Richtlinien der MS-Medien-Täter-Berichterstattung: Warum Steffen Täter und Rafiq Opfer ist

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Die Frage, welche Meldungen in MS-Medien veröffentlicht werden, hat dann, wenn es um die Berichterstattung zu Straftaten, bei denen der Täter bekannt geworden ist, einen Entscheidungsprozess zur Folge, bei dem auf jeder Stufe mehr oder minder simultan problematisiert (vielleicht eher: geächtet) und entschuldigt werden muss. Die Entschuldigung von Straftätern durch die vermeintlichen Umstände, die zu ihrer Tat geführt haben, hat eine lange Tradition. In Deutschland hat sich diese Tradition unter anderem im Jugendgerichtsgesetz niedergeschlagen, das Tätern, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine Generalabsolution erteilt, die als “Reifeverzögerung” bezeichnet wird. Entsprechend müssen MS-Medienangestellte bei einem Straftäter generell entscheiden, ob sie seine Tat und ihn als Täter in gleicher Weise verurteilen wollen oder für den Täter, unabhängig von seiner Tat, mildernde Umstände zusammensuchen, um ihn letztlich als ein Opfer seiner Tatumstände, widriger Umstände oder seiner Kindheit darzustellen.

Wie es der Zufall so will, ist in deutschen MS-Medien die Frage, welche Form der Täterpräsentation vorgenommen wird, offenkundig vorentschieden, und zwar anhand einer kleinen Zahl konkreter Merkmale des Täters, die ein deutliches Muster dahingehend erkennen lassen, welche Täter für ihre Tat geächtet und welche, häufig für die gleiche Tat, entschuldigt werden.

Unsere Typologie für die Berichterstattung in MS-Medien über Täter hat daher das folgende Aussehen:

Wann immer Sie in Medien einer Berichterstattung über eine Straftat begegnen, können Sie unsere Typologie zugrunde legen und prüfen, ob wir damit richtig liegen.



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