Nicht jede Meldung ist eine Meldung.
- Medien können nicht alles berichten, was ihnen zur Kenntnis kommt.
- Die in Medien Angestellten müssen daher eine Auswahl treffen.
- Sie müssen die Meldungen, die ihnen berichtenswert erscheinen, von denen, die ihnen nicht berichtenswert erscheinen, trennen.
- Gute Medienpraxis trennt nach nachvollziehbaren und vor allem nicht nach parteiischen Kriterien.
- Ein Mord wird z.B. immer berichtet, unabhängig vom Täter.
- Eine Meldung, die Auswirkungen für viele hat, wird immer berichtet, unabhängig vom konkreten Gegenstand.
- Informationsquellen werden nicht nach ideologischem Standort, sondern nach Akkuratheit der Information sowie deren Gehalt gewichtet.
- Was gemeldet wird, wird recherchiert und nur übernommen, wenn es verifiziert werden konnte. Es wird nicht einfach durchgereicht, was von Agenturen geliefert wird.
Also haben wir uns die Mühe gemacht, unsere Beobachtungen der letzten 10 Jahre, der 10 Jahre, in denen wir mit ScienceFiles aktiv sind, unsere zahlreichen Beiträge über die Berichterstattung in MS-Medien und unsere entsprechendenErfahrungen zu systematisieren. Herausgekommen ist dabei eine Typologie der Berichterstattung in MS-Medien, der Art und Weise, nach der darüber entschieden wird, ob dann, wenn sich z.B. eine Straftat ereignet hat, über den Täter bzw. das Opfer berichtet wird, wie über beide berichtet wird oder ob nicht berichtet wird. Die Typologie erlaubt es, auf die Richtlinien, die in MS-Medien offenbar vorhanden sind und die zum Einsatz kommen, wenn darüber entschieden wird, ob eine Nachricht an die Konsumenten weitergegeben wird oder nicht, zurück zu schließen. Die Kategorie der Straftaten haben wir gewählt, weil man davon ausgehen kann, dass Straftaten immer mit einem hohen Aufmerksamkeitspotential ud Informationswert verbunden sind und somit normalerweise eine hohe Wahrscheinlichkeit haben sollten, es in die MS-Medien zu schaffen.
Die erste Typologie betrifft die Berichterstattung über Opfer von Kriminalität.
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