Über den Wucher, den die notleidenden Verlage mit wissenschaftlichen Texten betreiben, wollten wir schon immer einen kleinen Post schreiben. Und gerade ärgern wir uns wieder einmal über Springer, den deutschen Verlagswucherer, dessen Internet-Angebot so benutzerfeindlich ist.
Wir haben uns schon in der Vergangenheit über den Wissenschafts-Wucherer Springer-Verlag geärgert, aber heute hat der Verlag den Vogel abgeschossen, und zwar damit:
35,94 britische Pfund, rund 42 Euro verlangt der Springer-Verlag für einen Text von fünf läppischen Seiten und einen Text zweifelhafter Qualität, denn Texte aus dem Bereich „Controlling“ sind schon deshalb zweifelhaft, weil die Leerformeln im Text und die Nominalkonstruktionen sehr viel Platz einnehmen.
Zum Wuchertext gibt es keinerlei Information, keinerlei Abstract, nichts, was einem die Katze im Sack zumindest im Hinblick auf die Farbe des Fells bekannt machen könnte. Kurz: Wissenschaftswucher, bei dem der Anbieter versucht, eine Marktposition auszunutzen, die Nachfrage nach seinem Angebot unelastisch und ihn selbst zum Monopolisten macht.
Und das ausgerechnet bei Texten aus der Betriebswirtschaftslehre und aus dem Controlling, in dem sinnentleerte Formulierungen wie „ergebniszielorientiert“ die Regel und nicht etwa die Ausnahme sind.
[Übrigens, für alle Studenten, die meinen, man müsste den Text unbedingt kaufen, damit man ihn zitieren kann: Im Controlling wie in weiten Teilen der BWL gilt: Kennst Du einen, Kennst Du alle. Man muss den Text also nicht lesen, um eine ungefähre Vorstellung von dem Geschwall zu haben, das sich darin findet. Vermeintlich wissenschaftliche Texte, die Fragen in der Überschrift führen, muss man generell nicht lesen.]
Gibt es wirklich jemanden, der bereit ist, für fünf Seiten, auf denen sich die Autoren selbst fragen und selbst Antworten geben, 42 Euro zu bezahlen?
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Studenten erhalten doch in der Regel kostenlos Zugang zu wissenschaftlichen Texten von daher frage ich mich was sie aussagen wollen. Für alle die überlegen sich die Arbeit zu kaufen: der sciencefiles autor hat Unrecht. Es sind 5 Seiten. Jedoch davon eine Literatur, 1/3 seite bilder der Autoren und 1/3 Seite Werbung. Bleiben ganze 3 1/3 Seiten geballtes Wissen:D
Naja, wahrscheinlich sind die Jungs vom Verlag, die roten Zahlen im Hinterkopf, letztens mal an der European Business School in Oestrich-Winkel vorbeigefahren und haben gesehen, mit welchen Autos die Studenten (alle BWLer) da vorfahren.
(Als Tipp: Die Dozenten parken ihre Schüssel verschämt um die Ecke)
Da kann man schonmal auf solche Gedanken kommen, wenn man weiß, daß diese Studenten diese Texte abrufen müssen.
Na, da sage noch einer, wir hätten keine Inflation.
Habe mir das eben mal genauer auf destatis angeschaut. Auch, wenn man dort ins Detail geht, findet man keine Preissprünge. Der Index für Bücher lag im Januar 2016 bei 106. Bis November 2016 stieg er um wahnsinnige 0,1 Punkte . (Darf man bei 0,1 überhaupt die Mehrzahl verwenden?) Natürlich ist das controlling Pamphlet ein unkontrollierter Ausreisser. (Aber der Statistik traue ich auch nicht)
Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )
Pssst. Nicht so laut – sonst kommen andere Qualitätsmedien noch auf die Idee, dieses glänzende Modell zu kopieren. Die „GBP 35,94“ sind fast vollständig Gewinn: Springer-Autoren betreiben Gesichtspflege und liefern umsonst, das Lektorat sitzt in Indien und die Finanzinvestoren EQT und GIC sahnen gegen den Trend prächtig ab.
Meines Wissens brauch kein Student für Derartiges Geld ausgeben, als dass über VPN’s Zugang zu den Portalen besteht.
Ein Controlling-Prof, der solch einen Artikel empfiehlt, ist meiner persönlichen Erfahrung nach (6 Jahre in BWL Bachelor und Finance/ReWe/Statistic Master) auch in Gender-Fragen und „Nachhaltigen Wirtschaften“ unterwegs.
Nein – das ist kein WItz, sondern gelebte Wirklichkeit. Wenn der Prof. viel Wert darauf legt, die „StudentINNEN und Studenten“ zu begrüßen, und das auch sonst durchzieht, ist das der Warnschuss zum Wegrennen… denn es handelt sich um jemanden, der nie etwas in seinem Leben geleistet hat (Berufsakademiker) und lediglich Trends wahrnimmt, um seine Konformität zum (kaputten) System audrücken möchte.
Ja ja – wenn man seinem Prof sagen möchte, er sei der Inbegriff eines Parasiten, es aber dennoch nicht tut. Ich trage Mitschuld!
„Vermeintlich wissenschaftliche Texte, die Fragen in der Überschrift führen, muss man generell nicht lesen.“
Da muß ich jetzt einfachmal gegen den Stachel löcken: Mark Kac: Can One Hear The Shape of a Drum?, American Mathematical Monthly (1966). Zweimal ausgezeichnet. Konnte erst in den 90igern beantwortet werden: Nein, kann man nicht.
Mir gefallen (gute und spannende) Fragen als Titel eines papers sehr.
Wenn die Frage erst 30 Jahre später beantwortet wurde dann ist damit die Aussage dieses Artikels bestätigt. Das löcken wider den Stachel hilft dann auch nichts.
Wir sehen, dass du dich in folgendem Land befindest: Vereinigtes Königreich. Wir haben unsere Preise entsprechend auf Pfund Sterling aktualisiert, um dir ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Stattdessen Euro verwenden.Ausblenden
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
Show Comments[…] https://sciencefiles.org/2016/12/29/wissenschafts-verlags-wucherer/ […]
Na ja, wer für Bertelsmann, Springer oder Augstein(SPON)-Dreck noch Geld bezahlt, hätte es besser bei albanischen Hütchenspielern verzockt.
So weit ich weis, hat dieser Springer Verlag nichts mit dem „Bild-Welt-Springer-Verlag zu tun.
Korrekt!
Studenten erhalten doch in der Regel kostenlos Zugang zu wissenschaftlichen Texten von daher frage ich mich was sie aussagen wollen. Für alle die überlegen sich die Arbeit zu kaufen: der sciencefiles autor hat Unrecht. Es sind 5 Seiten. Jedoch davon eine Literatur, 1/3 seite bilder der Autoren und 1/3 Seite Werbung. Bleiben ganze 3 1/3 Seiten geballtes Wissen:D
Zum Unterschied von der GEZ muß das niemand kaufen.
Die Vorzüge der Privatwirtschaft.
Naja, wahrscheinlich sind die Jungs vom Verlag, die roten Zahlen im Hinterkopf, letztens mal an der European Business School in Oestrich-Winkel vorbeigefahren und haben gesehen, mit welchen Autos die Studenten (alle BWLer) da vorfahren.
(Als Tipp: Die Dozenten parken ihre Schüssel verschämt um die Ecke)
Da kann man schonmal auf solche Gedanken kommen, wenn man weiß, daß diese Studenten diese Texte abrufen müssen.
Na, da sage noch einer, wir hätten keine Inflation.
Habe mir das eben mal genauer auf destatis angeschaut. Auch, wenn man dort ins Detail geht, findet man keine Preissprünge. Der Index für Bücher lag im Januar 2016 bei 106. Bis November 2016 stieg er um wahnsinnige 0,1 Punkte . (Darf man bei 0,1 überhaupt die Mehrzahl verwenden?) Natürlich ist das controlling Pamphlet ein unkontrollierter Ausreisser. (Aber der Statistik traue ich auch nicht)
Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )
Pssst. Nicht so laut – sonst kommen andere Qualitätsmedien noch auf die Idee, dieses glänzende Modell zu kopieren. Die „GBP 35,94“ sind fast vollständig Gewinn: Springer-Autoren betreiben Gesichtspflege und liefern umsonst, das Lektorat sitzt in Indien und die Finanzinvestoren EQT und GIC sahnen gegen den Trend prächtig ab.
Meines Wissens brauch kein Student für Derartiges Geld ausgeben, als dass über VPN’s Zugang zu den Portalen besteht.
Ein Controlling-Prof, der solch einen Artikel empfiehlt, ist meiner persönlichen Erfahrung nach (6 Jahre in BWL Bachelor und Finance/ReWe/Statistic Master) auch in Gender-Fragen und „Nachhaltigen Wirtschaften“ unterwegs.
Nein – das ist kein WItz, sondern gelebte Wirklichkeit. Wenn der Prof. viel Wert darauf legt, die „StudentINNEN und Studenten“ zu begrüßen, und das auch sonst durchzieht, ist das der Warnschuss zum Wegrennen… denn es handelt sich um jemanden, der nie etwas in seinem Leben geleistet hat (Berufsakademiker) und lediglich Trends wahrnimmt, um seine Konformität zum (kaputten) System audrücken möchte.
Ja ja – wenn man seinem Prof sagen möchte, er sei der Inbegriff eines Parasiten, es aber dennoch nicht tut. Ich trage Mitschuld!
„Vermeintlich wissenschaftliche Texte, die Fragen in der Überschrift führen, muss man generell nicht lesen.“
Da muß ich jetzt einfachmal gegen den Stachel löcken: Mark Kac: Can One Hear The Shape of a Drum?, American Mathematical Monthly (1966). Zweimal ausgezeichnet. Konnte erst in den 90igern beantwortet werden: Nein, kann man nicht.
Mir gefallen (gute und spannende) Fragen als Titel eines papers sehr.
Wenn die Frage erst 30 Jahre später beantwortet wurde dann ist damit die Aussage dieses Artikels bestätigt. Das löcken wider den Stachel hilft dann auch nichts.