter 3 Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.“

Wie gewöhnlich fehlt die Angabe der „validen Antworten“, also des Anteils der 1002 Befragten, die auch tatsächlich eine Wahlabsicht für eine Partei angegeben haben. In der Regel geben 2/3 der Befragten, wenn sie nach der Partei, die sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag die Wahl zum in diesem Fall Berliner Abgeordnetenhaus anstünde, eine Partei an, 1/3 geben keine Partei an. Die tatsächliche Grundlage der dargestellten Parteienanteile ist entsprechend viel kleiner als suggeriert wird.

Aber das ist nur einer der Taschenspielertricks, die von Umfrageinstituten benutzt werden, um aus wenig viel mehr zu machen.

Die anderen Tricks finden sich im Kleingedruckten.

Nehmen wir zunächst den Hinweis auf die Rundung. Er besagt, dass die 21% der SPD gerundete Prozent sind. Es können entsprechend 21,49% oder 20,50% von rund 700 Befragten sein (zwischen 143 und 147 Befragte), die eine Wahl der SPD angegeben haben. Für die anderen Parteien gilt dasselbe, was für die FDP bedeutet: Ihre Rundung ist ein Politikum, denn aus 4,5% werden eben einmal 5% gerundet (vielleicht werden auch aus 5,49% 5%, aber das ist nicht so wahrscheinlich).

Bleibt festzuhalten, wir haben es hier mit einem Wertebereich zu tun, den wir nicht genau kennen. Denn: Es wurde gerundet, ob ab- oder aufgerundet wurde, weiß außer dem Runder niemand.

Hinzu kommen die „Schwankungsbreiten“, die einmal für große Parteien 3% betragen, einmal 3,1% als Fehlertoleranz. Entsprechend schafft es die SPD nicht auf 21%, sondern auf einen Wert, der irgendwo zwischen 17,9% und 24,1% liegt. Dass die Mitte der Schwankungsbreite angegeben wird, ist eine Konvention, die man ebenso gut einhalten kann, wie man sie lassen kann. Letztlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus bei 17,9% endet, ebenso hoch, wie die Wahrscheinlichkeit, dass sie 21% oder 24,1% der abgegebenen Stimmen erhält. Aber diese statistischen Zusammenhänge sind Gift für Journalisten, die gerne eindeutige politische Aussagen machen wollen, z.B.: „Nur die SPD kommt über 20 Prozent“.

Diese Aussage ist mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit richtig wie sie falsch ist. Sie ist schlicht wertlos, wie ein Blick auf die Wertebereiche zeigt:

  • SPD: 17,9% bis 24,1%
    CDU: 15,9% bis 22,1%
    Grüne: 12,9% bis 19,1%
    Linke: 11,9% bis 18,1%
    AfD: 11,9% bis 18,1%

Theoretisch ist es möglich, dass alle fünf genannten Parteien bei 18% der Wählerstimmen enden. Das ist die Folge der „Schwankungsbreite“, von der im Kleingedruckten die Rede ist. Entsprechend ist die Wahlumfrage der ARD nur insofern nützlich, als sie es erlaubt, die Präferenzen derer zu beschreiben, die die Schwankungsbreite in ein politisches Statement umsetzen wollen, mit dem man vielleicht Wähler beeinflussen kann: „Nur die SPD kommt über 20%“ lautet das Statement, das die ARD gerne verbreiten will. Ob es sich dabei um versuchte Wahlhilfe für die Genossen in Berlin handelt, ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten kann.


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Neues aus der Anstalt: der ganz alltägliche Unsinn

Wir wollen unsere Leser mit drei Schlagzeilen, die wir über den Tag gesammelt haben, mit etwas Spaß in den Feierabend entlassen, mit einem Schlaglicht auf den Unsinn der täglich auf uns niederprasselt.

Hier unsere Hitliste des heutigen Tages:

Oh No!1. Hochqualifiziert – aber nicht ausgebildet, so betitelt die ARD in einem Anflug logischer Umnachtung einen Beitrag, in dem es um eine erste Studie der Bundesagentur für Arbeit zum Bildungsniveau der Flüchtlinge geht. Angeblich sind die Flüchtlinge schulgebildet und deshalb hochqualifiziert, wie die ARD formuliert, aber nicht ausgebildet, weil sie in der Mehrzahl über keine Berufsausbildung verfügen. Wir folgern: Wer eine Schulbildung und eine Berufsausbildung hat, der ist hyperqualifiziert, weil er ja schon nach der Schule hochqualifiziert war. Wenn die Sucht, Dinge gutzureden, mit Redakteuren durchgeht, kommt selten etwas Positives dabei heraus. Einigen wir uns also darauf, dass 46% der Asylbewerber mit Bleibeabsicht, die 2015 nach Deutschland gekommen und an der Befragung der Bundesanstalt für Arbeit teilgenommen haben, ein Abitur haben. Ob Sie deshalb hochgebildet sind, ist eine Frage, die man aufgrund der Annahme, dass auch ARD-Redakteure in der Mehrheit ein Abitur haben, nicht unumwunden bejahen kann.

scully facepalm2. „Gewerkschaften sind laut IW-Studie im Westen stärker organisiert, aber weniger weiblich“, so lässt die Rheinische Post mit einem Titel ihre Leser raten, was wohl die Vergleichsbasis ist, die der zweistellige Funktor stärker als eigentlich erwarten lässt. Aber als gut sozialisierte Deutsche wissen wir natürlich, dass der Westen immer mit dem Osten und nie dem Norden oder dem Süden verglichen wird und deshalb ist klar: Die Gewerkschaften im Osten, also in Ostdeutschland, nicht etwa in Russland, sind weiblicher als die im Westen, also in Westdeutschland nicht in Frankreich. Wie eine Gewerkschaft mehr oder weniger weiblich sein kann, ist ein Rätsel, dem wir uns mangels Interesse nicht widmen wollen. Wichtiger ist, dass Gewerkschaften es gerade noch auf eine Organisationsquote von 16% in Ost- wie Westdeutschland bringen. Wenn also demnächst ein Streik ins Haus steht, denken Sie daran, hier drangsalieren 16% der Beschäftigten einer Branche, die restlichen 84% der Branche und alle anderen.

Prof Facepalm3. Soziale Medien, so heißt es in der Überschrift des heutigen Highlights von der LMU in München, „soziale Medien sie steigern den Leistungsdruck“. Wer nun denkt, die Steigerung des Leistungsdrucks, natürlich am Arbeitsplatz, wo sonst?, sie sei der Tatsache geschuldet, dass man nicht gleichzeitig SMSen und arbeiten kann, der sieht sich getäuscht, denn der Leistungsdruck, so hat „Tanja Carstensen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie und Gender Studies der LMU“ herausgefunden, wie sie glaubt, er ist das Ergebnis von Freiheit. Denn: „Damit gehen neue Freiräume einher, zugleich gibt es aber eine Tendenz zur Selbstausbeutung“. Ja, so ist das: Wer nicht gezwungen ist, zu tun, was er tun muss, der muss überlegen, was er eigentlich tun will und das ist schlecht, jedenfalls dann, wenn man am Lehrstuhl für Soziologie und Gender Studies der LMU als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt ist. Der Zusatz Gender Studies ist wohl Erklärung genug für diesen Unsinn.

Das ist unsere Hitliste des Tagesunsinns. Wer noch etwas beitragen möchte, die Kommentarfunktion steht offen.

Manipulation live: ARD-Lügenpresse auf frischer Tat ertappt

Leider müssen wir den Begriff der Lügenpresse bemühen, denn die Tagesschau präsentiert heute wieder eine Falschmeldung, die man mit einer einfachen journalistischen Nachfrage hätte vermeiden können. Da die entsprechende Nachfrage, die man als Journalist der journalistischen Lauterkeit schuldig ist, offensichtlich nicht erfolgt ist oder die Antwort unterdrückt wird, kann man nur davon ausgehen, dass bei der ARD mit Absicht gelogen wird.

Luegenpresse ARD BSP.jpgDas führende britische Privatkundeninstitut Lloyds kündigt als Reaktion auf das Brexit-Votum weitere Sparmaßnahmen an: 3000 Mitarbeiter der Bank verlieren ihre Jobs, 200 Filialen sollen schließen.
Die britische Großbank Lloyds verschärft nach dem Brexit-Votum ihren Sparkurs. 3000 Jobs sollen zusätzlich wegfallen, weitere 200 Filialen geschlossen werden. Bisher hatte die Bank dieses Jahr angekündigt, die Belegschaft von insgesamt 75.000 Mitarbeitern um rund 4000 zu reduzieren.

Die Entscheidung, 3000 Mitarbeiter zu entlassen und 200 Filialen zu schließen, hat nichts mit dem BREXIT zu tun, wie die ARD ihre Leser glauben machen will. Es ist nicht die furchtbare wirtschaftliche Katastrophe, die man bei der ARD so gerne als Folge des BREXIT herbeibeten würde, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung des Unternehmens, die noch dazu lange vor der Abstimmung über den BREXIT getroffen wurden:

 

Da es unglaublich einfach war, die Falschmeldung als solche zu erkennen, einfach dadurch, dass man sich an Lloyds Bank wendet, z.B. über Twitter und den Account @AskLlyodsBank, kann man nur von Absicht, von versuchter Manipulation bei der ARD ausgehen.

Falschmeldungen wie diese zeigen, wie mit kleinen Nadelstichen, die man täglich streuen kann, suggeriert werden soll, dass der BREXIT für das Vereinigte Königreich furchtbare wirtschaftliche Folgen habe. Derartige Falschmeldungen dienen als Form der Generalprävention, um gar nicht erst den Gedanken aufkommen zu lassen, man könnte es den Briten gleichtun, und persönliche Freiheit vor die Europäische Union setzen. Lügen scheinen das Mittel der Wahl zu sein, um diese präventive Wirkung zu erreichen. Angesichts der Häufigkeit und Systematik, mit der sich Falschmeldungen in den öffentlich-rechtlichen Medien finden, muss sich niemand wundern, wenn die entsprechenden Medien als Lügenpresse bezeichnet werden. Faktisch sind sie es und die ausbleibenden Richtigstellungen der Medienvertreter wenn sie bei Falschmeldungen ertappt werden, sprechen dafür, dass die Bezeichnung „Lügenpresse“, von denen, die sich so gerne darüber aufregen, billigend in Kauf genommen wird.

 


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Nach ScienceFiles-Bericht: ARD zu Richtigstellung gezwungen

Vor einigen Tagen haben wir über eine Falschmeldung in der ARD berichtet. Im Zusammenhang mit einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ein Redakteur der ARD, der namentlich nicht genannt wurde, behauptet, die Studie zeige, dass 50% der Väter zahlungsunwillig seien und alleinerziehenden Müttern den Kindesunterhalt vorenthalten würden.

Diese Behauptung ist falsch, wie wir gezeigt haben, denn in der Bertelsmann-Studie wird eindeutig festgestellt:

“Leider gibt es keinerlei Ursachenforschung, warum der Kindesunterhalt bei so vielen Alleinerziehenden nicht ankommt. … Es besteht daher dringender Forschungsbedarf, warum in so vielen Fällen Unterhaltszahlungen nicht oder nicht vollständig geleistet werden (können) (21).“

ARD Schmierenjournalismus VaeterDie Ursachen dafür, dass bei manchen alleinerziehenden Müttern kein Unterhalt für das Kind/die Kinder ankommt, sie sind also unbekannt. Der Autor einer weiteren Studie, die in der Bertelsmann-Studie zitiert wird, geht davon aus, dass die Väter nicht zahlungsunwillig, sondern schlicht zahlungsunfähig sind, d.h.: Sie verdienen nicht genug, um Unterhaltszahlungen zu leisten.

Offensichtlich fand man es bei der ARD opportun, diese Tatsachen zu verheimlichen und statt dessen die alte Laier der bösen Männer anzustimmen, die nicht für ihre Kindlein bezahlen wollen. Die Gründe der Falschdarstellung sind entweder in mangelnder Qualifikation des entsprechenden Redakteurs zu suchen oder in seiner ideologischen Borniertheit, die ihn in allen deskriptiven Daten, die ihm nicht gefallen, eine Benachteiligung von Frauen wittern bzw. hinter allen deskriptiven Daten, die ihm nicht behagen, das Wirken böser weißer Männer sehen lässt.

Wie dem auch sei, ein Stammleser von ScienceFiles wollte sich die Falschdarstellung nicht gefallen lassen und hat Folgendes an die Zuständigen bei der ARD geschrieben und unseren Beitrag als Anhang beigefügt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen die Veröffentlichung der ARD vom 06.07.2016 Beschwerde ein. Die Schlagzeile in der ARD lautet: „Jeder zweite Vater zahlt nach Trennung nicht“
Die beiliegenden Ausführungen belegen, daß die in dieser Veröffentlichung gemachte Aussage „..Eine der wichtigsten Ursachen ist die Zahlungsunwilligkeit der ehemaligen Partner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung…“
nicht das Ergebnis dieser erwähnten Studie ist. Damit ist die Aussage als falsch anzusehen. Weshalb eine gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Einrichtung falsche Aussagen veröffentlicht, sei dahingestellt.

Da ich als Beitragszahler nicht als Unterstützer von Falschmeldungen oder ungenügender Arbeitsleistungen missbraucht werden möchte, bitte ich Sie, eine Rüge gegen die ARD auszusprechen und eine wahrheitsgemäße Gegendarstellung zu verlangen.

Über den Fortgang der Beschwerde bitte ich um Nachricht.
Mit freundlichen Grüssen“

Und siehe da, stillschweigend und ohne einen entsprechenden Hinweis auf den zwischenzeitlich alten und somit aus dem aktuellen Online-Angebot verschwundenen Beitrag, den man also nurmehr über die Suchfunktion findet, hat man bei der ARD den Beitrag richtig gestellt.

Damit die Richtigstellung, zu der sich die ARD aufgrund unseres Beitrages gezwungen gesehen hat, nicht in den unendlichen Weiten des Webs übersehen wird, geben wir sie an dieser Stelle wider:

ARD Richtigstellung VaeterAnmerkung der Red.: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es unter der Überschrift „Jeder zweite Vater zahlt nach Trennung nicht“, dass eine der wichtigsten Ursachen für die Armutsgefahr von Alleinerziehenden die Zahlungsunwilligkeit der ehemaligen Partner sei. Zu diesem Ergebnis sei eine Studie der Bertelsmann-Stiftung gekommen. Tatsächlich hält die Studie fest, dass bei der Hälfte der Alleinerziehenden der Unterhalt gar nicht ankommt, bei weiteren 25 Prozent nicht regelmäßig oder nicht in der Höhe des Mindestunterhalts. Gründe hierfür gibt die Studie allerdings nicht an. Dies[e] sei[en] nicht bekannt. Insofern ist die Schlussfolgerung, dass der Nicht-Erhalt des Unterhalts auf Zahlungsunwilligkeit zurückgehe, unzulässig. Wir bedauern diese Verkürzung und danken unseren Lesern für entsprechende Hinweise.


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ARD-Schmierenjournalismus: Die Erfindung der unterhaltsprellenden Väter

Die Schlagzeile in der ARD lautet: „Jeder zweite Vater zahlt nach Trennung nicht

Weiter heißt es:

ARD Schmierenjournalismus Vaeter“ Alleinerziehende und ihre Kinder sind von Armut bedroht – diesen Zustand kritisieren Sozialpolitiker seit langem. Eine der wichtigsten Ursachen ist die Zahlungsunwilligkeit der ehemaligen Partner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Demnach bekommt die Hälfte der Alleinerziehenden überhaupt keinen Unterhalt vom Ex-Partner für ihre Kinder, ergab die Studie.

Der Beitrag aus der Reihe, Männer sind böse und Frauen, die zum Kind gekommen sind, wie die Jungfrau Maria, die armen Opfer, die nun alleinerziehend in Armut leben, obwohl selbst das Bundesverfassungsgericht eine volle Berufstätigkeit für zumutbar hält, hat also die eindeutigen Schuldigen ausgemacht: Die bösen Väter, die zeugen und sich vom Acker machen, ohne zu zahlen. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung, sie hat es gezeigt.

Hat sie wirklich?

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung bezieht sich mit ihren Zahlen wiederum auf eine Studie aus dem Jahre 2014, die Bastian Hartmann auf Grundlage der Daten des SOEP erstellt hat. Er kommt zu dem folgenden Ergebnis:

“Der Vergleich der Unterhaltsanspruche mit den tatsächlichen Zahlungen offenbart einen hohen Anteil von Mangelfällen. Etwa die Hälfte aller alleinerziehenden Frauen bekommt keinen Unterhalt für die Kinder. Von den Unterhaltszahlungen, die beobachtet werden können, genügt wiederum nur etwa die Hälfte, um den Mindestanspruch zu decken. Alleinerziehende haben die Möglichkeit die Ansprüche gerichtlich einzufordern. Aus den hier verwendeten Daten geht nicht hervor, ob dies geschehen ist und in welcher Höhe der Unterhalt gerichtlich festgesetzt wurde, es bleibt lediglich festzustellen, dass er nur in den wenigsten Fällen bedarfsdeckend ist. Über die Gründe der Zahlungsausfälle kann hier nur spekuliert werden. So könnte der große Anteil ungedeckter Ansprüche an den Regularien durch die Düsseldorfer Tabelle und an der Rechtsprechung liegen. Mit anderen Worten könnten die tatsächlich geleisteten Unterhaltszahlungen etwa durch Absenkung des Selbstbehaltes erhöht werden. Wenn das Einkommen einer unterhaltspflichtigen Person weniger vor Zugriffen geschützt wird, führt dies zwangsläufig zu höheren Zahlungen. Der Erfolg einer solchen Maßnahme ist aber mehr als ungewiss. Letztlich sind Selbstbehalt und Kindesunterhalt nur zwei Seiten einer Medaille. Würde der Selbstbehalt gesenkt, würde dies zwar zu mehr Zahlungen an die Kinder führen, gleichzeitig würden aber auf Seiten der pflichtigen Person finanzielle Engpässe entstehen. Die Unterstützungsbedürftigkeit würde nur von den Berechtigten zum Pflichtigen verlagert – jedoch nicht behoben“ (14).

Es gibt für Hartmann somit KEINERLEI Anhaltspunkte dafür, dass Väter zahlungsunwillig sind, wie die ARD das behauptet. Vielmehr sagt Hartmann, dass die Ursachen dafür, warum kein Unterhalt gezahlt wird, vollkommen unbekannt sind, dass er jedoch vermutet, dass die Väter zu wenig verdienen, um Unterhalt leisten zu können. Seine Diskussion einer Absenkung des Selbstbehalts nach der Düsseldorfer Tabelle macht dies sehr deutlich.

Also zurück zur Studie der Bertelsmann-Stiftung, die die angebliche Zahlungsunwilligkeit der Väter belegt. Die Autoren, die nach der Behauptung der ARD die Zahlungsunwilligkeit der Väter belegt haben, haben diese nicht nur nicht belegt, sie schreiben etwas gänzlich anderes als das, was in der ARD behauptet wird:

“Leider gibt es keinerlei Ursachenforschung, warum der Kindesunterhalt bei so vielen Alleinerziehenden nicht ankommt. … Es besteht daher dringender Forschungsbedarf, warum in so vielen Fällen Unterhaltszahlungen nicht oder nicht vollständig geleistet werden (können) (21).“

Die Forschung können wir uns sparen, denn bei der ARD bildet man sich das Ergebnis bereits ein: unterhaltsprellende Väter sind der Grund.

So lange an Beiträgen der ARD namentlich nicht genannte Autoren sitzen, die eben einmal ihrer fiesen Phantasie freien Lauf lassen und dann behaupten, andere hätten diese Phantasie belegt, müssen sich öffentlich-rechtliche Medien nicht wundern, wenn sie als Lügenpresse bezeichnet werden. Aber vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Männerrechtler, der die (absichtlich?) falsche Berichterstattung aufgreift und vor den Programmrat der ARD bringt.


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„Sieg der EU-Hasser“ und kein Respekt vor Wählern

Was ist geschehen?

Eine Mehrheit der Holländer hat in einem Referendum gegen die Ratifizierung des Assoziierungsabkommens mit der Ukraine, das enge politische Zusammenarbeit und die Einrichtung einer Freihandelszone vorsieht, gestimmt.

Ein solches Referendum ist ein Mittel direkter Demokratie: Wähler werden um ihre Meinung gefragt und geben sie: 61,1% der 32% der wahlberechtigten Niederländer, die am Referendum teilgenommen haben, haben nein gesagt, das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine abgelehnt.

Ein demokratisches Votum, das man zu respektieren hat, jedenfalls dann, wenn man in der Lage ist, Wählern und ihren Entscheidungen Respekt und Achtung entgegenzubringen. Das hat man früher den demokratischen Konsens genannt: Wann immer jemand bei einer Abstimmung auf der Seite der Verlierer gelandet ist, hat der demokratische Konsens von ihm verlangt, sich dem Mehrheitsvotum in diesem Fall zu beugen und die Entscheidung mitzutragen.

Das war früher. Heute gibt es welche, die denken von sich, sie seien Demokraten, die vorgeben, die Demokratie verteidigen zu wollen und dabei die Grundwerte, auf denen eine Demokratie fußt, mit beiden Händen aus dem Fenster werfen.

Kai Küstner vom ARD-Studio in Brüssel zum Beispiel. Er ist einer, der die Grundlagen der Demokratie nicht verstanden hat. Entsprechend sind Abstimmungen, deren Ergebnis ihm nicht passen, nichts, das er wie ein Erwachsener hinnimmt, nichts, das er wie ein Demokrat goutiert und vor allem respektiert, nein, sie sind etwas, gegen das er mit beiden Füßen aufstampft, wie ein unerzogenes Kind, das noch nicht gelernt hat, wie man sich unter Erwachsenen benimmt.

Sieg der EU Hasser.jpgEin Sieg der „EU-Hasser“ sei das Ergebnis des Referendums in den Niederlanden. Der Nationalismus, jenes „hässliche Phänomen“ droht, „Europa aktuell zu verbrennen“. Und warum: Weil die Europäer, die Niederländer in diesem Fall, so dumm sind, dass sie den „Donald Trumps Europas … auf den Leim gehen“, jenen europäischen Donald Trumps „die nichts anderes sind [als] nationalistische Populisten“.

Kai Küster, von dem man sich fragen muss, ob er noch zumutbar ist – immerhin gibt es Strafanzeigen gegen das ZDF und eine ermittelnde Staatsanwaltschaft, weil einer der dort beschäftigten Moderatoren den türkischen Premierminister Erdogan beleidigt haben soll. Wie verfolgenswert ist dann die generelle Beleidigung aller niederländischen Falschwähler als Deppen, die den europäischen Donald Trumps auf den Leim gehen?

Aber man kann Staatsanwälten nun wirklich nicht jeden Unsinn zur Ermittlung aufzwingen, entsprechend gestatten wir ihnen vorab, die Ermittlungen gegen Küstner nach § 154f StPO einzustellen, wegen Gründen, kognitiven Gründen, die in der Person des Angeklagten liegen.

Denn: wie so oft, wenn sich Journalisten öffentlich echauffieren, offenbaren sie persönliche Abgründe, die man lieber nicht gesehen hätten. Kai Küstner z.B. denkt von sich, er sei überlegen, viel intelligenter als die 61,1% von 32% wahlberechtigten Niederländer, die den „Donald Trumps Europas auf den Leim gehen“. Könnte Kai Küstner den Donald Trumps Europas auf den Leim gehen? Natürlich nicht. Dafür ist er nach eigener Einbildung zu intelligent.

Es ist ein offenes Geheimnis in der sozialpsychologischen Forschung, dass erfolgreiches Lernen die Überzeugung voraussetzt, etwas lernen zu können. Diese Überzeugung wiederum setzt die Kenntnis eigener Wissenslücken voraus. Nun haben wir schon vor einiger Zeit einen Beitrag dazu veröffentlicht, dass Inkompetente nicht lernen, weil sie inkompetent sind und deshalb nicht wissen, was sie alles nicht wissen, weshalb sie nicht lernen und inkompetent bleiben. Lernen setzt Zweifel an sich selbst voraus, was es wiederum unmöglich macht, anderen pauschal und quasi als Antwort auf die – wie Küster schreibt – „einfachen Antworten“ der Donald Trumps aus Europa die eigene einfache Antwort entgegen zu setzen, dass die dummen holländischen Wähler, 61,1% von 32% den Verführungskünsten der Donald Trumps Europas auf den Leim gegangen sind. Derart „einfache Antworten“, die ausschließen, dass unter den 61,1% von 32% Wahlberechtigten auch ein Wähler ist, der den Donald Trumps nicht auf den Leim gegangen ist, sondern eigene Gründe für seine Wahlentscheidung hat, würde ein kompetenter und intelligenter Kommentator natürlich nicht geben.

Das ist die Misere der Inkompetenz.

Diesem Teil der Persönlichkeit von Kai Küstner, der Teil, der seinen Selbstwert daraus gewinnt, sich auf der vermeintlich richtigen Seite zu verorten und auf die Deppen auf der falschen Seite, die Leimgeher, herunterzusehen, ihm steht der leidende Teil der Persönlichkeit gegenüber, in schöner Schizophrenie, jener Leidensteil, der es nicht verwinden kann, dass man abermals nicht auf der Seite der Mehrheit (also der 61,1% von 32%) steht und die Mehrheit auch dieses Mal nicht nur falsch abgestimmt, sondern über auch noch das Falsche abgestimmt hat: Nicht das gute Freihandelsabkommen mit der Ukraine muss Gegenstand eines Referendums sein, sondern das böse Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP), so erklärt Küstner in voller Überzeugung seiner einfachen Wahrheit.

Das Weltbild des Herrn Küstner, der doch die einfachen Wahrheiten verabscheut, es könnte nicht einfacher sein. Es gibt die Bösen, das sind die Donald Trumps in Europa und den USA und die Putins in Russland. Es gibt die Guten, die sind bei der EU zu finden und Kai Küstner natürlich, Kai Küstner ist ein Guter, und weil sie gut sind, werden sie gehasst, von den Bösen, den Donald Trumps in Europa und den USA und den Putins in Russland, und es gibt die Unterintelligent, deren mindere Intelligenz besteht darin, dass sie den Falschen „auf den Leim gehen“, nämlich den Bösen und nicht den Guten. Zu dumm. Halt, wir haben noch eines Vergessen: Die Guten, denen niemand auf den Leim gehen will, das sind die Demokraten, die guten Demokraten, diejenigen, die es furchtbar finden und nicht respektieren können, wenn andere anders wählen als sie es für richtig halten.

Das Beste wird es sein, die Guten machen ihr eigenes totalitäres Ding, fragen die Unterintelligenten nicht mehr, was sie davon halten, verordnen ihnen vielmehr Zustimmung und schicken die Bösen in ein Lager, damit sie weggesperrt sind und ihnen die Unterintelligenten nicht mehr auf den Leim gehen können.

Hat Deutschland Kai Küstner verdient?

Nein. Niemand hat Kai Küstner verdient.

 

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ARD-Deutschlandtrend: Freies Lügen für mehr Bürgerüberwachung

Es vergeht kein Tag mehr, an dem wir nicht einen Beitrag darüber schreiben könnten, wie Medien, Parteien, Funktionäre und Unternehmen versuchen mit Hilfe angeblicher repräsentativer Umfragen Meinung zu machen, zu beeinflussen oder schlicht Geheimdiensten dienlich zu sein.

Das neueste Beispiel kommt von der ARD und liest sich wie folgt:

„Eine breite Mehrheit der Deutschen wünscht sich nach den Anschlägen von Brüssel langfristig verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und in Bahnhöfen. Auch, wenn damit höhere Kosten und Zeitverzögerungen einhergehen.“

Die breite Mehrheit der Deutschen umfasst 500 Befragte, die das Pech hatten von Infratest dimap angerufen zu werden. Die 500 Befragten sind mit Sicherheit eines nicht: eine für die deutsche Bevölkerung repräsentative Stichprobe, und sie können somit nicht als „Mehrheit der Deutschen“ herhalten.

Offensichtlich wünscht sich der Redakteur der ARD, der für den unsäglichen Beitrag verantwortlich ist, eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen, also eine Einschränkung bürgerlicher Freiheit. Warum er sich das wünschen sollte? Vielleicht wird sein Gehalt zum Teil vom Geheimdienst finanziert, vielleicht erhält er ein Zubrot von Wachunternehmen, vielleicht ist er einfach nur ein Angsthase, der die phantasierte geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem Terroranschlag zu Tode zu kommen zum Anlass nimmt, seine Angst anderen in die Schuhe zu schieben, vielleicht ist er ein Sicherheitsfetischist, dessen Haustür mit zehn Schlössern und acht Ketten gesichert ist (obwohl die meisten Einbrecher durch Fenster einsteigen). Wer weiß es. Artikel, wie der zum Deutschlandtrend in der ARD sind eines der Mysterien, mit denen sich die Sozialforschung seit Jahrzehnten herumschlägt.

Was haben Denunzianten davon, andere zu denunzieren? Was hatten Deutsche im Dritten Reich davon andere Deutsche bei der Gestapo anzuschwärzen? Was haben Deutsche davon, andere Deutsche auf Facebook zu stalken oder ihre Likes zu sammeln und dann, wenn sie eines finden, das z.B. bei der NPD verteilt wurde, die entsprechenden Personen bei deren Arbeitgeber anzuschwärzen?

Die normalen Antworten: einen Vorteil, einen finanziellen oder sonstigen Nutzen, sie scheinen da zu versagen, wo der Nutzen ein psychologischer ist, ein psychologischer Gewinn durch Schadenfreude, Niedertracht oder Gemeinheit.

ARD Sicherheit nach Bruessel

Keine Spur von Bahnhöfen, Flughäfen oder Wartezeiten!

Wie dem auch sei, was den Redakteur bei der ARD dazu getrieben hat, 500 Befragte eben einmal zu benutzen, um der Mehrheit der Deutschen zu unterstellen, sie sei für „verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen“, wir werden es wohl nie erfahren. Deshalb ist es umso wichtiger, darauf hinzuweisen, dass die angebliche Mehrheit der Deutschen aus maximal 385 Befragten besteht und dass diese 385 Befragten nicht erkennbar gefragt wurden, ob sie verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen befürworten, sondern offensichtlich nur, ob sie generell wollen, dass die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland nach den Anschlägen in Brüssel verstärkt werden. Alles, was darüber hinaus geht, ist dann wohl der Phantasie des Redakteurs der ARD entsprungen.

Offensichtlich werden die Nachrichten bei der ARD phantasiert.

Wir haben vor zwei Tagen vorhergesagt, dass es nicht lange dauern wird, bis Terrorismus-Profiteure auf den Plan treten und Sicherheitsmaßnahmen, natürlich zum Schutz der Bürger, nicht zur Überwachung, verschärfen wollen. Die ARD, staatsdienlich wie eh und je, hat schnell reagiert und Infratest dimap in die Spur gesetzt, damit auch die Gunst der Stunde genutzt werden kann, die darin besteht, dass der Eindruck von den Anschlägen noch frisch ist und die Zahl derer noch groß, die amorphe Verschärfungen von Sicherheitsmaßnahmen befürworten, in der Hoffnung, sie könnten ein Risiko, das sowieso schon geringer ist, als das Risiko, in der eigenen Badewanne zu ertrinken, gegen die selbe Unsicherheit eintauschen, die sie vor der Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen hatten. Denn die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen dient nicht dazu, das Risiko, Opfer eines Terroranschlages für Individuen zu reduzieren. Dieses Risiko ist bereits so gering, dass man es mit menschlichen Eingriffen nicht mehr reduzieren kann. Die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen dient der Sicherheitsbranche, den Geheimdiensten und all denen, die mit der Überwachung der Bürger beschäftigt sind und das ist es dann, worum es wirklich geht: Die Überwachung der Bürger.

Offensichtlich ist man bei der ARD der Meinung, man müsse mit falschen Behauptungen und Lügen, die auf 385 Befragte zurückgreifen, dazu beitragen, dass die Überwachung der Bürger intensiviert wird.

Es wird Zeit öffentlich-rechtliche Anstalten, deren Bildungsauftrag zu einem Manipulationsauftrag verkommen zu sein scheint, aufzulösen.

 

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