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Ein Essay in Genderpest – Laudatio für Walter Krämer

Statistiken sind sein Geschäft. Seit Jahren leistet Walter Krämer einen signifikanten Beitrag (Fehlerniveau kleiner als 1 Prozent) zur Ausmerzung der gröbsten Fehler und Fehlinterpretationen, die man mit und auf Grund von Statistiken begehen kann. Seit Jahren macht sich Walter Krämer um die deutsche Sprache verdient. Der Unterstrich, den Sprachwirre willkürlich in Worten hinterlassen und das Sternchen, das dem eigentlichen Wort noch einen weiblichen Blinddarm anfügt, der weder sinnvoll ist noch gebraucht wird, sie sind für Walter Krämer Ausdruck von “sprachpolizeilichen Genderregeln”.

Sprachpolizei! Der Verweis macht Krämer auch zum kundigen der eigenen Gesellschaft, zum soziologischen Diagnostiker, der die Prozesse kennt, über die das kleine Licht zum mittelgroßen Strahler werden will, der andere nicht nur blenden, sondern auch disziplinieren, erziehen zu können glaubt. Dazu braucht er geliehene Macht. Die Überzeugungskraft, das Argument, der signifikante Nutzen in der Wirklichkeit, sie alle können die Sprachpolizisten nicht präsentieren, deshalb wenden sie sich hilfesuchend an den großen Patriarchen, den Übervater, an den sich die kleinen Lichter des Sozialismus immer gewendet haben: den Staat. Angebeteter, Vaterersatz und Objekt der Begierde zugleich, soll der Staat sie mit Status und Position und Macht über andere ausstatten, damit sie ihre “sprachpolizeilichen Genderregeln” durchsetzen können. Nicht mit Walter Krämer. Er weiß, dass er es mit “Genderpest” zu tun hat.



Und wie alle großen Soziologen so weiß er, wie man die kleinen Wichte, die von nichts etwas wissen, aber der Überzeugung sind, dass sie schon alles wissen, alles beurteilen können, alles besser wissen, zum Laufen bringt. Sie die ihre Überlegenheits-Überzeugung auf die Tatsache gründen, dass man ihnen ein Abitur geschenkt und sie an eine Hochschule gelassen hat. Eine Leistung, die rund 42% der Schüler eines Jahrgangs heute zu bringen im Stande sind. Nichts besonderes also. Im Gegenteil, ein Malus. Statistiker wie Walter Krämer kennen die Normalverteilung, z.B. die der Intelligenz. Die normal Begabten finden sich in der Mitte, 34,1% weichen nach oben und nach unten davon ab, nur rund 16% befinden sich im Hochleistungsbereich. Wenn es 40% eines Jahrgangs an eine Universität schaffen, diese 40% eine soziale Selektion darstellen, weil Mittelschichtslehrer Arbeiterkinder aussortieren, z.B. um die Konkurrenz für die eigenen Kinder zu reduzieren, dann folgt daraus die signifikante und sichere Feststellung, dass mindestens die Hälfte derer, die sich an Hochschulen ihren Hintern plattdrücken, nicht an Hochschulen gehören.

Diejenigen, die mit der Lehre an Hochschulen überfordert sind, die flüchten sich in die Ideologie. Regelmäßig findet man sie dann in Gender Studies oder im AStA oder in anderen akademischen Markets for Lemons.

Wissenschaftler und Unternehmer bemühen sich, Auswahlkriterien zu finden, um die Zitronen von den Kompetenten zu trennen. Krämer ist auch hier ein Pionier. Er hat einen ganz einfachen Test entwickelt, um diejenigen zu isolieren, die für die Erkenntnis verloren sind.

Dass eine Korrelation keine Kausalität darstellt und Adolf Hitler zu denen gehört, die den Unterschied zwischen beiden nicht kennen, ist am Beispiel offenkundig: “Der Nationalsozialismus hätte niemals in Deutschland siegen können, hätte ich nicht das Rauchen aufgegeben”, sagt Hitler und Krämer fügt an: “Dagegen waren Churchill, Roosevelt und Stalin Kettenraucher”. Laster verbinden, Puritanismus macht einsam. Die Alliierten Kettenraucher waren bekanntlich über den Nichtraucher Hitler siegreich. Ein eindrücklicher Beleg für die Folgen des Nichtrauchens.

Und ein prima Test, um Hohlkörper, die nichts anderes können, als nach der Aufnahme des Stimulus “Hitler” in den Nazi-Panikmodus zu verfallen, von denen zu trennen, die nicht sofort von Hochschulen verwiesen werden müssen. Der AStA der TU-Dortmund ist bei diesem Test leider durchgefallen. Der Aushang zu Hitler sei “verstörend”, so schreiben die Astaner. Seine Rede von der “rot-grünen Weltverbesserungsideologie” sei für die Neue Rechte anschlussfähig, schreiben sie. Offenkundig ist ihnen der Witz hinter dem Aushang entgangen, Ihnen, die doch angeblich so gut im subjektiven Dekonstruieren von Aussagen sind.

Aber Krämer ist auch Pädagoge, weiß, dass Studenten oftmals einen schlechten Tag ziehen oder einfach etwas Zeit benötigen, um sich zur korrekten Antwort vorzukämpfen. Für sie gibt es Test 2, die Gelegenheit, sich zu rehabilitieren oder vollständig zu blamieren.

Hans-Olaf Henkel sagt: “Es gibt 57 islamische Länder in der Welt. Da muss es ja ein wahnsinniger Zufall sein, dass es in keinem dieser Länder eine Demokratie gibt, nicht eine.” Walter Krämer schreibt dazu: “ein einfacher Signifikanztest”. Und in der Tat, es ist ein einfacher Signifikanztest, einer mit leeren Zellen, einer der zeigt, dass Demokratie nicht die Regierungsform der Wahl für islamische Länder ist. 



Und was sagen die AStAner

Wir zitieren, die AStAner, die Walter Krämer zitieren:

“Vor Hans-Olaf Henkel und Bernd Lucke, den ich seit vielen Jahren gut kenne, habe ich Riesenrespekt. Die haben meine volle Sympathie.” 

Und sie kommentieren:

“Vor dem Hintergrund dieser Aussage wird auch deutlich, dass Herr Krämer das aktuelle Zitat von Henkel in seinem Schaukasten nicht ironisch oder als Kritik versteht”.

Durchgefallen.

Natürlich versteht Krämer das Zitat nicht ironisch oder als Kritik, sondern als Tatsachenaussage. Es ist nun einmal so, dass Saudi Arabien ein Königreich, Ägypten eine Autokratie, der Irak eine Korruptokratie und der Iran eine religiöse Feudalherrschaft als Regierungssystem haben und keine Demokratie. Es ist auch so, dass ein Signifikanztest dann, wenn eine Verteilung leere Zellen aufweist, immer positiv ausfällt. Das macht die Signifikanz zu einer so anfälligen Methode, 

dass man in manchen Fällen von einem “sehr einfachen Signifikanztest” sprechen muss, ganz unironisch, eher mit Bezug auf die Aussagekraft. 

An Hochschulen sollen Studenten u.a. das Denken außerhalb von Schablonen lernen. Ihnen soll das Handwerkszeug an die Hand gegeben werden, das es ihnen ermöglicht, auf Behauptungen anders als Pawlows Hund zu reagieren, nicht mit Speichel, sondern mit Überlegung, nicht mit dem Automatismus von Response auf Stimuli, sondern mit überlegter Analyse und Abstand zu den Dingen. Wer den Signifikanztest von Hans-Olaf Henkel nur als Angriff auf den Islam zu werten vermag, wer die Aussage nur dann ertragen kann, wenn sie ironisch gemeint ist, weil sein Weltbild keinerlei Kontrastierung mit der Realität überlebt, wer reagiert, wie ein Stimulus-Response-Depp, dem man einen Knochen “Islam” wirft und zu dem man Fass sagt, der hat an einer Hochschule nichts zu suchen.

Walter Krämer steht im Kampf um die Rettung der Hochschulen vor der rechtsschiefen IQ-Verteilung, im Kampf um die Entkernung der Hochschulen von ideologischem Unrat und von “Genderpest” in erster Reihe. 

Ihm gebührt unsere Hochachtung.


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