Wissen Sie, wir ärgern uns.
Wir haben tatsächlich geglaubt, dass Karl Lauterbach nicht nur in der Lage wäre, zwei Zahlen zu lesen, sondern diese beiden Zahlen auch richtig wiederzugeben: 360.000 und 50.000.
„Die Zahl Pflegebedürftiger in Deutschland ist Gesundheitsminister Karl Lauterbach zufolge deutlich stärker gestiegen als erwartet. „Demografisch bedingt wäre 2023 nur mit einem Zuwachs von rund 50.000 Personen zu rechnen gewesen. Doch tatsächlich beträgt das Plus über 360.000″, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Lauterbach sprach von einem „akuten Problem in der Pflegeversicherung“.“
Woran das liege, „verstehen wir noch nicht genau“, so Lauterbach. Er nannte als vermutete Ursache für den „explosionsartigen“ Anstieg aber einen „Sandwich-Effekt“.
Wir ärgern uns darüber, diese Pflaume (Metapher) im Gesundheitsministerium tatsächlich insofern ernst genommen zu haben, als wir dachten, wenn jemand den Begriff „Explosion“ benutzt, dann hat er sich zumindest über seine Daten versichert und erzählt nicht, wie ihm die Welt gerade vorkommt.
Indes, bei Karl Lauterbach ist das anders. Er erzählt, was ihm gerade einfällt und gibt einmal mehr sein umfassendes Unwissen, seine vollständige Unkenntnis zum Besten, denn die beiden Zahlen, die Lauterbach benennt, stehen überhaupt nicht in dem Verhältnis zueinander, in das Lauterbach sie stellt.
Unser Leser Steffen Trost hat dies herausgefunden und uns auf die Fährte gesetzt.
Der Zuwachs von 50.000 Pflegebedürftigen ist nicht der Zuwachs von Pflegebedürftigen, mit dem allein im Jahr 2023 gerechnet wurde, es ist der Zuwachs, der sich ergeben würde, wenn ausschließlich ALTER für den Zuwachs verantwortlich wäre. Neben Alter sind aber auch unzählige Morbiditäten, nicht zuletzt die, die durch COVID-19 Shots verursacht werden, für die Zunahme der Pflegebedürftigen verantwortlich.
Tatsächlich nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen seit 2017 als ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt wurde, im Durchschnitt um rund 326.000 pro Jahr zu. So schreibt der GKV-Spitzenverband. Das Außergewöhnliche am Jahr 2023 sei nun, dass der Zuwachs nicht 326.000 (die 50.000 sind darin enthalten) betragen habe, sondern 361.000, so der GKV weiter. Die unvorhergesehene Steigerung der Pflegebedürftigen beträgt somit rund 35.000 und keine 360.000 wie Karl Lauterbach krakelt.
Die blaue Linie gibt den Explosionsverlauf der Entwicklung nach Lauterbach wieder. Die orangen Marker zeigen den auf Basis der polynomen Funktion berechneten, erwarteten Verlauf.
Indes, auch die Daten des GKV-Spitzenverbands sind nicht so wirklich nachzuvollziehen. Wir haben auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamts, aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen seit 1999 in der folgenden Abbildung dargestellt und – weil die Zahlen für 2022 und 2023 noch nicht veröffentlicht sind, die Anzahl für die Jahre 2022/2023 auf Basis einer polynomischen Funktion (gestrichelte Linie), die die tatsächliche Entwicklung sehr gut beschreibt, geschätzt. Das Ergebnis ist die rote Linie, die man erst am Ende der Abbildung zu sehen bekommt, denn am Ende der Abbildung setzt die Explosion ein, die Karl Lauterbach verkündet hat. Sie ist als Distanz zwischen der hellblauen und der roten Linie zu erkennen und beträgt genau 32.091 Pflegebedürftige (ziemlich genau die Zahl, die der GKV-Spitzenverband genannt hat) und somit ein Elftel der Zahl, die Karl Lauterbach in den Raum gestellt hat.
Man soll dem Mann einfach nichts glauben.
Er scheint zu lügen, wenn er den Mund aufmacht. Entweder, weil er es nicht besser weiß oder weil er lügen will…
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Danke für diese Fundierung auf dem Boden der Realität. Daß Lauterbach Irrsinn verzapft, ist seit seiner nichtendenwollenden Coronapanikhuperei so. Wenn der was sagt, muß man IMMER erst recherchieren, was wirklich los ist, denn der verkündet nur Luftschlösser.
Dazu ein Witz:
„Herr Richter, wenn der Angeklagte den Mund aufmacht, dann lügt er.“
Angeklagter: „Das stimmt nicht .“
„Sehen Sie, Herr Richter, er lügt schon wieder.“
Der gemeine Faktenchecker (via MERKUR Presse) weiss dazu zu berichten, dass die möglicherweise erhöhten Zahlen daher rühen, dass nach der Pandemie nun weitere psychische Einschränkungen in den Pflegekatalog aufgenommen seien, die es vorher nicht erlaubten, eine Pflegestufe zu erlangen. Lässt sich leider oberflächlich nicht recherchieren.
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Dazu ein Witz:
„Herr Richter, wenn der Angeklagte den Mund aufmacht, dann lügt er.“
Angeklagter: „Das stimmt nicht .“
„Sehen Sie, Herr Richter, er lügt schon wieder.“
Wer weiß, was der Mann tun muss, damit er sich noch im Spiegel anschauen kann…
Vielleicht macht er gerne Urlaub im Schnee?
Es gibt eine menschliche Spezies, die völlig frei ist von jeglicher Introspektionsfähigkeit.
Der gemeine Faktenchecker (via MERKUR Presse) weiss dazu zu berichten, dass die möglicherweise erhöhten Zahlen daher rühen, dass nach der Pandemie nun weitere psychische Einschränkungen in den Pflegekatalog aufgenommen seien, die es vorher nicht erlaubten, eine Pflegestufe zu erlangen. Lässt sich leider oberflächlich nicht recherchieren.