„Die Resonanztheorie Hartmut Rosas wird nicht nur unter Soziolog_innen breit diskutiert. In den vergangenen Monaten hat sie u.a. durch die Kritik am „Trend“ der Achtsamkeit massenmedial Aufmerksamkeit erregt (Rosa 2016b, 2016c). Nach Rosa stelle Achtsamkeitstraining vor allem eine „Psychotechnik“ dar, die eine Verengung auf die Gegenwart und das Individuum bedinge und dieses wesentlich zu sozialem und politischem „Desengagement“ führe (ebd. 2016a: 715; 2016c). Obschon Rosa „Teilberührungen“ zwischen beiden Konzepten vermutet (2016c), versucht er gleichzeitig Achtsamkeit als einen Kontrastfall der Resonanz zu konstruieren und damit in die Nähe eines Entfremdungsverhältnisses zu rücken. Aus Sicht der psychologischen Achtsamkeitsforschung gab es zu dieser Kritik bereits Widerspruch (Schmidt 2016). Von einem differenzierteren Verständnis der Achtsamkeitspraxis her betrachtet ist klar, dass Rosa in seiner Kritik einen einseitigen Achtsamkeitsbegriff zugrunde legt und sich an einem Klischee abarbeitet.
Dies ist umso erstaunlicher, da Hartmut Rosas Resonanztheorie mitunter wesentlich von Erich Fromm beeinflusst ist (Rosa 2016a: 523ff.), einem sozialphilosophischen Urgestein, das sich nicht nur kritisch mit modernen Entfremdungsverhältnissen auseinandersetzte, sondern sich auch praktisch der Achtsamkeit widmete. Die Achtsamkeitspraxis hat Fromm „[a]llem Anschein nach“ von Siegmund Feniger alias „Nyanaponika“ übernommen (Lévy 2002: 84), einem deutsch-jüdischen Emigranten, der 1936 nach Sri Lanka ausgewandert war, um buddhistischer Mönch zu werden. Seit den 1960ern und -70ern zählen Nyanaponikas Übersetzungen der Achtsamkeit zu den einflussreichsten Schriften im deutsch- und englischsprachigen Raum und prägten nicht nur die moderne Achtsamkeitspraxis, sondern auch den mit dieser verbundenen gegenwärtigen Achtsamkeitsdiskurs maßgeblich.
Resonanz bedeutet für Rosa „eine Form der Weltbeziehung, in der sich Selbst und Welt gegenseitig berühren und zugleich transformieren.“ (ebd. 2016a: 298) Transformation ist nach Rosa – hier bezieht er sich auf Martin Buber – der Kern einer Resonanzerfahrung. Eine gelungene Resonanzerfahrung sei außerdem intrinsisch motiviert, ziele nicht auf etwas außer ihrer selbst, so Rosa. Dieser „Beziehungsmodus“ stellt für ihn „das ›Andere‹“ der „Entfremdung“ dar, die als eine nicht-responsive „Beziehung der Beziehungslosigkeit (Rahel Jaeggi) (…) kalt, starr, abweisend“ erscheint (ebd.: 316). Usw. Usw. Usw. verfasst von Alan Schink“
Viele Worte um zu sagen, dass es einen gibt, der meint, wenn man Achtsam sich selbst gegenüber ist, dann führe dies notwendig dazu, dass man für den Unfug, der aus Fernsehern sendet oder aus der Umwelt ins eigene Leben einzudringen droht, weniger Aufmerksamkeit hat. Texte wie dieser, in deren Verlauf der Autor mehr darum bemüht ist, seine Belesenheit und seine Fähigkeit, einfache Sachverhalte in so viele Nominalkonstruktionen zu verpacken, dass man hinterher fast den Eindruck hat, er hätte etwas gesagt, sind eine Ursache dafür, warum Sozialwissenschaftler in Deutschland im Ruf stehen, viel zu sprechen und zu schreiben, aber ganz wenig zu sagen zu haben.
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Aufmerksamkeitsmeditationen werden im Buddhismus seit eh und je angewandt und funktionieren auch schon sehr lange. Jedoch stellt der Buddhismus immer eine sinnvolle Beschäftigung in den Mittelpunkt dieser Übungen. Wie zum Beispiel Gartenarbeit.
Wieviel sinnvolles hätte getan werden in der Zeit, in der der Autor diesen Text verfasste und sich in die Lage versetzte soweit zu kommen, dass er diesen Text verfassen konnte?
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[…] https://sciencefiles.org/2017/10/02/was-warum-sozialwissenschaftler-so-viel-schreiben-und-so-wenig-z… […]
Der Text scheint mir mehr eine Übung in Achtsamkeit zu sein, und zwar hart an der Schmerzgrenze.
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