Leipziger Junk-Studie inszeniert zunehmende Ausländerfeindlichkeit

Der politische Verein der Grünen, der als Heinrich-Böll-STIFTUNG ausgegeben wird, um zu verheimlichen, dass die Stiftung ausschließlich mit Steuergeldern am Leben erhalten wird, hat wieder einmal eine Studie finanziert. Die üblichen Leipziger Verdächtigen um Oliver Decker und Elmar Brähler haben sie durchgeführt und wenig überraschend Ergebnisse gefunden, die sich für Schlagzeilen wie „Studie zeigt: Ausländerfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu“ oder „Wer rechtsextrem ist, findet seine neue Heimat in der AfD“ benutzt werden können.

[Ein Mitglied der Redaktion ist gerade vor Langeweile gestorben, konnte aber wiederbelebt werden.]

Bleiben wir zunächst bei der Ausländerfeindlichkeit. Dieselbe wird in der Studie, die unter dem Titel „Flucht ins Autoritäre“ veröffentlicht wurde mit drei Aussagen gemessen:

  • Die Ausländer kommen nur hierher, um unser Sozialsystem auszunutzen.
  • Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken.
  • Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet.

Zu jeder Aussage stehen den Befragten fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Lehne völlig ab
  • Lehne überwiegend ab
  • Stimme teils zu, teils nicht zu
  • Stimme überwiegend zu
  • Stimmer voll und ganz zu

Befragte, die zu allen drei Aussagen “stimme überwiegend” oder “stimme voll und ganz zu” sagen, gelten den Autoren als manifeste Ausländerfeinde. Befragte, die sich zu keiner der entsprechenden Aussagen festlegen wollen und mangels einer weiß nicht Kategorie auf die Mittelkategorie gezwungen werden, gelten den Autoren als latente Ausländerfeinde.

Schon hier müsste jede Ethikkommission vom Grauen gepackt werden (aber in Leipzig ist das Grauen zur Universitätspolitik geworden).

Aber wenn es darum geht, Teile der Bevölkerung zu Ausländerfeinden zu erklären, schweigen Ethikkommissionen an den deutschen Universitäten das Schweigen der Feigen.

Nicht nur werden Befragte, die keine Meinung zu den Aussagen haben zu latenten Ausländerfeinden, also zu tickenden Zeitbomben der Ausländerfeindlichkeit erklärt, die Ausländerfeindlichkeit, die eigentlich gemessen werden soll, ist bereits fester Bestandteil der Aussagen.

Die unterste Schublade des Manipulationsbaukastens, die hier zur Anwendung kommt, um Befragte zu Ausländerfeinden zu erklären, hat die folgenden Bestandteile:

  • Es ist generell von „Die Ausländer“ die Rede. D.h. die Stereotypisierung vieler Menschen unter einem Etikett, die Vorurteile wie Ausländerfeindlichkeit sie abbilden soll, erst möglich macht, wird hier nicht gemessen, sondern bereits vorausgesetzt.
  • Befragte werden durch die Formulierung der Aussagen zu undifferenzierten Antworten gezwungen. Ein Befragter, der der Meinung ist, dass unter den Ausländern, die nach Deutschland kommen, auch Ausländer sind, die das Sozialsystem ausnutzen, muss sich entscheiden: Ist es ihm wichtiger auf diese Ausnutzung hinzuweisen, wobei er in Kauf nimmt, als Ausländerfeind beschimpft zu werden. Oder stellt er seine entsprechende Ansicht zurück, um nicht als Ausländerfeind beschimpft zu werden?
  • Man kann auch der Ansicht sein, dass arbeitslose Ausländer in ihre Heimat abgeschoben werden sollen, wenn sie in Deutschland noch nie einer Beschäftigung nachgegangen sind und auch keine Aussicht auf eine solche haben. Wenn man dieser Ansicht ist, sieht sich abermals vor dem Dilemma, dass der geistige Horizont, den die Leipziger Ausländerfeinde-Macher in ihre Aussagen gepackt haben, zu beschränkt ist, als dass sich eine so differenzierte Meinung abbilden ließe.
  • Die apodiktische Formulierung der Aussagen, die keine differenzierte Meinung zulässt, führt einen extra-Stimulus in jede Aussage ein: Die manifeste Stereotypisierung, „die Ausländer“, vermittelt den Eindruck, dass die vermeintlichen Wissenschaftler nicht an differenzierten Antworten interessiert sind, sondern eine Zuordnung erpressen wollen, quasi jedes Mal die Entscheidung eines Befragten, worauf er lieber verzichtet, seine Meinung zu differenzieren oder sie überhaupt kundzutun. Wie sich die Befragten von Decker und Brähler entschieden haben, kann auf den Seiten 65 bis 113 dieser Junk Studie nachgelesen werden. Was die Antworten bedeuten, jenseits der Tatsache, dass es Decker und Brähler gelungen ist, z.B. 24,1% ihrer Befragten zu manifesten Ausländerfeinden zu stempeln, ist eine Frage, die wir nicht beantworten können.

Allerdings können wir Fragen nach der wissenschaftlichen Lauterkeit beantworten.

Es ist nicht lauter, Aussagen zu konzipieren, in denen schon enthalten ist, was sie angeblich erst messen sollen, um auf diese Weise Ausländerfeinde zu produzieren. Wer generell von „die Ausländer“ spricht und diesen stereotypen Stimulus mit anderen Stimuli ergänzt, so dass Befragte generell entscheiden müssen, was ihnen wichtiger ist, ihre differenzierte Meinung oder ihre spezielle Meinung zu Themen wie Überfremdung, Arbeitslosigkeit oder Ausnutzung des Sozialstaats, ist nicht lauter.

Wer darüber hinaus seinen Befragten die Möglichkeit verweigert, inhaltliche Angaben zu verweigern und dies durch „weiss nicht“ oder „keine Angabe“ deutlich zu machen, der ist unlauter, dessen Motiv muss mit Argwohn betrachtet werden, vor allem wenn diejenigen, die in ihrer Not und ob des Mangels einer „Weiß nicht“ oder „Keine Angabe“ Kategorie sagen, „stimme teils nicht zu teils zu“, zu latenten Ausländerfeinden erklärt werden. Das ist Unlauterkeit, die an Kriminalität grenzt (üble Nachrede zumindest).

Die „Flucht in die Autorität“, das neue Machwerk aus Leipzig, das zeigt, was dabei herauskommt, wenn die Heinrich-Böll-Stiftung und die Otto Brenner Stiftung, also der Steuergeldprofiteursverein der Grünen und die Stiftung der IG-Metall, angeblich Wissenschaftliches in Auftrag geben, ist in weiten Teilen Junk und man kann Befragten, die von Interviewern heimgesucht werden, die von USUMA im Auftrag der Leipziger „Forscher“ losgeschickt wurden, nur raten, die Teilnahme an welcher Befragung auch immer zu verweigern.

Um das Bild, das dieser Junks abgibt, abzurunden: Die Befragten, denen die Leipziger ein „geschlossen rechtsextremes Weltbild“ andichten und die ihre politische Heimat, wie der Tagesspiegel behauptet, bei der AfD finden, rekrutieren sich aus genau 34 Befragten 34 Befragte, denen ein rechtsextremes Weltbild nachgesagt wird, geben an, sie würden die AfD wählen, wenn eine Wahl wäre. Die restlichen 67 Befragten mit geschlossen rechtsextremem Weltbild wählen CDU/CSU, SPD, FDP, LINKE und vier Versprengte die NPD. Die politische Heimat der Rechtsextremisten findet sich demnach vornehmlich in den Altparteien. Aber natürlich lässt sich mit diesem Ergebnis keine Diffamierung der AfD erreichen, weshalb es der Tagesspiegel nicht thematisiert.

Bleibt noch anzumerken, dass die Ergebnisse von Querschnittstudien keinen Zeitverlauf abbilden. Wollte man eine zunehmende Ausländerfeindlichkeit konstatieren, müsste man dieselben Befragten zu unterschiedlichen Zeitpunkten befragen. Das haben die Leipziger nicht getan. Ihre Behauptung der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit ist mit ihren Daten nicht belegbar.

Das Fehlen solch‘ grundlegender methodischer Kenntnisse bei den Autoren aus Leipzig mag mit ihrer fehlenden Ausbildung in den Methoden Empirischer Sozialforschung zu erklären sein. Weder sind Medizinsoziologen als herausragende methodische Erkenntnisträger bekannt, noch ist zu erwarten, dass aus psychoanalytischer Perspektive tätige Prothesengötter die fehlenden Kenntnisse beisteuern. Wenn man bedenkt, wie oft wir die Leipziger Mitte-Junk-Forscher bereits auf ScienceFiles besprechen mussten, wäre es langsam angebracht, einen Preis für den nachhaltigsten Versuch der Zerstörung empirischer Sozialforschung auszuloben und gleich an das Gespann Decker-Brähler zu vergeben.

Aber wenn die Grünen eine angebliche Forschung finanzieren, dann wächst auch ein Dilettant über sich hinaus, dann werden Legastheniker zu Nobelpreisträgern für Literatur, denn bei den Grünen kann jeder alles.

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