Kategorie: Einstellungsforschung

Legitimationsforschung: Das Andienen ist des Akademikers Lust … Von bösen Russen und verschwörungstheoretischen AfD-Anhängern

Auflösung. Unser kleines Rätsel vom gestrigen Tag, in dem wir gefragt haben, aus welcher Institution ein Textchen wohl stammt, das in seiner politisch-korrekten Diktion und einheitsmeinenden Biederkeit fast schon den Preis für die beste Anpassungsleistung an vorgegebenes Denken erhalten müsste, hat genau das gezeigt, was wir erwartet haben, dass es zeigen werde. Die Tipps unserer

Jugendliche gehen öfter und weniger in “die Natur”: Repräsentative Studie von anderer repräsentativer Studie widerlegt

Das Verlautbarungsorgan der Bundesregierung, die ARD-tagesschau, berichtet davon, dass “Jugendliche” öfter in die Natur gehen würden. Was die Vergleichsbasis dieser, ohne diese Basis sinnlosen Aussage ist, bleibt zunächst im Dunkeln. Verraten wird nur, dass sich “Seit Beginn der Corona-Krise … mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland nach eigener Einschätzung häufiger in der Natur”

„Hello from Princeton“: Vom neuesten gescheiterten Versuch, „parteiische“ online-Medien zu verteufeln

von Dr. habil. Heike Diefenbach Es begann vor Ostern mit einer unauffälligen Mail in meiner Inbox unter vielen anderen. Sie war mit „Hello from Princeton“ überschrieben, und in ihr wurde vom „Communication Manager“ Rose Huber für die Kenntnisnahme einer Studie geworben, von der behauptet wurde: „It demonstrates the long-term corrosive effect of increased consumption of

Der Wissenschaft folgen! Zuwanderungsgegner sind Gegner von Zuwanderung, nicht Gegner von Zuwanderern

von Dr. habil. Heike Diefenbach Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima genügt es, auf Risiken oder negative Folgen von nahezu unkontrollierter Massenzuwanderung hinzuweisen, um als „Rechter“, „Nazi“ oder – in grandioser Unkenntnis sowohl der Geschichte als auch des semantischen Feldes des Begriffs – „Rassist“ bezeichnet zu werden, immer in der Hoffnung, dass damit der Überbringer der schlechten

Monumentale Inszenierung: Black Lives Matter does not matter – Rassismus kaum vorhanden

Rassismus ist ein sprachliches Konstrukt. Es gibt ihn nicht. Wer ihn etablieren will, der muss bestimmte Aussagen konzipieren, die eine Operationalisierung für das Konstrukt “rassistische Einstellung” sein können oder er muss bestimmte Kriterien an beobachtbare Handlungen anlegen, die diese Handlungen zu rassistischen Handlungen zu Rassismus machen. Dr. habil. Heike Diefenbach hat in ihrem gestrigen Beitrag

Extremismus-Trittbrettfahren: Leipziger “Forscher” surfen die Hanau-Welle

Die Mitte-Studien der Friedrich-Ebert Stiftung, die bei der Heinrich-Böll-Stiftung aus Gründen der Differenzierung als Autoritarismus-Studien bezeichnet werden, wohl damit nicht sofort klar ist, dass es sich um die Studien handelt, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung und von der Heinrich-Böll-Stiftung (und der Otto-Brenner-Stiftung), also über diese Stiftungen, die natürlich keine Stiftungen, sondern eingetragene Vereine sind, von Steuerzahlern

Klimawandel-Realsatire – von der Universität Oldenburg in den Tagesspiegel

Lachen ist gesund. Torsten Grothmann “vom Lehrstuhl für Ökologische Ökonomie der Universität Oldenburg” ist aber gar nicht zum Lachen zumute. Er hat ein Problem. Menschen sagen das eine und tun das andere. Sie können sich vorstellen, auf Flugreisen zu verzichten und fliegen dann in den Urlaub. Sie können sich vorstellen, kein Fleisch zu essen, und

„AfD-Unterstützer sind ausländerfeindlich“ – wirklich? [ScienceFiles-Faktenfinder]

Selbst an einem Samstag sind wir für unsere Leser im Einsatz [unentgeltlich!], vor allem die Leser, die uns seit gestern Abend mit Hinweisen auf die angebliche Analyse von Martin Schröder überschwemmt haben, der auf Grundlage des SOEP zu dem Schluss kommt, dass „AfD-Unterstützer nicht „abgehängt“ sind, „sondern ausländerfeindlich“. Kategorische Feststellungen in Texten, die auf probabilistischen

Zuwanderung und Antisemitismus: Kommt zusammen, was zusammengehört?

“Studie sieht keinen Anstieg von Antisemitismus durch Zuwanderung“. Die WELT titelt so. Antisemitismus, so steht im Text, sei ein Problem, das der „Mehrheitsbevölkerung entspringe und nicht ausschließlich oder sogar überwiegend von Minderheiten herrühre“. In der Tat, in der „Studie“, auf die sich WELT bezieht, steht da, wo Journalisten immer lesen, in der Zusammenfassung der Ergebnisse,

Phatische Diskussion: Modernisierungsskeptiker, von denen niemand etwas weiß

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Diskussion um die AfD um eine neue Konfliktlinie erweitert: AfD-Wähler seien mehrheitlich „Modernisierungsskeptiker“, so die Bertelsmänner, die jeden Variablensoziologen erblassen lassen. Es gebe eine neue Konfliktlinie in der deutschen Gesellschaft, zwischen Modernisierungsskeptikern und Modernisiserungsbefürwortern. Klingt gut, so lange man nicht fragt: Was bitte, ist ein Modernisierungsskeptiker? Was ist Modernisierung? Wie kommt

Spendenwollen ist nicht gleich Spende

In dieser Zeit, in der die Erfragung von Einstellungen und Einschätzungen zu Dingen so hoch im Kurs steht, Einstellungen zu Gewalt, zu Flüchtlingen, zu Rechtsextremismus, zum Bundesfreiwilligendienst oder zur Organspende, ist es wieder einmal notwendig darauf hinzuweisen, dass Einstellung und Verhalten zwei verschiedene Dinge sind. Die Einstellungsforschung schlägt sich schon seit etlichen Jahrzehnten mit dem Problem herum,

Die Lösung des Problems: Zwangskastration für Rechtsextreme?

In der Kategorie Forschung, die (derzeit) niemand braucht, widmen wir uns heute einem Arbeitspapier, das den Titel “Intergenerational Correlations of Extreme Right-Wing Party Preferences and Attitudes toward Immigration” betitelt ist und von Alexandra Avdeenko und Thomas Siedler zu verantworten ist. Das Paper, so steht unter “7. Conclusions”, berichtet die ersten Ergebnisse zur Intensität des intergenerationalen

Vorsicht: Heute ist Tag der Organspende

Heute ist Tag der Organspende. Das klingt wie: Heute ist Zahltag – also besser Sie sind vorsichtig. “Organspenden retten Leben”, so schreibt die Bundesregierung anlässlich des Tages der Organspende. “Organspende ist gelebte Solidarität”, so steht einige Zeilen weiter zu lesen, obwohl es sich wohl eher um posthume Solidarität, denn gelebte Solidarität handelt. Das ist etwas sarkastisch von der

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