Reconquista Germanica: Nicht rechtsextrem und viel Lärm um herzlich wenig

Nicht zuletzt der Glockenturm (belltowernews) der Amadeu-Antonio-Stiftung hat die Reconquista Germanica bekannt gemacht.

Die Faktenfinder und Patrick Gensing haben sich alle Mühe gegeben, Reconquista Germanica hochzureden und zum „Public Enemy No. 1“, zur Trollfabrik aufzubauen.

Jan Böhmermann hat mit seiner misslungenen Aktion „Reconquista Internet“ und der dazugehörigen Liste derer, die aus dem demokratischen Deutschland, wie es sich Böhmermann vorstellt, entfernt werden müssen, dazu beigetragen, dass Reconquista Germanica auch noch dem letzten Begriffsstutzigen ein Begriff geworden ist.

Die ganze Kampagne gegen Reconquista Germanica ist ein perfektes Modell dafür, wie ein Echozimmer funktioniert, wie mimetische Isomorphie dazu führt, dass gleichgeschaltete Akteure auf Grundlage von gleichgeschalteten Informationen sich auf ein Objekt fixieren und dieses Objekt zum wichtigsten Gegenstand ihrer engen Stirn machen.

Und natürlich finden sich in diesem Echozimmer nicht nur politische Aktivisten wie die Glockenturmbesatzung der AAS-Stiftung, die davon lebt, dass es Plattformen oder Organisationen oder Erscheinungen wie Reconquista Germanica gibt, die man hochreden und mit Relevanz versehen kann, sondern auch Politiker, denen es ein ideologisches Ansinnen ist, eine rechte Gefahr zu beschwören, rechte Feinde aufzubauen und Rechtsextremismus zum großen Problem aufzubauschen, aus dem man dann politisches Kapital schlagen zu können glaubt.

Die LINKE hat gerade im Bundestag versucht – Kapital aus der Hysterie um Reconquista Germanica zu schlagen. Mit einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung hat die LINKE das versucht – und ist klassisch gegen die Wand gelaufen.

Es gebe Rechtsextremisten und rechtsextremistisch beeinflusste Gruppen, die im Internet versuchten, “Stimmung zu machen” (so wie es linke und linksextreme Gruppen, Parteien und Politiker gibt, die versuchen, Stimmung zu machen, schon weil “Stimmung machen” das ist, worum sich Politik dreht, vor allem in Zeiten des Wahlkampfes), so die Bundesregierung in ihrer Antwort. Reconquista Germanica sei „kein Beobachtungsobjekt des Bundesamtes für Verfassungsschutz“, sei „bislang nicht als rechtsextremistisch eingestuft“, ist somit auch nicht zu den rechtsextremistischen Gruppen zu zählen, die im Internet versuchten „Stimmung zu machen“.

Reconquista Germanica sei eine Vernetzungs- und Kommunikationsplattform, nicht mehr.

Dabei hat die LINKE wirklich alles versucht, um eine Verbindung von NPD, Drittem Weg, Identitärer Bewegung, „Die Rechte“ und anderen Gruppen mit Reconquista Germanica herbeizufragen. Es hat nichts genutzt. Reconquista Germanica ist nichts anderes als das Portal “Linksunten” in der derzeit vom Verfassungsschutz geduldeten Variante und im Gegensatz zu einer Reihe von Organisationen, die Teil der Partei „Die Linke“ sind, wird Reconquista Germanica weder vom Verfassungsschutz beobachtet noch als verfassungsfeindlich eingestuft.

Ob Jan Böhmermann den gleichen Elan, den er dazu verwendet hat, ein Miniatur-Portal, von dem keinerlei nachweisbarer Effekt auf die Bundestagswahl ausgegangen ist, trotz aller Bemühungen, den entsprechenden Effekt herbeizureden und herbeizuforschen, zum Monsterproblem zu stilisieren, nun, aus Gründen der ausgewogenen Berichterstattung, die ja zum Auftrag des öffentlichen Rundfunks gehört und im Rundfunkstaatsvertrag festgeschrieben ist, eine Aktion „Linksoben“ ins Leben ruft, um dem Hass auf „Linksunten“, die Liebe von „Linksoben“ entgegen zu setzen?

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„Du Nazi“: Der Nutzen ideologisch motivierter Beschimpfung

Nie war der Nazi präsenter als heute, was verwunderlich ist, denn nie gab es weniger Nazis als heute. Des Rätsels Lösung: Der reale Nazi ist im Gehen, der askriptive Nazi ist im Kommen. Ein paar versprengten richtigen Nazis stehen unzählige, Legionen askribierter, verbaler Nazis gegenüber. Der Nazi, als Versuch der Beleidigung ist er ein Renner.

Warum?

Wir haben gestern in einem Post, in dem es eigentlich um Dushan Wegner und dessen plötzliche Mutation von einem realen Wertliberalen zu einem askribierten Nazi ging, in aller Kürze beschrieben, welche Motivation hinter dem Hype um den askriptiven, den zugeschriebenen Nazi steht.

Weil man uns jetzt mehrfach darum gebeten hat, führen wir es heute etwas umfangreicher aus.

Dazu benötigen wir zwei Konzepte:

  • Ein sozialpsychologisches: Die Identität bzw. die Bildung einer Identität
  • Ein soziologisches: Die Statusinkonsistenz

Beginnen wir mit der Identität.

Im Verlauf ihres Lebens müssen Menschen eine Reihe von Lebensleistungen erbringen, die nach Ansicht der meisten Psychologen und Sozialpsychologen die Voraussetzung dafür sind, ein geistig und letztlich auf körperlich gesundes Leben zu führen. Eine dieser Leistungen besteht darin, eine eigenständige, eine personale Identität, eine Persönlichkeit zu entwickeln. Eine eigenständige Identität bildet man in der Regel dadurch, dass man handelt, nachvollziehbar und verallgemeinerbar handelt. Gordon W. Allport, der Altmeister der Sozialpsychologie, spricht dann von einer Persönlichkeit, wenn Menschen für andere zu einem nachvollziehbaren und beschreibbaren Faktor geworden sind, wenn man weiß, X muss man gar nicht mit Genderismus kommen, der geht in die Luft, oder wenn man sicher ist, das Problem B kann am besten von X gelöst werden, weil X über die entsprechenden Kenntnisse verfügt oder weil man sich darauf verlassen kann, dass X verlässlich und sorgfältig ist. All diese Beschreibungen sind Bewertungen von Verhaltensweisen, die X in der Vergangenheit gezeigt hat, sie sind soziale Zuschreibungen auf Grundlage von Erfahrung, die bei X den Effekt der Selbstwirksamkeit entfalten. X hat eine Idee davon, wie er wirkt, weil die Rückmeldungen, die er für seine Handlungen erhält, mit seinem Verhalten und seinen Erwartungen im Einklang stehen.

Aber: Selbstwirksamkeit fällt nicht vom Himmel. Man muss sie sich erarbeiten.

Zunächst muss man handeln, etwas tun. Aber das reicht nicht. Man muss etwas Sinnvolles tun, das von anderen gewertschätzt wird und an den Handelnden als Handlung, die gewertschätzt wird, zurückgemeldet werden kann. Anders formuliert: Man muss eine Leistung erbringen, die von anderen nachgefragt wird, um eine Selbstwirksamkeit zu entfalten und auf dieser Selbstwirksamkeit eine persönliche Identität zu gründen: ich bin jemand, der x tut, leistet, kann, bereits erledigt hat, geschaffen hat usw.

Hier beginnt das Problem.

Mit Leistung werden in der Regel Handlungen assoziiert, die einen Nutzen für andere darstellen. Ein Maler erbringt konkrete Leistungen, die für den Hauseigentümer mit der neuen Fassade direkt nachvollziehbar sind. Ein Winzer erbringt eine Reihe konkreter Leistungen, bis aus Trauben Wein geworden ist, der Absatz findet und vielleicht sogar mit einer Kammerpreismünze in Gold ausgezeichnet wird. Winzer und Maler haben eine mehr oder weniger unmittelbare soziale Rückmeldung zu ihrer Leistung. Sie können Selbstwirksamkeit entfalten.

Aber was machen Schüler, Studenten, junge Menschen, die noch keiner Arbeit nachgehen. Manche treiben Sport oder versuchen, der Klassenbeste in Mathematik zu sein oder sich ein Wissensgebiet zu erschließen. Für junge Menschen sind dies Quellen sozialer Anerkennung und Quellen für Selbstwirksamkeit, aber auch sie erfordern eine Leistung, einen konkreten Einsatz, ein Bemühen. Leistung, Arbeit, Bemühen, das ist nicht jedermanns Sache, und moderne Gesellschaften haben eine Form der Ersatzbefriedigung für diejenigen geschaffen, die versuchen, ohne Leistung, Arbeit oder ein wie auch immer geartetes Bemühen, das von anderen gewertschätzt wird, Selbstwirksamkeit zu erlangen: Verbalakrobatik.

Damit sind wir beim „Du Nazi“. Die verbale Bekämpfung von vermeintlichem Rechtsextremismus ist in Deutschland zu einer Leistung aufgebauscht worden, die daran Teilnehmenden, soziale Anerkennung verspricht, jedenfalls innerhalb des sozialen Ghettos, in dem sie sich aufhalten. Mit anderen Worten, wer überall Nazis sieht, der verspricht sich von seiner Manie Selbstwirksamkeit, die natürlich eine Form der Surrogat-Selbstwirksamkeit ist, denn sie basiert auf keiner Leistung, keinem Bemühen und keiner Arbeit. Sie ist ein Ersatz für eine personale Identität, denn eine solche verlangt nach einer glaubwürdigen Darstellung, wie Erving Goffman es ausgedrückt hat. Wer nicht in der Lage ist, einen materiellen Eindruck in der realen Welt zu hinterlassen, dem von anderen ein Wert zugewiesen wird, der ist kein glaubwürdiger Darsteller. Er ist ein Gaukler. Die ASten der Universitäten sind voll dieser Gaukler, die sich von ihrer „Du-Nazi-Phobie“ eine Selbstwirksamkeit versprechen, eine personale Identität, eine Persönlichkeit, die sie von anderen differenziert. Eine substanzlose Hoffnung, wie ein normaler Mensch im Laufe seines Lebens schnell herausfindet.

Deshalb sagt man, dass Menschen in ihrer Jugend gerne Maulhelden sein dürfen, Weltverbesserer, wie es früher hieß. Mit zunehmendem Alter und mit einsetzender Arbeit und Leistung, haben sie dann etwas Reales, auf das sie stolz sein können, auf das sie Selbstwirksamkeit und Persönlichkeit stützen können. Entsprechend brauchen sie die holen Parolen von früher nicht mehr.

Problematisch ist es, wenn Menschen altern, die End-20er, 30er, ja gar 40er Jahre eines Menschenlebens erreichen und es immer noch nicht geschafft haben, jenseits von Parolen wie „Du Nazi“ eine Selbstwirksamkeit zu erreichen. Dann handelt es sich entweder um Opportunisten, die aus ihren Parolen einen Beruf gemacht haben oder um Personen, die im Leben bislang gescheitert sind, die weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, die sie selbst an ihr eigenes Leben stellen.

Damit sind wir bei der Statusinkonsistenz und dem, was wir gestern geschrieben haben. Jede menschliche Gesellschaft ist durch eine Sozialstruktur, zumeist eine soziale Hierarchie gekennzeichnet. Die Hierarchie findet ihren Niederschlag z.B. im Prestige, das manchen Berufen und ihren Inhabern, sofern sie den Beruf den Erwartungen entsprechend ausfüllen, zugeschrieben wird. Die Hierarchie findet sich im Zugang zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen, sie findet sich im Einkommen und im Besitz. Wie sehr die deutsche Gesellschaft durch ihre hierarchische Sozialstruktur ausgezeichnet ist, zeigt sich in den ewigen Diskussionen um soziale Ungleichheit, die jedoch nicht auf die Arbeiterschicht zielen, also diejenigen, deren Kinder in der Regel nicht in Anstalten der höheren Bildung ankommen, obwohl sie dafür bezahlen, sondern derzeit auf die Frauen der prekären Mittelschicht.

Der Begriff der prekären (adkdemischen) Mittelschicht, den Dr. habil. Heike Diefenbach geprägt hat, ist letztlich ein Denominator für Statusinkonsistenz.

Nehmen wir einen Studenten der Gender Studies. Er geht bei Professoren in die Veranstaltung, die der irrigen Ansicht sind, ihre Position „Professor“ würde ihnen Status verleihen, erhält in einer Traumwelt einen Abschluss, der in der realen Welt nicht nachgefragt wird und schafft es, wenn er Glück hat, nach Abschluss seines nutzlosen Studiums auf eine Stelle als Genderberater in einem Unternehmen, also eine schlechtbezahlte und von den Kollegen belächelte Stelle oder er schafft es auf eine halbe Stelle in einem drittmittelfinanzierten Projekt an einer Universität oder in einer der vielen „Stiftungen“, die am Tropf des Bundesministeriums für FSFJ hängen.

Er hat 13 Jahre in der Schule zugebracht.
Er hat weitere mindestens 3 Jahre an einer Hochschule abgesessen (und darf sich nun Bachelor nennen) oder 5 Jahre, um einen Magister zu erreichen.
Er ist Mitte 20 und hat bis zum heutigen Tag in der Regel keinen Beruf ausgeübt, kein Geld verdient und nichts getan, das ihm die Möglichkeit gegeben hätte, nicht auf Kosten von anderen zu leben, also von Transferzahlungen vom Papa oder dem Bafög-Amt.

Ein Bekannter, der zwei Straßen weiter aufgewachsen ist, hat mit 16 Jahren eine Ausbildung zum Klempner begonnen, die er mit 19 Jahren abgeschlossen hat. Er hat seinen Meister erworben und arbeitet nun in einem mittelständischen Unternehmen. Seit seinem 19. Lebensjahr verdient der Bekannte gut, monatlich mehr als 2.700 Euro netto, Tendenz steigend. Neuerdings trägt er sich mit dem Gedanken, ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Unser Gender Studierter stammt aus einer Mittelschichtsfamilie, unser Klempner aus einer Arbeiterfamilien.

Macht man sozialen Status am Einkommen fest, dann rangiert der Gender Studierte in der sozialen Hierarchie unter dem Klempner.
Macht man sozialen Status an Bildung fest, dann hat der Gender Studierte ein Abitur im Gegensatz zum Klempner, der einen Hauptschulabschluss erworben hat. Der Gender Studierte steht damit in der sozialen Hierarchie höher, wenn man Bildung zur Grundlage macht. Aber das macht niemand, das macht niemand solange die Bildung nicht auch mit einem höheren Einkommen, mehr Besitz und mehr sich- leisten-Können einhergeht. Unser Gender Studierter kann sich aber mitnichten mehr leisten als der Klempner. Er hat weniger Einkommen, weniger Besitz, er lebt in prekären Verhältnissen, auf zeitlich befristeter Stelle.

Das beschreibt seine Statusinkonsistenz: Sein Anspruch, mehr zu sein als der Klemper, lässt sich im richtigen Leben aufgrund objektivierbarer Kriterien wie Einkommen, Besitz usw. nicht geltend machen. Deshalb wird der Anspruch auf die moralische Ebene verlagert.

Im Unterschichtenfernsehen, von dem wir gestern berichtet haben, ging es für die prekäre Mittelschicht darum, sich über die vermeintlich Dummen aus der Unterschicht, die in entsprechenden TV-Formaten vorgeführt wurden, lustig machen und damit erheben zu können, eine soziale Distanz zwischen sich und diese Unterschicht zu bringen, die auf einer vermeintlichen Überlegenheit qua Intelligenz basiert.

Mit Nazi-Beschimpfungen geht der Versuch einher, soziale Distanz durch moralische Überlegenheit zu schaffen, sich zu einem besseren Menschen zu erklären als die es sind, die man als Nazi beleidigt.

Mit beiden Versuchen, Unterschichtenfernsehen wie Nazi-Beschimpfung, soll die Statusinkonsistenz überwunden und das Faktum verleugnet werden, dass dann, wenn es nach dem Einkommen, Besitz, Verdienst nach der Leistung im Leben geht, die meisten aus der Arbeiterschicht besser dastehen als man selbst, der man sich der Mittelschicht zurechnet.

Damit sind wir zurück bei der Selbstwirksamkeit, denn diese armen Mitglieder der prekären Mittelschicht, wären nichts lieber als reich. Die Besessenheit, mit er sie sich an Themen wie „soziale Ungleichheit“ festbeißen und die Wichtigkeit, die Geld in ihrem Leben einnimmt, zeigen das deutlich. Aber sie sind nicht reich. Sie haben nicht einmal eine Aussicht, jemals reich zu sein. Tatsächlich werden sie von den meisten Hauptschülern abgehängt, Hauptschülern, die einen Beruf ergriffen und ein reguläres Verdienst für eine normale Arbeit erhalten und die im Gegensatz zu den Mitgliedern der prekären Mittelschicht jeden Tag Selbstwirksamkeit aufgrund ihrer Tätigkeit entfalten können.

Der einzige Ausweg, der den Armen aus der Mittelschicht bleibt, ihnen, die nichts wirklich Brauchbares gelernt haben, die keine Programmiersprache beherrschen und mit Computern Mathematik verbinden und beides können sie nicht, die also keine Chance haben, jemals das Einkommen zu erwirtschaften, das dem sozialen Status, den sie sich zuschreiben, gerecht würde, besteht darin, sich Menschen zu suchen, die sie unter sich verorten können, um sich auf diese Weise in der sozialen Hierarchie oben einordnen zu können.

Intermezzo: Ein Lied über Selbstwirksamkeit

Deshalb ist es unter linken Studenten ein Muss, für die armen Hartz-IV-Empfänger zu sein und gegen Globalisierung und Kapitalismus Sturm zu laufen. Deshalb ist es unter den Mitgliedern der prekären (akademischen) Mittelschicht so wichtig, so viele Nazis wie nur möglich, verbal zur Strecke zu bringen. Der Nazi-Count, wie oft man pro Tag andere als Nazis beschimpft hat, wie sehr man sich als einer dargestellt hat, der Nazis verbal bekämpft, er ist die Währung, die im sozialen Ghetto der prekären Mittelschicht, das alle Eigenschaften der Jugendbanden aufweist, wie sie Cohen oder Thrasher beschrieben haben, die diese armen Mittelschichtler tauschen können, innerhalb ihrer Gruppe, und das ist das Problem: In der wirklichen Welt gilt ihre Währung nicht. Dort zahlt man nach wie vor in Euros, jenen Euros, die die Prekären so gerne hätten und so spärlich erhalten.

Also ist die moralische Erhöhung das einzige, was ihnen bleibt. Deshalb hat die Hetze und die Jagd auf vermeintliche Nazis in den letzten Jahren stetig zugenommen: Die kognitive Dissonanz zwischen dem sozialen Status, den sich prekäre Mittelschichtler selbst zuschreiben wollen und dem, den sie objektivierbar haben, ist stetig gewachsen. Sie sind immer weiter zurückgeblieben. Und je weiter sie zurückbleiben, desto besessener versuchen sie, die zunehmende kognitive Dissonanz dadurch zu bekämpfen, dass sie überall Nazis erfinden, um ihren gesellschaftlichen Wert als Nazi-Gegner zu belegen.

Das Tragische an dieser Komödie: Sie haben nun einmal keinen gesellschaftlichen Wert.

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Antisemitismus: Was kann man darüber wissen, was nicht?

Der Streit um die Deutungshoheit in Medien hat einen neuen Gegenstand: Antisemitismus. Andrej Reisin versucht sich einmal mehr als Faktenfinder und fragt in einem fast informiert zu nennenden Beitrag: „Sind die Statistiken irreführend?“. Dann vergleicht er eine Polizeiliche Statistik, mit einer quantitativen Befragung und mit einer Statistik, die eine Interessenorganisation erstellt hat und kommt – wenig überraschend – zu widersprüchlichen Ergebnissen. Wenn man drei Datenquellen, die nicht alle Statistiken sind, mit einander vergleicht, dann ist es kein Wunder, wenn man zu widersprüchlichen Ergebnissen kommt, bei denen einmal nahezu alle Gewalt gegen Juden von Rechten ausgehen soll, einmal von Muslimen und die in der Menge der vermeintlich gefundenen antisemitischen Vorfälle weiter nicht auseinander liegen könnten, weil die einen jeden Grashalm, der auf einem jüdischen Friedhof umgetrampelt wurde, als Antisemitismus zählen, während die Anderen nur dann zählen, wenn eine Straftat begangen wurde.

Doch beginnen wir vorne.

Antisemitismus ist eine latente Variable.

In der Realität gibt es keinen Antisemitismus. Man kann Antisemitismus nicht im Supermarkt kaufen, nicht in messbaren Einheiten nachweisen und ihn auch nicht objektiv bestimmen.

Das ist so mit latenten Variablen. Wer es nicht glaubt, der gehe hin und besorge ein Kilo Antisemitismus (und wenn er gerade dabei ist, kann er gleich noch einen Liter Intelligenz mitbringen).
In einem Beitrag, den wir vor einiger Zeit veröffentlicht haben, haben wir verschiedene Blickwinkel auf Antisemitismus zusammengetragen, die sich in vielen verschiedenen Definitionen, die nur wenig miteinander gemein haben, niederschlagen.

Wenn man eine Statistik, also z.B. eine Erhebung über die Häufigkeit von Antisemitismus erstellen will, dann beginnen alle Probleme damit, eine handhabbare Definition von Antisemitismus zu formulieren, die Kriterien enthält, anhand derer sich z.B. eine Tat als antisemitisch klassifizieren lässt.

Das klingt einfach, ist es aber überhaupt nicht.

Wenn A B auf die Nase haut und B Jude ist, ist die Tat dann antisemitisch:
1) Weil A B auf die Nase gehauen hat, weil B Jude ist?
2) Nur weil B Jude ist?

Alternative 2 ist offensichtlich kein gangbarer Weg, denn auf diese Weise wird jede Straftat, die sich gegen Juden richtet, vom Diebstahl über den Betrug bis zur Beleidigung unabhängig davon, ob der Täter weiß, dass sein Opfer Jude ist, zum Antisemitismus. Statistiken, in denen z.B. Sachbeschädigungen erfasst werden, die sich gegen jüdische Einrichtungen oder Friedhöfe richten, scheiden somit als Informationsquelle aus, solange nicht sichergestellt ist, dass der Farbfleck auf dem Grabstein sich tatsächlich gegen Juden richtet und nicht etwa das Ergebnis eines missglückten Scherzes von Jugendlichen ist.

Alternative 1 ist voller Probleme, denn: woher will man wissen, ob A, wenn er B auf die Nase haut, dies nur deshalb tut, weil B ein Jude ist? Tatsächlich gibt es eine Vielzahl von Ursachen für einen Faustschlag, die keinerlei Bezug zur religiösen Denomination von B haben müssen. Vielleicht ging dem Faustschlag ein Streit daüber voraus, welcher Mittelstürmer die beste Wahl für die nächste Fußballweltmeisterschaft ist. Man muss also irgendwie sicherstellen, dass der Schlag von A nur deshalb erfolgt ist, weil B ein Jude ist. Um dies sicherzustellen, benötigt man den Täter oder klare Angaben zum Täter und den Tatumständen. Im Rahmen der Statistik zu politisch motivierter Kriminalität soll dies angeblich der Bestimmung antisemitischer Straftaten zu Grunde liegen (Dazu kommen wir gleich noch).

Zurück zu Reisin und seinem Versuch, Fakten zu finden.
Er vergleicht die Polizeiliche Statistik Politisch motivierter Kriminalität mit einer Studie der Universität Bielefeld, die Andreas Zick, ein sehr erfolgreicher akademischer Unternehmer in Sachen (Rechts-)Extremismusforschung und Julia Bernstein durchgeführt haben. Mit anderen Worten, Reisin vergleich Kartoffeln mit Petersilie.

Die Polizeilich Statistik politisch motivierter Kriminalität ist eine politische Statistik, die Straftaten zusammenstellt, die von Landeskriminalämtern gesammelt werden und nachträglich und auf Grundlage der ermittelten Tatverdächtigen von Mitarbeitern des Bundeskriminalamts den einzelnen Bereichen Links-, Rechtsextremismus, Antisemitismus usw. zugeordnet werden. Die Kriterien, nach denen diese Zuordnung erfolgt, sind mehr als schwammig und sehen eine „Würdigung der Tat und der Tatumstände“ vor. Auf Basis dieser „Würdigung“ soll dann entschieden werden, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass „Bezüge zu völkischem Nationalismus, Rassismus, Sozialdarwinismus oder Nationalsozialismus ganz oder teilweise ursächlich für die Tat waren“. Ist dies der Fall, gilt die entsprechende Tat als politisch-rechts motivierte Straftat.

Man muss sich den armen Polizeibeamten beim BKA einmal vorstellen, der mit einer Köperverletzung konfrontiert ist, bei der das Opfer Jude ist und der nun herausfinden soll, ob die Körperverletzung durch andere latente Variablen, die man in der Realität nicht findet, durch Sozialdarwinismus, Nationalsozialismus oder Rassismus VERURSACHT ist. Es ist kein Wunder, dass die Statistik politisch motivierter Kriminalität im Bereich „Antisemitischer Straftaten“ fast nur rechts motivierte Gewalt oder Straftaten verzeichnet. Antisemitismus war ein fester Bestandteil des Nationalsozialismus. Wenn derjenige, der B auf die Nase geschlagen hat, auch nur entfernt mit einer rechten Gruppe in Verbindung gebracht werden kann, wird der Beamte die Zuordnung politisch-motivierte Straftat – rechts vornehmen. Handelt es sich beim Täter um einen Ausländer, dann muss der arme Beamte nicht nur nachweisen, dass A B deshalb auf die Nase geschlagen hat, weil B Jude ist, er muss auch nachweisen, dass dies aus rassistischen Motiven erfolgt ist. Ein Problem, das nur dann zu lösen ist, wenn der Täter sagt, er habe B auf die Nase geschlagen, weil er Juden hasse, die entsprechende Kausalität also selbst herstellt. Dies erklärt die Seltenheit, mit der Ausländer als Täter antisemitischer Straftaten in der Statistik politisch-motivierter Straftaten erfasst werden.

Die Statistik politisch-motivierter Straftaten ist deshalb die Zeit nicht wert, die in sie gesteckt wird. Sie ist ein politisches Instrument, das von Politikern in Auftrag gegeben wurde, um eine bestimmte Sichtweise auf die Realität durchzusetzen. Mehr nicht.

Kommen wir zur Studie „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland“, die Reisin gegen die Statistik politisch-motivierter Straftaten stellt und von der er der Ansicht ist, sei sei auch eine Statistik. Die Studie ist aber keine Statistik. Sie ist ein weitgehend gescheiterter Versuch, eine quantitative Vorstellung darüber zu erhalten, wie häufig Juden sich als Opfer von Straftaten sehen, die antisemitisch motiviert sind. Der Versuch ist aus mehreren Gründen gescheitert.

Es wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Die Online-Befragung hat zu der mageren Ausbeute von 1018 angefangenen und 603 beendeten Interviews geführt, von denen am Ende ganze 553 komplette Fragebögen geblieben sind. Auf dieser Grundlage lassen sich keine umfassenden Aussagen machen. Von denen, die den Fragebogen beantwortet haben, verfügen 63,3% über einen Hochschulabschluss. Die Stichprobe ist damit stark verzerrt, denn in der Gesamtbevölkerung haben nur rund 10% einen Hochschulabschluss. Die 553 hauptsächlich Akademiker werden im Verlauf des Online-Fragebogens gebeten anzugeben, ob sie schon einmal Opfer eines körperlichen Angriffs geworden sind, WEIL sie jüdisch sind. Es bleibt somit ihnen überlassen, eine entsprechende Kausalität herzustellen, auf Grundlage welcher Erwägungen und Motive auch immer. 3%, also 16 Befragte geben an, schon einmal Opfer eines körperlichen Angriffs geworden zu sein, WEIL sie jüdisch sind. Die Angabe ist somit Ergebnis einer subjektiven Einschätzung, des Opfers. Wie weit man mit subjektiven Aussagen kommt, ist eine eigene Frage, deren Beantwortung Seiten füllt. Belassen wir es mit einem Zitat von Hercule Poirot: “Ah, the witnesses, one always get conflicting information”.

Von den 16, die angegeben haben, schon einmal Opfer eines körperlichen Angriffs geworden zu sein, WEIL sie jüdisch sind, geben 81% als 13 an, der Angriff sei durch eine muslimische Person/Gruppe erfolgt. Das ist nun nicht wirklich die Basis, auf der man ernsthaft Aussagen darüber machen kann, wer hier wen angreift. Aber die 81% sind die Zahl, die Reisin der Statistik politisch motivierter Straftaten gegenüberstellt. Auf einen derartigen Vergleich kann man eigentlich nur kommen, wenn man ideologisch motiviert ist oder keine Ahnung davon hat, wie die einzelnen Daten zustande kommen. Reisin weiß zumindest, dass seine 81% auf nur 16 Berichten körperlicher Angriffe basieren, so dass sich die Frage stellt, warum er sie überhaupt erwähnt.

Wie dem auch sei, wir haben eine Statistik der Polizei, in der angeblich politisch-motivierte Krininalität erfasst wird. Die Erfassung erfolgt auf Basis haarsträubender Kriterien nachträglich durch eine speziell dafür eingerichtet Abteilung des BKA, also nicht durch die Beamten, die vor Ort und aus erster Hand mit einem Fall zu tun haben. Das reicht schon, um sagen zu können, dass die Statistik politisch-motivierter Kriminalität eine politische Statistik mit zweifelhaftem Aussagewert ist.

Wir haben eine Studie, die vom „Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus“, wie Reisin weiß, in Auftrag gegeben wurde, wozu auch immer, die nicht dazu geeignet ist, Aussagen über Anzahl und Verbreitung antisemitischer Straftaten zu machen, geschweigen denn dazu, Rückschlüsse auf die Täter zu ziehen.

Und dann haben wir noch die Zählung, die die Recherche und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) durchführt, ein Unternehmen des Amadeu-Antionio-Konzerns, dessen Ziel darin besteht, so viel wie nur möglich antisemitische Straftaten nachzuweisen, um die Fördergelder zur Bekämpfung von Antisemitismus auch weiterhin sprudeln zu lassen.

Kurz: Keine der drei Quellen, die Reisin in seinem Beitrag anführt, sind geeignet, um Aussagen über die Täter zu machen, die hinter antisemitischen Straftaten stehen oder festzustellen, ob es sich bei den erfassten Straftaten überhaupt um antisemitische Straftaten handelt..

Was bleibt?

Die Statistik politisch-motivierter Kriminalität kann vielleicht dazu genutzt werden, einen Eindruck von der Anzahl der Straftaten zu gewinnen, die von den Beamten im BKA als politisch rechts-, links- oder durch Ausländer motivierte Kriminalität eingestuft werden. Die Relation zwischen den drei Gruppen sagt etwas über die entsprechende Kategorisierungspraxis der Beamten. Ob und wenn ja welcher Ausschnitt der Wirklichkeit durch diese vermeintliche Statistik beschrieben wird, ist eine ganz andere und offene Frage.

Die Studie aus Bielefeld lässt bestenfalls den Schluss zu, dass die 16 Opfer körperlicher Gewalt, die an der Befragung teilgenommen haben, ein anderes Bild über die Täter vermitteln als es die rund 1500 Straftaten tun, die in der Statistik politisch motivierter Kriminalität für 2016 erfasst wurden. Was auch immer daraus folgen mag.

Die Statistik des RIAS ist vollkommen unbrauchbar, denn dort wird jeder Grashalm, der auf einem jüdischen Friedhof umgetrampelt wurde, als Antisemitismus gezählt. Wie gesagt, die finanzielle Unterstützung der RIAS hängt davon ab, dass möglichst viel antisemitische Kriminalität gefunden oder gezimmert wird.

Wie so oft kann man am Ende einer Darstellung zur Datenlage in Deutschland nur den Schluss ziehen, dass es keine verlässlichen Daten gibt und dass es den Anschein hat, dass niemand verlässliche Daten haben will. Es wäre ein Leichtes für die Innenminister der Länder und des Bundes eine klare Definition und klare Kriterien vorzugeben, die es Polizeibeamten, die unmittelbar mit einer Tat konfrontiert sind, die ermitteln, erlauben, eine Einschätzung darüber zu treffen, ob sie es mit einer antisemitischen Tat oder einem von Judenhass getriebenen Täter zu tun haben. Dass dies nicht erfolgt und eine nachträgliche Klassifizierung im BKA durchgeführt wird, spricht eigentlich schon Bände.

Dass ein unabhängiger Expertenkreis viel Geld, vermutlich mehr als 100.000 Euro für eine quantitative Onlinebefragung und die mittlerweile – warum auch immer – obligatorische qualitative Nachbetrachtung ausgibt, die am Ende in eine Studie einfließen, die nicht einmal den Anspruch einer theoretischen Herangehensweise erhebt und somit eine vollkommen wertlose Online-Befragung mit 533 realisierten und brauchbaren Interviews und 31 narrativen und biographischen Interviews mit Juden erbringt, die für die Forscher sicher interessant, aufgrund der fehlenden theoretischen Basis aber vollkommen ohne Wert sind, weil man zum einen nicht sagen kann, warum die Juden wozu befragt wurden und zum anderen, was an den Ergebnisse relevant bzw. irrelevant ist, einfach deshalb, weil es keinen Bezugsrahmen gibt, ist ein Geheimnis, das nur die Mitglieder des „Expertenkreises“, der wie jeder Expertenkreis vornehmlich dazu da ist, Gelder zu verteilen, lösen können.

Geht es um das Thema Antisemitismus, dann gibt es viele, die ganz viel behaupten, aber niemanden, der etwas wissen kann, denn es gibt keine wissenschaftlich belastbaren Daten in Deutschland – wie gewöhnlich. Warum nicht: Belastbare Daten haben den Nachteil, dass man einen Pflock in die Landschaft geschlagen hat, auf den sich ab nun alle beziehen müssen. Entsprechend können Innenminister politische Statistiken nicht mehr für politische Zwecke benutzen, Wissenschaftler keine sinnlosen Studien ohne relevante Ergebnisse mehr durchführen und politische Aktivisten können keine Grashalme mehr sammeln, um damit ihre eigene Notwendigkeit zu belegen.

Deutschland ist eine Gesellschaft, in der jeder am Trog sitzen will, um sich an Steuergeldern zu laben. Daten und Fakten stören dabei nur.

Es bleibt festzustellen, dass die ARD in einem Beitrag im Faktenfinder die Polizeiliche Kriminalstatistik als bloßen Arbeitsnachweis der Polizei darstellt, während sie in einem anderen Beitrag davon ausgeht, dieselbe Polizeiliche Kriminalstatistik stelle ein getreues Abbild der Wirklichkeit dar. 

Die Probleme, die sich mit der Polizeilichen Statistik politisch motivierter Kriminalität ergeben, resultieren im Wesentlichen daraus, dass man von einem Verhalten nicht auf die Motivation dessen, der sich verhalten hat, schließen kann (oder nur dann, wenn man einen Fehlschluss begehen will). Dr. habil. Heike Diefenbach hat dieses Problem für das Beispiel der empirisch unbegründeten Behauptung, dass Homosexuelle häufiger Selbstmord begehen als Heterosexuelle dargestellt

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Akademisierter Lynchmob gegen gemeinsame Erklärung: Nachtreten von Links

Wäre Wilhelm Hopf, der Verleger des LIT-Verlags, nicht risikoavers, sondern das, was man mit Joseph Schumpeter einen Entrepreneur nennen kann, dann hätte er die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, die sich ihm geboten hat, als eine Reihe von vermeintlichen Wissenschaftlern, die im LIT-Verlag publiziert haben oder Zeitschriften des LIT-Verlages herausgeben, offen gegen ihn und seine Unterschrift unter der Gemeinsamen Erklärung Stimmung gemacht haben. Die Chance bestand darin, alle Unterzeichner rauszuwerfen bzw. von weiteren Publikation beim LIT-Verlag auszuschließen und den LIT-Verlag neu zu definieren, neue, junge Wissenschaftler, solche mit Ideen, an die Stelle der ausgelaugten alten zu setzen, die schon eine simple Unterschrift unter zwei Sätzen so aus der Bahn werfen kann, dass sie hyperventilieren, wild assoziieren und mit verbalen Fackeln vor dem Verlagsgebäude von Hopf auftauchen.

Aber Wilhelm Hopf ist risikoavers. Deshalb hat er die Chance vertan, die sich ihm bot. Deshalb ist der LIT-Verlag immer noch die vertrocknete Version eines deutschen Mainstream-Verlags, in dem Ideenlose für Einfallslose publizieren und Zeitschriften herausgeben, in denen die Langeweile zum Programm ist.

Und weil Hopf die schlechteste aller Handlungsmöglichkeiten gewählt hat, weil er seine Unterschrift zurückgezogen und sich damit in die Notwendigkeit, fadenscheiniger Erklärungsversuche begeben hat, ist er nunmehr Freiwild, das alle jagen können, die sich entweder für gut halten, sich als gut inszenieren wollen, die signalisieren wollen, wie gut sie doch sind und die ansonsten, außer ihrer affektiven Zuordnung nichts zu bieten haben, keine Leistung, keine Kompetenz, kein Ereignis, das in ihrer Umwelt einen positiven Eindruck oder gar eine Veränderung zum Besseren, Effektiveren bewirkt hätte.

Berliner Heni: Fussball-WM 2006 ist schuld an AfD

Clemens Heni ist der bislang letzte, der im Tagesspiegel gegen Wilhelm Hopf nachtreten darf. Heni ist ScienceFiles Lesern dadurch bekannt, dass er in einem Anfall von Assoziations-Wahnsinn eine Verbindung zwischen der Fußball-WM 2006 in Deutschland, dem damit verbundenen „deutschnationalen Symbol“ und dem Aufstieg der AfD gut 10 Jahre später hergestellt hat. Heni, der im Tagesspiegel als Politikwissenschaftler und Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) verkauft wird, gehört zu denen, die wir als Extremismus-Unternehmer bezeichnen. Sie verdienen ihr Geld mit der Beschwörung politischer Katastrophen (selbstverständlich von rechts), mit dem Verkauf von Antidoten (selbstverständlich von links), der Verbreitung von Verschwörungstheorien und der Eigen-Inszenierung als Retter der nicht-rechten Welt.

Als solcher Messias der armen linken Leute ist Heni im Tagesspiegel angetreten, um eine Verschwörungstheorie ganz eigener Art zu verkünden, für deren Langform er in Marburg den Doktortitel verliehen bekommen hat. Doktortitel, die man früher als Doktorwürde bezeichnet hat, aber von Würde trauen sich nicht einmal mehr die Linken im Zusammenhang mit Doktortiteln zu sprechen, sind ein Beispiel für ein gefallenes Kulturgut. Früher waren sie in der Regel Indikator für eine besondere Leistung und entsprechende Kompetenzen des Titelinhabers, heute sind sie in den meisten Fällen (es gibt immer noch Ausnahmen) der Beleg dafür, dass der Inhaber genug Sitzfleisch hatte, um sich selbst durch die Langeweile zu schreiben, die seine Qualifikationsarbeit bei denen, die sie lesen müssen, verbreitet.

Heni ist kein Politikwissenschaftler, politischer Wissenschaftler, nein politischer Aktivist trifft es besser, denn Heni gehört zu denen, die ihre Mission mit Wissenschaft verbinden wollen, die ihre angebliche Erkenntnis als neue Heilslehre, an der die Welt genesen soll, verkaufen wollen. Das hat zwei Vorteile: Wenn man behauptet, auf der Seite der Guten zu stehen, fragen nur noch wenige nach den Argumenten und die, die dennoch fragen, die kann man versuchen, als Böse abzukanzeln, in der vergeblichen Hoffnung, damit alle Kritik im Keim erstickt zu haben. Im Genderismus kann man dieses Spiel fast täglich beobachten. Heni gehört in den Kreis der Genderisten. Er verkauft zwar Antisemitismus tut dies aber im „Kontext von Judith Butler“. Gleich und Gleich gesellt sich eben gerne.

Auch der Direktor Heni ist mehr oder minder eine Inszenierung, denn das Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) macht mehr den Eindruck einer Patchwork-Veranstaltung, die außer einer (schlecht gemachten) Internetpräsenz wenig vorzuweisen hat. Ebenso wenig, wie der Verlag oder Selbstverlag „Edition Critic“, in dem Heni gezwungen ist, seine Schreibereien zu publizieren. Er hat es nicht einmal in den LIT-Verlag geschafft.

Damit sind wir wieder bei Wilhelm Hopf und dem Tritt, den Heni im Tagesspiegel ungefährdet dem am Boden Liegenden verpassen darf.

In seinen Studien zur Ethnomethodologie beschreibt Howard Garfinkel den Insassen einer Irrenanstalt, der denkt, er werde vom FBI verfolgt. Was die Beschreibung von Garfinkel so unangenehm macht, ist die Tatsache, dass der beschriebene Irre über die Fähigkeit verfügt, die belanglosesten Ereignisse, die geringsten Anlässe über eine Reihe von Assoziationen so aufzublasen, dass er sie in rationaler Weise als Beleg seiner Wahn-Vorstellung, er werde vom FBI verfolgt, ausgeben kann.

Die Unruhe, die bei normalen Menschen entsteht, wenn sie vorgeführt bekommen, wie schmal der Grat zwischen Normalität und Wahnsinn doch ist, sie hat bei Bertrand Russell zu der Feststellung geführt, dass ihn die Vorstellung, man könne den Irren, der sich für ein Rührei halte, nur deshalb verurteilen, weil er sich in der Minderheit befinde, beunruhige. Russell war niemand, der zur Hysterie geneigt hätte.

Die Unruhe von Russell sie hat uns begleitet, als wir die Abrechnung des nicht-LIT-Autoren Clemens Heni mit Wilhelm Hopf, dem Verleger des LIT-Verlags, gelesen haben. Die Assoziationskette von Heni, sie verläuft wie folgt:

Henning Eichberg, dem in Deutschland Kredit für die vermeintliche Erfindung des Begriffs „Ethnopluralismus“ und die Begründung der „Neuen Rechten“ gegeben wird, stecke hinter Versuchen, die Linke mit Ideen der neuen Rechten zu infiltrieren, um die Ideen der neuen Rechten salonfähig zu machen.

Henning Eichberg sei Mitbegründer der Grünen gewesen.
Henning Eichberg habe in SPD-Publikationen veröffentlicht.
Henning Eichberg habe auch für die PDS geworben.

All dies ist kein Wunder, denn Eichberg war, wie Alain de Benoist im Grunde ein Feind von Kapitalismus und Liberalismus und ein Freund des Sozialismus. Abermals gilt: Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Nun ist für Heni die Nähe von Eichberg zu Grünen, SPD und PDS nicht Indiz dafür, dass das, was Grüne, SPD und PDS Mitglieder denken, mit dem, was Eichberg denkt, zumindest in Teilen kompatibel bzw. dass es in Teilen anschlussfähig ist, wie es in intellektuell heißt, sondern dafür, dass Eichberg, ein Man on a mission war: Mission Unterwanderung. Mission Verbreitung der Neuen Rechten. Eichberg, so will Heni seinen Lesern glaubhaft machen, sei ein geschulter rechter Kader, der versucht hat, die drei Parteien mit seinen Ideen zu unterwandern und „rechsextreme Ideologie als links zu verkaufen“.

Es sind Sätze wie der gerade zitierte, die Russell und uns schaudern machen. Die Wirkung von Ideologien beruht darauf, dass sie für glaubwürdig gehalten werden. Damit Hennig seine Ideologie als links verkaufen kann, muss sie von LINKEN für glaubwürdig gehalten werden. Wenn aber Linke eine Ideologie adaptieren, weil sie sie für glaubwürdig halten, was heißt das für die Ideologie? Ist sie dann Links oder ist sie das nicht?

Man kann nur dann der Ansicht sein, dass eine Ideologie, die von vielen Linken für links gehalten wird, nicht links ist, wenn man einen Essentialismus des wahren Linken verfolgt, einen Essentialismus, den nur Eingeweihte zu erblicken und zu durchschauen vermögen, Hohepriester des Sozialismus wie Heni zum Beispiel. Da ist es wieder, unseres und das Schaudern von Russell.

Doch zurück zur Assoziationskette.
Der Unterwanderer der Linken, Eichberg, nicht Eichstätt oder Eichmann, nein Eichberg, er hat im LIT-Verlag publiziert. Bücher wie: „Die historische Relativität der Sachen oder Gespenster im Zeughaus“ – ein Klassiker der Neuen Rechten, wenn es nach Heni geht.

Oder das hier:
Die Nase als Zeitmaß oder über das Zappeln des Körpers im Munde. In der Reihe: „Der menschliche Körper im Munde des deutschen Volkes“.
Wohl Ethnopluralismus in Reinkultur, wenn es nach Heni geht.

Oder das hier:
Die proletarische Freidenker-Bewegung: Geschichte, Theorie, Praxis
Wohl ein Buch über die gelebte Praxis in der Neuen Rechten

All diese Bücher habe Eichberg mit Bedacht im LIT-Verlag platziert. Wir zitieren die Erkenntnis von Clemens Heni:

„In den achtziger Jahren veröffentlichte der Lit Verlag diverse Schriften des neurechten Vordenkers Henning Eichberg, die von Hopf zum Teil mit Nachworten angepriesen wurden, etwa „Die Veränderung des Sports ist gesellschaftlich“ von 1986 oder „Körperkulturen und Identität. Versuche einer alternativen Aufmerksamkeit“ von 1989.“

Das zuerst genannte Buch ist ein Diskussionsband über die Arbeiten von Hennig Eichberg im Bereich der Sportpsychologie bzw. Sportsoziologie

Das dann erwähnte Buch handelt unter anderem vom Nutzen, den Massensportereignisse für den Macherhalt herrschender Gruppen abgeben, einen Nutzen, dem Eichberg nicht positiv gegenüber steht (er findet sich hier eher im Einklang mit Michel Foucault, den der Genderismus, vermutlich ohne mehr als 10 Seiten zu lesen, zu einem seiner Gurus erklärt hat). Was beides mit der Neuen Rechten zu tun haben soll, ist vermutlich nur Clemens Heni ersichtlich, aber immerhin erklärt sich hier seine Assoziation zwischen AfD und Fußballweltmeisterschaft. Russelsches Schaudern zum x-ten Mal.

Nun hat, wie Eichberg weiter schreibt, Götz Kubitschek in der Zeitschrift „Sezession“, die vom Verlag Antaios, dessen Verleger Kubitschek ist, herausgegeben wird, in einem Nachruf auf Eichberg geschrieben, dass Eichbergs Ideen für eine Generation der „jungen und rechten Intelligenz“ wichtig gewesen seien, wenngleich diese Generation von Eichberg ständig enttäuscht worden sei, weil Eichberg so sprunghaft gewesen und kein Interesse an der Ausarbeitung seiner Weltanschauung gehabt habe. Das zitiert Heni und merkt nichts dabei. Er merkt nicht, dass er Kubitschek gerade zur unangefochteten Autorität der Neuen Rechten erklärt, deren Urteil er, Heni, sich unterwirft. Er merkt nicht einmal, dass Kubitschek, die Autorität für Heni, den Dienst, den Eichberg der Neuen Rechten erwiesen hat, mit gemischten Gefühlen sieht.

Aber so ist das in Assoziationsketten, die Assoziation wird von einem Stimulus auslöst. Gibt es noch andere, dann werden diese übersehen oder ignoriert. Und so kommt es, dass Heni nicht nur meint, die Fußballweltmeisterschaft 2006 und die Schwarz-Rot-Goldenen Fahnen, die er als deutschnationale Symbolik ansieht (er will zwar Politikwissenschaftler sein, kennt aber offensichtlich die Bedeutung des Begriffs „deutschnational“ nicht, nicht einmal den Hang zum Kaiser, der damit verbunden ist (nicht zu Franz Beckenbauer!)) sei die Ursache der Wirkung AfD, die mit 10 Jahren Verspätung eingetreten ist. Er meint auch, dass ein Verleger, der in den 1980er Jahren Bücher eines Autoren, Henning Eichberg, verlegt hat, der auch in Publikationen der SPD, der Grünen und der PDS zu finden ist, 28 Jahre später mit einer Unterschrift unter einer Gemeinsamen Erklärung zeige, dass die Strategie, des 2017 verstorbenen Eichbergs, die Linke mit Ideen der Neuen Rechten zu unterwandern, aufgegangen sei und dies, obwohl Hopf, der Verleger vom LIT-Verlag gar kein Linker ist, was ihn für Heni zu einem Rechten im Geiste macht.

Russell schaudert und wir fragen uns, ob wir dem Irren aus der Erzählung Garfinkels mit unserer Assoziation Unrecht tun.


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Zeitgeist schafft Rechtsextremismus-Unternehmer: Die Amadeu-Antonio-Stiftung

Man kann diesen Beitrag auf mehrere Arten beginnen.
Zum Beispiel so: Es ist an der Zeit den Begriff Nepotismus für Deutschland neu zu definieren.

Vor allem die angebliche Mittelherkunft ist interessant!

Oder so: Kartellämter sollen Preisabsprachen zwischen Unternehmen verhindern. Wer verhindert Absprachen zwischen so genannten Stiftungen, die darauf abzielen, sich auf Kosten von Steuerzahlern zu bereichern?

Oder so: Korruption haben wir bislang nur als politische Korruption gefasst. Wir haben die soziale Korruption vergessen.

Oder so: Investoren, die in Wertpapiere investieren wollen, tun gut daran, ihre Investitionen über Aktien, Bonds und Staatsobligationen zu streuen, um ihr Risiko zu diversifizieren. Ökonomen sprechen hier von einem Portfolio. Es gibt aber nicht nur Portfolios bei Investoren, es gibt auch Portfolios bei dem, was wir Mistel-Unternehmer nennen, Akteure die fast ausschließlich von Steuergeldern leben, die es ohne dass Steuergelder in ihre Taschen geleitet würden, nicht gäbe. Diese Mistel-Unternehmer haben die Diversifikation perfektioniert: Sie kassieren auf regionaler, auf Landesebene, bei Bund, Ländern und Gemeinden, sie greifen Geld an allen möglichen Quellen ab, um ihr Werk, das niemand wirklich braucht und das man nicht vermissen würde, wäre es von heute auf morgen verschwunden, üppig, sehr üppig, lavish, zu finanzieren.

Wir präsentieren im Folgenden die Zwischenergebnisse einer Netzwerkanalyse zur Amadeu-Antonio-Stiftung, die zu all den Einleitungen passt, die wir gerade geschrieben haben. Die Netzwerkanalyse zeigt unappetitliche Verbindungen, die den Geschäftsführer der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS-Stiftung) als Vorstand eines Vereins sehen, der wiederum von der AAS-Stiftung und somit aus Steuermitteln, die vom BMFSFJ oder vom Bundesministerium für Justiz oder von der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration oder vom Berliner Senat kanalisiert oder direkt zugewiesen werden, finanziert wird. Die AAS-Stiftung selbst unterhält ein kleines Imperium das von der Existenz von Rechtsextremismus und Antisemitismus abhängig ist, denn das Geschäftsmodell sieht die Bekämpfung beider vor. Dazu gehört es auch, die Gefahr beider regelmäßig zu beschwören und hochzureden, damit die Steuermittel noch üppiger fließen.

Zu jedem Eintrag in der Abbildung gibt es eine Webseite. Auf keiner dieser Webseiten fehlt der Spendenaufruf. Die Rechtsextremismus-Unternehmer verfolgen offensichtlich ein duales Geschäftsmodell: Einerseits Steuermittel an so vielen Stellen wie nur möglich, beim BMFSFJ, beim BMJ, bei der Stadt Berlin, der Landeshauptstadt München, der Stadt Eberswalde, dem Land Thüringen, dem Land Sachsen, dem Land Brandenburg, der FES abgreifen und dieses Geld unter anderem dazu benutzen, über die Schaffung möglichst vieler Webseiten und die Vernetzung mit möglichst vielen anderen Rechtsextremismus-Unternehmern neue Einnahmequellen zu erschließen. Derzeit werden Steuermittel nicht nur dafür verschwendet, mit dem Rechtsextremismus ein Problem zu bekämpfen, das es nicht gibt, sondern auch dafür, den Rechtsextremismus-Unternehmern Mittel an die Hand zu geben, um ein Webseiten-Imperium aufzubauen, das mit Spendenlinks bestückt werden kann, so dass das zukünftige Einkommen aus vielen diversifizierten Quellen bezogen werden kann.

Dass bei diesem Unterfangen persönliche Interessen und Unternehmensinteressen ein Sponger-Amalgam eingehen, sieht man am Beispiel von Timo Reinfrank, der als Geschäftsführer das AAS-Stiftung nicht nur für die neun AAS-Projekte verantwortlich ist, die in unserer Abbildung aufgeführt sind, er ist über seine Vorstandstätigkeit im Verein für Demokratische Kultur Berlin für weitere drei Projekte verantwortlich und weil das alles noch nicht reicht, sitzt er im Vorständen und Beiräten anderer Projekte.

Das Einsammeln von Geld, die AAS-Stiftung ist dabei, es zu perfektionieren, ohne Risiko, denn die Kosten werden weitgehend aus Steuermitteln finanziert und das Beste ist: Ohne Gegenstand, denn würde man von heute auf morgen jeglichen Kampf gegen Rechtsextremismus aufgeben, kaum jemand würde in seinem täglichen Leben etwas davon merken. Nur mehrere Dutzende von Mitarbeitern, die in den Projekten versorgt werden, sie würden es merken: Sie wären arbeitslos und müssten sich eine richtige Arbeit suchen.

Unsere Netzwerkanalyse ist bei weitem nicht vollständig. Wir haben nur einen Teil aufgenommen und unzählige Beteiligungen der AAS-Stiftung, von denen wir wissen, wie z.B. all die Anteile, die die AAS-Stiftung in den so genannten RAAs hält, den regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie, nicht weiter recherchiert.

Dazu fehlt uns die Zeit.
Das war die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht: Wer ein Interesse daran hat zu wissen, wo sein Steuergeld bleibt und wer die vielen Verflechtungen der AAS-Stiftung mit anderen Rechtsextremismus-, Antisemitismus- und Rassismus-Unternehmern, ihre Verbandelung mit Parteien, Gewerkschaften und Institutionen gerne offengelegt hätte, der kann unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen. Sobald wir es uns leisten können, geht es dann weiter mit der Netzwerkanalyse.


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