Sollen Flüchtlinge Gebühren für Asylantrag zahlen?

Rechts!
Rechtspopulistisch!
Rechtsextrem!

Die Menge der Ideen und Vorschläge, die in der Welt der politisch Korrekten als rechts, rechtspopulistisch, rechtsextrem, also aus ihrer Sicht „böse“ bezeichnet werden, ist fast unendlich, fast so unendlich wie das von Steuerzahlern gefüllte Füllhorn, aus dem sich Linke großzügig bedienen und aus dem sie die Geschenke finanzieren, mit denen sie sich als Gutmenschen ausweisen wollen.

Es ist immer leicht, das Geld, das andere verdienen müssen, auszugeben.

Aber ist es auch gerecht über Steuergelder, die von anderen in abhängiger Lohnarbeit oder in selbständiger Tätigkeit 5 Tage die Woche und bei Selbständigen häufig auch am Wochenende erwirtschaftet werden, einfach zu verfügen als wäre es das eigene Geld und nicht einmal Rechenschaft über den Verbleib der Steuergelder abzulegen?

Wir werden ja nicht müde zu betonen, dass Gerechtigkeit ein relationales Maß ist, das die Anstrengung und Leistung, die X erbracht hat, mit dem Ergebnis E, das er dafür erhält, vergleicht und das Ergebnis des Vergleichs in Relation zu der Anstrengung und Leistung setzt, die Y erbracht hat, um das Ergebnis E1 zu erhalten.

Deshalb ist die Frage einfach zu beantworten.

Natürlich ist es NICHT gerecht, über das Geld anderer zu verfügen, es an Dritte zu verschenken. Umverteilung und politische Wohltaten sind nie gerecht, denn die Empfänger der Wohltaten oder die Profiteure von Umverteilung werden denen gegenüber, die das Steuergeld erwirtschaftet haben, bessergestellt.

Die einzige Möglichkeit, diese Ungerechtigkeit in die Tat umzusetzen, besteht eigentlich darin, an die Großzügigkeit, die Mildtätigkeit derer zu appellieren, die das Geld, das verteilt werden soll, erwirtschaften. Und natürlich kann eine solche Umverteilung nur auf Basis des Bedürfnisprinzips erfolgen, nicht auf Basis politischer Geschenke und schon gar nicht auf der Basis politischer Basenwirtschaft (also Korruption), auf der sie derzeit erfolgt.

Das bringt uns zurück zur Frage, die in der Überschrift gestellt wurde. Sollen Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, zumindest einen Teil der Verwaltungskosten tragen, die dafür entstehen, dass ihr Rechtsanspruch auf Asyl geprüft werden muss, sollen sie einen Teil der Verwaltungskosten tragen, die im Zusammenhang mit ihrer Aufenthaltsgenehmigung entstehen?

Die Beteiligung wäre nur mehr oder weniger symbolischen Werts würde aber zeigen, dass sich Flüchtlinge bewusst sind, dass nicht einmal in Deutschland die Steuergelder vom Himmel fallen und morgens als Manna auf den Straßen liegen.

Aber allein die Frage zu stellen, garantiert in Deutschland einen Shitstorm der Gutmenschen, von denen, die ihre eigene Gutheit gerne zur Schau stellen, so lange sie auf Kosten der anderen geht. Das verweist auf ein Grundproblem der deutschen Gesellschaft: Sie ist keine Gesellschaft. Sie ist viele kleine Gesellschaften, deren Mitglieder sich gegenseitig bekriegen und die versuchen, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Mehrere Legislaturperioden Merkel haben die neuen Konfliktlinien in der Gesellschaft geschaffen, eine Leistung, die gleich nach der Zerstörung der Weimarer Republik durch die Unfähigkeit der Politiker, die im Reichstag saßen, einzuordnen ist.

In reifen Gesellschaften, in reifen Demokratien, in denen man sich noch darüber bewusst ist, wie wichtig es ist, gerade die Bürger in die Gesellschaft einzubinden, die diese Gesellschaft tragen, sind derartige Fragen an der Tagesordnung.

Hier das Ergebnis auf die oben gestellte Frage aus einer Umfrage von YouGov.

Und wir nehmen dieses Ergebnis zum Anlass, um unsererseits in modifizierter Form zu fragen:

Sollen Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt worden ist, an den Verwaltungskosten, die ihr Aufenthalt verursacht hat, über eine Gebühr beteiligt werden?

Sollen Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt worden ist, an den Verwaltungskosten, die ihr Aufenthalt verursacht hat, über eine Gebühr beteiligt werden?

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