Wahl zum Unsinn des Jahres 2013

Was war der Unsinn des Jahres 2013?

scully facepalmAuch dieses Jahr stellen wir unsere Leser vor die schwierige Aufgabe, den Unsinn des Jahres 2013 zu bestimmen. Schwierig ist die Aufgabe deshalb, weil sich auch im Jahr 2013 die Produktion von Unsinn durch Personen des öffentilchen Lebens einer großen Beliebtheit erfreut hat. Schwierig ist die Aufgabe auch deshalb, weil Unsinn eigentlich nicht gesteigert werden und somit auch nicht in eine Hierarchie gebracht werden kann. Aber, wir haben vollstes Vertrauen auf die sensorischen Reaktionen unserer Leser: Also, welcher Unsinn hat Ihnen die Nackenhaare besonders schnell und steil gestellt? Welcher Unsinn hatte den Tick mehr Hirnkrebs als der Rest des Angebots an Unsinn? Welcher Unsinn hat Sie so richtig schaudern lassen? Der Unsinn, der diese drei Kriterien vor allem anderen Unsinn erfüllt, ist Ihr Unsinn des Jahres.

  • War es die Kleine Hexe, die unter die Neger gefallen ist? Sie erinnern sich: Mekonnen Mesghena, bei der Heinrich-Böll-Stiftung für “Migration und Diversity” zuständig, stolperte über die Begriffe “Negerlein”, “Chinesenmädchen” und “Türken”. Und weil diese Begriffe, wie er angibt, seine Tochter, der er vorgelesen hatte, bevor er über die Begriffe gestolpert ist, verstört haben sollen, hat er einen Brief an den Verlag, in dem Ottfried Preusslers “Kleine Hexe” erscheint, geschrieben und hat sich darin über die “rassistischen und ausschließenden Begriffe” beschwert. Heute sind also Begriffe böse, so böse, dass Sie aus dem Wortschaft verbannt werden müssen. Ist das Ihr Unsinn des Jahres?
  • Oder wie ist es mit dem Wahnsinn, der in Ministerien grassiert und sich in Gender-Atlanten niederschlägt, wahren Werken der Para-Normalität, in denen die Autoren aus harmlosen Zahlen Dinge zu lesen im Stande sind, wie es ein Normalsterblicher ohne den Zugang zu höheren Erkenntnisstufen, wie ihn die Medien in den entsprechenden Ministerien haben, nie könnte. Ist das Ihr Unsinn des Jahres?
  • “Wolle mer se reilosse”?, so fragte Hans-Peter Betz als Sitzungspräsident von Mainz bleibt Mainz alljährlich, um das Publikum auf das vorzubereiten, was ihm bevorsteht. Wir wollen es ihm gleichtun: “Wolle mer se reilosse, unser Ingrid?” Gemeint ist natürlich Ingrid Sehrbrock, die auch in diesem Jahr nicht müde wurde, zu erzählen, was wir brauchen und deshalb von uns gefordert wird. Wer also Ingrid Sehrbrock im zweiten Anlauf zum Unsinns-Produzenten des Jahres 2013 küren will, jetzt ist die Gelegenheit dazu.
  • Wenn es um Unsinn geht, dann will auch Frank Wehrheim, ehemaliger Steuerfahnder für die hessische Landesfinanzverwaltung, und damit ausgewiesen in der Kunst, normalen Bürgern nachzustellen, nicht zurückstehen. Dazu ist er eigens vom Steuerfahnder zum moralisch durchdrungenen (Durchdringen ist ohne das Hinterlassen irgendwelcher Rückstände möglich) Kriminologen  mutiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, des Vorenthaltens von Steuern Verdächtigte noch vor ihrer Verurteilung des “Diebstahls an der Gemeinschaft” zu beschuldigen. Wer der Ansicht ist, die Schädigung des deutschen Ansehens in der rationalen Welt durch die Schaffung kollektiver Besitztümer, zu denen seltsamer Weise nur ein paar Ausgesuchte Zugang zu haben scheinen, sei der Unsinn des Jahres, der muss seine Stimme Frank Wehrheim geben.
  • Nicht aus dem Irrenhaus, sondern aus einem Antrag der SPD-Fraktion im Bundestag stammt die Erkenntnis, dass man Künstlerinnen mit Künstlern gleichstellen müsse, weil letztere größere Ateliers hätten als erstere. Nicht nur haben die Genossen von der SPD den unglaublichen Umstand offengelegt, dass fiese, vermutlich männliche Vermieter schöner und großzügiger Ateliers nicht an Frauen vermieten oder gar verkaufen wollen, nein, die Genossen können auch in die Zukunft sehen, und was sie sehen ist Altersarmut – für Künstlerinnen versteht sich. Und all das auf der Basis von Quadratmetern! Erstaunlicher Unsinn, und wer denkt, das ist der Unsinn des Jahres, der muss der SPD-Franktion in der deutschen Bundestagsanstalt seine Stimme geben.
  • So richtig “abgeblogged” haben sich die Mitglieder einer Sekte, die wiederum bei der Friedrich Ebert Stiftung in der Hiroshima Straße in Berlin geistiges Asyl erhalten hat, über den Umstand, dass es einen #Aufschrei, aber keinen #AufschreiüberRassismus gibt. Und weil sie so richtig in Fahrt waren, in der Hiroshima Straße, haben sie ganz deutlich gemacht, dass Anti-Rassisten so richtig rassistisch sind und, schlimmer noch, sie haben Selbsterkenntnisse wie die folgende produziert: “Dabei handeln wir alle rassistisch, ich handle auch in vielen Situationen rassistisch, so funktioniert unser Gehirn, es vereinfacht und produziert Stereotypen. Wir müssen nur bereit sein, das zu sehen und uns weiter zu entwickeln”. Wer denkt, dieser generalisierende und absurde Unsinn sei der Unsinn des Jahres, der muss die Friedrich-Ebert-Sekte mit seiner Stimme beglücken.

elephant-tree-nestDamit haben wir die sechs Aspiranten, die unsere vorausgewählte Grundgesamtheit des 2013 so geäußerten Unsinns darstellen, zusammen.

Nun sind Sie an der Reihe!

Wer hat den Unsinn des Jahres 2013 zu verantworten? Wer soll von ScienceFiles als Produzent des Unsinns des Jahres 2013 ausgezeichnet werden?

Die Abstimmung läuft ab sofort, und sie läuft bis zum 6. Januar, wenn diese drei weißen, nein waisen, nein weisen, also zwei weiße und ein Neger und alle drei sind weise, also klug auf Kamelen aus dem Morgenland kommen, sofern sie an Lampedusa vorbei und durch den Zoll kommen, um Weihrauch, Myrrhe, Gold und in diesem Jahr auch die Auszeichnung: Unsinns-Produzent des Jahres 2013 zu bringen.

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5 Responses to Wahl zum Unsinn des Jahres 2013

  1. Cpt.Chilli says:

    Die Abstimmung läuft vermutlich bis zum 6. Januar, oder?

  2. Michel Houellebecq says:

    Also ich finde die Gleichsstellung / Diskriminierung / von Künstlerinnen nur schon alleine aufgrund der Ateliergrösse den Oberhammer! Womöglich hätte sich aus der Schuhgrösse oder der Haarlänge der “betroffenen” Künstlerinnen noch mehr über ihren Diskriminierungsgrad heraus lesen lassen..! Haustiere können da auch sehr aussagekräftig sein, Papapapapageien zum Beispiel, die plappern doch so viel- wahrscheinlich erst noch unter ausschliesslicher Verwendung des generischen Maskulinums: Ein Albtraum, fürwahr! Ach ja, und die Hunde erst: Die bellen doch, wenn sie sich getroffen fühlen..!

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