BN3, Sonnenflecken und die nächste kleine Eiszeit

Als wöchentlichen Service für die Leser, die sich für das interessiert, was uns umgibt, das Weltall und die Sonne, die natürlich beide keinerlei Einfluss auf das Erdenklima haben, da nur Menschen Klimawandel hervorbringen können, wie uns regelmäßig versichert wird, bringen wir ab heute zunächst jeden Samstag ein paar Meldungen zu “life, the universe and everything”.

Beginnen wir mit BN3.

BN3 hat ungefähr die Größe des Arc de Triomphe in Paris (rund 50 Meter in Breite und 23 Meter in Höhe) und rast derzeit mit rund 104.125 km/h und damit weit jenseits der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf uns zu. Bei JPL, die eine “Small Body Database” unterhalten, in der alle bekannten Asteroiden und Gesteinsbrocken, die der Erde in die Quere kommen könnten, verzeichnet sind, findet sich die folgende Abbildung, die zeigt, wie BN3 am Montag die Umlaufbahn der Erde um die Sonne schneiden wird:

JPL – Small Body Database

BN3 und Erde sind oben links zu sehen. Die Nähe ist zwar groß, aber nach Berechnungen von JPL doch so weit entfernt, nämlich 2,62 Millionen Kilometer, dass man sich auf der Erde keine Sorgen machen muss, anders als 2013. Damals ist in Chelyabinsk in Russland ein Meteor explodiert, der deutlich kleiner als NB3 war, aber dennoch 1000 Verletzte und einen hohen Sachschaden hinterlassen hat.

Derartige Kleinigkeiten, die aus dem Weltall auf uns fallen können, sind natürlich nicht der Rede wert, wenn man sie mit dem wahnsinnigen Einfluss vergleicht, den Menschen auf diesen Planeten und vor allem sein Klima haben.



Irrelevant ist auch die Sonne, in deren nördlicher Hemisphere sich seit langem einmal wieder ein Sonnenfleck sehen lässt. Indes ist AR2757 kein wirklich neuer Sonnenfleck, denn er hat die falsche Polarität. Er gehört entsprechend noch zum alten Sonnenzyklus 24 und noch nicht zum neuen Sonnenzyklus 25.

SDO – Solar Dynamics Observatory

Die NASA geht in ihren Berechnungen davon aus, dass Sonnenzyklus 25 deutlich schwächer ausfallen wird als Sonnenzyklus 24. Ein schwacher Sonnenzyklus geht gewöhnlich damit einher, dass das Klima auf der Erde kälter wird. Im sogenannten Maunder Minimum, das von rund 1645 bis 1715 währte, waren Sonnenflecken eine seltene Erscheinung. Die NASA schreibt dazu:

“From 1650 to 1710, temperatures across much of the Northern Hemisphere plunged when the Sun entered a quiet phase now called the Maunder Minimum. During this period, very few sunspots appeared on the surface of the Sun, and the overall brightness of the Sun decreased slightly. Already in the midst of a colder-than-average period called the Little Ice Age, Europe and North America went into a deep freeze: alpine glaciers extended over valley farmland; sea ice crept south from the Arctic; and the famous canals in the Netherlands froze regularly—an event that is rare today.”

Die wenigen Sonnenflecken, die die Sonne bislang produziert hat (nur einen mit der richtigen Polarität) bestätigen die Vorhersage der NASA, nach der Sonnenzyklus 25 der schwächste Sonnenzyklus seit mindestens 200 Jahren sein wird. Damit wären wir noch nicht im Bereich des Maunder Minimums, aber im Bereich des Dalton Minimums (ca. 1796 bis 1820), das sich ebenfalls nicht durch Temperaturrekorde ausgezeichnet hat, jedenfalls nicht nach oben …

The forecast for the next solar cycle says it will be the weakest of the last 200 years. The maximum of this next cycle – measured in terms of sunspot number, a standard measure of solar activity level – could be 30 to 50% lower than the most recent one. The results show that the next cycle will start in 2020 and reach its maximum in 2025.

Quelle

Aber natürlich ist der Einfluss der Sonne auf das Klima vernachlässigbar, denn im neuen Klima-Kult macht der Mensch das Wetter. Der Klima-Kult ist ein direkter Nachfolger des Geozentrischen Kults, der die Erde im Zentrum des Universums verortet hat. Alles drehte sich damals um die Erde. Der Klima-Kult ist etwas zurückhaltender. Menschen stehen nur noch im Zentrum des Klimas, sind eine Art Wettermänner, die – wie sibirische Schamanen – das Klima durch ihren CO2-Tanz determinieren.

Und dass sie immer hektischer Tanzen und immer heftigere Katastrophen und Apokalypsen beschwören, das liegt daran, dass ihnen die Zeit davonläuft … Die Behauptung, die Erde würde sich erwärmen, lässt sich denen, die sich gerade den Allerwertesten abfrieren, nicht wirklich vermitteln.




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