Kindesköpfe der dpa: Mein Papa Drosten ist aber viel bekannter als dein Papa Bhakdi

Die letzten Minuten haben wir damit zugebracht, den Kopf zu schütteln.
Und weil wir diese erfrischende Tätigkeit des Zurechtschüttelns der eigenen Gedanken auch unseren Lesern anempfehlen wollen, berichten wir jetzt, warum wir den Kopf geschüttelt haben bzw. nach wie vor schütteln.
Wenn Sie am Ende dieses Textes ihren Kopf nicht schütteln, dann wissen wir auch nicht …

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Gegenstand des Kopfschüttelns: Die dpa-Faktenchecker.
Grund des Kopfschütteln: Mentale Retardiertheit, die sich in einem eklatanten Alters-Regress in infantiles Dasein niederschlägt.
Corpus Delicti: „Virologe Drosten wurde deutlich häufiger zitiert asl der mit ihm verglichene Mikrobiologe.“

Die Kindsköpfe der dpa haben Anstoß daran genommen, dass in einem Video, das auf Facebook verbreitet wird, behauptet wird, Sucharit Bhakdi sei bekannter als Christian Drosten. Sucharit Bhakdi ist der „Mikrobiologe“, dessen Namen die Kindsköpfe der dpa im Titel ihres Beitrags nicht über sich bringen, um „Virologe Drosten“ nicht bereits in der Überschrift mit Mikrobiologen zu verunreinigen.

Der gesamte Text ist dem Versuch zu beweisen gewidmet, dass Virologe Drosten VIEL ÖFTER zitiert wird als Mikrobiologe Bakdi.
Sie kennen das aus dem Kindergarten. Zwei Kleinkinder kommen sich in die Haare, weil beide der Ansicht sind, dass ihr jeweiliger Papa viel besser in X, Y oder Z ist, als der Papa des Gegenüber.
Man muss vor diesem Hintergrund zweierlei feststellen.

  • Der Entwicklungsstand dieser Kleinkinder ist ausreichend, um bei der dpa einen Job zu erhalten.
  • Der Entwicklungsstand von dpa-Mitarbeitern geht nicht über den von Kleinkindern hinaus.

Um zu belegen dass „Virologe Drosten“ viel bekannter ist und viel häufiger zitiert wird als „Mikrobiologe Bhakdi“, bringen die dpa-Kindsköpfe, die wir in der Vergangenheit als Wichtel fehlwahrgenommen haben, den h-Index von Google ins Spiel, von dem niemand so wirklich weiß, was er eigentlich misst. Wie auch immer „Virologe Drosten“ hat einen höheren Wert auf dem h-Index als „Mikrobiologe Bhakdi“

nänänänänäää

Virologe Drosten hat gewonnen, denn, wie die dpa-Kindsköpfe schreiben: „Der h-Index ist eine Kennzahl für die weltweite Wahrnehmung eines Wissenschaftlers in Fachkreisen … Die Logik dahinter: Je häufiger jemand von anderen Wissenschaftlern zitiert wird, desto wichtiger ist er in seinem Fach“.

Und deshalb hat Virologe Drosten gewonnen.

Nun sagt der h-Index nichts über die ART der Zitation aus, also darüber, ob zustimmend oder ablehnend zitiert wird. Vielleicht wird „Virologe Drosten“ nur deshalb häufiger als „Mikrobiologe Bhakdi“ zitiert, weil „Virologe Drosten“ so viel Unfug schreibt, dass sich ganze Völkerstämme von Fachkollegen in entsprechenden Arbeiten darüber erregen, und natürlich die Arbeiten von „Virologe Drosten“, wie es wissenschaftlicher Standard ist, zitieren.

Der h-Index, das müssen wir noch nachtragen, ist in diesem dpa-Fall ein Maß, das über Google Scholar ausgewiesen wird (es gibt ihn auch bei Research Gate, aber das wissen die dpa-Kindsköpfe natürlich nicht). Dabei wird die Anzahl der veröffentlichten Arbeiten eines Wissenschaftlers mit der Häufigkeit der Zitation der einzelnen Arbeiten verrechnet, wobei in die Kalkulation auch Arbeiten eingehen, die (noch) nicht in wissenschaftlichen Zeitschriften, in peer reviewed Zeitschriften veröffentlicht wurden, also auch graue Literatur usw. Seltsam, dass die dpa-Kindsköpfe plötzlich so viel Positives am h-Index finden, wo sie ansonsten die ersten sind, die an nicht peer reviewed Arbeiten Anstoß nehmen.

Aber klar, es geht darum, Papa Drosten gegen Papa Bhakdi zu verteidigen.

Indes, was der h-Index wirklich wert ist, ist schon deshalb unbekannt, weil er alle Arbeiten umfasst, die irgendwie mit Drosten oder Bhakdi in Verbindung gebracht werden können. Sucht man z.B. in Google Scholar nach Christian Drosten, dann erhält man die folgende Liste, die der Algorithmus von Google Scholar, der auch Grundlage der Berechnung des h-Index ist, bereits in Reihenfolge gebracht hat (links):

Wie man sieht, ist Drosten bei keiner der zitierten Arbeiten alleiniger Autor, was für die Beantwortung der Frage, ob „Virologe Drosten“ ein großartigerer Papa für die dpa-Kindsköpfe ist als „Mikrobiologe Bhakdi“ etwas misslich ist, da immer dann, wenn Artikel Rudelarbeiten sind, nicht klar benannt werden kann, welcher Anteil am Werk auf Papa Drosten zurückgeht. Wie der h-Index mit solchen Problemen umgeht, ist mehr oder minder unbekannt. Dasselbe Problem stellt sich mit Bezug auf die Arbeiten von Sucharit Bhakdi ein. In Biologenkreisen steht eben das Rudelschreiben hoch im Kurs.

Wir schlagen daher den Kindsköpfen von dpa vor, einen Nachtrag zu ihrem sehr wichtigen Beitrag über die Relevanz von Christian Drosten zu schreiben und für alle Arbeiten, auf denen Drosten als Autor genannt ist, seinen Platz im Autorengefüge zu bestimmen und mit einem Punktwert, sagen wir 20 für die erste Position und einen für die letzte Position, mit Abstufungen dazwischen zu vergeben. Die Einzelpunkte pro Arbeit werden dann addiert und mit dem entsprechenden Wert für Sucharit Bhakdi verglichen. Erst dann kann sicher festgestellt werden, ob Papa Drosten der bessere Papa für die dpa-Kindsköpfe ist als Papa Bhakdi.

Sind Sie dabei, den Kopf zu schütteln?



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19Comments

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  1. 1
    Shitlord

    Ich frage mich jetzt schon über 1 Jahr, warum die Medien immer noch mit Virologen reden.

    Epidemiologen würden wahrscheinlich nur lauthals lachen; tun ja schon alle Statistiker.

  2. 2
    Dr. Gunther Kümel.

    Selbst wenn:
    Die Häufigkeit der Zitate sagt wenig daüber aus, ob der Zitierte Unsinn redet.
    Zur Beurteilung einer These braucht es Argumente.

  3. 4
    ERINNERUNG

    Milliarden Insekten können sich nicht irren: Nur habe ich einen anderen Geschmackssinn als Koprophagen und folglich auch Aversionen gegen deren impertinenten geistigen Stuhlgang. Mir gefällt an diesem Blog, daß es immer wieder was zum Lachen gibt.

  4. 5
    I am Ei

    Ich habe meine Tochter (7) gefragt und die möchte da nicht arbeiten, meint aber als prof. Faktencheckerin der Drosten spielt ina Bänd und das heisst richtig nänänanänäänaaa

  5. 7
    KeinSchwede

    Achgut hat zu diesem Thema einen umfassenden Beitrag gebracht. https://www.achgut.com/artikel/coronaexperten_ranking_wo_bleibt_lauterbach

    Drosten, Christian

    Virologie

    Beteiligt an 387 Publikationen

    Primärautor: 5 Prozent (19)

     

    • Bhakdi, Sucharit

    Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

    Beteiligt an 288 Publikationen

    Primärautor: 31 Prozent (89)

    Jetzt darf jeder selbst entscheiden, was wichtiger ist, H-Index oder Anzahl der Publikationen als Primärautor.

    • 9
      Zahlemann & Söhne

      Und jetzt noch ein Ranking der direkten (und indirekten) Zahlungseingänge und von wem, aber besser nicht weswegen.
      Dann haben wir einen eindeutigen Gewinner .
      Aber – ist schon klar – das fällt unter das Steuergeheimnis 🙂

  6. 10
    Ano Nymous

    Das Bundesforum Männer hat den DITIB nahen Verein Sozialverband muslimischer Frauen aufgenommen:

    https://smf-verband.de/nachrichten/smf-wird-mitglied-im-bundesforum-maenner/

    in deren eigenen Worten: Der Sozialdienst muslimischer Frauen wurde auf der Mitgliederversammlung des Bundesforum Männer am 25.02.2021 als Mitglied aufgenommen. Das ist eine doppelte Premiere, denn der SmF ist sowohl der erste muslimische Verband als auch der erste Frauenverband im Bundesforum Männer.

    Die Vorsitzende des SMF kommt vom DITIB: https://de.wikipedia.org/wiki/Ayten_Kili%C3%A7arslan
    > erste weibliche Vorstandsmitglied der DITIB e.V.

    Der Männerbeauftragte (der den SMF im Bundesforum vertritt) ist Leiter der DITIB Akademie in Köln.

    https://www.xing.com/profile/Taner_Yueksel3
    Berufserfahrung von Taner Yüksel
    Bis heute 9 Jahre und 6 Monate, seit Jan. 2012 DITIB Akademie
    Akademieleiter. Zuständig für Bildung, Forschung und Publikationen.

    Ergo: das Bundesforum Männer wird über die DITIB jetzt auch von der Religionsbehörde aus der Türkei gesteuert.

  7. 11
    Vorwärts immer

    In welchem Schrein wird denn bitte die verschwundene Dissertation gehütet und wo wird sie zitiert bzw. wo kann man die einsehen?
    Und wieviel Leerveranstaltungen hat der gehabt, wieviele Leute hat er ausgebildet? Als was?
    Was war der substantielle output von Dr.Osten außer K.Osten?

  8. 12
    C.B.

    Welche Aussagekraft die Zahl von Veröffentlichungen hat lasse ich einmal beiseite. Wenn das ein Kriterium für wissenschaftliche Kompetenz ist dann ist doch Dr. Osten im Vergleich zu Dr. Ioannidis, ein Oberliga Kicker im Vergleich zu einem Nationalmannschafts Kicker. Ob das der “ Faktencheck“ auch so gegenüberstellt ? Faktenchecker ist in etwa, das was der “ Schwarze Kanal“ mit Sudelede in der DDR war.

  9. 14
    pantau

    Ich finde ja der Stil des Artikels ist dem Gegenstand vollkommen angemessen. Richtig lustig wird´s wenn man diese Leute googelt, ich habe das mal mit dem Chef der Volksverpetzer-Seite gemacht und kam auf ein Interview mit dem. Ich war entsetzt.

  10. 15
    Torsten

    Mal davon abgesehen, was im schon Text und auch von mehreren Kommentatoren angesprochen wurde, nämlich die Frage von Qualität und Quantität, stellt sich mir noch eine andere Frage: Wie lange reicht der „H – Index“ denn zeitlich zurück? Bhakdi ist immerhin schon seit über 9 Jahren im Ruhestand. Auch wenn er noch an Forschungsprojekten mitarbeitet ist es, denke ich, normal, dass man im Ruhestand nicht mehr so aktiv ist wie in Berufszeiten.

  11. 16
    Zahlemann & Söhne

    Was der TÜV Rheinland für Brust-Implantate (siehe Urteil in Frankreich!),
    das ist die dpa für Kopf-Implantate.
    Da läßt man einfach die Finger von weg! Fertig.
    Oder man zahlt drauf.

  12. 17
    Burkhard

    Die Selbstherrlichkeit, mit der die Faktenchecker ständig baden gehen, darüber schüttel ich meinen Kopf nicht mehr, sondern sehe nur noch mit zutiefst empfundener Verachtung nach unten!

  13. 18
    oprantl

    DPA-ler haben halt Schwierigkeiten beim Denken.
    Journalisten sind bemüht, obiges zu übernehmen und in einfache Sprache zu transferieren.
    Das Ergebnis kann man dann als Tageszeitung kaufen.
    Liabs Hergottle von Biberach, schlag ra, schlag ra !

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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