Berliner “Justiz”senatorin Felor Badenberg wird zum Fall für die eigene Behörde
In Thüringen ziert ein Ministerpräsident die Landesreputation, der ein überführter Betrüger ist. Er hat sich einen akademischen Titel mit Ideen, die er anderen in vielen Fällen wörtlich gestohlen hat, erschlichen. Der Betrüger wurde überführt. Sein Titel wurde ihm aberkannt. Ministerpräsident ist er weiterhin. Mario Voigt wurde gerade von den Fraktionen, die Betrug zum neuen Normal machen wollen, im Amt bestätigt. Und aus Scham zurücktreten wird Voigt nicht, denn dazu wäre zunächst einmal ein Schamempfinden notwendig.
Ein solches hat er offenkundig nicht.
Voigt ist kein Einzelfall.
Die Riege der titelgeilen Polit-Darsteller, die mit einem Titel die Behauptung auf Kompetenz aufstellen wollen, mit dem Titel Kompetenz vorgaukeln wollen, die sie nicht einmal entfernt haben, ist lang, sehr lang. Und früher, man denke an den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, oder die ehemalige “Bildungs”(!sic)ministerin Anette Schavan, hat die Bloßstellung als Ideendieb und Titelerschleicher zum Rücktritt ausgereicht. Heute fallen Leute wie Voigt hämisch grinsend weiterhin Steuerzahlern zur Lasts, wohlwissend, dass ihre Partei in Mehrheit moralisch ebenso verkommen ist, wie sie selbst. Mit Rücktrittsforderungen daher nicht zu rechnen ist.
Der letzte Fall von Plagiat kommt aus Berlin und betrifft Felor Badenberg, die derzeit Justizsenator spielt. Stefan Weber, der das Plagiat, mit dem sich Badenberg 2005 den Titel eines Dr. jur. an der Universität Köln erschlichen hat, beschreibt die Ergebnisse seiner Analysen in sehr deutlichen Worten:
“Es ist ein dreistes Plagiat, wie ich es in der bundesdeutschen Rechtswissenschaft seit dem Fall Karl-Theodor zu Guttenberg 2011 nicht mehr gesehen habe: Felor Badenberg, die noch 2023 gegenüber dem Tagesspiegel ihrer eigenen Doktorarbeit Plagiatsfreiheit attestierte, hat in dieser in Wahrheit qualitativ und quantitativ werkprägend plagiiert.
Die Plagiate reichen vom Dankeswort über die Einleitung bis zum Schlusswort und sogar zum Klappentext. Im Wesentlichen hat Badenberg Textbaustein für Textbaustein die Dissertationen von Sethe 1995 und Helms 1999 sowie einen Aufsatz von Schmidt-Didczuhn 1989 unzitiert aneinandergereiht. Badenberg hat dabei zahllose Formulierungen, Gedanken und Fußnoten der früheren Arbeiten abgeschrieben. An zwei Stellen hat sie selbst Kapitelbeschreibungen übernommen. An einer Stelle hat sie ins Plagiat „meines Erachtens“ eingefügt – der worst case. Webquellen, die sie plagiiert hat, fehlen im Literaturverzeichnis. Es kommt hier einfach alles zusammen.”
Und wenn man die Beispiele, die Weber für den Plagiarismus von Badenberg in seinem Blog gibt, durchliest, dann muss man ihm Recht geben. Der Ideendiebstahl, den Badenberg betrieben hat, geht selbst für Plagiieren über das Normalmaß hinaus. Die entsprechende Prüfung im Verfahren, um die Aberkennung des Titels, die die Universität Köln nun vornehmen muss, dürfte aufgrund solch’ frecher Betrügerei, eine kurze Formsache sein – so würde man denken:
Oder:
Das ist Diebstahl in einem Umfang, den man selten sieht. Ein frecher Diebstahl, der viel über die moralische Qualität des Diebes aussagt und die Frage aufwirft: Was sind das eigentlich für Leute, die anderer Leute Ideen stehlen, als die eigenen ausgeben und sich damit einen Titel erschleichen?
Sie werden sich vielleicht wundern: Aber dazu gibt es Forschung, ziemlich viel Forschung, sogar, deren Ergebnisse man wie folgt zusammenfassen kann:
Plagiateure weisen in aller Regel die Persönlichkeitsmerkmale, die in der „Dark Triad“ beschrieben sind, auf. Die Dunkle Triade aus Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie, haben wir gerade erst zum Gegenstand eines Beitrags gemacht. Nun treffen wir die damit beschriebenen defizitären Persönlichkeiten in einem anderen Zusammenhang: als Dieb der Ideen anderer.
Psychopathie, ein Abstraktum, mit dem Gefühlskälte, Empathielosigkeit und fehlendes Schuldbewusstsein bei gleichzeitig manipulativem, impulsivem Verhalten beschrieben ist, bildet den Ausgangspunkt für den Ideenklau. Plagiateure haben kein Schuldbewusstsein, wenn sie die Ideen anderer stehlen. Ihre Empathielosigkeit, die von einem fehlenden Unrechtsbewusstsein getrieben wird und vom üppig vorhandenen Narzissmus zu einer Art “Entitlement”, Recht auf die Ideen anderer, ob der eigenen “Grandeur” verzerrt wird, sorgt dafür.
Ihre Überzeugung, weitgehend unantastbarer Feldherr der Manipulation anderer und vor allem ihres Doktorvater zu sein, dem sie frech ins Gesicht lügen, was ein weiterer Beleg für ihren vollständigen Mangel an Empathie ist, sorgt für wenig Hemmung bei der Umsetzung des Ideendiebstahls. Die früher vorhandene relativ geringe Wahrscheinlichkeit, als Dieb entdeckt zu werden, tut ein übriges.
Der große Plagiator sieht sich als jemand, der ob seiner Grandeur berechtigt ist, die Ideen anderer zu stehlen, denn natürlich, so seine Überzeugung, käme er in Eigenarbeit zu weit besseren Ergebnissen, muss dieselbe aber aussetzen, weil er Wichtigeres zu tun hat. Der Bestohlene wird in diesen kranken Hirnen zu jemandem, der froh sein muss, bestohlen zu werden, das Material zur Promotion dieses Geschenkes an die Menschheit, als das sich sein Dieb sieht, zur Verfügung stellen zu können. All die anderen im Verlauf des Promotionsverfahrens Betrogenen fallen als Kollateralschaden an, den der große Manipulator gerne und für das große Ziel, das er per Betrug erreichen will, in Kauf nimmt.
Narzisstische, psychopathische Möchtegernmanipulateure, das ist die sozialpsychologische Beschreibung für Plagiateure: Der Titel wird als Statussymbol und Signal für Kompetenz angestrebt, ein Mittel, um Prestige zu ergaunern, der ergaunerte Doktortitel soll die Intelligenz ausweisen, von der der Betrüger glaubt, dass er sie hat. Wird er enttarnt, dann stürzt mit dem ganzen Lügengebäude auch seine Selbstinszenierung in sich zusammen.
Das ist in Kürze zusammengefasst, was wissenschaftliche Studien zu Plagiarismus bislang an Ergebnissen erbracht haben. Plagiateure sind unangenehme Zeitgenossen, deren psychologische Probleme mit dem Titel nicht etwa verschwinden, sondern mit Sicherheit größer werden, denn mit dem Titel wurde eine Messlatte zur Außenbeurteilung der eigenen Person gelegt, der der Plagiator nicht gerecht werden kann. Sollten diese Leute in Positionen gelangen, diejenigen, die ihnen ausgeliefert sind, können in aller Regel ein Lied davon singen.
Plagiateure hat es zu allen Zeiten gegeben. Das Neue besteht darin, dass sie vor allem in linken Parteien so häufig geworden sind, dass man den moralischen Bankrott dadurch zu verhindern sucht, Plagiate kleinzureden und in gewisser Hinsicht zu normalisieren.
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Da sie auch das Gutachten für die Regierung gemacht hat, im dem die AFD als rechtsextrem eingestuft wird, wird ihr wohl nichts passieren — denn Verbrecher schützen eben Verbrecher
Wenn jemand über längere Zeit bei seiner Arbeit „anleitend betreut“ wird, kennt man dessen Stil und merkt sofort, was nicht seiner Ausdrucksweise entstammt.
Wer hat „sie“ also durchgewunken ?
In einem Patentbüro sitzt selten ein Albert Einstein, vielmehr ergeht ein unbarmherziges Gericht über jeden, der nicht das Kleine „groß“, das Falsche „echt“ und den Schein „Wahrheit“ nennen will, sowie nicht mit dem großen Haufen heult.
„Der Tod des Sokrates und die Kreuzigung Christi gehören zu den großen Charakterzügen der Menschheit.“ – Arthur Schopenhauer
Für auf der peinlichen Jagd solcher nach Titeln besessener Kreaturen gilt:
„Die Rose sprach zum Mägdelein:
Ich muß dir ewig dankbar sein,
Daß du mich an den Busen drückst
Und mich mit deiner Huld beglückst.
Das Mägdlein sprach: O, Röslein mein,
Bild dir nur nicht zu viel drauf ein,
Daß du mir Aug und Herz entzückst.
Ich liebe dich, weil du mich schmückst.“ – Wilhelm Busch
Wir sehen, dass du dich in folgendem Land befindest: Vereinigtes Königreich. Wir haben unsere Preise entsprechend auf Pfund Sterling aktualisiert, um dir ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Stattdessen Euro verwenden.Ausblenden
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
-
Wird geladen …
Show CommentsDa sie auch das Gutachten für die Regierung gemacht hat, im dem die AFD als rechtsextrem eingestuft wird, wird ihr wohl nichts passieren — denn Verbrecher schützen eben Verbrecher
Die weibliche Form des Plagiators könnte man doch Plagiatrix nennen, oder?
[…] Source : Lire l’article original […]
Interessant wäre wieder, wer Herrn Weber für diese Arbeit beauftragt und bezahlt hat.
Kann es sein, daß Herr Weber einen Grant auf diese verwahrloste Gesellschaft hat?
Wenn jemand über längere Zeit bei seiner Arbeit „anleitend betreut“ wird, kennt man dessen Stil und merkt sofort, was nicht seiner Ausdrucksweise entstammt.
Wer hat „sie“ also durchgewunken ?
In einem Patentbüro sitzt selten ein Albert Einstein, vielmehr ergeht ein unbarmherziges Gericht über jeden, der nicht das Kleine „groß“, das Falsche „echt“ und den Schein „Wahrheit“ nennen will, sowie nicht mit dem großen Haufen heult.
„Der Tod des Sokrates und die Kreuzigung Christi gehören zu den großen Charakterzügen der Menschheit.“ – Arthur Schopenhauer
Für auf der peinlichen Jagd solcher nach Titeln besessener Kreaturen gilt:
„Die Rose sprach zum Mägdelein:
Ich muß dir ewig dankbar sein,
Daß du mich an den Busen drückst
Und mich mit deiner Huld beglückst.
Das Mägdlein sprach: O, Röslein mein,
Bild dir nur nicht zu viel drauf ein,
Daß du mir Aug und Herz entzückst.
Ich liebe dich, weil du mich schmückst.“ – Wilhelm Busch