Allah auf Toilettenpapier: Irrsinn kennt keine konfessionellen Grenzen

I once saw Elvis in a Potato chip.
Der, der es gesagt hat, sagt es, weil er einen Witz damit machen will (btw. Wer hat es gesagt?).
Indes, derartige Witze kann man heute nicht mehr machen.
Denn wir leben im Zeitalter der Einbildung, der frei flottierenden Phantasie, die je nachdem, wo sie sich niedersetzt, zu erheblichen Verwerfungen führen kann.

Marks & Spencer’s ohnehin ein Retailer, der ein wenig den Anschluss an seinen Heimatmarkt in Britannien verloren hat, sieht sich einer Kampagne, einer Boykott-Kampagen, einer Kampagne, die den Boykott von Gütern des täglichen Bedarfs zum Gegenstand hat, die sich gerade in Pandemiezeiten großer Beliebtheit erfreut haben, gegenüber. Nas Ahmed ruft seine Brüder dazu auf, Marks & Spencer Toilettenpapier zu boykottieren, um einen UNTERSCHIED zu machen.

Immerhin 5.484 Entrüstete haben die Petition bereits unterzeichnet und ihrem Willen, einen Unterschied zu machen, Ausdruck verliehen. Nun, nachdem YouTube das Video mit dem Corpus delicti entfernt zu haben scheint, ist indes der Kampagne, insofern etwas Wind aus den Segeln genommen, als nicht wirklich klar wird, worum es eigentlich geht.

Quelle

Helfen wir nach:
Es geht darum:

Haben Sie es erkannt?
Für alle, die es nicht erkannt haben, was da stehen soll ist: “Allah”.
Das hier:

Der Hersteller des Toilettenpapiers, dreilagig, hautfreundlich, mit aloe vera, ist übrigens der Ansicht, man sehe nicht Allah, sondern das Blatt einer Aloe Vera Pflanze. Jeder sieht eben, was er sehen will. Wie es möglich gewesen ist, dass dieser Frevel fünf Jahre lang, so lange verkauft M&S bereits das nämliche Toilettenpapier, unentdeckt geblieben ist, ist eine spannende Frage. Vielleicht ist der Gebrauch, zu dem das Toilettenpapier eigentlich gedacht ist, einer, der in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Lesen von Toilettenpapier steht. Vielleicht war auch erst ein Erleuchteter notwendig, um das Allah hinter dem Blatt der Aloe Vera Pflanze zu erkennen.

Was auch immer der Grund sein mag, die Episode zeigt: Egal, was man sich heutzutage einbildet, wenn man die eigene Einbildung nur mit genug identitärer Ladung unterbaut, dann finden sich viele ein, die auch sehen wollen, was der UR-Seher gesehen zu haben meint. Und im Zeitalter des Subjektivismus ist natürlich nicht entscheidbar, ob nun Blatt oder Allah, beide sind offenkundig verwechselbar, austauschbar, noch so eine irre Konsequenz hysterischen Aktivismuses …



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