Laurence Fox wird den wenigsten Deutschen ein Begriff sein. Im Vereinigten Königreich ist er Film- und Fernseh-Enthusiasten ein Begriff. Fox ist Schauspieler, Absolvent der Royal Academy of Dramatic Art. Daneben hält er noch als Musiker die Tradition der singasong-Writer aufrecht. Ein vielseitiger Mensch. Sehr vielseitig, denn Laurence Fox hat gerade eine Partei gegründet, die die britischen Tories und Labour das Fürchten lehren könnte. Dazu gleich.
Dass Laurence Fox eine Partei gegründet hat, ist eine jener Geschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann und im Fall von Fox beginnt die Geschichte mit seinem Auftritt in der Diskussionssendung „BBC Questiontime“ am 16. Januar 2020, in der er mit einer woken Zuschauerin, die ihm Rassismus vorgeworfen hat, weil er weiß ist, aneinander geraten ist.
Die Sequenz im Einzelnen:
Fox: „Es ist so einfach jeden des „Rassismus“ zu beschuldigen und ehrlich gesagt, es wird langweilig.“ Zuschauerin: „Was mich an ihrem Kommentar besorgt: Sie sind ein weißer, privilegierter Mann, der nie Rassismus erlebt hat.“ Fox: [Seufzt und legt den Kopf in die Hände]: „Ich kann nichts an dem ändern, was ich bin, es ist eine unveränderliche Charakteristik. Wenn sie mich einen weißen privilegierten Mann nennen, dann sind Sie der Rassist, das ist rassistisch.“
Man kann sich vorstellen, dass die britische, woke Linke nach dieser Sequenz zur besten Sendezeit jenseits des Siedepunktes angekommen war. Die Anfeindungen gegen Laurence Fox und die Art und Weise, in der versucht wurde, seine Karriere zu zerstören, waren am oberen Rande dessen, was der link(sextrem)e Mob an Niedertracht zu offenbaren vermag. In einem langen Interview mit Steve Edington hat sich Fox zu dem geäußert, was über ihn hereingebrochen ist, nachdem er von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat.
Seine Erfahrung mit „Cancel Culture“, also dem link(sextrem)en Mob, der wie von Sinnen über jeden herfällt, der seine Glaubensinhalte nicht teilt, sitzt bei Fox tief. Es gibt ein weiteres Interview mit Peter Whittle vom New Culture Forum, in dem das deutlich wird, so wie seine Entschlossenheit deutlich wird, nicht mehr länger am Rand zu stehen und dabei zuzusehen, wie linke Horden jede Form von Freiheit mit Füßen treten.
Und deshalb hat Laurence Fox eine Partei gegründet, die er nie gegründet hätte, wenn ihm nicht widerfahren wäre, was ihm widerfahren ist. Fox ist damit eines jener Beispiele, die Geschichte prägen, die sich in Situationen wiederfinden, die sie entweder stillschweigend akzeptieren oder zum Anlass nehmen können, um etwas zu ändern.
Fox will ändern.
Seine neue Partei, die noch von der Electoral Commission zugelassen werden muss, hat bereits mehr als eine Millionen Pfund Startkapital angesammelt, zum Teil von Spendern, die normalerweise die Tories unterstützen, ein Indiz dafür, dass die Untätigkeit der Tory Regierung, die den woken Mob gewähren lässt, auch in den eigenen Reihen nicht länger hingenommen wird. Die Briten seien es leid, als Faschisten und Rassisten bezeichnet zu werden, als das, wogegen sie in der Geschichte regelmäßig gekämpft haben, sagt Fox. Und politische Kommentatoren sehen in seiner Partei, die den provisorischen Namen „Reclaim“ trägt, auch eine Art „UKIP für Kultur“, was weniger auf die ideologische Ausrichtung, sondern die Wirkung bezogen ist. Im Gegensatz zu Deutschland werden im Vereinigten Königreich Parteien nicht vornehmlich dazu gegründet, um einen Sitz in Westminster zu erringen, sondern um Druck auf andere Parteien auszuüben.
Im UK wird bekanntlich nach dem Mehrheitswahlsystem gewählt. Die Wahlkreise werden auf Basis einer Formel, die Bevölkerungsanzahl und Fläche ins Verhältnis setzt, bestimmt. Die Anzahl der Wahlberechtigten in den 650 Wahlkreisen des Vereinigten Königreichs variiert zwischen 60.000 und 90.000. In dem, was als marginal constituency bekannt ist, also in Wahlkreisen, die zwischen zwei Parteien, in der Regel zwischen den Tories und Labour umkämpft sind, entscheiden oft wenige Stimmen darüber, wer in das House of Commons einzieht. Ein zusätzlicher Kandidat, der zur Wahl steht, kann das Zünglein an der Waage sein, das über Wohl und Wehe der anderen Kandidaten entscheidet.
Ein Beispiel aus der jüngsten Geschichte, der walisische Wahlkreis Brecon and Radnorshire. Die beiden Wahlen unten fanden innerhalb eines halben Jahres, am 1. August und am 12. Dezember statt.
By-Election: 1. August 2019
General Election: 12. Dezember 2019
Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage in Brecon and Radnorshire trägt einen Namen: Brexit Party. Während die Brexit Party zur By-Election (eine außerordentliche Wahl, die in einer Legislaturperiode notwendig wird, weil der MP gestorben oder zurückgetreten ist oder inhaftiert wurde) angetreten ist und mit den 3.361 Stimmen für Des Parkinson verhindert hat, dass Christopher Davies von den Tories den Wahlkreis gewinnen konnte, hat die Brexit Party darauf verzichtet, anlässlich der General Election einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Die Tories haben den Wahlkreis nunmehr komfortabel für sich entschieden.
Das ist die Macht kleiner Parteien im Vereinigten Königreich, die ihnen das Mehrheitswahlrecht gibt, ein zutiefst demokratisches Wahlrecht, das es nicht nur erlaubt, Parteien im Parlament Beine zu machen, sondern auch den Wählern die Möglichkeit gibt, ihren Abgeordneten in die Pflicht zu nehmen. Fox hat bereits angekündigt, mit seiner Partei vor allem in Marginal Constituencies antreten zu wollen, was diejenigen, die diese Wahlkreise derzeit inne haben, natürlich verhindern wollen. Das können sie dadurch, dass sie, wenn es sich z.B. um einen Backbencher der Tories handelt, der eigenen Regierung Druck machen, gegen die woken Spinner, die im Vereinigten Königreich ebenso ihr Unwesen treiben, wie in den USA oder Deutschland, vorzugehen.
Damit die Abgeordneten auch wissen, wo der Schuh drückt, hat Fox bereits drei Schwerpunkte seiner Partei verkündet:
Voller und uneingeschränkter Schutz grundlegender individueller Freiheitsrechte, z.B. von Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Widerstand gegen alle Gesetze, die diese Freiheitsrechte einschränken;
Reform öffentlich finanzierter Institutionen, um sicherzustellen, dass sie Leistungen erbringen, zu deren Erbringung sie gegründet wurden und sich nicht als Volkserzieher aufspielen;
Die Geschichte des Vereinigten Königreichs, seine Kultur und seine weltweiten Beiträge zu Frieden und Freiheit zu feiern und gegen diejenigen zu schützen, die sie zerstören wollen.
Reclaim ist eine Anti-Woke-Partei. Und es war höchste Zeit für eine solche Partei. Das zeigen auch die ersten Reaktionen auf die Parteigründung:
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Jetzt aber flott weiße Eier legen
Für das Gelände hier ist das allerdings zu spät.
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Und vielleicht kommt ja noch woke-Verstärkung von der Insel.
Heroinspaziert.
[…] bekannt geworden ist, die von 2006 bis 2015 im Fernsehen gelaufen ist. Fox hat im September 2020 die Reclaim Party gegründet, die sich für Britische Werte und gegen den woken Unfug, der uns tagtäglich zugemutet wird, […]
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Haben will auch. Müssen aber sehen Deutsche ruhen gern im Kakao.
guter Mann, der Herr Fuchs!
Gewissermaßen ein Fuchs im Hühnerstall.
Da hilft kein Gackern mehr.
Jetzt aber flott weiße Eier legen
Für das Gelände hier ist das allerdings zu spät.
Aber egal. Irgendwo müssen Niedergang, Hoffnungslosigkeit, Inkompetenz und Idiotie ja auch ein suause haben.
Und vielleicht kommt ja noch woke-Verstärkung von der Insel.
Heroinspaziert.
Ein Gesicht, in das man hineinschauen kann. Wo findet man das noch in der Politik.
Aber Herr Fox ist Künstler. Und unter denen gibt es noch einige, die ein Gesicht haben.
Ich wünsche ihm Erfolg.
[…] bekannt geworden ist, die von 2006 bis 2015 im Fernsehen gelaufen ist. Fox hat im September 2020 die Reclaim Party gegründet, die sich für Britische Werte und gegen den woken Unfug, der uns tagtäglich zugemutet wird, […]