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UNwahrheiten: UN-Agentur verbreitet Lügen über die Folgen von Klimawandel

Das United Nations Office for Disaster Risk Reduction ist einer der vielen Ableger der UN, über die kaum noch jemand einen Überblick hat. Auch die UN ist längst zur Versorgungsanstalt der auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbaren Mittelschicht geworden. In welcher Ablage man die UNDRR ablegen kann, wird in der Selbstbeschreibung sehr deutlich:

„But our world has shrunk through the interconnectivity brought about through globalization. And humans have pushed the planet beyond its boundaries. Man-made hazards, like financial system collapse, or radiation are also bringing new risk. The very nature of risk has changed: systemic and cascading risk, where a risk may start out one way, like a tsunami and end up as another risk, as in the nuclear station melt down in the huge Japan earthquake of 2011.“

Einerseits wird in dieser Beschreibung, die sich unter „Our Impact“ (unsere Wirkung) findet, dem Leser eben einmal die Prämisse untergeschoben, dass die Menschheit über ihre Verhältnisse lebt und entsprechend den Planeten in Schieflage gebracht hat (pushed the planet beyond its boundaries), eine fast schon romantisch-verklärte Vorstellung einer harmonischen Natur, in der kein Sturm und kein Vulkan den himmlischen Frieden stört. Andererseits wird eine Kausalität behauptet, die nicht vorhanden ist, denn Risiko gibt es nicht als Kaskade. Risiko ist eines der Merkmale, die einem Objekt oder einer Handlung zugeschrieben werden. Börsenspekulation trägt das Risiko des Geldverlusts in sich. Windkraftanlagen tragen das Risiko in sich, den Vogelbestand in der näheren Umgebung erheblich zu dezimieren. Beide Risiken sind berechenbar und man kann sich fragen, ob man sie eingehen will. Ein Erdbeben mit nachfolgendem Tsunamie ist nicht unabhängig von einander, denn ein Erdbeben an Land wird kaum einen Tsunami nach sich ziehen. Indes hat das Risiko eines Tsunami nichts mit dem Risiko für ein AKW, in melt down zu gehen, zu tun. Das Risiko besteht unabhängig von Erdbeben. Es ist prinzipiell möglich, den Meltdown auch anders herbeizuführen.



Aber das sind fast Nebensächlichkeiten angesichts der im Folgenden dokumentierten Art, wie beim UNDRR Falschbehauptungen verbreitet werden, um damit Klimapolitik zu machen:

„While this report focuses primarily on the staggering rise in climate-related disasters over the last twenty years, it is also a commentary on the need to strengthen disaster risk governance for the entire range of natural hazards and man-made hazards including related environmental, technological and biological hazards and risks.

Over the last twenty years, 7,348 disaster events were recorded worldwide by EM-DAT, one of the foremost international databases of such events […] These numbers represent a sharp increase of the number of recorded disaster events by comparison with the previous twenty years. Between 1980 and 1999, EM-DAT recorded 4,212 disasters linked to natural hazards worldwide, […] While better recording and reporting may partly explain some of the increase in events, much of it is due to a significant rise in the number of climate-related disasters.“

Hier wird erstens behauptet,

Aber damit sind wir noch nicht am Ende, denn der erschreckende Anstieg von Katastrophen, der gleich auf der ersten Seite des Berichts von UNDRR behauptet wird, er findet sich nicht in den Daten, die auf den Folgeseiten präsentiert sind. Es findet sich, um genau zu sein, das Gegenteil eines Anstiegs: ein Rückgang:

Die Abbildung stammt von Seite 10 des UNDRR Report zu dessen Beginn behauptet wird, die Anzahl der „klima-bezogenen“ Katastrophen habe in erschreckendem Ausmaß zugenommen. Die Abbildung zeigt, dass die „klima-bezogenen“ Katastrophen wie überhaupt die Gesamtzahl der Katastrophen seit 2000 zurückgegangen ist. Der für die Grafik Verantwortliche hat es sicherheitshalber vermieden, eine Regressionsgerade in die Abbildung zu legen, aber wenn man mit Daten täglich zu tun hat, dann sieht man auch so, dass seit 2000 ein Rückgang zu verzeichnen ist, keine Zunahme und schon gar keine erschreckend hohe Zunahme.



Tatsächlich steht im Begleittext zu dieser Abbildung:

„Overall, the number of disaster events per year and the distribution of disaster sub-groups [also auch klima-bezogene Katastrophen] has remained relatively stable between the year 2000 and 2019, with an average of 367 recorded events per year (Figure 5).“

„Relatively stable“ ist hier die Umschreibung für Rückgang, ein Rückgang, der sich sowohl für alle Katastrophen als auch für die klima-bezogenen Katastrophen feststellen lässt. Was man unter „klima-bezogenen Katastrophen“ zu verstehen hat, ist in Fußnote 3 versteckt:

„Climate-related disasters include disasters categorized as meteorological, climatological, or hydrological“

Also alles außer Vulkanen und Erdbeben (geophysical disaster). Wie wohl ein Tsunami erfasst wird, der durch ein Erdbeben ausgelöst wurde? Wir können wohl annehmen, dass sich die Ersteller dieses „Berichts“, die so großen Wert darauf legen, eine enge Verbindung zwischen Klima und Katastrophen herzustellen, um diese Verbindung dann auf den angeblich von Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen, sicherlich nicht zu ihren Ungunsten geirrt haben.

Wer den Bericht nachlesen will, hier ist er in Gänze:
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