Die Instrumentalisierung der nächste/n Generation/en

Seien Sie nachhaltig. Achten Sie auf die Natur. Übergeben Sie den Planeten so an die nächste Generation, wie sie ihn vorgefunden haben. Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, nicht Diesel. Verbrauchen Sie keinen Atom-, sondern nur Strom aus regenerativen Energiequellen. Verzichten Sie auf Konsum. Kaufen Sie keine Plastikflaschen. Verringern Sie ihren Carbon-Footprint. Wir sind es der nächsten Generation schuldig.

Die nächste Generation oder die nächsten Generationen ist/sind das Alibi, das verwendet wird, um heute lebenden Menschen die Freiheit zu beschränken, vor allem Linke sind hier die Vorreiter, z.B. die Grünen, deren Phantasie dann, wenn es darum geht, neue Steuern zu erfinden, um den heute Lebenden das Leben zu vermiesen, keine Grenzen kennt.

Einerseits ist die nächste Generation also der Vorwand, um heute lebenden Menschen Kosten aufzubürden, ihre Lebenschancen zu beschneiden und sie zukünftigen Generationen gegenüber schlechter zu stellen. Andererseits gibt es neuerdings Leute, die argumentieren, dass zukünftige/n Generation/en durch die heute lebenden Schuldenbuckel Kosten aufgebürdet werden, die deren Lebenschancen beschneiden und sie heute lebenden Menschen gegenüber schlechter stellen:

„Staatsverschuldung ist ein beliebtes Mittel häufig kurzfristig orientierter Finanzpolitik, um gegenwärtige Ausgaben durch zukünftige Einnahmen zu decken.

Kritiker sehen darin ein Demokratieproblem, weil die durch die Kredite entstehenden Kosten durch Zins und Tilgung künftigen Steuerzahlern aufgebürdet werden. Die können jedoch ihre Einflussmöglichkeiten als demokratische Wähler bei der Entscheidung zur Staatsverschuldung noch nicht wahrnehmen. Dieser Thematik widmet sich am 3. Mai eine Tagung, die in Kooperation von der Universität Trier (Prof. Dr. Henning Tappe) und der Aristoteles-Universität Thessaloniki organisiert wird. Anmeldungen sind noch möglich.

In den letzten Jahren wurde die Umverteilung zu Lasten zukünftiger Generationen zunehmend als Problem wahrgenommen … Aus einer „Banken-“ wurde eine „Staatsschuldenkrise“. Schuldenbremsen sind auf nationaler, aber auch auf europäischer Ebene eingeführt und verschärft worden, nicht zuletzt, um den Euro als gemeinsame Währung zu retten. Die Tagung will im deutsch-griechischen Rechtsvergleich einige der damit zusammenhängenden besonders brisanten Fragen beleuchten.“

Die hier beschriebene Methode, Schulden zu machen, um Staatsausgaben zu finanzieren, die häufig genug dazu dienen, die eigene Klientel zu bereichern oder ideologischen Firlefanz und die dazu gehörigen Firlefanz-Erzähler zu finanzieren (z.B. unter dem Namen „Demokratie leben!“) nennt sich übrigens Keynesianismus. Keynesianismus ist unter Anhängern der Planwirtschaft (also Linken) besonders beliebt.”

Man sieht, die nächsten Generation/en sind multifunktional einsetzbar. Sie können genutzt werden, um moralischen Druck auf die heute Lebenden auszuüben, damit diese sich einschränken, Verzicht zu Gunsten von noch nicht und vielleicht nie Geborenen üben. So werden sie von Linken benutzt, jenen Linken, die kein Problem damit haben, einen Staat zu verschulden, um ihre aberwitzigen Wenden in Energie oder Mobilität oder Umweltschutz durchzusetzen. Die nächste/n Generation/en können auch dazu benutzt werden, die gerade beschriebene Politik des Schuldenmachens für den guten Zweck als Schmarotzen an zukünftigen Generationen darzustellen.

Damit finden sich diejenigen, die sich so gerne zukünftiger Generationen bedienen, um den derzeit Lebenden den Verzicht zu predigen, in einem Dilemma, sind sie doch häufig dieselben, die heute Lebenden mit immer neuen Steuern, das Leben erschweren und zudem den Staat in einem Ausmaß verschulden, das zeigt, wie wenig ihnen der Umgang mit Geld vertraut und die Tatsache, dass man in der Regel für sein Geld arbeiten muss (nicht jeder kann Politiker sein), bekannt ist. Einerseits behaupten sie, die zukünftige/n Generation/en schützen zu wollen, deren Interessen, die morgen erst formuliert werden können, heute bereits zu kennen. Andererseits sind sie diejenigen, die zukünftige/n Generation/en einen Schuldenberg hinterlassen, weil ihre ideologische Gier keine Grenzen kennt.

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3 Responses to Die Instrumentalisierung der nächste/n Generation/en

  1. fdominicus says:

    Ich bin da völlig einseitig: Staatsschulden sind schlecht. Es geht dabei auch nicht nur um nachfolgende Generationen sondern zu Verträgen die einseitig zu Lasten einer einzigen Gruppe gehen die mit den Schulden selber und deren entstehen nicht viel zu tun haben. Der Steuerzahler wird durch Schulden zusätzlich zu staatlich gewollten und produzierten Inflation beraubt.

    Baader nannte es zutreffend voraussfressen und nachhungern.

    • corvusalbusberlin says:

      Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Staat war seit eh und je derjenige, der sein Machtmonopol dem Bürger gegenüber ausgenutzt hat.
      Erst, wenn er die Grenze überspannt – scheint ja noch Luft drinn zu sein – kommt der große Knall. Und der wird kommen, da bin ich ganz sicher.
      Da den Kindern das Denken in den Schulen inzwischen verboten ist, werden die in Zukunft gar nichts mehr mitbekommen.
      Bücher wie: “Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.” von H.D. müssten zur Pflichtlektüre in allen Schulen erhoben werden.
      Aber solche Bücher werden bald nicht mehr gedruckt werden und das gesamte Internet wird in naher Zukunft zensiert.
      George Orwell ist bereits weit überholt.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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