Weser Kurier: Islamischer Staat trifft ideologischen Eifer und Unbildung

Beim Weser Kurier spricht man nicht mehr vom Islamischen Staat, weil der Islamische Staat kein Staat sei und nicht religiös motiviert, so die Begründung. 

“Der WESER-KURIER verwendet den Begriff “Islamischer Staat” nicht, weil diese Terrorgruppe weder religiös motiviert noch ein Staat ist. Wir sprechen wie ihre Gegner von Daesch.”

Deshalb sprechen die Weser Kuriere nur noch von Daesch, was die falsche Eindeutschung von DAESH ist.

DAESH wiederum ist eine Abkürzung für 

al-Dawla al-Islamiya fi al-Iraq wa al-Sham.

Die näheste Übersetzung davon lautet:

DAESH = Der islamische Staat im Irak und in Syrien.

Der Weser Kurier hat also den Begriff “Islamischer Staat”, der der Gazette zu religiöse und zu staatlich ist, durch die Abkürzung DAESCH ersetzt, die eine falsche Eindeutschung von DAESH darstellt, das wiederum für “Islamischer Staat im Irak und in Syrien” steht.

Die Bremer Kurier-Narren haben also den Begriff, den sie nicht mögen, durch die Abkürzung des arabischen Originals des Begriffs, den sie nicht mögen, ersetzt. Das ist eine reife Leistung, die man nur dann erbringen kann, wenn man viel ideologische Überzeugung, viel erzieherischen Eifer, aber überhaupt keine Ahnung davon hat, worüber man spricht.

Uns scheint, in Bremen ist eine besondere Klasse der linken Minder-Intelligentia zu finden, eine, bei der sich die eigenen Heilsüberzeugungen mit erheblichen Wissenslücken verbinden. Allein die Behauptung, DAESH (ISIL, ISIS, IS), eine Organisation, die das Kalifat einführen will, sei nicht religiös motiviert, ist kompletter Umsinn.

Oder wie wir in der Pfalz sagen: Des bassiert, wänn jeder Hansdolle maent, mitredde zu könne.

Für des Englischen Unkundige, besonders in der Bildungs-Wüste Bremen: DAESCH hat mit Trash nichts zu tun

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Drei Grüne Affen

Was macht man mit Personen, die sich weigern, die Realität zur Kenntnis zu nehmen? Die nichts wahrnehmen wollen, was dem, was sie für richtig halten, widerspricht? Die sich gegen rationale Argumente, Fakten und Belege abschotten und monoton wiederholen, was sie sich als Psalm zurecht gelegt haben?

Im täglichen Leben sind solche Menschen nur dann überlebensfähig, wenn sie von anderen leben können. Gibt es diese anderen nicht, dann erledigen sich die Realitätsverweigerer entweder selbst, laufen zum Beispiel vor ein Auto, weil sie die Existenz von Bezinmotoren nicht anerkennen oder landen in der Irrenanstalt, weil sie für ihre Umwelt zu einer zu großen Zumutung geworden sind.

Was aber macht man, wenn Realitätsverweigerer, Personen, die Fakten nicht hören und sehen und schon gar nicht aussprechen wollen, in Parlamenten sitzen, wenn sie öffentliche Mittel erhalten, um ihre Realitätsverweigerung zu popularisieren, wenn sie die Realität bewusst lügend oder aufgrund eigener kognitiver Defizite öffentlich verweigern und damit Anhänger unter denen finden, die denken, wenn man die Stirn in tiefe Falten legt und Normalitäten in Frage stellt, dann sei man ein Intellektueller?

Keine Gesellschaft kann es sich auf Dauer leisten, gegen die Realität anzuleben und Entscheidungen zu treffen, die jede Vernunft und jedes Faktenwissen verleugnen. Und doch leistet sich die deutsche Gesellschaft mit den Grünen eine Partei im Bundestag, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, entweder Bürger zu belügen oder diejenigen, die sich immer dann, wenn es um Fakten geht, die ihrer Ideologie widersprechen, am Modell der drei grünen Affen orientieren, mit Lockstoff zu versorgen.

Nirgends wird die Disposition der Grünen, Fakten zu ignorieren, Fake News zu streuen oder Lügen unter die Bevölkerung zu bringen so deutlich, wie bei Themen, mit denen man die besonders Naiven unter den Faktenverweigerern über ihren Bauch, ihr Gefühlt, ihre eingebildete Verantwortung für die nächste Generation, ihre phantasierte Sorge um die Natur und die Umwelt oder ihre angebliche Liebe zu organischen und biologischen Lebensmitteln, die sie fälschlicherweise für solche halten, die ohne Einfluss von Herbiziden oder Insektiziden produziert werden, anziehen kann, wie Fruchtfliegen, denen man ein Stück faules Obst hinwirft.

So hat die Grüne Bundestagsfraktion am 11. Dezember 2017 einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der darauf zielt, den „Glyphosatausstieg jetzt“ einzuleiten. Der Antrag ist an Dürftigkeit kaum zu unterbieten, behauptet, dass die Zulassung von Glyphosat durch die EU einen nationalen Schaden für Deutschland darstellt und die Artenvielfalt bedroht und begründet den geforderten Ausstieg aus Glyphosat damit, dass auch die „französischen Partnerinnen und Partner“ aus Glyphosat ausgestiegen seien oder aussteigen wollten.

Parteien wie die Grünen, die auf Grundlage von keinerlei empirischen Fakten, falsche Behauptungen in die Welt setzen und Lügen verbreiten wie die, Glyphosat sei für die Artenvielfalt gefährlich, sind ein deutlicher Beleg dafür, dass die Ausschlussmechanismen, die früher die Leugner von Fakten früher oder später in die Irrenanstalt gebracht haben, heute nicht mehr funktionieren. Seit die Fraktion derer, die denken, alles sei konstruiert, eine Vorstellung, die sie schnell aufgeben, wenn sie im Biomarkt vor einem leeren Regal stehen und ärgerlich nach Nachschub schreien, sich frei bewegen darf, funktionieren die Kontrollmechanismen der Normalität nicht mehr. Seit es möglich ist, ein Leben ohne Interaktion mit denen zu führen, die es durch ihre tägliche Arbeit ermöglichen, weil man ein Recht auf Unterhalt zu haben glaubt, mehren sich die Berichte über diejenigen, die man nur als systematische Realitätsverweigerer und damit als krank bezeichnen kann.

Dass es auch anders geht, beweist die FDP in einem Antrag, der dazu gedacht ist, die Rationalität und die Sachkunde, die von Grünen, die an die Mentalität der drei Affen appellieren oder sie selbst haben oder beides, verleugnet wird und beseitigt werden soll, wieder zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Wir zitieren ein paar Passagen aus diesem kenntnisreichen und guten Antrag, der ebenfalls das Datum des 11. Dezember trägt (Hey, wir haben gerade die FDP gelobt. Mach‘ ein Kreuz im Kalender!)

“II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
– den Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ungeachtet der Versuche weltanschaulicher Einflussnahme unter der Maßgabe von Sachlichkeit, Rationalität und Fachlichkeit umzusetzen;
– das Verfahren zur weiteren Zulassung auf nationaler Ebene von Glyphosat als Inhalt von Pflanzenschutzmitteln auf Grundlage der Expertise der zuständigen Zulassungs- und Bewertungsbehörden streng wissenschaftsgeleitet zu betreiben;

Dieser Forderung gehen drei Seiten voraus, auf denen der Antrag der FDP-Fraktion das zusammenstellt, was es an Relevantem über Glyphosat zu wissen gibt, z.B.:

„Glyphosat ist ein Herbizid, dessen Wirkstoff über die grünen Pflanzenteile aufgenommen [wird]. Es blockiert ein Enzym, das Pflanzen zur Herstellung bestimmter Aminosäuren benötigen. Im Uhrwerk Pflanzen-Stoffwechsel wird somit ein Zahnrad blockiert – mehr nicht. Das von Glyphosat blockierte Enzym kommt in menschlichen und tierischen Organismen nicht vor. Daher hat Glyphosat gegenüber Mensch und Tier nur eine geringe Giftwirkung und ist nach internationalen toxikologischen Standards (LD 50 oral, Ratte) beispielsweise weniger akut toxisch als Kochsalz oder Backpulver.“

Ob die Grünen als nächstes Kochsalz oder Backpulver verbieten wollen?

„Glyphosat wurde 1974 patentiert, im Jahr 2000 lief der Patentschutz aus. Es wird von mehr als 90 Chemieunternehmen in 20 Ländern hergestellt. Die Jahresproduktion betrug 2014 weltweit 826.000 Tonnen. Die Abgabemengen gehen in Deutschland nach den Angaben des BVL seit fast anderthalb Jahrzehnten merklich zurück (2012: 6.038 t, 2016: 3.780 t). Seine Nutzung stärkt – anders als bisweilen dargestellt – daher nicht die wirtschaftlichen Interessen eines einzelnen oder ganz weniger Konzerne.“

Ob die Fraktion der Monsanto-Hasser durch diese Tatsachen zu beeindrucken ist?

„Glyphosat gehört zu den in seiner Wirkung auf Mensch, Tier und Natur am besten untersuchten Pflanzenschutzmitteln weltweit. Seine globale Nutzung und die lange Dauer des Einsatzes haben neben den für die Zulassung erforderlichen Studien die Durchführung von Untersuchungen mit unterschiedlichen Zielsetzungen ermöglicht, so dass eine vollumfassende Bewertung möglich ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Januar 2014 im Rahmen der EU-Neubewertung seinen Bewertungsbericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) übergeben. An der Erstellung des Berichts waren beteiligt: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Julius-Kühn-Institut (JKI) und das Umweltbundesamt (UBA). Der Bewertungsbericht hat das Ergebnis, „dass Glyphosat nach wie vor alle Kriterien erfüllt, die das EU-Recht an Pflanzenschutzmittelwirkstoffe stellt“ (PM BVL 06.01.2014).“

Es scheint ein Markenzeichen der Grünen zu sein, dass sie bewährte Technologien, die ihre Unbedenklichkeit seit Jahrzehnten unter Beweis stellen, beseitigen wollen. Sie sind moderne Luditen, die die Technikfeindlichkeit, die deutsche Romantiker schon immer ausgezeichnet hat, zu neuen Höhen gebracht haben.

„In der Landwirtschaft wird Glyphosat überwiegend vor der Aussaat zur konservierenden Bodenbearbeitung eingesetzt. Damit wird das Bodenleben gefördert, Erosion vermieden und durch Verzicht auf Bodenbearbeitung CO2 eingespart. Bei diesen Mulch- und Direktsaatverfahren ist Glyphosat laut Aussage des Julius-Kühn-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, momentan nicht zu ersetzen. Des Weiteren ist Glyphosat ein wichtiges Element im Resistenzmanagement auch anderer Wirkstoffe. Glyphosat wirkt zuverlässig bei der Bekämpfung von Problemungräsern wie Ackerfuchsschwanz, während in vielen Regionen Deutschlands andere zugelassene Wirkstoffe bereits Resistenzen zeigen. Stünde Glyphosat nicht zur Verfügung, wäre nach jetzigem Stand mittelfristig mit beschleunigter Resistenzbildung und in der Folge mit nachhaltig geringeren Erträgen zu rechnen.”

Wir glauben nicht, dass sich auch nur einer der Grünen Möchtegern-Heilsbringer auch nur kurz die Mühe gemacht hat, die Konsequenzen zu bedenken, die ein Verbot von Glyphosat für diejenigen hätte, die es derzeit anwenden, ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die Umwelt, die z.B. dadurch entstehen, dass mit Glyphosat das einzige wirksame Herbizid verboten würde (wenn es nach den Grünen ginge), das in der Lage ist, invasive Spezien wie den Riesenbärenklau oder die Ambrosie einzudämmen (und das deshalb die Artenvielfalt fördert, nicht vermindert).

Die einfache Welt der Grünen, sie kennt keine Fakten, die der eigenen Ideologie widersprechen. Fakten werden ausgeblendet, gemieden, nicht wahrgenommen und denen, die sich für sie interessieren, vorenthalten: Die drei-Affen-Mentalität der Grünen.

Und schließlich, um noch den letzten Blödsinn, der im Zusammenhang mit z.B. Glyphosat in Bier gestreut wird, aus der Welt zu schaffen:

„Die breite Anwendung von Glyphosat hat zur Folge, dass Spuren von Glyphosat auch über Lebensmittel in die menschliche Ernährung gelangen. Die Bestimmungen zur Lebensmittelsicherheit sind im weltweiten Vergleich in Deutschland die strengsten. Funde im Urin sind für die Gesundheit nach Aussagen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit (BfR) [gemeint ist das Bundeamt für Risikobewertung] für die Gesundheit allerdings ohne Bedeutung, da der Wirkstoff unverändert direkt über die Nieren ausgeschieden wird.“

Obwohl Glyphosat nachweislich ungefährlich für Menschen ist, wollen es die Grünen verbieten. Letztlich huldigen sie damit einer irren Ideologie, die Technologien und Mittel, die mit den Technologien gewonnen werden, ablehnt, weil sie „künstlich“ oder „chemisch“, jedenfalls nicht biologisch sind. Es scheint Grünen nicht möglich zu sein, die Welt in ihrer Komplexität, die sich der ideologischen Vor-Einteilung in gut und böse, schwarz und weiß in der Regel entzieht, in Rechnung zu stellen. Erwachsene Menschen haben gelernt, dass Entscheidungen auf Grundlage einer Abwägung des Für und Wieder, der Vor- und Nachteile, der Kosten und des Nutzens, die sich mit der Entscheidung verbinden, getroffen werden müssen, so man verantwortungsvoll entscheiden will. Die Grünen haben diese Entwicklungsleistung, die Menschen erst zu vernünftigen Wesen macht, nicht genommen. Sie sind in der einfachen Welt ihres ideologischen Kindergartens verblieben.

Die Kehrseite dieser ideologischen Verblödung besteht darin, dass kein Grüner ein Problem mit BioWein oder der Verwendung von Kupfer in Form der sogenannten Bordeauxbrühe, mit der BioWinzer den Mehltau bekämpfen, hat. Der Kupfereintrag führt mittlerweile zu Konzentrationen in den Böden, die Regenwürmer zur seltenen Spezies werden lassen, ja sogar das Umweltbundesamt besorgt machen. Kupfer, das als Kupfervitriol (also Kupfersulfat) in Bordeauxbrühe verwendet wird, ist, das nur zur Erinnerung, ein Schwermetall. Es reichert sich an und kann nicht abgebaut werden, auch vom menschlichen Organismus nicht. In Letzterem führt es in hoher Konzentration zu Entzündungen, Arthritis oder Bluthochdruck. Kupferionen stören die Eiweißbildung und können Zellmembranen schädigen und letztlich die DNS angreifen.

Alles kein Problem für die Grünen, die lieber Mittel bekämpfen, die sie ideologisch nicht mögen, ungeachtet aller Fakten. Es ist eben grüne Methode: Keine Fakten sehen, keine Fakten hören und schon gar keine Fakten aussprechen.

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Black Friday: Die Tagesschau liegt wieder einmal falsch

Woher kommt die Bezeichnung „Black Friday“?

Die Tagesschau hat drei Theorien … Alle falsch.

Der Black Friday hat nichts mit dem Börsencrash von 1929 zu tun. Der Crash ereignete sich am Donnerstag, den 29. Oktober. Also: Tag falsch, Monat falsch. Der Name Black Friday bezieht sich auch nicht auf eine Analogie zwischen dem Verhalten von Schnäppchenjägern und dem von Börsianern.

Black Friday heißt auch nicht deshalb Black Friday, weil Händler an diesem Tag schwarze Zahlen schreiben, also in der Suggestion der Tageschau viel Geld abzocken. Er ist eher der Tag, AB dem viele Händler schwarze Zahlen schreiben, d.h. ihre Steuern-, Abgaben und Lohnkosten für ein Jahr abgetragen haben. Der Rest des Jahres produziert somit den Gewinn der Unternehmen.

Black Friday hat überhaupt nichts mit schwarzen Fingern nach dem Zählen von Geld zu tun. Auch hier ist die Anti-kapitalistische-Phantasie mit dem verantwortlichen Redakteur durchgegangen, der heute sicherlich nicht einkaufen geht.

Woher kommt also die Bezeichnung „Black Friday“?
Zuerst scheint der Begriff „Black Friday“ 1961 in Philadelphia aufgetaucht zu sein. Nach 1975 kam er dann landesweit in „regular circulation“ (in den USA).

Um zu verstehen, was es mit dem Black Friday auf sich hat, muss man zwei Randbedingungen kennen.

Der Tag vor Black Friday ist Thanksgiving Day (Erntedank-Fest) in den USA. Thanksgiving Day ist traditionell an einem Donnerstag.

Am nachfolgenden Freitag haben viele US-Amerikaner einen zusätzlichen Day-off (Urlaubstag), was ein Grund dafür war, dass Warenhäuser wie Macy’s Santa Claus Parades gesponsert haben. Diese Umzüge waren der offizielle Startschuss für die festive seasons, also das Weihnachtsgeschäft.

Black Friday ist das, was man heute einen Brückentag nennt, der Tag, an dem das Weihnachtsgeschäft beginnt, viele US-Amerikaner früher Paraden beiwohnten und später Geschäfte aufsuchten, so viele, dass die Gehsteige voller Menschen und die Straßen voller Autos waren. In Philadelphia muss das Gedränge und der Stau so dicht gewesen sein, dass ein Beobachter auf die Idee gekommen ist, den Freitag nach Thanksgiving als „Black Friday“ zu bezeichnen, was zeigt, dass schon damals die Farbe der Kleidung und die Farbe der Autos eher monoton war. Die Bezeichnung kann auch dadurch begründet sein, dass Bilder vom Gedränge in Philadelphia in schwarz-weiß gemacht wurden, was den Eindruck einer schwarzen Menge verstärkt und die Bezeichnung „Black Friday“ nahegelegt hat.

Etwas Recherche hätte auch bei der Tagesschau zu dieser Erkenntnis geführt, aber damit wäre natürlich die Möglichkeit verschwunden, einmal mehr die anti-Marktwirtschafts-Haltung, für die die Tagesschau bekannt ist, zur Schau zu stellen.

Bei uns ist übrigens Black Friday…

Off we go!

Mainstream-Journalisten nicht AfD-Anhänger lassen sich am einfachsten irreführen

In den letzten Monaten ist es unter Journalisten immer beliebter geworden, über angebliche Studien zu berichten, bevor diese veröffentlicht werden. Die entsprechenden Studien, die man, weil nicht veröffentlicht, als dubios bezeichnen muss, liegen in der Regel angeblich entweder der Süddeutschen Zeitung oder dem Spiegel vor und finden von dort eine rasante Verbreitung durch die Mainstream-Medien, deren Originalität letztlich nur in den Fehlern besteht, die sie beim voneinander übernehmen oder kopieren oder abschreiben machen.

Die neueste Studie, die dieses Mal dem Spiegel vorliegt und auf deren Rezeption in der WELT wir uns hier beziehen, wurde von der „Berliner Denkfabrik ‚Stiftung neue Verantwortung‘“ durchgeführt, eine Stiftung, die nicht unbedingt bekannt dafür ist, dass ihre Angestellten in empirischer Sozialforschung besonders bewandert wären. Eigentlich ist die Stiftung bislang überhaupt nicht bekannt, uns jedenfalls nicht. Es ist also eine Stiftung, die bekannt werden will. Und was macht sich in Mainstream-Medien besser, um bekannt zu werden, als AfD-Bashing.

Die AfD-Anhänger, wer auch immer das sein mag, denn wir wissen nicht, ob es sich hier um AfD-Wähler, solche, die eine Wahlabsicht für die AfD oder eine Sympathie für die AfD angegeben haben, wir wissen nicht einmal wie viele AfD-Anhänger die Denkfabrikanten aus Berlin überhaupt befragt haben, wir wissen von ihnen nur, dass sie besonders anfällig für Fake-News sein sollen. AfD-Wähler, so der unbekannte Redakteur der WELT, der in der Überschrift zu seinem Beitrag noch von AfD-Anhängern geschrieben hat [er weiß es also auch nicht, auf wen sich die Ergebnisse eigentlich beziehen] seien für Falschnachrichten besonders anfällig. Die implizite Meldung die hier verbreitet werden soll, lautet natürlich: AfD-Wähler haben nur deshalb AfD gewählt, weil sie auf Falschnachrichten der AfD hereingefallen sind.

Alexander Sängerlaub, Leiter des Fake-News-Projekts, ordnet die Ergebnisse seines Fake-News-Projekts so ein: „Geglaubt wird, was ins Weltbild passt“.

Gibt es in der Sozialforschung einen älteren Hut als diesen?
Leon Festinger hat bereits 1957 seine Theorie der kognitiven Dissonanz veröffentlicht. Informationen, die nicht ins Weltbild passen, so Festinger, würden eben passend gemacht. Informationen, die ins Weltbild passen, schnell und problemlos inkorporiert.

Amos Tversky und Daniel Kahneman haben 1986 mit dem Konzept des Framing die Manipulationsvariante ergänzt und gezeigt, dass man mit der Formulierung von Fragen oder Aussagen Antworten beeinflussen kann.

Und damit sind wir wieder zurück bei der „Studie“ aus der „Denkfabrik in Berlin“, die angeblich zeigt, dass AfD-Wähler/Anhänger/Sympathisanten besonders anfällig sind für Falschnachrichten. Wir müssen die Studie, die angeblich dem Spiegel vorliegt, auf Basis der öffentlichen Informationen beurteilen, aber das reicht bereits, um feststellen zu können, dass auch die Denkfabrizierer aus Berlin nur gefunden haben, was ihnen ins Weltbild gepasst hat.

Folgende Aussagen wurden Befragten vorgelegt:

  • Der CDU-Wahlspruch ‚Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben‘, stammt von einem SED-Plakat.
  • Im baden-württembergischen Schorndorf randalierten 1000 Migranten auf einem Volksfest.
  • Flüchtlinge bekommen in Deutschland kostenlos einen Führerschein vom Staat finanziert.
  • 59 Prozent der Flüchtlinge haben keinen Schulabschluss.
  • Flüchtlinge aus Baden-Württemberg machten mehrmals Urlaub in ihren Heimatländern.
  • Martin Schulz (SPD) fordert die Einführung eines sogenannten ‚Arbeitslosengeld Q‘.
  • Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat alle Deutschen als Nazis bezeichnet.

Fällt ihnen bei diesen Aussagen etwas auf?
Ein Bias vielleicht?
Eine Richtung?
Eine Zielgruppe?

Bis auf drei Aussagen haben alle Aussagen Flüchtlinge zum Gegenstand und somit ein Thema, von dem man angenommen wird, dass es bei AfD-Wählern die Wahrscheinlichkeit, bei Nichtwissen zum negativen Extrem zu tendieren, erhöht, bei Wählern von Grünen, SPD, CDU usw. den gegenteiligen Effekt haben kann. Man kann also erwarten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass AfD-Wähler/Sympathisanten/Anhänger die Aussage, dass Flüchtlinge aus Baden-Württemberg gleich mehrmals in ihrer Heimat Urlaub machen, in Schorndorf randaliert haben, zu 59% keinen Schulabschluss haben und den Führerschein umsonst machen dürfen, für wahr halten, höher ist als die entsprechende Wahrscheinlichkeit für CDU, Grüne, SPD und LINKE-Wähler.

Den Denkfabrikanten aus Berlin ist es ganz offensichtlich darum gegangen, AfD-Anhänger und –Wähler als anfälliger für Fake-News darzustellen. Wäre es ihnen nicht darum gegangen, sie hätten nicht alle Aussagen, die sich auf Flüchtlinge beziehen, in die selbe Richtung kodiert und z.B. als Aussage angeboten: Die meisten Flüchtlinge haben zwar einen Schulabschluss, aber keine Berufsausbildung. Oder: Die Flüchtlinge, die in Deutschland einen Führerschein machen, müssen diesen Führerschein aus ihren Hartz-IV-Bezügen finanzieren.

Noch deutlicher wird die Absicht der Denk- und wohl auch Ergebnisfabrikanten, die AfD-Wähler als besonders anfällig für Falschnachrichten hinzustellen, am Fehlen all der Themen, die für nicht-AfD-Wähler oder Sympathisanten oder Anhänger sensibel sind und deren Zustimmungswahrscheinlichkeit erhöhen. Welches Ergebnis bekäme man wohl, wenn man die folgenden Aussagen auf Richtigkeit beurteilen ließe von Anhänger/Wählern/Sympathisanten der CDU, FDP, SPD, von Grünen oder LINKE?

  • Glypohosat führt zu Bienensterben.
  • Kernenergie ist die gefährlichste Form der Energiegewinnung.
  • Kurdische Perschmerga haben irakische Regierungstruppen mit deutschen Raketen beschossen?
  • Arbeitgeber haben ein Kartell gebildet, um die Löhne in Deutschland niedrig zu halten.
  • Unternehmen versuchen über die Finanzierung von Unterrichtsmaterialien, Schüler in ihrem Sinne zu beeinflussen.
  • Der Sozialismus hat mehr Menschen umgebracht als der Kapitalismus.
  • Kommunisten haben mehr Menschen ermordet als Nationalsozialisten.
  • Am Sklavenhandel haben auch viele Schwarze verdient.
  • Die Ausschreitungen in Hamburg anlässlich des G20 wurden von Polizeibeamten in Zivil provoziert.
  • Donald Trump ist Mitglied des Ku-Klux-Klan.
  • Männerbünde sorgen dafür, dass Frauen weniger verdienen und seltener in Führungspositionen gelangen.
  • Frauen verdienen 22% weniger als Männer.

Welche Ergebnisse könnte man wohl vorweisen, wenn man Anhängern von CDU, FDP; SPD, Grünen und LINKE diese Aussagen vorgelegt hätte? Und wären AfD-Anhänger oder Wähler oder Sympathisanten dann immer noch diejenigen, die für FakeNews am anfälligsten sind. Wir halten die Wette, dass dies nicht der Fall wäre.

Die kurze Darstellung zeigt, dass die Berliner Denkfabrik entweder eine Fabrik ist, die manipulierte Umfrageergebnisse produziert oder eine, in der der Methoden der empirischen Sozialforschung kenntnislos gegenüberstehende Ideologen genau das in ihren Umfragen finden, was sie zu finden hoffen. Was auch immer zutrifft, Manipulation aus Unkenntnis oder Manipulation aus ideologischer Boshaftigkeit, es bleibt Manipulation. Jeder Journalist, der noch zum selbständigen Denken in der Lage ist, hätte das eigentlich mit einem einfachen Blick auf das, was gefragt wurde, sehen können. Aber für Journalisten gilt eben auch, dass sie genau das sehen, was ihnen ideologisch in den Kram passt.

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Ohne Obergrenze Diversität durch Flüchtlinge – Deutsche Träumerei in FAZ-moll

In Deutschland herrscht die politische Romantik. Politische und journalistische Romantiker sind voller Begeisterung für Flüchtlinge, die man in unbegrenzter Zahl in das doch reiche Deutschland lassen solle und könne. Und während die politischen Romantiker in der Großzügigkeit schwelgen, die sie sich durch die Erwerbstätigkeit und das Geld anderer leisten zu können glauben, präsentieren Journalisten voller Verzückung Beispiele von Ländern, die angeblich durch Vielfalt und die Aufnahme von Flüchtlingen Weltspitze geworden sind.

Einen Leser von ScienceFiles hat ein solcher Jubelartikel in der FAZ, in dem sich der Autor aufschwingt, den großen Nutzen zu feiern, den Flüchtlinge angeblich für Singapur bringen, so verägert, dass er sich ans Werk gemacht hat, um all die Teile der Realität, die politische und journalistische Romantiker ausblenden müssen, um ihre Wolkenkuckucksheime bauen zu können, zusammenzutragen. Das Bild von Singapur, das auf Grundlage der Fakten und Daten, die unser Leser zusammengetragen hat, zum Vorschein kommt, ist eines, das der verklärten Darstellung in der FAZ in jeder Hinsicht widerspricht und einmal mehr zeigt, wie weit verbreitet FakeNews in so genannten “Premiummedien” sind.

“[…] kaum ist der Physikerin Merkel die Quadratur des Kreises gelungen und man hat sich nun auf eine Art Obergrenze geeinigt, insbesondere dadurch,dass man die Obergrenze einfach nicht so nennt, erscheint dieser
heuschlerische Artikel in der FAZ: “Singapur ist die Hochburg für Arbeitsmigranten“:

Heuschlerisch, weil Arbeitsmigration mit der Aufnahme von Flüchtlingen gleichgesetzt wird.

In diesem Artikel wird aufgezeigt, wie gut doch die niedrigqualifizierten Zuwanderer für SEA (South-East Asia) sind, insbesondere für Singapore. Der Artikel ist so geschrieben, und die Überschirft deutet das auch an, dass die viel schlauer sind als  wir und “beliebig” viele reinlassen und natürlich mehr Zuwanderung positive Wachstumseffekte hat.

Nichts ist weiter von der Realität in Singapore entfernt als das!

Ich bin kein Singapore-Experte, habe aber in den 1,5 Jahren, in denen ich dort gelebt habe, ein paar Dinge mitbekommen.
Unabhängig davon kann man sich nicht einfach aus einem Land eine Institution herausgreifen und diese dann international vergleichen, denn in der Regel steht diese Institution in vielerlei Hinsicht mit anderen Institutionen ökonomischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Natur in Zusammenhang. Vergleiche funktionieren ja oft nicht mal zwischen zwei deutschen Bundesländern, geschweige denn zwischen zwei Ländern in der EU. Wie abstrus es ist, wie im FAZ-Artikel geschehen, punktuell auf internationaler Ebene zu vergleichen, und dann auch noch einen Flächenstaat mit einem Stadtstaat mit Insellage, das versuche ich hier zu verdeutlichen.
Nachfolgend einige Punkte, die in dem FAZ-Artikel über Singapore nicht erwähnt [oder unterschlagen] werden, die aber für eine Diskussion um Arbeitsmigration evtl. nicht irrelevant sind, die mir SPONTAN einfallen:
  1. Das Land kann nur über zwei Brücken von Malaysia aus erreicht werden. Dort befinden sich zwei harte Grenzübergänge mit entsprechenden Kontrollen inklusive massiver Präsenz von Polizei, die mit (möglicherweise) geladenen MPs patroullieren.
  2. Wegen diesen strengen Kontrollen entstehen zwischen Johor Bahru (Malaysia) und Singapore jeden Morgen und jeden Abend kilometerlange Fahrzeug-, Roller- und Menschenschlangen. Kontrolle muss halt sein (siehe Foto).
  3. Man darf in das Land nur mit einem angebrochnen Zigarettenpäckchen rein und nur mit einem zu 75% gefüllten Tank ausreisen. Sonst drohen horrende Strafen.
  4. Es wird zwischen einer Einreise aus Malaysia und nicht-Malaysia unterschieden, also nach Einreiseland diskrimiert.
  5. Minimalste Mengen von Drogenbesitzt werden mit dem Tod bestraft (durch Erhängen): Soviel zum Thema Grenzkontrolle, die es in Deutschland in dieser Form nicht mal zu nicht-EU-Zeiten gegeben hat.
  6. Wer sich länger als 6 Monate in Singapore aufhält (natürlich nur mit einem Work Permit [Arbeitserlaubnis] möglich), muss einen medizinischen Check durchführen lassen – inklusive Röntgenuntersuchung, in dem auf Syphilis, HIV, Schwangerschaft und Tuberkulose getestet wird. Dies darf nur von einem in Sinagapore registrierten Arzt durchgeführt werden. Die Kosten trägt das Unternehmen, das die ausländische Arbeitskraft beschäftigen möchte.
  7. Wer falsche Angaben bei den Behörden macht, wenn es um die Arbeitserlaubnis geht, dem drohen Geldstrafren von bis zu 20.000 SGD [Singapore Dollar] oder Haftstrafen bis zu 2 Jahren.
  8. Über eine Einreise oder einen Aufenthalt ohne Pass spare ich mir die Erörterung.
  9. Auf Unternehmensebene: Unternehmen müssen für jeden eingestellten “unskilled” [ungelernter Arbeiter] nicht nur höhere levy bonds hinterlegen, also eine Art Versicherung oder Strafe für die Einstellung eines Niedrigqualifizierten bezahlen, es gibt auch eine Mindestquote für Hochqualifizierte, die man einstellen muss. D.h. ab einem bestimmten Moment darf man nur noch einen Niedrigqualifizierten einstellen, wenn man entsprechend auch Hochqualifizierte einstellt bzw. eingestellt hat. In Deutschland sprechen wir von einer Integrationspflicht der niedrigqualifizierten Asyl-Bewerber. Das ist das gegenteilige Arbeitsmarktkonzept.
  10. Diese high-skilled, low-skilled-Quoten sind unternehmensspezifisch und industriespezifisch geregelt:
  11. Die Arbeitskräften im Bereich “Construction” [Baugewerbe] bekommen oft nur 700 bis 1.000 SGD [Singapore Dollar], also 2,5€. D.h. es gibt einen Arbeitsmarkt, in den keine politische Lohnuntergrenze eingezogen ist. Damit kann der Arbeitsmarkt bei niedrigeren Löhnen auch deutlich mehr Menschen aufnehmen.
  12. A propos politisch: Singapore ist keine Demokratie.
  13. Homosexuelle Handlungen zwischen Männern sind strafbar.
  14. Der aktuelle Spitzensteuersatz beträgt 22%. Dieser wird fällig ab einem Jahreseinkommen von 320.000 SGD also 200.000€. Einkommen darunter werden entsprechend niedriger besteuert.
  15. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen in den sogenannten CPF [Corporate Pension Fund] ein, also in eine Art persönlichen Vorsorgefond. Dieser wird positiv mit ca. 4% pro Jahr verzinst und nicht etwa wie die deutschen Rentenbeiträge negativ.
  16. Man benötigt kein Auto, da Singapore mit dem MRT eines der modernsten und die ganze Stadt durchziehenden U-Bahnsysteme hat.
  17. Vom Staat bezuschusste Wohnungen, sogenannte HDBs, dürfen nur Singaporeans kaufen. Ausländer nicht. Die Untervermietung eines HDB ist nur den “Singapore Citizens” erlaubt, nicht einmal Personen mit einer Permanent Residence” [Ubegrenzte Aufenthaltsgenehmigung)], und es darf nur an Einheimische oder Malayen untervermietet werden. Also eine ganz eindeutige Diskriminierung nach Herkunftsland.

Zusammenfassend kann somit gesagt werden: In den Genuss sozialer Leistungen kommen in Singapore nur Staatsbürger und somit in der Regel diejenigen, die in Sozialkassen einzahlen, während es in Deutschland eher der Fall ist, dass Personen, die nicht in Sozialkassen einzahlen, Arbeitslose, nicht-Erwerbstätige, Frauen, Flüchtlinge (fast) besser gestellt sind, als diejenigen, die die Leistungen erarbeiten.

In Singapore trennt man ganz klar zwischen Einheimischen und Ausländern, was bei uns alles Verstöße gegen das AGG [Antidiskriminierungsgesetz] wären. Niedrigqualifizierte dürfen unter ganz bestimmten Bedingungen in ganz bestimmten Brachen arbeiten, und die Unternehmen werden für diese in Haftung genommen, nicht die Gesellschaft. Man nimmt einen Großteil seines Bruttolohns mit nach Hause und zahlt in seinen eingenen (kapitalgedeckten nicht umlagefinanhzierten) Rentenfond ein. Ähnlich auch bei Gesundheit und Arbeitslosigkeit. Jede Form von Vergehen, geschweige denn Straftaten, werden massiv bestraft und die Strafen durchgesetzt.

Die beiden Systeme von Deutschland und Singapore zu vergleichen, wie es im FAZ-Artikel getan wird, zumindest in der Überschrift, ist bar jeder Vernunft.

Der Satz aus dem Artikel “Dabei wird die Wanderung der Arbeiter – wie auch in Europa – von der Vielfalt der Region angeheizt: Das reichste Land Südostasiens ist 25 Mal wohlhabender als das ärmste.” hat wenn überhaupt nur etwas mit Einkommensvielfalt zu tun. Mit der Vielfalt von der in Deutschland gesprochen wird nicht. Denn hier geht es nur darum, dass alle in die Schweiz Südostasiens wollen, nämlich Singapore, weil man dort so gute Jobs und Löhne bekommt. Und da das die Singaporeans wissen, haben sie sich entsprechend geschützt. Seiner Verletzlichkeit und Begehrtheit bewusst, gibt Singapore einen deutlich größeren Teil seines BIPs für Militär aus als jedes andere südostasiatische Land:

Als Tourist freut man sich in Singapore “Little India”, “Chinatown”, das arabische Viertel um die “Arab Street” oder vorwiegend thailändische Menschen um den Golden Mile Complex (Beach Road) herum zu sehen und sich an der Vielfalt zu begeistern. Diese Vielfalt kommt aber nur durch diese Herkunftsland-bezogenen Viertel zustande.

Wir in Deutschland versuchen dies ja durch eine “gesunde Vermischung/Verteilung” zu verhindern. Auf der anderen Seite brodeln in diesen Viertel die Resentiments gegenüber anderen Kulturen und teilweise auch der religiösen Unterschiede, und eine Kleinigkeit bringt das Pulverfaß zum Überlaufen, wenn beispielsweise ein Bus einen Inder überfährt.

Dann bleibt sehr wenig von Integration und Vielfalt übrig.

Bis hierhin bezog sich meine Erörterung auf Arbeitsmigration in Singapore. Das Thema in Deutschland war aber auf die Aufnahme von Flüchtlingen bezogen. Und es ging in der politischen Diskussion in den letzten zwei Jahren um eine Obergrenze für die Asyl-Einwanderung. Nun wie sieht es da in Sinagpore aus? So:

Singapore nimmt keinen einzigen Flüchtling auf.

Daher benötigt man auch keine Willkommenskultur.

Den Rest, der reinkommt (Touristen und Arbeitkräfte), muss man nicht Willkommen heißen, denn die
wollen ja was von Singapore und nicht umgekehrt.

Und wozu führt das (zumindest bis Ende Januar 2017)? Man wird Magnet für
Hochqualifizierte

Andere Länder, andere Sitten.

Wir bedanken uns für diesen einsichtsreichen und informierten Leserbrief!

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