Beginnen wir diesen Post mit einem Zitat:
„Die Ergebnisse des RKI-Panel 2024 zeigen für einen überwiegenden Teil der Bevölkerung eine geringe allgemeine
Gesundheitskompetenz…
[…]
Die Ergebnisse der Studie weisen auf einen erheblichen Handlungsbedarf zur Förderung der Gesundheitskompetenz.
[…]
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb weniger Individuen zu adressieren, sondern den Fokus auf gesellschaftliche Werte, Organisationen und politische Regelungen zu legen, die die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen.“
In kurz steht hier: Deutsche sind zu blöd, Fragen ihrer eigenen Gesundheit zu beantworten, müssen deshalb in ein staatliches Korsett von Regelungen gezwängt werden, das ihnen vorschreibt, wie sie zu leben und zu sterben haben. Die WHO empfiehlt dieses Individuen ignorierende TOTALITÄRE MITTEL [kein Wunder, wenn man sich die Gestalten ansieht, die bei der WHO das Sagen haben…].
Starker Tobak.
Er findet sich am Ende der folgenden, recht kurzen Studie:
Jordan, Susanne & Löbl, Simon (2026). Die allgemeine Gesundheitskompetenz Erwachsener in Deutschland. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024. Journal of Health Monitoring 11(4).
Die „Studie“, an deren Ende Steuermittel für Maßnahmen zur Förderung der „Gesundheitskompetenz“ Deutscher gefordert werden und an deren Ende die faschistische Ideologie der WHO „zwinge Menschen per Gesetz und Regelung zu dem, was DU für deren Gesundheit förderlich ansiehst“ vebreitet wird, basiert auf einer Befragung von 26.817 Bürgern und wird in den Lobbyzirkeln, für die diese Junk Studie [das kann man hier schon vorwegschicken] erstellt wurde, vornehmlich mit dieser Abbildung und der Bemerkung, dass die Gesundheitskompetenz mit formaler Bildung (etwas) besser wird, verbreitet werden:
Wenn wir eine solche „Studienergebnisse“ sehen, dann ist unsere erste Frage: Was wurde hier eigentlich gemessen und in den „Index“, dessen Ergebnis in der Abbildung nach Geschlecht aufgebrochen ist, verwurstet? Eine Frage, die gewöhnlich im Methodenteil beantwortet wird.
Wir muten Ihnen das, was Jordan und Löbl schreiben, in voller Länge zu:
„Die Messung der allgemeinen Gesundheitskompetenz beruhte auf der validierten deutschen Kurzfassung des Instruments „Health Literacy Survey 2019“ (HLS19-Q12). Der HLS19-Q12 wurde im Rahmen des „HLS19 – The International Health Literacy Population Survey 2019 –2021“ des M-POHL Netzwerks („WHO Action Network on Measuring Population and Organizational Health Literacy“) entwickelt [6, 17]. Er umfasst 12 Einzelitems, mit denen Personen ihre Schwierigkeiten beim Finden, Verstehen, Beurteilen und Anwenden relevanter Gesundheitsinformationen auf einer vierstufigen Likert-Skala von sehr einfach bis sehr schwierig einschätzen. Der Gesamtindex (Typ P) berechnete sich durch die Transformation der Summe der numerischen Werte der zwölf Items (1=sehr schwierig, 2=schwierig, 3=einfach, 4=sehr einfach) auf eine 0 –100-Skala, vorausgesetzt, dass für eine Person mindestens 10 von 12 gültigen Antworten vorlagen [6, 18]. Die verschiedenen Gesundheitskompetenz-Level wurden anhand der von M-POHL vorgeschlagenen Schwellenwerte für den Gesamtindex [6] ermittelt…“
Das liest sich so, als wollte jemand seine Spuren verwischen und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nachprüft, was hier eigentlich zusammengebastelt wurde, auf ein Minimum reduzieren. Irgendwelche Aussagen, 12 an der Zahl, die alle auf einer vier-Punkte Antwortskala standardisiert sind, wurden irgendwie auf einen Gesamtindex, der von 0 bis 100 reicht, „hochgerechnet“ und dieser „Gesamtindex“, dann irgendwie in die vier Teile „niedrig, eher niedrig, eher hoch und hoch“ unterteilt, die in der Abbildung zu sehen sind.
Dieser Kauderwelsch mag ausreichen, um Journalisten zu befriedigen, uns macht so etwas nur ärgerlich und vor allem: neugierig. Das erste Problem beginnt beim Index, der von 0 bis 100 reichen soll. 12 Aussagen, die vier Antwortkategorien bieten, weisen einen Wertebereich von mindestens 12 (1*12) und maximal 48 (4*12), mit 36 dazwischen (wird noch wichtig) auf.
So
Pelikan, Jürgen M., Thomas Link, Christa Straßmayr, Karin Waldherr, Tobias Alfers, Henrik Bøggild, Robert Griebler et al. (2022). Measuring comprehensive, general health literacy in the general adult population: the development and validation of the HLS19-Q12 instrument in seventeen countries. International Journal of Environmental Research and Public Health 19(21): 14129.
- niedrig: 0 – 50
- eher niedrig: 50,01 – 66,67
- eher hoch: 66,7 – 83,33
- hoch:> 83,33
Bevor ein Befragter auch nur eine Antwort gegeben hat, hat er eine Wahrscheinlichkeit von 2/3 (66,67%) niedrig / eher niedrig in seiner Gesundheitskompetenz gewertet zu werden. Eine solche Einteilung nimmt man nur dann vor, wenn man die Wahrscheinlichkeit, in diesem Fall Gesundheitsinkompetente ausweisen zu können, maximieren will, weil man einen hohen Anteil von angeblich Gesundheitsinkompetenten benötigt, um Steuergelder zu erschleichen und totalitäre Gesundheitserziehungsmaßnahmen á la WHO durchsetzen zu können.
Ein eher offensichtliches Unterfangen. Dass Jordan und Löbl verschweigen, wie sie zu ihren Ergebnissen gekommen sind, spricht in diesem Zusammenhang BÄNDE.
Aber es fehlt noch eine Zutat.
Wie wurden die Befragten eigentlich dazu „getrickt“, Informationen bereitzustellen, um sie als „gesundheitsinkompetent“ zu diffamieren?
Hier die 12 Aussagen, von denen jede von den Befragten mit der Einschätzung „sehr einfach (4 Punkte), einfach (3 Punkte), schwierig (2 Punkte) oder sehr schwierig (1 Punkt)“ verbunden werden konnte:
- herauszufinden, wo Sie professionelle Hilfe erhalten, wenn Sie krank sind (z. B. bei einem Arzt oder einer Ärztin, einer Pflegekraft, Apotheker/in oder Psycholog/in)?
- Informationen darüber zu verstehen, was in einem medizinischen Notfall zu tun ist?
- die Vor- und Nachteile von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu beurteilen?
- den Empfehlungen Ihrer Ärzt/innen oder Apotheker/innen zu folgen?
- Informationen darüber zu finden, wie man mit psychischen Problemen umgeht (z. B. Stress, Depression oder Angstzustände)?
- Informationen über empfohlene Vorsorgeuntersuchungen zu verstehen (z. B. Darmkrebsfrüherkennung, Blutzuckertest)?
- zu beurteilen, ob Informationen über ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Bewegungsmangel oder übermäßiger Alkoholkonsum vertrauenswürdig sind?
- aufgrund von Informationen aus den Medien zu entscheiden, wie Sie sich vor Krankheiten schützen können (z. B. Zeitungen, Fernsehen oder Internet)?
- Informationen über gesunde Lebensweisen zu finden, wie ausreichend Bewegung oder gesunde Ernährung?
- Gesundheitsratschläge von Familienmitgliedern oder Freunden zu verstehen
- zu beurteilen, wie Ihre Wohnsituation Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden beeinflussen kann?
- Entscheidungen zu treffen, die Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden verbessern?
Eine Skala, die mutwillig so gestaucht wird, dass die Wahrscheinlichkeit angeblich „Gesundheitsinkompetente“ zu finden, maximiert wird.
Eine Frageformulierung, die zudem pessimistische Antworten befördert und abermals die Wahrscheinlichkeit, angeblich Gesundheitsinkompetente zu finden, maximiert.
Um die Legitimation für Gesundheitsfaschisten zu schaffen, damit sie Zwang, Vorschrift und Gängelung von Bürgern durchsetzen können.
