SPD-Populismus: Und plötzlich ist eine Atombombe explodiert!

Angeblich sind es die Rechten, die populistisch sind, die einfache Antworten auf komplizierte Fragen und Probleme geben. Das behaupten Sozialdemokraten besonders gerne. Und die heutigen Sozialdemokraten, die weder in Statur noch in intellektueller Ausstrahlung und schon gar nicht im Hinblick auf Redlichkeit, einem Herbert Wehner oder einem Helmut Schmidt auch nur ein Glas Wasser reichen können, sie sind es, die am meisten Populismus unter denen, die sie offensichtlich für dumm halten, dummer als sie selbst es sind (als wäre das noch eine nennenswerte Anzahl), verbreiten.

Populismus wie diesen:

Wir müssen einmal mit James Bartholomew über sein Konzept des virtue signalling sprechen, also den Versuch, sich selbst unter Objektivierung anderer als gut zu inszenieren. Uns scheint, Boshaftigkeit und Dummheit, sind unverzichtbare Determinanten, die den Versuch von virtue signalling erst ermöglichen.

Da ist also vor 72 Jahren in Hiroshima eine Bombe explodiert.
Einfach so.
Ohne historische Einbindung und ohne Sinn und Zweck.
Böse Bombenbauer haben gute Menschen in Hiroshima einfach weggebombt.
Es gab keinen Krieg.
Keinen Krieg, den man mit der ersten Atombombe abkürzen wollte, keinen Krieg der täglich Opfer im vierstelligen Bereich gefordert hat?
Es gab keine umfangreiche Diskussion darüber, ob man die Atombombe bauen solle und ob, wenn man sie bauen sollte, die Atombombe auch eingesetzt werden sollte?
Die Angst vor der Nazi-Atombombe war nicht der Anlass dafür, Los Alamos ins Leben zu rufen und mehrere Hundert Wissenschaftler gemeinsam für Jahre zu kasernieren und die Atombombe entwickeln zu lassen?

Nein.
Für die SPD ist alles ganz einfach.
Böse Menschen werfen Bomben auf gute Menschen.
Und das darf sich natürlich nicht wiederholen.

Man weiß nicht, was ärgerlicher ist, die Paternalisierung durch Sozialdemopathen oder die Idiotie hinter der Feststellung: Das dürfe sich nicht wiederholen.

Wer dafür ist, dass es sich wiederholt, der hebe die Hand.
Wer genug hat, von politischen Blindgängern, die in ihrem Populismusrausch jeden noch so tragischen Anlass dazu missbrauchen, sich zu inszenieren, der mache sein Kreuz im September woanders.

Wer sich für die Hintergründe der Entwicklung der Atombombe und die zum Teil heftigen Diskussionen vor und nach dem Einsatz der ersten Atombombe in Hiroshima interessiert, dem sei der  Dokumentar-Spielfilm über J. Robert Oppenheimer empfohlen.

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3 Responses to SPD-Populismus: Und plötzlich ist eine Atombombe explodiert!

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  2. hgb says:

    Das “Nie wieder” der SPD ist jetzt bereits obsolet: Es fiel bereits eine zweite Atombombe. Auf Nagasaki.

    Weitere liegen bereit, z.B. in Ramstein. Aber Kernkraftwerke sind ja viel gefährlicher.

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