Wie bescheuert kann man eigentlich sein: Flüchtlinge entlasten die Krankenkassen

Ich bekomme sicher wieder Prügel für die Überschrift, zumindest in der Redaktion, aber mir fällt angesichts dieser Meldung nichts anderes als „bescheuert“ ein:

„Die Zuwanderung von EU-Bürgern und Flüchtlingen wirkt sich nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) positiv auf ihre finanzielle Stabilität aus. Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, sagte, im Jahr 2016 seien vor allem junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren neu in die gesetzliche Krankenversicherung gekommen. Davon seien mehr als 60 Prozent Männer und an die 40 Prozent Frauen gewesen.

Pfeiffer erläuterte: “Da die zugewanderten Neumitglieder jünger sind als der Durchschnitt aller gesetzlich Versicherten und darüber hinaus auch noch weniger Leistungen in Anspruch nehmen als die gleichaltrigen bisherigen Versicherten, führen sie zu einem doppelten Entlastungseffekt.” Sie stabilisierten die Finanzen und stoppten – zumindest vorübergehend – die Alterung der Mitglieder der GKV insgesamt. “Das ist ein erstaunliches Phänomen, mit dem noch vor einigen Jahren wohl niemand gerechnet hätte”, so Pfeiffer.“

Logik ist ja nicht jedermanns Sache, aber zumindest in den Grundrechenarten sollte man seine Schwächen nicht so öffentlich machen, wie dies Frau Pfeiffer hier tut. Sie behauptet eine doppelte Entlastung der Krankenkassen durch stabilisierte Finanzen, weil jüngere Versicherte weniger Leistungen in Anspruch nehmen und durch einen Verjüngungseffekt.

Fangen wir hinten an, bei der Fähigkeit, sich mit Begriffen selbst zu übertölpeln. Frau Pfeiffer hat diese Fähigkeit. Das erstaunliche Phänomen, „mit dem vor Jahren wohl niemand gerechnet hat“, also der Entlastungseffekt, der über die Alterung der Mitglieder erfolgt, ist nichts anderes als der Effekt, der durch die geringeren Kosten entsteht, die durch jüngere Mitglieder in der Krankenkasse nach aller Statistik dadurch entstehen, dass sie seltener krank werden und ihre Behandlungskosten geringer sind als die älterer Mitglieder.

Beide Effekte sind jedoch identisch. Vermutlich hat deshalb niemand bislang dieses erstaunliche Phänomen, das Frau Pfeiffer hier sieht, gesehen, weil es es schlicht nicht gibt.

Darüber hinaus ist es eine interessante Milchmädchenrechnung, die erhebliche Schwächen in den Grundarten der Mathematik offenbart. Hier in Addition.

  • Wir haben einen Bestand B von Versicherten. Für diesen Bestand entstehen die Kosten X.
  • Nun kommen zu diesem Bestand B von Versicherten neue Versicherte in Form von Flüchtlingen hinzu.
  • Welchen Effekt haben mehr Versicherte auf die Kosten?
  • Frau Pfeiffer behauptet, die Kosten sinken.
    Wer derselben Meinung ist, darf in Zukunft ScienceFiles nicht mehr lesen.
  • Selbst wenn alle bis auf einen Flüchtling keine zusätzlichen Kosten produzieren, entstehen doch MEHRKOSTEN, denn die Kosten für den einen Flüchtling müssen zu den bisherigen Kosten X hinzugezählt werden.

Nun könnte man argumentieren, dass mehr Flüchtlinge in der gesetzlichen Krankenkasse mehr Geld in die Kasse der Kranken bringen und dass diesem Mehr an Einnahmen ein geringeres Mehr an Ausgaben gegenübersteht, weil jüngere Flüchtlinge geringere Kosten produzieren als ältere Versicherte. Aber auch das ist eine Milchmädchenrechnung. „There is no free lunch“ hat der weiße und weise Ökonom Milton Friedman einst gesagt und darauf verwiesen, dass Geld, das in einen Topf eingezahlt wird von irgend jemandem erwirtschaftet werden muss. Wie die Dinge bei Flüchtlingen nun einmal so liegen, muss ihr Beitrag in die Gesetzliche Krankenkasse von der Allgemeinheit der Steuerzahler aufgebracht werden (Ausnahme bestätigen diese Regel).

Der doppelte Entlastungseffekt, den sich Frau Pfeiffer einbildet, entsteht also dadurch, dass zum einen die Bruttoausgaben für Versicherte steigen, weil einfach mehr Versicherte Leistungen aus der Gesetzlichen Krankenkasse in Anspruch nehmen. Er entsteht sodann daraus, dass junge männliche Flüchtlinge weniger Leistungen in Anspruch nehmen als vor allem weibliche Versicherte und alte Versicherte, so dass von den Beiträgen der jungen männlichen Flüchtlinge in der Rechnung von Frau Pfeiffer mehr bei der Gesetzlichen Krankenkasse hängen bleibt als dies für z.B. junge weibliche Flüchtlinge oder alte Flüchtlinge, die z.B. über den Familiennachzug nach Deutschland kommen, oder generell für weibliche Versicherte oder alte Versicherte der Fall ist.

Eine erstaunliche Schlußfolgerung, die man nur teilen kann, wenn man (1) Behauptungen aufstellt, für die es keinerlei empirischen Beleg gibt (wie z.B. junge Flüchtlinge bringen mehr Beitrag als sie Kosten verursachen), (2) vollkommen ausblendet, das das vielleicht-Mehr an Beitrag, das bei den Gesetzlichen Krankenkassen hängenbleibt, von Steuerzahlern aufgebracht werden muss, die derzeit die Beiträge der Flüchtlinge entrichten und (3) der seltsamen Mathematik huldigt, die Frau Pfeiffer vertritt, nach der ein Mehr an Versicherten mit einem weniger an nachgefragten Versicherungsleistungen einhergeht.

Wer jetzt noch denkt, bescheuert sei unpassend, dem ist nicht zu helfen.

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Juristen: Student schreibt drei Seiten zu viel und fällt deswegen durch

Wir beobachten schon seit längerem eine interessante Korrelation. Je weniger Inhalte in einem universitären Fach vermittelt werden, je weniger Theorie, Methode und sonstige Kenntnisse dort vorhanden sind, desto mehr Wert wird auf Formalia gelegt. Der Seitenrand MUSS 5 Zentimeter betragen. Die Vornamen der Autoren DÜRFEN NICHT ausgeschrieben werden. Es muss in Times New Roman formatiert werden, wer in Arial formatiert, wird schlechter bewertet. Zitiert wird in Fußnoten. Wer es wagt, die lesbarere Variante wissenschaftlicher Zitation zu benutzen und amerikanisch zu zitieren, dem werden Punkte abgezogen usw.

Es ist zuweilen höchst belustigend, wie versucht wird, durch penibles Pochen auf das, was das wissenschaftliche Handwerkszeug ist, über die inhaltliche Leere in manchen Fächern hinweg zu täuschen. Um uns nicht falsch zu verstehen: Ein Student muss das wissenschaftliche Handwerkszeug beherrschen. Er muss zitieren können und den Unterschied zwischen einem direkten und einem indirekten Zitat kennen. Aber, ob eine Arbeit in Times New Roman abgefasst ist, ob die Arbeit 20.000 und kein Wort mehr umfasst, ob das Literaturverzeichnis mit oder ohne ausgeschriebenen Vornamen erstellt wurde, hat mit wissenschaftlichem Arbeiten nichts zu tun. Wie viele derjenigen, die an Universitäten versuchen, Studenten die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, nicht müde werden zu betonen: Wie man zitiert ist wurscht, Hauptsache, die Zitierweise ist konstant durchgehalten und die zitierten Quellen sind alle auffindbar.

Dass der Schriftgrad und die Wortzahl nichts über die Qualität einer Arbeit, der darin enthaltenen Gedanken aussagt, das ist eigentlich ein solcher Allgemeinplatz, dass man sich fragt, warum man das hier schreibt. Und dann kommt die Erinnerung zurück: Es gibt Juristen.

Jura ist in weiten Teilen kein wissenschaftliches Fach, sondern eine Art Kreuzworträtsel. Einer, der sich Professor nennt, erstellt ein Kreuzworträtsel, das gewöhnlich als „Fall“ bezeichnet wird und seine Studenten müssen akkurat genau die Lösung finden, die derjenige, der sich Professor nennt, im Sinne hatte. Es ist also Lösen von Kreuzworträtseln gepaart mit Hellseherei. Weite Teile von Jura bestehen daraus, Fälle und deren Lösung auswendig zu lernen und unter Einsatz von so wenig wie nur möglich eigenen Gedanken das zu schreiben, was derjenige, der sich Professor nennt, hören will. Das ist mit ein Grund dafür, warum Jura derzeit von weiblichen Studenten überlaufen wird.

Weil die meisten Juristen inhaltlich wenig zu sagen haben und es vornehmlich darauf ankommt, das richtige Wort in das vorgesehene Feld einzufüllen (im übertragenen Sinne), deshalb kleben Juristen an Formalia. Wehe man zitiert in einer nachvollziehbaren Weise und im Text. Das Beben, das die altehrwürdigen Zeitschriften, deren Autoren immer noch nicht zitieren können, erschüttert, es ist auf der nach oben geschlossenen Richterskala bei 12 angesiedelt (von 12).

Wehe man präsentiert für einen Musterfall eine nicht-Musterlösung, sondern eine mit eigenen Gedanken unterfütterte Lösung. Die Richterskala fällt aus allen Angeln.

Wehe man schreibt drei Seiten mehr als vorgegeben. Durchgefallen.

Letzteres ist einem Studenten aus dem Zuständigkeitsbereich des Verwaltungsgericht Ansbach passiert. Er hat drei Seiten über die Vorgabe geschrieben. Der Korrektor hat ihm pro halbe Seite eine Note abgezogen. Ergibt ungenügend. In den Zuständigkeitsbereich des Verwaltungsgerichts Ansbach fällt u.a. die Universität Nürnberg-Erlangen …

Der Student, angehender Jurist, hat gegen seine Bewertung geklagt, vor dem Verwaltungsgericht Ansbach, und dort ist er abermals durchgefallen. Dieses Mal mit seiner Klage. Wenn die Formalia vorsehen, eine bestimmte Seitenzahl nicht zu überschreiten, dann hat ein Student diese Seitenzahl auch nicht zu überschreiten. Basta. Regeln sind halt Regeln.

Bleibt nachzutragen, dass die Verwaltungsrichter nicht geprüft haben, ob die Gedanken des Studenten so neuartig waren, dass sie eine Überschreitung der Seitenvorgabe rechtfertigen. Wo kämen wir auch hin, wenn jeder in Jura seine Gedanken schreiben und begründen könnte, wenn diejenigen, die sich für Professoren z.B. des Bürgerlichen Rechts halten, andere als Musterlösungen lesen und überlegen müssten, ob die anderen Lösungen vielleicht besser sind als die Musterlösungen. Für die Juristen wäre dies Anarchie, für uns wäre es Wissenschaft.

Mehr dazu gibt es beim Justillion.

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Intellektuelle Zeitbomben von Genderterroristen

Die Überschrift geht auf Dr. habil. Heike Diefenbach zurück, die das ständige Berieseln der Öffentlichkeit mit Gender-Trash als Form von Terrorismus und Folter ansieht, mit denen normale Menschen in ihrer Denkfähigkeit beeinträchtigt und in ihrer intellektuellen Klarheit bedroht werden sollen. Gender-Terroristen wollen also dadurch, dass Sie die Abgründe an Dummheit und Unsinn, zu denen die Betätigung des neuronalen Netzwerks, das Menschen mitgegeben ist, führen kann, als Zeitbomben platzieren, die jederzeit von einem naiven oder dummen oder naiv-dummen Journalisten zur Explosion gebracht werden können, unter denen, die noch klaren Verstandes sind, Angst und Schrecken verbreiten, in der Hoffnung, sie um den Verstand zu bringen und zur Beute der Genderista machen zu können.

Soviel als Vorrede.

Erinnern Sie sich noch an den Rohrkrepierer #4GenderStudies, der kurz vor Weihnachten das Ansehen der Gender Studies retten sollte, als gäbe es da etwas zu retten?

Als Folge davon finden sich noch eine Reihe intellektueller Zeitbomben im Internet, deren Sprengkraft geeignet ist, noch den letzten Rest von Glauben daran, dass Gender Studies und Intelligenz doch nicht vollständig inkompatibel sind, zu Staub zerbröseln zu lassen.

Die folgende intellektuelle Zeitbombe, die unser Team der Gender-Bombenentschärfung gerade unschädlich gemacht hat, hat uns ein Kommentator geschickt. Sie stammt aus dem Projekt “Gendergerechter Technikjournalismus”, das sich die Hochschule Rhein-Sieg leistet, offenbar in der Annahme, es gebe keine Reputation, die damit zerstört werden könnte. Susanne Keil und Nina Kim Leonhardt haben es zu verantworten.

“Die angehenden Technikjournalistinnen und –journalisten sollen lernen, Technik multimedial und gut verständlich zu vermitteln. Zugleich erwarten wir von ihnen eine kritische Begleitung neuer technischer Entwicklungen. Sie sollen ihren Userinnen und Usern dabei helfen, die Bedeutung künstlicher Intelligenz für die Gesellschaft einzuschätzen, aber auch erklären, wer wieviel Geld in welche technischen Entwicklungen investiert und welche Interessen damit verbunden sind.

Die Gender Studies helfen mit ihrem analytischen und kritischen Blick dabei, genau diese Fragen zu stellen und zu beantworten: Exemplarisch für viele andere Kategorien, die unsere Gesellschaft strukturieren, zeigen sie: Nicht jede technische Entwicklung kommt gleichermaßen Jungen und Alten, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen oder Männer und Frauen zugute. Und diejenigen, die Forschungsgelder in Technik investieren, tun dies nicht immer zum Wohle aller Mitglieder einer Gesellschaft.

Auf einer pragmatischen, durchaus wirtschaftlich nutzbaren Ebene können die Gender Studies aber auch dabei helfen, Deutschland innovativer zu machen und das Potenzial und die Ideen von Frauen dabei zu nutzen.”

Booom.

Das war eine kontrollierte Explosion dieses intellektuellen Sprengstoffs, in dem allen Ernstes verbreitet werden sollte, dass wir den Gender Studies die Erkenntnis verdanken, dass nicht jede technische Entwicklung gleichermaßen Alt und Jung und Menschen aus verschiedenen Kulturen und Männer und Frauen zu gute kommt.

Wer hätte das gedacht?
Sie?
Nun, die Besitzer von Pferdedroschgen, die sich mit der Einführung des Automobils in ihrer Existenz gefährdet gesehen haben, hatten sicher keine Idee davon, dass ihnen diese technische Neuerung zunächst einmal nicht zu gute kommt. So wenig wie die männlichen Erfinder des Telefons eine Idee davon hatten, dass Ihr Instrument zur Fern-Kabelübertragung von Sprache unmittelbar von zumeist weiblichen Quasselstrippen, übernommen und zum Schaden aller, deren kurzes Gespräch am Besetzzeichen scheitert, monopolisiert wird.

Oder man denke an die Erfindung der Reproduktionstechnologie, die es noch den letzten Unfruchtbaren ermöglicht, ihren Kinderwunsch auf Kosten der Allgemeinheit umzusetzen. Gut, dass es die Gender Studies gibt und wir derartige Einsichten nunmehr haben, nun nach mehreren tausenden von Jahren, die vergangen sind, seit sich die Ägypter bei Kadesch (1274 v. Chr.) um ihren Pharao Ramses II scharten, um sich bitter darüber zu beklagen, dass sie sich am falschen Ende der Erfindung des Streitwagens finden, während die Hethiter die richtige Seite besetzen. Wir haben hier einen der ersten Fälle kultureller Benachteiligung durch technische Entwicklungen vor uns. Den Göttern sei Dank, dass wir heute auf die Gender Studies zurückgreifen können, die uns das Rätsel von Kadesch, die Niederlage des Gottkönigs Ramses II angesichts überlegener hethitischer Militärtechnologie durch die Erkenntnis erkären kann, dass Interessen hinter technischen Entwicklungen stehen und die Entwicklungen nicht jedem in gleicher Weise zu gute kommen.

Wollen Sie, dass Gender Studies dazu beitragen, Deutschland innovativer zu machen, angesichts der oben beschriebenen Ideen von zwei Personen mit weiblichen Namen von der Rhein-Sieg Hochschule?

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Weser Kurier: Islamischer Staat trifft ideologischen Eifer und Unbildung

Beim Weser Kurier spricht man nicht mehr vom Islamischen Staat, weil der Islamische Staat kein Staat sei und nicht religiös motiviert, so die Begründung. 

“Der WESER-KURIER verwendet den Begriff “Islamischer Staat” nicht, weil diese Terrorgruppe weder religiös motiviert noch ein Staat ist. Wir sprechen wie ihre Gegner von Daesch.”

Deshalb sprechen die Weser Kuriere nur noch von Daesch, was die falsche Eindeutschung von DAESH ist.

DAESH wiederum ist eine Abkürzung für 

al-Dawla al-Islamiya fi al-Iraq wa al-Sham.

Die näheste Übersetzung davon lautet:

DAESH = Der islamische Staat im Irak und in Syrien.

Der Weser Kurier hat also den Begriff “Islamischer Staat”, der der Gazette zu religiöse und zu staatlich ist, durch die Abkürzung DAESCH ersetzt, die eine falsche Eindeutschung von DAESH darstellt, das wiederum für “Islamischer Staat im Irak und in Syrien” steht.

Die Bremer Kurier-Narren haben also den Begriff, den sie nicht mögen, durch die Abkürzung des arabischen Originals des Begriffs, den sie nicht mögen, ersetzt. Das ist eine reife Leistung, die man nur dann erbringen kann, wenn man viel ideologische Überzeugung, viel erzieherischen Eifer, aber überhaupt keine Ahnung davon hat, worüber man spricht.

Uns scheint, in Bremen ist eine besondere Klasse der linken Minder-Intelligentia zu finden, eine, bei der sich die eigenen Heilsüberzeugungen mit erheblichen Wissenslücken verbinden. Allein die Behauptung, DAESH (ISIL, ISIS, IS), eine Organisation, die das Kalifat einführen will, sei nicht religiös motiviert, ist kompletter Umsinn.

Oder wie wir in der Pfalz sagen: Des bassiert, wänn jeder Hansdolle maent, mitredde zu könne.

Für des Englischen Unkundige, besonders in der Bildungs-Wüste Bremen: DAESCH hat mit Trash nichts zu tun

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Gesetz ohne Moral – Die ARD macht es möglich

Wir sind noch nicht fertig, mit dem Urteil des Bunderverfassungsgerichts, von dem wir gestern berichtet haben, einem Urteil, das nach Ansicht von Klaus Hempel von der ARD-Rechtsredaktion, bei der man wohl links dreht, „bei einigen des bisherige Weltbild ins Wanken bringen“ wird.

Hempel, in dessen Gehirn es aussehen muss, wie bei Hempels unter dem Sofa, ist einer von denjenigen, die Journalist ohne erkennbare Qualifikation spielen. Bei Hempel nimmt der Versuch, Text für andere zu produzieren, bizarre sprachliche Formen an.

So schreibt er:

„In den Köpfen der meisten Menschen herrscht nach wir vor eine klare Ordnung: männlich, weiblich, heterosexuelle“.

Erwähnen wir zunächst, dass Hempel mit Sicherheit keine Daten hat, die ihm einen Schluss über die „meisten Menschen“ erlauben würden, dass er also seine Vorurteile zum Besten gibt, um dann die Ursache für seine Vorurteile zu identifizieren: Hempel hat keine „klare Ordnung“ im Kopf, denn er ist nach eigenem Bekunden ja jemand, der männlich, weiblich, heterosexuell nicht denkt.

„Alles, was dazwischen liegt“, so schreibt er weiter und man fragt sich, was zwischen „männlich, weiblich, heterosexuell“ außer weiblich liegen könnte, „ist nicht normal und wird daher nicht toleriert“. Abermals gefällt sich Hempel darin, seine Murks-Phantasie anderen zu unterstellen und zu behaupten, Andere wären nicht tolerant, im Gegensatz zu ihm, der gerade vor lauter Toleranz in Kombination mit sprachlichem Unvermögen andere bezichtigt, sie würden „weiblich“ nicht für normal halten.

Und wenn man denkt, alle Ausdrucksformen von Dummheit innerhalb von drei Sätzen in Hempels Text aufgefunden zu haben, schlägt Hempel ein weiteres Mal zu. Dieses Mal mit dem folgenden Sprachversuch:

„In unserem Staat haben wir uns aber nicht in erster Linie an Moralvorstellungen zu orientieren, sondern an Recht und Gesetz“.

Daraus muss man schließen, dass Moralvorstellungen und Recht und Gesetz für Hempel inkommensurabel, dass für ihn Gesetz und Moral zwei verschiedene Dinge sind. Nehmen wir Hempel einmal ernst, auch wenn es schwer fällt, dann stellt sich die Frage, was findet Eingang in, was ist die Grundlage von Gesetzen, wenn nicht Moralvorstellungen?

Betrachten wir die Tatsache, dass sich jeder, der Hempel, wegen des Unsinns, den er verbreitet, verprügelt, obwohl es gerechtfertigt werden kann, vor dem Gesetz wegen Köperverletzung verantworten muss.

Warum nur?

Moral im Sinne von: Gewalt ist kein Mittel, um Dummheit zu bestrafen, fällt aus, wie Hempel sagt.

Bleibt die Ideologie: Man darf Hempel nicht verprügeln, weil er sich mit seinem Text bei denen, die sich für fortschrittlich halten, angebiedert hat.
Und es bleibt die Willkür: Öffentlich-rechtliche Journalisten dürfen eben nicht verprügelt werden.

Beides, Willkür und Ideologie, die einzigen Alternativen, die Hempel zulässt, um Gesetze zu begründen, sind höchst unsichere Gesellen. Erstere trägt die Unsicherheit bereits im Namen, Letztere ist wie der Zeitgeist, sie durchläuft Konjunkturen. Das Gesetz von heute mag den Richter, der Regimegegner ins Gefängnis steckt, schützen, das von morgen, mag in die andere Richtung gehen und Richter mit Regimegegnern tauschen. Wer es nicht glaubt, möge die DDR-Richter befragen, die sich nach dem Anschluss vor Gericht wiedergefunden haben, dieses Mal als Angeklagte.

Kurz: Gesetz ohne Moral ist nicht denkbar. Jedes Gesetz ist Ausdruck von Moralvorstellungen. Dass man journalistische Darsteller wie Hempel nicht verprügelt und Körperverletzung ausgeschlossen ist, speist sich z.B. aus Mitleid und der Tatsache, dass der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, das ihm von seinen Bürgern übertragen wurde, eines, das man ihm übrigens wieder nehmen kann, wenn er sich als unfähig erweisen sollte, seine Bürger zu schützen. 

Das bringt uns zum nächsten Fehler in der Hempelschen Phantasiewelt. Gesetze fallen nicht vom Himmel. Sie werden auch nicht von „dem Staat“ auf Aufforderung von „dem Bundesverfassungsgericht“ “den Bürgern” vor die Nase gesetzt – jedenfalls nicht in einer Demokratie. In einer Demokratie gilt, dass die Gesetze die Realität abbilden sollen. Die Moralvorstellungen, die die Mehrheit der Bevölkerung teilen, sind entsprechend die Grundlage für Gesetze, die z.B. das Eigentum, die Unverletztlichkeit der Person garantieren und vielleicht einmal in Zukunft, das strafbewerte Verbot ideologisch verblödete Journalisten in öffentlich finanzierten Medienanstalten zu dulden, umfasst.

Also: Ohne Moral kein Gesetz.
Und weil es ohne Moral kein Gesetz geben kann, deshalb sind Recht und Gesetz nicht ohne Moral zu denken. Somit ist die einzige Frage, die im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Bedeutung ist, die Frage, ob eine Mehrheit in der Bevölkerung die Vorstellung von einem Dritten Geschlecht teilt und der Ansicht ist, dieses dritte Geschlecht, dessen vermeintliche Träger seltener sind als Wasser in der Wüste, rechtfertige den Aufwand von Millionen von Steuereuros, um die Freaks of Nature, die nicht männlich und nicht weiblich sind oder sein wollen, nun auch verwaltungstechnisch kenntlich zu machen.

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