Interflug-Revival: SED will Fliegen wieder zur Parteisache machen

Dass Sozialisten und Kommunisten ein Problem mit bürgerlichen Freiheiten haben, ist hinlänglich bekannt. Die DDR hat diejenigen ihrer Bürger, die die Freiheit über den Todesstreifen hinaus, der die DDR zum Staatsgefängnis gemacht hat, gesucht haben, sofern sie Grenzschützern ins Visier gekommen sind, schlicht erschossen. Die Sowjetunion hat bürgerliche Freiheiten gleich zum genehmigungspflichtigen Luxus gemacht, die voreingestellte Option: Keine Genehmigung.

Die erfundene Klimakrise, die immer offener genutzt wird, um bürgerliche Freiheiten zu attackieren, mit dem Ziel, sie, wie einst unter Stalin, zum Luxusgut zu machen, das genießen kann, wer Parteisoldat ist oder wem es gelungen ist, das kommunistische Paradies per Flucht erfolgreich zu verlassen, hat eine neue kommunistische Blüte getrieben.

Bernd Riexinger, aus der Partei, die sich heute LINKE nennt, weil ihr das SED-Erbe noch peinlich ist, aus jener Partei, deren Parteimilliarden bis heute verschwunden sind, findet, dass das Fliegen zu billig ist. Das, so sagt er allen Ernstes, ist die Schuld des Kapitalismus, und – so fährt er fort:

„Fliegen war ja mal besser reguliert und überwiegend in öffentlicher Hand. Man hat einen wilden Konkurrenzkampf auf dem Flugmarkt zugelassen – zum Nachteil der Beschäftigten und zu Lasten des Klimas.”

Ja, die schöne Zeit von Interflug, der offiziellen Fluggesellschaft der DDR, als die Flugpassagiere noch von Parteischergen handverlesen wurden, die Liste der Zielflughäfen nur solche im befreundeten sozialistischen Ausland umfasst hat und als, natürlich, der Preis für ein Ticket von der Partei bestimmt wurde.

Das sind die herrlichen Zeiten, die Riexinger gerne wiederhätte, die schöne Zeit der DDR als die SED-Funktionäre noch die bürgerlicher Freiheiten in eigener Verwaltung hatten und es Bürgern nicht einfach möglich war, die Welt zu sehen, schon gar nicht die kapitalistische Welt mit ihren Verlockungen, ihren Gütern, ihren Waren, ihren Bananen.





Nein, Krisen wie die Klimakrise, sie sind ein willkommener Anlass für die alten Genossen, ihre verstaubten Vorstellungen von staatlicher Gängelung und Kontrolle wieder aus dem Keller zu holen, abzustauben und als Lösung für eine frei erfundene Krise zu präsentieren. Und wenn Riexinger schon einmal dabei ist, den Vorteil der Mangelwirtschaft im real-existierenden Sozialismus zu verkünden, kommt es auch auf ein paar sozialistische Lügen nicht mehr an: Wettbewerb gehe zum Nachteil von Beschäftigten und des Klimas, so seine Aussage.

Nun, wer Regime, die Marktwirtschaft durch Mangelwirtschaft (Planwirtschaft in ihrer Notation) ersetzt haben, betrachtet, der kann nicht umhin, die vielen Vorteile zu sehen, die den Arbeitern z.B. in Venezuela daraus entstehen, dass ihr festgelegtes Gehalt nicht ausreicht, um die Waren zu kaufen, die zum Leben notwendig sind, selbst wenn es sie in den leeren Supermarkt-Regalen der von Sozialisten so vorzüglich geplanten Versorgung der Bevölkerung, ganz ohne Wettbewerb zwischen den Unternehmen, gäbe, und in der Nostalgie sozialistischer Armut, die Riexinger schmackhaft machen will, zu schwelgen, jedenfalls dann, wenn er mit viel Nostalgie und wenig Hirn ausgestattet ist.

Es ist schon erschreckend, was derzeit in Deutschland wieder möglich ist. Leute wie Riexinger wären noch in den 1980er Jahren ausgelacht worden, sie wären verirrte Randgestalten mit sozialistischen Hirngespinsten gewesen, die keine öffentliche Beachtung gefunden hätten. Aber die Zeiten haben sich geändert und es sage noch einmal jemand, ARD und ZDF hätten keine sozialistische Agenda:

Wenn ein sozialistischer Übereiferer wieder von Verstaatlichung faselt, dann ist das offenkundig für die ARD und das ZDF von internationalem, nationalem, von gesellschaftlichem Interesse. Wenn ein Asteroid die Erde knapp verfehlt, dann ist das ARD und ZDF keinen Bericht wert. Man muss eben Prioritäten setzen. Agenda Setting nennen Kommunikationswissenschaftler immer noch diesen Versuch, Konsumenten zu suggerieren, das, was ein verirrtes Licht aus einer Partei, die der Verfassungsschutz beobachtet, erzählt, habe auch nur entfernt eine Relevanz.


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