Kauf Dir einen wissenschaftlichen Beitrag in einer Fachzeitschrift

Die Welt der wissenschaftlichen Zeitschriften ist schon lange nicht mehr in Ordnung. Behauptete Peer Reviews finden nicht statt. So ziemlich jeder Junk, der eingereicht wird, wird auch veröffentlicht (es sei denn, er wird bei Rationality and Society eingereicht und Dr. habil. Heike Diefenbach ist der Gutachter). Veröffentlichte Artikel müssen zurückgezogen werden, weil sich herausstellt, dass die Autoren ihre Daten gefälscht haben, dass Sie Ergebnisse erfunden haben oder so schlampig gearbeitet haben, dass es dem ersten, der den Text wirklich ließt, auffallen muss.

Wer Beispiele für veröffentlichten Junk sucht, der kann bei uns nach Junk-Science suchen oder bei New Real Peer Review schmökern.

Kurz: Der Haussegen bei wissenschaftlichen Verlagen hängt ziemlich schief, was sie nicht davon abschreckt, horrende Preise, für die von ihnen verlegten Artikel zu verlangen.

Aber weil das alles noch nicht reicht, kommt nun Pravin Bolshete und veröffentlicht Texte wie den folgenden, den wir von Retraction Watch übersetzt haben:

„Aufgrund meiner Arbeitsüberlastung bin ich nicht in der Lage, ein wissenschaftliches Paper, einen wissenschaftlichen Artikel zu schreiben. Diesen benötige ich aber, um promovieren zu können. Einer meiner Kollegen hat mir den Tipp gegeben, mich an Sie zu wenden, in der Hoffnung, dass Ihre Zeitschrift mir helfen kann. Ich würde mich freuen, wenn Sie mich als Ko-Autor eines beliebigen Fachartikels im Bereich der Medizin ergänzen könnten oder wenn sie jemanden benennen könnten, der den entsprechenden Artikel für mich schreiben kann und mir bei der Veröffentlichung weiterer Artikel behilflich ist.“

Diese oder eine ähnliche Anfrage hat Bolschete an vornehmlich medizinische Zeitschriften verschickt, die auf Beall‘s Liste der „predatory publishers“ verzeichnet sind. 117 der angeschriebenen Verleger oder Zeitschriften haben ihm geantwortet, 63 (53,8%) davon in einer wie Bolschete fand, unethischen Weise. 19 Verleger waren damit einverstanden, Bolschete als Autor eines Artikels zu ergänzen, 10 Verleger boten an, ihm einen Artikel zu schreiben, Veröffentlichung inbegriffen.

Eine Antwort, die Bolschete von einem Verlag erhalten hat, verwies darauf, dass zwei Autoren, die einen Text eingereicht haben, die Gebühren, die bezahlt werden müssen, um den Text veröffentlicht zu sehen, nicht aufbringen könnten. Zahle Bolschete $300, dann sei er Mitautor des entsprechenden Artikels.

Welcher Leser hat Bedarf an einer Veröffentlichung? $300 beim richtigen Verlag und Sie sind Autor z.B. eines medizinische Papers ohne auch nur die geringste Anstrengung, ohne den geringsten Aufwand.

Empörend.

Vielleicht auch nicht.

Professoren u.a. in den Wirtschaftswissenschaften sind dafür bekannt, sich frank und frei studentischer Arbeiten zu bedienen, sofern sich darin Ideen finden, die ihnen interessant vorkommen und diese dann unter eigenen Namen zu veröffentlichen. Andere lassen ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter Artikel schreiben, denen sie dann namentlich vorstehen, ohne auch nur einen Strich am Artikel getan zu haben. Diese Art von Frondiensten sind an deutschen Hochschulen normal, und sie sind nur eine Haaresbreite von den Praktiken entfernt, die Bolschete in seinem neuesten Coup offengelegt hat.

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Sexuality-Pay-Gap: Arglistige Täuschung, Junk Science, DIW – kommt zusammen, was zusammen gehört?

Unglaublich.

Es ist wirklich unglaublich.

Zweierlei ist unglaublich.

Es ist unglaublich, wie es der Lobby von Schwulen und Lesben gelungen ist, ernsthafte und relevante Themen, wie z.B. die Auswirkung der Position in der Sozialstruktur auf die Lebenschancen und die Lebenserwartung fast vollkommen von der Agenda angeblich wissenschaftlicher Forschung zu verdrängen. Wen juckt es, dass Männer, die aus Arbeiterfamilien stammen und als Arbeiter jahrzehntelang ihr Auskommen erwirtschaften, eine deutlich geringer Lebenserwartung haben, als Angehörige der Mittelschicht? Wer interessiert sich dafür, dass der Anteil der Arbeiterkinder an Hochschulen auf niedrigem Niveau (rund 8%) rückläufig ist?

Kaum jemand.

Politiker sind mehr damit beschäftigt, Schwule- und Lesbenverbände zu hofieren als sich um soziale Probleme zu kümmern.

Und es ist unglaublich, was für einen Junk das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das inzwischen von Steuerzahlern finanziert wird, verbreitet, und am unglaublichsten ist es, dass man beim DIW nicht einmal mehr vor Täuschung zurückschreckt, wenn es darum geht, auf dem Bandwaggon derer mitzufahren, die auf Kosten der Allgemeinheit sich und LGB (Lesbian, Gay and Bi-Sexuals) noch besser stellen wollen.

Es beginnt heute, wie so oft, mit dem Hinweis eines Lesers auf einen Text in der Frankfurter Allgemeine, die sich immer mehr zum Trash-Blatt entwickelt. „Schwule haben geringeren Stundenlohn“ wird dort verkündet. Diese Weisheit hat der zuständige Redakteur wohl der Pressemeldung zu einer DIW-Studie entnommen, in der gezeigt worden sein soll, dass der Brutto-Stundenlohn, den Schwule erhalten, um 2,14 Euro geringer ausfällt, als der von heterosexuellen Männern. Ein neuer Pay-Gap, ein Sexuality Pay Gap, wie Martin Kroh, Simon Kühne, Christian Kipp und David Richter in ihrem Text „Einkommen, soziale Netzwerke, Lebenszufriedenheit: Lesen, Schwule und Bisexuelle in Deutschland“ schreiben, der im DIW-Wochenbericht Nr. 35 gerade erschienen ist. Das ist die Studie, auf die sich der Bericht in der FAZ bezieht.

Es ist eine Junk-Studie. Nein, Junk-Studie ist ein Begriff, der es nicht ganz trifft, denn die Autoren addieren noch die Täuschung der Leser zum üblichen Junk derartiger Studien.

Wenn wir Schlagzeilen lesen, die angebliche Erkenntnisse über Schwule oder Lesben thematisieren, dann hat dies immer dieselbe Frage zum Ergebnis: Wie ist es den Autoren gelungen, die notwendige Fallzahl zusammenzutragen, die man benötigt, um einigermaßen gesicherte Aussagen über Schwule und Lesben machen zu können? Denn: Wie Dr. habil. Heike Diefenbach in ihrer Analyse über den angeblichen Zusammenhang zwischen Homosexualität und erhöhter Wahrscheinlichkeit eines Suizids ausführlich dargelegt hat: Schwule und Lesben sind in den normalen Bevölkerungsstichproben das, was man eine seltene Population nennt. In der Regel sind sie im Datensatz zu selten, um überhaupt Aussagen zu ermöglichen. Deshalb behelfen sich die meisten, die in diesem Gebiet forschen, durch einen Trick, um die Fallzahl zu erhöhen: Sie rechnen Bisexuelle zu Homosexuellen obwohl man sie mit demselben Recht auch Heterosexuellen zurechnen könnte. Aber Heterosexuelle gibt es in Bevölkerungsstichproben in ausreichender Zahl. Manipuliert werden muss die Zahl der Homosexuellen.

Diese gängige Täuschung benutzen auch Kroh et al. Ihre Ergebnisse beziehen sich zunächst auf das, was sie LGB nennen, Lesbian, Gay and Bi-sexuals. Auf diese Weise schaffen es die Autoren 459 homo- und bisexuelle Befragte im SOEP zu identifizieren. Den 459 homosexuellen und bisexuellen Befragten stehen 39.100 heterosexuelle Befragte gegenüber, was eine dermaßen schiefe Verteilung produziert, dass man schon mit den Grundzahlen Mühe haben wird, sinnvolle Ergebnisse zu errechnen.

Hier beginnen die Täuschungen, derer sich Kroh et al. bedienen, um ihren Ergebnissen eine Relevanz zuzuweisen, die sie nicht haben.

Denn: die 459 Befragten sind nur der Idealfall. In den einzelnen Analysen sind regelmäßig weniger als 459 Befragte enthalten, weil nicht alle Befragten zu allen Fragen Angaben machen. Wie viele es tatsächlich sind, das verschweigen die Autoren so lautstark, dass es einem wehtun muss, wenn man ihren Beitrag liest. So offen wird selten gegen wissenschaftliche Lauterkeit verstoßen wie in diesem DIW-Machwerk – insofern ist es wirklich besonderer Junk.

Die Autoren verheimlichen den Lesern auch die Aufschlüsselung der 459 Schwulen, Lesben und Bisexuellen auf die jeweilige Orientierung. Nach aller Erfahrung ist die Gruppe der Bisexuellen am stärksten besetzt, so dass kaum Befragte übrigbleiben dürften, wenn man Bisexuelle, eben weil sie sowohl homo- als auch heterosexuell sind, aus den Berechnungen ausschließen würde, wie es der wissenschaftlichen Lauterkeit entspräche. Da ist es schon wieder, dieses Wort, Lauterkeit…

Vergessen wir die Lauterkeit: Weiter im Text.
Wir haben gesagt, dass Kroh et al. die Leser über ihre geringe Fallzahl hinwegtäuschen. Das erfolgt so unbeholfen und so ungeschickt, dass man es kaum übersehen kann, dass man getäuscht werden soll, jedenfalls dann, wenn man Erfahrung im Umgang mit Daten hat.

Die Autoren benutzen auch Ergebnisse, die auf Basis des Mikrozensus errechnet wurden, z.B. Abbildung 2. Die Darstellung umfasst Anteile und absolute Zahlen.
Die Autoren verweisen auf Ergebnisse von Wissenschaftlern z.B. in Fußnote 19. Der Verweis umfasst die Angabe der Fallzahlen.
Aber immer dann, wenn die Autoren ihre eigenen Daten, die auf 459 vermutlich vornehmlich bisexuellen Befragten basieren, darstellen, fehlen die Angaben zur Fallzahl. Sie fehlen bei der Abbildung 1, bei Abbildung 3, bei Tabelle 1, bei Tabelle 2, bei Abbildung 4, bei Tabelle 3, bei Tabelle 4 und bei Tabelle 5.

Die Angabe der Grundgesamtheit der LGB zu unterlassen, die in die Anteile, die in eine Tabelle eingeflossen sind, münden, ist mit wissenschaftlicher Lauterkeit nicht zu vereinbaren. Es entspricht schon eher dem Versuch einer arglistigen Täuschung, um nicht zugestehen zu müssen, dass die eigenen Ergebnisse keinen Pfifferling wert sind, weil sie auf so wenigen Befragten basieren, dass einem die Tränen kommen. Thematisierte man die geringe Fallzahl, dann wäre dies natürlich der Verbreitung der eigenen Ergebnisse in den Zeitungen Deutschlands hinderlich. Redakteure springen auf Behauptungen wie: „Schwule haben geringeren Stundenlohn“, sie sprängen sicher nicht auf Aussagen wie: Die auf Grundlage von 25 schwulen Männern berechnete Stundenlöhne sind geringer als die Stundenlöhne heterosexueller Männer. Wir nehmen nicht an, dass die Berechnungen von Kroh et al. auf viel mehr als 25 schwulen Männern beruhen. Wer schon einmal – wie wir das mehrfach getan haben – mit dem SOEP gerechnet hat, weiß, wie schnell die Befragten zwischen den Wellen verschwinden… Dass Kroh et al. Schwierigkeiten hatten, genügend LGB-Befragte zusammen zu klauben, kann man auch einem kleinen technischen Satz entnehmen, über den der gemeine, statistisch ungebildete Redakteur hinwegliest, sofern er überhaupt liest:

„Da vermutet werden kann, dass sich insbesondere LGB-Befragte aufgrund befürchteter Ablehnung durch die Interviewer oder als Kritik an der Fragestellung dazu entscheiden, keine Angaben zu machen, wird für die Berechnung des Anteils von LGBs an der erwachsenen Bevölkerung ein Korrekturfaktor verwendet. Dieser versieht diejenigen mit einem höheren Gewicht, die über typische Eigenschaften der AntwortverweigererInnen verfügen. Dies gilt beispielsweise für ältere Personen, für Personen ohne PartnerIn im Haushalt oder für bestimmte Befragungsmethoden.“

Weil Kroh et al. etwas annehmen, was sie für plausibel halten, wir aber nicht, von dem sie aber in jedem Fall nicht wissen, ob es zutrifft, gewichten sie vorsichtshalber LGB höher als heterosexuelle Befragte. Von letzteren haben sie ja auch genug. Gewichtung ist ein prätentiöses Wort, hinter dem sich eine einfache Multiplikation verbirgt. In Deutsch: Im Datensatz von Kroh et al. werden Befragte, die von sich weder gesagt haben, dass sie schwul noch dass sie lesbisch oder bisexuell sind, dennoch als schwul, lesbisch oder bisexuell gezählt, und zwar dann, wenn sie sozialstrukturell den wenigen im Datensatz vorhandenen Schwulen, Lesben und Bisexuellen ähnlich sind. Dann werden sie mit einem Faktor, der größer als 1 ist, multipliziert. Auf diese Weise macht man aus wenigen LGB etwas mehr LGB-Befragte. Zu diesem Mittel nimmt man nur dann Zuflucht, wenn man mit den vorhandenen Daten ohne diese Form der Täuschung, vielleicht auch des Betrugs überhaupt nichts anfangen kann, weil die Fallzahl, die Kroh et al. ihren Lesern vorenthalten (siehe oben) zu gering ist.

Auf Grundlage einer nicht genannten Anzahl von homosexuellen Männern, die sie sich zusammengewichtet haben, wollen Kroh et al. dann Stundenlöhne berechnet haben und diese mit den Angaben heterosexueller Männer verglichen haben, wobei sich ein „Sexuality Pay Gap“ ergeben haben soll. Nun muss man wissen, dass die Anzahl der Antwortverweigerer bei Fragen, die sich auf das Verdienst beziehen, sehr hoch ist. Wir haben 459 Schwule, Lesen und Bisexuelle im Datensatz. Selbst bei der vollkommen unrealistischen Annahme einer Gleichverteilung, denn Bisexuelle sind immer deutlich häufiger als Schwule oder Lesben, ergeben sich nur 153 Schwule. Von diesen 153 Schwulen werden nochmals rund ein Drittel ausfallen, weil sie keine Angaben zu ihrem Gehalt gemacht haben, so dass die Ergebnisse auf maximal 100 befragten Schwulen basieren. Wie gesagt, das ist eine wohlwollende Rechnung. Die tatsächliche Befragtenzahl, auf die Kroh et al. ihre Ergebnisse stützen und die sie verheimlichen, dürfte deutlich darunter liegen. Auf dieses armselige Häuflein von Befragten gründen die Autoren ihre Behauptung, dass es in Deutschland ein Pay Gap gäbe, das zuungunsten von Homosexuellen besteht.

Das ist nicht nur lächerlich, es ist unlauter und grenzt an Betrug und der Verdacht einer arglistigen Täuschung scheint begründet, da die Autoren es penibel unterlassen, die Anzahl der Befragten, die sie in ihren jeweiligen Berechnungen berücksichtigen, anzugeben.

Derartigen Junk hätte man früher nicht für möglich gehalten. Wäre diese Junk-Studie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift erschienen, dann würde sich der Herausgeber vermutlich beeilen, den entsprechenden Artikel zurückzuziehen. Aber der Junk ist beim DIW erschienen, und vom DIW ist man in letzter Zeit viel Junk gewöhnt, viel zu viel Junk, als dass man die Berliner noch als Wissenschaftler ernstnehmen könnte. Deshalb erwarten wir nicht, dass man sich beim DIW von dieser Junk Studie distanziert.

Vielmehr steht zu erwarten, dass sich die Meute der ahnungslosen Journalisten, die es ja beileibe nicht nur bei der FAZ gibt, auf das Ergebnis stürzen wird, ist es doch geeignet, virtue signalling zu betreiben, sich als Guter auszugeben und Browny-Punkte dafür zu sammeln, dass man sich bei Lobbygruppen anbiedert, dass man sich mit Junk anbiedert ist nebensächlich.

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Forscher belegen Betrug durch gesetzliche Krankenkassen

Die Analyse, deren Ergebnis wir nun berichten, muss man auf sich wirken lassen.

Die Analyse stammt von deutschen Wissenschaftlern, die am Center for Global Development in Washington, in der Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen, im Bundesversicherungsamt und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München beschäftigt sind (noch).

Sie wurde unter dem Titel „Plan Responses to Diagnosis-Based Payment: Evidence from Germany’s Morbidity-Based Risk Adjustment“ veröffentlicht.

Zunächst die Einzelheiten.

Seit 2009 erhalten gesetzliche Krankenkassen im Rahmen des Risikostrukturausgleichs mehr Geld für die Behandlung von Krankheiten, mit denen eine höhere finanzielle Belastung für die Krankenkassen einhergeht, z.B. weil sie langwierig sind, die Behandlungen sehr teuer sind. Beispiele sind Diabetes und Hämophilie. Insgesamt sind 80 Krankheiten im Risikostrukturausgleich enthalten.

Damit die Krankenkassen in den Genuss von mehr Geld im Rahmen dieses Risikostrukturausgleiches kommen, ist es notwendig, dass ein niedergelassener Arzt bestätigt, dass die Diagnose von z.B. Diabetes gesichert ist. Derzeit gibt es vier Stufen für die Bewertung von Diagnosen. Neben der gesicherten Diagnose gibt es noch den Verdacht oder den Ausschluss von Krankheit X als Diagnose und es gibt die Rekonvaleszenz, also den Zustand nach Behandlung von Krankheit X.

Relevant für den Risikostrukturausgleich sind nur gesicherte Diagnosen. Nur für gesicherte Diagnosen erhalten die Krankenkassen zusätzliches Geld aus den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung, damit sie im Wettbewerb, wie es so schön heißt, nicht schlechtergestellt sind.

Einem Ökonomen, der ein solches Arrangement sieht, stehen die Haare zu Berge, denn die zusätzlichen Mittel, die an Krankenkassen für gesicherte Diagnosen in rund 80 Fällen langwieriger oder teurer Erkrankung fließen, sind geradezu eine Einladung zum Betrug oder zum opportunistischen Verhalten, wenn einem diese Formulierung besser gefällt.

Entsprechend würde man erwarten, dass Krankenkassen die Wege nutzen, die ihnen zugänglich sind, um Diagnosen niedergelassener Ärzte in den Fällen, in denen deren Einstufung als „gesicherte“ Diagnose bares Geld für die Krankenkassen wert ist, zu beeinflussen.

Das haben sich auch die vier Wissenschaftler Sebastian Bauhoff, Lisa Fischer, Dirk Göpffarth und Amelie Wuppermann gedacht und auf Basis von 1,19 Milliarden Diagnosen für 43,7 Millionen Patienten untersucht, ob sich nach der Einführung der finanziellen Anreize zum Betrug, wie sie oben beschrieben wurden, also des Risikostrukturausgleichs, wie es in der Amtssprache heißt, Veränderungen ergeben haben, die es nicht geben dürfte, wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde.

Und in der Tat: es gelingt den Autoren Unregelmäßigkeiten, also Betrug nachzuweisen, denn die Häufigkeit der 80 Krankheiten, für die Krankenkassen dann mehr Geld bekommen, wenn ihre Diagnose als gesichert gilt, sie ist im Vergleich zu Krankheiten, für die nicht mehr Geld an die Krankenkassen überwiesen wird, überproportional gestiegen.

Der Anstieg der gesicherten Diagnosen für die 80 Krankheiten, die bei gesicherter Diagnose mit einer erhöhten Vergütung der Krankenkassen einhergehen, liegt zwischen 2.6% und 3.6% höher als der Anstieg bei anderen Krankheiten. Das klingt zunächst nach wenig, tatsächlich ist es beträchtlich, wie die folgende Abbildung zeigt.

Betrug durch gesetzliche KK.jpg

Der Anstieg kann sowohl mit einer veränderten Einstufung der Diagnose erklärt werden, d.h. Ärzte haben nicht gesicherte Diagnosen zu gesicherten umgewidmet, als auch mit einem überproportionalen Anstieg der gesicherten Diagnosen. Der Anstieg, darüber sind sich die Autoren sicher, ist ein nomineller, kein realer, d.h. der Zuwachs bei gesicherten Diagnosen auf Diabetes, wie ihn die Daten der Krankenkassen für den Zeitraum von 2008 bis 2013 ausweisen, geht in Teilen auf Betrug, nicht darauf zurück, dass mehr Personen mit Diabetes diagnostiziert worden wären.

Nun stellt sich die Frage, wer für diesen Betrug verantwortlich ist.

Niedergelassene Ärzte sind die erste Adresse, an die man denkt. Immerhin sind Ärzte für die Einstufung z.B. einer Diagnose auf Diabetes als gesichert verantwortlich. Allerdings bringt eine derartige Veränderung im Einstufungsverhalten Ärzten keinerlei Vorteil. Sie werden für Behandlungen nicht für Einstufungen oder Diagnosen bezahlt. Es bleiben die gesetzliche Krankenkassen. Für gesetzliche Krankenkassen ist jede Einstufung von Diabetes als gesicherte Diagnose bares Geld wert, denn mit jeder gesicherten Diagnose erhalten die gesetzlichen Krankenkassen Geld aus dem Risikostrukurausgleich.

Um den Verdacht, dass Krankenkassen hinter dem nominellen, also nicht realen Anstieg von z.B. Diabetes stecken, zu erhärten, haben sich die vier Autoren gefragt, welche Möglichkeiten den gesetzlichen Krankenkassen offenstehen, um Ärzte und vor allem die Einstufung von Krankheiten durch Ärzte zu beeinflussen. Nun, es sind deren einige, die von der „Schulung“ der Ärzte im Hinblick auf die Kunst der richtigen Einstufung von Krankheiten, über die Anregung, die Einstufung der Diagnosen des letzten Jahres noch einmal zu überprüfen, und zwar dahingehend, ob nicht eine Einstufung als gesicherte Diagnose sinnvoll sei, bis zu finanziellen Anreizen für Ärzte geht, wenn sie bestimmte Diagnosen liefern. Tatsächlich hat das Bundesversicherungsamt, wie die Autoren schreiben, mehrfach interveniert, um entsprechende Anreize zur Beihilfe zum Betrug zu unterbinden. Wie es scheint, mit wenig Erfolg.

Wie hoch der finanzielle Schaden ist, der Beitragszahlern durch die Betrügereien entstanden ist, ist unklar, dass es sich dabei nicht um Peanuts handelt, dürfte klar sein, wir sprechend wohl von Summen, die im mehrstelligen Millionenbereich liegen.


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Dresden-Marketing: Mit Lug und Trug gegen Pegida?!

Der Pegida-Effekt, er geht immer noch durch die Medien. Begierig wird die Meldung aufgenommen, die Pegida würde zu einem Rückgang der Übernachtungszahlen in Dresden führen.

Dresden MarketingWie wir gestern bereits gezeigt haben, ist die Behauptung, die Pegida sei Ursache des 2015 in Dresden im Vergleich zu 2014 zu verzeichnenden Rückgangs von Übernachtungen nicht haltbar. Sie ist nichts anderes als eine ideologische Spekulation, die als Wahrheit verkauft werden soll. Warum? Weil manche, die sich für gut halten, offensichtlich der Meinung sind, im Kampf gegen Pegida sei jedes Mittel erlaubt, Beleidigung, Verfälschung, Fehlinterpretation, Falschmeldung, Lug und Betrug.

Denn: Die Behauptung, der Rückgang der Übernachtungen, er sei auf Pegida zurückzuführen, er ist eine Falschmeldung. Ob es sich dabei um eine bewusste Falschmeldung handelt oder um eine Falschmeldung aus Inkompetenz, das ist eine Frage, der wir uns nun widmen wollen.

Kurz nachdem wir den Beitrag über den Pegida-Effekt veröffentlicht haben, haben uns Lesern auf die Dresdener Beherbergungssteuer aufmerksam gemacht. Diese seit dem 1. Juli 2015 von der Landeshauptstadt Dresden erhobene Steuer, verteuert die Übernachtungskosten für Gäste in Dresden, denn die Beherbergungssteuer, sie wird direkt von den Gästen erhoben:

“Beherbergungssteuerpflichtig sind grundsätzlich alle Personen, die in Dresden entgeltlich privat in Hotels, Gasthöfen oder Pensionen, Ferienunterkünften oder ähnlichen Beherbergungsstätten sowie auf Campingplätzen übernachten, soweit nicht ausnahmsweise eine Steuerbefreiung (s. u.) besteht. Die Übernachtung auf Wohnmobilstandplätzen ist steuerpflichtig, sofern besondere Sanitärräume angeboten
werden.”

Der Gier des Stadtkämmerers, der wohl gedacht hat, die seit 2009 steigende Zahl von Touristen, die könne man nutzen, um das Stadtsäcklein zu füllen, sie ist immens, wie sich zeigt:

“Die Beherbergungssteuer beträgt bei einem Wert der Bemessungsgrundlage

 bis unter 30 Euro: 1 Euro,
 von 30 Euro bis unter 60 Euro: 3 Euro,
 von 60 Euro bis unter 90 Euro: 5 Euro,
 von 90 Euro bis unter 120 Euro: 7 Euro

und so weiter, wobei sich für jeden um 30 Euro erhöhten Staffelbereich der zugehörige Steuertarifsatz um jeweils 2 Euro erhöht. Ein Gast übernachtet – beispielsweise – fünf Nächte in einem Einzelzimmer, das ohne Frühstück 55 Euro pro Nacht kostet. Dieser Betrag fällt in den Staffelbereich von 30 Euro bis unter 60 Euro, der Steuerbetrag für diese Staffel beläuft sich auf 3 Euro für eine Übernachtung. Insgesamt beträgt der Steuerbetrag für die gesamte Beherbergung 15 Euro (5 Übernachtungen x 3 Euro Steuerbetrag).

Die Kosten für eine Übernachtung, sie haben sich für Gäste somit wahrnehmbar und deutlich erhöht. Dies hat ein Kommentator von ScienceFiles wie folgt in Worte gefasst:

preiselast.jpg“Ich war im Dezember in Dresden. Mein Reisebericht findet sich hier: http://wp.me/p5hGPc-64 – Kurzfassung: Dresden ist nett, aber so “bunt”, dass man nicht kotzen kann, ohne ein Plakat zu treffen, auf dem steht, dass Dresden bunt sei. Faktisch ist Dresden ziemlich schwarz, weil die da (zumindest die coolen Gebäude) aus einem Sandstein bauen, der schwarz oxidiert (oder so).

An dieser Stelle möchte ich aber eigentlich anmerken, dass die Stadt Dresden seit Mai 2015 eine “Beherbergungssteuer” erhebt… . Ich denke, dass der Übernachtungsrückgang mit der Steuer alleine umfänglich erklärt werden kann; zumindest würde ich, wenn ich mich als Grund zwischen Pegida und Preiselastizität entscheiden müsste, letzteres wählen.”

Darüber, dass die Beherbergungssteuer nicht unbedingt mit Freude von den Gästen aufgenommen wurde, berichtet ein anderer Leser von ScienceFiles:

“Ein Hauptgrund für die Reduzierung der Übernachtungszahlen dürfte die neu eingeführte Bettensteuer sein.

Ich habe dazu anlässlich meiner Hotelaufenthalte in Dresden JEDE Rezeptionistin befragt, die mir vor die Flinte kam, und JEDE erzählte, dass die Gäste darüber wohl sehr erbost seien und deutlich signalisierten, deswegen zukünftig weniger zu kommen oder den Aufenthalt zumindest zu verkürzen.”

Es ist eine ökonomische Binsenweisheit, dass eine Erhöhung des Preises die Nachfrage dann reduziert, wenn die Nachfrager eine Substitutionsmöglichkeit haben oder die Nachfrage schlicht streichen können. Ökonomen sprechen dann von Nachfrageelastizität. Da man einen Aufenthalt in Dresden schlicht streichen und durch einen Aufenthalt in Cardiff ersetzen kann, ist die Elastizität der Nachfrage groß, d.h. man kann davon ausgehen, dass die Beherbergungssteuer sich negativ auf die Übernachtungszahlen in Dresden auswirkt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Geschäftsführerin der Dresden Marketing Gesellschaft, Bettina Bunge, auf die wilde Annahme kommt, Pegida sei für den Rückgang der Übernachtungen verantwortlich und was sie dazu bringt, die Beherbergungssteuer, von der sie eigentlich Kenntnis haben sollte, zu unterschlagen?

Es gibt auf diese Frage nur zwei Antwortmöglichkeiten:

(1) Fachliche Inkompetenz. In diesem Fall sollte die Stadt Dresden sich nach einem fähigen Geschäftsführer für Dresden Marketing oder einem Marketingunternehmen umsehen, das kompetente und qualifizierte Mitarbeiter in seinen Reihe hat.

(2) Der Versuch, die Öffentlichkeit zu manipulieren. Jeder, der die Seiten von Dresden Marketing liest, ist es nach wenigen Minuten leid, ständig auf die offene und bunte Stadt Dresden hingewiesen zu werden. Offensichtlich hat sich bei dem Unternehmen eine Fixierung auf offen und bunt eingestellt, die das eigene Urteilsvermögen bei den Verantwortlichen so sehr ideologisch benebelt, dass ihnen die einfachste und naheliegende Erklärung für z.B. die zahlenmäßigen Veränderungen in den Übernachtungszahlen nicht mehr einfällt. Stattdessen versteifen sie sich auf wilde und abwegige Spekulationen, die zu absurden Widersprüche führen. Auch in diesem Fall sollte sich der Stadtrat von Dresden mehrheitlich von der Dresden Marketing GmbH und Geschäftsführerin Bunge trennen, denn wer in einer ideologischen Traumwelt lebt, ist kaum in der Lage, Marketing für ein Stadt zu betreiben, die in der Realität angesiedelt ist.


Schließlich zeigt der “Pegida-Effekt” und seine gierige Aufnahme durch die Mainstream-Medien abermals, wie manchen der dort Beschäftigten der Schaum vor dem Mund zu stehen scheint, wenn es um Pegida, Dresden oder AfD geht. Dann werden sie hysterisch, zu Wut- und Problemjournalisten, denn dann vergessen sie alles:  Lauterkeit, Ehrlichkeit, Sorgfaltspflicht. Sie übernehmen, was ihnen ideologisch passt, prüfen es nicht auf Richtigkeit und insofern gibt es tatsächlich einen Pegida-Effekt: Er besteht darin, dass Journalisten funktionieren, wie die Männchen der Augsburger Puppenkiste: Man zieht an den Pegida-Fäden und das Püppchen tanzt den Tanz der Gutmenschen.

Es sind Begebenheiten wie diese, die Zweifel am freien Willen und am Verstand von manchen, die im Medienbetrieb ihren Hintern plattsitzen, aufkommen lassen.

 

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Es war wieder keiner – ob sich Geschichte nicht doch wiederholt?

Am 2. November haben wir auf eine Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau hingewiesen, die dem Zweck dient, männliche Bewerber zum einen zu täuschen und zum anderen als Feigenblatt zu missbrauchen, um den mit der Ausschreibung einhergehenden Rechtsbruch zu verdecken.

Dabei ging es um zwei Stipendien, die aus dem Professorinnenprogramm finanziert werden. Die Ausschreibung für beide Stipendien richtet sich an männliche und weibliche Bewerber. Der Tatbestand der Täuschung ist somit erfüllt (und der des Betrugs dann, wenn einem männlichen Bewerber ein finanzieller Schaden entsteht).

Die rechtsrelevante Zusammenfassung der Ausschreibung ist wie folgt:

  • PP_Koblenz-landauDie Stipendien werden aus dem Professorinnenprogramm finanziert.
  • Aus dem Professorinnenprogramm werden nur Stellen, die mit weiblichen Bewerber besetzt werden, finanziert.
  • Der Eindruck, dass sich die Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau auch an männliche Bewerber richtet, ist beabsichtigt. Er dient der Täuschung männlicher Bewerber und der Vortäuschung einer Konformität der Ausschreibung mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

Ein Leser von ScienceFiles hat unseren Beitrag zum Anlass genommen, um den Verantwortlichen der Universität Koblenz-Landau eine eMail zu schreiben, sie auf den Beitrag auf ScienceFiles hinzuweisen und seinerseits die Lektüre der Stellenausschreibung mit dem folgenden Votum abzuschließen:

“All das scheint dafür zu sprechen, dass Bewerbungen von Männern vielleicht nicht unzulässig, aber jedenfalls zwecklos sind, denn bei Vergabe an einen Mann fiele ja die Finanzierung des Stipendiums weg.”

Unser Leser beendet seine eMail wie folgt:

“… könnte man männlichen Bewerbern doch zumindest reinen Wein einschenken. Immerhin ist eine Bewerbung auf eine Hochschulstelle mit einem gewissen Aufwand und u. U. auch mit Kosten verbunden. Warum wird männlichen Bewerbern nicht klipp und klar gesagt, dass die Stipendien de facto für Frauen reserviert sind? Aber vielleicht ist die Stellenanzeige ja nur unglücklich formuliert und es verhält sich anders. Ihre Klarstellung dazu würde mich sehr interessieren.

Nach nur einmaliger Erinnerung an sein Schreiben und nach nur 14 Tagen, hat unser Leser folgende Antwort erhalten:

“Vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich unserer Stellenausschreibung der beiden Stipendien im Rahmen der Graduiertenschule ‘Genderforschung’.

Die Formulierungen des Ausschreibungstextes wurden mit dem fachlich zuständigen Ministerium abgestimmt. Mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur besteht Konsens darin, dass der Text formal und juristisch korrekt ist.

Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass ich eindeutig
widerspreche, dass mein Name im Zusammenhang mit der dieser Auskunft in einem von Ihnen veranlassten Post auf der Plattform “sciencefilses” (oder auf weiteren Netzwerken) veröffentlicht wird.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.”

Okay, bitte wieder beruhigen (Frage an unsere Kommentatoren: Steht der Namensnennung eigentlich etwas im Weg, wenn man weiß, dass unser Leser die Veröffentlichung nur ermöglicht, nicht jedoch veranlasst hat? – In jedem Fall ist es interessant zu sehen, dass den Sachbearbeiter die Erregung ergriffen zu haben scheint. Die Fehler im Text geben Zeugnis davon.).

Nun zu den Feststellungen:

Das Wichtigste, was den Sachbearbeiter aus dem Präsidialamt der Universität Koblenz-Landau umtreibt ist, dass sein Name nicht “auf der Plattform ‘sciencefilses” genannt wird. Man sieht, der Bearbeiter ist schon älter und des Englischen nicht mächtig. Vermutlich war die Ankündigung unseres Lesers, den Schriftwechsel an ScienceFiles zu übergeben auch der Grund dafür, dass die Antwort so lange gedauert hat. Es musste erst jemand gefunden werden, der den Mut hat, eine eMail zu schreiben, deren Inhalt öffentlich werden könnte. Damit ist auch klar, welches Geschlecht derjenige hat, der unserem Leser geantwortet hat.

prison-barsUnd nichts ist ihm wichtiger, als nicht genannt zu werden. Das ist auch kein Wunder, denn: er widerspricht nicht der Feststellung, dass männliche Bewerber durch die Ausschreibung geschädigt und getäuscht werden.

Er widerspricht nicht der Feststellung, dass die Stipendien nur an einen weiblichen Bewerber vergeben werden.

Er weist vielmehr alle Verantwortung von sich und lädt dieselbe auf der Türschwelle des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ab. Dort sitzen also die Verwantortlichen für Täuschung und Betrug männlicher Bewerber im Rahmen des Professorinnenprogramms. Nachgeordnete Institutionen, Universitäten, die Universität Koblenz-Landau, sie sind dagegen voller Personen, die nur machen, was mit dem Ministerium abgestimmt ist.

Es gab schon einmal Beamte nachgeordneter Dienststellen, die nur Befehle ausgeführt haben. Mit Zivilcourage ist es in Deutschland auch 2015 nicht weit her. Es herrscht der verbeamtete Befehlempfänger, und der macht scheinbar alles, wenn es nur mit Ministerien abgesprochen ist.

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